März 24

Protokoll vom 21.03.2013

Gymnasium Gerabronn, Ethikkurs, 21.03.2013
Anwesende: 8 Schüler, 1 Lehrerin
Thema: Ethik in den Religionen
Protokollant: J.P.

Unterrichtsgestaltung:
Zu Beginn der Doppelstunde Ethik wurden organisatorische Dinge besprochen:

  • für alle, die dieses Halbjahr vorhaben die Weblognote mit in die Endnote mit einrechen zulassen: bis zum 26.Mai 2013 sollten die Beiträge, etc. fertig sein
  • bei der Arbeit am 15.Mai 2013 dürfen wir den Ordner verwenden
  • für die, die das mündliche Abitur in Ethik machen: bitte Wunschtermine für Absprache mit Frau Schütze eintragen (siehe E-Mail)

Das Thema dieser Doppelstunde war die „Ethik in den Religionen“. Nach dem das Organisatorische geklärt wurde, schauten wir uns eine Dokumentation von ARTE über die Religion und deren Verteilung auf der Erde an.
Zu sehen auf „www.youtube.com“ (unter: http://www.youtube.com/watch?v=UxUXpvJBLhw).
Zusätzliche Informationen bzw. die Zusammenfassung des Inhaltes gibt es auf der Internetseite von ARTE (http://ddc.arte.tv/folge/die-weltkarte-der-religionen).
Im Anschluss  widmeten wir uns in Gruppenarbeit den einzelen ethischen Grundpositionen im Christentum, Islam, Hinduismus, Buddhisms, Judentum, Animismus

Nun die Ergebnisse:

  1. Mit offenen Karten – Die Weltkarte der Religionen
  • Christentum (Katholiken, Protestanten, Othordoxe): 25 % der Christen leben in Europa (das Christentum verliert hier an Bedeutung); die meisten Christen leben in Amerika; auch in China Zunahme der Christen

  • Islam (Soniten, Schiiten): Verbreitung vor allem in Asien (die meisten Muslime sind Pakistaner, Inder, Bangladescher und Indonesier)

  • Hinduismus: weltweit circa eine Milliarde Hindus (1/6 der Weltbevölkerung); Verbreitung vor allem in Indien(nach wie vor auf seine Entstehungsregion konzentriert.

  • Buddhismus: aus dem Hinduismus hervorgegangen; weltweit 450 Millionen Anhänger (vor allem in Asien).

  • Judentum: weltweit „nur“ 14 Millionen Juden (Schätzung); über die ganze Welt verstreut; Ursprung in Israel; das Judentum will weder missionieren noch sich ausbreiten.

  • Animismus: Religionen indigener Völker (traditionelle Glaubensform); in den unterschiedlichsten Regionen der Welt: im Amazonas-Gebiet, in Nordamerika, in den afrikanischen Subsahara-Ländern, in Papua-Neuguinea, in der Arktis, …

  1. Ethik in den Religionen
  • Christentum:  http://ethik13.wordpress.com/2013/03/24/1455/ethik-5-2/
  • Islam:  http://ethik13.wordpress.com/2013/03/24/1455/ethik-1-2/
  • Hinduismus:  http://ethik13.wordpress.com/2013/03/24/1455/ethik-4-2/
  • Buddhismus:  http://ethik13.wordpress.com/2013/03/24/1455/ethik-3-2/
  • Judentum:  http://ethik13.wordpress.com/2013/03/24/1455/ethik-2-3/
März 16

Protokoll vom 13.03.2013

Kurs: Ethik Grundkurs 13, Gymnasium Gerabronn

Anwesende: fünf Schüler/innen, eine Lehrerin

Gliederung:

  • Goldene Regel
    Projekt Weltethos
    Was würdest DU tun?

Goldene Regel

„Was du nicht willst das man dir tut, dass füg auch keinem andern zu.“

Die „Goldene Regel“ findet man in allen großen Religionen.

Goldene Regel bei Hobs und Kant:
Hobs: „Der Mensch ist des Menschen Wolf“; die goldene Regel führt nach Auffassung von Hobs zu einem ethischen Egoismus
Kant: Unterschied zum kathegorischen Imperativ:
Die Prüfung der Maximen ist universeller als die Prüfung der „Goldenen Regel“. Kant betrachtet beim kathegorischen Imperativ nur die Motive die zu einer Handlung führen, die goldene Regel betrachtet dagegen nur die Folgen einer Handlung.

Projekt Weltethos

Weltethos = Das Minimum an Normen die das Leben in der Gemeinschaft ermöglichen. Beruht auf der „Goldenen Regel“.
Erklärtes Ziel des Weltethos: Frieden zu schaffen

Hans Küng
Hans Küng ist der Begründer des „Projekt Weltethos“

Biografische Daten:

– *19.03.1928 in der Schweiz
– Theologie- und Philosiphiestudium in Rom → Promotion in Paris
– 1954 Priesterweihe
– 1970 Beginn des Streits mit der katholischen Kirche (will die Kirche verändern)
– 18.12.1979 Beschluss zum Entzug der kirchlichen Lehrerlaubnis → Entzug bis heute

Grundüberzeugungen:

  • Kein Frieden unter den Nationen ohne Frieden unter den Religionen
  • Kein Frieden unter den Religionen ohne Dialog zwischen den Religionen
  • Kein Dialog zwischen den Religionen ohne Grundlagenforschung in den Religionen

4 Weisungen:

  • Verpflichtung zur Gewaltlosigkeit und Ehrfurcht vor dem Leben
  • Verpflichtung auf Kultur der Solidarität und gerechte Wirtschaftsordnung
  • Verpflichtung zur Tolleranz und Leben im Wahrhaftigen
  • Verpflichtung zur Kultur von Gleichberechtigung und Gleichberechtigung von Mann und Frau

Kritik

  • für Atheisten ist der Weltethos nicht bindend, da er auf der goldenen Regel beruht, die wiederum von den verschiedenen Religionen abgeleitet ist.
  • man hält sich nicht immer an die „Goldene Regel“
  • Gegensätze zwischen den Religionen sind zu groß. Der Minimalkonsenz ist mit Verlust von Riten… verbunden, keine Religion gibt diese allerdings gerne auf
  • ist eine sehr stark westliche Sicht. Wir überlegen als Subjekt sehr stark westlich

Was würdest DU tun?

Dazu haben wir ein kleines Spiel gemacht. Auf Karten war jeweils eine Situation vorgegeben sowie drei
Möglichkeiten zu handeln. Wir mussten entscheiden wie wir in dieser Situation vorgehen würden. Unsere Antwort
schrieben wir auf einen Zettel und legten sie alle auf einen Tisch. Bevor die Zettel geöffnet wurden musste jeder für sich tippen wie die restlichen Schüler reagieren würden. Für jede richtige Antworg gab es am Ende jeder Runde Punkte. Es ging darum die Mitschüler richtig einzuschätzen. Gleichzeitig konnte man durch die Antwortmöglichkeiten erfahren, ob man eher dem dem Weltethos entsprechend oder eher dagegen handeln würde.

→ Unser Ergebnis war, dass wir meist die zweitbeste Variante zu handeln gewählt haben.

März 13

Protokoll vom 27.02.2013

Kurs: Ethik Grundkurs 13, Gymnasium Gerabronn

Anwesende: sechs Schüler/innen, eine Lehrerin

Protokollant: fischerpatrick

Thematik: Feuerbach und Marx

Als Einstieg wurden uns Ausschnitte aus dem Bild „Eisenwalzwerk“ (1875) von Adolf Menzel gezeigt und wir analysierten die Stimmung des Bildes (erschöpft, leblos, arm, …) sowie was den Menschen Mut machen könnte (Hoffnung auf Unterstützung (Religion), Industrialisierung (optimistische Grundstimmung im 19.Jh)).
Entgegen dieser Hoffnung stand der Kapitalismus (2 Klassengesellschaft) und die drei Kränkungen der Menschheit (1. Erde ist nicht Mittelpunkt des Weltalls, 2. Mensch ist aus der Tierreihe hervorgegangen, 3. Beobachtung Freud´s: dass ein Teil des eigenen Seelenlebens sich der Kenntnis und der Herrschaft des Willens entzieht)

Feuerbach Marx (aus Text „Opium fürs Volk“)
Ersetzung von Theologie Anthropologie (Theorie) Revolution: materielle Bedinungen verändern das Bewusstsein
Sicht des Menschen Mensch als Einzelner (Individuum) Kein abstraktes ausser der Welt lebendes Wesen; Zusammenschluss aus Mensch, Gesellschaft und Staat
Ursachen von Religion Sehnsüchte des Menschen–> Mensch macht Religion Religion ist das Selbstbewusstsein des Menschen; Mensch macht Religion;  Selbstauferlegte Entmündigung durch Religion –> der Mensch betäubt (Opium) und schafft sich dadurch eine Illusion
Religiöse Entfremdung Selbstentfremdung als Resultat der Projektion Religion ist ein verkehrtes Weltbewusstsein; Mit Religion findet man nur illusorisches Glück
Konsequenzen der Religionskritik Abschaffung Gottes, damit der Mensch sich selbst das höchste Wesen ist Die Religion ist nur die illusorische Sonne, die sich um den Menschen bewegt, solange er sich nicht um sich selbst bewegt.
März 1

Protokoll vom 21.02.2013

Kurs: Ethik Grundkurs, Gymnasium Gerabronn

Anwesende: acht Schüler/innen, eine Lehrerin

Protokollant: J.A.

Gliederung:

  1. „Der tolle Mensch“ (Friedrich Nietzsche)
  2. Standbilder
  3. Sklaven- und Herrenmoral

1. Der tolle Mensch

Zu Beginn las uns Fr. Schütze den Text „Der tolle Mensch“ von Friedrich Nietzsche vor. Im Anschluss daran versuchten wir, den in Abschnitte unterteilten Text bzw. einzelne Zitate zu deuten:

Textabschnitt/Zitat Deutung
Z.1+2″… der am hellen Vormittag eine Laterne anzündete …“; „Ich suche Gott! Ich suche Gott!“ Paradox: zündet eine Laterne am Tag anMarkt: Versammlungsort der „Zeitgemäßen“Laterne: Aufmerksamkeit, Hilfe bei Suchenaiv: sucht etwas, das nie gefunden wurde
Z. 2-4″… welche nicht an Gott glaubten …“ Atheisten und Wissenschaftler seiner Zeit erkennen Zeichenhandlung nicht
Z. 4-6″… so schrien und lachten sie durcheinander.“ Spott: nehmen Metaphern wörtlich, verstehen den Sinn dahinter nicht
Z. 8-10″Wir haben ihn getötet …“ die Tat -Zerstörung der Lebensgrundlagen, Negation des bisherigen Weltbilds
Z. 11-17″… unendliches Nichts „“ Gott ist tot! Gott bleibt tot! Und wir haben ihn getötet!“ Resultat -Verlust der Orientierung–> NIHILISMUS: Abwesenheit eines Wertmaßstabs für das Handeln, Tötung Gottes –> Verlust Sinngebungsinstanzen und Geborgenheit, macht Angst
Z. 17-20″ Wie trösten wir uns…““ Welche Sühnefeiern, welche heiligen Spiele werden wir erfinden müssen?“ Konsequenzen -Frage nach Gottersatz, Verantwortung des Fortlaufs liegt beim Mensch, alte Werte werden durch neue ersetzt
Z. 20-22″Müssen wir nicht selbst zu Göttern werden ..“ Fazit -Neubeginn, Leben muss selbst in die Hand genommen werden, man soll sich nicht übergeordneten Instanzen unterwerfen
Z. 25-34″Ich bin noch nicht an der Zeit“ Resignation -es wird noch lange dauern, bis die Menschen ihre Tat erkennen

2. Standbilder

Im Folgenden teilten wir uns in zwei Gruppen auf und überlegten uns Standbilder zu selbst ausgewählten Zitaten aus Nietzsches Text. Anschließend stellten wir uns diese gegenseitig vor.

3. Sklaven- und Herrenmoral

Danach bearbeiteten wir in Partnerarbeit zwei weitere Texte von Nietzsche, zum Einen die „Vision vom Übermenschen“, und zum Anderen den „Ursprung der Moral.

Die Vision vom Übermenschen:

  • moderner Mensch als `Übergangserscheinung` vom Tier zum Übermenschen: hält sich selbst in einem moralischen Käfig
  • Sinn der menschlichen Existenz -> Weiterentwicklung (wird durch religiöse Abhängigkeit behindert); Mensch muss sein Leben selbst in die Hand nehmen, Übermensch sei in der Lage, ohne Moral zu leben

Der Ursprung der Moral:

  • früher: führende Schicht als `gut`, darunterliegende/beherrschte Schicht als `schlecht`
  • durch geschichtliche Entwicklung -> „Sklavenaufstand der Moral“, Werte werden umgewertet

 

 

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