Unsterblich sein?

Was wäre, wenn Menschen ewig leben würden?

Es würde bedeuten, dass es irgendwann keinen Platz mehr auf der Erde gäbe, weil immer neue Menschen geboren werden, aber keiner stirbt. Es würde aber auch bedeuten, dass keiner das Leid erfahren muss, einen geliebten Menschen zu verlieren, da dieser ewig lebt, genau wie man selbst.

Da wir Menschen die Natur und ihre Prozesse nicht komplett auf den Kopf stellen können und den Tod einfach ausschalten können, würde ewiges Leben bedeuten, dass man durch medizinische Behandlungen oder Ähnliches, den natürlichen Tod extrem weit hinauszögert.

Hierbei stelle ich mir nun drei Fragen; zum einen, ob es denn so ein schönes Leben wäre, dauernd zum Arzt zu gehen, um sein Leben ein paar Tage zu verlängern, oder 24/7 an lebenserhaltende Maschinen angeschlossen zu sein, nur um weiter zu Atmen, obwohl man eigentlich nichts mehr aktiv machen kann? Zum anderen, was diese Möglichkeit sein Leben um einiges zu verlängern für einen Einfluss auf die Gesellschaft hat? (Denn ich denke nicht, dass die Krankenkasse so etwas übernimmt.) Drittens, wie sich die Angehörigen einer Person fühlen, die sich dazu entschieden hat ihre letzten 20 Jahre an Maschinen zu verbringen, nur um 110 zu werden statt 90?

Meine Meinung zum „Ewigen Leben“ ist, dass es kompletter Blödsinn ist, für ein paar Jahrzehnte mehr sich komplett Maschinen und Medikamenten zu opfern und seine Angehörigen dieser Belastung auszusetzen, finanziell und psychisch, den Opa oder Vater jahrelang in der Klinik zu besuchen, nur weil dieser sich zu 10 Jahren mehr auf seinem Konto entschieden hat. Solche Belastungen sind meiner Meinung nach fast schlimmer, als der Tod dieser Person, da sie sich über Jahre ziehen und der Tod nur ein kurzer Stich ins Herz ist.

Ich finde, man sollte lieber die ca. 80 Jahre nutzen, die man auf der Erde hat, um seine Ideen und Träume zu verwirklichen und danach Platz schaffen, für neue Menschen mit neuen Ideen und Träume.

Was meint ihr, wäre ein „Ewiges Leben“ trotz der Strapazen wünschenswert? Was sagt ihr zu den Fragen die ich mir stelle?

Protokoll vom 7.11.2016

Wirtschaft und Ethik, Straftheorien                                                       7.11.2016, 7:45-9:20

Partybaum (L.) am 9.11.2016

 

18 Anwesende (vollzählig), Referentin Sü

Organisatorisch geklärtes: 

·         Klausur am 28.11.2016 wird mit Hefter geschrieben

·         Blogbeiträge müssen bis 8.01.2017 online sein

·         Kommentare müssen bis 15.01.2017 online sein

Wirtschaft und Ethik

Wir führten in Gruppen ein Schreibgespräch über die Frage, ob Wirtschaft und Ethik miteinander vereinbar sind und mussten unseren Standpunkt begründen. Alle Gruppen waren weitestgehend der Meinung, dass Wirtschaft und Ethik nicht wirklich miteinander vereinbar sind, da es in der Wirtschaft um Profit und Konkurrenz geht. Es ist zwar möglich Wirtschaft mit ethischer Moral zu vereinbaren, aber relativ schwer, da man sehr viel auf einmal beachten muss (Umwelt, Löhne, Arbeitsbedingungen).

Film: Bedingungsloses Grundeinkommen (https://www.youtube.com/watch?v=EP7KfJLh30g )

Zu dem Thema Wirtschaft und Ethik wurde ein Film der ARD gezeigt, in dem erklärt wird, was ein bedingungsloses Grundeinkommen ist, nämlich dass jede/r Bürger/in monatlich eine festgelegte Summe an Geld vom Staat bekommt, egal ob er/sie arbeitet oder nicht.

In der anschließenden Diskussion kamen vor allem drei Punkte auf. Zum einen, dass durch das bedingungslose Grundeinkommen keiner mehr arbeiten gehen würde, was aber im Film durch Studien widerlegt wurde, da der Hauptantrieb für Leistung nicht im Geld liegt.                                       Zum anderen, dass ein bedingungsloses Grundeinkommen gut wäre, da die Menschen weniger finanzielle Sorgen hätten und sich das Einkommen durch Arbeit an das bedingungslose Grundeinkommen anrechnen würde und man somit mehr Geld hätte.                                                                                   Der dritte Punkt, war die Frage, wie das bedingungslose Grundeinkommen geregelt würde, wenn man zusätzlich arbeitet und sehr gut verdient, ob man dies prozentual regelt, oder ab einem gewissen Einkommen das bedingungslose Grundeinkommen wegfällt.

Straftheorien

Um in das Thema einzuführen wurde uns ein Fall von Brandstiftung an einer Unterkunft für Asylsuchende, bei dem fünf Personen starben und vier schwer verletzt wurden, vorgestellt, bei dem vier Täter beteiligt waren (16, 17, 19 und 23 Jahre alt) und wir eine Strafe für den 16-Jährigen aussuchen sollten. Zur Auswahl standen:

Verbrennen (a), Haftstrafe und Veröffentlichen seines Bildes (b), Überlebende Familienmitglieder über Strafe entscheiden lassen (c), gemeinnützige Arbeit über mehrere Jahre mit Brandopfern (d), Geldstrafe an Überlebende zahlen (e),  lebenslange Haft (f)

Die meisten der Kursteilnehmer fanden (d) am sinnvollsten (manche in Kombination mit Haftstrafe), da sie der Meinung waren, dass die Arbeit und der Kontakt mit Brandopfern den Täter zum Nachdenken über seine Tat anregen würde. Wir sprachen auch über den Sinn hinter Strafe und kamen zu dem Schluss, dass Strafe Rehabilitation und Abschreckung bewirken soll.

Mit Hilfe unseres Ethikbuches erarbeiteten wir dann die drei Straftheorien:

·         Vergeltungstheorie: Rache

·         Generalprävention: Abschreckung

·         Spezialprävention: Ausgleich sozialer Fehlentwicklungen und Erziehung (Resozialisierung)

 

Unter diesem Link findet man ein Schema zu den oben aufgezeigten Theorien:

http://userpage.fu-berlin.de/theissen/proseminar/pdf/Straftheorien.PDF

 

In der nächsten Stunde (14.11.2016) werden wir die Theorien und das tatsächliche Strafmaß diskutieren.

 

 

 

Das Schulfach Glück?

Stellt euch vor in eurem Stundenplan stehe, dass ihr zweimal die Woche eine Stunde „Glück“ habt. Wie sieht dieses Fach aus? Zur welcher Übergruppe zählt es? Gesellschaftliches Fach? Wissenschaftliches Fach? Künstlerisches Fach? Und wie wird in diesem Fach benotet?

Ich stelle mir dieses Fach wie folgt vor:

Das Fach könnte in zwei Teile geteilt sein; einmal die eigene Glücksfindung: Dieser Teil ist gestaltet wie eine Art „Selbsthilfegruppe“. Jeder äußert sich in einer lockeren Atmosphäre darüber, was ihn glücklich macht und was nicht. Darüber wird anschließend gesprochen, wie man die Dinge erreicht, die einen glücklich machen, und wie man Unglück, wenn es ohne äußere Einwirkungen entsteht, vermeiden könnte. Die Gruppe hilft durch die Diskussion dabei, dass jeder Einzelne einen Weg findet, wie er noch glücklicher wird und womöglich auch realisiert, wie glücklich er eigentlich schon ist.

Viele Menschen wissen, dass sie unglücklich sind. Aber noch mehr Menschen wissen nicht, dass sie glücklich sind. -Albert Schweizer

Der andere Teil würde daraus bestehen, dass die Schüler lernen, was im menschlichen Körper vorgeht, wenn man glücklich ist. Es wäre eine Kombination aus dem biologischen Teil von Glücksgefühlen (Botenstoffe, etc.) und dem psychologischen Teil. Hier könnte man z.B. auch über psychische Krankheiten sprechen, die uns daran „hindern“ glücklich zu sein oder über Drogen, die uns angeblich glücklicher machen sollen. Über diesen Teil des Faches könnte man dann auch problemlos Klausuren schreiben und die Noten bilden.

Die Einordnung dieses Faches, so wie ich es mir vorstelle, würde etwas schwierig sein, da man sowohl wissenschaftliche Aspekte hätte, als auch eine Art geisteswissenschaftliche Aspekte.

Ich finde, dass das Fach eine Abwechslung in den Schulalltag bringen würde und zudem auch nützlich für unser späteres Leben ist, da es nicht wie andere Fächer die Grundlage für einen Beruf legt, wie z.B. Physik für den Beruf des Ingenieurs, sondern die Grundlage allgemein dafür, dass wir später ein glückliches Leben führen, und wissen, wie wir dieses Glück „ausbauen“ können, je nach unserem individuellen Wunsch.

An der Willy-Hellpach- Schule in Heidelberg gibt es das Schulfach „Glück“ (http://www.schulfachglueck.de/) schon, dieses sieht aber anders aus als meine Idee davon, was nicht heißt, dass ich dieses Konzept nicht gut finde.

Was meint ihr dazu? Würdet ihr gerne ein Fach belegen, das euch „beibringt“ glücklich zu werden? Und wie findet ihr da Konzept der Schule in Heidelberg?

Protokoll 25.02.2016

25.02.2016, 7:45-9:20 Uhr                             26.02.2016                                         11 Anwesende, Referentin: Sü

 

Stundenprotokoll: Präferenz-Utilitarismus, Pflicht und Neigung

 

  1. Peter Singer: Präferenz-Utilitarismus (Arbeitsblatt Besprechung)

 

Wir besprachen die von Singer in den drei Texten aufgestellten Thesen und die ethischen Folgerungen daraus. Die erste These, die Gleichheit der Interessen und deren Abwägung, brachte uns zu der Folgerung, dass alle Interessen gleich viel wert sind, egal von wem sie kommen. Außerdem muss man durch das Abwägen der Interessen sein eigenes Bestreben auf die Interessen anderer ausdehnen.

Die zweite aufgestellte These differenzierte  „Mensch“  und  „Person“. „ Mensch“  beschrieb die reine Erscheinung des menschlichen Wesens, damit ein  Mensch zu einer Person wurde, musste er bestimmte charakterliche Eigenschaften, wie Selbstbewusstsein, Zukunftsdenken und Selbstkontrolle aufweisen. Aus dieser These ließ sich folgern, dass nur der „Mensch“ im Entscheidungsfall (z.B. Komapatient) getötet werden darf.

Die dritte These befasste sich mit Voraussetzung um Interessen zu haben, der Fähigkeit vor allem Leid zu empfinden. Aus dieser These folgte, dass aufgrund des Leidempfindens von Tieren und der Interessengleichheit mehr Tierschutz betrieben werden muss.

 

Kritische Einwände zum Präferenz-Utilitarismus waren von uns, dass Menschen, die die Eigenschaften von Personen nicht vorweisen (z.B. Babies, geistig Behinderte, Hirntote, Komapatienten), einfach getötet werden dürften. Außerdem war es für uns unklar, ab wann ein Mensch sich seiner Selbst bewusst ist und ob das Potential zu Selbstbewusstsein und Zukunftsdenken (z.B. Ungeborenes) keinen Einfluss nehme.

 

 

  1. Film: „Hundeleben“

 

Die Aufgabe war die Interessen und Pflichten der Handelnden herauszufinden.

In dem Film ging es um einen Jungen, der auf einem Markt Essen und Geschirr stielt:

 

  Junge Alte Frau Kaufleute Hund
Interessen Essen für sich und Hund, nicht erwischt werden Geld bekommen, betteln Geld verdienen, Jungen bestrafen Fressen
Pflichten Sich und Hund versorgen Sich versorgen/ überleben Sich versorgen, arbeiten (keine)

 

=>  Menschen sind zweigeteilt zwischen dem Denken und der Vernunft und ihrem triebgesteuerten Wesen.

 

  1. Pflicht und Neigung

 

Aus dem Textausschnitt aus „Grundlegung zur Metaphysik der Sitten“  von Immanuel Kant zum Thema „Pflicht und Neigung“ sollten wir drei Arten von Handlungen entnehmen, pflichtwidrige, pflichtgemäße und Handlungen aus Pflicht. Als Pflicht wurde hierbei ein selbst aufgelegter Zwang definiert.

 

Pflichtwidrige Handlung Pflichtgemäße Handlung Handlung aus Pflicht
Böswillige Handlungen, selbstsüchtige Handlungen Handlung aus Neigung oder Selbstinteresse Handlung aus Vernunft, als objektiv notwendig angesehene Handlung
=>unmoralisch =>moralisch neutral =>moralisch