Mai 25

Anregung zum Philosophieren: Menschenrecht auf Glück?

Sollte es ein Menschenrecht auf persönliches Glück geben? Wie könnte es charakterisiert werden? Wie könnte man es umsetzen? Brauchen wir ein Ministerium für Glück und Wohlbefinden?

Sollte es vielleicht sogar ein Schulfach „Glück“ geben? Was könnten Lerninhalte sein?

blumen

(Blumenstrauß, selbst fotografiert)

(Anmerkung: es gibt an einer Heidelberger Schule das Schulfach Glück. Das muss uns aber nicht abhalten, selbst darüber nachzudenken, was darin gelernt werden soll.)

Mai 25

Lieber Ethikkurs,

nachdem ich das Weblog erfolgreich umgezogen habe, müsst ihr euch vor dem Anmelden ein neues Passwort zuschicken lassen. (auf der Anmeldeseite auf „Passwort vergessen“ klicken) Datenschützerisch wäre es auch eher seltsam, wenn ich eure Passwörter hätte mit umziehen dürfen. Die Benutzernamen sind alle gleich, der aktuelle Ethikkurs hat Schreibrechte – alles wie vorher.

Denkt an eure Blogbeiträge und Kommentare!!!

(Wer von den älteren Ethikkursen weiter mitschreiben möchte, schreibe mir bitte eine kurze Nachricht, ich richte euch sehr gern wieder als Autoren ein!)

Mai 24

Digitale Medien- Fluch oder Segen?

Smartphone, Computer, Internet und E-Book, jeder kennt diese „digitalen“ oder auch „neuen“ Medien und es gibt kaum mehr Menschen, die sie nicht benutzen. Bei vielen sind sie nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken, da sie unser Leben in vielen Situationen erheblich erleichtern und eine große Hilfe sein können. Doch sind sie nur eine Hilfe mit ausschließlich positiven Auswirkungen oder gibt es auch negative Folgen durch diese Art der Mediennutzung?

Um sich mit dem Thema vertraut zu machen und sich über die oft negativen Folgen von Mediennutzung zu informieren, kann es hilfreich sein das Buch „Digitale Demenz“ zu lesen.

Von Foto: Udo Grimberg, Lizenz: CC-BY-SA 3.0 DE, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=19930956
Von Foto: Udo Grimberg, Lizenz: CC-BY-SA 3.0 DE, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=19930956

Geschrieben wurde es von dem Hirnforscher und Psychologen Manfred Spitzer, der eine eher kritische Einstellung zum Thema „Digitale Medien“ hat. Für ihn steht fest, dass Medien bei zu langem und häufigem Gebrauch einen negativen Einfluss auf die Gehirnentwicklung, vor allem bei Kindern haben.

Auch zum Lernen, wie fälschlicherweise häufig vermutet, sind digitale Medien, wie Computer oder Internet wenig geeignet, da sie geistige Arbeit abnehmen. Richtig lernen und Dinge vertiefen kann man aber nur, indem man geistig arbeitet. Das heißt, über bestimmte Sachverhalte nachdenkt, wichtige Informationen herausfiltert und von Hand zusammen schreibt und nicht nur schnell den Artikel in eine Power-Point Präsentation kopiert oder überfliegt. Klar, das geht wesentlich schneller. Unser geistiges Potenzial jedoch wird kaum genutzt und unser Wissen bleibt oberflächlich.

Hier kommt auch die sogenannte „Digitale Demenz“ ins Spiel. Die Medien und vor allem das Internet verleiten und zu Multitasking, welches sich darin äußert, dass wir eine E-Mail beantworten, eine Tabelle erstellen und nebenbei noch wichtige Informationen für eine Präsentation suchen. Mehr als einen Bedeutungsstrang können wir aber nachweislich nicht bewusst verfolgen (nein, auch als Frau leider nicht :D) und trainieren und deshalb eine Aufmerksamkeitsstörung an. Dadurch, dass die Informationstiefe vernachlässigt wird, nimmt auch die Gehirnstruktur ab. Dies führt langfristig zu Demenz.

Eine andere Gefahr der Mediennutzung besteht darin, dass wir Medien zu lange und zu häufig verwenden. Die Folge ist, dass unsere realen sozialen Beziehungen und Betätigungen in den Hintergrund gedrängt werden, was wiederum auf lange Sicht zu Vereinsamung und Depressionen führen kann. Auch sinkende schulische Leistungen oder Suchtzustände können auftreten.

Ein weiteres Problem im Netz ist der „gläserne Mensch“. Im Internet ist es fast unmöglich anonym zu bleiben. So gut wie  jede Handlung oder Information, die einmal gepostet oder preisgegeben wurde wird gespeichert. Schauen wir uns beispielsweise in einem Internetshop Schuhe an, erscheint kurze zeit später am Bildschirmrand Werbung von vergleichbaren Schuhen.

Als letzte große Gefahr möchte ich auf die Medienmanipulation aufmerksam machen, dies kann generell bei allen Arten von Medien auftreten. Medien können uns durch einseitige Berichterstattung, Musik oder durch die Wortwahl stark beeinflussen und uns schlimmstenfalls ein falsches Realitätsbild vermitteln.

Nichtsdestotrotz gibt es natürlich auch positive Aspekte beim Thema Mediennutzung.

Dank der Medien können wir uns jederzeit und unabhängig vom Standort informieren, zum Beispiel im Wohnzimmersessel weltpolitische Nachrichten verfolgen. So helfen uns die Medien bei der Meinungsbildung.

Außerdem ist es dank der Medien und den sozialen Netzwerken viel leichter mit Menschen auf der ganzen Welt in Kontakt zu bleiben.

Ein anderer sehr wichtiger Punkt ist die Kontrollfunktion, welche die Medien gegenüber der Politik und den Politikern haben, da beispielsweise im Internet viel über Politiker veröffentlicht wird oder Dinge, die eigentlich geheim bleiben sollten publik gemacht werden.

Meiner Meinung nach können Medien sowohl Fluch als auch Segen sein. Bei richtiger und geringer zeitlichen Nutzung könne sie unser Leben auf jeden Fall erleichtern, bereichern und unseren Horizont erweitern.

Trotzdem sollte man alle Informationen hinterfragen, verschiedene Quellen vergleichen und sich nicht aus seinem sozialen Umfeld zurückziehen.

Was denkt ihr über die Mediennutzung? Könntet ihr euch ein Leben ohne (digitale) Medien vorstellen? Seht ihr die gleichen Gefahren wie Manfred Spitzer und habt ihr in eurem Umfeld vielleicht sogar Menschen die auffällig oft Medien nutzen? Oder ist diese ganze Diskussion für euch viel zu übertrieben dargestellt und alles völlig unbedenklich?

 

Mai 8

Anregung zum Philosophieren: Man weiß ja nie!

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Quelle: Eva Strittmatter: Gedichte / selbst fotografiert

Man weiß ja nie! Was meint ihr? Sollte man sich nur über belangloses unterhalten / schreiben? Wer entscheidet, was belanglos ist? Sollte man immer genau aufpassen, was man von sich gibt? Haben die Enthüllungen von Edward Snowden Auswirkungen gezeigt?

Welche Konsequenzen könnte unbedachtes Äußern haben, welche Konsequenzen haben Gedanken, die Anecken oder die rebellisch sind? Macht es einen Unterschied, ob es um analoge oder digitale Äußerungen geht?

Wie könnte sie aussehen, diese poetische Meteorologie? Ist heutzutage dieses „übers Wetter reden“ noch eine Floskel für Smalltalk oder kommt man dabei auch schon auf schwieriges Terrain (Klimawandel, etc.)?

Mai 4

Gibt’s da noch was? Ein Leben nach dem Tod

Reinkarnation, Leben im Himmel oder in der Hölle, Unsterblichkeit der Seele, was passiert nach dem Tod?

Es gibt viele verschiedene Theorien zu Leben nach dem Tod, aber Sicherheit gibt es nicht. Gerade wegen dieser Unsicherheit haben die meisten Menschen Angst vor dem Tod, aber muss man das überhaupt?

Die Frage nach einem Leben nach dem Tod ist ein Thema, über das schon immer nachgedacht, bis heute aber keine Antwort gefunden wurde. Manche Menschen lehnen den Gedanken an ein Leben nach dem Tod vollständig ab, andere jedoch glauben an die Unsterblichkeit der Seele.

Für manche Menschen ist das irdische Leben eine Art Probe, wenn man sie besteht, kommt man in den Himmel, wenn nicht, in die Hölle. Die Menschen, die an diese Theorie glauben, versuchen, ein anständiges Leben zu führen und verzichten somit auch auf viele Dinge, die einem beim Tod schlecht angerechnet werden. Der Glaube an ein himmlisches Leben nach dem Tod nimmt einem vielleicht auch die Angst vor dem Tod, da die Seele weiterlebt und unsterblich wird.

Andere wiederum glauben an Wiedergeburt (=Reinkarnation). Die Seele lebt nach dem Tod in einem anderen Menschen weiter und ist somit auch unsterblich.

Eine relativ neue Theorie von dem Autor Robert Lanza ist der Biozentrismus. Dieser bedeutet, dass das Bewusstsein das Universum schafft und nicht andersherum. Zeit, Raum und auch der Tod sind nur Einbildungen des Bewusstseins, da sich der Mensch zu sehr mit seinem Körper identifiziert. Der Mensch denkt, dass er (Bewusstsein) mit seinem Körper sterben wird, da er davon ausgeht, dass das Bewusstsein an das Gehirn gekettet ist. Irgendwann wird jeder seinen Körper ablegen und in einer Parallelwelt weiterleben. Es existieren also noch anderen Universen, in denen das Bewusstsein weiterlebt, wenn der Körper in unserer Welt gestorben ist. Eine Reise durch mehrere Welten ist unendlich fortzusetzen.

Ich weiß nicht genau, woran ich glauben soll. Aber ich denke, dass man nie Sicherheit bekommen kann, was wirklich passiert, wenn man stirbt. Trotzdem wird der Mensch nie aufhören, zu forschen, da man etwas braucht, woran man glaubt, um nicht verrückt zu werden.

Tröstlich ist der Gedanke, dass ein Teil der Persönlichkeit weiter existiert, ob durch Wiedergeburt, Weiterexistenz des Bewusstseins oder Leben im Himmel. Jedem ist selbst überlassen, woran er glauben möchte. Ein Stück weit beeinflusst der Glauben aber auch, wie man sein Leben lebt.

Was denkt ihr, passiert, wenn man stirbt? Und was ist danach?

Mai 1

Anregung zum Philosophieren: Zeit

Sie sah die Zeit; jetzt versuchte sie, die Zeit zu verstehen. Sie füllte Hefte mit ihren Fragen und Beobachtungen. Existierte die Zeit unabhängig, in der physischen Welt, oder nur in der Vorstellung? Wurde sie nur von Menschen wahrgenommen? Was ließ manche Momente zu Stunden anschwellen und manche Jahre zu Tagen schrumpfen? Hatten Tiere ein Empfinden für das Vergehen der Zeit, wenn sie einen Gefährten verloren oder ihre Beute töteten?

aus: Jhumpa Lahiri „Das Tiefland“, Rowohlt Taschenbuch, 2014, S. 232.