Mythen-Geschichten, die uns fesseln

Mythen begegnen uns eigentlich überall, ob am Silvesterabend, an dem man sich neue Vorsätze setzt oder in der Schule, wie z.B. im Lateinunterricht. Nur was bedeutet das Wort „Mythos“ eigentlich?

Zunächst einmal bedeutet die altgriechische Vokabel Mythos nicht mehr als Erzählung, auch wenn der Mythos schon für antike Denker wie Platon, Hesiod und Aristoteles, mehr war als eine beliebige Erzählung. Wichtig aber ist, festzuhalten, dass Mythos von erzählerischem Charakter ist. Ein Mythos ist und war immer schon eine Erzählung, die mittels symbolischer Begrifflichkeit die Welt in ihrer materiellen vor allem aber auch spirituellen Verfasstheit, „als ganze und in ihrer Ganzheit“ (Frenschkowski 2006, 241) zu erklären versuchte. In Prähistorie und Antike war der Mythos ein Mittel zur symbolisch vermittelten Welterklärung, der von fabelhaften und magischen Dingen in vergangenen Zeiten oder außerhalb der realen Welt berichtete. Er hatte den Anspruch, den metaphysischen Überbau der Realität zu erklären und die Menschen einerseits durch die Erzählung in das größere Ganze des materiellen wie des spirituellen Kosmos einzubetten und sie andererseits durch den metaphysischen Verweis mit ihrer beschränkten Lebenssituation (der Erfahrung von Leid, Begrenztheit, Wandel, Tod) zu versöhnen.

http://polyoinos.net/Phantastik/mythos.html

Ein Mythos ist also eine Erzählung, die sich mit Dingen beschäftigt, die viel komplexer sind als wir. Aber indem diese Dinge uns so bildlich veranschaulicht werden, können wir versuchen, sie zu verstehen und somit einen Teil von dem erfassen, der eventuell viel größer ist, als wir. So wie es z.B. in den griechischen Sagen gemacht wird.  Es gibt unheimlich viele Geschichten über die griechischen Götter, über deren Kinder, oder über die Helden der Griechen. In diesen Geschichten wird die Beziehung der Menschen zu den Göttern und die Rolle der Götter bildlich dargestellt. Die Menschen begreifen und begriffen so leichter, dass es noch mehr zu geben schien, außer ihnen und dass dieses „Mehr“ vielleicht schwerer zu verstehen ist. Außerdem gaben und geben diese Mythen den Menschen eventuell auch eine Art Richtung vor, von dem was z.B. gut und böse oder richtig und falsch ist. Oder sie zeigten eine Art Vorbild, an dem man sich orientieren konnte. So konnten die Menschen sich besser in der Welt zurechtfinden und begannen, sie zu verstehen. Durch diese Erzählungen wurden die Menschen mit den Göttern verbunden, mit dem Kosmos, eben mit allem, was es außer ihnen noch gab. In vielen Mythen und Sagen spiegeln sich außerdem die Werte der Menschen wieder.                                        Weiterhin ließen sich so, vielleicht gerade bei den Griechen, unerklärlich Ereignisse erklären und man bekam Gewissheit, über die Dinge, die man zuvor nicht verstanden hatte. Die Menschen konnte durch diese Erzählungen begreifen, wie die Welt, wie der Himmel und die Erde entstanden. Eben Dinge, für die sie keine Erklärung gehabt haben, die aber nun begreiflich wurden. Die Welt gab es, weil die Götter sie erschaffen hatten.

Nun gibt es natürlich nicht nur die griechische Mythologie, sondern auch die römische oder die keltische. Wie nämlich zur Römerzeit jeder die Geschichten von Aeneas und der Gründung Roms kannte, so kannte zur Zeit der Kelten wohl jeder die Geschichten, die sich um Merlin und König Artus rankten. Sie wurden von Generation zu Generation weitergegeben und irgendwann aufgeschrieben, sodass wir auch heute noch von diesen Sagen profitieren können. Doch wieso interessieren sich immer noch so viele Menschen für Mythen aus der Vergangenheit und wie kommt es, dass immer wieder neue, mythische Dinge auftreten oder geschehen, die weder zu belegen, noch zu erklären sind?                                                           Nun ja Mythen waren dazu da, um uns die Komplexität der Welt ein bisschen besser begreifen zu lassen. Heute lassen wir uns vielleicht einfach davon mitreißen, weil die Vergangenheit gerade spannender scheint, als die Gegenwart. Wir interessieren uns also für das „Geheimnisvolle“, weil es etwas ist, das nicht ganz so ernst, nicht ganz so trist scheint, wie die Situation, in der wir uns gerade befinden. Es ist nicht ganz so rational und logisch, wie alles andere in unserer so modernen Welt. Es lässt uns sehen, wie die Menschen die Welt damals wahrnahmen, wie sie sie damals verstanden und wie unsere Kultur geprägt wurde. Man kann sich außerdem in andere Welten flüchten, zum Beispiel in die bereits vergangenen, die von große Helden und guten Taten, von riesigen Drachen und weiten Landen erzählen.

Nun gibt es aber heutzutage immer noch Legenden, die nicht zu beweisen sind. Wie zum Beispiel die von „Big Foot“ oder „Loch Ness“. Nur, warum begeistern sich Menschen für diese „modernen“ Mythen? Vielleicht weil es in der heutigen, so ernsten Welt, einfach „erfrischend“ ist, an etwas zu glauben, von dem nicht sicher ist, ob es überhaupt existiert. Und weil diese Ungewissheit schon irgendwas hat, das einen in ihren Bann zieht. Es klingt ja schon irgendwie spannend, einfach aufzubrechen und etwas zu suchen, von dem man nur Legenden gehört hat. Solange man dabei nicht verrückt wird und sich nur dieser einen Sache aufopfert. Das heißt natürlich nicht, dass man nicht mit Leidenschaft dabei sein kann oder sollte, aber man sollte auch nicht vergessen, dass es noch andere wichtige Dinge im Leben gibt.

Mythen sind also etwas, das sich nicht, so wie fast alles andere heutzutage, logisch erklären lässt. Und das ist es wohl, was sie so spannend macht. Sie sind ein kleines Stück Magie, etwas das uns faszinierend und irgendwie anzieht. Wir können also entweder daran glauben, oder eben nicht, denn wie viel Wahrheit in den Mythen steckt, werden wir wohl nie herausfinden.

 

Was denkt ihr von Mythen? Glaubt ihr an „Big Foot“ oder an „Nessi“?

 

 

Quellen:

http://www.mythentor.de/griechen/anfang.htm

http://polyoinos.net/Phantastik/mythos.html

Protokoll Montag 04.12.2017

Protokoll: Montag 04.12.2017, 11.15-13.00 Uhr

 

Referentin: Sü

 

14 Schüler anwesend

 

Verfasser: Gerechtigkeit

 

Gliederung:

1.Organisatorisches

 

2.GFS

 

3.Wdh./ Zsfsg. Strafen

 

4.Todesstrafe weltweit

 

2.GFS

Das Thema der GFS war „Todesstrafe vs. Menschenrechte“. Dieses wurde wiederum unter der Frage, ob die Todesstrafe mit den Menschenrechten vereinbar sei, genauer beleuchtet. In der GFS wurden verschiedene Punkt genannt und erklärt. Einer dieser Punkte, waren Argumente für und gegen die Todesstrafe:

Dafür spricht: Dagegen spricht:

 

-„Auge um Auge, Zahn um Zahn“–>Mose

-Abschreckung

-Rache und Vergeltung

-Lebenslängliche Haft ist unmenschlicher, als ein schneller Tod

-Schutz der Gesellschaft

-Alttestamentliches Gebot wird in Matthäus 5,38ff aufgehoben

-Abschreckungskraft noch nie wissenschaftlich bewiesen

-Hinrichtung der Täter hilft den Opfern nicht

-Justizirrtümer

-hohe Kosten

-Extreme Belastung für Angehörige

-keine Chancen auf Rehabilitationen

-Senken den Respekt vor menschlichem Leben

-Bekämpft nicht die Ursachen

-Mord, um Mord zu bestrafen

 

Anschließend wurden uns die Menschenrechte gezeigt, sowohl die „Allgemeine Erklärung“, in der besonders auf Artikel 3 und 5 hingewiesen wurde, als auch das „Zivilpaket“. Am Ende der GFS kam sie (die Person, die die GFS gehalten hat) zu dem Fazit, dass die Todesstrafe nicht mit den Menschenrechten vereinbar sei, also weder mit der „Allgemeinen Erklärung“, noch mit dem „Zivilpaket“. Außerdem ist sie der Meinung, dass eine fortschrittliche Welt nicht an der Hinrichtung festhalten sollte. Sie sagte ebenfalls, dass der Druck der Weltgesellschaft steigen muss, um etwas zu ändern.

3.Wdh./ Zsfsg. Strafen

Wir sahen uns ein Video an, indem verschiedene Bespiele für die absolute und relative Strafzwecktheorie genannt wurden, die wir dann aufschreiben sollten.

Absolute Strafzwecktheorie Relative Strafzwecktheorie
Spiegelstrafen*, z.B. Abschneiden der Hände Spiegelstrafen*
Guillotine Guillotine
Kreuzigung* Generalprävention:

-Pranger

– Kreuzigung*

Hexenverfolgung Hexenverfolgung
Kahlscheren von Frauen Freiheitsstrafe
Todesstrafe Zwölftafelgesetz
Codex Hammurabi* Nürnbergerprozesse

 

*Spiegelstrafen: Strafen, bei denen der Verurteilte einen gleichen oder ähnlichen Schaden erleidet, wie das Opfer

* Kreuzigung: Diente zur Demütigung und Abschreckung

* Codex Hammurapi: Sammlung von Rechtssprüchen („Auge um Auge, Zahn um Zahn“)

Wie zu erkennen ist, können einige Beispiele beiden Strafzwecken zugeordnet werden, weshalb wir auch im Unterricht darüber diskutiert haben.

Zu finden ist dieses Video unter folgendem Link:

https://segu-geschichte.de/video-urteilen-und-strafen/

4.Todesstrafe weltweit

Zu diesem Thema haben wir uns einen Bericht von einem Radiosender angehört, der über die Todesstrafe in verschiedenen Ländern erzählt hat.

Das erste Land, das präsentiert wurde, war die USA:

  • 60% der Befragten war für die Hinrichtung
  • Aber Öffentlichkeit will es unauffällig
  • 32 von 50 Staaten haben noch die Todesstrafe, aber sie wird nur in 9 davon auch durchgeführt
  • Kritik:
  • Nicht wirkungsvollà keine Abschreckung
  • Zu teuer
  • Trifft Unschuldige
  • Funktioniert nicht immer richtig
  • 145 Fehlurteile

Das zweite Land, das die Todesstrafe noch durchführt, ist China:

  • Hinrichtungszahl ist ein Staatsgeheimnis; aber Schätzungen zu Folge sind es 3000 pro Jahr
  • Hauptgrund für Todesstrafe: Zorn der Bevölkerung über Korruption
  • Todesstrafe nicht nur für gewalttätige Delikte, sondern auch z.B. für Korruption
  • Kritik:
  • Fehlurteil oder falsches Justizurteil kann nicht mehr rückgängig gemacht werden
  • Todesstrafe schreckt nicht so sehr ab, wie gewollt
  • Recht auf Leben sollte respektiert werden
  • Geständnisse unter Folter erpresst und nicht immer gut/richtig
  • Aber: China ist ein Einparteienstaat und die Abschreckung durch Todesstrafen sei immer noch wichtig

–>trotz Rückgang der Verurteilungen, ist China noch weit entfernt von der Abschaffung der Todesstrafe

 

Das dritte Land, um das es ging, ist der Iran:

  • Vereine setzen sich für die Abschaffung der Todesstrafe ein
  • Hinrichtungen sind öffentlich–> Widerstand, durch Rückgang der Zuschauerzahlen
  • Todesstrafe wegen z.B. Mord, Ehebruch oder Homosexualität
  • Aber: Verwandte der Opfer können bei Verurteilung wegen Mord, den Täter begnadigen und ihm so die Todesstrafe ersparen
  • Todesstrafe außerdem wegen Drogendelikten, aber „der Kampf gegen Drogen, werde nicht am Galgen entschieden“
  • Zahl der Hinrichtungen sogar gestiegen

 

Nachdem wir den Bericht besprochen hatten, konnten wir selber noch sagen, warum die Todesstrafe gut oder schlecht ist bzw. warum wir dafür oder dagegen waren. Dabei wurde gesagt, dass die Todesstrafe als Abschreckung nicht wirksam sei, dass aber jemand, der z.B. einen Mord begeht, dadurch sein Recht auf Leben verloren habe, und dadurch schon irgendwie die Todesstrafe „verdient“ hätte.

 

Zu finden ist der Bericht unter folgendem Link:

http://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/radiowissen/todesstrafe-exekution-strafrecht100.html

 

 

Zeitreisen

Zeitreisen sind schon immer etwas, dass die Menschen interessiert, dass eine Anziehungskraft auf sie auswirkt.  Denn es hat sich doch jeder schon mal gewünscht irgendetwas rückgängig machen zu können, oder eine Situation noch einmal zu durchleben. Aber sind Zeitreisen überhaupt möglich? Kann man irgendwann in die Vergangenheit oder sogar in die Zukunft reisen? Und wenn ja, könnte man dann etwas verändern ohne dass es Auswirkungen auf die Gegenwart hätte?

In Filmen wie „Zurück in die Zukunft“ ist es mit Hilfe einer Zeitmaschine möglich, sowohl in die Vergangenheit, als auch in die Zukunft zu reisen. Und es wird gezeigt, dass zum Beispiel Veränderungen in der Vergangenheit, schreckliche Auswirkungen auf die Gegenwart haben können. Dies wird anhand des Großvater-Paradoxons deutlich. Indem geht es um einen Zeitreisenden der in der Zeit zurückreist, um seinen Großvater zu töten. Wenn er ihn tötet, bevor dieser die Großmutter kennenlernt, könnte der Großvater niemals Kinder und vor allem keine Enkelkinder haben. Das würde also heißen, dass der Zeitreisende nicht existieren würde und er somit nie den Mord an seinem Großvater begehen könnte. Es gäbe also auch keine Zeitreise. Dadurch ergeben sich logische Widersprüche. Zeitreisen in die Vergangenheit gestalten sich also eher schwierig. Aber auch dafür gibt es einige Theorien, die solchen Paradoxa entgegenwirken. Wenn man durch die Veränderung der Vergangenheit, die Gegenwart ändert, müsste das ja eigentlich heißen, dass man in die Vergangenheit reisen kann, wenn man da einfach nichts verändert. Dann könnte man dort nur beobachten, aber nicht eingreifen und die Zeitreiseparadoxa wären mehr oder weniger gelöst. Vielleicht sind diese Paradoxa aber auch ein Zeichen der Natur, die uns damit sagen will, dass es einfach nicht möglich ist in die Vergangenheit zu reisen. Reisen in die Vergangenheit, wären also, wenn sie möglich wären, recht kompliziert. Und wie ist das dann bei Reisen in die Zukunft? Sind diese genau so paradox? Oder sind sie viel einfacher zu erklären, weil die Gegenwart ja nicht von Ereignissen geändert werden kann, die in der Zukunft passieren? Man würde nämlich nur seine Zukunft ändern, nicht aber seine Gegenwart. Reisen in die Zukunft sind möglich, wie Einsteins Relativitätstheorie beweist. Allerdings müsste man dafür schneller sein als das Licht und das wird wohl nicht so einfach werden. Aber vielleicht sollte man, wenn man an Reisen in die Zukunft denkt, nicht an z.B. fliegende Autos denken. Man sollte in viel kleineren Dimensionen denken, denn dann wird deutlich, dass Reisen in die Zukunft schon stattgefunden haben. Nur eben nicht so, wie man das denkt. Man betrachte zum Beispiel einen Astronauten. Sie verbringen einige Zeit im Weltall und wie Einstein schon bewies, vergeht die Zeit für ruhenden Objekte schneller, als für die, die sich relativ zu ihr in Bewegung befinden. Ein Astronaut bewegt sich also mit zum Beispiel 27000km/h um die Erde. Dadurch ist er also weniger gealtert, als die Menschen auf der Erde- auch wenn es nur eine 48stel Sekunde war. Er ist also eine 48stel Sekunde in die Zukunft gereist. Man sieht also, dass diese Leute schon irgendwie in der Zeit gereist sind, auch wenn sie es anders tun, als wir es uns gedacht haben. Das heißt also, dass in die Zukunft reisen theoretisch möglich wäre, wenn man die technischen Mittel dafür hätte. In der Zeit rückwärts zu reisen, ist dagegen komplizierter.

Vielleicht ist es aber auch besser, dass es für das Reisen in die Vergangenheit (noch) keine Lösung gibt, denn man lernt ja auch aus seiner Vergangenheit bzw. aus den Fehlern, die man in dieser gemacht hat. Und auch wenn man sich anfangs noch wünscht, dass man zurückreisen könnte, um etwas anders zu machen, so wird man irgendwann vielleicht froh darüber sein, dass man es nicht konnte.  All unsere Handlungen machen uns zu den Menschen, die wir sind und wenn wir jetzt die Möglichkeit hätten, eine dieser Taten zu verändern, so würden wir irgendwie auch einen Teil von uns verändern. Wenn es allerdings so wäre, dass man in der Zeit zurückreisen, dort aber nichts verändern kann, würde ich das wahrscheinlich sofort tun. Und ich würde bestimmt auch in die Zukunft reisen, wenn dies irgendwann nicht mehr nur bedeutet, dass man dafür Astronaut sein muss.

Wie seht ihr das? Würdet ihr in der Zeit reisen? Und wenn ja, wohin? Eher in die Zukunft oder in die Vergangenheit?

Protokoll 30.01.2017

Stundenprotokoll Ethik K1/2 30.01.2017 9.40-11.15 Uhr

Referentin: Sü

13 Schüler anwesend

Verfasserin: Gerechtigkeit

Gliederung:

  • Organisatorisches
  • Hundeleben (Kurzfilm)
  • Kritik an Kant
  • 5.Folge von „Sophie, Kant und der kategorische Imperativ“
  • Blog

 

Organisatorisches:

Frau Schütze teilt uns mit, dass wir die letzten zwanzig Minuten Zeit bekommen, um einen ihrer beiden Blogeinträge zu kommentieren. („Big Delta“ und „Die Welt von Morgen“)

 

Hundeleben (Kurzfilm)

Kurzer Überblick über die Handlung des Films:

In dem Film geht es um einen armen, obdachlosen Jungen, der auf einem Markt herumläuft. Der Junge hat Hunger, aber nicht genug Geld um sich etwas zu Essen zu kaufen, also entscheidet er, etwas zu klauen. Er erleichtert die Ständebesitzer also um zwei Würste, zwei Teller und eine Kerze, wobei er beim Klauen der Teller von dem Besitzer des Standes gesehen wird. Dann sieht man wieder den Jungen, wie er, auf einer Wiese hinter einem Haus die Teller mit den Würsten anrichtet und die Kerze zwischen ihnen platziert. Anschließend holt er einen Welpen aus einem Karton und gibt ihm eines der beiden Würstchen, während er das andere isst. Nebenher schauen sich die beiden durch ein Fenster eine Fernsehsendung an. Danach sieht man die drei Kaufleute, die den Jungen nun endlich gefunden haben, ihn aber, als sie sehen wie er dort mit seinem Hund lachend vor dem Fenster sitzt und ihm sogar noch ein Teil seines eigenen Würstchens gibt, dort sitzen lassen und einfach wieder verschwinden.

 

Während wir den Film sahen, sollten wir uns Gedanken machen, was die Maxime der Kaufleute ist und was die des Jungen sein wird und diese anschließend notieren. Die Schüler kamen dabei zu unterschiedlichen Ergebnissen. Eines davon ist dies:

Kaufleute Junge
Maxime Wann immer der Dieb ohne böse Absicht handelt, lassen wir ihn in Ruhe. Wann immer ich nicht genug Geld habe, klaue ich um zu überleben.
Verallgemeinerung Es gibt ein Gesetzt, das es den Menschen vorschreibt, den Dieb gehen zu lassen, solange er nicht mit böser Absicht gehandelt hat. Es gibt ein Gesetz, das es den Menschen vorschreibt zu klauen um überleben zu können, wenn sie nicht genug Geld haben, um sich etwas zu kaufen.
Prüfung Kann ich das Denken: JA

Kann ich das Wollen: JA und NEIN

Kann ich das Denken: JA

Kann ich das Wollen: NEIN

 

Es gab aber auch andere Lösungen, deren Maximen sich danach richteten, dass der Junge das Essen zum Überleben braucht oder dass die Kaufleute böse sind, weil sie beklaut wurden und dementsprechend waren dann auch die Verallgemeinerungen und die Prüfungen anders.

Dann haben wir noch besprochen, warum man eher auf der Seite des Jungen steht und kamen zu dem Entschluss, dass dies so ist, weil der Junge Mitleid in uns erweckt. Dies tut er zum einen indem er der Bettlerin Geld spendet, obwohl er selbst nicht viel davon besitzt und zum anderen dadurch, dass er einen Hund besitzt und Tiere sind nun mal immer gut, um die Menschen auf seine Seite zu ziehen.

Die Tatsache, dass der Junge Mitleid in uns geweckt hat, ließ uns dann erkennen, dass das etwas ganz Anderes ist, als das, was Kant sagt. Er lässt nämlich die Gefühle und Neigungen komplett außer Acht.

 

Kritik an Kant

Wir sollen überlegen, ob uns noch weitere Kritikpunkte einfallen und schreiben daraufhin folgende auf:

  • Motivation des Handels: ganz oft Gefühle, z.B. Mitleid
  • Ausnahmesituation anders bewerten
  • Praktische Anwendung zu kompliziert/ zu rigoros
  • Selbstauferlegte Pflichtà lebensfremd
  • Folgen werden außer Acht gelassen

5.Folge von „Sophie, Kant und der kategorische Imperativ“

http://www.br.de/fernsehen/ard-alpha/sendungen/kant-fuer-anfaenger/der-kategorische-imperativ/kant-imperativ-05-freiheit-sittlichkeit100.html

Nachdem wir diese Folge gesehen haben, ergänzen wir noch weitere Punkte, auf der gerad eben erwähnten Liste, die die Kritik an Kant deutlich werden lässt.

 

Blog

Frau Schütze gibt uns den Auftrag, die von ihr verfassten Einträge zu lesen und zu einem dieser beiden Einträge zu kommentieren. Wir können uns entscheiden zwischen „Anregung zum Philosophieren: Im Netz von Big Delta“ und „Anregung zum Philosophieren: „Die Welt von Morgen“ (beide sind direkt unter diesem Protokoll zu finden). Dafür haben wir dann die restlichen zwanzig Minuten Zeit.

Eskapismus- Eine gute Idee oder ein schlechter Ausweg?

Um das zu klären, sollte ich wohl erst mal erklären was Eskapismus überhaupt ist, weil ich, wenn ich ehrlich bin, auch nicht wusste, dass es dafür überhaupt ein Wort gibt.                 „Eskapismus, auch Realitätsflucht, Wirklichkeitsflucht oder Weltflucht, bezeichnet die Flucht aus oder vor der realen Welt und das Meiden derselben mit ihren Anforderungen zugunsten einer Scheinwirklichkeit, d. h. imaginären oder möglichen besseren Wirklichkeit.“, so wird der Begriff laut Wikipedia definiert. Weiterhin steht dort auch, dass Eskapismus in der Psychologie und in der Bildsprache eher negativ angesehen wird. Aber ist es wirklich etwas Schlechtes, wenn man sich in eine andere Welt flüchtet, weil man der Realität mal für einen Moment entkommen will? Oder kann man sogar durch eben diese Flucht weiterkommen, etwas dazu lernen? Nun ist es, um diese Fragen zu beantworte, wohl auch wichtig, zu überlegen, wieso man überhaupt aus der Realität fliehen möchte und auf welche Arten man dies tun kann. Eigentlich ist es, bei genauerem Betrachten nicht weiter verwunderlich, denn um ehrlich zu sein, kann unsere Welt und somit unsere Realität ziemlich grausam und gemein sein und nicht immer kann man verstehen, wieso bestimmte Dinge nicht verhindert wurden, oder wieso Menschen das tun, was sie eben tun.  Vielleicht ist dann die nächstliegende Lösung, wenn man weiß, dass man momentan nichts an bestimmten Situationen ändern kann, eben die, der Flucht. Und wohin kann man sich besser flüchten, als in die „magische“ Welt der Filme oder Bücher, an Orte an denen alles perfekt zu sein scheint, an denen einem das Leben viel einfacher vorkommt. Denn genau das ist es doch, was man manchmal braucht: einen Rückzugsort. Und warum sollte dieser nicht fiktiv sein?                                                                                                                                                                                                                                                 Wobei ich mir auch hier die Frage stelle, ob es nicht sein kann, dass man diese Orte bloß aufsuchen möchte, weil man nur von dem Guten weiß, nicht aber von dem Schlechten, das ja irgendwie mit dem Guten einhergehen muss, denn wie sollte man ohne das „Gute“ das „Schlechte“ definieren können?  Würde man also auch in eine Welt flüchten, in der man von den schlechten Dingen weiß, sie aber hinnimmt, weil sie immer noch besser sind als unsere momentane Realität? Die erste Antwort, die mir dazu einfiel, war „Ja.“. Denn wenn man ein Buch liest oder einen Film sieht, so bekommt man meistens sowieso nur das Gute davon geschildert, es sei denn, man sieht sich z.B. Kriegsfilme, etc. an. Aber das wäre dann wahrscheinlich auch keine Welt, in die man möchte, wenn man gerade die Nase voll hat, von den schlimmen Dingen, die um einen herum geschehen. Ich würde sagen, dass einen die Tatsache, dass man von den schlechten Dingen genauso Bescheid weiß, wie von den guten, nicht daran hindert, sich in eine meist schon vorhandene Welt zu stürzen, sie also sozusagen für sich einnimmt und sie mit seinen Ideen erweitert. Denn dann bin ja ICH derjenige, der sich durch seine Gedanken, durch seine Ideen, in diese Welt flüchtet, also bin ich auch derjenige, der steuern kann was dort passiert, der die Kontrolle über die Ereignisse hat. Und somit ist man der realen Welt einen großen Schritt voraus, denn hier hat man nur auf die wenigsten Dinge wirklich großen Einfluss. Somit könnte man, egal in welcher Welt man sich gerade befindet, die schrecklichen Dinge klein halten oder gar ganz verschwinden lassen.                                                                                                                                                                                                                                                           Bis jetzt habe ich aber nur davon geschrieben, wie es ist in eine andere Welt einzutauchen, wenn man wach ist, somit also in der Lage ist, solange es sich um seine Gedanken handelt, diese andere Welt zu „steuern“. Wie ist es aber, wenn man durch Träume in Fantasiewelten gelangt? Ist das überhaupt Realitätsflucht? Nur die wenigsten Menschen können ihre Träume tatsächlich steuern und somit hat man in seinen Träumen auch nur sehr selten einen Einfluss auf die guten und schlechten Ereignisse. Und dennoch bin ich der Meinung, dass auch Träume eine Art der Flucht sind, denn in ihnen können, wenn man nicht gerade einen Alptraum hat, Dinge passieren, die man sich tief im innerstes wünscht, die man aber bis jetzt noch nicht erleben konnte oder vielleicht nie erleben kann.

„Wenn wir träumen, betreten wir eine Welt, die ganz und gar uns gehört. Vielleicht durchschwebt er gerade den tiefsten Ozean oder gleitet über die höchste Wolke.“ -Dumbledore

Dieses Zitat spiegelt wieder, was ich über Träume denke. Dass sie, wenn auch nicht immer kontrollierbar, ein Ort sind, den nur wir betreten können, an dem alles möglich ist. Dennoch ist es, egal wie schön unser Traum war oder wie glücklich uns der Gedanke an ein Leben in einer fiktiven Welt macht, wichtig wieder „zurückzukehren“.  Es ist nämlich nicht ratsam immer nur daran zu denken, wie gerne man gerade woanders wäre, denn so könnte es sein, dass man die Chancen verpasst, sein eigenes Leben zu einem „Traum“ zu machen, dass man vergisst sein eigenes Leben zu leben. Somit bin ich der Meinung, dass die Flucht aus der Realität, egal auf welche Weise sie stattfindet, das Leben bereichern kann, solange man sich der Tatsache bewusst ist, dass man auch sein eigenes Leben zu etwas Wunderbarem machen kann.

 

Was denkt ihr darüber? Flieht ihr manchmal auch aus der Realität, egal wie? Oder habt ihr euch schon einmal gewünscht, dass euer Leben wie ein Film wäre? Könnt ihr das nachvollziehen oder ist es für euch komplett unverständlich, wieso man das tun sollte?

Stundenzusammenfassung vom 26. September 2016

Protokoll vom 26.9.2016, 9:40-11:15 Uhr

13 von 14 Personen waren anwesend

Lehrer: Frau Schütze

Verfasser: Gerechtigkeit

Gliederung:

1.Organisatorisches

2.Freiheit bei Sartre

3.Willens- und Handelsfreiheit

4.Handwerk und Freiheit

Informationen zu GFS-Themen in Erdkunde und in Ethik.

Wir beginnen das Thema mit dem Vorlesen einer Textstelle aus dem Buch „Das Cafe der Existenzialisten“, in der es um das Dilemma eines Jungen geht, der sich entscheiden muss, ob er bei seiner Mutter bleibt, oder ob er in den Krieg zieht. Darauf folgt die Frage, was der Junge unserer Meinung nach tun sollte, worüber wir uns nicht ganz einig waren. Sartre schrieb zu diesem Dilemma, dass man indem man wählt, wählt wer man sein will, womit dann auch alle zufrieden waren.

Dann lasen wir die Artikel „Dostojewskij und der Existentialismus“ und „Der Mensch ist Freiheit. Aus dem ersten Text ging hervor, dass es, wenn es keinen Gott gäbe, auch keine Regeln gäbe, aber genauso wenig gäbe es Entschuldigungen für unser handeln. Wir fassten auch den zweiten Artikel zusammen, und kamen zu dem Entschluss,dass das Einzige worüber man nicht entscheiden kann, die Geburt ist. Aber alles was danach kommt, liegt in unserer Verantwortung.

Wir bekamen nach diesem Entschluss ein neues Arbeitsblatt, das wir in folgendem Aufschrieb zusammenfassten (zum Vergrößern auf das Bild klicken):

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Auch was uns in unserer Willensfreiheit beschränkt, ist auf dem Blatt zu finden.

Und dann folgte das dritte und letzte Arbeitsblatt der Stunde „Erarbeitete Willensfreiheit“, welches wir ebenfalls bearbeiteten. Wir fassten zusammen, dass Peter Bieri meint, dass die Willensfreiheit ein zerbrechliches Gut ist und das der freie Wille dem angeeigneten Willen entspricht. Diese Aneignung des Willens, hat Peter Bieri in drei Dimension unterteilt:

  1. Dimension der Artikulation:Klarheit
  2. Dimension: Anstrengung den Willen zu verstehen
  3. Dimension: Bewertung des Willens

Dann klärten wir noch einige Fragen über diese drei Dimensionen anhand von Beispielen, wie zum Beispiel diesem hier:

Wenn man sich ein Hobby aussucht, muss man erstmal die verschiedenen Möglichkeiten berücksichtigen, man befindet sich also in der 1.Dimension. Dann muss man sich überlegen, was man für eine Hobby machen möchte. Soll es eher sportlich oder musikalisch sein? Man muss verstehen was man will, ist also in der 2. Dimension angekommen. Und schließlich bewertet man, wenn man sich zum Beispiel für etwas sportliches entscheidet, ob es eher Basketball oder Fußball sein soll, hat also die 3.Dimension erreicht.