Juni 17

Religion, nur ein Konfliktauslöser?

Mit der aktuellen Situation, dass der IS, eine radikal- islamistische Organisation, eine große Bedrohung darstellt, kommt immer öfter die Frage zum tragen, ob Religion nur einen Konflikt mit sich führt und es besser ohne sie wäre.

Um das zu klären, muss zuerst klar sein was dabei zum Konflikt führt und dafür wiederum, muss geklärt werden was als Religion angesehen wird.

„Religion ist ein Sammelbegriff für eine Vielzahl unterschiedlicher Weltanschauungen, deren Grundlage der jeweilige Glaube an bestimmte transzendente ist (https://de.wikipedia.org/wiki/Religion)

Das bedeutet, dass jeder voneinander abweichende Glaube insofern einer anderen Religion angehört. Da sich Menschen allerdings an vorhergehenden Traditionen orientieren werden Religionen weitervererbt, dass die verschiedenen Religionen in sich relativ einstimmig sind, sprich, dass eine Religion nicht in endlos viele Splittergruppen geteilt wird. Da es allerdings Veränderungen gibt/gab,  entstehen aus den alten Religionen neue heraus, wie zum Beispiel das Christentum, das sich auf dem Judentum aufgebaut hatte.

Daraus lässt sich schließen, dass eine andere Weltanschauung, ein anderer Glaube, sich eigentlich in eine andere Religion einordnet, egal ob sich diese Person zu einer anderen bekennt.

Ein etwas älteres Beispiel: Die alten Kreuzzüge des Mittelalters, die dem fünften Gebot der Christen widersprechen, sind so als eigentlich „nicht christlich“ einzuordnen. Wer nun schuld daran hatte, dass diese dennoch in dem christlichen Bekenntnis ausgeführt wurden ist hier die Frage. Zum einen sind da diejenigen, die als Kreuzritter auszogen, zum anderen auch das christliche Oberhaupt, dass die Legitimation gab. Die ausführenden haben geglaubt, was ihnen gesagt wurde was sie tun sollten, so wie es ihnen ihre Religion bestimmt und der Papst gab den „Befehl“ um gegen den Islam zu kämpfen, der eine Bedrohung für die Kirche darstellte.

Hieraus geht zwar hervor, dass die Religion daran „schuld“ ist, dass der Kreuzzug ausgeführt wurde, da man als „frommer Christ“ dem folgen musste, allerdings wäre es durch das fünfte Gebot, welches ein fundamentaler Teil der katholischen Kirche ist, verboten gewesen. Demnach entsteht ein Konflikt innerhalb der Religion, wobei sich die meisten Menschen oft (leider) die Legitimation heraussuchen, die für sie einen Vorteil bringt und diese dann als Religion benutzen.

Ähnlich ist das auch heute noch mit der aktuellen Lage. Da es allerdings um ein vieles komplizierter ist möchte ich nicht im Detail darauf eingehen. Um auf den Anfang zurückzugreifen, Anhänger des IS adaptierten immer mehr zu Radikalen, wobei sie sich immer noch zum Islam bekennen, wobei innerhalb des Islam dann, wie im obigen Beispiel, ebenfalls ein Konflikt entsteht. Die Auslegungen eines Glaubens, insofern sie zu Brutalität neigen, (es gibt durchaus auch positive) die so zu einer Gefahr für die Sicherheit von Leben wird ist somit die Ursache.

Da Religion eine Weltansicht ist und somit auch eine Auslegungssache, entsteht dabei normalerweise immer ein Konflikt, da wir Menschen nun einmal auf Veränderungen „geeicht“ sind und so immer Auslegungen eines Glaubens entstehen. Sei es wie oben genannt die Legitimation zu Kreuzzügen oder zu Terror-Radikalen-Organisationen usw.

Allerdings muss man auch berücksichtigen, dass Religionen ein Konstrukt menschlicher Natur sind, ob nun eine sich als wahr behaupten sollte oder nicht. Daher ist es sehr wichtig zu klären, dass somit der Mensch, der sich zu einer Religion, bzw. einer Religions-Ausrichtung (Konfession, radikale Splittergruppen) bekennt, der eigentliche Punkt ist, an dem ein Konflikt entsteht. Wir Menschen definieren uns auch, dadurch zu sagen was wir nicht sind. Dadurch grenzt man sich von anderen Religionen ab, was was ein Konfliktfundament bietet.

Zu sagen, dass die Religion schuld ist, um es abzuschließen, ist nur die halbe Wahrheit, denn die Religionsangehörigen sind eigentlich diejenigen, zwischen denen der Konflikt entsteht aufgrund von Auslegungen des eigenen Glaubens oder aufgrund von feindseliger Einstellung zu einer anderen Gemeinschaft.

Religion hat allerdings auf der Kehrseite auch ihre guten Eigenschaften. Sie kann einem Menschen positive Orientierung geben bei der Selbstfindung. Weiterhin kann die Religion viele wichtigen Werte vermitteln, wie zum Beispiel das Recht auf Unversehrtheit oder Grundlegende Sachen, wie den anderen zu behandeln wie sich selbst. Weiterhin kann einem Religion dabei helfen seine eigene Balance zu finden und so sein seelisches Gleichgewicht zu finden. Auch kulturell sind die Religionen/ die Religionsvielfalt sehr wichtig, da so viele verschiedene kulturell wertvolle Einflüsse entstehen.

Religionen sind also, je nach dem wie mit ihr umgegangen wird entweder gut und bereichernd oder negativ und destruktiv sein, woraus ein Konflikt wachsen kann. Es häng dabei stark von den Menschen ab, die ihr angehören!

 

Juni 17

Kann man Soldaten als Mörder bezeichnen?

Dass Soldaten andere Menschen töten ist ja kein Geheimnis und jeder weiß darüber Bescheid. Dennoch würde natürlicherweise niemand darauf kommen einen Soldaten „Mörder“ zu nennen. Wenn man genauer darüber nach denkt wirkt diese Tatsache immer seltsamer. Deshalb muss man erst genau definieren was man unter einem Mörder versteht.

Im Deutschen Strafgesetzbuch steht in §211 Absatz 2 folgende Definition:

Mörder ist, wer

    aus Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechtstriebs, aus Habgier oder sonst aus niedrigen Beweggründen,
    heimtückisch oder grausam oder mit gemeingefährlichen Mitteln oder
    um eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken,

einen Menschen tötet.

https://dejure.org/gesetze/StGB/211.html

Und wenn man sich diese Definition genau durch den Kopf gehen lässt fällt auf dass ein Soldat keinen der genannten Gründe hat und dennoch einen Menschen tötet. Dann stellt sich allerdings die Frage ob es denn somit eine berechtigte Art des Tötens gibt oder ob man Töten niemals ethisch legalisieren kann.

Ich finde dass sich bei Soldaten außerdem nicht unbedingt die Frage stellt, ob es moralisch akzeptabel ist wenn er einen Menschen erschießt, sondern was geschehen würde wenn er ihn nicht erschießt. Eventuell würde dann er selbst erschossen werden. Oder es würden sogar viele andere Soldaten sterben weil dieser Mensch gerade eine Bombe zünden will. Und mit dieser Tatsache dass die Tötung die bessere Alternative ist kann man es ethisch als unter diesen Umständen akzeptabel bewerten obwohl einem Menschen das Leben genommen wurde.

Die meisten Soldaten töten also nicht weil sie Lust dazu haben sondern weil sie sich selbst und ihre Kameraden schützen wollen. Deshalb ist das Töten in einem Kampf bzw. Kriegsfall für mich eigentlich immer Notwehr, da die Folgen von einem Zögern vor dem Abdrücken nicht absehbar sind und man im Zweifelsfall sich selbst opfern würde wenn man den Gegner nicht erschießt.

Soldaten morden also, sind aber für mich trotzdem keine Mörder. Mörder sind für mich nur Menschen die es aus Spaß und ohne irgendeine Rechtfertigung tun und diese Kriterien treffen auf einen Soldaten im Normalfall nicht zu. Bei ihnen ist es also legal andere Menschen zu töten da sie dies unter Anweisung tun und die „Richtigen“ damit treffen.

Seht ihr es genauso wie ich oder findet ihr dass man es nicht rechtfertigen kann wenn man einen Menschen getötet hat, egal wer es war?

Juni 17

Das Unbewusste

Es geht doch jedem manchmal so, dass er morgens aufwacht und sich, sofern man sich noch daran erinnert, fragt, was man gerade eben geträumt hat. Oft genug machen Träume überhaupt keinen Sinn und sind einfach zufällige, zusammengewürfelte Ereignisse und Gedanken. Manchmal träumt man auch von irgendwelchen fremden Personen. Doch  diese sind gar nicht so fremd, wie man vielleicht denkt, denn angeblich kann man  nur von Menschen träumen, die man zuvor schon einmal gesehen hat, egal ob man sie bewusst wahrgenommen hat oder nicht. Hier stellt sich einem die Frage, wie viel unser Unterbewusstes alles aufnimmt, ohne dass wir es wissen und wie stark es uns beeinflusst, ohne dass es uns auffällt.

Das Unterbewusstsein speichert tagtäglich Informationen, auf die wir nicht bewusst zugreifen können, es läuft also sozusagen im Hintergrund unseres Bewusstseins ab und wir können nicht steuern, was es alles aufnimmt und was nicht.  Und einige dieser Informationen äußern sich dann in unseren Träumen und geben uns so einen kleinen, wenn auch unklaren Einblick in unser Unterbewusstes. Auch Freud war ein Unterstützer dieser Theorie. In Wikipedia findet sich eine allgemeine Definition zum Unterbewussten von Sigmund Freud : „[…] [D]as Unbewusste des erwachsenen Menschen [ist] ein System, das vor allem aus verdrängten oder abgewehrten Bewusstseinsinhalten wie zum Beispiel verdrängten Erlebnissen, Gefühlen oder Wünschen besteht.“ Er schließt in das Unterbewusste Triebe und Instinkte ein, also Taten, die plötzlich zu Stande kommen und teilweise durch Gefühle und Emotionen aktiviert werden.

Wir werden also unbewusst beeinflusst, durch unsere Erfahrungen und Gefühle und können das oft nicht einmal steuern. Wenn wir aus einem Instinkt oder einem Bauchgefühl heraus handeln, ist das also keineswegs eine zufällige Handlung, sondern eine, die durch frühere Erlebnisse geformt wurde.  Sie wird durch unser Unterbewusstes gesteuert und hat somit direkten Einfluss auf uns, den wir jedoch nur begrenzt kontrollieren können. Wir können uns zwar gegen dieses Bauchgefühl wehren und ihm zuwider handeln, wir können es aber nicht auf Befehl abrufen, wir haben also nur eine begrenzte Macht über es.

Allerdings kann uns unser Unterbewusstes auch vor Situationen schützen. So ist es zum Beispiel der Fall, dass wir automatisch unseren Hals und Nacken schützen, indem wir ihn mit unseren Händen abdecken oder unsere Schultern anziehen, wenn etwas auf einen drauf fällt oder in dessen unmittelbarer Nähe herunter fällt. Aber auch unsere Gefühle und somit unsere Handlungen werden davon beeinflusst. Wie oben schon erwähnt, aktivieren aber auch Emotionen und Gefühle gegenüber gewissen Situationen unser Triebe und Instinkte. So gibt es zum Beispiel einige Menschen, die sich aus Reflex wegdrehen, wenn sie Blut sehen, weil es Ekel in ihnen hervorruft. Dies ist zwar kein Schutzmechanismus in diesem Sinne, schützt uns aber davor, in Ohnmacht zu fallen oder uns zu übergeben.

Auch wenn wir nicht wissen, was unser Unbewusstes gerade speichert und wahrnimmt, und obwohl wir dies nicht steuern können, so können wir doch sagen, dass es uns irgendwann höchstwahrscheinlich zu Gute kommt. Denn das Bewusste und das Unbewusste bauen in gewisser Weise aufeinander auf und beeinflussen sich gegenseitig. Manche bewussten Handlungen werden von unbewussten Emotionen gesteuert und schützen uns, oder zeigen uns durch unser Bauchgefühl, was momentan die bessere Handlung ist.  Obwohl das Unbewusste für uns also nicht greifbar ist, es eher als dunkle Wolke angesehen werden kann, so können wir uns doch in jedem Fall darauf verlassen und ihm vertrauen, was uns unsere natürlichen Reflexe und Instinkte beinahe täglich zeigen und beweisen.

Juni 13

Verletzt die Ausstellung „Körperwelten“ die Menschenwürde?

Für alle die nicht genau wissen, worum es in der Ausstellung „Körperwelten“ geht, hier eine kurze Erklärung:

Alle anatomischen Präparate, die in den KÖRPERWELTEN Ausstellungen gezeigt werden, sind echt. Sie stammen von Menschen, die zu Lebzeiten darüber verfügt haben, dass ihr Körper nach dem Ableben zur Ausbildung von Ärzten und der Aufklärung von Laien zur Verfügung stehen soll. Viele Spender betonen, dass sie auf diese Weise nach ihrem Tod noch anderen Menschen von Nutzen sein können. Durch ihre selbstlose Körperspende ermöglichen sie uns einzigartige Einblicke in den menschlichen Körper, wie sie bislang allenfalls Ärzten vorbehalten waren.

Das heißt also, dass Menschen ihre Einwilligung dafür geben, nach ihrem Tod Ärzten zu dienen oder eben in solch einer Ausstellung ausgestellt zu werden. Alles in allem wird in der Ausstellung „Körperwelten“ ein Einblick in die tatsächliche Anatomie des menschlichen Körpers gewährt. Die Ausstellung Gunther von Hagens ist sehr umstritten, vor allem im Bezug auf die menschliche Würde.

Ein Punkt, der gegen die Verletzung der Menschenwürde spricht, ist der Fakt, dass die Menschen noch vor ihrem Ableben ihre Einwilligung dafür abgeben, ausgestellt zu werden. Sie hatten also freie Bestimmung über ihren eigenen Körper, was ein wesentlicher Bestandteil der Menschenwürde ist. Die Plastinate der Ausstellung entstammen alle aus einem einzigartigen Köperspendeprogramm mit mehr als 13000 Freiwilligen, die ihren Körper für die Ausbildung von Ärzten und Aufklärung von Laien zur Verfügung gestellt haben. Sie haben also selbst über ihren Körper bestimmt und dazu eingewilligt, dass er nach dem Tod zu solchen Zwecken verwendet werden darf. Da diese Entscheidung von ihnen selbst und nicht von anderen getroffen wurde, wurden sie in ihrer Menschenwürde nicht verletzt.

Ein weiteres Argument, welches ich als sehr wichtig ansehe, ist, dass die Ausstellung einen Aufklärenden und bildenden Wert hat, da sie einen spannenden Einblick in unser inneres, unsere Organfunktionen und vieles mehr gibt und so vielleicht auch den einen oder anderen dazu bringen kann, seinen Körper mehr zu beachten und die Komplexität wertzuschätzen. Die Körper dienen der Aufklärung und der Bildung und werden mit Respekt behandelt. So gibt es zum Beispiel die Ausstellung „Körperwelten- eine Herzenssache“, um auf die hohe Anzahl der Menschen, welche unter Bluthochdruck und den Folgen leiden, aufmerksam zu machen und die Menschen dazu anzuregen, herzbewusster und gesünder zu leben.

Der letzte Punkt, der gegen die Verletzung der Menschenwürde dieser Ausstellung spricht ist die Beurteilung der ethischen Fragen im Zusammenhang mit der Ausstellung. So werden zum Beispiel keine lebensunfähigen Föten in der Ausstellung gezeigt, da dies ethisch nicht vertretbar wäre.

Abschließend kann ich für mich sagen, dass die Ausstellung „Köperwelten“ aufgrund der oben genannten Punkte die Menschenwürde nicht verletzt. Die Ausstellung besitzt einen hohen Wert der Bildung und Aufklärung und gibt allen Besuchern einen wohl einmaligen Einblick in unser Inneres und wenn es den einen oder anderen zum Nachdenken oder gar Umdenken im eigenen Lebensstil bewegen kann, ist es doch eine sehr hilfreiche Sache. Ob man eine solche Ausstellung nun sehenswert findet und sie besuchen möchte ist jedem selbst überlassen, aber eine Verletzung der Menschenwürde muss man hier nicht fürchten.

Juni 12

Muss nur noch kurz die Welt retten‘

Ist es sinnlos, als einzelner Mensch versuchen zu wollen, etwas an der jetzigen Situation der Welt zu verbessern?

In Angesicht der heutigen Situation der Welt – die geprägt ist vom zunehmenden Egoismus, von Machtgier, von terroristischen Anschlägen, der Umweltverschmutzung, dem Klimawandel und der großen Armut in den Entwicklungsländern – stellen sich viele Menschen die Frage, ob sie etwas daran ändern und verbessern könnten.
Aber viele geben auf, sie denken: „Was kann ich als Einzelner in der großen Welt schon bewegen?“

Viele Menschen sehen es auch als eine bequeme Ausrede, um ihr Gewissen mit den Gedanken zu beruhigen, dass sie ohnehin nichts an der Situation hätten ändern können. Doch gerade diese Denkweise führt dazu, dass sich so wenig zum Besseren hin verändert.

Auch wenn man nur ein Einzelner ist, durch sein Handeln könnte man andere dazu motivieren, sich ebenfalls Gedanken darüber zu machen, wie sie etwas verändern können und dann ist man ja nicht mehr allein. Und viele Einzelne zusammen können sehr wohl etwas bewirken.

Zum Beispiel fängt jemand an, eine Glasflasche anstatt einer Plastikflasche mit in die Schule zu nehmen. Dadurch könnten die Mitschüler animiert werden, sich über ihren Plastikverbrauch Gedanken zu machen und manch einer beginnt dann möglicherweise, ebenfalls weniger Plastikflaschen zu verwenden.

Und wenn wirklich jeder so denken würde, dann würde sich gar nichts verbessern. Außerdem ist es besser, auch einen klitzekleinen Beitrag zur Verbesserung der Welt zu leisten als gar keinen. Wenn viele zu einem kleinen Teil dazu beitragen, die Welt zu verändern, wird daraus auch ein größerer Teil. Es ist also niemals sinnlos, sich zu bemühen, die Welt ein kleines Stückchen zu verbessern und jeder kann seinen Teil dazu beitragen, jeder einzelne zählt.

Das folgende Zitat von Mutter Theresa fasst das nochmals zusammen:

„We ourselves feel that what we are doing is just a drop in the ocean. But the ocean would be less because of that missing drop.“

Zudem kann man sein Gewissen beruhigen, wenn man weiß, dass man z.B. heute einen kleinen Teil zu einer Veränderung in der Welt beigetragen hat. Und wenn man am Ende seines Lebens angekommen ist, will man ja auch mit Stolz behaupten können, dass man die Welt ein bisschen besser zurücklässt als sie es war, bevor man geboren wurde.

Meiner Meinung nach sollte jeder sich zuerst der Probleme in der Welt bewusst werden und sich dann für sich überlegen, was man selbst zu deren Lösung beitragen kann. Und wenn es nur kleine Sachen sind, z.B. Stofftragetaschen zum Einkaufen mitzunehmen anstatt die Plastiktüten des entsprechenden Ladens zu nehmen, es zählt meiner Meinung nach jede Bemühung, auch wenn die Auswirkungen dieses Handelns nicht sofort sichtbar sein werden, es ist auf keinen Fall sinnlos. Und natürlich ist es logisch, dass man zum Beispiel gegen die Terror-Anschläge nicht viel unternehmen kann, aber es gibt viele andere Probleme, zu deren Lösung man beitragen kann.

„Be the change that you wish to see in the world.”

Mahatma Gandhi

 

Juni 12

Die Welt von morgen

Anhand der unten stehenden Grafik kann man sehen, wie deutlich die Anzahl der Smartphone Nutzer gestiegen ist.

Im Jahr 2009 waren lediglich ca. 6 Millionen Personen im Besitz eines Smartphones, Juli 2015 waren schon ca. 46 Millionen Personen im Besitz eines Smartphones und das bei einer Einwohnerzahl von 81 Millionen Menschen in Deutschland. Das heißt also, mehr als die hälfte der Deutschen besitzt ein Smartphone, Tendenz steigend. (Statistik –> Bild entfernt: Urheberrecht)

Jedoch sind Smartphones zum Beispiel in Schulen nicht gerne gesehen, klar, viele benutzen sie in der Unterrichtszeit, stören damit die anderen oder verlernen miteinander zu kommunizieren. Ob ein Verbot die Schüler wirklich davon abhält, sie während der Schulzeit zu benutzen, ist ein anderes Thema. Eigentlich sollte sich jedem so langsam die Frage stellen, ob man Smartphones aufgrund ihrer immensen Popularität nicht allmählich Nutzvoll in den Unterricht einbeziehen sollte. Smartphones dienen nicht nur zum Chatten, Bilder machen, Telefonieren oder Spielen NEIN, man kann mit ihnen auch im Internet nach aktuellen Unterrichtsthemen suchen, den Unterricht mit neusten Informationen, Studien, Statistiken bereichern. Darin sehe ich eine große Chance für den Einsatz von Smartphones im Unterricht. Wenn man schon weiß, dass nahezu jeder Schüler im Besitz eines Smartphones ist, warum verwendet man sie dann nicht? Ich kenne diese Situation nur zu gut aus unserem Biologie Unterricht, wir fangen ein neues Thema an und schon hat jemand „mal etwas dazu gelesen“ und googelt nach und jeder hört gespannt zu, denn aktuelle Beiträge die eine Theorie bestätigen sind immer sehr spannend.

Ich persönlich sehe in Smartphones aber auch in Tablets oder eBooks eine große Chance den Unterricht gemeinam mit Schülern zu gestalten und zu bereichern. Man kann den Schülern zeigen welche Internetseiten oder auch Apps nützlich sind um an Informationen zu kommen, denn wenn man mal ehrlich ist, kein Mensch sucht noch in Büchern nach seinem GFS Thema. Allerdings ist das Netz auch ein gefährlicher Ort, deshalb halte ich es für umso wichtiger, den Schülern die Gefahren des Internets aufzuzeigen und ihnen zu helfen wie man sich vor diesen Schützen kann.

Alles in allem fände ich einen Unterricht der die Schüler lehrt richtig mit dem Smartphone umzugehen ( Nutzung des Internets, richtiges Recherchieren etc.) aber auch die Gefahren zeigt ( Datenklau, Cookies etc.) eine sehr gute Lösung. Denn wir können nicht immer in der Vergangenheit bleiben, die Technik entwickelt sich immer weiter und es ist nicht immer alles schlecht, was an neuen technischen Möglichkeiten auf den Markt kommt. Warum entwickelt sich die Schule dann nicht mit den Technischen Möglichkeiten mit (z.B eBooks statt Schulbücher) und hilft den Schülern einen gerechten Umgang mit neuen technischen Geräten zu erlangen. Smartphones, eBooks, Tablets sind die Geräte der Zukunft und es ist wichtig den zukünftigen Generationen diese Geräte so gut wie möglich nahezulegen, sodass sie einen guten und sicheren Umgang damit erzielen können und diese Geräte für sich Nutzen können. Man sollte die Smartphones nicht dauerhaft in jedem Fach benutzen, allerdings fände ich ein eigenes Fach, eine eigene Unterrichtseinheit oder den gelegentlichen Einsatz im Unterricht schon sehr hilfreich.

Juni 12

Flüchtlinge – Wenn Kulturen aufeinander treffen

Dieses Thema ist zwar nicht mehr das Neueste, aber wie ich finde trotzdem noch aktuell. Erst in meinem Urlaub, bei meinen Großeltern in Kroatien fiel mir dieses Thema wieder auf. Am Haus laufen Tag und Nacht Flüchtlinge vorbei die versuchen die Grenze zu überqueren um nach Deutschland zu kommen. Den wenigsten gelingt dies und sie werden von der Polizei mit Bussen eingesammelt und einige Kilometer weit von der Grenze wieder ausgesetzt.

Da sie von der Regierung wenig Unterstützung erhalten müssen sie sich weitgehend selbst ernähren, was die ortsansässigen Bauern sehr verärgert, denn sie bedienen sich an ihren Obstbäumen. Wenn wieder eine Flüchtlingsgruppe vorbeizieht hört man schon den Nachbarn schimpfen, weil sein ganzer Aprikosenbaum schon leergeräumt wurde. Dies ist allerdings nicht das einzige Problem. Die Flüchtlinge schlafen in den verlassenen Häusern und hinterlassen ihren Müll in den Gräben und auf der Straße vor den Häusern, was das ganze Dorf verärgert.

Auch wir in Deutschland kennen Konflikte mit anderen Kulturen. Ich habe mir die Frage gestellt was man machen kann um die Integration zu vereinfachen oder ob es überhaupt möglich ist andere Kulturen zu integrieren.

Anpassung ist denke ich das Wichtigste, weil sonst die Integration von Anfang an scheitert. Die Neuankömmlinge aber auch die Bevölkerung muss sich den Gegebenheiten anpassen und sich erst einmal aneinander gewöhnen. Dies braucht seine Zeit. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass Integration schwierig aber nicht unmöglich ist, denn auch meine Großeltern kamen als Gastarbeiter nach Deutschland und besitzen heute eine eigene Wohnung in Deutschland. Mit ihnen kamen auch noch viele weitere nach Deutschland um zu arbeiten und Geld zu verdienen. Viele von ihnen wohnen noch heute in Deutschland und führen ein ganz normales Leben. Dies zeigt, dass Integration möglich ist und mehrere Kulturen miteinander in Frieden leben können. Auch wenn es Konflikte gibt, sollte man dieses Ziel anstreben.

Habt auch ihr Erfahrungen mit Flüchtlingen gemacht ?

Wie steht ihr zur Intergrationsfrage?

Juni 9

Folter und Menschenwürde – Der Daschner- Fall

Das Thema, ob Folter erlaubt werden sollte, ist auch heutzutage aktuell, da zum Beispiel nach der Meinung Donald Trumps „Folter […]ein probates Mittel im Kampf gegen den islamistischen Terrorismus [sei]“. (Quelle: http://www.spiegel.de/politik/ausland/usa-news-blog-donald-trump-will-plan-fuer-sicherheitszonen-in-syrien-a-1131762.html)

Doch zum Beispiel in Deutschland ist Folter verboten, wie es in Artikel 104 a) im GG festgehalten ist:

„Die Freiheit der Person kann nur auf Grund eines förmlichen Gesetzes und nur unter Beachtung der darin vorgeschriebenen Formen beschränkt werden. Festgehaltene Personen dürfen weder seelisch noch körperlich mißhandelt werden.“ (https://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_104.html)

Zu dieser Thematik gibt es ein reales Fallbeispiel, ein Dilemma, das im Folgenden vorgestellt wird.

Der Polizeivizepräsident Daschner hat einem Verbrecher, der ein Kind entführt und misshandelt hat, Gewalt angedroht, damit dieser den Aufenthaltsort des Kindes verrät.
Nach dem Auffinden des (schon toten) Kindes stellt sich die Frage, ob Daschner schuldig gesprochen werden soll, weil er Gewalt angedroht hat, um das Leben des Kindes zu retten…. (weitere Infos hier: http://www.spiegel.de/panorama/der-fall-daschner-anklage-macht-der-folter-den-prozess-a-287371.html)

Was findet ihr? Soll Daschner schuldig gesprochen werden?

Es gibt viele Argumente für und gegen den Schuldspruch.

Gegen den Schuldspruch spricht z.B., dass es für Daschner als Polizist im Gefängnis gefährlich sein könnte. Außerdem war die Androhung von Gewalt notwendig, um den Verbrecher dazu zu bringen, den Aufenthaltsort des Kindes zu verraten.

Nach Spiegel online sprachen sich bei einer Umfrage 63 % der Menschen dafür aus, dass Daschner nicht bestraft werden sollte. (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/umfrage-deutsche-zeigen-verstaendnis-fuer-folterpolizisten-a-237826.html)
Da in einer Demokratie auch miteinbezogen werden sollte, was das Volk will, sollte dieser Umstand mitberücksichtigt werden.

Zudem könnte man sagen, dass das Leid des Gefolterten durch die Rettung des Entführten aufgewogen wird (oder, wenn der Verbrecher mehrere Personen entführt hätte, dass durch die Folter das Glück der größten Zahl (sprich die Rettung der Entführten) herbeigeführt wurde.)

Dennoch darf man die Argumente für den Schuldspruch nicht vernachlässigen.

Zum Einen hat Daschner als Vertreter des Staates (Polizeivizepräsident) die Menschenwürde verletzt, die in Artikel 1 des Grundgesetzes festgehalten wurde:

Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“

Die Menschenwürde ist ja etwas, was jedem Einzelnen, egal welche Nationalität oder Religionszugehörigkeit, zukommt. Sie ist, wie in Artikel 1 schon geschrieben, unantastbar, das heißt, die Menschenwürde kann nicht aberkannt werden und muss vom Staat respektiert und geschützt werden.

Daschner verkennt die Menschenwürde des Verbrechers, indem er ihm Gewalt androht.
Nach Kant bedeutet eine Person in ihrer Würde zu achten, sie in einer Weise zu behandeln, der sie vernünftigerweise zustimmen kann. Da in der Regel kein Mensch der Folter seiner selbst zustimmen würde, verletzt Daschner die Menschenwürde des Verbrechers.
Da in Artikel 1 auch steht, dass der Staat die Menschenwürde schützen muss, käme der Staat dieser Verpflichtung nicht nach, wenn Daschner nicht schuldig gesprochen werden würde. Der Staat würde sein Wesen verändern und kein Rechtsstaat mehr sein, wenn Folter (oder auch nur die Androhung von Folter, der aber reale Folter gefolgt wäre) geduldet werden würde. Zudem verschwimmen die Grenzen, wenn man einmal Folter erlaubt wird. Das Erlauben der Folter würde also die Entgrenzung der Moral und die Senkung der Hemmschwelle herbeiführen.

Zudem verletzt die Folter das Recht und die Fähigkeit, selbst zu bestimmen, was man sagt und was nicht. Es wird dementsprechend die innere Freiheit verletzt, da der Wille durch Schmerzen gebrochen werden soll.

Ein weiteres Argument für den Schuldspruch ist zudem, dass Daschner gegen das Grundgesetz verstoßen hat (Art. 104, Art. 5 Meinungsfreiheit).
Dagegen kann man natürlich einwenden, dass in dem entsprechenden Artikel 104 nicht explizit die Androhung von Folter verboten ist, sondern lediglich Folter an sich, aber Artikel 5 wurde trotzdem verletzt, da der Gefolterte gezwungen wird, etwas zu sagen, was er aber eigentlich für sich behalten will.

Außerdem gibt es keine Garantie, dass die Folter „erfolgreich“ ist, sprich, dass der Gefolterte nicht vielleicht auch falsche Informationen gibt.

 

Alles in allem ist es eine schwierige Angelegenheit, es gibt nicht wirklich „gut“ und „böse“ und auch kein „richtig“ und „falsch“.
Meiner Meinung nach sollte Daschner aber schuldig gesprochen werden, da für mich das Argument der Menschenwürde am gewichtigsten ist. Keiner kann einem anderen Menschen die Menschenwürde aberkennen, auch keinem Verbrecher, die Menschenwürde ist unantastbar. Und wenn man einmal auch nur die Androhung von Folter geduldet, so kann es sein, dass dadurch die Hemmschwelle verkleinert wird, und dass die Polizisten in Zukunft bei jedem ähnlichen Fall überlegen, ob sie zur Folter greifen sollen oder nicht.

 

Was meint ihr, wie steht ihr zu Folter? Und seid ihr der Meinung, dass Daschner schuldig gesprochen werden sollte? Soll man in Extremsituationen auch Terroristen foltern dürfen?

Juni 3

Sollte man alle Drogen legalisieren?

In den Nachrichten hört man immer von Betrunken Menschen, die randalieren und andere Menschen bedrohen, doch hört man in den Nachrichten auch von Menschen, die z.B. aufgrund von LSD, Heroin, Kokain, Amphetamin oder auch Cannabis andere Menschen terrorisiert haben? Die Antwort darauf lautet: Nein.

Alkohol und Tabak sind legale Drogen, doch genau diese richten auch im Allgemeinen den meisten Schaden an. Andere Drogen wie oben genannt, sind dabei weitaus unschädlicher, daher stellt sich die Frage: Sollte man alle Drogen legalisieren?

Ich bin der ganz klaren Meinung man sollte alle Drogen legalisieren und entkriminalisieren. Dies hat mehrere Gründe. Ein Grund wieso man dies tun sollte ist die Angelegenheit mit dem Geld. Der Staat verbraucht jährlich viel Geld für Drogendelikte. Wenn man alle Drogen legalisieren würde, wäre der Staat nicht mehr beschäftigt, viel Geld für solche Straftaten auf zu brauchen.

Ein weiter Grund ist die Gesundheit bzw. der Schaden, welcher durch Drogen angerichtet wird. Durch legale Drogen wie Alkohol und Tabak sterben jährlich viele Menschen. Alkohol ist dabei die Droge, die den Meisten Schaden anrichtet. Hierzu habe ich auch eine kleine Statistik:

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/6/6f/Drogen-schadenspotenzial-nutt-2010.svg/550px-Drogen-schadenspotenzial-nutt-2010.svg.png (CC0)

Man sieht, dass die illegalen Drogen, zumindest die meisten, weitaus weniger schädlich sind als die legalen Drogen. Wenn man diese alle legalisieren würde, würde diese Drogen in Läden verkauft werden, wodurch die Schädlichkeit nochmals sinken würden, da diese dann rein sind und nicht verdreckt. Auch sollten dann verschiedene Stationen eingerichtet werden, die den Abhängigen ihre Drogen verabreicht. Durch solche Maßnahmen sinkt zugleich auch die Kriminalitätsrate, denn durch solche Stationen sinkt dann die Beschaffungskriminalität. Dies hat wiederum einen weiteren Vorteil, dass das Geld für andere sinnvollere Zwecke verwendet werden kann.

Zu guter Letzt sollte man alle Drogen legalisieren, da es jedem Menschen selbst überlassen ist, was dieser mit seinem Leben anstellen möchte. Die Menschen sind freie Wesen, und wenn diese Drogen nehmen wollen, sollte sie dies auch tun können.

Abschließen kann man also sagen, dass es viele Vorteile mit sich bringt alle Droge zu legalisieren, sowohl für den Staat, als auch für die Menschen selbst. Möglicherweise sinkt dadurch sogar die Rate der Drogenkonsumenten, da manche keinen Anreiz mehr sehen diese zu nehmen, da es nun legal ist, aber das kann man nicht genau sagen.