Januar 8

Ist Vegetarismus nur ein Trend?

Vegetarismus bezeichnet ursprünglich eine Ernährungs- und Lebensweise des Menschen, bei der neben Nahrungsmitteln pflanzlichen Ursprungs nur solche Produkte verzehrt werden, die vom lebenden Tier stammen.                  Definition Wikipedia

 

Diese Frage ist wohl eine von vielen Fragen, auf die man keine 100%tig richtige Antwort finden KANN. Gehen wir mal gedanklich zurück in die Steinzeit. Damals lebten Menschen in kleine Stämmen zusammen und ernährten sich von Beeren, die sie im Wald fanden aber über überwiegend von dem Fleisch ihrere Beutetiere. Damals gehörten die Menschen also noch in den natürliche Kreislauf des Fressens und Gefressen  Werdens, da sie der Natur und vor allem dem Reich der  Tiere nicht maßlos überlegen waren. Mit der Entwicklung des Menschen zu einer sesshaften Population, entwickelte sich auch die Tierhaltung. Diese diente in erster Linie dem Überleben der Familie bzw. dem Dorf. Fleisch galt also immer noch als Hauptnahrungsmittel. Zudem wurden die Haut und die Hufe der Tiere auch zu alltags nützlichen Gegenständen verarbeitet, sodass im Endeffekt wenig unverarbeitet blieb. Bald wurde erkannt, dass der Fleischhandel ein lukratives Geschäft ist, mit viel Nachfrage. So sind dann die Massentierhaltungen entstanden. Dabei muss man sicher in mehrere Gruppen unterscheiden. Zum einen die, die versucht den Tieren ein würdevolles Leben zu ermöglichen aber zum anderen auch die, die den Tieren jegliche Würden abspricht und den Tieren keinerlei Respekt zeigt. Das Fleisch der Tiere aus der Biotierhaltung scheint von glücklichen Tieren zu stammen, die ein Leben mit Freilauf genießen durften. So scheint es zumindest. Aus diesem Grund greifen viele Verbraucher auch gerne zu Biofleisch. Das diese Art von Haltung aber leider nur die Ausnahme ist und, dass einem Biobauer nur die Vorschrift gegeben ist, die Tiere ein drittle von ihrem Leben an die Frische Luft zu lassen wissen dabei nur wenige. Es gibt natürlich auch Höfe, auf denen Tiere wirklich Freilauf bekommen aber diese sind jedoch nur äußerst selten. Wenn euch das mehr interessiert habe ich euch ein Video ganz unten verlinkt.

Nun aber weiter zu der Tierhaltung, die Tiere wie Gegenstände behandelt. Dabei ist die Hühnerhaltung ein geeignetes Beispiel. (Bild entfernt, Sü)

Dabei werden Hühner auf engstem Raum, ca. eine DinA4 Seite, gehalten und entweder gemästet oder zum Eierlegen gezwungen. Die Mastzeit eines beträgt durchschnittlich 32 Tage und den Tieren werden jegliche Dränge zur Auslebung von Grundbedürfnissen wie Nahrungssuche, Körperpflege oder ähnliches untersagt. Noch dazu werden die Tiere, die entweder in kleine Käfigen aber häufiger in einem Raum eng gedrängt aufeinander leben, routinemäßig mit Antibiotikum behandelt.

Die Abbildung zeigt das Leben einer Legehenne, deren männlich Kücken nicht verwendet werden können und somit als ‚Müll‘ gelten.

Mit jedem Huhn oder Schwein, das im Supermarkt für wenig Geld verkauft wird, wird diese Art von Tierhaltung unterstützt. In den vergangenen Jahren haben sich immer wieder Organisationen gebildet die mit dem Slogan:’Vegetarismus gegen Massentierhaltung‘ gegen Massentierhaltung kämpfen. Diese Gruppierungen weichen von dem Grundgedanke eines ursprünglichen Vegetariers ab. Dieser war, wie auch Melanie in einem ihrer Songs sing:

I don´t eat animals and they don´t eat me

I don´t eat animals cause i love them you see, i don´t eat animals, i want nothing dead in me.            Melanie

 

Ich denke also, dass Vegetarismus heute mehr ist als nur ein Trend. Ich denke Vegetarier wollen ein Zeichen setzten, dass auch ein Leben ohne die Massenproduktion von Fleisch möglich ist. Vielleicht denken die Fleischliebhaber unter uns auch einmal intensiver über ihr Verlangen nach. Natürlich gehört Fleisch irgendwo auf dem Ernährungsplan eines jeden Menschen, dennoch nicht in den Massen, dass im Supermarkt die Fleisch- und Wursttheke immer bis zum Anschlag voll gefüllt sein muss.

Wie sieht´s aus? Schaut ihr regelmäßig auf die Herkunft eurer Fleischprodukte?

und wie viel Fleisch esst ihr wöchentlich? und wo bekommt ihr es her?

PS: Dieser Beitrag soll keine Hetz gegen Fleischkonsumenten sein und auch die Tierhaltungsformen sind allgemein formuliert und es gibt sicher Höfe, die von diesen Mustern deutlich und bewusst abweichen.

Quellen und links:

in dem Buch ‚ Tiere essen‘ von Jonathan Safran Foer werden die Misstände der Tierhaltung ganz unverblümt dargestellt.

http://www.t-online.de/hotbites/id_72549292/massentierhaltung-stoppen-ist-vegetarismus-die-antwort-.html

http://www.bio-wahrheit.de  -> das ist der Film über die Biohaltung

http://www.taz.de/!120710/

 

Januar 7

Träume – Vorhersage oder Auslöser der Zukunft?

CC-0

Früher glaubten viele Menschen an die Zukunftsvorhersagen von Orakel. Diese sind meist Orte, an denen ein Medium die Zukunft oder die Bestimmung von bestimmten Dingen sehen kann.

Neben Orakel gibt es noch einige andere Methoden, wie man seine Zukunft erfährt. Unter anderem glauben manche Menschen daran, dass sie in Kaffeesatz oder in Teeblättern zu erkennen ist.

Wieder andere (eher fragwürdige) Methoden sind Kristallkugeln, Kartenlegen oder Horoskope.

Eine andere Möglichkeit ist jedoch, die Zukunft aus Träumen zu deuten. In der Wissenschaft gelten Träume als der Spiegel des psychischen Erlebens während des Schlafes. Alles, was wir im Wachzustand erleben und fühlen, geht in unseren Träumen weiter. Hierbei wird unsere instinktive, emotionale Seite aufgedeckt und tiefe Gefühle und Wünsche kommen zum Vorschein.

Viele Menschen glauben jedoch auch, dass Träume wichtig für unsere Zukunft sind. Hierbei gibt es feste Symbole, die in bestimmtem Zuständen bestimmte Dinge über uns aussagen sollen, unter anderem, was uns in unserer Zukunft erwartet.

Ich selbst glaube nicht wirklich daran, dass wir unsere Zukunft vorhersehen können, egal welche Methode man wählt. Trotzdem denke ich, dass Träume eine Auswirkung auf unsere Zukunft haben können.

Nehmen wir als Beispiel einen Mann, der davon geträumt hat, dass er sich für eine Person opfern wird. Im Wachzustand gerät er plötzlich in eine Schießerei und da er davon überzeugt ist, dass sein Traum wahr wird, stellt er sich zwischen die Person, die eigentlich getötet werden sollte und den Mörder und stirbt. Ohne diesen Traum wäre das vielleicht nicht geschehen und er würde statt dem eigentlichen Opfer leben.

Natürlich ist das ein bisschen extrem dargestellt, aber wenn man daran glaubt, dass Träume wahr werden können, passieren manche Dinge vielleicht eher, weil man der Überzeugung ist, dass man keine andere Wahl hat. Man handelt sozusagen schicksalsergeben.

Meiner Meinung nach sollte man sich nicht zu sehr auf irgendwelche Vorhersagen verlassen und immer daran denken, dass man die freie Wahl hat, zu entscheiden. Ich denke auch, dass eine Person, die ihre Zukunft meint zu kennen, nur eingeschränkt in ihrem Handeln ist. Man sollte nicht nur die ganze Zeit daran denken, was als nächstes passiert, sondern im Moment leben und es genießen.

Glaubt ihr an Zukunftsdeutungen mithilfe von Träumen? Oder an andere Arten von Vorhersagen?

Januar 3

Inklusion an Schulen – eine gute Idee oder sogar hinderlich ?!

Inklusion beschreibt das Konzept einer Gesellschaft, in der jeder akzeptiert wird und selbstbestimmt, sowie gleichberechtigt an ihr teilhaben kann. Dies soll unabhängig von Alter, Herkunft, Geschlecht, Religion, Bildung oder eventuellen Behinderungen gegeben sein – das heißt individuelle Merkmale werden ignoriert, einfach jeder soll  die Möglichkeit haben, Teil der Gesellschaft zu sein.

Bereits Artikel 27 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte spricht jedem Menschen das Recht auf Teilhabe am kulturellen Leben, sowie wissenschaftlichem Fortschritt und dessen Errungenschaften zu.

Weshalb werden Menschen heute trotz allem noch ausgeschlossen – beispielsweise aufgrund einer Behinderung ? Viele Menschen fühlen sich im Umgang mit Behinderten überfordert, sie wissen nicht, wie sie mit dem Gegenüber umgehen sollen und verhalten sich dadurch separiert. Meiner Meinung nach ist es daher wichtig, bereits in jungen Jahren Kontakt mit behinderten Menschen zu haben und es ihnen zu ermöglichen, sich am öffentlichen Leben zu beteiligen und zu lernen. Deshalb halte ich Inklusion an Schulen für eine gute Idee.

Inklusion an Schulen beschreibt ein Konzept, nach dem behinderte und nicht behinderte Kinder zusammen lernen und jeder, seinen Fähigkeiten entsprechend, möglichst gut gefördert wird. Ich befürworte dieses Konzept, da es dafür sorgt, dass Kinder mit auffälligem Verhalten nicht automatisch ,,aussortiert“ werden und auf spezielle Förderschulen geschickt werden. Denn viele Kinder auf Förderschulen werden im späteren Leben ausgegrenzt und anders behandelt –  sie werden oft als ,,unnormal“ oder als Sonderlinge betrachtet. Doch was ist denn schon normal?

Durch Inklusion können soziale Kompetenzen gefördert werden, man lernt mit Menschen umzugehen, die einem möglicherweise auf den ersten Blick anders erscheinen, es aber bei genauerem Hinsehen oft gar nicht sind. Außerdem sind Kinder an inklusiven Schulen viel Toleranter als Kinder, die sich möglicherweise vor dem Umgang mit behinderten Menschen fürchten, denn nur durch persönliche Erfahrungen können Berührungsängste und Vorurteile abgebaut werden. Die Kinder lernen beispielsweise Verantwortung zu Übernehmen, da sie ,,Paten“ werden können und ihr Wissen weiterzugeben.

Wichtig ist jedoch, dass Lehrer speziell auf den Umgang mit Menschen mit Behinderung vorbereitet werden, denn nur so kann man dem erhöhten Förderbedarf der behinderten Kinder gerecht werden. Kritiker der Inklusion an Schulen zufolge stört dieser erhöhte Förderbedarf die anderen Kinder beim Lernen und verlangsamt dadurch den Lernprozess.

 

Was sagt ihr dazu? Haltet ihr inklusive Schulen für eine gute Idee oder nicht? Denkt ihr behinderte Kinder können von nicht behinderten Kindern etwas lernen – und umgekehrt? Seht ihr weitere mögliche Probleme bei diesem Konzept?

Dezember 24

Ist die Todesstrafe bei Minderjährigen ethisch gerechtfertigt?

George Stinney war ein afroamerikanischer Junge und lebte in den USA. Er war 14 Jahre alt, als er 1944 auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet wurde. Angeklagt wurde er wegen zweifachen Mordes an zwei weißen Mädchen (8 und 11 Jahre alt). Heute, 70

George Stinney
George Stinney

Jahre später, wurde er von der Richterin Carmen Mullen freigesprochen. Sie ist von seiner Unschuld überzeugt. Die Geschwindigkeit des Prozesses lässt auf keine Sorgfalt bei den Ermittlungen schließen (3 Monate).

Dies ist nur ein Beispiel von vielen über die Todesstrafe bei Minderjährigen. Selbst heute noch wird sie an Jugendlichen angewandt. Vor allem im Iran.

Meine Meinung zu dem Thema ist eindeutig. Ich kann es nicht verstehen, wie man eine irreparable Strafe wie diese gegen Kinder einsetzten kann. Generell sollte versucht werden Jugendstraftäter nach ihrer Haft wieder in die Gesellschaft zu integrieren. Schließlich „kann [man] sie nicht mit denselben Maßstäben messen wie [Erwachsene].“1 Ihnen fehlt die Reife, wodurch sie die Folgen ihres Handelns nicht komplett verstehen und nachvollziehen können. Sie entwickeln sich erst noch, wodurch ein Besserungsvermögen nicht ausgeschlossen werden kann. Jugendliche sollten für ihre Taten Sozialdienste, Geld-, oder im schlimmsten Fall Haftstrafen bekommen, denn seine eigene Lehre sollte man schon ziehen. Die Toddesstrafe hingegen nimmt jegliche Chance auf Verbesserung. Sie nimmt den jungen Menschen ihre Zukunft. Jeder hat eine zweite Chance verdient.

Außerdem verstößt die Anwendung der Todesstrafe bei Minderjährigen gegen das Völkerrecht, die Menschenrechte und das Übereinkommen über die Rechte des Kindes.

Das ist meine Meinung zu diesem Thema. Oder glaubt ihr, dass die Todesstrafe bei besonders schlimmen Taten, wie Mord, gerechtfertigt ist, auch wenn der Täter minderjährig ist? Was meint ihr dazu?   🙂

1 aus Amnesty international: Stoppt die Hinrichtung Minderjähriger! – Aktualisierungsdatum: 14.10.2015, Seite 3

November 3

Massentourismus oder Ökotourismus?

Endlich ist es soweit, die Ferien haben angefangen. Für viele ist dies ein Anlass, noch ein letztes Mal in diesem Jahr dem kalten herbstlichen Wetter in Deutschland zu entfliehen und irgendwo, möglichst weit weg bei angenehmen 25°C am Strand die Seele baumeln zu lassen.

Viele wollen sich in ihrem Urlaub möglichst gut entspannen und vom Alltagsstress abschalten. Dies gelingt den meisten Touristen an einem warmen Küstenort. Spanien und Italien sind deshalb heiß begehrte Urlaubsziele. Leider finden sich an solchen Orten häufig nur große Hotels, kaum Einheimische und am Ende der Saison wirkt alles wie eine Geisterstadt. Alles wurde den Massen an Touristen angepasst, die Jahr für Jahr dort ihre Ferien verbringen.

Der Tourismus zerstört das, was er sucht, indem er findet. (Hans- Magnus Enzensberger 1979)

Meistens ist dieser Massentourismus zwar billiger und komfortabler, trotzdem lässt sich seit einiger Zeit ein Bewusstseinswandel der Bevölkerung feststellen. Der sogenannte Ökotourismus, das Gegenteil vom Massentourismus stößt bei deutschen Urlaubern immer mehr auf Begeisterung.

Doch was versteht man überhaupt unter Ökotourismus?

Ökotourismus, oder auch naturnaher Tourismus, ist eine auf die Belange von Umwelt und ansässiger Bevölkerung besondere rücksichtnehmende Form des Tourismus. (Wikipedia)

Dieser Tourismus soll möglichst umweltverträglich, wirtschaftlich ergiebig und sozial gerecht sein, typisches Beispiele sind Südamerika, Peru, Ecuador und Chile.

Ziel dieser Form des Tourismus ist es, die Region wirtschaftlich zu stärken, die Lebensqualität der einheimischen Bevölkerung zu verbessern, das kulturelle Erbe und die naturnahe Kulturlandschaft zu schützen und zu erhalten.

Den Touristen soll ermöglicht werden in relativ unberührte Gebiete zu reisen, ohne dass die Umwelt und die lokale Bevölkerung negative Folge davontragen. Natürlich muss auch der Reisende bei dieser Form des Tourismus  seinen Beitrag leisten, sich anpassen und gewisse Regeln einhalten. An erster Stelle steht das umweltfreundliche Verhalten vor Ort, was sich beispielsweise auf den Umgang mit Müll bezieht oder auch auf Aktivitäten die man meistens mit einem speziell ausgebildeten Reiseleiter macht. Typische Aktivitäten eines Ökotouristen sind die Tierbeobachtung, die Naturfotographie, das Fischen oder auch Sportarten, wie Wandern oder Kanufahren.  Außerdem wird von den Touristen erwartet, dass sie sich der Kultur des Landes möglichst anpassen und die dort meistens lebenden indigenen Stämme respektieren und offen für deren Lebensweise sind. Oft sind es diese indigenen Stämme, die kleine, traditionelle Unterkünfte, sogenannte Ecolodges bauen und die sich in der Zeit ihres Aufenthaltes um die Touristen kümmern und ihnen ihre Kultur und ihre Traditionen näher bringen. Im Gegenzug wird meistens ein Teil des Reisepreises an ein gemeinnütziges Projekt vor Ort gespendet.

 

Der meist höhere Preis solcher Reisen rechtfertigt sich dadurch, dass man einzigartige Erfahrungen sammelt, die Natur naher, intensiver und ursprünglicher erlebt und andere Traditionen und Lebensweisen kennenlernt.

Natürlich beinhaltet diese Form des Reisen auch, dass man möglichst umweltfreundlich an- und abreist. Leider wird dies noch von zu wenigen beherzigt. Fast alle Touristen reisen mit dem Flugzeug an.

Was haltet ihr von dem Thema Ökotourismus? Könntet ihr euch vorstellen eure Ferien im Regenwald, in einer Ecolodge in der Nähe eines indigenen Stammes zu verbringen und die Natur mal ganz auf euch wirken zu lassen? Oder wäre das gar nichts für euch? Wollt ihr lieber in einem von vielen Hotels wohnen mit anderen Touristen? Wo seht ihr vielleicht Probleme oder negative Seiten des Ökotourismus?

Oktober 30

Anregung zum Philosophieren: Freiheit und Konsum

In einem Interview sagte die BWL-Professorin Evi Hartmann folgendes:

Wir alle können selber entscheiden, ob wir ein Kleidungsstück kaufen wollen, bei dessen Herstellung Menschen gelitten haben. Oder ob wir lieber die fairere Variante wählen. Gerade in dieser Möglichkeit zum moralischen Handeln zeigt sich unsere Freiheit. Sonst wären wir einfach willenlose Konsumenten.

Dieser Zusammenhang interessiert mich – was denkt ihr: kann ich durch Konsum frei sein? Ist es dabei wichtig, dass ich die gesamte Lieferkette, alle Produktionsbedingungen kenne? Worin zeigt sich Freiheit noch?

 

(Im Interview geht es auch um die Frage, ob jeder einzelne etwas bewirken soll und was man tun kann – z.B. sagt sie: jeden Tag 15 Minuten recherchieren und ein ethisch unbedenkliches Produkt finden, wäre ein guter Anfang. Meist verbringt man mehr Zeit mit sozialen Medien.)

 

Oktober 23

Egoismus und Altruismus

http://pixabay.com/p-853188/?no_redirect

Ego·ịs·mus
die Haltung, das eigene Ich, die eigenen Wünsche in den Mittelpunkt zu stellen.

Al·t·ru·ịsmus
die Einstellung, dass man die Belange und das Wohlergehen anderer Menschen für wichtig erachtet.

Wenn man jemandem die Frage stellt, was eher auf ihn selbst zutrifft, Egoismus oder Altruismus, würden die meisten Menschen rein aus Reflex Altruismus sagen, da niemand als egoistisch angesehen werden möchte.

Aber ist Egoismus wirklich so schlimm und sollte er vollständig vermieden werden?

Mittlerweile hat das Gleichgewicht von Geben und Nehmen wieder einen hohen Stellenwert erreicht, da die meisten Menschen verstehen, dass Egoismus und Erfolg nur kurzfristig glücklich macht, während Altruismus, also Selbstlosigkeit, Wohlgefühle auslösen und anscheinend sogar zu einem verlängertem Leben führen soll.

Trotzdem ist jeder Mensch bis zu einem gewissen Grad egoistisch, da es überhaupt nicht anders geht. Wäre man nur selbstlos, würde einen das vor allem auch nicht glücklich machen, da man auf Dauer nicht immer nur an andere denken kann.

Ein Beispiel, bei dem ein ausgewogenes Verhältnis wichtig ist, sind Freundschaften. Hier kann zu viel Altruismus Konflikte auslösen, wenn dieser nur einseitig oder ungleich verteilt ist. In richtigen Freundschaften ist man normalerweise automatisch selbstlos und gibt lieber als zu nehmen, trotzdem erwartet man im Gegenzug natürlich auch etwas. Wichtig in Freundschaften ist zum Beispiel Hilfsbereitschaft, Fürsorge und Wertschätzung.

Sobald diese Dinge nicht von selbst kommen, fängt man an, darüber nachzudenken, dass man selbst viel mehr leistet für diese Freundschaft und fängt an, egoistischer zu handeln.

Die meisten Menschen versuchen wohl, altruistisch zu handeln, großzügig zu sein und nicht nur an sich selbst zu denken und das ist auch gut so. Wenn man selbstlos handelt, macht das einen selbst auch viel glücklicher, woraus die Frage entsteht, ob nicht sogar selbstloses Handeln bis zu einem gewissen Grad egoistisch ist.

„Geben ist seliger denn Nehmen“. – Neues Testament

Wenn man gibt, ist man glücklicher. Manche Menschen brauchen das eigene selbstlose Handeln, brauchen es, andere Menschen glücklich zu machen, was in dem Sinne ja nicht schlecht ist, sondern zu allgemeinem Glück führt.

Wenn man weiter darüber nachdenkt, entsteht ein Kreislauf, bei dem man immer wieder darauf zurückkommt, dass eigentlich alles aus dem Grund heraus geschieht, weil man selbst glücklich und mit sich zufrieden sein möchte.

Eigentlich kann man nur für andere dasein, wenn man sich selbst auch liebt und wertschätzt, was mich zu dem Fazit bringt, dass ein gesundes Zusammenspiel aus Egoismus und Altruismus nötig ist, um glücklich leben zu können. In dem Sinne bin ich der Meinung, dass Egoismus an sich nichts schlechtes ist -solange es in geregeltem Maße gehalten wird-, und dass er notwendig ist, um ein gesundes und glückliches Leben zu führen.

Man muss nur die richtige Balance zwischen Egoismus und Altruismus finden.

 

 

September 18

Anregung zum Philosophieren: Der Tod muss abgeschafft werden!

Gerade las ich:

Medizin „Der Tod muss abgeschafft werden, diese verdammte Schweinerei muss aufhören.“, forderte Bazon Brock. Könnte die Kryonik dazu beitragen? (Quelle und weiterführender Artikel)

Was meint ihr dazu? Sollten Menschen ewig leben (dürfen)? Was würdet ihr mit eurem Leben anfangen, wenn klar wäre, dass es ewig wäre?

Juli 16

Weltfriede … – Ein unmögliches Wunschdenken?

Man hört es immer und überall: Krieg, Terroristen, Hungersnot, Verbrechen und so weiter und so fort. Da könnte man sich doch fast die Frage stellen: “ Ist die Menschheit überhaupt fähig in Frieden zu Leben?“

Wenn man sich nun gewisse Faktoren ansieht, die ein möglicher Grund für all diese schrecklichen Dinge sein könnten und sich vorstellt, dass all diese Faktoren einfach verschwinden würden, was für eine Welt würde man sich dann vorstellen? Kann man sich überhaupt eine Welt ohne Krieg und Hass und Ärger vorstellen?                                                                                                                                 Wären wir nicht alle nur noch gleiche, willenlose und maschienenartige Lebewesen? Und vor allem: Wären wir damit glücklicher?

All diese Fragen lassen sich leider nur in unserer eigenen, individuellen Vorstellung beantworten, somit würde jede Antwort etwas anders ausfallen.

Und genau DAS ist der springende Punkt!

Wir Menschen sind alle individuell, mit unterschiedlichem Aussehen, Gedanken und Voraussetzungen für das Leben in der Gemeinschaft. Wir haben einen mehr oder weniger freien Willen und entwickeln unser eigenes moralisches Denken, welches uns zu guten oder schlechten Entscheidungen führt.

„Den Weltfrieden können wir nur durch die innere Wandlung der einzelnen Menschen herbeiführen. Friede muß zuerst in jedem einzelnen Leben entwickelt werden.“      – Dalai Lama

 

Wenn man also eine Welt hat, ohne Hungersnöte und Armut, weil alle gleich viel Geld und Essen besitzen, eine Welt ohne Rassismus und Gotteskriege, weil alle gleich aussehen und es keine Religion gibt, eine Welt ohne Hass und Verbrechen, weil alle ein gleiches, gutes moralisches Denken besitzen … (man könnte die Liste wohl noch ewig so weiter führen) wäre dann wirklich Frieden auf dieser Welt?

Ich persönlich bin der Meinung, dass ein Weltfrieden ein Ding der Unmöglichkeit ist, da es eben nicht möglich ist all diese Faktoren aus dem Weg zu räumen. Man wird in eine Gesellschaft geboren, mit einer gewissen moralischen Vorstellung, einer festgelegten Religion und einem genetisch bedingtem Aussehen. Wenn man nun in dieser Gesellschaft aufwächst wird man geprägt und wird sich dementsprechend sein weiteres Leben verhalten.                    Man kann natürlich auch dagegen ankämpfen, aber ich denke es ist schwer, wenn man bereits geprägt wurde. Außerdem gibt es tausend Gründe, die einem zu schlechtem Handeln verleiten können, doch es ist an uns es zu unterdrücken.

Dies bedeutet wir können zwar versuchen die Welt besser zu machen, aber eine utopische Welt wird immer Wunschdenken bleiben. Wenn wir nun aber die Wahl haben zwischen der Welt, wie sie jetzt ist und einer Welt die etwas besser ist, dann sollten wir uns für die bessere Version entscheiden. Wenn sich mehr Menschen dafür entscheiden, unsere Welt wenigstens ein bisschen besser zu machen, dann haben wir eine gute Welt. Das ist zwar keine utopische aber das beste was wir erreichen können und dafür sollte man sich einsetzen…

„Der Weltfriede kann nicht gesichert werden durch utopische Pläne.“
―Rosa Luxemburg

Könnt ihr euch eine friedliche, utopische Welt vorstellen? Oder seid ihr auch der Meinung dass wir Menschen es nicht schaffen würden den Weltfrieden zu bewahren bzw. erschaffen, eben weil wir so sind wie wir sind?

Juni 5

Sterbehilfe – ethisch vertretbar?

Zu sterben ist genauso natürlich wie geboren zu werden.

                                                                           Francis Bacon

Dieses Zitat möchte uns sagen, dass wir keine Angst vor dem Tod haben müssen, denn er gehört nun mal zum Leben. Doch was ist, wenn ein Mensch an einer Krankheit leidet und den Tod nicht fürchtet, sondern erwünscht? Darf man ihn bei seinem letzten Wunsch unterstützen? Schließlich würde ihn das von jeglichem Schmerz befreien.

Bevor ich diese Frage für mich beantworte, möchte ich nochmal kurz die Arten von Sterbehilfe erklären.


Passive Sterbehilfe bedeutet, dass man auf lebensverlängernde Maßnahmen verzichtet, aber dass eine Grundversorgung, sowie schmerzlindernde Behandlungen, durchgeführt werden.

Indirekte Sterbehilfe bedeutet, dass man eine Schmerzbehandlung bekommt, aber durch diese Medikamente früher stirbt.

Beihilfe meint, dass eine außenstehende Person dem Kranken ein tödliches Medikament beschafft, damit er sich selbst töten kann.

Aktiv bedeutet, wie der Name schon sagt, dass der Tod absichtlich durch fremde Hand beschleunigt wird.


Ich persönlich finde den Gedanken Sterbehilfe gar nicht so schlecht. Man muss sich immer vorstellen, dass der todkranke Mensch unter qualvollen Schmerzen leidet. Seine Lebensqualität ist gleich null. Außerdem weiß er, dass er diesen Kampf nicht gewinnen kann und wird. Er hat sich also mit dem Tod angefreundet und akzeptiert ihn. Er hat keine Angst vor ihm, sondern erwartet ihn. Denn er weiß, dass nur der Tod ihn von seinen Schmerzen befreien kann. Warum darf ich ihn nicht unterstützen und ihm helfen? Er ist doch mein Freund (oder Verwandter). Die Antwort ist klar und doch ungerecht. Wenn die aktive Sterbehilfe erlaubt wäre, ist das Risiko, dass sich die Patienten das Leben nehmen hoch, denn Ärzte können durchaus Fehldiagnosen stellen. Außerdem wäre das legalisierter Mord. Dass man das nicht erlauben kann, verstehe ich, doch die Beihilfe könnte man doch legalisieren. Ich meine, wenn ein Mensch nun wirklich nicht mehr leben möchte und leidet, dann sagt einem doch die Vernunft, dass man ihn in dieser Situation unterstützen muss. Schwierig wird es erst, wenn er nicht mehr in der Lage ist, sich das tödliche Medikament selbst zu verabreichen. Ansonsten könnte man eine Art Einverständniserklärung ausfüllen, die es dem Helfer erlaubt, ein Medikament zu erwerben.

Darum denke ich, dass eine Beihilfe zum Tod in dem genannten Fall akzeptabel und ethisch vertretbar wäre.  Denn

du wirst nicht deswegen sterben, weil du krank bist, sondern weil du lebst.

  Seneca

Was haltet ihr davon? Denkt ihr die Sterbehilfe sollte erlaubt werden, aber nur für bestimmte Fälle und welche wären das dann? Oder denkt ihr, dass es gut  ist, dass es nicht erlaubt ist und warum?

aus:   https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/46/MorphineRx.JPG