Unterrichtszusammenfassung 17. März 2022

Kursstufe 1 – Tutor: Mandy Schütze

Agenda

Organisatorisches
Wille/ Willenskraft
Folge 2 von „Kant – Sophie und der Kategorische Imperativ“

Unterrichtsbeginn

5 Minuten nach dem offiziellen Unterrichts Begin kam Frau Schütze in den Raum, um die aufgrund mehrerer Krankheitsfälle dezimierte gruppe zu begrüßen.

1. Organisatorisches

Die Schüler bekamen Hefte zum Thema Berufswahl ausgeteilt.

2. Wille/ Willenskraft

Auf einem DIN-A3-Papier sollten die Schüler in zwei Gruppen (zzgl. einer Gruppe der Schüler, die digital am Unterricht teilnahmen) Ideen zum Thema Wille/ Willenskraft notieren.
Ergebnis:
-> Einflüsse von außen (z.B. Wille, sich wegen anderen zu ändern)
-> Bedürfnisse (z.B. Essen & Schlafen) [Anmerkung des Autors: die Wörter „Essen“ und „Schlafen“ standen im Vordergrund, was sowohl verbal als auch schriftlich eindeutig kommuniziert wurde]
-> dem Wille nachzugehen erzeugt Gefühle (z.B. Glück)
-> Motivation
-> erreichen eines Zieles
-> starker Antrieb
-> Ausdauerlauf
-> hungrig den Kühlschrank einräumen und nichts essen

Im Anschluss wurde der Text „IMMANUEL KANT: GRUNDLEGUNG ZUR METAPGYSIK DER SITTEN“ (vgl. Skript UE2 Moralphilosophie: Pflichtethik, S.5 oder http://gutenberg.spiegel.de/archiv/kant/sitte/sitte.xml [ACHTUNG: Link funktioniert nur bedingt]) gelesen. Die Ergebnisse dieses Textes wurden mit den zuvor vom Kurs erarbeiteten verglichen und es stellte sich heraus, dass etwa 50% davon übereinstimmten.

3. Folge 2 von „Kant – Sophie und der Kategorische Imperativ“

Nachdem alle Schüler den viel zu überraschenden und viel zu lauten Start des Videos (teils gerade so) ohne äußerliche Schäden überstanden hatten, konnte man die Protagonistin Sophie beobachten, wie sie halluziniert und mit einem fiktiven Immanuel Kant über „Pflicht, Pflichtgemäß und Pflichtwidrig“ spricht. Später wird sie von einem verheirateten jungen Mann angemacht, der behauptet, er wolle sie auf einer Veranstaltung über Kant sprechen lassen und so mit ihr ins Gespräch kommt. Sie ignoriert seine Komplimente zunächst, um ihm kurz darauf einen Korb zu geben, das Gespräch allerdings weiterzuführen. Da der Film and der Stelle endet, bleibt eine mögliche gemeinsame Zukunft der beiden offen, ein Cliffhanger, der allerdings kaum jemanden interessiert. Ein Grund dafür könnte sein, dass die Unterrichtsstunde nach dem Video und damit 10 min zu früh beendet wurde und die Aufmerksamkeit der Schüler immer weniger auf Kant, dafür immer mehr auf die mögliche Beziehung der Protagonisten und der Verarbeitung vereinzelter Nahtoderfahrungen zu beginn des Videos gerichtet war.

Die einzige Lösung?

Neulich sollten wir uns überlegen, wie man den Antisemitismus (= Judenhass) in Deutschland beenden könnte.
Meiner Meinung nach geht dies nur durch die Annullierung einer Gruppe: entweder der hassenden oder derer, die gehasst werden.

Dies mag zwar sehr Aggressiv klingen, meint aber nicht zwingend die Ermordung der Menschen.

Zunächst die Begründung der Meinung: solange es Minderheiten gibt, werden diese zum Vorteil anderer unterdrückt werden. Solange nicht automatisch für das Wohlbefinden aller gesorgt ist, werden Menschen konkurrieren und versuchen, sich durch mal mehr mal weniger legale Mittel über andere zu stellen und so zumindest für sich ein ertragbares Leben zu schaffen. Favorisiert werden Minderheiten als Sündenböcke benutzt, da diese sich kaum wehren können und problemlos einen gemeinsamen Feind für eine Menschengruppe darstellen können. Minderheiten abzuschaffen würde heißen, auch das Judentum abzuschaffen. So gäbe es keinen Judenhass mehr, dafür würde man sich andere Sündenböcke suchen (dazu später mehr). Das Wohlbefinden aller zu erreichen ist unmöglich, denke man allein an Sportveranstaltungen, bei den es nur einen Gewinner bzw. eine Gewinnermannschaft geben kann. Die anderen sind traurig, Hass entsteht. Außerdem muss jeder für sich selbst sorgen, arbeiten, sich anstrengen, schauen, dass er überlebt. Das bekommen manche besser hin, andere schlechter, ein weiterer Grund für Neid und Hass.

Also muss man die Minderheiten abschaffen – ohne Judentum und Juden auch kein Judenhass.
Möchte man nur den Antisemitismus bekämpfen, könnte man also die Religionen abschaffen. Der Glaube der Menschen könnte ja bleiben, sie wären aber nicht mehr dem Judentum angehörig und damit auch keine Juden mehr.
Leider würden sich die Menschen andere Sündenböcke suchen, da diese für politische Macht unabdingbar sind.
In Amerika fand man eine besonders gute Lösung: Schwarze (nein, der Ausdruck ist nicht rassistisch), oder um dem deutschen Sprachgebrauch gerecht zu werden: Schwarz*in.
Das „tolle“ – oder eben nicht so tolle – an denen ist nämlich, dass sie ihre Hautfarbe nicht einfach wechseln können. Der Sündenbock „Afroamerikaner&co.“ bleibt für immer.

Damit steht fest: Das entfernen der Minderheiten erfüllt seinen Zweck nur bedingt.
Die andere Möglichkeit: die Hassenden loswerden. Doch auch das ist ein aussichtsloses verfangen, da diese Gruppe höchst komplex ist und ständig wächst. Möchte man den Antisemitismus bekämpfen, muss das Judentum abgeschafft werden, möchte man allen hass bekämpfen, die Menschheit. Selbst ein einzelner Mensch würde sich selbst hassen, sich Vorwürfe machen und wäre bis zu seinem Tod nicht glücklich.

Titel hier eingeben

Unsere Tutorin hat uns nahegelegt, hier einen Blog zu posten, um die eigene Note zu verbessern.
Da ich mich allerdings beim argumentieren kaum kurzfassen kann, werde ich nicht auf eine große Frage antworten, sondern viele kleine stellen und kommentieren.
Dies ist kein Monolog, weshalb ich den Leser ausdrücklich dazu auffordere, sich durch Kommentare an der folgenden Aufzählung zu beteiligen.

Übersicht:
[01] Ist der Begriff „Schneemann“ sexistisch?
[02] Ist es ethisch vertretbar, Schneepersonen schmelzen zu lassen?
[03] Warum gibt es so viele Worte, die gleich klingen, aber das Gegenteil bedeuten?
[04] Ist „weniger“ wirklich die Steigerung von „wenig“?
[05] Warum werde ich bei Wasserkontakt nass?
[06] Spart man, wenn man Dinge kauft, deren Preis reduziert ist?
[07] Warum kaufen die Leute sich Blumen?
[08] Warum hat Religion so wenig mit Glaube zu tun?

[01] Ist der Begriff „Schneemann“ sexistisch?

Ja. Einen Schneemann zu bauen hat nichts mit Sexismus zu tun, eher mit der Missachtung der Frauenquote. Doch obwohl es überwiegend Schneemänner gibt, sollte der offizielle Begriff „Schneeperson“ oder „Schneegestalt“ sein…


[02] Ist es ethisch vertretbar, Schneepersonen schmelzen zu lassen?

Ja. Schneepersonen spüren ja keinen Schmerz. Dennoch ist es bestimmt kein Vergehen, sie auf schnellerem, schmerzfreiem Wege zur Strecke zu bringen.

[03] Warum gibt es so viele Worte, die gleich klingen, aber das Gegenteil bedeuten?

Januswörter, sie existieren einfach. Keine Ahnung warum. Beispiele:
„umfahren“, „umgehen“, quasi alles was mit „um“ anfängt, „anhalten“, „ausborgen“, „einen Zug nehmen“.

Quelle: eigene Bilddatei, erstellt mit kapwing.com

[04] Ist „weniger“ wirklich die Steigerung von „wenig“?

Müsste ja viel eher eine Art „Senkung“ sein. Genauso wie „tiefer“ oder „flacher“.
Vielleicht ist auch „wenig“ die Steigerung von „weniger“. In jedem Falle ist „wenig“ hier „mehr“.

[05] Warum werde ich bei Wasserkontakt nass?

Weil Wasser nass ist. Die Frage ist also: Warum ist Wasser nass? Aber auch die Antwort darauf ist ganz einfach: Wasser berührt Wasser.

[06] Spart man, wenn man Dinge kauft, deren Preis reduziert ist?

Wenn man das Ding wirklich benutzt schon. Wenn das ding nur in der Ecke steht nicht, denn dann hat man nicht 20€ gespart, sondern 80€ ausgegeben, die man ohne den Rabatt wohl behalten hätte.

[07] Warum kaufen die Leute sich Blumen?

Blumen sind teuer, oft nicht mal schön, machen nicht satt und sind nach einer halben Woche wieder kaputt. Warum Blumen? Sollen lieber sparen und sich große Maschinen kaufen, die machen wenigstens Spaß.

[08] Warum hat Religion so wenig mit Glaube zu tun?

Die Religion ist an sich ja nur eine Sammlung gläubiger, die miteinander das gleiche glauben. Das heißt, dass die Kreuzzüge nichts mit den Christen, sondern nur mit dem Christentum zu tun hatten und zwar die Religion, aber damit nicht der Glaube, sondern der Profit des Glaubens missbraucht wurde.

Unterrichtszusammenfassung 16.12.2021

Kursstufe 1 Tutor: M. Schütze

Die Stunde begann mit dem Austeilen der Klausuren.
Es folgte der Einstieg ins Thema „Philosophen der Antike“. Dieser gestaltete sich durch das Ausfüllen einer Tabelle (DIN A3 – siehe Anhang), die Philosophen, Philosophenschulen und Philosophengruppen zwischen 600 v. chr. und der Römischen Antike enthielt und deren Kästchen mit Informationen zum Jeweiligen Thema ausgefüllt werden mussten. Anschließend wurde ein Jahresrückblick zum Jahr 2021 ausgefüllt, das Blatt war jeweils privat und wird im Unterricht nicht weiter behandelt. Im allgemeinen war die Stunde eher locker, da es sich um die Letzte vor den Winterferien handelte.

Anhang: Philosophentabelle

Anmerkung: Aristoteles und die hellenistische Philosophie wurden nicht ausgefüllt