{"id":3986,"date":"2017-06-17T16:58:57","date_gmt":"2017-06-17T16:58:57","guid":{"rendered":"http:\/\/ethikblogs.de\/?p=3986"},"modified":"2017-06-17T18:11:40","modified_gmt":"2017-06-17T18:11:40","slug":"religion-nur-ein-konfliktausloeser","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ethikblogs.de\/?p=3986","title":{"rendered":"Religion, nur ein Konfliktausl\u00f6ser?"},"content":{"rendered":"<p>Mit der aktuellen Situation, dass der IS, eine radikal- islamistische Organisation, eine gro\u00dfe Bedrohung darstellt, kommt immer \u00f6fter die Frage zum tragen, ob Religion nur einen Konflikt mit sich f\u00fchrt und es besser ohne sie w\u00e4re.<\/p>\n<p>Um das zu kl\u00e4ren, muss zuerst klar sein was dabei zum Konflikt f\u00fchrt und daf\u00fcr wiederum, muss gekl\u00e4rt werden was als Religion angesehen wird.<\/p>\n<p>&#8222;Religion ist ein Sammelbegriff f\u00fcr eine Vielzahl unterschiedlicher Weltanschauungen, deren Grundlage der jeweilige Glaube an bestimmte transzendente ist (https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Religion)<\/p>\n<p>Das bedeutet, dass jeder voneinander abweichende Glaube insofern einer anderen Religion angeh\u00f6rt. Da sich Menschen allerdings an vorhergehenden Traditionen orientieren werden Religionen weitervererbt, dass die verschiedenen Religionen in sich relativ einstimmig sind, sprich, dass eine Religion nicht in endlos viele Splittergruppen geteilt wird. Da es allerdings Ver\u00e4nderungen gibt\/gab, \u00a0entstehen aus den alten Religionen neue heraus, wie zum Beispiel das Christentum, das sich auf dem Judentum aufgebaut hatte.<\/p>\n<p>Daraus l\u00e4sst sich schlie\u00dfen, dass eine andere Weltanschauung, ein anderer Glaube, sich eigentlich in eine andere Religion einordnet, egal ob sich diese Person zu einer anderen bekennt.<\/p>\n<p>Ein etwas \u00e4lteres Beispiel: Die alten Kreuzz\u00fcge des Mittelalters, die dem f\u00fcnften Gebot der Christen widersprechen, sind so als eigentlich &#8222;nicht christlich&#8220; einzuordnen. Wer nun schuld daran hatte, dass diese dennoch in dem christlichen Bekenntnis ausgef\u00fchrt wurden ist hier die Frage. Zum einen sind da diejenigen, die als Kreuzritter auszogen, zum anderen auch das christliche Oberhaupt, dass die Legitimation gab. Die ausf\u00fchrenden haben geglaubt, was ihnen gesagt wurde was sie tun sollten, so wie es ihnen ihre Religion bestimmt\u00a0und der Papst gab den &#8222;Befehl&#8220; um gegen den Islam zu k\u00e4mpfen, der eine Bedrohung f\u00fcr die Kirche darstellte.<\/p>\n<p>Hieraus geht zwar hervor, dass die Religion daran &#8222;schuld&#8220; ist, dass der Kreuzzug ausgef\u00fchrt wurde, da man als &#8222;frommer Christ&#8220; dem folgen musste, allerdings w\u00e4re es durch das f\u00fcnfte Gebot, welches ein fundamentaler Teil der katholischen Kirche ist, verboten gewesen. Demnach entsteht ein Konflikt innerhalb der Religion, wobei sich die meisten Menschen oft (leider) die Legitimation heraussuchen, die f\u00fcr sie einen Vorteil bringt und diese dann als Religion benutzen.<\/p>\n<p>\u00c4hnlich ist das auch heute noch mit der aktuellen Lage. Da es allerdings um ein vieles komplizierter ist m\u00f6chte ich nicht im Detail darauf eingehen. Um auf den Anfang zur\u00fcckzugreifen, Anh\u00e4nger des IS adaptierten immer mehr zu Radikalen, wobei sie sich immer noch zum Islam bekennen, wobei innerhalb des Islam dann, wie im obigen Beispiel, ebenfalls ein Konflikt entsteht. Die Auslegungen eines Glaubens, insofern sie zu Brutalit\u00e4t neigen, (es gibt durchaus auch positive) die so zu einer Gefahr f\u00fcr die Sicherheit von Leben wird ist somit die Ursache.<\/p>\n<p>Da Religion eine Weltansicht ist und somit auch eine Auslegungssache, entsteht dabei normalerweise immer ein Konflikt, da wir Menschen nun einmal auf Ver\u00e4nderungen &#8222;geeicht&#8220; sind und so immer Auslegungen eines Glaubens entstehen. Sei es wie oben genannt die Legitimation zu Kreuzz\u00fcgen oder zu Terror-Radikalen-Organisationen usw.<\/p>\n<p>Allerdings muss man auch ber\u00fccksichtigen, dass Religionen ein Konstrukt menschlicher Natur sind, ob nun eine sich als wahr behaupten sollte oder nicht. Daher ist es sehr wichtig zu kl\u00e4ren, dass somit der Mensch, der sich zu einer Religion, bzw. einer Religions-Ausrichtung (Konfession, radikale Splittergruppen) bekennt, der eigentliche Punkt ist, an dem ein Konflikt entsteht. Wir Menschen definieren uns auch, dadurch zu sagen was wir nicht sind. Dadurch grenzt man sich von anderen Religionen ab, was was ein Konfliktfundament bietet.<\/p>\n<p>Zu sagen, dass die Religion schuld ist, um es abzuschlie\u00dfen, ist nur die halbe Wahrheit, denn die Religionsangeh\u00f6rigen sind eigentlich diejenigen, zwischen denen der Konflikt entsteht aufgrund von Auslegungen des eigenen Glaubens oder aufgrund von feindseliger Einstellung zu einer anderen Gemeinschaft.<\/p>\n<p>Religion hat allerdings auf der Kehrseite auch ihre guten Eigenschaften. Sie kann einem Menschen positive Orientierung geben bei der Selbstfindung. Weiterhin kann die Religion viele wichtigen Werte vermitteln, wie zum Beispiel das Recht auf Unversehrtheit oder Grundlegende Sachen, wie den anderen zu behandeln wie sich selbst. Weiterhin kann einem Religion dabei helfen seine eigene Balance zu finden und so sein seelisches Gleichgewicht zu finden. Auch kulturell sind die Religionen\/ die Religionsvielfalt sehr wichtig, da so viele verschiedene kulturell wertvolle Einfl\u00fcsse entstehen.<\/p>\n<p>Religionen sind also, je nach dem wie mit ihr umgegangen wird entweder gut und bereichernd oder negativ und destruktiv sein, woraus ein Konflikt wachsen <strong>kann<\/strong>. Es h\u00e4ng dabei stark von den Menschen ab, die ihr angeh\u00f6ren!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit der aktuellen Situation, dass der IS, eine radikal- islamistische Organisation, eine gro\u00dfe Bedrohung darstellt, kommt immer \u00f6fter die Frage zum tragen, ob Religion nur einen Konflikt mit sich f\u00fchrt und es besser ohne sie w\u00e4re. 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