Juli 16

Weltfriede … – Ein unmögliches Wunschdenken?

Man hört es immer und überall: Krieg, Terroristen, Hungersnot, Verbrechen und so weiter und so fort. Da könnte man sich doch fast die Frage stellen: “ Ist die Menschheit überhaupt fähig in Frieden zu Leben?“

Wenn man sich nun gewisse Faktoren ansieht, die ein möglicher Grund für all diese schrecklichen Dinge sein könnten und sich vorstellt, dass all diese Faktoren einfach verschwinden würden, was für eine Welt würde man sich dann vorstellen? Kann man sich überhaupt eine Welt ohne Krieg und Hass und Ärger vorstellen?                                                                                                                                 Wären wir nicht alle nur noch gleiche, willenlose und maschienenartige Lebewesen? Und vor allem: Wären wir damit glücklicher?

All diese Fragen lassen sich leider nur in unserer eigenen, individuellen Vorstellung beantworten, somit würde jede Antwort etwas anders ausfallen.

Und genau DAS ist der springende Punkt!

Wir Menschen sind alle individuell, mit unterschiedlichem Aussehen, Gedanken und Voraussetzungen für das Leben in der Gemeinschaft. Wir haben einen mehr oder weniger freien Willen und entwickeln unser eigenes moralisches Denken, welches uns zu guten oder schlechten Entscheidungen führt.

„Den Weltfrieden können wir nur durch die innere Wandlung der einzelnen Menschen herbeiführen. Friede muß zuerst in jedem einzelnen Leben entwickelt werden.“      – Dalai Lama

 

Wenn man also eine Welt hat, ohne Hungersnöte und Armut, weil alle gleich viel Geld und Essen besitzen, eine Welt ohne Rassismus und Gotteskriege, weil alle gleich aussehen und es keine Religion gibt, eine Welt ohne Hass und Verbrechen, weil alle ein gleiches, gutes moralisches Denken besitzen … (man könnte die Liste wohl noch ewig so weiter führen) wäre dann wirklich Frieden auf dieser Welt?

Ich persönlich bin der Meinung, dass ein Weltfrieden ein Ding der Unmöglichkeit ist, da es eben nicht möglich ist all diese Faktoren aus dem Weg zu räumen. Man wird in eine Gesellschaft geboren, mit einer gewissen moralischen Vorstellung, einer festgelegten Religion und einem genetisch bedingtem Aussehen. Wenn man nun in dieser Gesellschaft aufwächst wird man geprägt und wird sich dementsprechend sein weiteres Leben verhalten.                    Man kann natürlich auch dagegen ankämpfen, aber ich denke es ist schwer, wenn man bereits geprägt wurde. Außerdem gibt es tausend Gründe, die einem zu schlechtem Handeln verleiten können, doch es ist an uns es zu unterdrücken.

Dies bedeutet wir können zwar versuchen die Welt besser zu machen, aber eine utopische Welt wird immer Wunschdenken bleiben. Wenn wir nun aber die Wahl haben zwischen der Welt, wie sie jetzt ist und einer Welt die etwas besser ist, dann sollten wir uns für die bessere Version entscheiden. Wenn sich mehr Menschen dafür entscheiden, unsere Welt wenigstens ein bisschen besser zu machen, dann haben wir eine gute Welt. Das ist zwar keine utopische aber das beste was wir erreichen können und dafür sollte man sich einsetzen…

„Der Weltfriede kann nicht gesichert werden durch utopische Pläne.“
―Rosa Luxemburg

Könnt ihr euch eine friedliche, utopische Welt vorstellen? Oder seid ihr auch der Meinung dass wir Menschen es nicht schaffen würden den Weltfrieden zu bewahren bzw. erschaffen, eben weil wir so sind wie wir sind?


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Veröffentlicht16. Juli 2016 von ernstfranz in Kategorie "Allgemein", "Freiheit", "Gesellschaft", "Religion

5 COMMENTS :

  1. By Freiheit on

    Ich stimme dir in diesem Thema vollkommen zu. Den Weltfrieden zu erreichen, ist meiner Meinung nach schlichtweg unmöglich. Zum einen weil jeder eine andere Vorstellung einer friedlichen Welt hat und wie man diesen Frieden erlangt zum anderen, weil wir Menschen nach einer gewissen Macht und Kontrolle streben. Gut, nicht jeder von uns möchte diese Dinge, aber solange es Menschen gibt, die sich selbst über andere stellen, und die wird es immer geben, ist der Weltfrieden nicht möglich. Und selbst, wenn wir diesen Frieden irgendwie erreichen sollten, so ist doch die Frage, wie wir ihn halten können? Auch zu diesem Thema hat jeder eine andere Meinung, die von Themen wie dem individuellen Frieden bis zur richtigen Regierungsform reichen.
    Selbst wenn wir also in der Lage wären, diesen Frieden zu erreichen, so würde er, denke ich, dennoch nicht lange halten, auf Grund der verschiedenen Meinungen jedes einzelnen und auch wegen dem Problem der „Macht“, dass sich auch wenn wir von „Frieden“ reden, nicht vermeiden lässt. Denn irgendjemand muss diesen Frieden ja schließlich bewahren, was bedeutet, dass die Menschheit auf jemanden angewiesen ist, der mehr Macht hat, als der Durchschnittsbürger und somit wieder ein Ungleichgewicht und ein Konkurrenzdenken entsteht. Und auch wenn diese „Macht“ auf mehrere Vertreter aufgeteilt wäre, so können wir dennoch nicht sicher sein, ob sie die Entscheidungen treffen, die den Frieden, wie man ihn sich individuell vorstellt, unterstützt. Es scheitert also an einigen Faktoren, die man, wie du schon erwähnt hast, nicht alle beseitigen kann.

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  2. By Stefan Wehmeier on

    (NHC II,2,1) Und er sagte: „Wer die Erklärung dieser Worte findet, wird den Tod nicht schmecken.“

    Weiter zu denken als alle anderen macht nicht glücklich, wenn alle anderen die weitreichenden Gedanken noch nicht verstehen, aber die Mithilfe der anderen erforderlich ist, um die Gedanken in die Tat umzusetzen. Dann muss man sich zuerst um das Verständnisproblem kümmern. Vor dieser Aufgabe stand Jesus von Nazareth, der sich zweifach von seinen Zeitgenossen unterschied:

    1. Er machte eine Erfindung, auf die das jüdische Volk schon mehr als 12 Jahrhunderte gewartet hatte und mit der er im Nachhinein betrachtet seiner Zeit um fast 19 Jahrhunderte voraus war.

    2. Jesus war lebendig und alle anderen waren geistig tot.

    Ein Verständnisproblem von diesem Ausmaß zu lösen, machte einen Zeitsprung in das Jahr 1998 erforderlich, was theoretisch mit einer relativistischen Reise nahe der Lichtgeschwindigkeit möglich gewesen wäre. Aber ganz so viel Glück, auf ein außerirdisches Raumschiff mit einer weniger durchgeknallten Besatzung zu treffen, als in Monty Python´s „Das Leben des Brian“, hatte Jesus nicht, sodass ihm nur die eine Möglichkeit blieb,…

    …um sich 19 Jahre später einigermaßen verständlich machen zu können. Was noch schwierig ist, denn in der Zwischenzeit wurde mit dem Cargo-Kult des Katholizismus der geistige Tod über die ganze halbwegs zivilisierte Menschheit verbreitet, sodass die Erfindung, auch wenn sie heutzutage „ja doch nur aus einer Reihe banalster Selbstverständlichkeiten besteht“ (Zitat: Vorwort zur 5. Auflage der NWO, 1921), noch immer nicht verstanden wird. Unabhängig von „Glaube“ (Cargo-Kult) oder „Unglaube“ (Ignoranz) glauben die geistig Toten an eine „Sündhaftigkeit des Menschen“, was sie nicht davon abhält, sich weiterhin an der „Frucht vom Baum der Erkenntnis“ zu bedienen. Die Auswirkungen sind verheerend: Massenarbeitslosigkeit, Kriminalität, Umweltverschmutzung und -zerstörung, allgemeine Wirtschaftskrisen, Terrorismus, Bürger- und Völkerkriege, um nur die auffälligsten Erscheinungen zu nennen. Aber natürlich besteht der geistige Tod gerade darin, dass die in Genesis_3 überlieferte Erbsünde als Ursache nicht erkannt wird, sodass man zuerst den Gott der Träume wiederauferstehen lässt, um den Schlafmützen einiges zu erklären:

    http://opium-des-volkes.blogspot.de/2017/05/biologischer-und-geistiger-tod.html

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  3. By partybaum on

    Ich kann dir nur zustimmen, dass die Vision de absoluten Weltfriedens niemals verwirklicht werden kann. Zum einen durch die Gründe, die du bereits erwähnt hast, dass wir alle unterschiedlich sind und unterschiedlich erzogen wurden, weshalb es immer zu Meinungsverschiedenheiten kommen wird. Zum anderen, weil die Personen, die die Macht dazu hätten einen Weltfrieden bzw. ein bisschen mehr Frieden in die Welt zu bringen, aus finanziellen, politischen, territorialen, etc. Gründen gar nicht daran denken Frieden zu schließen (vielleicht auch weil die jeweiligen Gegner einfach „stur“ sind und nicht nachgeben wollen, da dies Schwäche zeigen würde).
    Wir können dennoch versuchen in unseren eigenen kleinen Welten, in denen jeder von uns lebt, Frieden zu schließen (mit uns selbst, mit anderen, usw.) und vielleicht wird dadurch die große Welt ein Stückchen besser und friedlicher.

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  4. By Entschlossenheit on

    Ich bin ebenfalls der Meinung, dass es nicht möglich ist, Weltfrieden zu erreichen.
    Der Grund hierfür liegt meiner Meinung nach in dem Wesen des Menschen. Der Mensch ist egoistisch, es gibt zwar viele, die sich bemühen, z.B. aus Nächstenliebe altruistisch zu handeln, aber für die meisten Menschen ist es viel „bequemer“, sich zuerst um sich selbst zu kümmern und nicht um die Probleme und Sorgen anderer. Viele leben auch nach dem Motto: „Wenn jeder an sich denkt, ist an jeden gedacht.“
    Hierzu ein kleines Beispiel: Wenn es einen Unfall gibt, die Mitfahrer und man selbst eingeklemmt wurden, so versucht man zuerst, sich selbst zu befreien.
    Das heißt, man handelt zuerst egoistisch, ist dann aber (theoretisch) in der Lage, altruistisch zu handeln und den anderen zu helfen, sich zu befreien.

    Die Entscheidung, altruistisch zu handeln, muss man jedes Mal, in jeder Situation, von Neuem fällen, was auch der Grund ist, warum es so viel bequemer ist, egoistisch zu handeln, denn zum Egoismus muss man sich nicht bewusst entscheiden, es ist vielmehr eine Art Automatismus.

    Ich denke also, dass -wenn dann- der Weltfrieden nur dann erreicht werden kann, wenn der Egoismus in der Gesellschaft überwunden wird und jeder jeden so akzeptiert und toleriert, wie er ist.
    Dennoch darf man den Egoismus nicht ganz verteufeln, wie im Beispiel oben ist er manchmal eine Voraussetzung, um anderen zu helfen. Dementsprechend kann er auch nicht überwunden werden, da er manchmal notwendig ist und da es auch sehr schwer ist, den gesellschaftlichen Wandel vom Egoismus weg zu veranlassen. So kann es z.B. sein, dass, wenn man sich in einer egoistischen Gesellschaft immer selbst hinten anstellt, dass man dadurch ausgenutzt und ausgelaugt wird, weshalb derjenige wieder anfangen wird, egoistisch zu handeln.

    Aber es ist trotzdem nicht aussichtslos, man kann zwar den Weltfrieden höchstwahrscheinlich nicht erreichen, aber man kann darauf achten, weniger egoistisch zu handeln und dadurch ein kleines bisschen zu einer besseren Welt beitragen.

    „The ultimate goal is to be better today than yesterday, with a plan to become even better tomorrow.“

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    1. By Entschlossenheit on

      *(Für mich hängt der Eogismus stark mit dem Machtstreben der Menschen zusammen, was auch dazu führt, dass Kriege entstehen. So z.B. die Kriege um Rohstoffvorkommen: Die Menschen wollen den Reichtum etc. der mit dem Besitz und der Förderung von Rohsotffen einhergeht, für sich und handeln dementsprechend, indem sie die eigentlichen „Besitzer“ der Vorkommen angreifen.)

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