November 2

Protokoll vom 24. Oktober 2016

Gymnasium Gerabronn, Ethikkurs 2015-2017

Stundenzusammenfassung vom 24.10.2016 7:45 bis 9:20

18 Anwesende

Referentin: Sü

Verfasser des Protokolls: Bananapancake0

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Gliederung: 

  1. Wiederholung Hayek/ Rawls
  2. Sind Ethik und Wirtschaft vereinbar?
  3. CSR und Greenwashing
  4. Manifest gegen Nachhaltigkeit

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1.Wiederholung Hayek/Raw

Friedich August von Hayek

John Rawls

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2.Sind Ethik und Wirtschaft vereinbar? 

Unsere ersten Gedanken zu dieser Frage waren z.B.

JA:

  • es gibt (oftmals) einen bestimmten Mindestlohn
  • die Arbeit unter menschenwürdigen Bedingungen wird ermöglicht
  • Umwelt- und Tierschutz wird (oftmals) berücksichtigt

NEIN:

  • Machtmissbrauch großer Firmen
  • Wirtschaftssystem an sich schließt ethisches Agieren aus

Was Wirtschaftsethik genauer bedeutet, erfuhren wir dann anhand der Präsentation.               Anhand des eingefügten Bildes aus der Präsentation kann man dies nochmals nachvollziehen.     Die komplette Präsentation ist am Ende des Protokolls zu finden.

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3.CSR und Greenwashing

Im Folgenden betrachteten wir den Aspekt der Unternehmensethik genauer,                            dazu sahen wir uns ein Video zum Konzept CSR an.

Hierzu der Link: https://www.youtube.com/watch?v=3ejgFi5hYLQ

 

CSR steht für Corporate Social Responsibility, was sich unter dem Begriff Unternehmensverantwortung zusammenfassen lässt. Es geht dabei um die Gerechtigkeitsfrage für jetztige und zukünftige Generationen, also wie ein Unternehmen seine Gewinne erwirtschaftet. Aufgaben von CSR sind z.B. die Vermeidung moralisch verwerflicher Methoden wie Korruption oder Betrug. Angesprochene Bereiche sind Individual- und Institutionenethik, aber auch der Staat und die Politik (auch wenn deren Handlungsmöglichkeiten begrenzt sind).          Die Globalisierung der Wirtschaft und die häufige Bindung der Politik und des Rechts an Landesgrenzen stellen Probleme dar, da dies zu einem Regulierungsdefizit führt.                 Außerdem wird CSR häufig nicht eingehalten und dient oft nur dem Greenwashing.

 

Was Greenwashing genau ist, erfuhren wir in folgendem Video:                                               https://www.youtube.com/watch?v=4WX7z1wDxh4

Am Beispiel von Getränkekartons wird Greenwashing erklärt. Tetrapack wirbt mit Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit, täuscht den Verbraucher jedoch mit der Werbung,         die das Aluminium und auch Plastik im Tetrapack verschweigt. Also verbessert eine Firma ihr Image durch Greenwashing. Weitere Beispiele sind ExxonMobil im Bereich Erdgasbohrungen und die Automarke Opel mit dem Modell Ampera.

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4.Manifest gegen Nachhaltigkeit

Zum Abschluss lasen wir den Text ,,Manifest gegen die Nachhaltigkeit“ von Sina Trinkwalder (http://taz.de/Greenwashing/!5108411/).

Unsere Aufgabe war es, ihren Standpunkt zusammenzufassen. Dazu hier einige Stichpunkte:

Frau Trinkwalder kritisiert die Rolle des Verbrauchers und das Greenwashing der Unternehmen:

  • die Menschen tragen die Sehnsucht nach einer besseren Welt in sich
  • deshalb werden ,,grüne Produkte“ gekauft, ohne deren Produktion genauer zu hinterfragen
  • der Konsument hat die Macht, zu entscheiden, was er kauft, zeigt sich jedoch zu leichtgläubig und vertraut Scheinlösungen
  • der Schein, ,,grün“ zu sein, ist für Unternehmen günstiger, als wirklich umweltfreundlich zu handeln
  • der Verbraucher muss bereit sein, mehr für die Produkte zu bezahlen
  • die Unternehmen müssen bereit sein, Verantwortung für ihr Handeln zu unternehmen

Die gesamte Präsentation aus dem Unterricht:

2016-wirtschaftsethik

Oktober 23

Protokoll 17.10.16

Gymnasium Gerabronn, Ethikkurs 2015-2017

Stundenzusammenfassung vom 17.10.16, 7:45 – 9:20 Uhr

17 Anwesende

Referentin: Sü

Thema: Ungleichheiten


Gliederung

  1. Das gute Spiel der Ungleichheiten
  2. Friedrich August von Hayek
  3. Spiel wünschenswert?

Das gute Spiel der Ungleichheiten

http://donat-schmidt.de/files/downloads/fobigerecht/planspiel_ungleichheiten.pdf

Auswertung:

Die Ergebnisse dieses Spiels fielen sehr unterschiedlich aus. Manche Schüler erreichten eine sehr hohe Qualifikation und erhielten viel Gold, andere wiederum stiegen fast gar nicht auf. Einzelne mussten auch wieder ganz von vorne anfangen, da sie kein Gold und somit auch keine Chance mehr hatten, aufzusteigen. Diese bekamen dann eine neue „Identität“, d.h. eine neue Startqualifikation und neues Startkapital.

Bei der Erklärung, warum es zu so unterschiedlichen Ergebnissen kam, waren sich die Schüler alle einig. Es hing alles von dem Startkapital, der Startqualifikation und dem Glück beim Würfeln ab. Um das Spiel gerecht zu gestalten, müsste jeder am Anfang die gleiche Qualifikation und das gleiche Startkapital haben.

Trotz dessen, dass man selbst eigentlich nicht viel beeinflussen konnte, waren die Schüler der Meinung, dass es ein gutes Spiel ist, da es -genau wie im echten Leben- um Glück, aber auch um Geschick geht, außerdem darum, wo man bei Beginn des Spieles steht.

Bezieht man dieses Spiel auf das wahre Leben, so erkennt man, dass es sehr realistisch gestaltet ist. Vor allem durch die Tatsache, dass man im echten Leben auch in unterschiedliche Startsituationen ist, die einen haben genug Geld, um eine hohe Qualifikation (Bildung) zu erreichen, die anderen haben fast nichts und sind quasi auf Glück im Leben angewiesen.

Allerdings gibt es auch unrealistische Dinge in diesem Spiel, da es eher mehr negative Zufälle im Leben gibt und zweite Chancen im Leben eher selten sind.

Wie auch in dem Spiel wird im echten Leben viel durch Zufälle und Glück ausgelöst. Menschen können noch so talentiert sein, um jedoch aufzusteigen und seinem Talent gerecht zu werden, braucht man auch Glück. Hierbei ist auch wichtig, dass man beachtet, dass es auch darauf ankommt, wie viel Konkurrenz man hat. Wenn zum Beispiel eine Arbeitsstelle sehr begehrt ist, braucht man auf jeden Fall eine höhere Bildungsstufe und/oder gute Beziehungen. Bewirbt sich jedoch keiner auf diese Stelle, ist es viel leichter, sie zu bekommen. Konkurrenz wirkt sich außerdem auch auf das eigene Verhalten aus. Viele Menschen fühlen sich durch Konkurrenz unter Druck gesetzt und verlieren dadurch den Mut, während andere dadurch erst angespornt werden.


Friedrich August von Hayek

Hayek vergleicht den Marktprozess mit der Definition des Wortes „Spiel“, welche es als einen Wettkampf nach Regeln, der durch überlegene Geschicklichkeit, Kraft oder auch durch Glück entschieden wird, beschreibt. Es ist gleichermaßen ein Geschicklichkeits-, als auch ein Glücksspiel.

Durch die Ungleichheiten (Kapital und Qualifikation) entsteht die gegenseitige Anpassung, wodurch eine fortschreitende Arbeitsteilung erst möglich gemacht wird. Das Gesamtprodukt (Pool) ist nur vorhanden, weil nicht jeder gleich viel Einkommen hat und wenig Rücksicht auf Wünsche genommen wird. Dies führt dazu, dass Menschen dazu angereizt werden, dort zu arbeiten, wo sie den größten Beitrag zum Gesamtprodukt leisten können, d.h. wo sie (entsprechend ihrer Fähigkeiten) am meisten verdienen. Durch diese Verteilung wird das größtmögliche Gesamtprodukt erzielt.

Vor allem ist es ein Spiel, das dazu dient, aus jedem Spieler den höchsten für ihn lohnenden Einsatz für den gemeinsamen Pool herauszulocken, aus dem jeder einen ungewissen Anteil gewinnen wird. – F.A. Hayek


Spiel wünschenswert?

Auch hier waren sich die Schüler einig, dass das Spiel nicht wünschenswert ist, da es nicht gerecht ist. Wohlhabende Menschen müssen trotz höherem Verdienst nicht viel mehr zahlen, Leute werden aufgrund Geld und Bildung bevorzugt und müssen sich fast nicht anstrengen, während andere sich extrem anstrengen und trotzdem nicht viel verdienen.

Die Klasse war demnach der Meinung, dass das Spiel eher darauf abzielt, dass die Wirtschaft gut läuft und nicht, dass es den Menschen gut geht.

Das wirkliche Fazit wurde jedoch auf die nächste Stunde verschoben.

Oktober 13

Protokoll 10. Oktober 2016

Gymnasium Gerabronn, Ethikkurs 2015-2017

Stundenzusammenfassung vom 10.10.2016,  7:45 – 9:20 Uhr

17 Anwesende

Referentin: Sü

Thema: Gerechtigkeit/ Gedankenexperiment nach John Rawls


Gliederung der Stunde:

  1. WG-Gründung / Gedankenexperiment nach John Rawls
  2. John Rawls

1. WG-Gründung / Gedankenexperiment nach John Rawls

Zu Beginn der Stunde wurden wir in drei Gruppen aufgeteilt. Jede bekam eine individuelle, aber ähnliche Aufgabe:

Wir sollten uns vorstellen, gemeinsam in einer WG zu leben und nun Regeln für die Verteilung der Ausgaben und anfallenden Aufgaben aufstellen. Jeder Person wurde eine bestimmte Rolle zugeteilt. Die erste Gruppe (1) wusste zu Beginn keine Rollenverteilung, die zweite Gruppe (2) hingegen schon, bekam die Informationen jedoch erst kurz vor Schluss gesagt. Die letzte Gruppe (3) wusste von Anfang an, wer welche Rolle spielt. Somit kamen unterschiedliche Ergebnisse heraus:

Gruppe (1):

  • viele Regeln
  • gerechte Aufteilung der Miete (800€) → jeder zahlt gleich viel
  • Haushaltskasse, um „Grunddinge“ zusammen einzukaufen
  • Dienste, wie Putzen, Müll rausbringen, Bad und Einkaufen werden aufgeteilt
  • das eigene Zimmer wird selbst geputzt
  • am Wochenende wird gemeinsam ein Essensplan für die kommende Woche erstellt
  • Besuch und Party müssen vorher abgesprochen werden

⇒ allgemein gehaltene Regeln

Gruppe (2):

  • Putzplan;  wer sich nicht daran hält, muss einen ausgeben  (Sanktion)
  • Party ja; falls Prüfungen am nächsten Tag, Musik leise machen
  • persönliche Gegenstände werden mit farbigen Tapes gekennzeichnet
  • 2 duschen Morgens, 2 Abends

⇒ wenige Regeln/ es werden weniger Bereiche abgedeckt, aber leichter zum Einhalten

⇒ nachdem Rollen bekannt waren: wir ändern fast nichts. Jeder kann sich die Miete leisten und muss folglich auf Sonderwünsche verzichten. Außerdem muss bei Partys auf Petra Rücksicht genommen werden, da sie Migräne hat.

Gruppe (3):

  • jeder zahlt 160€ Miete und 40€ Haushaltsgeld → Essen, Trinken (kein Alkohol) und „Putzzeug“
  • Udo (Musiker) probt, wenn Petra nicht da ist. → Rücksicht
  • jeder hat pro Tag 20 Minuten im Bad
  • Koch-/Putzplan für gemeinsame Räume
  • Veganer sind unerwünscht
  • eine Einkaufsliste, auf die jeder seine Wünsche schreibt
  • geraucht wird nur auf dem Balkon
  • keine Hausparties vor Donnerstag
  • Nachtruhe von Montag bis Mittwoch ist 00 Uhr

⇒ Rücksicht und faire Verteilung von Aufgaben

 

2. John Rawls

In der zweiten Stunde arbeiteten wir dann mit dem Buch auf den Seiten 218 und 219. Hier klärten wir die Frage der sozialen Gerechtigkeit nach Ansicht des amerikanischen Philosophen John Rawls.

Gerechtigkeit ist – Fairness

M2:  Theorie der Gerechtigkeit als Fairness

I.

  • die Übereinkunft auf die Gerechtigkeitsstrukturen bezieht sich auf die gesellschaftliche Grundstruktur
  • es sind Grundsätze, die vernünftige und freie Menschen im Zustand der Gleichheit in ihrem eigenen Interesse annehmen würden
  • an diese muss man sich anpassen
  • die Grundsätze bestimmen die Art der gesellschaftlichen Zusammenarbeit

Seine Theorie ist ein Gesellschaftsvertrag

II.

  • ursprüngliche Situation der Gleichheit ist genauso viel wert, wie der Naturzustand/Urzustand (herkömmliche Theorie des Gesellschaftsvertrages)
  • Urzustand ist eine theoretische Situation. Keiner kennt seine gesellschaftliche Stellung/ Klasse/ seinen Status, oder seine Gaben, wie Intelligenz
  • keine Vorstellung über Gut und Böse
  • „Die Grundsätze der Gerechtigkeit werden hinter einem Schleier des Nichtwissens festgelegt.“ (S. 219, Z. 40ff.)
  • Keiner wird bevorzugt oder benachteiligt → Grundsätze der Gerechtigkeit sind Ergebnis einer fairen Verhandlung

III.

  • Urzustand = angemessener Ausgangszustand      → sichert Fairness
  • Grundsätze der Gerechtigkeit werden in einer fairen Ausgangssituation festgelegt
  • Gerechtigkeit ≠ Fairness
  • Nach festgelegter Gerechtigkeitsvorstellung wählen wir eine Verfassung/Gesetzgebungsverfahren

⇒ Funktion der Grundsätze

IV.

  • Gerechtigkeitsgrundsätze:
  1. „Jedermann soll gleiches Recht auf das umfangreichste System gleicher Grundfreiheiten haben, das mit dem gleichen System für alle anderen verträglich ist. (=Gleichheitsprinzip)“
  2. „Soziale und wirtschaftliche Ungleichheiten sind so zu gestalten, dass (a) vernünftigerweise zu erwarten ist, dass sie zu jedermanns Vorteile dienen, und (b) sie mit Positionen und Ämtern verbunden sind, die jedem offenstehen. (=Differenzprinzip)“    (S. 219, Z. 72ff.)
  • dem ersten Grundsatz geht der Zweite voraus
  • bei Verletzung des ersten Grundsatzes darf ich dies nicht durch größere gesellschaftliche oder wirtschaftliche Vorteile begründen

Abschließend haben wir nochmals über unsere WG Regeln gesprochen und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass Gruppe eins und zwei ebenfalls wie Rawls erst unabhängig zum Einkommen und Zustand die Regeln aufgestellt haben. Gruppe eins hat zudem mehr nach dem Gleichheitsprinzip entschieden, während Gruppe drei mehr nach dem Differenzprinzip entschied.

Ein Kritikpunkt zu den Grundsätzen war, dass die Einbeziehung von Gut und Böse fehlt, sodass man nicht weiß, dass es z.B. nett wäre, eine Party ausfallen zu lassen, wenn einer auf eine Prüfung lernen muss.

Oktober 10

Protokoll der Stunden am Montag den 10 Oktober

Protokoll vom 10.10.2016, 9:40-11.15 Uhr

Lehrer: Frau Schütze

Verfasser: Zufriedenheit

Gliederung:

  1. Organisatorisches: GFS-Besprechung
  2. Frage: Welche Erwartungen werden an mich herangetragen? Als Lehrer wie auch als privat Person
  3. Text: Freiheit aus Sicht der Soziologie
  4. Gesprächsrunde: Welche Erwartungen werden an unsere Eltern gestellt und wie setzten sie es um?
  5. Film: Meine Eltern
  6. Selbstreflexion: Welche Erwartungen werden an mich persönlich herangetragen

Die erste Frage, welche Erwartungen an Frau Schütze als Lehrerin, wie auch als privat Person herangetragen werden haben wir in folgendem Aufschrieb festgehalten und beantwortet.

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Im Text:“Freiheit aus der Sicht der Soziologie“ wird als erstes die allgemeine Definition von Sozialisation gegeben.

Sozialisation: Prozess, in dem der Mensch in die ihn umgebende Gesellschaft und Kultur hineinwächst und zu einem gesellschaftlich handlungsfähigen Subjekt wird.

Die Sozialisation ist, wie schon in der Definition beschrieben ein bis zum Lebensende andauernder Prozess, da man sich ständig im Wandel befindet. Allerdings werden im Kindes- und Jugendalter die grundlegenden Bausteine für einen sozialen Menschen geschaffen, wodurch vor allem dieser Lebensabschnitt große Bedeutung auch für den späteren Menschen hat. Hierbei ist die Familie die wichtigste Sozialisierungs-Instanz und übt großen Einfluss aus, da sie die Weichen für den späteren sozialen Stand des Individuums stellt.

Um sich nochmal genauer in die Materie einlesen zu können ist das Textdokument im Folgenden angehängt. (Urheberrecht)

Als nächstes beschäftigten wir uns mit der Frage welche Erwartungen an unsere Eltern gestellt werden und kamen zu folgendem Resultat:

  • Alle gleich behandeln
  • Grundversorgung
  • Sich Zeit nehmen
  • Unterstützung

In einer kleinen und kurzen Gesprächsrunde stellten wir uns der Frage wie unsere Eltern diese Erwartungen umsetzten, ob sie allen gerecht werden oder ob sie ab und an nicht alle Erwartungen erfüllen.

Vor allem Jugendlichen, aber auch manchem Erwachsenem sind seine Eltern peinlich und man findet diese spießig oder langweilig. Genau mit diesem Thema beschäftigt sich der Film: Meine Eltern, den wir zum Abschluss des Unterrichts schauten. In diesem geht es um ein jugendliches Mädchen deren Eltern ein langweiliges und nach ihren Ansichten spießiges Leben führen. Sie lernt einen Jungen kennen den sie ihren Eltern vorstellen möchte, um aber nicht als langweilig abgestempelt zu werden, erzählt sie ihm das ihre Eltern sich noch innig lieben würden und auch sonst ihr Leben genießen, mit allem was dazu gehört. Für das erste Treffen stellen sich die Eltern komplett um doch entdecken sich dadurch neu und lernen sich wieder zu lieben. Also im wahrsten Sinne ein Happy End.

Als Abschluss des Unterrichts sollten wir über die Frage: Welche Erwartungen an uns persönlich gestellt werden? Gedanken machen, jedoch beendete das Klingeln den Unterricht und somit nahmen wir die Frage mit nach Hause.

Oktober 9

Stundenzusammenfassung vom 26. September 2016

Protokoll vom 26.9.2016, 9:40-11:15 Uhr

13 von 14 Personen waren anwesend

Lehrer: Frau Schütze

Verfasser: Gerechtigkeit

Gliederung:

1.Organisatorisches

2.Freiheit bei Sartre

3.Willens- und Handelsfreiheit

4.Handwerk und Freiheit

Informationen zu GFS-Themen in Erdkunde und in Ethik.

Wir beginnen das Thema mit dem Vorlesen einer Textstelle aus dem Buch „Das Cafe der Existenzialisten“, in der es um das Dilemma eines Jungen geht, der sich entscheiden muss, ob er bei seiner Mutter bleibt, oder ob er in den Krieg zieht. Darauf folgt die Frage, was der Junge unserer Meinung nach tun sollte, worüber wir uns nicht ganz einig waren. Sartre schrieb zu diesem Dilemma, dass man indem man wählt, wählt wer man sein will, womit dann auch alle zufrieden waren.

Dann lasen wir die Artikel „Dostojewskij und der Existentialismus“ und „Der Mensch ist Freiheit. Aus dem ersten Text ging hervor, dass es, wenn es keinen Gott gäbe, auch keine Regeln gäbe, aber genauso wenig gäbe es Entschuldigungen für unser handeln. Wir fassten auch den zweiten Artikel zusammen, und kamen zu dem Entschluss,dass das Einzige worüber man nicht entscheiden kann, die Geburt ist. Aber alles was danach kommt, liegt in unserer Verantwortung.

Wir bekamen nach diesem Entschluss ein neues Arbeitsblatt, das wir in folgendem Aufschrieb zusammenfassten (zum Vergrößern auf das Bild klicken):

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Auch was uns in unserer Willensfreiheit beschränkt, ist auf dem Blatt zu finden.

Und dann folgte das dritte und letzte Arbeitsblatt der Stunde „Erarbeitete Willensfreiheit“, welches wir ebenfalls bearbeiteten. Wir fassten zusammen, dass Peter Bieri meint, dass die Willensfreiheit ein zerbrechliches Gut ist und das der freie Wille dem angeeigneten Willen entspricht. Diese Aneignung des Willens, hat Peter Bieri in drei Dimension unterteilt:

  1. Dimension der Artikulation:Klarheit
  2. Dimension: Anstrengung den Willen zu verstehen
  3. Dimension: Bewertung des Willens

Dann klärten wir noch einige Fragen über diese drei Dimensionen anhand von Beispielen, wie zum Beispiel diesem hier:

Wenn man sich ein Hobby aussucht, muss man erstmal die verschiedenen Möglichkeiten berücksichtigen, man befindet sich also in der 1.Dimension. Dann muss man sich überlegen, was man für eine Hobby machen möchte. Soll es eher sportlich oder musikalisch sein? Man muss verstehen was man will, ist also in der 2. Dimension angekommen. Und schließlich bewertet man, wenn man sich zum Beispiel für etwas sportliches entscheidet, ob es eher Basketball oder Fußball sein soll, hat also die 3.Dimension erreicht.

 

 

 

 

 

 

 

 

September 27

Protokoll 19.09.16

Ethik Protokoll 19.09.16

Es waren alle inkl. Lehrer anwesend.

Gliederung:

  • Wie wäre es gebildet zu sein?

Wie wäre es gebildet zu sein? (Festrede von Peter Bieri)

Gruppenarbeit zu jeweils einem der 7 Teile des Textes die zuerst in den jeweilgen Gruppen bearbeitet wurden und anschließend im Plenum vorgestellt wurden.

Die Ergebnisse hängen als Plakat aus.

 

Quellen:

http://www.hwr-berlin.de/fileadmin/downloads_internet/publikationen/Birie_Gebildet_sein.pdf

Juli 15

Ethik Protokoll Donnerstag, 14.07.16

Protokoll vom 14.07.16, 7:45-9:20
14 von 18 Personen anwesend
Referent: Frau Schütze
Verfasser des Protokolls: egalistotto99


Gliederung der Stunde

    • GFS Hannah Arendt

1. Hannah Arendt
2. Die Banalität des Bösen
3. Vita Activa
4. Handlungs- und Willensfreiheit
5. Fazit
6. Quellen

    • Arbeitsblatt zu Hannah Arendt
    • Film zu Hirnforschung

 


GFS Hannah Arendt

1.Hannah Arendt

– Johannah Arendt
– geboren: 14.Oktober 1906 (Hannover), gestorben: 4. Dezember 1975 (New York)
– emigrierte 1933 aus Deutschland (wegen Entrechtung und Verfolgung von Juden in der Zeit des Nationalsozialismus, eigene kurzzeitige Verhaftung durch Gestapo)
– staatenlos bis 1951 –> erhielt dann US-amerikanische Staatsbürgerschaft
– tätig als Journalistin, Hochschullehrerin und Historikerin
– veröffentlichte wichtige Beiträge zur politischen Philosophie

2.Die Banalität des Bösen

„Das Böse ist immer nur extrem, aber niemals radikal, es hat keine Tiefe, auch keine Dämonie. Es kann die ganze Welt verwüsten, gerade weil es wie ein Pilz an der Oberfläche weiterwuchert. Tief aber und radikal ist immer nur das Gute.“  – Hannah Arendt

Warum handelt man böse?

– Gedankenlosigkeit (Person ist ohne routinemäßige Vorschriften hilflos)
– keine ideologischen Überzeugungen
– keine bösen Beweggründe
– fehlende Beweggründe (ohne Interesse, kein eigener Willen)
–> Böses Handeln verhindern durch Gewissen, Sitten/ Tugend, Gewohnheit, alles zu untersuchen

Bezug auf Eichmann:

– „Die Banalität des Bösen“ geht über Eichmann
– später stellte sich heraus, dass seine Rolle als „typischen gedankenlosen Beamten“ nur gespielt war
– wählte Rolle bewusst, bereitete sich jahrelang auf sie vor
– Schreckensgeschichten haben Eichmann größer gemacht als er war (Enttäuschung)
– Prozess war für Eichmann weiteres Gefecht (Krieg hat nie aufgehört)

Bezug auf heute:

– AfD und Pegida
– nicht alle Anhänger sind gedankenlos (es gibt nicht nur Unaufgeklärte, Menschen entscheiden sich auch bewusst dafür)
– man muss Unterschied zwischen zu wenig und zu viel Denken erkennen
–> Arendt bindet Böses zu stark ans Nichtdenken

3.Vita Activa

„Weil jeder Mensch auf Grund des Geborenseins ein „Initium“, ein Anfang und Neuankömmling in der Welt ist, können Menschen die Initiative ergreifen, Anfänger werden und Neues in Bewegung setzen.“
– Hanah Arendt

Grundbedingungen der aktiven menschlichen Existenz:

1.Arbeiten
– Lebensnotwendigkeit
– Grundbedingung ist Leben
– Arbeit sichert Am-Leben-Bleiben des Individuums und Weiterleben der Gattung
2.Herstellen
– Produktion einer künstlichen Welt von Dingen (widerstehen der Natur)
– Grundbedingung für Herstellen ist Weltlichkeit
– Herstellen errichtet künstliche Welt, die von Sterblichkeit unabhängig ist
3.Handeln
– spielt sich ohne Vermittlung von Materie, Material und Dingen zwischen Menschen ab
– Grundbedingung für Handeln ist Faktum der Pluralität (Tatsache, dass viele Menschen auf der Erde leben und die Welt bevölkern)
– Handeln schafft neuen Anfang (Initiative ergreifen) –> steckt in allen Tätigkeiten

–> alle 3 Grundtätigkeiten und Bedingungen sind in der allgemeinen Bedingtheit des menschlichen Lebens verankert (kommen durch Geburt und verschwindet durch Tod)

Die menschliche Tätigkeit für Hannah Arendt

– Vita activa (=Handeln) ist genauso wichtig wie Vita contemplativa (=Denken)
– tätiges Leben ist das, woraus sich kein Mensch vollständig entziehen kann
– jede menschliche Tätigkeit spielt sich in der Umgebung von Dingen und Menschen ab
– Welt (in die jeder hineingeboren wird) verdankt Menschen ihre Existenz
–> es gibt kein menschliches Leben, das in einer Welt lebt, die nicht von Menschen geprägt wurde

Geburt als philosophische Idee

– Philosophie der Freiheit (Freiheit = Fähigkeit, einen Neuanfang zu machen)
– Geburt als Hoffnung auf stets mögliche Rettung der Welt
– Neugeborenes als Heilverprechen (Neugeborenes übernimmt die Vernatwortung für die Menschheit)

4. Handlungs- und Willensfreiheit

Banalität des Bösen
Handlungs- und willenfrei, weil:
– auch wenn man böse ist (oder in einer bösen Welt lebt) hat man die Möglichkeit, sich frei zu entscheiden
– Fähigkeit zum Denken bedeutet Freiheit

Nicht handlungs- und willensfrei, weil:
– Gewissen schränkt Menschen ein, frei zu handeln
– um nicht böse zu sein, muss man gut handeln
– Tugend, Sitten, Normen

–> Wille zum Bösen ist keine notwendige Bedingung zum bösen Handeln

Vita Activa
Handlungs- und willensfrei, weil:
– Philosophie der Freiheit (Fähigkeit, frei zu handeln –> Neuanfang)
– freies Handeln (Initiative ergreifen), weil jeder am Anfang ein „initium“ in der Welt ist (Neuankömmling)

Nicht handlungs- und willensfrei, weil:
– Mensch wird geprägt durch seine Umwelt
– man wird in bestehendes System hineingeboren
– Erwartungen erfüllen müssen (Druck)

5. Fazit

Es gibt natürlich Menschen, die böse handeln, weil sie es nicht besser wissen, bzw. nicht über die Folgen nachdenken und gerade die sollte man aufklären. Allerdings gibt es ganz sicher auch Menschen, die aus ganz bestimmten Gründen böse sind oder böse handeln. Nicht aus Dummheit oder Unwissenheit, sondern aufgrund ihrer Vergangenheit, Neid und solchen Dingen.
Trotzdem glaube ich nicht daran, dass es Menschen gibt, die komplett böse sind. In jedem steckt etwas Gutes, vielleicht bekommt man es nie zu Gesicht, aber kein Mensch ist einfach nur kalt, sondern versteckt seine gute Seite vielleicht auch einfach hinter einer Maske, um nicht verletzt zu werden.
Ziemlich viel kommt auch meiner Meinung nach durch die Erziehung, es kommt also drauf an, wie man aufwächst, in welchem Umfeld. Trotzdem ist man bis zu einem gewissen Grad frei, zu entscheiden, wie man damit umgeht und wie man handelt. In dieser Hinsicht, ob man gut oder böse handelt.
Bei der Sicht auf das Böse bin ich also nicht ganz Hannah Arendts Meinung.

Dass jeder Mensch die Möglichkeit hat, die Welt zu einem besseren Ort zu machen, finde ich einen wirklich guten Gedanken, da man ja am Anfang, wenn man auf die Welt kommt, noch völlig ungeprägt und ungeformt ist. Hierbei kommt es wieder auf die bestimmten Erlebnisse und auf den Willen an, ob man diese Erwartungen, die einem gestellt werden, wirklich erfüllen kann.

Meiner Meinung nach ist es ziemlich schwierig zu sagen, in wie weit der Mensch Handlungs- und Willensfreiheit besitzt, wenn man die Gedanken von Hannah Arendt betrachtet. Einerseits sagt sie, dass der Mensch frei ist, zu handeln, da er ein „initium“ ist. Dies geht dann ja aber auch nur in dem Moment, in dem man völlig ungeprägt von der Welt ist. Da man meiner Meinung nach sofort geprägt wird, scheint das eigentlich unmöglich.
Auch wenn man denkt, dass man frei entscheiden kann, wird man immer unbewusst beeinflusst und ist so nie komplett handlungs- und willensfrei.

6. Quellen

– Philosophiemagazin Hannah Arendt – Die Freiheit des Denkens (Sonderausgabe)


Arbeitsblatt zu Hannah Arendt

Wir bearbeiteten das Arbeitsblatt zusammen, um zu überprüfen, ob alle die GFS zu Hannah Arendt verstanden haben.

Dabei wurden Fragen gestellt zu Arendts Themen „Die Banalität des Bösen“ und „Vita activa“. Außerdem gab es danach noch eine kleine Diskussion über ihre Gedanken, also was die Klasse von den beiden vorgestellten Themen hält. Insgesamt waren wir alle mit ihrer Theorie über das Böse nicht ganz einverstanden, da nicht nur Gedankenlosigkeit zu bösem Handeln führt. Zu Vita activa haben wir allerdings alle zugestimmt.


Film zu Hirnforschung

In der letzten halben Stunde beendeten wir noch den Film, den wir die Stunde davor angefangen haben.

Letzte Stunde haben wir gesagt, dass es keinen freien Willen gibt, da unser Gehirn die Entscheidung schon fällt, bevor es uns überhaupt klar ist. Diese Stunde sind wir dann aber zu dem Schluss gekommen, dass es in der Hinsicht eigentlich schon unsere Entscheidung ist, da das Gehirn ja zu uns gehört.

Dennoch entscheidet das Gehirn schon ohne unser Bewusstsein, also entscheiden wir quasi unbewusst.

 

Juni 30

Ethik Protokoll 30. Juni 2016

Protokoll vom 30.6.2016, 7:45-9:20

17 von 18 Personen waren anwesend

Referent: Frau Schütze

Verfasser des Protokolls: kiuubi18


Gliederung der Stunde

  1. Organisatorisches
  2. Soziologie + soz. Freiheit
  3. Psychologie

Organisatorisches

Hinweis auf die restlichen, die noch einen Blog oder Kommentare schreiben müssen. Die Frist für den Blog ist am 10. Juli, die Frist für die Kommentare am 15. Juli.


Soziologie

Anknüpfung zum Film: Rolle als bestimmte Erwartung in der Gesellschaft

Frage: Wie können die Eltern frei sein?

  • Durch Kommunikation mit der Tochter, das Austauschen von gegenüberliegenden Erwartungen
  • Rolle oftmals vorgegeben, jedoch besitzt diese viel Spielraum etwas zu ändern
  • Ausbrechen aus der vogegebenen Rolle b.z.w. sich freier fühlen

Sozialisation

Was ist Sozialisation?

Prozess, in dem ein Mensch in die ihn umgebende Gesellschaft und Kultur hineinwächst und zu einem gesellschaftlich handlungsfähigen Subjekt wird.

primäre Sozialisation: Die Entwicklung zur sozialen Person

sekudäre Sozialisation:Die Prozesse der primären Sozialisation und deren Veränderung

Welche Probleme gibt es bei der Sozialisation?

  • Beeinflussung durch das Umfeld
  • Persönlichkeitsstruktur durch Umfeld (Familie, Freunde…) stark determiniert

-> Nicht sicher ob man als Person ganz frei ist, jedoch muss der Prozess durchgeführt werden da ansonsten in der Welt nicht überlebensfähig wäre, die gesellschaftliche Einbettung ist nötig.


Psychologie

Konzept Sigmund Freuds

  • Es: Triebe
  • Ich: Koordinator zwischen Trieb- und Normansrüchen (Entscheidet)
  • Über-Ich: Norminstanz (Soziologie)

Das „Es“ und das „Über-Ich“ stehen im Konflikt, währendessen das „Ich“ entscheidet welche Handlungen dann folgen.

die Schlüsselbegriffe der Individualpsychologie von Alfred Adler

  • Minderwertigkeitsgefühl als Triebe, die dann Leitlinien von bestimmten Verhaltensmustern bilden
  • Kompensation (Höherstreben) verbessert die Bereiche, in der man benachteiligt wird (Verbesserung der Sehschwäche als Beispiel)
  • Gemeinschaftsgefühl als Antagonist zum Egoismus

 


Am Ende wurde dies am Beispiel von Eichmann angewendet mit der Frage, ob er Schuld am Tod vieler Menschen trägt. Durch die strenge Erziehung war das Über-Ich größer, er befolgte die ihm zugeteilten Befehle. Jedoch stellt sich die Frage, wie weit seine Handlungs-, und Willensfreiheit in der Situation war, da er nicht dazu (körperlich) genötigt wurde. Desweiteren muss geklärt werden ob seine Handlungen bewusst oder unbewusst stattgefunden haben.

-> Fazit der Stunde war, dass er auf jeden Fall eine Teilschuld trägt und die Verantwortung hat, jedoch nicht ob er die ganze Schuld trägt.

April 24

Protokoll 21. April 2016

Gymnasium Gerabronn, Ethikkurs 2015-2017

Stundenzusammenfassung  21.04.2016,  7:45 – 9:20 Uhr

17 Anwesende

Referentin: Sü

Thema Verantwortungsethik


Gliederung der Stunde:

  1. Organisatorisches
  2. Wiederholung Kant / Utilitarismus
  3. Ethisch gefährliche Mittel
  4. Verantwortung

 

  1. Organisatorisches

Zu Beginn der Stunde wurde erst einmal abgestimmt, ob die Klausur mit oder ohne Hilfsmittel (Hefter) geschrieben werden soll.

Das Ergebnis lautete:  Wir schreiben die Klausur mit Hilfsmittel.

 

  1. Wiederholung Kant / Utilitarismus

Für die Wiederholung wurde die Internetseite learningApps.org/2225574 genutzt. Die Aufgabe lautete, vorgegebene Zitate und Eigenschaften des Utilitarismus bzw. der Pflichtethik zuzuordnen. Die Klasse löste dies fehlerfrei.

Anschließend sammelten wir gemeinsam Kritikpunkte an der Pflichtethik von Kant und dem Utilitarismus. Wir kamen zu folgendem Ergebnis:

Utilitarismus
  • Schwierigkeit der Abwägung verschiedener Nutzen für verschiedene Beteiligte
  • es ist möglich unmoralisch zu handeln, aber trotzdem nützlich
  • es ist schwierig alle Folgen abzuschätzen → Ich bin mit dieser Entscheidung überfordert / ich kann nicht in die Zukunft schauen
Beide
  • schwer anzuwenden und aufwendig
Pflichtethik
  • Formales Gesetz auf Situation anwenden → schwierig, weil ich einen Spielraum habe

 

  1. Ethisch gefährliche Mittel

Nachdem die Wiederholung abgeschlossen war, arbeiteten wir mit dem Arbeitsblatt Verantwortungsethik Max Weber weiter.

In Aufgabe eins sollten Beispiele für ethisch gefährliche Mittel genannt werden, doch bevor wir Beispiele nennen konnten, mussten wir erst einmal klären, was dies ist.  Ein ethisch gefährliches Mittel deutet auf ein Inkaufnehmen eines schlechten Mittels hin, um etwas Gutes zu erreichen.

Beispiele hierfür wären:

– Todesstrafe

– Notlügen

– Folter

– Verschweigen

– Minderheiten opfern

– Medikamente bzw. Lebensmittel stehlen

– Tierversuche

– Massentierhaltung

Um diese Beispiele besser zu verstehen, wird das Beispiel Todesstrafe genauer erklärt:   Grundsätzlich ist man gegen die Todesstrafe, doch hat man einen Mörder, der eine Gefahr für seine Mitmenschen darstellt, benutzt man das Mittel „die Todesstrafe“, um die Menschen zu schützen. Dies bedeutet: Man tötet,  um vor Mord zu schützen.

 

  1. Verantwortung

Aufgabe zwei und drei wurden zusammen in einem Schaubild gelöst. Darin sind also die Vorwürfe an die Gesinnungsethik und die Kritik in Bezug auf Kant enthalten. Außerdem wurde mithilfe des Buches Seite 190 geklärt, was Verantwortung ist. Zu den vier Elementen der Definition (Folgen, Akteur, Werte, Handlung) wurde dann ein Beispiel aufgeschrieben (siehe rechte Spalte).

Gesinnungsethik

Verantwortungsethik

 Verantwortung liegt nicht bei mir

Bsp.:    Gott, Gesetze,     Hierarchie

Folgen werden nicht beachtet

Gesinnungsethiker ertragen nicht, dass die Welt ethisch irrational ist

→ Problem der  Abwägbarkeit der Folgen

→ ethisch gefährliche Mittel manchmal nötig

Maximen / Pflicht    ?

Selbstgesetze, Pflicht

Verantwortung für Handlungen / Motive (aber nicht für Folgen)

 

 

–>  Kant ist ein Gesinnungsethiker

Verantwortung für Folgen

 

Beispiel Schneeschippen:

Akteur:       Mensch

Handlung:  er schippt keinen Schnee

Instanz:       Fußgänger

Vorher/Nachher:  er rutscht aus und verletzt sich → er ist behindert

Werte:       Schutz des Lebens

Folgen:      es verletzt sich jemand

 

Definition der Verantwortung:

Verantwortung ist das Aufsichnehmen der Folgen des eigenen Tuns, zu dem der Mensch als sittliche Person sich innerlich genötigt fühlt, da er sie sich selbst, seinen eigenen freien Willensentschluss zurechnen muss.

März 23

Protokoll 17. März 2016

Stundenprotokoll 17.03.2016, 7:45-9:20 Uhr                                                                                                                                    14 Anwesende, Referentin: Sü


Gliederung:

  1. Wiederholung
  2. Verallgemeinerungstest
  3. Vergleich goldene Regel mit dem kategorischen Imperativ
  4. Herleitung des kategorischen Imperativs aus der Freiheit

Als erstes wurden in dieser Stunde die verschiedenen Imperative unter der Fragestellung “ Welche Rolle die praktische Vernunft bei der alltäglichen Handlungsorientierung spielt“ wiederholt.

Hierfür müssen drei Vernunftsätze berücksichtigt werden. Ihre Verbindlichkeit hängt von dem Vorliegen faktischer Interessen ab, also zum Beispiel von dem jeweiligen Wollen der Menschen und drücken damit nur eine bedingte Verpflichtung aus. Die drei Vernunftsätze setzen sich aus dem hypothetischen Imperativ, der sich aus dem technischen (Wenn ich X will, muss ich Y tun) und dem pragmatischen Imperativ  (Wenn ich will, dass mir etwas gutes X widerfährt, muss ich Y tun) zusammensetzt und den Maximen (Subjektives Prinzip des Wollens) zusammen.

Daraus folgt die Frage, ob die praktische Vernunft die Grundlage einer unbedingten (=kategorischen) und universalen (=für alle Menschen, als Menschen gültigen) moralischen Verpflichtung sein kann.

Um dies zu beantworten, muss man sich die Frage stellen, ob es ein moralisches Gesetz (=Moralprinzip) gibt, das alleine aus der praktischen Vernunft hervorgeht und das für jeden Menschen einen unbedingten, kategorischen Imperativ darstellt. Wir sind zu dem Entschluss gekommen, dass dieses Moralprinzip theoretisch und mit Anstrengung immer angewandt werden kann.

Der zweite Teil der Stunde setzte sich aus dem Verallgemeinerungstest zusammen. Dafür haben wir zuerst einen Ausschnitt des Films „Sophie und Kant“ angeschaut. http://www.br.de/fernsehen/ard-alpha/sendungen/kant-fuer-anfaenger/der-kategorische-imperativ/kategorischer-imperativ100.html

Danach wiederholten wie die drei, im Film erwähnten Formeln des kategorischen Imperativs:

  • Allgemeine Gesetzformel: “ Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“
  • Formel analog zum Naturgesetz: „Handle so, als ob die Maxime deiner Handlung durch deinen Willen zum allgemeinen Naturgesetz werden sollte.“
  • Selbstzweckformel: „Handle so, dass du die Menschheit, sowohl in deiner Person, als in der Person eines jeden anderen, jederzeit zugleich als Zweck, niemals bloß als Mittel brauchst.“

Um den Verallgemeinerungstest nach der allgemeinen Gesetzformel durchzuführen muss mal drei Schritte befolgen:

  1. sich über die Maxime bewusst werden und sie formulieren
  2. die Maxime verallgemeinern
  3. überlegen, ob man diese Maxime widerspruchsfrei Denken und Wollen kann

Als Beispiel kann man die Behauptung nehmen, dass man sich umbringen darf, wenn man unglücklich ist:

  1. Maxime: Wenn man unglücklich ist sollte man das Recht haben sich umzubringen
  2. Verallgemeinerung: Wenn man unglücklich ist darf man sich umbringen
  3. Diese Maxime kann man weder widerspruchsfrei denken, noch Wollen, da es die Gesellschaft zerstören würde, wenn sich alle, die unglücklich sind umbringen würden und man nicht oder nur schwer definieren kann, was erfüllt sein muss, um unglücklich zu sein

In der zweiten Stunde wurde die goldene Regel (= Was du nicht willst, was man dir tu, dass füg auch keinem anderen zu) mit dem kategorischen Imperativ (=Handle so, dass deine Maxime allgemeines Gesetz werden könnte) verglichen.

Gemeinsamkeiten:

  • Prüfung auf moral Tauglichkeit
  • moralische Handlungsanleitung/ Maßstab
  • formales Prinzip (man muss trotz Anleitung überlegen, wie man handelt)
  • Perspektivwechsel (man muss sich in andere hineinversetzen: bei der goldenen Regel nur in das direkte Umfeld und beim kategorischen Imperativ in alle)

Unterschiede:

Goldene Regel Kategorischer Imperativ
Prüfung der Handlung

Zusatz möglich: Wenn das alle täten, dann… (Verallgemeinerung)

Prüfung der Maximen (Einstellung)

Allgemeingültig

Subjektive Prüfung Objektive Prüfung
An Bedingungen geknüpft Unbedingt
→ hypothetischer Imperativ (eher schwächer)

 

moralischer Ratschlag

→ kategorischer Imperativ (stärker, da es allg.

Gesetz werden soll)

moralische Gesetz

 

Im zweiten Teil der zweiten Stunde wurde der kategorischen Imperativ aus der Freiheit mithilfe des Films (siehe Link) hergeleitet. Dafür gibt es einige Argumentationsschritte, die Kant zur Begründung des kategorischen Imperativs nutzt:

  1. Freiheit ist die Voraussetzung für die Möglichkeit ethischen Handelns überhaupt: „Nur wer nicht muss, kann wollen“
  2. Bedingung der Freiheit: Zwangslosigkeit in Bezug auf Handeln
  3. Hindernis für Zwangslosigkeit/ Willensfreiheit: Glücksstreben des Menschen
  4. Glück ist ein vorgegebener Zweck; alles Handeln wird somit zum Mittel, ist also nie Selbstzweck
  5. Alle Inhalte des Wollens können damit nie frei sein; z.B. kann Nicht-töten-Wollen aus Angst vor Strafe (Streben nach Wohlbefinden) herrühren
  6. Nur die eine Form des Willens, der Wille an sich, das Wollen „um den Wollens Willen“, der gute Wille, kann demnach wirklich frei sein
  7. -> die Möglichkeit des Menschen, sich selbst ein moralisches Gesetz zu geben und mithilfe der Vernunft einsichtig zu sein
  8. Dieser freie Wille manifestiert sich im kategorischen Imperativ, denn nur dessen Selbstverpflichtung gilt ohne jede Bedingung („Ich will, weil es vernünftig ist!“, d.h. weil es für alle Menschen jederzeit widerspruchsfrei gelten kann)
  9. Das sittliche Selbstverpflichtende Handeln ist somit der einzig wahre Ausdruck der Freiheit
  10. Daraus folgt: Freiheit= Moralität