Unterrichtsprotokoll 10.03.2021

Organisatorisches:

  • Handlungen von B und S
  • Wer war Kant?
  • Der gute Wille

1. AB Immanuel Kant

S. 4 Immanuel Kant: Beurteilen von Handlungen

1. pflichtgemäß

2. pflichtgemäß

3. aus Pflicht

4. pflichtgemäß

5. pflichtgemäß

6. pflichtwidrig

7. aus Pflicht

8. pflichtwidrig

9. pflichtwidrig

10. pflichtwidrig

11. pflichtgemäß

12. aus Pflicht

13. pflichtgemäß

14. pflichtgemäß

15. pflichtgemäß

16. pflichtgemäß

17. pflichtgemäß

S. 2: Leben und Werk

Studium und Lehre

  • 1. Werk mit 60 Jahren
  • Studiert Physik, Philosophie, Mathematik
  • Wichtige Fragen: Was kann ich wissen ?, Was kann ich tun ?, Was kann ich hoffen? Was ist der Mensch?
  • Professor für z.B. Geographie, Philosophie und Theologie

Leben

  • Er stand kurz vor zwei Ehen, die der dann wegen „zu viel nachdenken“ doch nicht einging
  • Er besuchte adlige Gesellschaften
  • gleicher wiederholender Tagesablauf, dadurch entstand ein stabiler äußerer Rahmen

War Kant ein Rassist?

  • Ja, da er seine Philosophie nur auf weiße Menschen bezog

2. Wir schauen den Film von Kant weiter (Der gute Wille)

Ist eine Abtreibung ethisch vertratbar?

Anfang September trat in Texas das Herzschlaggesetz in Kraft, welches eine Abtreibung verbietet sobald der Herzschlag des Fötus festgestellt wurde. Dies kann bereits schon ab der 6. Schwangerschaftswoche der Fall sein. Hier wissen die meisten Frauen noch gar nicht, dass sie schwanger sind und somit ist eine Abtreibung unmöglich. Etwa einen Monat später (stand 07.10.2021) hat ein US-Bundesrichter das neue Gesetz vorläufig ausgesetzt, mit der Begründung, dass Frauen unrechtmäßig daran gehindert wurden Kontrolle über ihr Leben auszuüben. Es hieß das Gericht werde „diese beleidigende Beraubung eines so wichtigen Rechts“ nicht weiter bewilligen.

Aber was genau ist eigentlich eine Abtreibung und warum sollte sich eine Frau gegen ihr eigenes Kind entscheiden? Ist ein Verbot gerechtfertigt?Unter einer Abtreibung versteht man den gezielten Abbruch einer Schwangerschaft, die den Tod des Embryos zur Folge hat. Ein solcher Schwangerschaftsabbruch ist erst nach der Einnistung des befruchteten Eis in der Gebärmutter möglich.

In Deutschland ist dies nur unter gewissen gesetzlichen Vorkehrungen möglich. Eine Abtreibung ist für die durchführende Person erst dann rechtsgemäß, also straffrei, wenn diese Vorkehrungen eingehalten werden. Zum einen muss die Schwangere den Schwangerschaftsabbruch selbst verlangen und eine gesetzlich vorgeschriebene Schwangerschaftsberatung durch eine staatlich anerkannte Beratungsstelle wahrnehmen und dort einen Beratungsschein erhalten. Zwischen dem Ausstellen des Beratungsscheins, also dem Beratungstag und dem Eingriff müssen mindestens drei Tage liegen, sodass die Schwangere nochmal die Gelegenheit hat sich im Klaren über alles zu werden. Außerdem darf eine Abtreibung nicht mehr als zwölf Wochen nach der Befruchtung durchgeführt werden. Rechnet man vom ersten Tag der letzten Monatsblutung stellt das die 14. Schwangerschaftswoche dar. Der letzte wichtige Punkt ist, dass der Schwangerschaftsabbruch von einem Arzt oder einer Ärztin vorgenommen werden muss, der/die nicht das Beratungsgespräch durchgeführt hat.

Warum sich eine Frau für eine Abtreibung entscheidet kann verschiedene Gründe haben:

  • Kriminologische Gründe bezeichnen Vorfälle wie eine Vergewaltigung, sexueller Missbrauch von Minderjährigen oder sexuelle Nötigung
  • Medizinische Gründe sind, wenn eine Behinderung des Embryos vorliegt oder die Schwangerschaft die Gesundheit der Schwangeren gefährden könnte. Dadurch ist hier auch ein Spätabbruch, also nach der 14. Schwangerschaftswoche möglich mit der Bestätigung eines Arztes, dass eine medizinische Indikation vorliegt. Die Gefahr muss umso größer sein, je weiter die Schwangerschaft fortgeschritten ist.
  • Persönliche Gründe sind eine ungeplante Schwangerschaft, kein Partner oder eine instabile Partnerschaft, eine Belastung durch bereits vorhandene Kinder oder auch ein instabiles Lebensumfeld

Die Hauptrolle bei der Entscheidung für oder gegen die Schwangerschaft spielt allerdings die moralische sowie die religiöse Einstellung. Ab wann kann man ein Embryo als Mensch bezeichnen? Schon bereits nach einem Monat oder erst, wenn er schon fast ausgewachsen ist. Ab wann spielt die Hirnaktivität eine Rolle oder auch das mögliche Schmerzempfinden des Embryos? Ist es ein Verstoß gegen die Menschenwürde einem Embryo das Leben nicht zu gewähren? Auch die Psyche beziehungsweise die psychische Belastbarkeit der Frau ist ein wichtiger Punkt. Eine Abtreibung bedeutet für eine Frau eine extreme psychische Last, mit der viele erstmals nicht klarkommen. Auf der anderen Seite sind aber möglicherweise die Lebensumstände sowohl als auch die Beziehung mit dem Vater des Kindes so instabil, dass dies eine noch größere psychische Last darstellen würde. Von einem konservativen Standpunkt aus wird dem menschlichen Leben dasselbe unantastbare Recht auf Leben zugesprochen wie einem Erwachsenen, womit eine Abtreibung allgemein als moralisch unzulässig ist. Der radikalliberale Standpunkt spricht dem ungeborenen Menschen nur einen minimalen oder sogar gar keinen moralischen Status zu, sodass eine Abtreibung als ethisch und moralisch vertretbar gilt. Das Selbstbestimmungsrecht der Schwangeren allein ist ausschlaggebend.

Ich persönlich halte eine Abtreibung, solange sie nur bis zu einem gewissen Zeitpunkt stattfinden darf, vertretbar. Zwar hat der ungeborene Mensch keine Schuld an der Situation und ihm wird in dem Fall das Leben nicht ermöglicht, allerdings kann man das Leben der Mutter nicht mit dem des ungeborenen Kindes gleichsetzen. Sollte sie am Ende mit der psychischen Last, womöglich auch aufgrund der gesellschaftlichen und sozialen Situation nicht klarkommen und daran zerbrechen, wäre das nicht vertretbar. Oder wenn das ungeborene Kind unter den schlechtesten Verhältnissen aufwachsen würde, auch ohne Vater, hat es deutlich erschwerte Voraussetzungen ein normales Leben zu führen. In so einem Fall denke ich wäre es aber eine bessere Möglichkeit das Jugendamt einzuschalten. Sollten die Eltern nicht in der Lage sein sich um das Kind zu kümmern, muss das Jugendamt handeln. So kann eine Abtreibung umgangen werden und das Kind hat die Möglichkeit in eine Pflegefamilie zu kommen, zu Eltern die vielleicht keine Kinder bekommen können um dort ein schönes Leben zu führen.  In Extremfällen wie Vergewaltigungen halte ich ein Abtreibungsverbot für absolut nicht vertretbar und unmenschlich, genauso wenn die Gesundheit der Schwangeren auf dem Spiel steht. Die Frau müsste nach so einem traumatisierenden Ereignis das Kind gegen ihren Willen austragen. Dies könnte soweit gehen, dass sie psychisch krank wird und ihr Leben auf dem Spiel steht, und sie dann auch keine Möglichkeiten mehr hat sich um das Kind zu kümmern. Trotz all dem sollte man meiner Meinung nach alles dafür tun und alles versuchen das Kind nicht abzutreiben und nach einer Lösung zu suchen, da es obwohl es ungeboren ist ein Recht auf Leben hat. Jedoch sollte eine Frau jederzeit selbst über ihren Körper entscheiden dürfen.

Ich denke Abtreibung ist ein großes Thema bei dem es viele verschiedene Meinungen gibt, was ist deine?

Quellen:

Erfahrungsberichte: