Januar 15

Ethisches Handeln und die Scheinmoral

Jeder hat es schon gesehen: ein T-Shirt für 3,99 €. Die einen schlagen zu, die anderen gehen für diesen Betrag lieber Kaffee trinken (fair angebaut und gehandelt natürlich!). Bin ich unmoralisch, wenn ich bei diesem scheinbar unschlagbaren Angebot schwach werde? Kann ich diesen unmoralischen Kauf kompensieren?

Wir alle können selber entscheiden, ob wir ein Kleidungsstück kaufen wollen, bei dessen Herstellung Menschen gelitten haben. Oder ob wir lieber die fairere Variante wählen. Gerade in dieser Möglichkeit zum moralischen Handeln zeigt sich unsere Freiheit. Sonst wären wir einfach willenlose Konsumenten. (Evi Hartmann)

Wir stehen ja heutzutage vor einem gar unüberschaubaren Markt, egal ob nun Kleidung oder andere Produkte. Im Einkaufsladen beispielsweise: Da gibt es 250 g Butter zu 89 ct oder für 2,29 €. Da denke ich ja auch nicht nach, ob es den Kühen beim Melken nun schlecht ging oder nicht.

Aber hilft es vielleicht auch meinem eigenen Ego, zum teureren Produkt zu greifen? Ob ich nun Butter von Gut&Günstig oder von demeter kaufe, interessiert später keinen, wenn sie erst mal im Kuchen gelandet ist. Aber beim T-Shirt? Primark oder G-Star? Das trägt man ja schließlich am Körper, jeder sieht es zwangsläufig. Da greift der, der etwas auf sich hält doch zum Shirt für 49,99 €. Ein Schelm, wer hier eine Doppelmoral erkennt.

Vielleicht ist das ja auch eine Art Kompensationsreflex, billige Nahrung, teure Kleidung. Witzigerweise kann man manchen auch genau das Gegenteil unterstellen – teure Fair-Trade-Produkte, billige Kleidung (ich glaube wir haben da ja unsere Vorstellung bestimmter Menschen).

Aber Weg von der Butter: Wir alle haben ja eine Verantwortung mit unseren Taten (Käufen), auch wenn wir uns dieser nicht gleich bewusst sind. Die Frage ist ja eher, was uns als Konsument besser fühlen lässt? Diese Freiheit kann einem bisher nicht genommen werden, insofern nicht strenger kontrolliert wird, wie sehr der Milchbauer unter der billigen Butter leidet oder wie Menschen in Fabriken behandelt werden.

Wie denkt Ihr darüber? Ist man konsequent, was ethisches Handeln betrifft? Oder legt man eher darauf wert, was einen immerhin so aussehen lässt? Seid Ihr konsequent?

Januar 7

Träume – Vorhersage oder Auslöser der Zukunft?

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Früher glaubten viele Menschen an die Zukunftsvorhersagen von Orakel. Diese sind meist Orte, an denen ein Medium die Zukunft oder die Bestimmung von bestimmten Dingen sehen kann.

Neben Orakel gibt es noch einige andere Methoden, wie man seine Zukunft erfährt. Unter anderem glauben manche Menschen daran, dass sie in Kaffeesatz oder in Teeblättern zu erkennen ist.

Wieder andere (eher fragwürdige) Methoden sind Kristallkugeln, Kartenlegen oder Horoskope.

Eine andere Möglichkeit ist jedoch, die Zukunft aus Träumen zu deuten. In der Wissenschaft gelten Träume als der Spiegel des psychischen Erlebens während des Schlafes. Alles, was wir im Wachzustand erleben und fühlen, geht in unseren Träumen weiter. Hierbei wird unsere instinktive, emotionale Seite aufgedeckt und tiefe Gefühle und Wünsche kommen zum Vorschein.

Viele Menschen glauben jedoch auch, dass Träume wichtig für unsere Zukunft sind. Hierbei gibt es feste Symbole, die in bestimmtem Zuständen bestimmte Dinge über uns aussagen sollen, unter anderem, was uns in unserer Zukunft erwartet.

Ich selbst glaube nicht wirklich daran, dass wir unsere Zukunft vorhersehen können, egal welche Methode man wählt. Trotzdem denke ich, dass Träume eine Auswirkung auf unsere Zukunft haben können.

Nehmen wir als Beispiel einen Mann, der davon geträumt hat, dass er sich für eine Person opfern wird. Im Wachzustand gerät er plötzlich in eine Schießerei und da er davon überzeugt ist, dass sein Traum wahr wird, stellt er sich zwischen die Person, die eigentlich getötet werden sollte und den Mörder und stirbt. Ohne diesen Traum wäre das vielleicht nicht geschehen und er würde statt dem eigentlichen Opfer leben.

Natürlich ist das ein bisschen extrem dargestellt, aber wenn man daran glaubt, dass Träume wahr werden können, passieren manche Dinge vielleicht eher, weil man der Überzeugung ist, dass man keine andere Wahl hat. Man handelt sozusagen schicksalsergeben.

Meiner Meinung nach sollte man sich nicht zu sehr auf irgendwelche Vorhersagen verlassen und immer daran denken, dass man die freie Wahl hat, zu entscheiden. Ich denke auch, dass eine Person, die ihre Zukunft meint zu kennen, nur eingeschränkt in ihrem Handeln ist. Man sollte nicht nur die ganze Zeit daran denken, was als nächstes passiert, sondern im Moment leben und es genießen.

Glaubt ihr an Zukunftsdeutungen mithilfe von Träumen? Oder an andere Arten von Vorhersagen?

Oktober 23

Egoismus und Altruismus

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Ego·ịs·mus
die Haltung, das eigene Ich, die eigenen Wünsche in den Mittelpunkt zu stellen.

Al·t·ru·ịsmus
die Einstellung, dass man die Belange und das Wohlergehen anderer Menschen für wichtig erachtet.

Wenn man jemandem die Frage stellt, was eher auf ihn selbst zutrifft, Egoismus oder Altruismus, würden die meisten Menschen rein aus Reflex Altruismus sagen, da niemand als egoistisch angesehen werden möchte.

Aber ist Egoismus wirklich so schlimm und sollte er vollständig vermieden werden?

Mittlerweile hat das Gleichgewicht von Geben und Nehmen wieder einen hohen Stellenwert erreicht, da die meisten Menschen verstehen, dass Egoismus und Erfolg nur kurzfristig glücklich macht, während Altruismus, also Selbstlosigkeit, Wohlgefühle auslösen und anscheinend sogar zu einem verlängertem Leben führen soll.

Trotzdem ist jeder Mensch bis zu einem gewissen Grad egoistisch, da es überhaupt nicht anders geht. Wäre man nur selbstlos, würde einen das vor allem auch nicht glücklich machen, da man auf Dauer nicht immer nur an andere denken kann.

Ein Beispiel, bei dem ein ausgewogenes Verhältnis wichtig ist, sind Freundschaften. Hier kann zu viel Altruismus Konflikte auslösen, wenn dieser nur einseitig oder ungleich verteilt ist. In richtigen Freundschaften ist man normalerweise automatisch selbstlos und gibt lieber als zu nehmen, trotzdem erwartet man im Gegenzug natürlich auch etwas. Wichtig in Freundschaften ist zum Beispiel Hilfsbereitschaft, Fürsorge und Wertschätzung.

Sobald diese Dinge nicht von selbst kommen, fängt man an, darüber nachzudenken, dass man selbst viel mehr leistet für diese Freundschaft und fängt an, egoistischer zu handeln.

Die meisten Menschen versuchen wohl, altruistisch zu handeln, großzügig zu sein und nicht nur an sich selbst zu denken und das ist auch gut so. Wenn man selbstlos handelt, macht das einen selbst auch viel glücklicher, woraus die Frage entsteht, ob nicht sogar selbstloses Handeln bis zu einem gewissen Grad egoistisch ist.

„Geben ist seliger denn Nehmen“. – Neues Testament

Wenn man gibt, ist man glücklicher. Manche Menschen brauchen das eigene selbstlose Handeln, brauchen es, andere Menschen glücklich zu machen, was in dem Sinne ja nicht schlecht ist, sondern zu allgemeinem Glück führt.

Wenn man weiter darüber nachdenkt, entsteht ein Kreislauf, bei dem man immer wieder darauf zurückkommt, dass eigentlich alles aus dem Grund heraus geschieht, weil man selbst glücklich und mit sich zufrieden sein möchte.

Eigentlich kann man nur für andere dasein, wenn man sich selbst auch liebt und wertschätzt, was mich zu dem Fazit bringt, dass ein gesundes Zusammenspiel aus Egoismus und Altruismus nötig ist, um glücklich leben zu können. In dem Sinne bin ich der Meinung, dass Egoismus an sich nichts schlechtes ist -solange es in geregeltem Maße gehalten wird-, und dass er notwendig ist, um ein gesundes und glückliches Leben zu führen.

Man muss nur die richtige Balance zwischen Egoismus und Altruismus finden.

 

 

Juli 14

Wahrheit oder Lüge?

Die Wahrheit kann viel verändern, für eine einzelne Person, für eine Gruppe und ebenso für die gesamte Menschheit. Die Wahrheit zu sagen ist manchmal ganz einfach, aber in anderen Fällen unendlich schwierig.

Manchmal muss man nur eine klitzekleine Frage beantworten und mit einer ebenso kleinen Antwort kann man einen Menschen glücklich machen, aber genauso gut kann man mit der Wahrheit einen Menschen unendlich verletzen.

Die Frage ist nun, soll man, wenn man eine Frage gestellt bekommt und genau weiß, dass die Antwort sehr verletzend ist, trotzdem die Wahrheit sagen? Oder lieber lügen?

Meiner Meinung nach ist es in den meisten Fällen am besten, die Wahrheit zu sagen, da eine Lüge oft ans Licht kommt und die Person dann noch viel mehr verletzt ist. Trotzdem sollte man aufpassen und nicht aus reiner Bosheit gemeine Dinge sagen, die eventuell der Wahrheit entsprechen, dennoch aber wirklich verletzen. Dies kann dann leider auch schnell in Mobbing ausarten. Falls die Wahrheit vielleicht nicht besonders schön ist und man die Person nicht verletzen will, sollte man wahrscheinlich versuchen, die Wahrheit schonend zu verpacken, um einen Menschen nicht noch unnötig mehr zu verletzen.

Nichtsdestotrotz gibt es auch Ausnahmen, bei denen es wohl verzeihbar ist, die Wahrheit zu verschweigen. Ein Beispiel dafür sind Notlügen. Aber auch diese sollten minimiert werden.

Wenn der Mensch insgesamt öfter die Wahrheit sagen würde, gäbe es viel weniger Missverständnisse, weniger Streit und weniger Chaos. Manchmal traut man sich aber auch einfach nicht, zu sagen, was man denkt, weil sonst andere schlecht von einem denken würden oder es für einen selbst vielleicht peinlich werden würde. Wenn jeder Mensch die Wahrheit sagen würde, würde sich niemand Gedanken darüber machen, wie man bei anderen ankommt oder zum Beispiel was eine bestimmte Person von einem denkt.

Ein weiterer guter Grund, die Wahrheit zu sagen, ist der, dass es vielleicht irgendwann zu spät ist, einer Person zu sagen, dass man sie liebt und dann muss man damit leben und kann nichts mehr dagegen tun.

Das Leben tut manchmal unvorhersehbare Dinge und deswegen muss man im Hier und Jetzt die Wahrheit sagen und dabei auch mal ein Risiko eingehen.

Was denkt ihr? Ist es immer am besten, die Wahrheit zu sagen? Wie wäre eine Welt, wenn jeder immer die Wahrheit sagen würde?

Und wie lange kann man die Wahrheit verschweigen bis sie zu einer Lüge wird?

 

Juli 13

Schein und Realität – Ein Leben mit Maske

Erst vor kurzem starb einer der ohne Zweifel größten Schauspieler des letzten Jahrhunderts – die Rede ist natürlich von Haudrauflegende Bud Spencer. Bekannt war er vor allem durch seine derben Sprüche und seine kolossalen Prügeleien, die in jedem seiner Filme eine große Rolle spielten. Doch wie viel der Lässigkeit behielt er auch noch im echten Leben bei?

Die Wahrheit ist wie bei fast allen Schauspielern, dass das, was wir in Filmen von den Schauspielern sehen, fast immer eigentlich nichts oder nur sehr wenig mit der Realität zu tun haben. Doch ist das nur bei Schauspielern so? Oder spielt nicht eigentlich jeder dem Rest der Welt eine Rolle vor, ohne sein „wahres Gesicht“ zu zeigen, trägt nicht jeder von uns eine Maske, unter die wir nur ganz wenige oder gar niemanden schauen lassen?

Auf die eine oder andere Weise hat bestimmt jeder schon einmal die Erfahrung gemacht, sich selbst zu verstellen, um von anderen besser, anders oder überhaupt wahrgenommen zu werden. Sei es nun, um vor Eltern oder Lehrern besser dazustehen, bei den Freunden anzugeben oder den oder die Angebetete(n) zu beeindrucken, etwas an uns selbst scheint uns aus unserer Sicht in einem unvorteilhaften Licht darzustellen.

Aber sind es wirklich wir selbst, die uns verstellen müssen, oder müssen alle anderen ihre Masken abnehemen um uns so zu sehen, wie wir sind?

Wie wir sind. Was wir sind. Haben wir eigentlich eine Ahnung, wer, was oder wie wir sind? Oder tragen wir selbst dann eine Maske, wenn wir uns selbst im Spiegel betrachten?

Ich finde, das sind ein paar interessante Fragen. Was ist eure Meinung dazu? 🙂

Juli 10

Der technische Fortschritt – geht alles zu schnell?

Alle großen Katastrophen der letzen Jahrzehnte zeigten doch, entgegen dem Glauben vieler Menschen und Wissenschaftler, dass der Mensch nicht unbesiegbar gegenüber der Natur ist. Der technische Fortschritt, den wir zur Zeit erleben, ist derart rasant, dass viele die Auswirkungen davon noch gar nicht begriffen haben. Denken wir doch einfach mal nur 15 Jahre zurück: Damals gab es noch keine Smartphones, mehr oder weniger schnelles Internet, oder ein paar Schuhe, dass innerhalb von 24h nach der Bestellung an der Tür klingelt. Wie viel, besser, wie wenig Zeit ist das doch, zumindest in Anbetracht der Lebenszeit eines Menschen, oder gar der Welt, wie wir sie kennen. Da drängt sich dem einen oder anderen doch die Frage auf, ob ein so schneller Fortschritt nicht doch auch seine Schattenseiten hat.

Das Internet bietet uns die Möglichkeit, mit unseren Freunden zu kommunizieren und zeigt uns, am liebsten noch bevor es soweit ist, was in der Welt so alles los ist. Es bietet aber auch für kriminelle Banden, Drogenhändler und Terroristen eine Plattform, sich zu organiseren und zu kommunizieren. Während der schnellen Evolution des Internets und aller Teilnehmer wurde zu wenig an mögliche Sicherheitsvorkehrungen gedacht.

Wo wir schon beim Thema Internet sind: Industrie 4.0 beherrscht alle Vorstandssitzung von Klein- über mittelständische bis Großunternehmen. Die Vernetzung der Industrie ist das neue Ding, das scheinbar nun auch jeder Bäckerbetrieb braucht. Schließlich muss der Bäcker ja per Smartphone auf der Toilette überprüfen können, bei welcher Temperatur und Luftfeuchtigkeit seine Brötchen im Ofen gerade verbrennen. Doch nun mal ehrlich: Spätestens seit Stuxnet wissen wir, wie einfach es sein kann, Schadsoftware in sicherheitskritische Analgen wie Atomkraftwerke einzuschleusen.

Auch beim Thema Atomkraft zeigen Katastrophen wie Tschernobyl oder Fukushima, dass der Mensch keine endgültige Überlegenheit gegenüber der Natur hat. Scheinbar steht in der Industrie die Funktion per se über der Sicherheit, vielleicht auch, weil dafür keine Zeit ist.

Alle aufgeführten Beispiele können analog auf nahezu alle Bereiche moderner Technologien angewendet werden.

Wie steht ihr zum Thema des schnellen technischen Fortschritts? Geht alles zu schnell oder ist die Entwicklung gar zu langsam?

Dezember 20

Philosophie und Ethik zum Hören

Vom Hessischen Rundfunk gibt es aktuell eine Funkkolleg-Reihe zur Philosophie / Ethik zum Hören. Dabei geht es auch um einige ethische Themen, die ihr euch als Prüfungsthemen rausgesucht habt (z.B. Treiben uns die Neurowissenschaft die Freiheit aus?). Dort findet ihr auch ein paar Literaturtipps und Zusammenfassungen.

Viel Spaß beim Hören!

März 19

Kursprotokoll Doppelstunde 12.03.2014

Gymnasium Gerabronn; Ethik Grundkurs K1; alle (12) anwesend
Themen/Gliederung: 1) Erinnerung an Kant, 2) Freiheit und Sittlichkeit, 3) Das Floß; 12.03.2014
Protokollant: uschili

1) Erinnerung an Kant

Zunächst haben wir in Gruppen die Herleitung des kategorischen Imperativs aus der Freiheit bearbeitet. Dafür sollten wir verschieden Stichpunkte logisch sortieren. Hier ist eine von vielen Lösungen aufgezeigt.IMG_0839[1] IMG_0840[1] IMG_0841[1]
Zum Abschluss des Themas „Kant“ befassten wir uns mit Seite 11/12 und definierten technische und pragmatische Imperative, sowie Maximen (siehe Übersicht im Ethik Protokoll).

2) Freiheit und Sittlichkeit

Wir haben die Goldene Regel mit dem Kategorischen Imperativ verglichen (S.13).
Zu den Gemeinsamkeiten gehören der Handlungsleitsatz als Richtlinie, der Perspektivwechsel sowie die Verallgemeinerung, so dass es jeweils für alle Menschen gültig ist.
Jedoch ist bei den Unterschieden zu beachten, dass sich die Goldene Regel auf die Handlung und deren Folgen bezieht, während der Kategorische Imperativ stets die Motive betrachtet. Während die Goldene Regel das Handeln aus Selbstzweck und somit den hypothetischen Imperativ hervorruft, handelt man beim Kategorischen Imperativ aus Vernunft (kategorischer Imperativ).

3) Das Floß

Der Kurzfilm „Das Floß“ handelt von zwei abgemagerten Schiffsbrüchigen, die auf einem Floß auf dem offenen Meer treiben. Die zwei vor Hunger fast sterbenden Männer kämpfen um einen gefangenen Fisch. Einer der beiden fällt ins Wasser, ihm nähert sich ein Hai. Der Fisch landet auf dem Floß. Als sich eine Möwe dem Fisch nähert, muss der andere sich entscheiden, ob er dem einen aus dem Wasser hilft oder sich auf den Fisch konzentriert. An dieser Stelle stoppten wir den Film und überlegten uns Beweggründe wie Egoismus, schlechtes Gewissen, etc. Diese ordneten wir der deontologischen (deon=Pflicht; auch Gesinnung) bzw. der teleologischen (telos=Ziel/Wirkung) Ethik zu (siehe Tabelle im Ethik Protokoll).
Unsere Vermutung, er würde zu dem Fisch rennen, obgleich die Argumente sich für seinen möglichen Freund zu entscheiden überwogen, bestätigte sich, jedoch starb er ebenfalls.

Januar 15

Aufgabe für 15.1. für den Gerabronner Kurs

Lieber Kurs,

leider ist mein kleineres Kind krank. Deshalb bekommt ihr hier eine Aufgabe, die ihr bis spätestens 22.1. erledigen müsst. Bitte beachtet: diese Aufgabe ersetzt meinen heutigen Unterricht – d.h. dessen Bearbeitung ist genauso  relevant für die nächste Klausur und eure mdl. Note wie „normaler“ Unterricht.

Soweit zur Vorrede, jetzt zur Aufgabe: Es gibt immer noch Philosophen, die sich auf Aristoteles beziehen, z.B. Martha Nussbaum und Amartya Sen. Mit ersterer wollen wir uns heute etwas mehr auseinandersetzen.

Aufgaben:

  1. Lies entweder den Artikel oder höre dir den Youtube-Beitrag an (oder beides), die unter „Materialien“ verlinkt sind.
  2. Formuliere 3 zentrale Thesen zur Philosophie Martha Nussbaums in eigenen Worten.
  3. Positioniere dich zu mindestens einer These.

Die Aufgaben können im eigenen Heft oder hier im Weblog (als Kommentar zu diesem Beitrag oder ein eigener Beitrag) bearbeitet werden. Wer heute Protokoll schreiben wollte, verfasst bitte einen eigenen Beitrag und bearbeitet die Aufgaben auf alle Fälle etwas ausführlicher hier im Weblog.

Materialien:

Januar 8

Universallösung Neuanfang

Zum Jahresanfang gehören Neuanfänge einfach dazu – man macht sich gute Vorsätze, will gebildeter, sportlicher, gesünder, … werden. Manch einer möchte sein Leben sogar komplett ändern.

Doch kann man, wenn man grundsätzlich mit seinem Leben unzufrieden ist, einfach alles hinter sich lassen? Ist es möglich, mit seiner Vergangenheit vollkommen abzuschließen und ein von Grund auf neues Leben anzufangen, egal was vorher war?

Und wenn ja, wäre das klug?