Juni 17

Glauben und Hoffen

Viele von euch sind sicher hier im Ethikunterricht, weil sie mit den christlichen Aspekten im Religionsunterricht nichts anfangen können. Bei mir hat das etwas andere Gründe gehabt (die ich jetzt nicht ausführe), weshalb ich jetzt mal einen Blogeintrag aus meiner christlichen Sicht schreibe. Ich habe ein ganz witziges Zitat gefunden, welches für mich auch einige Wahrheiten beinhaltet:

Ein Atheist und ein Christ unterhalten sich.
Sagt der Atheist: “Ach, wie du betrogen bist, wenn es keinen Himmel gibt!”
Sagt der Christ: “Ach, wie du betrogen bist, wenn es doch die Hölle gibt.”

Ich werde Jemandem der nicht an Gott glaubt nie mit 100%er Wahrscheinlichkeit beweisen können, dass alles stimmt was ich erzählen, auch wenn ich selber eine große Gewissheit über meinen Glauben verspüre. Und ich kann auch niemandem Übelnehmen, wenn er anders denkt als ich, ich kann es höchstens schaden finden.

Was ich aber tue, um auf das Zitat zurück zu kommen, ist eine Leben voller Hoffnung auf ein gutes Ende zu führen, voller Gewissheit geliebt zu werden egal was passiert, voller Sicherheit nie alleine zu sein und so weiter und das kann mir niemand mehr nehmen, auch wenn sich am Ende herausstellten sollte, dass  alles nur ausgedacht war.

Es ist also ein gewisses Risiko auf das ich mich einlasse und das manche von euch vielleicht nicht verstehen, für mich aber ist kein anderes Leben vorstellbar.
Und ist das Risiko umgekehrt nicht viel größer? Was wenn die zweite Aussage des Zitates eintritt und man nach seinen Tod merken sollte: „Uups da war ja doch was, aber jetzt ist es zu spät.“?

Ich hoffe ihr konntet meinen Gedankengang nachvollziehen 😀 und das oben ausgeführte ist auch bei Weitem nicht der einzige Grund weshalb ich an Jesus glaube, aber ich finde es doch interessant mal darüber nach zu denken. Wie seht ihr das?

Lg Glueck



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Veröffentlicht17. Juni 2017 von Glueck in Kategorie "Uncategorized

4 COMMENTS :

  1. By Entschlossenheit on

    Hey:)
    Ich stimme Dir durchaus in einigen Punkten zu, und muss ehrlich sagen, dass ich dieses Thema als sehr schwer empfinde, da – wie du ja auch schreibst- niemand beweisen kann, ob es Gott gibt oder nicht.
    Meiner Meinung nach wäre es aber nicht schlimm für den Atheisten, wenn es Gott doch gibt, da – zumindest so, wie ich es verstanden habe- Gott jeden Menschen so liebt, wie er ist. Dementsprechend liebt er auch Atheisten.
    Egal ob man nun z.B. glaubt, dass, wenn man „Böses“ tut, in die Hölle kommt oder nicht – meiner Meinung nach sollte man „gut“ leben an und für sich – und nicht nur Gutes tun, weil man Angst vor der Hölle hat. Und wenn man ein gutes Leben führt, dann ist man ja so oder so auf der „sicheren“ Seite – egal ob man nun gläubig ist oder nicht.

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  2. By Zufall on

    Hallo Glueck 🙂
    Ich will dich mit nichts von dem was ich hier schreibe persönlich angreifen.
    Ich persönlich glaube nicht an Gott. Dafür gibt es mehrere Gründe, die ich hier aber nicht alle aufführen werde. Jedoch ist ein Grund dafür, warum ich Atheist bin der, der in dem Zitat enthalten ist. Meines Wissens verfügen die meisten Menschen, die nicht an Gott glauben trotzdem über moralische Werte, viele sind gute Menschen, die anderen helfen, niemandem etwas böses tun oder wollen. Und trotzdem kommen sie in die Hölle? Ist der einzige Grund warum die Seelen dieser Leute nach dem Tod an diesen Ort kommen, dass sie nicht an Gott glauben?
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass das in irgendeiner Form gerechtfertigt ist, wenn es tatsächlich so wäre. So etwas würde meiner Vorstellung von einem gerechten „Vater“ wiedersprechen.
    LG Zufall

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    1. By Kuhherden Joe on

      Hallo Zufall und Glueck
      Ich habe mir gerade den Beitrag von Glueck durchgelesen und wollt so ziemlich das gleiche schreiben wie Zufall in seinem Kommentar. Ich bin selbst ungläubig und bin auch der Meinung, dass dies mich nicht zu einem zwanghaft schlechten Menschen macht.
      Ich habe nicht gegen Christen oder jeder andere Glaubensrichtung, ich muss aber sagen, dass ich auch schon Christen begegnet bin, die um einiges unmoralischer gehandelt haben, als es ein ungläubiger tunen würde. Nur weil man zu einer bestimmten Glaubensrichtung gehört macht dies einen zu einem guten Menschen. Ich finde ob gläubig oder nicht, jeder sollte die Lebensweise des anderen akzeptieren!
      Ich kann mir auch durchaus vorstellen, dass nach dem Tod noch irgendetwas ist, aber sicherlich kein Richter, der Menschen nach Christ und Atheist aufteilt und die Ungläubigen, egal wie fair und gerecht sie gelebt haben, in die Hölle wirft.
      LG Lebensfreude

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  3. By Skeptiker on

    Hallo Glueck 🙂
    Ich hatte schon von jungem Alter an immer Zweifel an Gott und das Christentum, obwohl ich von zwei christlichen Eltern erzogen worden bin. Heute kann ich mir zwar immer noch nicht zu 100% sicher sein das es keinen Gott gibt, aber ich bin mir heute mehr als sicher dass wenn es einen gibt, er sehr wahrscheinlich weder der Christliche noch ein Gott einer der anderen Weltreligionen ist. Für mich persönlich währe es um einiges wahrscheinlicher das „Gott“ nicht einmal etwas Übernatürliches ist sondern nur zum Beispiel ein Forscher (kein Menschlicher) der zufällig oder gewollt unser Universum erschaffen hat. Einige kluge Köpfe wie zum Beispiel Elon Musk lassen auch die Option noch offen das wir in einer Simulation leben und quasi wie „Sims“ Figuren in unserer Welt leben.
    Ich persönlich glaube an nichts von all dem, allerdings bin ich nicht komplett abgeneigt zu diesen Theorien und bin gern offen für Diskussionen über sie. In den Ethikunterricht ging ich da mich persönlich der Glaube, vor allem der christliche Glaube, angefangen hat zu nerven. Ich bin jemand der Versucht logisch zu bleiben und kann auch nur mit guten Begründungen umgestimmt werden. Gerade das Christentum benutzte früher seinen Glauben um viele Kriege und Morde zu begründen. Außerdem sind die Geschichten der Bibel meist sehr unlogisch und vor allem im alten Testament zeugt die Bibel von einem eher böswilligem Gott dafür dass er jeden lieben soll. Dies unterscheidet aber das Christentum bis jetzt noch nicht wirklich von den anderen Weltreligionen. Der große Unterschied liegt darin, dass Christen sich meist anderen Religionen auch noch überlegen fühlen und alles Gute was passiert mit Gottes liebe begründen während alles Schlechte nur eine Prüfung Selbigem seien soll.
    Ich persönlich bin der Meinung das Religion eine Privatsache (und auch nur eine Privatsache) sein sollte da diese zu oft zur Manipulation genutzt wird.
    Um auf das Zitat zurückzukommen möchte ich nur sagen, dass man nicht eindeutig sagen kann ob nun der Christ, der Atheist oder doch keiner von beiden recht hat. Wer weis, vielleicht ist ja doch der Verband der pinken Regenbogen-Einhörner die wahre Religion und beide landen in der Hölle, da keiner von beiden die Richtige Religion gewählt hat. Ich finde, dass jeder Mensch sein Leben mit guten Taten verbringen sollte, nicht um einer übernatürlichen Figur zu gefallen, sondern um anderen Menschen etwas Gutes zu tun. Diese Welt hat schon so genug Trauer, Gewalt und Hass, deshalb würde etwas mehr Liebe, Freude und Glück nicht schaden.
    LG Skeptiker🙂

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