Todesstrafe

Ein heikles und immer wieder aktuelles Thema ist die Todesstrafe in einigen Ländern der Erde. Für europäische Verhältnisse ist es schwierig, eine objektive Meinung dazu zu bilden, da wir die Rechte und den Schutz demokratischer Gesetzte genießen.

Dennoch sind politische, ethische und auch religiöse Prägungen entscheidend bei der Meinungsbildung, ob man für oder gegen die härteste aller Strafen ist. Immerhin betrifft es das kostbarste, das man, hat: das Leben.

In Deutschland gibt es natürlich keine Todesstrafe – allerdings in anderen 61 Ländern – 90% Prozent davon in Iran, Pakistan und Saudi-Arabien.

https://ze.tt/wo-in-der-welt-gibt-es-noch-die-todesstrafe/

Grundsätzlich sollte die Frage betrachtet werden, ob man als Mensch einem anderen Menschen – egal ob aus Strafe oder Abschreckung – das Leben nehmen darf. Wer gibt einem Menschen das Recht über Tod und Leben zu entscheiden?

Dass Verbrechen bestraft werden müssen, das klar. Aber die radikale Todesstrafe, die absolut keine Chancen für den Verurteilten zulässt, ist eine Bestrafung die viele als menschenverachtend anprangern. Dazu haben Studien gezeigt, dass in Ländern, in denen die Todesstrafe als Abschreckung eingeführt wurde, keine bewiesenen, positiven Auswirkungen auf die Verringerung der Kriminalitätsrate zeigt.

https://www.zeit.de/wissen/2015-03/todesstrafe-mythen

Religöse Menschen lehnen die Todesstrafe ab, weil das Leben das höchste Gut des Schöpfers an seine Geschöpfe ist. Und das Recht, über Leben und Tod zu entscheiden, obliegt allein dem Schöpfer – Gott.

Es gab in der Geschichte einige Fehlurteile, in denen Menschen zu Unrecht zu Tode verurteilt wurden. Oder Fälle, in denen die Hinrichtung grausam und entwürdigend für den Verurteilten abgelaufen ist. Auch für die Henker ist es ein enormer moralisch schwerer Akt der Bestrafung, der am Gewissen zehrt.

Moralisch stellt mancher sich die Frage, ob es lediglich eine Art der legalisierten Rache für ein Verbrechen ist? Und: rechtfertigt ein Verbrechen, dass der Verbrecher getötet wird? Wie viel Wert hat grundsätzlich ein Menschenleben?
Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass oft Verbrechen, die das materielle Eigentum von Staat und Gesellschaft betreffen, härter geahndet werden, als Delikte, die Körper und Menschenleben betreffen.

Persönlich für mich ist die Todesstrafe keine Art der Bestrafung. Es ist eine Rache, die unwiederbringlich ein Menschenleben auslöscht, mit großen seelischen Belastungen für die Strafvollzugsbeamten. Kein Mensch darf einem anderen Menschen das Leben nehmen. Auch nicht, wenn der Verbrecher das vielleicht viele Male getan hat – sonst begibt man sich ebenfalls auf die Seite des Verbrechers.

KANT


Protokoll Ethik-Doppelstunde K1 vom 14.12.2018

Die Unterrichtsstunde begann damit, dass wir unsere Arbeit zurück bekamen. Nachdem wir diese 15 Minuten lang besprochen hatten, begann der eigentliche Unterricht.

Zu Beginn schauten wir uns einen Kurzfilm an. In diesem war ein ärmerer, kleiner Junge zu sehen, der sich auf einem Markt umschaut. Er hat offenbar sehr starken Hunger, weshalb er sich ein Stück Fleisch kaufen möchte. Der Junge stellt schnell fest, dass sein Geld dafür nicht ausreicht. Sein weniges Geld gibt er einer Witwe. Da sein Hunger aber nicht gestillt ist, beginnt er zu stehlen. Er klaut bei mehreren Marktständen Lebensmittel, Geschirr und auch eine Kerze. Am Straßenrand beginnt er mit den erbeuteten Dingen für sich und seinem Hund ein Abendessen zu bereiten; mit der angezündeten Kerze wollte er sich ein wenig Wärme und Idylle schaffen. Die Besitzer der Stände, von denen er geklaut hat, haben ihn unauffällig verfolgt, um ihn zu stellen. Doch als sie sehen, wie arm er ist, lassen sie von ihm ab und schenken ihm das Diebesgut, das er aus seiner Not heraus gestohlen hatte.

Anschließende schauten wir uns die Motive des Jungen und die, der Kaufleute für das jeweilige Handeln an. Die Motive des Jungen waren der Hunger und somit der Drang zum Überleben. Gleichzeitig teilt der Junge sein Essen mit seinem Hund, wodurch man sieht, dass er mitleidig ist. Das Motiv der Kaufleute war zunächst der Profit, da sie den Jungen verfolgen, um ihre Waren zurückzuholen. Jedoch ist später bei ihnen auch das Motiv der Gerechtigkeit zu erkennen, da sie Mitgefühl und Empathie zeigen, als sie sehen, dass er arm ist und nur stiehlt, um zu überleben. Jedoch kann man auch sagen, dass sie ihm ihre Waren nur aus Pflichtgefühl überließen. Anschließend dieskutierten wir noch über Kants Meinung; wie er diese Handlung bewerten würde.

Zum Abschluss der Stunde, schauten wir die 5. Folge von Kant und Sophie. Danach beendeten wir den Unterricht frühzeitig um 9:02

KANT