Juni 19

Musik als Motivation im Alltag

Musik begleitet die Menschen schon über Jahrhunderte hinweg und ist schon immer dazu da gewesen um Menschen zu unterhalten und positiv zu stimmen. Für viele Menschen ist die Musik von großer Bedeutung, ob sie nun von Personen selbst gespielt oder produziert wird oder ob von Menschen produzierte Musik von anderen gehört wird. Bei vielen musikbegeisterten Menschen nimmt diese auch einen großen Teil ihrer Freizeit und oder ihres Arbeitslebens ein. In diesem Beitrag möchte ich aber um die Fähigkeit der Musik, Menschen positiv zu stimmen und ein so positive Gefühl zu vermitteln, ansprechen.

Jeder sollte es kennen, man hat mal wieder so einen Tag an dem nicht alles total problemlos abgelaufen ist oder man selbst vor einer Aufgabe steht, für die einem in diesem Moment einfach die nötige Motivation fehlt um diese zu lösen. Sei es im Sport, auf der Arbeit oder in der Schule. Die richtige Musik, die den Geschmack der unmotivierten Person trifft, kann hier Wunder bewirken. Wenn ich unter der Woche, total müde, um 6 Uhr aufstehe, um mich für die Schule fertig zu machen, fehlt mir oft die Motivation für den Tag. Meine Rettung ist hier die Busfahrt bis zur Schule. Hierbei höre ich immer meine momentane Lieblingsmusik. Bei Sport gibt es für mich auch nichts was mich mehr motiviert als Musik. Ich könnte noch einige Situationen mehr aufzählen, in denen mich Musik weiter gebracht hat.

Würde mich mal interessieren was für ne Rolle Musik in eurem Leben spielt!

Juni 17

Kann man Soldaten als Mörder bezeichnen?

Dass Soldaten andere Menschen töten ist ja kein Geheimnis und jeder weiß darüber Bescheid. Dennoch würde natürlicherweise niemand darauf kommen einen Soldaten „Mörder“ zu nennen. Wenn man genauer darüber nach denkt wirkt diese Tatsache immer seltsamer. Deshalb muss man erst genau definieren was man unter einem Mörder versteht.

Im Deutschen Strafgesetzbuch steht in §211 Absatz 2 folgende Definition:

Mörder ist, wer

    aus Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechtstriebs, aus Habgier oder sonst aus niedrigen Beweggründen,
    heimtückisch oder grausam oder mit gemeingefährlichen Mitteln oder
    um eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken,

einen Menschen tötet.

https://dejure.org/gesetze/StGB/211.html

Und wenn man sich diese Definition genau durch den Kopf gehen lässt fällt auf dass ein Soldat keinen der genannten Gründe hat und dennoch einen Menschen tötet. Dann stellt sich allerdings die Frage ob es denn somit eine berechtigte Art des Tötens gibt oder ob man Töten niemals ethisch legalisieren kann.

Ich finde dass sich bei Soldaten außerdem nicht unbedingt die Frage stellt, ob es moralisch akzeptabel ist wenn er einen Menschen erschießt, sondern was geschehen würde wenn er ihn nicht erschießt. Eventuell würde dann er selbst erschossen werden. Oder es würden sogar viele andere Soldaten sterben weil dieser Mensch gerade eine Bombe zünden will. Und mit dieser Tatsache dass die Tötung die bessere Alternative ist kann man es ethisch als unter diesen Umständen akzeptabel bewerten obwohl einem Menschen das Leben genommen wurde.

Die meisten Soldaten töten also nicht weil sie Lust dazu haben sondern weil sie sich selbst und ihre Kameraden schützen wollen. Deshalb ist das Töten in einem Kampf bzw. Kriegsfall für mich eigentlich immer Notwehr, da die Folgen von einem Zögern vor dem Abdrücken nicht absehbar sind und man im Zweifelsfall sich selbst opfern würde wenn man den Gegner nicht erschießt.

Soldaten morden also, sind aber für mich trotzdem keine Mörder. Mörder sind für mich nur Menschen die es aus Spaß und ohne irgendeine Rechtfertigung tun und diese Kriterien treffen auf einen Soldaten im Normalfall nicht zu. Bei ihnen ist es also legal andere Menschen zu töten da sie dies unter Anweisung tun und die „Richtigen“ damit treffen.

Seht ihr es genauso wie ich oder findet ihr dass man es nicht rechtfertigen kann wenn man einen Menschen getötet hat, egal wer es war?

März 6

Protokoll vom 06.03.17

Gymnasium Gerabronn, Ethikkurs 2015-2017

Stundenprotokoll vom 06.03.2017, Doppelstunde ( 7:45 -9:20)

Referentin: Sü

Anwesende: 17 Schüler

Verfasser des Protokolls:  emva98

____________________________________________________________________________________________

Gliederung

  1. GFS – Frauenbeschneidung
  2. Ethik in den Weltreligionen

____________________________________________________________________________________________

GFS – Frauenbeschneidung

Gliederung

  1. Wüstenblume – Waris Dirie
  2. Ursprung
  3. Frauenbeschneidung weltweit
  4. Durchführung
  5. Arten der Frauenbeschneidung
  6. Gründe
  7. Folgen
  8. Bekämpfung
  9. Quellen

____________________________________________________________________________________________

1.Wüstenblume – Waris Dirie und Cathleen Miller (nach wahrer Begebenheit)

Das Nomadenmädchen Waris Dirie wurde 1965 in Somalia geboren. Als Waris fünf war, ließ die Mutter sie beschneiden. Neun Jahre später floh sie vor einer Zwangsheirat zu Verwandten nach Mogadischu. Als einer ihrer Onkel somalischer Botschafter in London wurde, überredete Waris ihn, sie als Hausmädchen mitzunehmen. Nach vier Jahren kehrte der Onkel mit seiner Familie nach Somalia zurück, aber Waris Dirie blieb in London und machte als Model Karriere.

1997 beschloss Waris Dirie, ihre genitale Verstümmelung nicht länger zu verheimlichen, sondern ihre Bekanntheit zu nutzen, um die Beschneidung von Mädchen zu bekämpfen.

____________________________________________________________________________________________

2. Ursprung

  • keine genauen Beweise
  • bereits in der Antike durchgeführt
  • in manchen Kulturen ein Oberschichtsmerkmal oder ein Zeichen für Versklavung und Unterwerfung
  • wahrscheinlicher Ursprung = Ägypten (Verbreitung vermutlich bis zu den arabischen Stämmen)

Jede Person hat eine weibliche und männliche  „ Seele“ :

– weibliche Seele bei Männern = Vorhaut

– männliche Seele bei Frauen = Klitoris

Um in die Gesellschaft aufgenommen zu werden muss jede Person sich von seiner männlichen bzw. weiblichen Seele entledigen (= Entfernung der Vorhaut bzw. der Klitoris)

Islam

  •  keine Stelle im Koran, die die Frauenbeschneidung vorschreibt
  • Frauenbeschneidung = kulturübergreifendes Ritual

____________________________________________________________________________________________

3. Frauenbeschneidung weltweit

Täglich sind es 6000 Mädchen, im Jahr ca. 2 Millionen.

Die weibliche Genitalverstümmelung findet bis heute in einigen Ländern, vor allem in Zentralafrika, immer noch statt.

 

____________________________________________________________________________________________

4. Durchführung

  • 4-8 Jahre alte Mädchen
  • oft wird ein „Fest“ versprochen, bei der sie zu einer Frau werden
  • Beschneiderinnen = Hebammen, alte Frauen, Zigeunerinnen
  • ohne Betäubung
  • Werkzeuge (nicht steril) : Messer, Glasscherben, Dosendeckel, Rasierklingen und Dornen zum Zunähen der Wunde

 

____________________________________________________________________________________________

5. Arten

Typ I = Klitorisdektomie

Typ II = Exzision

  • Introzision (Erweiterung der Exzision) = zusätzliche Ausschabung von Haut und Gewebe aus der Vagina

Typ III = Pharaonische Beschneidung / Infibulation

____________________________________________________________________________________________

6. Gründe

  • normale Vagina = hässlich und unrein
  • Beweis für die Jungfräulichkeit
  • Frauen sollen kein sexuelles Verlangen haben – Befriedigung wird eingeschränkt, da sie sonst als „schlecht“ gelten
  • beschnittene Frau = vollwertige Frau
  • unbeschnittene Frau = heiratsunfähig

Schon im alten Ägypten konnten Mädchen nicht heiraten, Eigentum erben oder eine Moschee betreten, wenn sie nicht beschnitten waren.

____________________________________________________________________________________________

7. Folgen

Während der Beschneidung:

  • starke Schmerzen, da ohne Betäubung
  • Verletzung der Harnröhre -> Harnwegsinfektionen
  • Übertragung von Krankheiten
  • Tod

Nach der Beschneidung:

  • chronische Entzündungen
  • Inkontinenz ( Blase/Darm schwächeln -> keine Kontrolle über Ausscheidungen)
  • Sterilität

weitere Folgen der Infibulation:

  • starke Regelschmerzen
  • langdauerndes Urinieren
  • schmerzhafter Geschlechtsverkehr = sexuell abgeneigt
  • Komplikationen bei der Geburt -> Ärzte bevorzugen

____________________________________________________________________________________________

8.Bekämpfung

UNICEF= 1946 gegründete Weltkinderhilfswerk

  • durch Spenden organisieren sie Grundbildungskurse, leisten Überzeugungsarbeit und verbreiten ihre Arbeit auf der ganzen Welt
  • Erfolg bereits in 5434 Dörfern  (erstmals in Senegal)

„Ich habe viel über Gesundheitsfürsorge gelernt. Ohne dies hätte ich niemals aufgehört. Die Tradition war schlecht. Aber wir wussten es nicht.“ – ehemalige Beschneiderin, Ourèye Sall

___________________________________________________________________________________________

9. Quellen

  • https://www.welt.de/politik/ausland/article4554517/So-brutal-werden-Frauen-verstuemmelt.html
  • http://www.petraschuster.de/bewegendes/frauen_beschneidung.shtml
  • https://www.unicef.de/informieren/projekte/afrika-2244/senegal-4232/maedchenbeschneidung/13640

___________________________________________________________________________________________

2 Ethik in den Weltreligionen

In der zweiten Hälfte der Doppelstunde haben wir uns mit dem Thema Ethik in den Weltreligionen beschäftigt.  Folgende Fragen sollten innerhalb der Gruppen, die sich jeweils mit einer Weltreligion beschäftigt haben, mithilfe von Büchern bearbeitet werden.

  • Welche Vorschriften gibt es?
  • Wer legt diese fest?
  • Welche Sanktionen liegen vor?
  • Wie hängen diesseitiges und jenseitiges Leben zusammen?

Die Auswertungen finden in der nächsten Doppelstunde am Montag, den 13.03.17 statt.

 

 

Januar 13

Sollte man Skeptisch sein?

Ich habe mir die Frage gestellt ob es sich lohnt eher skeptisch zu sein, oder ob man eher optimistisch sein sollte. Vom Prinzip her ist eher Praktisch Dinge Skeptisch zu hinterfragen um gegen negativen Auswirkungen vorzubeugen. Wenn man zu viel Hinterfragt kommt man am Ende allerdings nicht weiter und hat statt eine Lösung zu finden nur andere Lösungen Hinterfragt. Der Optimismus hat den Vorteil das man sich nicht zu viel Gedanken um etwas zu machen und den anderen einfach blind zu vertrauen. Dies kann allerdings dazu führen das der eigene Optimismus von anderen ausgenutzt wird. So kann jemand zum Beispiel dich bestehlen und dir sagen das er es nicht wahr ohne Angst vor Folgen zu haben, da du ihm blind vertraust. Außerdem gibt es noch das Problem das man durch den Optimismus sehr schnell Fehler übersehen kann was riesige Folgen haben kann. Ein Vorteil des Optimismus ist wiederum das man Zeit spart und sich nicht tausende Gedanken machen muss, was nur dazu führt das man sich unglücklich fühlt.

Wer nur auf den Optimismus vertraut wird betrogen und wer nur Skeptisch ist erreicht am Ende nicht.

Ich glaube man sollte einen Mittelweg gehen. Man sollte nicht alles Hinterfragen, vorallem wenn es sowieso schon klar oder gar unwichtig ist, aber man sollte ebenfalls nicht auf die Richtigkeit vertrauen.

 

Januar 7

Was macht uns aus?

In seinem Leben begegnet man vielen Menschen. Angefangen mit den Eltern über Verwandte, Freunde, bis hin zum Verkäufer im nächstgelegenen Supermarktes. Uns vertraute Menschen können wir schon an Kleinigkeiten erkennen, sei es ein lächeln, die Stimme oder die Art wie diese Person ihre Spaghetti isst. Doch was macht uns zu so einzigartig und was passiert, wenn sich diese eigenarten ändern?

Wenn man Menschen fragt, was sie ausmachen, wissen viele oft nicht genau was sie antworten sollen. Das mag einerseits daran liegen, dass man sich selten auf die eigenen Finger schaut, aber warscheinlich auch daran, dass es sehr schwer ist einen Menschen zu definieren. Wenn diese Personen ihren besten Freund definieren sollten, berufen sich viele auf gemeinsame Erinnerungen, denn diese können ja schließlich nur auf diese beiden zutreffen, jedoch genauer ins detail gehen können wenige.

Wir sehen, es ist schwer einen Menschen zu definieren. Dieses Thema dehnt sich noch weiter über viele Bereiche des Lebens, in denen genau diese Problematik für Schwierigkeiten sorgt. Als Beispiel, wenn man sich fragt ob jeder eine zweite Chance verdient hat: Wenn ein Straftäter nur durch schlechte Umstände und „Pech“ in eine so missliche Lage gebracht wird, dass er klauen muss, hätte er vermutlich eine zweite Chance verdient; Wenn er genetisch dazu veranlagt ist wohl eher nicht. In meinem Beitrag möchte ich deshalb nur auf zwei weitere Aspekte eingehen, zunächst, was die Biologie dazu sagt und anschließend, was eine Krankheit daran verändern kann.

Die Biologie definiert uns als Homo Sapiens und besagt, dass alle Verknüpfungen zwischen Neuronen genau so sind, wie sie sind. Das mag sehr genau sein, doch wenn man sich vor Augen führt, dass pro Minute 300000 Zellen erneuert werden und dass wir spätestens alle 10 Jahre alle Zellen unseres Körpers erneuert haben, is dieses „genau“ nur eher eine Vermutung. Darüber hinaus verändern wir uns im Laufe eines Lebens. Wir gewinnen an Erfahrung und Wissen. Das mag uns zwar nicht zu einem anderen Menschen machen, aber dennoch verändert es alle unsere Handlungen uns Meinungen und somit auch uns? Wieder stecken wir in der Frage „Was macht uns aus?“ und haben die Antwort nur um ein Aspekt erschwert.

Als letztes will ich über Demenz reden. Vielen sagt Alzheimer etwas, was eine Sonderform von Demenz ist. Allgemein bezeichnet die Krankheit den Verlust von Erinnerungen. Miteinbeziehen möchte ich dieses Thema, da oftmals davon geredet wird, dass man Menschen die an Demenz leiden nicht wiedererkennt und somit muss die Erinnerung ein maßgeblichen Anteil an der Persönlichkeit einer Person haben. Da vorallem ältere Menschen darunter leiden, wirft sich mir die Frage auf, ob sich die Definition eines Menschen im Laufe der Zeit ändert. Einerseits nachvollziehbar, da ein Säugling sich an sein erstes Jahr ohnehin nicht erinnern kann und somit kann er auch nicht dadurch definiert werden, andererseits würde es uns dann kaum gelingen die Menschen so genau wiederzuerkennen.

 

Zusammenfassend lässt es sich nicht zu einem Schluss kommen. Wir Menschen sind ein unglaublich komplizierter Organismus, uns zu definieren ist unmöglich, dennoch können wir einen Menschen unter 7 Milliarden erkennen.

September 17

Neues im Schuljahr 2016/17!

Liebe Ethikblogger,

ich melde zur Zeit die Schüler des Ethikkurses aus der Kursstufe 1 an. Erstmals schreiben dieses Jahr zwei meiner Kurse parallel ins Ethikblog. Die 12.Klässler können bei den Protokollen und Zusammenfassungen in Erinnerungen schwelgen und die 11.Klässler profitieren von den tollen Diskussionsbeiträgen der älteren –> win-win 🙂 Alle gemeinsam könnt ihr das Blog zum Diskutieren und Argumentieren nutzen, auch über die Kursgrenze hinaus.

viel Spaß!

M. Schütze

 

PS: den 11.Klässlern weise ich gerade als Benutzernamen große Ideale oder philosophische Begriffe zu, sodass sie gut erkennbar sind: Glück, Freiheit, Gerechtigkeit, etc.

Juli 16

Weltfriede … – Ein unmögliches Wunschdenken?

Man hört es immer und überall: Krieg, Terroristen, Hungersnot, Verbrechen und so weiter und so fort. Da könnte man sich doch fast die Frage stellen: “ Ist die Menschheit überhaupt fähig in Frieden zu Leben?“

Wenn man sich nun gewisse Faktoren ansieht, die ein möglicher Grund für all diese schrecklichen Dinge sein könnten und sich vorstellt, dass all diese Faktoren einfach verschwinden würden, was für eine Welt würde man sich dann vorstellen? Kann man sich überhaupt eine Welt ohne Krieg und Hass und Ärger vorstellen?                                                                                                                                 Wären wir nicht alle nur noch gleiche, willenlose und maschienenartige Lebewesen? Und vor allem: Wären wir damit glücklicher?

All diese Fragen lassen sich leider nur in unserer eigenen, individuellen Vorstellung beantworten, somit würde jede Antwort etwas anders ausfallen.

Und genau DAS ist der springende Punkt!

Wir Menschen sind alle individuell, mit unterschiedlichem Aussehen, Gedanken und Voraussetzungen für das Leben in der Gemeinschaft. Wir haben einen mehr oder weniger freien Willen und entwickeln unser eigenes moralisches Denken, welches uns zu guten oder schlechten Entscheidungen führt.

„Den Weltfrieden können wir nur durch die innere Wandlung der einzelnen Menschen herbeiführen. Friede muß zuerst in jedem einzelnen Leben entwickelt werden.“      – Dalai Lama

 

Wenn man also eine Welt hat, ohne Hungersnöte und Armut, weil alle gleich viel Geld und Essen besitzen, eine Welt ohne Rassismus und Gotteskriege, weil alle gleich aussehen und es keine Religion gibt, eine Welt ohne Hass und Verbrechen, weil alle ein gleiches, gutes moralisches Denken besitzen … (man könnte die Liste wohl noch ewig so weiter führen) wäre dann wirklich Frieden auf dieser Welt?

Ich persönlich bin der Meinung, dass ein Weltfrieden ein Ding der Unmöglichkeit ist, da es eben nicht möglich ist all diese Faktoren aus dem Weg zu räumen. Man wird in eine Gesellschaft geboren, mit einer gewissen moralischen Vorstellung, einer festgelegten Religion und einem genetisch bedingtem Aussehen. Wenn man nun in dieser Gesellschaft aufwächst wird man geprägt und wird sich dementsprechend sein weiteres Leben verhalten.                    Man kann natürlich auch dagegen ankämpfen, aber ich denke es ist schwer, wenn man bereits geprägt wurde. Außerdem gibt es tausend Gründe, die einem zu schlechtem Handeln verleiten können, doch es ist an uns es zu unterdrücken.

Dies bedeutet wir können zwar versuchen die Welt besser zu machen, aber eine utopische Welt wird immer Wunschdenken bleiben. Wenn wir nun aber die Wahl haben zwischen der Welt, wie sie jetzt ist und einer Welt die etwas besser ist, dann sollten wir uns für die bessere Version entscheiden. Wenn sich mehr Menschen dafür entscheiden, unsere Welt wenigstens ein bisschen besser zu machen, dann haben wir eine gute Welt. Das ist zwar keine utopische aber das beste was wir erreichen können und dafür sollte man sich einsetzen…

„Der Weltfriede kann nicht gesichert werden durch utopische Pläne.“
―Rosa Luxemburg

Könnt ihr euch eine friedliche, utopische Welt vorstellen? Oder seid ihr auch der Meinung dass wir Menschen es nicht schaffen würden den Weltfrieden zu bewahren bzw. erschaffen, eben weil wir so sind wie wir sind?

Mai 4

Gibt’s da noch was? Ein Leben nach dem Tod

Reinkarnation, Leben im Himmel oder in der Hölle, Unsterblichkeit der Seele, was passiert nach dem Tod?

Es gibt viele verschiedene Theorien zu Leben nach dem Tod, aber Sicherheit gibt es nicht. Gerade wegen dieser Unsicherheit haben die meisten Menschen Angst vor dem Tod, aber muss man das überhaupt?

Die Frage nach einem Leben nach dem Tod ist ein Thema, über das schon immer nachgedacht, bis heute aber keine Antwort gefunden wurde. Manche Menschen lehnen den Gedanken an ein Leben nach dem Tod vollständig ab, andere jedoch glauben an die Unsterblichkeit der Seele.

Für manche Menschen ist das irdische Leben eine Art Probe, wenn man sie besteht, kommt man in den Himmel, wenn nicht, in die Hölle. Die Menschen, die an diese Theorie glauben, versuchen, ein anständiges Leben zu führen und verzichten somit auch auf viele Dinge, die einem beim Tod schlecht angerechnet werden. Der Glaube an ein himmlisches Leben nach dem Tod nimmt einem vielleicht auch die Angst vor dem Tod, da die Seele weiterlebt und unsterblich wird.

Andere wiederum glauben an Wiedergeburt (=Reinkarnation). Die Seele lebt nach dem Tod in einem anderen Menschen weiter und ist somit auch unsterblich.

Eine relativ neue Theorie von dem Autor Robert Lanza ist der Biozentrismus. Dieser bedeutet, dass das Bewusstsein das Universum schafft und nicht andersherum. Zeit, Raum und auch der Tod sind nur Einbildungen des Bewusstseins, da sich der Mensch zu sehr mit seinem Körper identifiziert. Der Mensch denkt, dass er (Bewusstsein) mit seinem Körper sterben wird, da er davon ausgeht, dass das Bewusstsein an das Gehirn gekettet ist. Irgendwann wird jeder seinen Körper ablegen und in einer Parallelwelt weiterleben. Es existieren also noch anderen Universen, in denen das Bewusstsein weiterlebt, wenn der Körper in unserer Welt gestorben ist. Eine Reise durch mehrere Welten ist unendlich fortzusetzen.

Ich weiß nicht genau, woran ich glauben soll. Aber ich denke, dass man nie Sicherheit bekommen kann, was wirklich passiert, wenn man stirbt. Trotzdem wird der Mensch nie aufhören, zu forschen, da man etwas braucht, woran man glaubt, um nicht verrückt zu werden.

Tröstlich ist der Gedanke, dass ein Teil der Persönlichkeit weiter existiert, ob durch Wiedergeburt, Weiterexistenz des Bewusstseins oder Leben im Himmel. Jedem ist selbst überlassen, woran er glauben möchte. Ein Stück weit beeinflusst der Glauben aber auch, wie man sein Leben lebt.

Was denkt ihr, passiert, wenn man stirbt? Und was ist danach?

April 24

Protokoll 21. April 2016

Gymnasium Gerabronn, Ethikkurs 2015-2017

Stundenzusammenfassung  21.04.2016,  7:45 – 9:20 Uhr

17 Anwesende

Referentin: Sü

Thema Verantwortungsethik


Gliederung der Stunde:

  1. Organisatorisches
  2. Wiederholung Kant / Utilitarismus
  3. Ethisch gefährliche Mittel
  4. Verantwortung

 

  1. Organisatorisches

Zu Beginn der Stunde wurde erst einmal abgestimmt, ob die Klausur mit oder ohne Hilfsmittel (Hefter) geschrieben werden soll.

Das Ergebnis lautete:  Wir schreiben die Klausur mit Hilfsmittel.

 

  1. Wiederholung Kant / Utilitarismus

Für die Wiederholung wurde die Internetseite learningApps.org/2225574 genutzt. Die Aufgabe lautete, vorgegebene Zitate und Eigenschaften des Utilitarismus bzw. der Pflichtethik zuzuordnen. Die Klasse löste dies fehlerfrei.

Anschließend sammelten wir gemeinsam Kritikpunkte an der Pflichtethik von Kant und dem Utilitarismus. Wir kamen zu folgendem Ergebnis:

Utilitarismus
  • Schwierigkeit der Abwägung verschiedener Nutzen für verschiedene Beteiligte
  • es ist möglich unmoralisch zu handeln, aber trotzdem nützlich
  • es ist schwierig alle Folgen abzuschätzen → Ich bin mit dieser Entscheidung überfordert / ich kann nicht in die Zukunft schauen
Beide
  • schwer anzuwenden und aufwendig
Pflichtethik
  • Formales Gesetz auf Situation anwenden → schwierig, weil ich einen Spielraum habe

 

  1. Ethisch gefährliche Mittel

Nachdem die Wiederholung abgeschlossen war, arbeiteten wir mit dem Arbeitsblatt Verantwortungsethik Max Weber weiter.

In Aufgabe eins sollten Beispiele für ethisch gefährliche Mittel genannt werden, doch bevor wir Beispiele nennen konnten, mussten wir erst einmal klären, was dies ist.  Ein ethisch gefährliches Mittel deutet auf ein Inkaufnehmen eines schlechten Mittels hin, um etwas Gutes zu erreichen.

Beispiele hierfür wären:

– Todesstrafe

– Notlügen

– Folter

– Verschweigen

– Minderheiten opfern

– Medikamente bzw. Lebensmittel stehlen

– Tierversuche

– Massentierhaltung

Um diese Beispiele besser zu verstehen, wird das Beispiel Todesstrafe genauer erklärt:   Grundsätzlich ist man gegen die Todesstrafe, doch hat man einen Mörder, der eine Gefahr für seine Mitmenschen darstellt, benutzt man das Mittel „die Todesstrafe“, um die Menschen zu schützen. Dies bedeutet: Man tötet,  um vor Mord zu schützen.

 

  1. Verantwortung

Aufgabe zwei und drei wurden zusammen in einem Schaubild gelöst. Darin sind also die Vorwürfe an die Gesinnungsethik und die Kritik in Bezug auf Kant enthalten. Außerdem wurde mithilfe des Buches Seite 190 geklärt, was Verantwortung ist. Zu den vier Elementen der Definition (Folgen, Akteur, Werte, Handlung) wurde dann ein Beispiel aufgeschrieben (siehe rechte Spalte).

Gesinnungsethik

Verantwortungsethik

 Verantwortung liegt nicht bei mir

Bsp.:    Gott, Gesetze,     Hierarchie

Folgen werden nicht beachtet

Gesinnungsethiker ertragen nicht, dass die Welt ethisch irrational ist

→ Problem der  Abwägbarkeit der Folgen

→ ethisch gefährliche Mittel manchmal nötig

Maximen / Pflicht    ?

Selbstgesetze, Pflicht

Verantwortung für Handlungen / Motive (aber nicht für Folgen)

 

 

–>  Kant ist ein Gesinnungsethiker

Verantwortung für Folgen

 

Beispiel Schneeschippen:

Akteur:       Mensch

Handlung:  er schippt keinen Schnee

Instanz:       Fußgänger

Vorher/Nachher:  er rutscht aus und verletzt sich → er ist behindert

Werte:       Schutz des Lebens

Folgen:      es verletzt sich jemand

 

Definition der Verantwortung:

Verantwortung ist das Aufsichnehmen der Folgen des eigenen Tuns, zu dem der Mensch als sittliche Person sich innerlich genötigt fühlt, da er sie sich selbst, seinen eigenen freien Willensentschluss zurechnen muss.

April 20

Protokoll 14. April 2016

Stundenprotokoll 14.04.2016, 7:45-9:20 Uhr

17 Anwesende

Referentin: Sü

____________________________________________________________________

Gliederung:

  1. Film „Hannah Arendt“
  2. Organisatorisches
  3. Diskussion über Pflicht und Verantwortung
  4. Meinungen zum Film
  5. Thema „Verantwortung“

____________________________________________________________________

 

  • 1. Film „Hannah Arendt“

Zu Beginn der Stunde schauten wir den Film „Hannah Arendt“, den wir in der letzten Woche begonnen hatten, zu Ende.

Der Film handelt von der gleichnamigen politischen Theoretikerin und Publizistin Hannah Arendt und dem sogenannten Eichmann-Prozess, in dem es um die Bestrafung eines Mittäters an vielen nationalsozialistischen Verbrechen namens Adolf Eichmann geht.

 

  • 2. Organisatorisches

Danach wurden die restlichen Termine für das Schreiben einer Stundenzusammenfassung verteilt. Ebenso wurde auch geklärt, dass der Teil der Schüler, der nun aufgrund des Mangels an folgenden Ethikstunden keine Zusammenfassung mehr schreiben wird und auch noch keine zu den vorhergehenden Unterrichtsstunden geschrieben hat, muss einen Blogeintrag  mehr als die restlichen Mitschüler schreiben sollte.

 

  • 3. Diskussion über Pflicht und Verantwortung

Da wir in der letzten Ethikstunde die Aufgabe bekamen uns während des Films, den wir nun früher in der Stunde zu Ende schauten, Gedanken über die Fragen was Eichmann im Film unter Pflicht verstand und wer laut verschiedener Aussagen im Film die Verantwortung für die Taten der Nationalsozialisten und spezieller Eichmanns eigenen Taten trug, wurden diese Fragen nun in der Klasse zusammen mit unserer Lehrerin diskutiert.

Zuerst wurde Kants Definition von Pflicht als Gehorsam vor dem Gesetz aufgestellt und im Bezug auf Eichmanns Vorstellung festgestellt, dass ihm komplett die moralische Komponente fehlt.

Eichmann sehe sich laut eigenen Aussagen nicht mehr als Person, sondern liese sich allein als Instrument benutzen.

Er sehe es als seine Pflicht an, den Aussagen seiner Befehlshaber zu folgen und somit dem Gesetz zu folgen. Somit sehe er sich selbst als unschuldig an, da er dachte nur das zu tun was er tun musste.

Außerdem stelle er sich als unfähig etwas zu bewirken dar und behauptete, dass andere, die nicht an seiner Position standen auch etwas hätten bewirken können, es jedoch auch nicht taten.

Dies jedoch ist abstrus da gerade Eichmann in seiner hohen Position unter den Nationalsozialisten etwas bewirken hätte können.

Ebenso wurde im Unterricht die These aufgestellt, dass die Vernichtung der Juden zur Zeit des Nationalsozialismus wie in einer Massenabfertigungsfabrik ablief und die beteiligten Mittäter allgemein nur dazu verpflichtet gefühlt haben, den Befehle Folge zu leisten und sich selbst keine Schuld zusprachen.

Wenn Menschen jedoch so handelten, sind sie nur unfähig über ihre Taten nachzudenken und diese zu hinterfragen. Jeder ist für seine Taten verantwortlich, da man als Mensch selbst die Fähigkeit habe, sich zu entscheiden was man tut.

Letztendlich kamen wir zu dem Entschluss, dass jeder unabhängig von seiner soziallen Position Befehle hinterfragen sollte. Ansonsten muss jeder ein Maß an Schuld an seinen Taten tragen, da er die Fähigkeit hätte sich zu entschieden was er tun sollte, wenn er nur darüber nachdachte.

Jedoch wurde auch klar, dass dies in einem System wie der damaligen Diktatur zu Zeit der Nationalsozialisten nicht funktionieren konnte.

 

  • 4. Meinungen zum Film

Da wir nun unsere Fragen zum Film zum größten Teil besprochen hatten, gingen wir über zu einem letzten Gespräch über unseren persönlichen Meinungen über den Film.

Wie sich herausstellte war der Kurs geteilter Meinung über den Film. So wurde erwähnt, dass der Film für manche Kursteilnehmer verwirrend wäre, da zu viele unterschiedliche Personen auftraten und man somit schnell den Überblick über die aktuelle Handlung und die Personenbeziehungen verlor. Ebenso kam auch der Einwand, dass der Film gegen Ende etwas eintönig werden würde.

Jedoch gab es auch Kontraste in der Meinung der Schüler.

So kam es auch zu Aussage, dass in dem Film Hannah Arendt als Person auf eine interessante Weise dargestellt sei. Außerdem könne man gut ihre persönliche Entwicklung und die auch damit zusammenhängende Entwicklung ihrer Beziehung zu ihren Freunden und Mitmenschen beobachten.

 

  • 5. Thema Vernantwortung

Zu guter Letzt, veranschaulichte unsere Lehrerin uns auch noch den Begriff „Verantowrtung mithilfe eines Akristichons, das wir Schüler selbst erstellen durften.

____________________________________________________________________

V orrausdenken, Vetrauen

E hrlichkeit, Ernsthaftigkeit

R egeln, Rechte, Rechenschaft, Rücksicht

A llgemein, Aufpassen, Arbeit

N ächstenliebe, Neigung

T oleranz, Tun, Treue

W illen, Wahrheit, Wichtig

O rganisation, ohne Einfluss

R egeln, Rechte, Rechenschaft, Rücksicht

T oleranz, Tun, Treue

U nabhängig, Untereinander, Universell

N ächstenliebe, Neigung

G emeinschaft, Gleichheit, Garantie

____________________________________________________________________