Dezember 31

2012 in review

Liebe Philosophen in Dorsten und in Gerabronn,

Aufgrund der vielen gut durchdachten Artikel aus Gerabronn und durch die zunehmende tatkräftige Unterstützung aus Dorsten können wir auf viele interessante Blogbeiträge und Diskussionen 2012 zurückblicken.
Mit der Statistik für unser gemeinsames Weblog 2012 (Bild unten anklicken) wünsche ich euch einen entspannten Rutsch und einen guten Start ins neue Jahr 2013!
Besonders den Gerabronnern wünsche ich maximale Erfolge beim Abiendspurt.

Mit Blick auf das neue Jahr noch ein Zitat des Dresdners Erich Kästner:

Wird’s besser? Wird’s schlimmer? fragt man alljährlich.
Seien wir ehrlich: Leben ist immer lebensgefährlich!

Auf ein gutes Neues!
M. Schütze

Dezember 29

Darf Kunst alles?

Schön, ästethisch, ansprechend – und auf der anderen Seite brutal, provokant oder anstößig; die Kunst hat heute viele Gesichter. Doch gibt es innerhalb des Begriffes ‚Kunst‘ Grenzen? Sollte es welche geben? Wo hört Kunst auf und wo beginnt das Extreme?

Dass die Kunst in den letzten Jahrzehnten immer mehr dazu diente, gesellschaftliche Tabus zu brechen, ist an mehreren Beispielen ersichtlich. Einige Künstlerinnen der Moderne etwa brachten in den 1960er Jahren ihre Meinungen, Ansichten und auch Frustation gegenüber den Themen Geschlechteridentität und Sexualität zum Ausdruck: Die US-amerikanische Künstlerin Carolee Schneemann konstruierte ein Filmtagebuch mit dem Titel „Fuses“, in dem sie sich mit ihrem Partner bei intimen sexuellen Aktionen filmt. Eine andere Performancekünstlerin, Valerie Export, lief durch die Sitzreihen eines Pornokinos, mit einer im Schritt geöffneten Hose bekleidet und einem Maschinengewehr in der Hand, und forderte die Leute auf, sie anzufassen. Diese Art von Aktionen lenkten womöglich die gewünschte Aufmerksamkeit auf die Themen, doch erweckten sie beim Publikum und bei Kritikern eher Unverständnis und Abscheu.

Auch Themen wie Tod und Gewalt wurden in vielerlei Hinsicht von Künstlern verarbeitet. Hermann Nietsch, ein Mitglied der „Wiener Aktionisten“, mauerte sich einige Tage lang mit anderen Künstlern in einem Keller ein um zusammen an einer Installation zu arbeiten. Hierbei verwendeten sie uner anderem einen Lammkadaver, den sie häuteten und in einer gekreuzigt-anmutenden Position kopfüber aufhängten. Im Anschluss wurde die „Lammzerreissung“ der Öffentlichkeit als Kunstwerk präsentiert, bis die Polizei die Aktion auflöste und die Künstler in Arrest nahmt.

Sind diese Künstler zu weit gegangen?

Meiner Meinung nach wurde der Kunstbegriff in manchen Fällen, wie zum Beispiel in diesem, missbraucht. Tierkadaver haben für mich nichts mit Kunst zu tun. Allerdings finde ich trotzdem, dass man der Kunst keine Grenzen setzten sollte, weil sie ein wichtiges Ausdrucksmittel für Emotionen, Kritik, und vieles mehr ist. Man solltedie Möglichkeit haben, sich in irgendeiner Form frei ausdrücken zu können. Einige Menschen wollen durch ihre Kunst auch Probleme in der Gesellschaft aufzeigen, wie etwa die Künstlerinnen der Moderne. Und auch wenn das Publikum sehr wahrscheinlich nicht bereit dafür war: Meiner Meinung nach ist es sehr wichtig, dass diese Möglichkeit trotzdem gegeben war/ist.

Was denkt ihr – sollte man Kunst einschränken?

Quellen:

http://www.caroleeschneemann.com/works.html

http://dreher.netzliteratur.net/2_Performance_Aktionismus.html

Dezember 27

Zukunft

Früher war das Leben recht gut planbar: man lernte einen Beruf und führte ihn lebenslang aus. Heute ist das anders: es gibt eine Fülle von unterschiedlichen Berufen und auch Wegen, wie man zu diesem Beruf kommen kann. Hat man dann einen, wird erwartet, dass man sich weiterbildet und weiterentwickelt. Woher weiß man, dass man sich richtig entschieden hat? Ist Zukunftsangst die Kehrseite der vielen Möglichkeiten?

Nachtwächter

Dezember 20

Der Klügere gib…

Der Klügere gibt nach – Eine traurige Wahrheit: sie begründet die Weltherrschaft der Dummen.
Marie von Ebner-Eschenbach

Was denkt ihr von diesem Gedankengang? Beherrschen wirklich die „Dummen“ die Welt? Und geben die Klügeren wirklich IMMER nach? oder anders: Gebt IHR immer nach?