September 20

Fragen

Letzte Woche war ich bei einer Diskussionsrunde von Schülern mit dem Dalai Lama. Die Schüler auf dem Podium konnten ihm Fragen stellen und er antwortete darauf. Im Saal selbst saßen etwa 1800 Schüler.

Welche Frage hättest du gestellt?

(Bildquellen: eigene Fotos, 13.9.2017 in FFM, CC-by-SA)

Juni 17

Religion, nur ein Konfliktauslöser?

Mit der aktuellen Situation, dass der IS, eine radikal- islamistische Organisation, eine große Bedrohung darstellt, kommt immer öfter die Frage zum tragen, ob Religion nur einen Konflikt mit sich führt und es besser ohne sie wäre.

Um das zu klären, muss zuerst klar sein was dabei zum Konflikt führt und dafür wiederum, muss geklärt werden was als Religion angesehen wird.

„Religion ist ein Sammelbegriff für eine Vielzahl unterschiedlicher Weltanschauungen, deren Grundlage der jeweilige Glaube an bestimmte transzendente ist (https://de.wikipedia.org/wiki/Religion)

Das bedeutet, dass jeder voneinander abweichende Glaube insofern einer anderen Religion angehört. Da sich Menschen allerdings an vorhergehenden Traditionen orientieren werden Religionen weitervererbt, dass die verschiedenen Religionen in sich relativ einstimmig sind, sprich, dass eine Religion nicht in endlos viele Splittergruppen geteilt wird. Da es allerdings Veränderungen gibt/gab,  entstehen aus den alten Religionen neue heraus, wie zum Beispiel das Christentum, das sich auf dem Judentum aufgebaut hatte.

Daraus lässt sich schließen, dass eine andere Weltanschauung, ein anderer Glaube, sich eigentlich in eine andere Religion einordnet, egal ob sich diese Person zu einer anderen bekennt.

Ein etwas älteres Beispiel: Die alten Kreuzzüge des Mittelalters, die dem fünften Gebot der Christen widersprechen, sind so als eigentlich „nicht christlich“ einzuordnen. Wer nun schuld daran hatte, dass diese dennoch in dem christlichen Bekenntnis ausgeführt wurden ist hier die Frage. Zum einen sind da diejenigen, die als Kreuzritter auszogen, zum anderen auch das christliche Oberhaupt, dass die Legitimation gab. Die ausführenden haben geglaubt, was ihnen gesagt wurde was sie tun sollten, so wie es ihnen ihre Religion bestimmt und der Papst gab den „Befehl“ um gegen den Islam zu kämpfen, der eine Bedrohung für die Kirche darstellte.

Hieraus geht zwar hervor, dass die Religion daran „schuld“ ist, dass der Kreuzzug ausgeführt wurde, da man als „frommer Christ“ dem folgen musste, allerdings wäre es durch das fünfte Gebot, welches ein fundamentaler Teil der katholischen Kirche ist, verboten gewesen. Demnach entsteht ein Konflikt innerhalb der Religion, wobei sich die meisten Menschen oft (leider) die Legitimation heraussuchen, die für sie einen Vorteil bringt und diese dann als Religion benutzen.

Ähnlich ist das auch heute noch mit der aktuellen Lage. Da es allerdings um ein vieles komplizierter ist möchte ich nicht im Detail darauf eingehen. Um auf den Anfang zurückzugreifen, Anhänger des IS adaptierten immer mehr zu Radikalen, wobei sie sich immer noch zum Islam bekennen, wobei innerhalb des Islam dann, wie im obigen Beispiel, ebenfalls ein Konflikt entsteht. Die Auslegungen eines Glaubens, insofern sie zu Brutalität neigen, (es gibt durchaus auch positive) die so zu einer Gefahr für die Sicherheit von Leben wird ist somit die Ursache.

Da Religion eine Weltansicht ist und somit auch eine Auslegungssache, entsteht dabei normalerweise immer ein Konflikt, da wir Menschen nun einmal auf Veränderungen „geeicht“ sind und so immer Auslegungen eines Glaubens entstehen. Sei es wie oben genannt die Legitimation zu Kreuzzügen oder zu Terror-Radikalen-Organisationen usw.

Allerdings muss man auch berücksichtigen, dass Religionen ein Konstrukt menschlicher Natur sind, ob nun eine sich als wahr behaupten sollte oder nicht. Daher ist es sehr wichtig zu klären, dass somit der Mensch, der sich zu einer Religion, bzw. einer Religions-Ausrichtung (Konfession, radikale Splittergruppen) bekennt, der eigentliche Punkt ist, an dem ein Konflikt entsteht. Wir Menschen definieren uns auch, dadurch zu sagen was wir nicht sind. Dadurch grenzt man sich von anderen Religionen ab, was was ein Konfliktfundament bietet.

Zu sagen, dass die Religion schuld ist, um es abzuschließen, ist nur die halbe Wahrheit, denn die Religionsangehörigen sind eigentlich diejenigen, zwischen denen der Konflikt entsteht aufgrund von Auslegungen des eigenen Glaubens oder aufgrund von feindseliger Einstellung zu einer anderen Gemeinschaft.

Religion hat allerdings auf der Kehrseite auch ihre guten Eigenschaften. Sie kann einem Menschen positive Orientierung geben bei der Selbstfindung. Weiterhin kann die Religion viele wichtigen Werte vermitteln, wie zum Beispiel das Recht auf Unversehrtheit oder Grundlegende Sachen, wie den anderen zu behandeln wie sich selbst. Weiterhin kann einem Religion dabei helfen seine eigene Balance zu finden und so sein seelisches Gleichgewicht zu finden. Auch kulturell sind die Religionen/ die Religionsvielfalt sehr wichtig, da so viele verschiedene kulturell wertvolle Einflüsse entstehen.

Religionen sind also, je nach dem wie mit ihr umgegangen wird entweder gut und bereichernd oder negativ und destruktiv sein, woraus ein Konflikt wachsen kann. Es häng dabei stark von den Menschen ab, die ihr angehören!

 

Januar 29

Anregung zum Philosophieren: im Netz von Big Data

„Vielmehr bezeichnet Big Data ein Bündel neu entwickelter Methoden und Technologien, die die Erfassung, Speicherung und Analyse eines großen und beliebig erweiterbaren Volumens unterschiedlich strukturierter Daten ermöglicht.“ (Quelle: Wissenschaftlicher Dienst des Bundestages, 2013.)

Große Mengen an Daten zu verarbeiten ist ein wichtiges Innovationsthema in verschiedenen Bereichen der Wirtschaft, Wissenschaft und der öffentlichen Verwaltung geworden. Ein paar Beispiele:

  • vor einigen Wochen gab es einen Artikel, der ganz stark im Netz gestreut wurde: „Ich habe nur gezeigt, dass es die Bombe gibt„, dabei geht es um die Möglichkeiten der Datenanalyse und Datenkombination bis hin zu bewussten Streuung und Steuerung von Meinungen an zwei Beispielen: dem Brexit und der US-Wahl. Kurze Zeit später gab es bereits gegenteilige Artikel, u.a. „Big Data allein entscheidet keine Wahl„, die die Macht der Datenanalysten etwas abmilderten.
  • Fitnessarmbänder messen jederzeit die Schrittanzahl, Herzfrequenz, Schlafzeiten, Bewegungsmuster etc. Alles kann bei der Herstellerfirma hochgeladen werden und der persönliche Fitnessstand gemessen werden, dazu gibt es Tipps für die persönliche Optimierung. Bekommen nun Krankenkassen oder Pharmaunternehmen die riesigen Datenmengen, können sie damit einerseits gezielter ihre Produkte entwerfen und dem Kunden anbieten, andererseits können sie auch viel personalisierter (und damit finanziell) auf gute und schlechte Lebensweisen reagieren. (mehr Infos)
  • In den USA werden schon seit vielen Jahren Algorithmen verwendet um das Rückfallrisiko von Straftätern zu ermitteln. Bei jenen mit hohem Rückfallrisiko wird der Antrag auf Bewährung eher seltener gewährt, die Kautionshöhe ist größer, etc.. Da die Algorithmen intransparent sind („Geschäftsgeheimnis“), können nur die Ergebnisse ausgewertet werden. Und diese zeigen eindeutig, dass Afroamerikaner systematisch schlechter bewertet wurden. Dies hat gavierende Auswirkungen für jeden einzelnen Häftling. (mehr Infos)

Die Fragen, die sich dabei aufdrängen, sind unter anderem: wie sehr vertrauen wir als Gesellschaft uns den Algorithmen, letztlich Maschinen, an? Welche moralischen Grenzen gibt es, die nicht überschritten werden dürfen? Ist unsere Handlungs- und Willensfreiheit in Gefahr?

Natürlich gibt es auch positive Beispiele:  Open Data – also viele Daten, die frei verfügbar sind, ermöglichen ganz neue wissenschaftliche Erkenntnisse, auch mit Hilfe ganz „normaler“ Bürger, so genannter Citizen Science („Bürgerwissenschaft“).

  • So gibt es z.B. einen Bastelbausatz zur Messung von Luft-(verschmutzungs)-daten, alle Daten werden in die Datenbank gespeist und ausgewertet. Die Luftdaten sind beispielsweise für Stuttgart viel detailierter als die amtlichen Daten.
  • Auf naturgucker.de kann jeder Fotos seiner Naturbeobachtungen sowie zusätzliche Daten hochladen. Außerdem gibt es zahlreiche Hilfen bei der Bestimmung von Arten. So kann man beispielsweise Zugvögel auf ihren Routen beobachten, da alle Daten sowohl art- als auch ortsbezogen ausgewertet und gefiltert werden können.

Daraus ergeben sich weitere Fragen: wie transparent darf/muss Wissenschaft sein? Welche Möglichkeiten gibt es für Schüler sich an solchen Projekten (auch fächerübergreifend) zu beteiligen – welche Fragen könnten spannend und interessant sein? Sollten nicht alle Daten, die von der „Allgemeinheit“, also aus Steuermitteln, finanziert werden offen und frei zur Verfügung stehen?

Januar 26

Anregung zum Philosophieren: die Welt von morgen

Wie sollte die Schule Jugendliche auf die „Welt von morgen“ vorbereiten?

Wir wissen weder, wie die Welt von morgen aussehen wird noch welche Anforderungen sie an den einzelnen Menschen oder die Gesellschaft als Ganzes stellen wird.

Unsere aktuellen Lehrpläne in der Oberstufe sind gültig seit 2004 (neue werden gerade in Kl. 5&6 eingeführt), erstellt wurden sie also Anfang der 2000er Jahre, in dem Zeitraum wurde ein Großteil meiner aktuellen Schüler geboren. Und schon in den letzten 10 Jahren hat sich so viel verändert.

Das alles gab es z.B. 2006 noch nicht:

  • iPhone
  • iPad
  • Kindle
  • Uber
  • Airbnb
  • Android
  • Oculus
  • Whatsapp
  • Instagram
  • Slack
  • Spotify
  • Snapchat

Heute sind die meisten dieser aus dem Leben nicht mehr weg zu denken – und sie haben das Leben, zumindest in unserer westlichen Welt, sehr stark verändert. Die Digitalisierung hat Einzug in (fast) jede Hosentasche gehalten. 2006 war niemandem klar, welchen großen Einfluss gesammelte Daten, Algorithmen und die Kombination von beidem auf das Leben hat – und ich denke, dabei stehen wir erst am Anfang dieser Entwicklung.

Die Frage stellt sich nun, nicht nur mir als einzelner Lehrerin, sondern auch der Institution und dem System Schule: mit welchen Kompetenzen, mit welchem Wissen, mit welchen Skills sollten wir / ich unsere / meine Schüler ausstatten, damit sie gut vorbereitet sind auf „die echte Welt“?

Januar 8

Ist die Gier der Menschen schuld an der jetzigen Situation der Welt?

Jeder kennt es, anfangs interessiert das Kind sich nicht für den gelben Ball, doch dann kommt ein anderes Kind und will mit dem Ball spielen, doch jetzt reagiert das erste Kind, weil es den Ball haben möchte nur dass das andere Kind nicht den Ball bekommt.

In so einer Situation befinden wir uns heute, alle wollen ihren Vorteil und möchten ihre Macht demonstrieren. Alle sind gierig nach noch mehr von allem, doch ist das der Grund der jetzigen Situation?

Ich finde schon, da alle nur Vorteile für sich selbst wollen und gierig nach noch mehr Geld sind, andere sind zum Beispiel gierig nach mehr Land,  mehr Öl oder ähnliches. Ich finde es wichtig zusammen zu arbeiten und nicht die Gier siegen zu lassen und gegeneinander zu arbeiten. Heutzutage wird jeder als potentieller Konkurrent angesehen, da dieser ja vor einem mehr Geld haben könnte, letztlich erzieht uns das System zu Einzelkämpfer, der Spruch „höher, schneller,  weiter“ drück die jetzige Situation sehr gut aus, da alle gierig nach noch mehr von allem sind.

Unsere Köpfe sind Freunde,  warum sagen sie uns es nicht, kommt einer vorbei dann ertragen wir es nicht

Die Gier nach mehr ist Jahr für Jahr gestiegen und wird so schnell auch nicht mehr sinken, da wir an diese Standards schon gewöhnt sind und es eigentlich im Leben nur noch darum geht mehr Leistung zu erzielen und um besser zu werden. Vergleichbar mit dem US Präsidenten,  allein schon „make america great again“  sagt viel über ihn aus, die Gier nach noch mehr Macht, nach noch mehr Einfluss.  Genauso wie mit den Terrorgruppen, die Gier nach mehr Territorium,  nach mehr Macht und Einfluss auf die ganze Welt. Unsere Gesellschaft hat sich so gewandelt dass das wichtigste in unserer Gesellschaft die Gier nach noch mehr Einfluss und Erfolg ist und so auch die Menschlichkeit verloren geht.

 

 

Januar 8

Wer regiert die Welt?

Ich habe mich gefragt wer die Welt regiert und bin dabei auf ein Sprichwort gestoßen „Geld regiert die Welt“. Meiner Meinung nach ist Geld lediglich ein Bestandteil für die Weltregierung, denn Geld beeinflusst so ziemlich alles. Die Frage ist, werden wir von den Konzernen gelenkt oder doch von mystischen Wesen. Heutzutage haben Konzerne wie Nestlé oder Monsanto den größten Machtanteil in der Weltwirtschaft,  da sie in fast allen Ländern vertreten sind und somit auch unsere Gesellschaft lenken. Natürlich werden wir auch von juristischen und physikalischen Gesetzen gelenkt, doch hauptsächlich von den Großkonzernen. Meiner Meinung nach haben diese Großkonzerne zu viel Macht,  weil sie so mächtig sind, dass sie uns ganz einfach manipulieren können. Durch ihre Lügen vertrauen wir auf sie und dadurch bekommen die Großmächte immer mehr Macht. Um es krass auszudrücken, wir werden immer mehr zu den „Sklaven“ der Großkonzernen, somit also abhängig von diesen. Natürlich sind das alles nur Spekulationen,  da es keine Antwort auf diese Frage gibt. Man könnte natürlich auch annehmen, die Politik regiere die Welt, doch nach meiner Meinung regieren die Industrie und die Großkonzerne die Welt.

Oktober 30

Anregung zum Philosophieren: Freiheit und Konsum

In einem Interview sagte die BWL-Professorin Evi Hartmann folgendes:

Wir alle können selber entscheiden, ob wir ein Kleidungsstück kaufen wollen, bei dessen Herstellung Menschen gelitten haben. Oder ob wir lieber die fairere Variante wählen. Gerade in dieser Möglichkeit zum moralischen Handeln zeigt sich unsere Freiheit. Sonst wären wir einfach willenlose Konsumenten.

Dieser Zusammenhang interessiert mich – was denkt ihr: kann ich durch Konsum frei sein? Ist es dabei wichtig, dass ich die gesamte Lieferkette, alle Produktionsbedingungen kenne? Worin zeigt sich Freiheit noch?

 

(Im Interview geht es auch um die Frage, ob jeder einzelne etwas bewirken soll und was man tun kann – z.B. sagt sie: jeden Tag 15 Minuten recherchieren und ein ethisch unbedenkliches Produkt finden, wäre ein guter Anfang. Meist verbringt man mehr Zeit mit sozialen Medien.)

 

September 18

Anregung zum Philosophieren: Der Tod muss abgeschafft werden!

Gerade las ich:

Medizin „Der Tod muss abgeschafft werden, diese verdammte Schweinerei muss aufhören.“, forderte Bazon Brock. Könnte die Kryonik dazu beitragen? (Quelle und weiterführender Artikel)

Was meint ihr dazu? Sollten Menschen ewig leben (dürfen)? Was würdet ihr mit eurem Leben anfangen, wenn klar wäre, dass es ewig wäre?

Juli 10

Welchen Sinn hat Unsinn?

Jeder hatte einmal die Phase, in der man einfach etwas „unsinniges“ tut. Doch ist es wirklich Unsinn gewesen oder hat es vielleicht sogar einen Sinn?

Unsinn, auch Widersinn, ist ein von Sinn und Logik gelöster oder grob falscher Sachverhalt – bisweilen (absichtlich) scherzhaft. Die Eigenschaft eines solchen wird als Unsinnigkeit bezeichnet. Unsinnig kann auch bedeuten: ohne erkennbaren Sinn.

So lautet die Definition von Wikipedia. Nach der Definition hat also eine unsinnige Handlung zwar keinen erkennbaren Sinn, jedoch könnte diese vielleicht einen Sinn haben den wir nicht bewusst wahrnehmen können.

Vielleicht konntet Ihr mal feststellen, dass Unsinn oft einsetzt,  wenn einem gerade nicht zumute ist einer Pflicht nachzugehen. Aus meiner Sicht machen wir dies nur, um sich entspannen zu können. Unsinnige Handlungen sind oftmals entspannend und machen den Kopf frei, vielleicht verbinden wir diese Handlungen auch mit unserer Kindheit, die früher (in unserer Generation zumindest) oft unbeschwert und sorgenfrei war, wir keinen Pflichten ausgesetzt sind und einfach unsinniges Zeug machen können.

Ich denke, dass Unsinn auch seinen Sinn hat. Nur stellt sich die Frage, wie bedeutsam dieser Sinn ist und welche Ausmaße diese Handlung haben wird. Unsinn sorgt auch dafür, dass Sinn auch definierbar ist, da dieser Gegensatz erst die Bedeutsamkeit einer sinngemäßen Handlung steigt.

 

Genug von mir, welchen Sinn hat Unsinn für euch? Oder hat Unsinn überhaupt keinen Sinn?