{"id":2095,"date":"2014-01-04T16:06:04","date_gmt":"2014-01-04T14:06:04","guid":{"rendered":"http:\/\/ethik13.wordpress.com\/?p=2095"},"modified":"2014-01-04T16:06:04","modified_gmt":"2014-01-04T14:06:04","slug":"selbstmord-rucksichtslos-oder-gerechtfertigt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ethikblogs.de\/?p=2095","title":{"rendered":"Selbstmord &#8211; r\u00fccksichtslos oder gerechtfertigt?"},"content":{"rendered":"<p>Selbstmord ist in unserer modernen Gesellschaft ein umstrittenes Thema. Heutzutage werden viele Menschen depressiv oder haben Das Burnout-Syndrom. Schuld an diesen psychischen Erkrankungen ist der steigende Druck in unserer Leistungsgesellschaft. F\u00fcr einige Menschen ist Selbstmord der letzte Ausweg, aber ist das \u00fcberhaupt ethisch vertretbar?<\/p>\n<p>Menschen, die sich ihr Leben nehmen, kann man oft nicht verstehen, denn auch wenn das Leben einem viele Steine in den Weg legt, kann man eigentlich etwas sch\u00f6nes daraus bauen. Doch die Menschen, die den Entschluss gefasst haben, sehen keinen anderen Ausweg mehr. Meiner Meinung nach ist Selbstmord keine S\u00fcnde, aber auch nicht die beste und einzige L\u00f6sung. Es gibt genug Therapeuten, die einem helfen k\u00f6nnen und oft auch viele Verwandte, die einem sicher auch helfen wollen. Au\u00dferdem finde ich, ist es ziemlich mutig und beachtlich, wenn jemand schwierige Lebenssituationen meistert und man kann danach umso mehr stolz auf sich sein. Man ist auch nie auf sich allein gestellt, auch wenn man das glaubt. Man sollte sich nur jemandem anvertrauen. Das klingt f\u00fcr viele schwer, ist es aber nicht. Das Schlimmste an Selbstmord sind die Hinterbliebenen und leidenden Angeh\u00f6rigen. Meist hatte sie keine Ahnung wie schlecht es dem Toten geht und machen sich ein Leben lang Vorw\u00fcrfe und das finde ich nicht gerecht, denn der einzige der Schuld an einem Selbstmord tr\u00e4gt, ist der, der sich selbst umgebracht hat. Es ist immer einfacher aufzugeben, als sich der Herausforderung zu stellen. Demnach ist es eigentlich ziemlich feige sich selbst zu t\u00f6ten. Ich finde es daher sogar sehr egoistisch, wenn man Selbstmord begeht, denn derjenige ist so sehr in Selbstmitleid versunken, dass er nicht daran denkt wie es f\u00fcr die Menschen ist, die ihn lieben. Selbst ein Mensch ohne Verwandtschaft, der sich zum Beispiel vor den Zug wirft, verschafft dem Lokf\u00fchrer wahrscheinlich ein lebenslanges Trauma obwohl der nun wirklich nichts daf\u00fcr kann, dass der andere keinen Lebensmut mehr hat. Ein v\u00f6llig gesunder Mensch mit einem Dach \u00fcber dem Kopf sollte sich au\u00dferdem schon mal dar\u00fcber freuen, dass es ihm im Vergleich zu vielen Menschen in armen Welt L\u00e4ndern viel besser geht. Diese Menschen w\u00fcrden alles daf\u00fcr tun zu leben und haben nicht ihr Schicksal in den H\u00e4nden. Derjenige, der sich selbst das Leben nimmt, hat das Privileg \u00fcber sein Leben zu entscheiden und er wirft es trotzdem weg. Ist es deshalb nicht auch ziemlich unfair gegen\u00fcber denen, die sich f\u00fcr das Leben entscheiden w\u00fcrden, wenn sie k\u00f6nnten. Au\u00dferdem erleben diese Menschen wohl schlimmere Dinge, als ein Mensch mit Depressionen. Eigentlich ist es daher schon eine S\u00fcnde sein kostbares Leben wegzuwerfen. Aber ich denke es ist nicht wie die Kirche es nennt, eine S\u00fcnde, sondern es ist r\u00fccksichtslos und egoistisch. Es ist aber auch kein Streben nach Freiheit, da man zwar frei \u00fcber sein Leben entscheidet, aber was nutzt einem diese Freiheit, wenn man sein Leben sowieso aufgibt? Jedoch gibt es auch Selbstmord, der gerechtfertigt ist, beispielsweise, wenn man sehr alt ist oder auch schwer krank, sich kaum noch bewegen oder selber atmen kann und das Leben nur noch gerade so ertr\u00e4glich ist, wenn man mit Schmerzmitteln vollgepumpt ist. Wenn man sich dann entscheidet zu sterben und das mit seiner Familie vereinbart, ist dies zwar nicht weniger schmerzhaft f\u00fcr sie, aber ich denke, es ist auch eine Art Erleichterung, wenn man wei\u00df, dass ein geliebter Mensch nicht mehr leiden muss.<\/p>\n<p>Ich wei\u00df, es h\u00f6rt sich ein wenig grausam an, wenn man einen Selbstm\u00f6rder egoistisch und r\u00fccksichtslos nennt, aber es ist meiner Meinung einfach der falscher Weg, um mit seinen Problemen fertig zu werden, denn egal wer man ist oder wie man sich umbringt, man verletzt damit auch andere Menschen, die vielleicht \u00fcberhaupt gar nichts mit seinen Problemen zu tun haben. Und es gibt immer einen anderen Weg, selbst wenn man das Gef\u00fchl hat, dass nichts mehr hilft. Es geht irgendwann einfach nicht mehr weiter bergab und geht dann zwangsl\u00e4ufig auch wieder bergauf, denn nach jedem Tief kommt auf jeden Fall auch wieder ein Hoch \ud83d\ude09<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Selbstmord ist in unserer modernen Gesellschaft ein umstrittenes Thema. Heutzutage werden viele Menschen depressiv oder haben Das Burnout-Syndrom. Schuld an diesen psychischen Erkrankungen ist der steigende Druck in unserer Leistungsgesellschaft. F\u00fcr einige Menschen ist Selbstmord der letzte Ausweg, aber ist das \u00fcberhaupt ethisch vertretbar? 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