{"id":1296,"date":"2013-02-04T17:56:33","date_gmt":"2013-02-04T15:56:33","guid":{"rendered":"http:\/\/ethik13.wordpress.com\/?p=1296"},"modified":"2013-02-04T17:56:33","modified_gmt":"2013-02-04T15:56:33","slug":"kann-man-gott-beweisen-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ethikblogs.de\/?p=1296","title":{"rendered":"Kann man Gott beweisen?"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-size:small;\">Der kosmologische Gottesbeweis geht davon aus, dass die Welt aus Bewegungen besteht. Diese Bewegungen sind sowohl als physikalische Ortsbewegungen zu verstehen, als auch als \u201e\u00dcberg\u00e4nge von der M\u00f6glichkeit in die Wirklichkeit\u201c, wie dem Werden, Entstehen und Ver\u00e4ndern. Wichtig ist dabei, dass die Bewegung sich nicht selbst ausl\u00f6sen kann, sondern etwas Bewegendes ben\u00f6tigt, um in Bewegung zu kommen. Somit besitzt jede Bewegung eine Ursache, die wiederum einer anderen Ursache zugrunde liegt. Doch auch diese Bewegung hat eine andere Ursache \u2026 und diese Bewegungskette l\u00e4sst sich endlich weiter f\u00fchren. Jedoch nicht ins Unendliche. Denn laut Thomas von Aquin muss es eine Grundursache geben, ein \u201eerstes unbewegtes Bewegendes\u201c, das diese Bewegungskette in Bewegung versetzte. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size:small;\">Ein gutes Beispiel dazu, das diese Theorie veranschaulicht sind Dominosteine: Diese kann man senkrecht hintereinander aufstellen. Sobald der erste Dominostein umgekippt wird, fallen auch die anderen Steine nacheinander um (sofern man die Steine gut aufgebaut hat \ud83d\ude42 ), wobei jeder Stein durch die Bewegung des vorherigen Steins um f\u00e4llt, der wiederum durch die Bewegung des Stein davor umgefallen ist. Auch diese Kette l\u00e4sst sich nur bis ins Endliche zur\u00fcck f\u00fchren, denn irgendwann gelangt man zum ersten Grundstein zur\u00fcck, der als erster umgekippt wurde. Dieses \u201e erste unbewegte Bewegende\u201c versetzt sich somit von selbst in Bewegung, was jedoch zugleich ein Widerspruch ist. Denn zuvor wurde die These bekr\u00e4ftigt, dass jede Wirkung eine Ursache besitzt, da nichts von selbst eine Bewegung ausl\u00f6sen kann. Die These: ALLES besitzt eine Ursache, stimmt somit nicht ganz. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size:small;\">Der Blickwinkel, dass Gott die erste Ursache von allem war, w\u00fcrde bedeuten, dass Gott \u00fcberweltlich, einfach allm\u00e4chtig ist, da er sich den Thesen auf der Welt widersetzt und sich eben selbst in Bewegung bringt ohne etwas anderem Bewegendem. Somit bringt auch Gott den ersten Stein zum Fallen. Er bringt die Welt durch seine erste Bewegung in Bewegtes und Bewegendes, ist somit zugleich Ausnahme von allem und sehr m\u00e4chtig. Ein anderer Gedanke, der mir noch dazu kommt ist, was es mit dem Menschen nach dieser Theorie auf sich hat. Denn laut der Theorie, ist nur Gott dazu befugt, alles in Bewegung zu bringen. Der Mensch jedoch handelt auch von selbst, bzw. entwickelt Gedanken und Reflexe, die ihn zu einer Handlung bringen oder zwingen. Kann der Gedanke somit von Gott laut dieser Theorie stammen? Denn sonst w\u00fcrde sich der Mensch ebenso von selbst in Bewegung setzten. Das w\u00e4re zum einen damit erkl\u00e4rbar, dass Gott \u00fcber uns herrscht und allm\u00e4chtig ist oder zum anderen, dass wir Ebenbilder Gottes sind und somit auch stark abgeschw\u00e4chte Eigenschaften von ihm besitzen. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size:small;\">Abschie\u00dfend jedoch und meiner eigenen Meinung nach, l\u00e4sst sich Gott nicht beweisen, sondern man kann nur auf eine g\u00f6ttliche Macht oder eine obere Hand schlie\u00dfen, auf jemanden vertrauen, der immer und \u00fcberall ist. Man kann nichts beweisen, was keine nachweisbaren Beweise und Belege hinterl\u00e4sst! Und au\u00dferdem gen\u00fcgt es schon, wenn man an einen Gott, eine g\u00f6ttliche Macht glaubt.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der kosmologische Gottesbeweis geht davon aus, dass die Welt aus Bewegungen besteht. Diese Bewegungen sind sowohl als physikalische Ortsbewegungen zu verstehen, als auch als \u201e\u00dcberg\u00e4nge von der M\u00f6glichkeit in die Wirklichkeit\u201c, wie dem Werden, Entstehen und Ver\u00e4ndern. 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