{"id":4041,"date":"2018-01-05T11:38:58","date_gmt":"2018-01-05T10:38:58","guid":{"rendered":"http:\/\/ethikblogs.de\/?p=4041"},"modified":"2018-01-06T10:34:20","modified_gmt":"2018-01-06T09:34:20","slug":"zero-waste","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ethikblogs.de\/?p=4041","title":{"rendered":"Zero Waste"},"content":{"rendered":"<p>Jeder bemerkt es beim Einkaufen oder auch beim Kochen: Extra in Plastik eingeschwei\u00dfte Gurken, in Plastik verpackte Fertigprodukte, &#8222;Plastiktrennscheiben&#8220; zwischen einzelnen K\u00e4sescheiben, eine Haribo-Gummib\u00e4rchen-T\u00fcte, in der einzelne Verpackungen mit Gummib\u00e4rchen enthalten sind.<\/p>\n<figure id=\"attachment_4198\" aria-describedby=\"caption-attachment-4198\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-4198\" src=\"http:\/\/ethikblogs.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/IMG_2404-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/ethikblogs.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/IMG_2404-300x200.jpg 300w, https:\/\/ethikblogs.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/IMG_2404-768x512.jpg 768w, https:\/\/ethikblogs.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/IMG_2404-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/ethikblogs.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/IMG_2404-345x230.jpg 345w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-4198\" class=\"wp-caption-text\">Klein, aber fein- Studentenfutter in 40g-Packungen.<\/figcaption><\/figure>\n<figure id=\"attachment_4199\" aria-describedby=\"caption-attachment-4199\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-4199\" src=\"http:\/\/ethikblogs.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/IMG_2410-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/ethikblogs.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/IMG_2410-300x200.jpg 300w, https:\/\/ethikblogs.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/IMG_2410-768x512.jpg 768w, https:\/\/ethikblogs.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/IMG_2410-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/ethikblogs.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/IMG_2410-345x230.jpg 345w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-4199\" class=\"wp-caption-text\">Plastiktrennscheiben im K\u00e4se und eine unn\u00f6tig eingeschwei\u00dfte Gurke.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Jeder hat vermutlich ein schlechtes Gef\u00fchl dabei, denkt, &#8222;<em>Ach, das extra einzupacken, w\u00e4re doch nicht notwendig gewesen!<\/em>&#8222;. Dennoch ist vielen trotzdem nicht bewusst, wie viel M\u00fcll wir im Alltag produzieren und es ist f\u00fcr die meisten auch vollkommen normal, ein Produkt zu kaufen, es auszupacken und die Verpackung dann wegzuschmei\u00dfen. Wir haben dank der regelm\u00e4\u00dfigen M\u00fcllabfuhr das Gef\u00fchl daf\u00fcr verloren, wie viel M\u00fcll wir tats\u00e4chlich produzieren und wundern uns dann \u00fcber einen M\u00fcllkontinent im Pazifik, der gr\u00f6\u00dfer als Indien ist.<\/p>\n<p>Dieser enorme M\u00fcllanfall ist jedoch zur\u00fcckzuf\u00fchren auf die Entwicklung unserer Wirtschafts- und Gesellschaftsstruktur zu einer von Bequemlichkeit gepr\u00e4gten <em>Konsumgesellschaft<\/em>. Immer hei\u00dft es nur \u201e<strong>kaufen, kaufen, kaufen<\/strong>\u201c, es gibt kaum noch ein Produkt, was f\u00fcr die Ewigkeit gemacht wird \u2013 denn schlie\u00dfen verdienen die Hersteller an diesem nichts mehr! Handys, Elektronik, M\u00f6bel, sie alle sind recht kosteng\u00fcnstig zu erwerben, weshalb auch unsere Wertsch\u00e4tzung f\u00fcr diese Produkte abnimmt. Da alles immer preiswert und ein umfangreiches Warenangebot verf\u00fcgbar ist, ist es ganz einfach, das nach einem knappen Jahr nicht mehr funktionierende Handy gegen ein neues auszutauschen. Und auch wenn es nicht kaputt sein sollte, unser Drang, mit einem supertollen neuen Handy in der Schule prahlen zu k\u00f6nnen, \u00fcberwiegt bei Weitem die M\u00f6glichkeit, das alte Handy noch solange zu benutzen, bis es nicht mehr funktioniert.<br \/>\nGenauso verh\u00e4lt es sich auch mit anderen Alltagsgegenst\u00e4nden, wie Fernseher, M\u00f6belst\u00fccke, etc. Sie sind schnell ersetzbar.<\/p>\n<p>Doch auch unsere <em>Bequemlichkeit<\/em> tr\u00e4gt zu dem wachsenden M\u00fcllberg bei. Statt beispielsweise den Kaffee in einen Filter zu f\u00fcllen und dann aufzubr\u00fchen (Achtung aufwendig!), wird eine Aluminiumkapsel in die Kaffeemaschine geschoben und der Rest wird automatisch erledigt. Zwei Milliarden ge\u00f6ffnete Kaffeekapseln f\u00fchren so zu 4000 Tonnen M\u00fcll (<a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article123656432\/Wir-produzieren-4000-Tonnen-Kaffeekapsel-Muell.html\">https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article123656432\/Wir-produzieren-4000-Tonnen-Kaffeekapsel-Muell.html<\/a>).<\/p>\n<p>Auch zeigt die gro\u00dfe Beliebtheit von Fertiggerichten, dass es uns heutzutage vor allem darum geht, alles m\u00f6glichst schnell und ohne gro\u00dfen Aufwand erledigen zu k\u00f6nnen \u2013 egal, ob es auf Kosten der Umwelt oder sogar der eigenen Gesundheit geht.<\/p>\n<p>Die Bewegung \u201eZero Waste\u201c, die in den letzten Jahren immer mehr Zulauf bekommen hat, setzt zur Minimierung des M\u00fclls auf eine Ver\u00e4nderung des Lebenstils. \u201eZero Waste\u201c-Menschen leben somit im Kontrast zu unserer wachstumsorientierten Konsumgesellschaft und versuchen, ihren M\u00fcll und Ressourcenverbrauch zu dezimieren. Bea Johnson, eine amerikanische Bloggerin, hat es sogar geschafft, den M\u00fcll ihrer Familie auf ein Einmachglas zu reduzieren (siehe auch hier: <a href=\"https:\/\/zerowastehome.com\/about\/bea\/\">https:\/\/zerowastehome.com\/about\/bea\/<\/a>).<\/p>\n<p>Das zu erreichen, fordert aber eine sehr gro\u00dfe Umstellung des Lebensstils und erscheint f\u00fcr viele fast unm\u00f6glich, deshalb werde ich euch hier noch kurz einige M\u00f6glichkeiten vorstellen, wie ihr zumindest ein bisschen weniger M\u00fcll produzieren k\u00f6nnt:<\/p>\n<ul>\n<li>Einwegprodukte vermeiden und ersetzen (Servietten z.B. durch Stoffservietten, Abschminkt\u00fccher, \u2026)<\/li>\n<li>Glasflaschen statt Plastikflaschen<\/li>\n<li>Verpackungen beim Einkaufen vermeiden, (Unverpackt-L\u00e4den, Biol\u00e4den, wo man Gem\u00fcse noch unverpackt einkaufen kann)<\/li>\n<li>\u2026<\/li>\n<\/ul>\n<p>Meine Meinung dazu ist, dass ich als eine sehr gute Idee ansehe, gleichzeitig denke ich aber, dass viele Menschen sich nicht dazu \u00fcberwinden k\u00f6nnen, da es -zumindest wenn man\u00a0 M\u00fcll wirklich ganz vermeiden will und nicht nur &#8222;ein bisschen&#8220;- immer auch mit Verzicht verbunden ist. So kann man z.B. viele S\u00fc\u00dfigkeiten nicht mehr kaufen und essen, es sei denn, man stellt selbst welche her.<\/p>\n<p>Viele tun sich im Bezug auf den Verzicht au\u00dferdem schon beim Vegetarismus schwer, bzw. sagen, sie k\u00f6nnten nicht auf Fleisch verzichten. Daher denke ich, dass &#8222;Zero Waste&#8220; nicht massentauglich ist, es sei denn, es findet ein radikales Umdenken in unserer Gesellschaft statt und das Erkennen, dass man doch kann, wenn man es wirklich will. Aber auch die praktische Umsetzung ist zum Teil echt schwer, da man manche Dinge nur in Plastikverpackungen erh\u00e4lt. Man muss deshalb sehr viel selbst herstellen- z.B. an Kosmetik &#8211; und das nimmt sehr viel Zeit in Anspruch, die viele\u00a0in unserer von Schnelligkeit gepr\u00e4gten Zeit nicht investieren wollen .<br \/>\nIch pers\u00f6nlich w\u00fcrde es sehr gerne mal ausprobieren, wenn ich studiere\/ alleine lebe, da ich finde, dass es einen gro\u00dfen Beitrag dazu leistet, dass die Umwelt weniger verschmutzt wird. Aber ich finde auch, dass &#8222;kleine&#8220; Reduzierungen des M\u00fclls auch schon viel bringen und man sollte, wenn man das Ziel hat, sich ganz umzustellen, auch immer klein anfangen.<\/p>\n<p><strong>K\u00f6nntet ihr euch vorstellen, \u201eZero Waste\u201c zu leben? Oder w\u00e4re es eine zu gro\u00dfe Umstellung f\u00fcr euch? Was w\u00fcrde die gr\u00f6\u00dfte H\u00fcrde darstellen f\u00fcr die Umstellung eures Lebensstils?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Was w\u00e4re, wenn auf einmal alle Menschen in Deutschland so leben w\u00fcrden?<br \/>\n<\/strong><strong> Denkt ihr, euch fallen auch M\u00f6glichkeiten ein, weniger M\u00fcll zu produzieren?<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u00a0Literatur: <\/strong>&#8222;Ein Leben ohne M\u00fcll: Mein Weg mit Zero Waste&#8220; von Olga Witt, Tectum Wissenschaftsverlag; Auflage: 1 (13. Februar 2017)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jeder bemerkt es beim Einkaufen oder auch beim Kochen: Extra in Plastik eingeschwei\u00dfte Gurken, in Plastik verpackte Fertigprodukte, &#8222;Plastiktrennscheiben&#8220; zwischen einzelnen K\u00e4sescheiben, eine Haribo-Gummib\u00e4rchen-T\u00fcte, in der einzelne Verpackungen mit Gummib\u00e4rchen enthalten sind. 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