Stundenprotokoll,Ethik 13.01.2021

Morlaphilosophie: Tugendethik

-Frau Schütze zeigt uns zum Einstieg ein Bild welches vier der Cardinaltugenden abbildet:

  • Gerechtigkeit
  • Mut
  • Hemmung
  • Bescheidenheit

-Frau Schütze lässt uns selbst die für uns wichtigen Tugenden aufschreiben und sammelt sie vorne an der Wand. Mit der Frage nach dem Grund der Existenz der für uns wichtigen Tugenden teilt sie uns ein Arbeitsblatt zu Aristoteles aus.

AB: „Aristoteles, wie können wir glücklich werden?“

-Das AB enthält wesentliche Fragen, welche nach dem Lesen des Textes beantwortet werden sollen. Sie dienen dem Vertändnis der Sichtweise von Aristoteles auf das Wesen und die Handlungen des Menschen.

  • Was bedeutet Glück für Aristoteles?

Glück ist für Aristoteles das wonach jeder Mensch strebt. Die Glückseeligkeit als solche ist somit für Aristoteles das allem Handeln zugrunde liegende Ziel.

  • Was macht den Menschen laut Aristoteles besonderst gegenüber Pflanzen und Tieren?

Für Aristoteles unterscheiden sich Menschen von Tieren darin, dass Menschen fähig sind dank ihres Verstandes, des logischen Denkens, ihre Gefühle und Triebe zu kontrollieren. Tiere handeln hingegen rein Gefühls- und Triebgesteuert und können jene nicht kontrollieren.

Vernunft(Verstand gesteuertes Handeln) <–> Unvernunft(sinnlicher Instinkt: Begehren | vegetatives Vermögen: physisches Vermögen)

  • Was haben für Aristoteles Tugenden mit Glück zu tun?

Laut Aristoteles führt tugendhaftes Handeln zu Glückseeligkeit, also sollte man Tugendhaft handeln um jene zu erreichen.

  • Wie sollen wir also laut Aristoteles leben, um die Glückseeligkeit zu erlangen?

Für Aristoteles ist ein Leben ganz im Sinne des Geistes, losgelöst von seinen Trieben, allein der Kontrolle des Geistes unterstellt die Lebensweise, mit hilfe derer man die Glückseeligkeit erlangen kann.

Was ist genau ist jetzt tugendhaftes Leben für Aristoteles, und was ist eine richtige Tugend?

Für Aristoteles zeichnet sich tugendhaftes Handeln durch eine Vernunft geleitete Handlungsweise aus. Dabei muss man allerdings immer die Balance zwischen zu viel und zu wenig einer Tugenden finden, man muss imer das richtige Maß finden.

zu wenig <– (Tugend) –> zu viel

Das wird durch den Umstand bedingt, dass Tugenden immer in Relation mit den Punkten …

  • relativität
  • subjektivität
  • Situation

… richtig angepasst werden müssen, da man sich in einer spezifischen Situation auch mit einem bestimmten Maß an einer Tugend an die Umstände anpassen muss. Beispielhaft wären hier folgende Fälle:

zu wenig(Verschlossenheit,Feindschaft) <– Toleranz(Tugend) –> zu viel(Beliebigkeit)

zu wenig(Unhöflichkeit) <– Freundlichkeit(Tugend) –> zu viel(unnahbar,angreifbar)

Wie wird man also glücklich?

Für Aristoteles spielt wie bereits erwähnt ein tugendhaftes Leben eine zentrale Rolle, allerdings spielt auch immer das erreichen eines untergeorneten Ziels eine große Rolle. Die einzelnen untergeordneten Zeile selbst sind für Aristoteles immer nur Zwischenschritte und sind einem höheren Ziel untergeordnet. Das erreichen der jeweiligen, selbstgestellten Unterziele führt einen somit immer näher an die Glückseeligkeit heran. Das kann man zum Beispiel anhand von sportlichen Aktivitäten veranschaulichen.

sportliche Aktivität(Primärziel) -> körperl. Fitness(2. Ziel) -> Gesundheit(3.Ziel) … ->Glückseeligkeit

Zusammengefasst erlangt man also seine Glückseeligkeit durch tugendhaftes Handeln und das Erreichen seiner eigenen Ziele.

Macht es Sinn nach dem Sinn des Lebens zu suchen?

Immer wieder lese ich von Leuten ,die darüber nachdenken was der Sinn des Lebens ist oder die sich auf die „Suche“ nach dem Sinn des Lebens begeben. Doch je öfter man nach dem Sinn sucht, so verzweifelt versucht seinem leben eine tiefere Bedeutung aufzuzwängen, desto häufiger müsste man sich eigentlich fragen, ob es überhaupt einen Sinn des Lebens geben muss. Macht es also Sinn nach dem Sinn des lebens zu suchen?

Ich weiß das ist jetzt etwas abwegig aber dennoch hoffe ich, dass du dich als Leser*in jetzt wenn auch nur kurz mal Zeit dafür nimmst, darüber nachzudenken, über den Sinn eines Sinnes.

Du fragst dich jetzt wahrscheinlich, wie sich die existens eines Lebenssinn bewerten lässt. Nun ich würde zunächst davon ausgehen, dass die Betrachtung der größten Gemeinsamkeiten, des Gesamten, des Raumes und der Zeit einem dabei helfen könnte. Somit kann man sich nur mit ein wenig Weitsicht von seinen zutiefst verankerten Beweggründen seines Daseins lösen und auch wenn nur für einen kurzen Moment die Zeit nehmen die Schönheit des ganzen, des Universums zu betrachten.

Stell dir jetzt also vor wir schweben jetzt weit weg von unserem Sonnensystem, von unserer Galaxie in der bunten leere des Weltalls. Vor uns funkelt lila schimmernd die Milchstraße. Unsere Galaxie, unser Heimatort ist so riesig, und so vielfältig und doch haben wir erst wenig entdeckt und ahnen vermutlich noch garnicht, was es alles noch zu entdecken gibt. Du fragts dich jetzt wahrscheinlich was ich gerade geraucht habe. Versteh ich. Und nein ich bin jetzt auch nicht auf einem miesen Tripp hin zur Astrologie. Die Milchstraße sehe ich hier allein schon als eine gute, bereits existierende Metapher um die Frage nach der sinnhaftigkeit eines Sinnes des Lebens zu klären. Denn allein in der Milchstraße vermutet man allein auf Grund von mathematischer Annahmen, dass selbst wenn das Entstehen von Leben extrem unahrscheinlich ist in der Milchstraße bis zu 36 Zivilisationen geben muss.

Aber bevor man das große und ganze betrachtet, muss man klären, ob es einen Sinn für das Leben eines Einzelnen gibt.

Da Leben an sich immer gleichwertig ist, es also nie ein wetvolleres oder weniger wichtiges Leben geben kann, kann allein schon hier der Sinn eines Lebens sofern er existiert nicht auf das Individuum bezogen werden, da es das Universum nicht wirklich intersessiert, ob jemand stirbt oder lebt. Somit ist alles auf der selben Ebene, alles auf Augenhöhe. Es kann also schon keinen Sinn des Lebens im Sinn des Einzelnen geben.

Aber wie sieht es hierbei mit dem Sinn für die Gemeinschaft, für die Menschheit aus. Ist der Sinn des Lebens vielleicht das leben der Menschheit selbst, um ein ewiges Fortbestehen einer Gemeinschaft zu erschaffen. So schön dieser Gedanke auch klingen mag, zweifle ich stark an einem tieferen Sinn hinter der Menschheit, da jene gerade fleißig damit beschäftigt ist sich selbst auszurotten und kein Wunder absehbar ist, welches die Menschheit davon abhält sich auszulöschen.

Somit kann ein Sinn des Lebens weder im Leben des Einzelnen sowohl als auch im Leben der Allgemeinheit gefunden werden. Aber das wäre nur eine Betrachtungsebene. Man könnte den Sinn des Lebens nämlich auch so verstehen, dass am ende nur die Taten des einzelnen zählen.

Um diesen Denkansatz aus meiner Sichtweise zu beleuchten würde ich hier wieder auf meine Universum-Metapher zurückgreifen. Denn alles was wir tun ist dieser rieseigen unendlichkeit egal. Somit ist alles was man im Leben je getan hat schlicht egal. Außer dem Leben auf der Erde wird es nämlich am ende niemanden intersessieren, ob die Menschheit den Planeten, auf dem sie festsitzt kaputt gemacht ha, denn das Universum existiert winfach weiter.

So frustrierend die obigen Schlusfolgerungen auch sein mögen, umso deutlicher wird es, dass es kaum einen Lebenssinn gibt, der über gesellschaftliches, zwischenmenschliches Beisamensein hinaus geht, was wohl jeder von uns als ein fundamentales Bedürfnis empfindet. Deswegen Frage ich mich fast schon verärgert: Muss es denn einen Sinn des lebens geben?, Kann man das leben nicht einfach hinnehmen so wie es ist? Ich persönlich finde nämlich, dass das leben allein schon so ein aufregendes etwas ist, das sich kaum begreifen lässt. Das leben muss nämlich nicht Sinn machen, da es das Universum in keinster weise juckt wo, wie, wann und wie lang wir leben. Und meiner Meinung nach ist das in Ordnung. Man sollte somit lieber seine Zeit nutzen um für sich und alle anderen das schönste und beste Leben zu ermöglichen, welches möglichst lange und friedvoll ist und keine Zeit auf die frage nach einem Sinn verschwenden, den es womöglich nicht einmal gibt.