{"id":2508,"date":"2014-03-04T20:56:09","date_gmt":"2014-03-04T19:56:09","guid":{"rendered":"http:\/\/ethik13.wordpress.com\/?p=2508"},"modified":"2014-03-04T20:56:09","modified_gmt":"2014-03-04T19:56:09","slug":"doppelstundenzusammenfassung-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ethikblogs.de\/?p=2508","title":{"rendered":"Doppelstundenzusammenfassung"},"content":{"rendered":"<p>Gymnasium Gerabronn, Ethikgrundkurs K1, letzte Stunde: Mittwoch, 26. Februar 2014, Themen:\u00a01) Hannah Arendt\u00a0und Pflicht; \u00a02) Kritik an Kants Ethik<\/p>\n<p>Protokollant: dietugend\/ dt<\/p>\n<p>Anzahl der Anwesenden: 12<\/p>\n<p><strong>1)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Hannah Arendt &amp; Pflicht<\/strong><\/p>\n<p>Zu diesem Thema schauten wir den Film <a href=\"http:\/\/www.hannaharendt-derfilm.de\/#\/home\">\u201eHannah Arendt\u201c<\/a> an. Dabei sollten wir die Frage, wie Eichmann sein Handeln rechtfertigte, beantworten. Eichmann rechtfertigte sein Handeln vor allem durch die Verwendung des (<strong>falsch verstandenen<\/strong>; dt) <strong>Pflichtbegriffs<\/strong>. Eichmann war der Meinung, dass er einen Eid abgelegt hatte und nach diesem handeln musste, also seiner Meinung nach aus Pflicht. Jedoch waren seine Maximen nicht gut, daher geht man bei Eichmanns Handlungen laut Kant von pflichtwidrigen aus. Zudem begr\u00fcndete Eichmann sein Verhalten damit, dass er rechtlich korrekt gehandelt hatte und dass er sowieso keine Macht gehabt hatte, also dass er nur ein kleiner Teil des Systems gewesen war.<\/p>\n<p>Die zweite Frage, die wir beantworten sollten, war wie das <strong>B\u00f6se in die Welt <\/strong>kommt: Das B\u00f6se kommt in die Welt durch den <strong>Totalitarismus<\/strong>, also durch das <strong>Nichtdenken <\/strong>oder das blo\u00dfe Befolgen von Befehlen. Dabei werden Menschen als Menschen \u00fcberfl\u00fcssig gemacht. Das B\u00f6se ist <strong>banal<\/strong>, jeder kann b\u00f6se sein, wenn er aufh\u00f6rt zu denken (nur die Selbstreflexion h\u00e4lt uns davon ab etwas B\u00f6ses zu begehen; dt). Die <strong>Individualisierung<\/strong> (ein soziokultureller Trend unserer Gesellschaft; dt) <strong>bef\u00f6rdert<\/strong> dass das B\u00f6se in die Welt kommt.<\/p>\n<p><strong>2)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Kritik an Kants Ethik<\/strong><\/p>\n<p>Des Weiteren besch\u00e4ftigten wir uns kritisch mit Kants Ethik. Dazu sahen wir uns die <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Osr2_Iz3qwc\">f\u00fcnfte Folge von &#8222;Kant, Sophie und der kategorische Imperativ&#8220;<\/a> an.\u00a0Ein Kritikpunkt an Kants Ethik ist die <strong>Alltagstauglichkeit<\/strong> seiner Theorien. Das Problem ist, dass die Vernunft keine v\u00f6llige Kontrolle \u00fcber uns hat, der Mensch l\u00e4sst sich auch von <strong>Affekten <\/strong>leiten. Zudem ist ein Problem die <strong>Verallgemeinerung<\/strong> bei Kants Ethik. Der Einzelne\u00a0kann leicht mit Kants Theorie \u00fcberfordert sein, denn man m\u00fcsste theoretisch in jeder Situation innehalten und den kategorischen Imperativ anwenden. Ein weiteres Problem des kategorischen Imperativs entsteht, wenn verschiedene Werte kollidieren. Wenn zum Beispiel ein Flugzeug mit Passagieren entf\u00fchrt wird und dieses in ein volles Stadion zu fliegen droht, stellt sich die Frage, ob man das Flugzeug abschie\u00dfen sollte und somit die Menschen im Stadion\u00a0gerettet werden k\u00f6nnten\u00a0oder ob man das Flugzeug nicht abschie\u00dfen sollte.\u00a0Bei\u00a0einer <strong>Wertekollision<\/strong>\u00a0ergibt sich also ein Problem, wenn zum Beispiel Leben gegen Leben abgew\u00e4gt werden muss.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gymnasium Gerabronn, Ethikgrundkurs K1, letzte Stunde: Mittwoch, 26. 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