Ist es ethisch vertretbar ein Haustier zu besitzen?

  • Wie Umweltschädlich sind Haustiere?
  • Was sind noch Faktoren gegen das Halten von Haustieren?

Jeder zweite bis dritte Deutsche besitzt ein Haustier. Insgesamt sind es ca. 34,3 Millionen Haustiere. Davon sind ca. 10 Millionen Hunde, welche damit am häufigsten gehalten werden. Wenn man an ein Haustier denkt, bringt man meistens etwas positives mit ihnen in Verbindung. Aber sind Haustiere wirklich so unschuldig wie sie aussehen? Oder sind sie ein sogenannter Klimakiller, wie sie von vielen betitelt werden? Und haben Haustiere ein gutes Leben?

Zunächst möchte ich den Begriff Haustier in diesem Zusammenhang erläutern. Als Haustiere bezeichne ich hier Tiere, die mit dem Menschen unter einem Dach leben und in dem meisten Fällen als Freizeitbeschäftigung gedacht sind. Also keine reinen Nutztiere.

Aspekt Umwelt

Von außen sieht die Sache klar aus. Ein mittelgroßer Hund verursacht in seinem Leben ca. 8 Tonnen CO2. Das entspricht ungefähr einer Strecke von 3700 km pro Jahr mit dem Auto. Eine Katze verursacht in Kilometer umgerechnet CO2 für ca. 1400 km pro Jahr. Es sieht also deutlich so aus, als wären Haustiere sehr umweltschädlich und nicht wirklich ethisch vertretbar in Bezug auf die Umwelt.

Diese hohen Werte liegen jedoch zu ca. 90% an dem Futter, das die Tiere zu fressen bekommen. Das liegt daran, dass den Tieren meist nur Fleisch gefüttert wird, da es als artgerechte Nahrung gilt. Viele Tierbesitzer bringen hier das Argument, dass für Tierfutter nur Fleischreste verwendet werden, die von geschlachteten Tieren übrigbleiben und sonst weggeworfen werden würden. Viele Hundefutterhersteller werben jedoch sogar damit, dass Frisches und qualitativ hochwertiges Fleisch für ihr Futter verwendet wird. Außerdem füttern sehr viele Besitzer ihren Haustieren Fleisch mit Guter Qualität, da sie es als artgerecht empfinden. Die Herstellung dieses Fleisch verursacht sehr viel CO2, da hierbei die Haltung der Tiere und auch ihr Futter und viele weitere Ursachen auftreten.

Es ist viel besser seinem Haustier Industriefutter zu geben, als ihn von hochwertigem rohen Fleisch zu ernähren. Diese verursachen nur ca. halb so viel CO2 Ausstoß. Manche dieser Hundefuttermarken, verwenden wirklich nur Reste, weshalb nicht extra Tiere dafür geschlachtet werden. Da bei den meisten Herstellern jedoch nicht das Wohl der Tiere, sondern Gewinnmaximierung im Vordergrund steht, ist es sehr wichtig darauf zu achten, dass in dem Futter keine Geschmacks Verstärker oder Zucker enthalten ist.

Für die Umwelt wäre es das Beste, wenn man sein Hausstier Vegan ernähren würde. Nicht nur wegen dem Umwelt Aspekt, es gibt auch immer mehr Hunde, die gegen jegliche Fleischsorte oder Tierisches Eiweiß allergisch sind. Hierbei gibt es jedoch sehr oft den Konflikt, dass viele eine vegane Ernährung als nicht artgerecht sehen, da der Hund vom Wolf abstammt, welcher ein reiner Fleischfresser war. Der Hund hat sich im Zusammenleben mit dem Menschen jedoch immer mehr an die Essgewohnheiten des Menschen angepasst, zum Beispiel mit unterschiedliche Enzymausstattung, durch die der Hund Kohlenhydrate viel besser verdauen und verwerten kann als ein Wolf. Um einen Hund vegan zu ernähren, muss man ihn sehr ausgewogen füttern. Hierbei muss man darauf achten, dass das Haustier alle wichtigen Nährstoffe bekommt und gegeben falls mit Supplements zu zuführen, da sie nicht vom Körper des Hundes hergestellt werden können (z.B. Taurin). Hierbei darf das Tier niemals die gleichen Tabletten wie ein Mensch nehmen, da diese oft Zucker enthalten, der für das Tier sehr gefährlich sein kann. Wenn man also unbedingt ein Fleischfressendes Haustier haben möchte, sollte man sich sehr gut mit der Ernährung auseinandergesetzt haben und diese möglichst CO2 Neutral halten. Falls man sein Tier nicht vegan ernähren möchte, könnte man wenigstens auf die Art, Herkunft und Menge des Fleisches achten. Der Haustierbesitzer trägt meiner Meinung nach auch die Verantwortung, falls das Tier geschützte Wildtiere frisst, da es frei Herumlaufen darf.

Aspekt Haltung

Der Aspekt wie das Haustier gehalten wird spielt neben dem Klimatischen Aspekt eine weitere große Rolle. Viele Haustier sind nämlich nicht für zum Beispiel ein Leben auf engem Raum oder ohne Gesellschaft geschaffen. Es gibt sehr viele Aspekte, die man bei einer Artgerechten Haltung des Tieres beachten muss. Diese sind auch bei jedem Tier unterschiedlich. Ich werde näher auf die des Hundes eingehen, da es zum einen das beliebteste Haustier in Deutschland ist und ich außerdem selbst einen besitze.

Wenn man sich einen Hund anschafft, müssen als aller erstes die Rahmenbedingungen für den Hund geschaffen werden. Das heißt man benötigt genug Platz sowohl drinnen als auch draußen, damit der Hund genügend Freiraum hat. Außerdem benötigt ein Hund je nach Rasse und Alter ca. 2 Stunden Bewegung täglich und das bei jedem Wetter. Man muss also trotz Job/ Schule und Freizeit genug Zeit für seinen Hund aufbringen können oder eine Person haben, die ihn betreut, wenn man selbst keine Zeit hat. Außerdem braucht der Hund auch Umfeld, in dem er etwas mehr Freiheiten bekommt, wie zum Beispiel ein Park in der Stadt oder ähnliches. Falls man in einer Stadt wohnt sollte man sich bewusst sein, dass es kein gewöhnliches Umfeld für einen Hund ist, da er sich an so etwas erst gewöhnen muss.

In unserer Gesellschaft wird artgerecht sehr fragwürdig dargestellt. Oftmals wird eine viel zu kleine Fläche für das Tier als artgerecht bezeichnet, da sie scheinbar nicht mehr nötig haben, aber jeder kann sich denken, dass zum Beispiel kein Hamster in einem kleinen Käfig auf Dauer glücklich ist. Außerdem sollte man sich bei dem Kauf 100% sicher sein, und auf keinen Fall einen Spontankauf tätigen, da man zum Beispiel einen Hund meistens mindestens acht Jahre hat.

Ein weiteres Problem ist, das vielen das Fachwissen beim Umgang mit den Haustieren fehlt. Hierbei zum einen im Thema Erziehung, als auch wie man mit ihm umgeht, damit sich das Haustier auch wohl fühlt. Zum Beispiel gibt es Haustiere wie Kanarienvögel, die Gesellschaft brauchen oder zum Beispiel Hamster die Einzelgänger sind. Auch der Umgang mit ihnen und die Körperhaltung ihnen gegenüber ist sehr wichtig, damit das Haustier nicht eingeschüchtert wird. Man sollte sich auch über die Körpersprache der Tiere informieren, damit man nichts falsch deutet. Außerdem sind meiner Meinung nach viele Tierarten überhaupt nicht für ein Leben in einem Haus gemacht, da sie zum Beispiel ein anderes Klima oder mehr Platz brauchen.

Viele Eltern kaufen ihren Kindern Haustiere, damit sie jemandem zum Spielen haben, die Kinder sind meistens jedoch gar nicht in der Lage so viel Verantwortung zu übernehmen und sich richtig um die Tiere zu kümmern. Dadurch haben die Tiere kein schönes und meist nur ein kurzes Leben, da die Kinder nicht mit den Tieren umgehen können. Man sollte seinen Kindern nur Haustiere kaufen, wenn man selbst genug Zeit hat sich um sie zu kümmern, da man es nicht allein den Kindern überlassen kann. Es stimmt zwar auch, dass Kinder durch Haustiere Verantwortung übernehmen lernen und einen Freund dazugewinnen, jedoch sollte dies immer unter Aufsicht einer Person geschehen, die sich gut auskennt und dem Kind helfen kann.

Aspekt Domestizierung

Als Domestizierung wird der Veränderungsprozess von Wildtieren durch genetische Isolation beschrieben. Dies geschieht durch Menschenhand, beispielsweise bei Hundezüchtern. Hierbei werden die Tiere zum Beispiel kleiner gezüchtet, da sie so süßer aussehen, oder einfacher zu handhaben sind. Dabei entstehen dann sogenannte Zuchtopfer, welche so gezüchtet wurden, dass sie später Nachteile im Leben haben. Ein Beispiel hierfür ist die Französische Bulldogge, welche durch Zucht eine extrem kurze Nase hat und deshalb Schwierigkeiten beim Atmen hat. Oder auch zu große Hunde, die früh Rückenprobleme bekommen und deswegen eingeschläfert werden müssen. Und das alles nur, weil es von Menschen als süß empfunden und als Statussymbol missbraucht wird. Zum Beispiel kleine Hunde, die von ihren Besitzern in der Handtasche mitgetragen werden. Ich finde eine Domestizierung ist soweit okay, wenn das Tier keine Schäden davonträgt. Da es auch nützliche Domestizierungen gibt, wie zum Beispiel Hütehunde.

Bei der Zucht werden viele überschüssige Tiere getötet oder für Tierversuche missbraucht, nur weil sie nicht den Anforderungen entsprechen. Außerdem machen Tier- und Zoohandlungen riesige Geschäfte mit dem Verkauf von Haustieren, da sie riesige Mengen an Haustieren verkaufen und Nachschub produzieren, obwohl tausende Tiere jährlich ausgesetzt werden und im Tierheim landen. Sehr viele Menschen halten außerdem exotische Tiere, die nicht an das Klima gewöhnt sind und auf viel zu engem Raum gehalten werden. Auch wenn Tierhalter verpflichtet sind nachzuweisen, dass ihr Haustier von einem Züchter aus Deutschland kommt, gibt es doch viele illegale Schmuggeltiere, die hier in Deutschland dann meist kein schönes Leben haben. Deshalb sollten meiner Meinung nach Tiere die eigentlich ein ganz anderes Klima zum Leben brauchen verboten werden. Es könnte eine Lizenz eingeführt werden, mit welcher man solche Tiere Halten darf. Diese kann man jedoch nur erlangen, wenn man ein Gutachten besteht, welches die Lebensbedingungen welche das Tier benötigt überprüft.

Von PETA wird empfohlen seine Haustiere kastrieren zu lassen, da es eine sehr starke Überpopulution von Haustieren gibt, und man meist nicht genau weiß wie die neuen Besitzer mit den Tieren umgehen. Durch diese Überpopulution ist es das Beste eine Adoption aus dem Tierheim zu tätigen, und sonst von Bekannten die Junge haben welche zu holen. Auf keinen Fall sollte man welche aus Tierhandlungen oder von Züchtern kaufen, da man sie keinesfalls aus den Käfigen dort rettet, sondern nur die Nachfrage erhöht und für ein größeres Angebot sorgt.

Meine Meinung

Für ein Haustier spricht, dass es ein treuer Begleiter für den Menschen ist und es außerdem sehr nützlich ist. Ein Haustier kann Menschen in vielen Situationen helfen wie zum Beispiel ein Blindenhund oder ein Drogenhund. Kinder können durch Haustiere lernen Verantwortung zu übernehmen oder sie als Freizeitbeschäftigung nutzen.

Gegen ein Haustier spricht, dass es meist eine sehr schlechte Umweltbilanz hat und es kompliziert ist dagegen zu wirken. Man muss eine Wissensgrundlage besitzen, damit man richtig mit dem Haustier umgeht und es auch verstehen kann. Man benötigt außerdem genügend Platz für das Haustier und genügend Zeit, um es zu betreuen. Es gibt zudem viel zu viele Haustier in Deutschland und falls man sich nach dem Kauf doch wieder umentscheidet, gibt es wenig Möglichkeiten es wieder los zu werden. Viele Tiere leiden zudem unter der Domestizierung, welche man durch den Kauf von einem Haustier unterstützt und das Haustier in einigen Fällen Probleme davon bekommt.

Meiner Meinung nach ist es ethisch nur vertretbar ein Haustier zu halten, wenn man sich wirklich im Klaren ist welche Verantwortung dieses mit sich bringt und wenn man den nötigen Platz für es hat. Außerdem muss man beim Kauf selbst schon sehr genau auf alles achten. Hierbei ist es wichtig, dass die Rasse kein Opfer der Domestizierung ist und somit keine gesundheitlichen Schwierigkeiten im Leben hat. Man sollte sein Tier nach dem Kauf einer Kastration unterziehen, um etwas gegen die Überpopulation zu tun und es sein Leben lang am besten komplett vegan ernähren. Man muss genügend Zeit einplanen und auch dafür sorgen können, dass die Haustiere zum Beispiel während des Urlaubs nicht alleine zu Hause sein müssen. Die Ernährung ist ein sehr wichtiger Aspekt, weil Haustiere sonst sehr umweltschädlich sind und ich es so ethisch nicht vertreten könnte ein Haustier zu halten. Auch für meinen Hund habe ich mich schon über Vegane Ernährung informiert und ziehe diese in Betracht.

Am natürlichsten wäre es allerdings, wenn jedes Tier einfach frei in der Natur leben könnte. Durch die soweit Fortgeschrittene Domestizierung ist das meistens gar nicht mehr möglich, da die Tiere zu stark vom Menschen abhängig sind. Deshalb sollte man den Tieren das angenehmste mögliche Leben ermöglichen und sie als Lebewesen sowie wir Menschen behandeln. Denn sie haben, ebenso wie wir, das Recht auf Leben.

Und Menschen, die ihren kleinen Kindern Haustiere kaufen, obwohl diese noch nicht die Verantwortung dafür übernehmen können, begehen meines Erachtens nach eine Straftat. Sie übergeben das Leben eines Tieres in die Hände eines Kleinkindes, welches sich nicht richtig um sich selbst kümmern kann.

Ein Haustier ist für mich also nur vertretbar, wenn es weitestgehend vegan ernährt wird, genug Platz hat (sowohl draußen als auch drinnen) und nicht unter einer Domestizierung leidet. Außerdem darf es nicht aus der Tierhandlung sein, sondern am Besten aus einem Tierheim oder von Bekannten.

  • Würdet ihr euch unter diesen Bedingungen ein Haustier anschaffen?
  • Was ist eure Meinung zu veganer Ernährung von Haustieren?
  • Würdet ihr ein Haustier aus dem Tierheim adoptieren?

Quellen

  • https://www.peta.de/themen/hund-katze-vegan-ernaehren/ , 21.12.20
  • https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.klimabilanz-von-hunden-wie-umweltschaedlich-sind-die-haustiere.7b68b976-8999-45c0-ba42-817cd28aaebd.html , 21.12.20
  • https://www.wiwo.de/lifestyle/werner-knallhart-haustiere-verderben-ihre-oekobilanz/23818088.html , 21.12.20
  • https://www.haz.de/Nachrichten/Wissen/Uebersicht/Warum-Haustiere-schlecht-fuers-Klima-sind , 21.12.20
  • https://www.peta.de/faq-tierische-mitbewohner/ , 02.01.21
  • https://www.youtube.com/watch?v=HynJAu7cEOM , 02.01.21
  • https://www.mein-haustier.de/magazin/hund-halten/, 02.01.21
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Domestizierung , 02.01.21
  • https://www.tiere-wissen.de/allgemein/artgerechte-haustier-haltung.html , 02.01.21

Stundenzusammenfassung 02.10.20

  • Thema: Soziologie, K1/1
  • Gymnasium Gerabronn, Raum 2204, von 11:25 Uhr bis 13:00 Uhr
  • Referentin: Frau Straub
  • Anwesend: 16 von 16 Schüler*innen
  • Link zum Bildungsplan: https://www.schule-bw.de/faecher-und-schularten/gesellschaftswissenschaftliche-und-philosophische-faecher/ethik/unterricht-materialien-und-medien/ethik_11_12
  • Gliederung der Stunde:
    1. Vorstellung Stundenprotokoll
    2. Vorstellung Portfolio „Wie sollten Menschen Tiere behandeln?“
    3. Wettbewerb philosophischer Essays
    4. Text zur Sozialisation
    5. Filmcover „Gefährliche Schulwege“
    6. Video „Meine Eltern“

Die Doppelstunde Ethik am 02.10.20 startete damit, dass eine Schülerin ihr Stundenprotokoll von der letzten Doppelstunde vorstellte. Hierbei wurde nochmal die letzte Stunde zusammengefasst und Tipps für das Erstellen der Stundenprotokolle gegeben. Als nächstes wurde das Portfolio einer Schülerin präsentiert. Es hatte die Leitfrage „Wie sollten Menschen Tiere behandeln?“ und startete mit einer Pro und Contra Liste, ob Tiere eine Seele haben. Danach ging es mit einem selbst verfassten Tagebucheintrag weiter, ob ein Tierleben genauso viel Wert ist wie ein Menschenleben. Als letztes Werkstück wurde ein Blogbeitrag verwendet, indem es darum ging wie sich Massentierhaltung auf die Tiere auswirkt. Die Schülerin geht seitdem viel Bewusster mit dem Thema Fleisch um. Die Referentin empfahl dieses Portfolio als Input für die Blogbeiträge zu verwenden, falls einen das Thema interessiert. Hierbei wurde auch geklärt, wie man ein Thema ethisch behandelt, nämlich indem man sich auf das menschliche Handeln bezieht. Außerdem ging es noch um die Länge die ein Blogbeitrag haben sollte, wobei ein Blogbeitrag zur Todesstrafe als Beispiel gezeigt wurde. Als nächstes wurde ein Wettbewerb zu philosophischen Essays vorgestellt (→Siehe Anhang „Bundes- und Landeswettbewerb Philosophischer Essay Herbst 2020). Hierzu haben wir auch zwei Methodenblätter erhalten, wie man einen philosophischen Essay verfasst (→Siehe AB „Methodenblatt: einen philosophischen Essay schreiben“).

Mit der Aufgabe, zur Frage „Was heißt Sozialisation?“, ein Brainstorming zu machen, wurde in das neue Thema Soziologie gestartet. Hierbei wurde auch darauf eingegangen was es mit Freiheit zu tun hat. Nach dem Brainstormen wurde ein Text zur Sozialisation (→Siehe AB „MA 2 Sozialisation“) ausgeteilt. Dieser wurde Abschnittsweise gelesen und dabei verschiedene Begriffe, sowie Unverständlichkeiten geklärt. Extra-uterin bedeutet, das etwas unvollständig auf der Welt ist. Es wurden durch den Text auch die Kasper-Hauser-Versuche angesprochen, bei welchen Kinder ohne Zuwendung aufgezogen werden, um ihre Entwicklung zu beobachten. Hierbei wurde festgestellt, das Kinder die keine Zuneigung bekamen, als Erwachsene oftmals Gewalttätig sind. Die Kindheit ist also sehr wichtig für das spätere Leben, da sich die Kinder oftmals ein Vorbild suchen das sowohl positiv als auch negativ sein kann. Als Beispiel wurde hier ein Kettenraucher genannt, dieser kann das Kind entweder abschrecken oder dazu verleiten selbst zu rauchen.

Als nächstes wurde ein Filmcover von einem Film über Schulwege gezeigt, in welchem Kinder für Bildung täglich stundenlang zur Schule laufen (Um auf die Pädagogik hinzuarbeiten, mit der wir uns in späteren Stunden noch beschäftigen werden). Woran man sieht das jeder eine andere Erziehung hat, wie zum Beispiel drei Brüder von denen einer im Rollstuhl sitzt und die anderen ihn täglich 4 km durch Schlamm zur Schule tragen. Als nächstes wurde über die Koedukative Erziehung, bei welcher Mädchen und Jungen zusammen Unterricht haben und über ihre Vor- und Nachteile gesprochen. Es wurde auch festgestellt, das man Erziehung von überall bekommt, zum Beispiel aus der Schule, Training oder auch von Zuhause. Danach folgte eine kurze Diskussion zu verschiedenen Statussymbolen und dass wir in unserem Kaufverhalten sehr stark beeinflusst werden, außerdem darüber, das wir allgemein in unserem Handeln immer von etwas geleitet werden und nicht frei sind. Als nächstes verwies die Referentin darauf, dass die Gewalt gegen Lehrer zunimmt, da den Schülern zunehmend der Respekt fehlt und vor allem die Jungs im Schulsystem verlieren, da es immer mehr Lehrerinnen als Lehrer gibt. Auch das wäre ein mögliches Blog-Thema. Dann ging es darum ob Bildung Freiheit ist, wobei festgestellt wurde, dass auch die Schulbücher Erziehung bzw. Meinungsbildung sind. Die Referentin verwies auf den Spruch „Nicht das Gedachte sollte gelehrt werden, sondern das Denken“, da man sich so seine eigene Meinung zu jedem Thema bilden kann.

Als letztes wurde das Video „Meine Eltern“ gezeigt (→Siehe: https://youtu.be/_O_xipy1Mx8). In diesem Video ging es darum, dass sich die Eltern eines Mädchens nicht mehr lieben, es aber ausschweigen. Da die Tochter ihren Freund mitbringen möchte, dem sie Lügen über die Eltern erzählt hat, sollen sich die Eltern für dieses Treffen anders verhalten, wodurch sie merken was alles falsch läuft. So realisieren sie das ihr Beziehung kaputt geht und ändern viel, wodurch sie sehr viel besser läuft. Hier raus lässt sich für mich schließen, das es gut ist Dinge die einen stören anzusprechen, um sie lösen zu können, anstatt alles Tod zu schweigen. In der nächsten Stunde werden wir nochmals genauer über das Video sprechen und uns eine Meinung dazu bilden. Außerdem werden wir den Text zu Sozialisation fertig lesen und dieses Thema vertiefen.

Freiheit und Determination – Wichtige Begriffe

SoziologieRollenerwartungEs wird immer etwas bestimmtes von einem erwartet, man ist nie wirklich frei in seinen Entscheidungen
ErziehungBei jedem unterschiedlich, wird während der Kindheit von jeder nahestehenden Person beeinflusst
StatusStatussymbole sind in unserer Gesellschaft stark vertretten und für die meisten Menschen eine Art sich auszudrücken
VorbilderEs gibt sowohl positive als auch negative, die eine starke Einwirkung auf die Kindheit haben können
MeinungsbildungWird durch Vorbilder geschaffen, kann aber auch z.B. durch Schulbücher geprägt werden
(Tabelle sollte vom nächsten Protokollanten fortgeführt werden)