Protokoll vom 09.10.2014

Protokoll von Donnerstag, 09.10.2014 ; 13:30 Uhr – 15:05 Uhr Ethik

Anzahl der Anwesenden: 12 Personen + Frau Schütze

Themen:

1) WG-Regeln

2) Theorie der Fairness-Rawls


1) WG-Regeln

Aufgabe: 3 Gruppen à 4 Personen bekamen die selbe Aufgabe: WG-Regeln festlegen in einer WG mit der Miete von 800€ pro Monat inkl Nebenkosten! Der Unterschied bestand darin, dass Gruppe 1 überhaupt nicht wusste wer welche Rolle in der Gesellschaft hast, Gruppe 2 wusste immerhin das Geschlecht der Beteiligten und Gruppe 3 hatte jegliche Informationen zu Geschlecht, Beruf/Studium, Einnahmen, etc der WG-Bewohner.

Beispiel Aufgabenstellung
Beispiel Aufgabenstellung Beispiel Aufgabenstellung
Beispiel Aufgabenstellung
Beispiel Aufgabenstellung

 

 

 

 

 

 

Grundaufgabenstellung
Grundaufgabenstellung

 

 

 

 

Ergebnis: Je weniger Informationen man über die WG-Bewohner wusste, desto gerechter waren die Regeln! Während in der 3. Gruppe der der am meisten Geld hat die anderen einfach für die Tätigkeiten bezahlen und sich auf der faulen Haut ausruhen kann, werden die Tätigkeiten in Gruppe 1 und 2 gerecht aufgeteilt und bei Geld-bzw. Zeitnot untereinander geholfen.

 

2) Theorie der Gerechtigkeit als Fairness

1. Gerechtigkeit als Fairness (-> Gesellschaftsvertrag: Gleichheit, freie & vernünftige Menschen)
2. Konkretisierung des Urzustandes (Schleier des Nichtwissens)
3. Grundsätze als Grundlage aller gesetzlichen Vereinbarungen
4. Grundsätze (Gleichheitsprinzip (jeder ist gleich und hat die gleichen Rechte) + Differenzprinzip (Ungleichheit vorhanden, aber soll jedem zum Vorteil dienen))

 

Warum gibt es bei Büchern keine Altersbeschränkung, aber bei Filmen?

Ich habe letzte Woche den driitten Teil der „Tribute von Panem“ – Reihe gelesen…

…und hatte in der folgenden Nacht einen ziemlichen Alptraum.

Warum gibt es eigentlich Altersbeschränkungen bei Filmen und nicht bei Büchern? Ist es „schlimmer“, Gewalt/sexuelle Inhalte zu sehen, als sie imaginär durchs Lesen zu durchleben? Und sind Altersbeschränkungen denn sinnvoll?

Zusammenfassung 6.11.2014

1. Organisatorisches:

Diejenigen, die in Ethik ihre mündliche Abiturprüfung ablegen möchten sollten sich demnächst für ihr Thema entscheiden, Anregungen dazu gibt es im Wiki oder dem Landesbildungsserver.

Anwesenheit: Kurs komplett

2. Menschenrechte:

Nun haben wir uns weiter mit den Menschenrechten beschäftigt. Im Speziellen haben wir die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“ der UN mit den Menschenrechtserklärungen der Islamischen und Afrikanischen Staaten verglichen.

Bei diesem Vergleich (siehe Tabellen unten) konnte man klar erkennen, dass die Menschenrechte der UN in Islamischen und Afrikanischen Staaten durch dortige kulturelle Normen beschnitten sind.

Wie findet ihr diese Einschränkungen und sind wir wirklich berechtigt die UN-Menschenrechte, die offensichtlich westliche Normen verkörpert, als Weltweit gültig zu betrachten?

Über Kommentare würde ich mich freuen!

Hier die Tabellen, die aus dem Vergleich in Gruppenarbeit entstanden sind:

Islamisch

Afrikanisch

Ethik-Protokoll


13.11.2014, fredlchen

zehn von elf Schülern anwesend

Gliederung:

  1. Organisatorisches
  2. Verantwortung von Unternehmen am Beispiel – GFS
  3. „Das gute Spiel der Ungleichheit“ Hayek

1. Organisatorisches

„Suchtistrahl“ – angeben, wieviel Zeit jede/r täglich im Internet verbringt


2. Verantwortung von Unternehmen am Beispiel – GFS

GFS von fredlchen über „Greenwashing – Manifest gegen Nachhaltigkeit“ und das Unternehmen Manomama.

Gliederung:

  • Steckbrief Sina Trinkwalder
  • Steckbrief Manomama
  • Greenwashing – Manifest gegen Nachhaltigkeit
  • Diskussion
  • „Meine Meinung“ im Bezug auf die Leitfrage: „Ist das Konzept von Manomama auch auf andere Unternehmen übertragbar?“
  • Quellen

Bei der Diskussion war die Klasse unterschiedlicher Ansicht. Einige waren überzeugt, dass das Konzpt allgemein übertragbar ist, manche hielten es jedoch für nicht durchsetzungsfähig, da viele Menschen nur nach dem eigenen Wohl und nicht im Sinne der Nachhaltigkeit und dem Wohl aller handeln. Außerdem war vielen vorher das Angebot von ökosozialen Produkten noch unbekannt.

Manifest der Nachhaltigkeit findet ihr hier: http://taz.de/Greenwashing/!81178/

Handout ist im Anhang.


3. „Das gute Spiel der Ungleichheit“ Hayek

Spielanleitung, Spielmaterial und Spielergebnis im Anhang

Auswertung:

Probleme gab es soweit keine. Über die Frage ob es ein „gutes Spiel“ war waren sich die Spieler nicht einig (2x Nein, 1x Ja), da dies sehr subjektiv aufgrund des eigenen Ergolgs oder Verlusts gesehen wurde. Gründe für die unterschiedlichen Vermögensunterschiede am Ende waren das unterschiedliche Startkapital, die ungleiche Startqualifikation und das Glück/der Zufall.

Der Zufall bestimmt die die Lebensläufe sehr stark, da gewürfelt wird. Im realen Leben herrscht auch eine ungleiche Ressourcenverteilung, da manche in ärmere Familien geboren werden als andere. Je mehr Geld jemand besitze, desto mehr Einfluss hat er/sie auf seinen Lebenslauf. Außerdem spielt das Geburtsland auch eine Rolle und die schulische Bildung. Jedoch kann man Bildung durch Weiterbilungen und ähnliches nachholen, ein „Startkapital“ jedoch nicht. Dadurch steigt die Konkurrenzsituation und damit auch der soziale Druck, die einerseit einen positiven Aspekt haben können indem sie als Ansporn dienen jedoch auch zu Verzweiflung leiten können.

Manifest gegen Nachhaltigkeit Handout Spielregeln1 Spielregeln2 Spielregeln3 Spielmaterial Spielergebnis


Kursprotokoll (23.Oktober 2014)

Protokoll vom 23.10.2014, 13:30-15:05 Uhr  für den Ethikkurs K2 des Gymnasium Gerabronns

Themen: Todesstrafe, Menschenrechte

Protokollant: ChibiMikuuu, 05.11.2014

Anzahl der Anwesenden: vollständig; 10 Schüler


 

Verlauf: 
  • Argumente Pro/Contra: Todesstrafe
  • Menschenrechte
  • Vergleich: Islamische/afrikanische Menschenrechte im Vergleich (noch nicht zusammengetragen)

Todesstrafe:

Als Todesstrafe bezeichnet man die Tötung eines Menschen als gesetzliche Strafe für ein schwerwiegendes begangenes Verbrechen. Was spricht nun für bzw. gegen diese Art von Bestrafung?

1. Abschreckung

Pro:

Mit der Angst sein Leben verlieren zu können, überlegt es sich mancher zweimal ob er diese Tat begehen will.

Kontra:

Es gibt keine wissenschaftlichen Beweise, dass dem wirklich so sei.

Beispiel hierfür wäre England im 18. Jahrhundert. Damals konnte man bereits beim kleinen Diebstahl an den Strang gebracht werden. Dieses öffentliche Spektakel jedoch begünstigte weitere Diebe durch das Gedränge.

2. Vergeltung

Pro:

Gerecht ist gleiches mit gleichem zu vergelten.

Kontra:

Das Verbrechen wird durch den Tod des Täters nicht ungeschehen gemacht. Die Todesstrafe würde nur als Zweck genutzt um Rache auszuüben.

Der Staat würde moralisch ungerecht vergelten. Er selbst wäre nicht besser als der Täter.

3. Terrorismus als Ausnahme

Pro:

Terroristen stellen eine Gefahr für den Staat und die Gesellschaft dar.

Kontra:

Todesstrafe nützt in ihrem Fall nichts, da sie die Straftaten aus Überzeugung  begehen. Nicht selten schreckt auch der Tod sie nicht ab, wie man z.B bei Selbstmordattentätern sieht.

Wenn  man nun aber sagen würde, dass ein Täter nicht mehr aufgrund der Auswirkungen seiner Tat, sondern wegen seinen Beweggründen  hingerichtet werden soll würde das bedeuten, dass der Täter mehr wegen seiner politischen Meinung als wegen seiner Tat bestraft werden würde.

4. Schutz der Gesellschaft

Pro:

Wer tot ist, kann keinen Schaden mehr anrichten.

Kontra:

Es ist nicht bewiesen, dass ein Mensch immer wieder tötet wen er dies bereits einmal getan hat. Die Todesstrafe wäre nur eine Pseudo Schutzmaßnahme.

Die Gesellschaft muss vor solch gefährlichen Individuen geschützt werden, was sich jedoch auch durch Inhaftierung bewerkstelligen lässt.

5. Kosten einer lebenslangen Haft

Pro:

Täter würden vom Geld des Steuerzahlers „durchgefüttert“.

Kontra:

Die Kosten einer Hinrichtung (von Urteil bis Vollstreckung) sind weit höher als die einer lebenslangen Haft.


Menschenrechte:

Definition nach der BPB:

Menschenrechte sind die angeborenen unveräußerlichen Rechte eines jeden Menschen, die die moralische und rechtliche Basis der Menschheit bilden. Sie sind vor- und überstaatlich, d. h. höher gestellt als die Rechte des Staates. Sie können daher auch nicht von diesem verliehen, sondern nur als solche anerkannt werden.

Dazu zählen:

  • Gedankens-/Wissens- und Religionsfreiheit
  • Recht auf Arbeit
  • Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau
  • Recht auf Nahrung
  • Versammlungsfreiheit
  • Recht auf Frieden
  • Recht auf Freiheit
  • Recht auf Leben
  • Recht auf freie Meinungsäußerung
  • Recht auf Bildung
  • Recht auf Teilhabe an der Kultur
  • Recht auf gleichen -lohn bei gleicher Arbeit
  • Wahlrecht
  • Recht auf Anerkennung
  • Recht auf Gleichheit vor dem Gericht

Zusätzlich noch ein Film der „Wissenswerte“, die das Thema genauer beleuchten:

Wissenswerte: Menschenrechte

Zum Punkt

Menschenrechte des Islams und Afrikas im Vergleich

gibt es noch keine Ergebnisse. Genaueres folgt in der nächsten Stunde.

Ist es zu rechtfertigen, ehemalige Terroristen zu begnadigen?

2009  wurde für das ehemalige Mitglied der linksextremistischen Terrorgruppe ‚Revolutionäre Zellen‘ (RZ), Hans-Joachim Klein, ein ‚Straferlass im Gnadenwege‘ verfügt  (nur, um ein Beispiel zu nennen) (http://blog.beck.de/2009/03/07/ehemaliger-terrorist-hans-joachim-klein-begnadigt). Möglicherweise zurecht, da er das Recht auf die Wiedereingliederung in die Gesellschaft hat, das Recht, sich zu resozialisieren, so wie jeder andere Täter auch. Hier gehen die Meinungen auseinander. Manche finden auch, dass diese Begnadigung nicht der richtige Entschluss war, weil solche Terroristen durch ihre Mordanschläge das Recht, in Freiheit zu leben, verwirkt hätten und natürlich weiß man nie, ob sie nicht eines Tages wieder zuschlagen werden, wenn sie noch immer ihrer radikalen Meinung anhängen. Oder sollte man es auch von der Einstellung abhängig machen? Sollte man schauen, ob sie ihre Taten bereuen und einsehen, dass sie sich der nun vorherrschenden Gesellschaftsordnung anpassen müssen?

Warum legalisieren sie keinen Drogenhandel?

Marihuana, Heroin und Co. In Deutschland ist der Besitz von Drogen nicht erlaubt (http://www.sueddeutsche.de/thema/Drogen). Ich finde, dass das gewissermaßen gegen das Recht auf Freiheit und Selbstbestimmung verstößt. Ich meine, klar werden jetzt manche sagen, dann geht man eben ins Ausland, wo sie erlaubt sind, oder man nimmt sie illegal. Aber meiner Meinung nach ist es doch so, dass die Herrscher, die obersten Politiker, wenn es sie schon an der Spitze unseres Landes gibt, dafür zu sorgen haben, dass es dem Land und den Leuten darin gut geht. Sie sollten es so weit bringen, dass sie Drogen legalisieren können, ohne, dass jemand Gebrauch davon machen wird, weil alle vernünftig und glücklich genug sind. Aber das bekommen sie natürlich nicht hin. Trotzdem finde ich es nicht verständlich, warum sie etwas ‚Gesellschaftschädigendes‘ wie Drogen nicht legalisieren, denn im Endeffekt hat doch dann jeder die eigene Entscheidungsfreiheit, ob er nun welche nehmen möchte oder nicht. Des Weiteren denke ich, dass Alkohol und Zigaretten beispielsweise nicht sehr viel ‚gesünder‘ sind. Aber dafür bestraft zu werden, weil man sozusagen selbstschädigende Mittel nimmt, finde ich absolut einschränkend. Man ist doch nur zur Ware und zum Mittel dieser Gesellschaft geworden. Sie brauchen unsere Arbeitskraft.

Oder wie seht ihr das Ganze?

Kursprotokoll

Gymnasium Gerabronn, Ethikkurs K2, Protokoll vom 02.10.2014 von 13:30-15:05 Uhr, Thema: Gerechtigkeit

Protokollantin: schlumpfiinchen

Anzahl der Anwesenden: 10 Schüler

Verlauf der Doppelstunde:

  1. Ultimatum-Spiel
  2. Gerechtigkeit im Wandel der Zeit
  3. Gerechtigkeit als Tugend

1. Ultimatum-Spiel:

Wir gingen in 3er -Gruppen zusammen und sollten uns als Ziel setzten 1000 € gerecht aufzuteilen, wobei Person A entscheiden durfte, wieviel Person B bekommt. Person B durfte dem Vorschlag zustimmen oder ablehnen. Wenn Person B ablehnte , bekamen beide nichts. Wenn B zustimmte, bekamen beide den vereinbarten Betrag. Person C sollte dabei die Spielrunde beobachten und protokollieren.

Unsere Ergebnis des Spiels war, dass Person B bei jeder Gruppe weniger bekam als A.

2. Gerechtigkeit im Wandel der Zeit

Wir hörten ein Hörspiel über die Gerechtigkeitsvorstellung in der Antike von Platon und Aristoteles, die diese als Tugend sahen, sowie über die neuzeitlichen Vertragstheorien von Thomas Hobbes, Jean- Jacques Rousseau und Immanuel Kant.  http://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/radiowissen/gerechtigkeit-tugend-verfahrensgerechtigkeit-100.html

Zu diesem Hörspiel füllten wir die im Anhang aufgezeigten Arbeitsblätter aus.

3. Gerechtigkeit als Tugend

WIr sollten annehmen in einer Bibliothek zu arbeiten, in der wir für das Ausleihen der Bücher verantwortlich sind. Ein Freund bittet uns ihm ein schwer zugängliches Buch zu beschaffen, weil er es dringend bräuchte und gern besitzen würde. Nun wurde uns die Frage gestellt, wie wir in dieser Situation handeln würden und was wir dabei als gerecht bzw. ungerecht ansehen.

Unsere Meinungen waren dabei gespalten. Einige sahen es als ungerecht an ihm das Buch auszuhändigen, da es verboten ist auszuleihen. Andere stellten die Bedingung er dürfte es ausleihen, aber nicht behalten. Wir waren uns also in dem Punkt einig, dass er es nicht für immer behalten dürfte.

Die Aufgabe bestand nun darin anhand von 2 Texten (-> Anhang) die Lösung für unser oben genanntes Problem zu finden. Nach thomas Nagel und Robert Spaemann wäre es nicht gerecht unserem Freund das Buc zu geben, das man sich den Gesetzten wiedersetzten würde und die Zugänglichkeit für alle wichtiger ist als die für unseren Freund. Es sei denn, das Interesse des Freundes ist so hoch, sodass es wieder gerechtfertigt wäre.

 

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Doppelstundenzusammenfassung

Gymnasium Gerabronn, Ethikgrundkurs K2, letzte Stunde: Donnerstag, 25. September 2014, Themen: 1) Darf man einen Tyrannen töten? 2) Grundbegriffe Recht & Gerechtigkeit 3) Gibt es einen gerechten Krieg?

Protokollant: dietugend/ dt

Anzahl der Anwesenden: 11

1) Zu diesem Thema haben wir zwei Artikel aus einem Philosophie Magazin gelesen. Dann versuchten wir die Frage zu beantworten, ob man den Tyrannen töten darf. Dabei kamen wir zu dem Schluss, dass die Beantwortung dieser Frage sehr schwierig ist.

Argumente für eine Tötung des Tyrannen:
Wenn man den Tyrannen tötet, kann man viele Tote verhindern (utilitaristische Sichtweise). Daher sind in diesem Fall praktische Gründe wichtiger als Moral, zudem ist eine Festnahme oftmals schwierig und risikoreicher als der Tod des Tyrannen. Darüber hinaus kann man so Rache am Tyrannen nehmen. Für eine Tötung spricht ebenso die These, dass Gegner nur Angst vor Rückschlägen haben.

Argumente gegen die Tötung des Tyrannen:
Trotz der Tötung des Tyrannen gibt es keinen stabilen Frieden, nur einen erzwungenen, zudem stellt sich die Frage, ob man andere töten darf und wer dies entscheiden sollte. Ein weiteres Argument ist, dass die Tötung einer Vergeltung gleich käme und man sich somit auf die gleiche Stufe stellen würde wie der Gewalttäter. Darüber hinaus forderten manche Schüler einen fairen Prozess für den Tyrannen, um Gerechtigkeit zu garantieren und dass der Täter zur Rechenschaft gezogen werden soll. Überdies steht die Garantierung der Menschenrechte der Tötung entgegen. Wenn der Tyrann getötet wird, entsteht oftmals auch eine Gefährdung unschuldiger Menschen. Zudem stellt sich die Frage nach dem Sinn von Strafe.

2) Recht und Gerechtigkeit
Zu diesem Thema bekamen wir ein Blatt mit dem Titel: Grundbegriffe Recht & Gerechtigkeit.

3) Zuletzt beantworteten wir die Frage, ob es einen gerechten Krieg geben könne.

Argumente für einen gerechten Krieg:
Manchmal ist es für einen Staat notwendig sich zu verteidigen, zudem kann ein Krieg der letzte Ausweg sein (wenn andere Mittel nicht erfolgreich waren, dt).

Argumente gegen einen gerechten Krieg:
Im Krieg gibt es immer unschuldige Opfer, daher kann es keinen gerechten Krieg geben. Man kann Massenmord auch nicht durch Massenmord vergelten. Darüber hinaus wird die Menschenwürde im Krieg verletzt und dieser steht dem echten Dialog zwischen Kulturen im Weg.

Ethikdoppelstundenzusammenfassung vom 18.09.2014!!!

Gymnasium Gerabronn; Ethikkurs Klasse 12; letzte Stunde: 18.09.2014; Thema: Wie wäre es, gebildet zu sein?; Verfasser/in: Hackfleisch; Datum: 24.09.2014

Anzahl der Anwesenden: 12(+eine Studierende)/12

Gliederung: 1)Texte lesen und 2)Sammelplakat erstellen

geklärte organisatorische Fragen: Weblog (Zusammenfassung einer Doppelstunde, mind. 1 Beitrag und 5 Kommentare) bis Weihnachten fertig!, mündliches Abitur

1) An diesem Donnerstag bekamen wir, nachdem das Organisatorische geklärt war, alle je einen anderen Text von Prof. Dr. Peter Bieri zu dem Thema ‚Wie wäre es gebildet zu sein?‘, den wir durchlesen und uns wichtige Gedanken darin unterstreichen sollten. Dann bekamen wir jeder ein kleines Plakat, auf dem wir in Stichpunkten die wesentlichen Aspekte für die Mindmap zusammenfassten.

2) Anschließend klebten wir die kleinen Plakate auf ein großes und jeder erläuterte im Plenum seinen Aspekt der Bildung und ergänzte die Mindmap. Das nun von mir zusammengefasste Resultat sah wie folgt aus:

-Leidenschaftliche Bildung: Hierbei zeigt man heftige Reaktionen auf alles, das Bildung verhindert und empfindet Ekel vor bestimmten Dingen wie zum Beispiel Klischees oder Werbung, da es um alles geht, das heißt um Selbstbestimmung, Glück, Aufklärung und Orientierung.

-Bildung als poetische Erfahrung: Die Bildung ist der Wert an sich und stellt kein Mittel zum Zweck dar, da man durch sie Glück erfahren kann, indem man beispielsweise Sprachen für das eigene Erleben lernt. Im Gegensatz dazu ist die Ausbildung ein Mittel zum Zweck.

-Bildung als Selbsterkenntnis: Man soll sich, seine Meinungen, Wünsche und Emotionen hinterfragen, Selbstbilder schaffen und gilt als ‚gebildet‘, wenn man über sich und die Schwierigkeiten dieses Wissens Bescheid weiß -> skeptische Wachheit.

-Bildung als historisches Bewusstsein: Das Bewusstsein ist nicht nur kritisch, sondern auch von historischer Neugierde geprägt. Die menschlichen Lebensformen sind durch Sprache geprägt. Es gilt als ungebildet, zu denken, die eigene Lebensform sei angemessener für die Menschheit als jede andere und daher muss man wissen, dass unsere Kulturgrundlagen nicht absolut sind, da man in anderen Kulturen anders denkt und fühlt.

-Bewusstsein über historische Zufälligkeiten: Ein religiöser Glaube darf nicht auf Zufälligkeiten beruhen, was im Gegensatz dazu steht, sich ein Bewusstsein darüber bilden zu sollen, dass Religion ein gesellschaftlicher und geographischer Zufall ist, da Menschen frei entscheiden können wie und was sie über das Leben denken wollen.

-Bildung als Artikuliertheit: An dem Satz ‚Der Gebildete ist ein Leser‘ kann man den Unterschied zwischen Gebildeten und Gelehrten erklären, denn einen Gebildeten verändert und erweitert das Lesen, er erkennt Zusammenhänge. Ein Gelehrter kann auch ungebildet lesen, da er es nur als Konsum, Vergnügen oder Ansammlung von Informationen wahrnimmt oder, um gesellschaftliches Ansehen zu bekommen.

-Bildung als Selbstbestimmung: Im Mittelpunkt steht das Schaffen einer seelischen Identität. Man muss zum Beispiel seine Gedanken bewerten und identifizieren können, was zu einer Unzufriedenheit führen kann, da man sich fremd vorkommt und daher muss mann lernen, dass sie verwerfbar oder veränderbar sind, was zur Selbstbestimmung führt und zu einer unaufhörlichen Veränderung seines Selbstbildes.

-Bildung als Weltorientierung: Neugierde ist Bildungsdrang und Bildung ist auch Verstehen und nicht nur Wissen. Da man unmöglich alles an Bildung lernen kann, sollte man ein gutes Allgemeinwissen haben und sich nur kleine Fachbereiche gut aneignen.

-Bildung als Aufklärung: Man soll wissen, wer man ist und dadurch seine Orientierung in der Welt finden, aber nicht nur reines ‚Faktenwissen‘ besitzen.

-Bildung als moralische Sensibilität: Bildung lässt Beziehungen zu anderen reicher werden. Durch sie erhalten wir ein besseres Einfühlungsvermögen und sie lässt uns zum Beispiel Unterdrückung und Grausamkeit spüren. Man bekommt die Möglichkeit von sozialer Phantasie.

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