März 8

Protokoll Montag 06.03.2017

Protokoll Montag 06.03.2017

Referentin: Sü

Alle Schüler sind anwesend

Verfasser: Glück


Gliederung der Doppelstunde:

  • Organisatorisches
  • Tierrechte (Peter Singer)
  • Talkshow: „Wer hat ein Recht auf Leben?“

Thesen und ethische Folgerungen zu Thema Tierrecht nach Peter Singer:

  • wer leiden kann, kann ein Interesse haben -> Recht auf Berücksichtigung der Interessen
  • jedes Leiden zählt gleich -> Leid muss verhindert werden
  • Die Grenze der Empfindungsfähigkeit ist die einzige sinnvolle Grenze der Rücksicht auf das Interesse anderer

Allgemeine Kritik an Peter Singer:

  • an der Aussage Singers: Behinderte und Säuglinge seien nicht lebensfähig

-> sie haben auch Potential

-> durch die Aussage werden ihnen Rechte abgesprochen


Die restliche Zeit der Doppelstunde haben wir uns die Talkshow „Menschen bei Maischberger“ mit dem Thema „Wer hat ein Recht auf Leben?“ angesehen. Wir hatten dazu die Aufgaben die Standpunkte und Argumente der Personen herrauszuschreiben.

Gäste der Talkshow:

  1. Prof. Peter Singer – umstrittener Philosoph und Ethiker
  2. Simone Guido – Pflegemutter von Tim (sog. Oldenburger-Baby, überlebte Abtreibung, leidet an Down-Syndrom)
  3. Claudio Kürten – aufgrund eines Motoradunfalls querschnittsgelähmt
  4. Dr. Michael de Ridder – Mediziner, plädiert für Sterbehilfe im Ausnahmefall
  5. Christa Nickels – Krankeschwester, Politikerin (Bündnis 90/Die Grünen)

Standpunkte der Personen:

Peter Singer:

Nach ihm hat derjenige ein Recht auf Leben, der Selbsterkenntnis hat, einen Willen zu Leben bekundigt und Bewusstsein über Vergangenheit und Zukunft besitzt. Zudem muss er selbst entscheiden ob er leben möchte. Er hält es für ethisch richtig aktive Sterbehilfe z.B. bei Baby mit offenem Rücken zu praktizieren. Da sie ohnenhin, meist an an Infektionen sterben und so Leiden müssen.
Im Fall von Tim (siehe oben), findet er, dass die Ärtzte dafür hätten sorgen müssen das er stirbt, da die Eltern über das Leben zu entscheiden haben. Trotzdem freue er sich, dass es Tim jetz gut geht. Aber er sagt, ein Kleinkind hat noch kein Recht auf Leben. Dies sei aber nicht so zu verstehen, dass sein Leben nichts wert sei, er habe nur kein Recht darauf.
Zudem vertritt er die Meinung, dass Menschen an sich keinen besonderen Wert ggü. Tieren haben, nur weil sie der Spezies Mensch angehören, sondern das es auf die Fähigkeiten ankomme.
Wenn es zur Entscheidung über lebenswertes Leben kommt, ist laut ihm das Leiden des Betroffenen ausschlaggebend und im Fall einer Abtreibung vorallem die Wünsche der Eltern.
Singer meint auch das man Geld besser zur Hilfe vieler einsetzten solle als für die Pflege eines Einzelnen. Trotzdem muss er eingestehen, dass er im Falle seiner Mutter auch nicht so gehandelt hat, sonder viel Geld in deren Pflege steckte.
Er hält es für einen Täuschung, wenn man sagt, dass wir nie Leben bewerten würden. Als Beispiel führt er an, dass Hirntote für Tod erklärt werden, damit man ihre Organe verwerten kann.

Simone Guido:

Guido erzählt über das Leben ihres Pflegesohnes. Sie hält es für absolut lebenswert und berichtet davon, dass Tim immer für sein Leben gekämpft habe, glücklich sei und viel Lebensfreude versprühe.
Ihrer Meinung nach sollten schwangere Frauen und Mutter viel mehr Beratung und Aufklärung bekommen, gerade wenn ihr Kind eine schwere Diagnose bekommt.

Claudio Kürten:

Er verweißt darauf, dass das Thema Abwertung von Leben sehr sensibel zu behandeln sei, besonders aufgrund der Verbrechen unter dem Nazi-Regime.
Beanstandet, dass ihm die Fähigkeit zum Mitgefühl eines Menschen in Singers These über das Recht auf Leben fehlt.
Ihm stellt sich die Frage ob man Leben überhaupt bewerten und klassifizieren darf bzw. sollte.
Er selbst plädiert für ein bedingungsloses „Ja“ zum Leben und meint, man müsse die beste Unterstützung für werdendes Leben bieten und gute Rahmenbedingungen schaffen. So soll einKind das werden können, was es selbst möchte.
Er setzt Singers Bedingung, dass man Bewusstsein über die Zeit haben muss entgegen, die schönsten Momente seien doch jene, in denen die Zeit stillsteht und man sie vergisst.

Michael de Ridder:

de Ridder hält Singers Aussagen über das Recht auf leben für anmaßend, er vertritt die Meinung, dass Menschen nicht über die Würde und das Lebensrecht eines anderen zu entscheiden haben. So soll auch ein Selektionsgedanke verhindert werden.
Seiner Ansicht nach hat ein Artzt eine Anwaltschaft einem geborenen Kind gegenüber und muss sich (wie in Tims Fall) darum kümmern.
Im Fall der aktiven Sterbehilfe ist für ihn der Wille des Patienten entscheidend und bindet den Arzt. Allerdings muss der Patient vorher umfassend und über alle Alternativen aufgeklärt worden sein.

Christa Nickels:

Laut ihr hat jeder Mensch die gleiche Würde, unabhängig von allen anderen Umständen.
Sie weißt darauf hin, das Abtreibung in Deutschland nach wie vor nicht erlaubt sondern rechtswidrig ist, sie aber straffrei durchgeführt werden kann. In einer Abtreibung sieht sie das Versagen der Gesellschaft, da diese alles dafür tun sollte der Mutter und dem Kind eine gute Zukunft zu ermöglichen und bei Hinderungsgründen helfen einspringen sollte.
Ihr ist es wichtig, dass ungeborenes Leben nicht abgewertet wird sondern, dass die Frauen mehr unterstützt werden.
Nickels hält es für falsch, dass es zum Thema Abtreibung/Spätabtreibung kaum öffentliche Disskusionen gibt. Ihrer Meinung nach sollte sich eine Expertenkomission mit Spätabtreibungen auseinandersetzten und Lösungen, vor allem im Bereich Beratung anbieten.

März 6

Protokoll vom 06.03.17

Gymnasium Gerabronn, Ethikkurs 2015-2017

Stundenprotokoll vom 06.03.2017, Doppelstunde ( 7:45 -9:20)

Referentin: Sü

Anwesende: 17 Schüler

Verfasser des Protokolls:  emva98

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Gliederung

  1. GFS – Frauenbeschneidung
  2. Ethik in den Weltreligionen

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GFS – Frauenbeschneidung

Gliederung

  1. Wüstenblume – Waris Dirie
  2. Ursprung
  3. Frauenbeschneidung weltweit
  4. Durchführung
  5. Arten der Frauenbeschneidung
  6. Gründe
  7. Folgen
  8. Bekämpfung
  9. Quellen

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1.Wüstenblume – Waris Dirie und Cathleen Miller (nach wahrer Begebenheit)

Das Nomadenmädchen Waris Dirie wurde 1965 in Somalia geboren. Als Waris fünf war, ließ die Mutter sie beschneiden. Neun Jahre später floh sie vor einer Zwangsheirat zu Verwandten nach Mogadischu. Als einer ihrer Onkel somalischer Botschafter in London wurde, überredete Waris ihn, sie als Hausmädchen mitzunehmen. Nach vier Jahren kehrte der Onkel mit seiner Familie nach Somalia zurück, aber Waris Dirie blieb in London und machte als Model Karriere.

1997 beschloss Waris Dirie, ihre genitale Verstümmelung nicht länger zu verheimlichen, sondern ihre Bekanntheit zu nutzen, um die Beschneidung von Mädchen zu bekämpfen.

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2. Ursprung

  • keine genauen Beweise
  • bereits in der Antike durchgeführt
  • in manchen Kulturen ein Oberschichtsmerkmal oder ein Zeichen für Versklavung und Unterwerfung
  • wahrscheinlicher Ursprung = Ägypten (Verbreitung vermutlich bis zu den arabischen Stämmen)

Jede Person hat eine weibliche und männliche  „ Seele“ :

– weibliche Seele bei Männern = Vorhaut

– männliche Seele bei Frauen = Klitoris

Um in die Gesellschaft aufgenommen zu werden muss jede Person sich von seiner männlichen bzw. weiblichen Seele entledigen (= Entfernung der Vorhaut bzw. der Klitoris)

Islam

  •  keine Stelle im Koran, die die Frauenbeschneidung vorschreibt
  • Frauenbeschneidung = kulturübergreifendes Ritual

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3. Frauenbeschneidung weltweit

Täglich sind es 6000 Mädchen, im Jahr ca. 2 Millionen.

Die weibliche Genitalverstümmelung findet bis heute in einigen Ländern, vor allem in Zentralafrika, immer noch statt.

 

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4. Durchführung

  • 4-8 Jahre alte Mädchen
  • oft wird ein „Fest“ versprochen, bei der sie zu einer Frau werden
  • Beschneiderinnen = Hebammen, alte Frauen, Zigeunerinnen
  • ohne Betäubung
  • Werkzeuge (nicht steril) : Messer, Glasscherben, Dosendeckel, Rasierklingen und Dornen zum Zunähen der Wunde

 

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5. Arten

Typ I = Klitorisdektomie

Typ II = Exzision

  • Introzision (Erweiterung der Exzision) = zusätzliche Ausschabung von Haut und Gewebe aus der Vagina

Typ III = Pharaonische Beschneidung / Infibulation

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6. Gründe

  • normale Vagina = hässlich und unrein
  • Beweis für die Jungfräulichkeit
  • Frauen sollen kein sexuelles Verlangen haben – Befriedigung wird eingeschränkt, da sie sonst als „schlecht“ gelten
  • beschnittene Frau = vollwertige Frau
  • unbeschnittene Frau = heiratsunfähig

Schon im alten Ägypten konnten Mädchen nicht heiraten, Eigentum erben oder eine Moschee betreten, wenn sie nicht beschnitten waren.

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7. Folgen

Während der Beschneidung:

  • starke Schmerzen, da ohne Betäubung
  • Verletzung der Harnröhre -> Harnwegsinfektionen
  • Übertragung von Krankheiten
  • Tod

Nach der Beschneidung:

  • chronische Entzündungen
  • Inkontinenz ( Blase/Darm schwächeln -> keine Kontrolle über Ausscheidungen)
  • Sterilität

weitere Folgen der Infibulation:

  • starke Regelschmerzen
  • langdauerndes Urinieren
  • schmerzhafter Geschlechtsverkehr = sexuell abgeneigt
  • Komplikationen bei der Geburt -> Ärzte bevorzugen

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8.Bekämpfung

UNICEF= 1946 gegründete Weltkinderhilfswerk

  • durch Spenden organisieren sie Grundbildungskurse, leisten Überzeugungsarbeit und verbreiten ihre Arbeit auf der ganzen Welt
  • Erfolg bereits in 5434 Dörfern  (erstmals in Senegal)

„Ich habe viel über Gesundheitsfürsorge gelernt. Ohne dies hätte ich niemals aufgehört. Die Tradition war schlecht. Aber wir wussten es nicht.“ – ehemalige Beschneiderin, Ourèye Sall

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9. Quellen

  • https://www.welt.de/politik/ausland/article4554517/So-brutal-werden-Frauen-verstuemmelt.html
  • http://www.petraschuster.de/bewegendes/frauen_beschneidung.shtml
  • https://www.unicef.de/informieren/projekte/afrika-2244/senegal-4232/maedchenbeschneidung/13640

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2 Ethik in den Weltreligionen

In der zweiten Hälfte der Doppelstunde haben wir uns mit dem Thema Ethik in den Weltreligionen beschäftigt.  Folgende Fragen sollten innerhalb der Gruppen, die sich jeweils mit einer Weltreligion beschäftigt haben, mithilfe von Büchern bearbeitet werden.

  • Welche Vorschriften gibt es?
  • Wer legt diese fest?
  • Welche Sanktionen liegen vor?
  • Wie hängen diesseitiges und jenseitiges Leben zusammen?

Die Auswertungen finden in der nächsten Doppelstunde am Montag, den 13.03.17 statt.

 

 

März 5

Protokoll für den 20. Februar 2017

Stundenprotokoll vom 20.02.17, 9:40-11:15

Verfasser: Mitgefuehl

Gliederung:

1. Gedankenspiel „Heißer Sommer“

2. Regel- und Handlungsutilitarismus

3. Präferenz-Utilitarismus nach Peter Sieger

 

1. Der Grundgedanke war, dass es einen heißen Sommer wie schon lange nicht mehr gibt, mit immer über 30°C und nahezu unabsehbar lange. Alle Freibäder wurden wegen Wasserknappheit bereits geschlossen und jetzt stellt sich die Frage ob ich nicht meines wieder eröffnen sollte, denn ich könnte so viel Geld verdienen und wenn nur eins wieder eröffnet ist ja noch genug Wasser da.

Pro:

  • viel Profit
  • besser mache Ich es, als irgendjemand anders
  • man kann die Wasserreserven ja später irgendwann wieder füllen

Contra:

  • besser als Trinkwasser nutzen
  • lieber Landwirtschaft versorgen
  • wenn es alle täten wäre kein Wasser mehr da

Utilitaristisch: je nachdem ob mehr Glück oder mehr Leid hervorgerufen wird

2.

Regelutilitarismus:

Hierbei spielt die Regel eine zentrale Rolle für die Moral. Das bedeutet dass eine moralische Entscheidung hier zuerst einer bestimmten Regel folgen muss, auch wenn andere Handlungsalternativen eventuell bessere Folgen hätten. Allerdings sind die zu beachtenden Regen so zu wählen, dass sie die besten Folgen hervor bringt. Hier stellt man sich also die Frage: „Welche Regel ist am nützlichsten?“ was ebenfalls aussagt dass die Nützlichkeit hier trotzdem noch das höchste Prinzip ist.          ⇒ Welche Regel für eine Handlung erzeugt den größten Nutzen?

Handlungsutilitarismus:

Beim Handlungsutilitarismus wird unmittelbar nach dem Prinzip der Nützlichkeit entschieden. Das bedeutet man überlegt welche Handlung das meiste Positive gegenüber der schlechten Konsequenzen hervorbringen kann.   ⇒ Welche Handlung hat den größten Nutzen für alle?

zu 1. 

Nach dem Handlungsutilitarismus sollte man sein Freibad wieder eröffnen, aber nach dem Regelutilitarismus (mit der Regel „Kein Trinkwasser sollte verschwendet werden“) muss es geschlossen bleiben.

3. 

  1.         Nach dem Prinzip der Interessenabwägung muss das eigene Interesse auf alle ausgeweitet werden und ob es gut oder schlecht ist wird                   immer neutral abgewägt, ganz egal von wem dieses Interesse kommt.                                                                                                                                                      Ethische Folgerung:  jedes Interesse muss gleich behandelt werden.
  2. Person: Eine Person ist jeder, der die Indikatoren des Menschseins (Selbstbewusstsein, Selbstkontrolle, Sinn für Zukunft, Sinn für Vergangenheit, die Fähigkeit Beziehungen zu knüpfen, sich um andere kümmern, Kommunikation und Neugier) erfüllt. ≠biologische Def.                   Ethische Folgerung: keine Menschenwürde für alle Menschen sonder für alle Personen                                                                                   Recht und Unrecht des Tötens: Wenn eine Person nicht an die Zukunft denken kann, also nicht entscheiden kann ob sie weiterleben will darf diese getötet werden.                                                                                                                                                                                                                               Ethische Folgerung: Verneinung der Lebensinteressen von geistig Benachteiligten, Hirntoten, …
  3. effektiver Altruismus: Hierbei hat jedes Leben den gleichen Wert und alle Menschen sollen selbstlos handeln, was bedeutet dass man alles was man nicht für die Grundlebensbedingungen benötigt, den anderen geben sollte die zu wenig Geld haben. Man muss immer nachdenken wo mit dem Geld der größte Nutzen erreicht werden kann (möglichst viele Leben retten).                                                                                                           Ethische Folgerung: Man sollte Geld sparen und sich seiner Ansprüche klar werden um möglichst viel spenden zu können.