{"id":3493,"date":"2016-10-23T11:05:34","date_gmt":"2016-10-23T11:05:34","guid":{"rendered":"http:\/\/ethikblogs.de\/?p=3493"},"modified":"2016-10-23T11:05:34","modified_gmt":"2016-10-23T11:05:34","slug":"protokoll-17-10-16","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ethikblogs.de\/?p=3493","title":{"rendered":"Protokoll 17.10.16"},"content":{"rendered":"<p>Gymnasium Gerabronn, Ethikkurs 2015-2017<\/p>\n<p>Stundenzusammenfassung vom 17.10.16, 7:45 &#8211; 9:20 Uhr<\/p>\n<p>17 Anwesende<\/p>\n<p>Referentin: S\u00fc<\/p>\n<p>Thema: Ungleichheiten<\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"text-decoration: underline\">Gliederung<\/span><\/p>\n<ol>\n<li>Das gute Spiel der Ungleichheiten<\/li>\n<li>Friedrich August von Hayek<\/li>\n<li>Spiel w\u00fcnschenswert?<\/li>\n<\/ol>\n<hr \/>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline\">Das gute Spiel der Ungleichheiten<\/span><\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/donat-schmidt.de\/files\/downloads\/fobigerecht\/planspiel_ungleichheiten.pdf\">http:\/\/donat-schmidt.de\/files\/downloads\/fobigerecht\/planspiel_ungleichheiten.pdf<\/a><\/p>\n<p><strong>Auswertung:<\/strong><\/p>\n<p>Die Ergebnisse dieses Spiels fielen sehr unterschiedlich aus. Manche Sch\u00fcler erreichten eine sehr hohe Qualifikation und erhielten viel Gold, andere wiederum stiegen fast gar nicht auf. Einzelne mussten auch wieder ganz von vorne anfangen, da sie kein Gold und somit auch keine Chance mehr hatten, aufzusteigen. Diese bekamen dann eine neue &#8222;Identit\u00e4t&#8220;, d.h. eine neue Startqualifikation und neues Startkapital.<\/p>\n<p>Bei der Erkl\u00e4rung, warum es zu so unterschiedlichen Ergebnissen kam, waren sich die Sch\u00fcler alle einig. Es hing alles von dem Startkapital, der Startqualifikation und dem Gl\u00fcck beim W\u00fcrfeln ab. Um das Spiel gerecht zu gestalten, m\u00fcsste jeder am Anfang die gleiche Qualifikation und das gleiche Startkapital haben.<\/p>\n<p>Trotz dessen, dass man selbst eigentlich nicht viel beeinflussen konnte, waren die Sch\u00fcler der Meinung, dass es ein gutes Spiel ist, da es -genau wie im echten Leben- um Gl\u00fcck, aber auch um Geschick geht, au\u00dferdem darum, wo man bei Beginn des Spieles steht.<\/p>\n<p>Bezieht man dieses Spiel auf das wahre Leben, so erkennt man, dass es sehr realistisch gestaltet ist. Vor allem durch die Tatsache, dass man im echten Leben auch in unterschiedliche Startsituationen ist, die einen haben genug Geld, um eine hohe Qualifikation (Bildung) zu erreichen, die anderen haben fast nichts und sind quasi auf Gl\u00fcck im Leben angewiesen.<\/p>\n<p>Allerdings gibt es auch unrealistische Dinge in diesem Spiel, da es eher mehr negative Zuf\u00e4lle im Leben gibt und zweite Chancen im Leben eher selten sind.<\/p>\n<p>Wie auch in dem Spiel wird im echten Leben viel durch Zuf\u00e4lle und Gl\u00fcck ausgel\u00f6st. Menschen k\u00f6nnen noch so talentiert sein, um jedoch aufzusteigen und seinem Talent gerecht zu werden, braucht man auch Gl\u00fcck. Hierbei ist auch wichtig, dass man beachtet, dass es auch darauf ankommt, wie viel Konkurrenz man hat. Wenn zum Beispiel eine Arbeitsstelle sehr begehrt ist, braucht man auf jeden Fall eine h\u00f6here Bildungsstufe und\/oder gute Beziehungen. Bewirbt sich jedoch keiner auf diese Stelle, ist es viel leichter, sie zu bekommen. Konkurrenz wirkt sich au\u00dferdem auch auf das eigene Verhalten aus. Viele Menschen f\u00fchlen sich durch Konkurrenz unter Druck gesetzt und verlieren dadurch den Mut, w\u00e4hrend andere dadurch erst angespornt werden.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline\">Friedrich August von Hayek<\/span><\/strong><\/p>\n<p>Hayek vergleicht den Marktprozess mit der Definition des Wortes &#8222;Spiel&#8220;, welche es als einen Wettkampf nach Regeln, der durch \u00fcberlegene Geschicklichkeit, Kraft oder auch durch Gl\u00fcck entschieden wird, beschreibt. Es ist gleicherma\u00dfen ein Geschicklichkeits-, als auch ein Gl\u00fccksspiel.<\/p>\n<p>Durch die Ungleichheiten (Kapital und Qualifikation) entsteht die gegenseitige Anpassung, wodurch eine fortschreitende Arbeitsteilung erst m\u00f6glich gemacht wird. Das Gesamtprodukt (Pool) ist nur vorhanden, weil nicht jeder gleich viel Einkommen hat und wenig R\u00fccksicht auf W\u00fcnsche genommen wird. Dies f\u00fchrt dazu, dass Menschen dazu angereizt werden, dort zu arbeiten, wo sie den gr\u00f6\u00dften Beitrag zum Gesamtprodukt leisten k\u00f6nnen, d.h. wo sie (entsprechend ihrer F\u00e4higkeiten) am meisten verdienen. Durch diese Verteilung wird das gr\u00f6\u00dftm\u00f6gliche Gesamtprodukt erzielt.<\/p>\n<blockquote><p>Vor allem ist es ein Spiel, das dazu dient, aus jedem Spieler den h\u00f6chsten f\u00fcr ihn lohnenden Einsatz f\u00fcr den gemeinsamen Pool herauszulocken, aus dem jeder einen ungewissen Anteil gewinnen wird. &#8211; F.A. Hayek<\/p><\/blockquote>\n<hr \/>\n<p><span style=\"text-decoration: underline\"><strong>Spiel w\u00fcnschenswert?<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Auch hier waren sich die Sch\u00fcler einig, dass das Spiel nicht w\u00fcnschenswert ist, da es nicht gerecht ist. Wohlhabende Menschen m\u00fcssen trotz h\u00f6herem Verdienst nicht viel mehr zahlen, Leute werden aufgrund Geld und Bildung bevorzugt und m\u00fcssen sich fast nicht anstrengen, w\u00e4hrend andere sich extrem anstrengen und trotzdem nicht viel verdienen.<\/p>\n<p>Die Klasse war demnach der Meinung, dass das Spiel eher darauf abzielt, dass die Wirtschaft gut l\u00e4uft und nicht, dass es den Menschen gut geht.<\/p>\n<p>Das wirkliche Fazit wurde jedoch auf die n\u00e4chste Stunde verschoben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gymnasium Gerabronn, Ethikkurs 2015-2017 Stundenzusammenfassung vom 17.10.16, 7:45 &#8211; 9:20 Uhr 17 Anwesende Referentin: S\u00fc Thema: Ungleichheiten Gliederung Das gute Spiel der Ungleichheiten Friedrich August von Hayek Spiel w\u00fcnschenswert? Das gute Spiel der Ungleichheiten http:\/\/donat-schmidt.de\/files\/downloads\/fobigerecht\/planspiel_ungleichheiten.pdf Auswertung: Die Ergebnisse dieses Spiels fielen sehr unterschiedlich aus. 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