{"id":114,"date":"2011-11-27T13:09:18","date_gmt":"2011-11-27T11:09:18","guid":{"rendered":"http:\/\/ethik13.wordpress.com\/?p=114"},"modified":"2011-11-27T13:09:18","modified_gmt":"2011-11-27T11:09:18","slug":"protokoll","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ethikblogs.de\/?p=114","title":{"rendered":"Protokoll"},"content":{"rendered":"<div>\n<p>Kurs: Gymnasium Gerabronn, Ethikgrundkurs, K1<\/p>\n<p>Kurssitzung: Willensfreiheit, 24.11.2011, 11.25 Uhr- 13.00 Uhr<\/p>\n<p>Anwesende: 3 Sch\u00fcler, 5 Sch\u00fclerinnen und 1 Lehrerin<\/p>\n<p>Protokollant: S.V. (27.11.2011)<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration:underline;\">Organisatorisches:<\/span><\/p>\n<p>Zu Beginn der Stunden besprachen wir, was wir f\u00fcr die <strong>Klausur am 01.12.2011<\/strong> alles lernen sollten. \u201eUnsere Lehrerin sagte uns, dass wir eine<strong> Textanalyse<\/strong> zum Thema Freiheit schreiben werden. Dazu geh\u00f6re, die Argumentationsstruktur zu verstehen, die Argumente im Text zu erkennen und seine eigene Meinung bilden zu k\u00f6nnen. Sie hatte beschlossen, dass wir unseren <strong>Ordner<\/strong> w\u00e4hrend der Klausur benutzen d\u00fcrfen. Des Weiteren, wies unsere Lehrerin darauf hin, dass die sechs Sch\u00fcler, die noch kein Protokoll geschrieben haben, dies in den wenig verbleibenden Wochen noch verfassen sollten.\u201c<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration:underline;\">Zusammenfassung Willensfreiheit und Freiheit mit \u00dcbungsaufgabe:<\/span><\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend erhielten wir eine Zusammenfassung der Willensfreiheit, was es bedeutet frei zu sein, eine Kopie \u00fcber die Freiheit des Menschen nach Satre und ein Blatt, auf welchem die wichtigsten Argumente \u00fcber die Dimensionen der Freiheit knapp verfasst sind. Nachdem es dazu keine Fragen mehr gab, teilte unsere Lehrerin jedem einen anderen Text aus, \u201e den man lesen und die Argumentation nachvollziehen, bzw. das Wichtigste heraus schreiben sollte. Nach einer halben Stunde stellte jeder seinen Text vor:<\/p>\n<ul>\n<li><span style=\"text-decoration:underline;\">Ren\u00e9 Descartes<\/span>: Das Geistwesen (Verstand, freier Wille) des Menschen ist stark genug, um die Materie (k\u00f6rperliche Gef\u00fchle, Reize, Bed\u00fcrfnisse) zu bek\u00e4mpfen. Der freie Wille(=vollkommen) hilft, zur Erkenntnis zu gelangen und die Entscheidungen auf dem <strong>Verstand<\/strong>, der Vorstellungen entwickelt und Entscheidungsalternativen begrenzt, zu treffen \u2192 <strong>pro Willensfreiheit<\/strong><\/li>\n<li><span style=\"text-decoration:underline;\">Immanuel Kant<\/span>: Der Mensch ist in die Sinnenwelt, die Entscheidungen und Handlungen vorherbestimmt und in den Verstand, der unsichtbar ist und sich mithilfe des freien Willens auf vern\u00fcnftige Gr\u00fcnde bezieht, eingeteilt. Die Naturkausalit\u00e4t, die im Widerspruch zur Freiheitskausalit\u00e4t steht, bilden somit eine unendliche Kette durch eine Ursache, die eine bestimmte Handlung hervorruft. Aufgrund seines <strong>Verstandes<\/strong> ist der Mensch frei \u2192<strong> pro Willensfreiheit<\/strong><\/li>\n<li><span style=\"text-decoration:underline;\">David Hume<\/span>: Der Verstand spielt keine Rolle, da der Mensch durch die<strong> Gef\u00fchlswelt eingeschr\u00e4nkt<\/strong> wird und somit keine Urteile treffen kann. Diese Urteile und die Vernunft sind abh\u00e4ngig von den Erfahrungen. Somit sind die Entscheidungen schon durch die Erfahrungen im Voraus festgelegt \u2192 <strong>contra Willensfreiheit<\/strong><\/li>\n<li><span style=\"text-decoration:underline;\">Jean-Jacques Rosseau<\/span>: Der Mensch ist von Natur aus gut und wird nur durch die Gesellschaft b\u00f6se. Die Freiheit ist m\u00f6glich, wenn sich der Einzelne aktiv dem Gemeinwohl unterordnet. Der Mensch tr\u00e4gt die Verantwortung f\u00fcr sein Handeln und da der Wille unabh\u00e4ngig von den Sinnen ist, ist er <strong>frei durch sein Gewissen<\/strong> \u2192<strong> pro Willensfreiheit<\/strong><\/li>\n<li><span style=\"text-decoration:underline;\">Anwendungsbeispiel Kunstfreiheit<\/span>: K\u00fcnstler sind bei der Herstellung ihrer Werke frei. Da sie aber einen <strong>Trieb<\/strong>\u00a0nach dem noch die Dagewesene, dem noch nie Gesehenen oder Geh\u00f6rten haben, schr\u00e4nken sich die K\u00fcnstler selbst sehr ein. Bei der Moral der Architektur sind die Architekten <strong>frei in ihrer Fantasie<\/strong>, sind aber durch das <strong>Geld des Konsumenten\u00a0eingeschr\u00e4nkt<\/strong>.<\/li>\n<li>Es gibt verschiedene <span style=\"text-decoration:underline;\">Varianten der Determination<\/span>:<br \/>\n* Voraussetzung f\u00fcr den Zusammenhang aller Vorg\u00e4nge (Naturwissenschaften)<br \/>\n* Bestimmung des Willens durch innere und \u00e4u\u00dfere Ursachen (Ethik)<br \/>\n* Lehre, dass das menschliche Wohl durch Gott bestimmt wurde (Theologie)<br \/>\n* Arbeitshypothese: gesetzlich bestimmter Verlauf aller Ereignisse ( Wissenschaftstheorie)<\/li>\n<li><span style=\"text-decoration:underline;\">Friedrich Nietzsche<\/span>: Der Mensch ist nicht verantwortlich f\u00fcr sein Handeln, da er seinem Schicksal unterliegt. Die Vorstellung eines freien Willens macht den Menschen gef\u00fcgig und leicht beherrschbar. Er ist nur frei, wenn er seine Vorstellungen der Moral ablegt. Es gibt folglich zwei<strong> Antriebe des Willens: die Macht und die Liebe<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ein letzter Text wird zur Vollst\u00e4ndigkeit nach der Klausur, in zwei Wochen vorgestellt.<\/p>\n<p>\u2192 \u201eWer n\u00e4chste Woche ein koffeinhaltiges oder hei\u00dfes Getr\u00e4nk haben m\u00f6chte, solle seine <strong>Tasse<\/strong> nicht vergessen.&#8220;<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kurs: Gymnasium Gerabronn, Ethikgrundkurs, K1 Kurssitzung: Willensfreiheit, 24.11.2011, 11.25 Uhr- 13.00 Uhr Anwesende: 3 Sch\u00fcler, 5 Sch\u00fclerinnen und 1 Lehrerin Protokollant: S.V. (27.11.2011) Organisatorisches: Zu Beginn der Stunden besprachen wir, was wir f\u00fcr die Klausur am 01.12.2011 alles lernen sollten. \u201eUnsere Lehrerin sagte uns, dass wir eine Textanalyse zum Thema Freiheit schreiben werden. 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