{"id":2831,"date":"2014-07-05T14:11:53","date_gmt":"2014-07-05T13:11:53","guid":{"rendered":"http:\/\/ethik13.wordpress.com\/?p=2831"},"modified":"2014-07-05T14:11:53","modified_gmt":"2014-07-05T13:11:53","slug":"primark-vs-manomama","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ethikblogs.de\/?p=2831","title":{"rendered":"Primark vs. Manomama"},"content":{"rendered":"<p>Primark ist einerseits schon lange als Billigkleiderkette bekannt und boomt immer mehr.<br \/>\nAndererseits ist sie auch schon lange bekannt f\u00fcr die Kinderarbeit und die schlechten Arbeitsbedingungen und niedrigen L\u00f6hne in ihrer Produktion im Ausland (z.B. Bangladesch).<\/p>\n<p>Der neuste \u201eSkandal\u201c Primarks wurde jetzt am 25. Juni 2014 bekannt.<br \/>\nEine Frau hat sich ein Kleid f\u00fcr 12 Euro in der Primarkfiliale in London gekauft. Auf der Suche nach der Waschanleitung ist sie in ihrem Kleid auf einen von Hand eingen\u00e4hten Zettel gesto\u00dfen auf dem folgendes stand:  \u201eForced to work for exhausting hours\u201c  (dt: Gezwungen, stundenlang bis zur Ersch\u00f6pfung zu arbeiten). Ob er direkt bei der Produktion von einer N\u00e4herin oder erst sp\u00e4ter in England eingen\u00e4ht wurde ist unbekannt.<\/p>\n<p>Die K\u00e4uferin war sich vor dem Fund laut eigener Aussage  nicht \u00fcber die Umst\u00e4nde der N\u00e4herinnen bewusst und wird das Kleid nie wieder anziehen.<br \/>\nEs ist ein kurzer Schock f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit, jedoch verebbt dieser nach kurzer Zeit schon wieder. Und die Mehrheit der Konsumenten kauft weiterhin bei  Kleiderketten wie H&amp;M, New Yorker oder eben Primark ein\u2026<\/p>\n<p>http:\/\/www.focus.de\/kultur\/mode\/zwischen-die-etiketten-genaeht-frau-findet-hilfeschrei-einer-naeherin-im-primark-kleid_id_3942759.html<\/p>\n<p>Aber muss das sein? Gibt es denn keine andere L\u00f6sung?<br \/>\nIch muss selber eingestehen, dass die meisten meiner Kleider in meinem Schrank auch von solchen \u201eBilligketten\u201c stammen. Aber was genau ist es, dass es mir\/uns so schwer macht fair hergestellte Kleidung zu kaufen?<\/p>\n<p>Ein Beispiel f\u00fcr fair hergestellte Kleidung in Deutschland ist Sina Trinkwalders \u00f6kosoziale Textilfirma \u201emanomama\u201c, die sie 2010 in Augsburg gr\u00fcndete.<br \/>\nDie Stoffe und das N\u00e4hgarn, das dort verarbeitet wird ist aus Biobaumwolle und in Deutschland hergestellt worden.<br \/>\nAu\u00dferdem erm\u00f6glicht sie langj\u00e4hrig arbeitslosen Frauen (z.B. Hausfrauen, M\u00fctter,\u2026) den Wiedereinstieg ins Berufsleben. Zus\u00e4tzlich stellt sie auch Ausl\u00e4nderinnen und N\u00e4herinnen, die auf dem Arbeitsmarkt schlechte Chancen haben, ein.<br \/>\nJede, eingeschlossen Sieselbst, erh\u00e4lt 10 Euro Stundenlohn.<\/p>\n<p>Sie fing mit einfachen Taschen an und erweiterte ihr Sortiment auf Herren- und Damenkleidung und wenige Accessoires. Ein Kleid kostet allerdings von 39,90 bis 129 Euro, was im Gegensatz zu den 12 Euro von Primark eine ganze Menge ist.<\/p>\n<p>Ihr Buch: \u201eWunder muss man selber machen &#8211; Wie ich die Wirtschaft auf den Kopf stelle\u201c,  1. Auflage erschienen 2013 im Droemer-Verlag<br \/>\nIhre Website mit Onlineshop: http:\/\/www.manomama.de\/shop\/<\/p>\n<p>Aber ist es das Geld nicht wert? Oder ist es okay, wenn ich auf Kosten anderer und unserer Umwelt meinen Kleiderkonsum auslebe? Kann ich oder k\u00f6nnt auch ihr das mit eurem Gewissen vereinbaren? Denn Wegschauen und Ignorieren ist auch keine L\u00f6sung!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Primark ist einerseits schon lange als Billigkleiderkette bekannt und boomt immer mehr. Andererseits ist sie auch schon lange bekannt f\u00fcr die Kinderarbeit und die schlechten Arbeitsbedingungen und niedrigen L\u00f6hne in ihrer Produktion im Ausland (z.B. Bangladesch). Der neuste \u201eSkandal\u201c Primarks wurde jetzt am 25. Juni 2014 bekannt. 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