{"id":4216,"date":"2018-01-05T18:38:02","date_gmt":"2018-01-05T17:38:02","guid":{"rendered":"http:\/\/ethikblogs.de\/?p=4216"},"modified":"2018-01-05T18:38:02","modified_gmt":"2018-01-05T17:38:02","slug":"wozu-drogen-verbieten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ethikblogs.de\/?p=4216","title":{"rendered":"Wozu Drogen verbieten?"},"content":{"rendered":"<p>In unserer Gesellschaft ist der Genuss\u00a0 fast aller Drogen im Au\u00dfer medizinischem Rahmen verboten. Alkohol und Tabak sind gesellschaftlich akzeptiert, auch wenn sie gesundheitlich um ein vielfaches gef\u00e4hrlicher sind als zum Beispiel Cannabis oder LSD. Doch nur weil diese Drogen ausserhalb des Krankenhauses verboten sind, hei\u00dft es noch lange nicht, dass ein gew\u00f6hnlicher B\u00fcrger sich nicht trotzdem ordentlich bet\u00e4uben k\u00f6nnte. Er muss nur eben in den Schwarzmarkt gehen, um sich gestreckte, schlecht dosierte Mengen ihrer Lieblingsdroge zu besorgen. Oder eine Krankheit beim Arzt vort\u00e4uschen um eine Verschreibung zu erhalten, die dann, um fair zu sein, nicht Risiko behaftet ist. Und das klappt ganz gut. Das Bild des reichen Pablo Escobar ist jedem im Kopf, der damals mit dem Kokainhandel in den Partymetropolen Miami und New York so viel Geld geh\u00e4uft hat, dass er dem Kolumbianischen Staat, als sie ihn dann fassten, anbot, Teile der Staatschulden zu begleichen, um Freizukommen. Die gigantischen mexikanischen Drogenkartelle nicht zu vergessen, die die Regierung in weiten Teilen des Landes als Regierung abgel\u00f6st haben. Man kann also sagen, der illegale Drogenhandel boomt, und mit nicht nur die Drogenabh\u00e4ngigen sind am Ende die Opfer, und auch nicht die tausenden zivilen Opfer, die in den Drogenkriegen ums Leben kommen, sondern auch der Staat, dem sehr viele Steuern entgehen.<\/p>\n<p>Doch ist es nicht unethisch, solche Substanzen zu verkaufen? Wie soll das ein Staat jemals moralisch rechtfertigen? Dazu braucht man eine etwas pragmatischere Sichtweise auf die Drogenszene. Drogen sind etwas, was Menschen seither nehmen und immer nehmen werden. Es ist so wie Fleisch zu essen. Es ist nicht unbedingt <em>sehr<\/em> gut und es ist sicher nicht ethisch. Aber es wird seit jeher gemacht und das wird sich nicht \u00e4ndern. In der richtigen Menge ist Fleischessen auch sehr gesund. So ist es auch mit Drogen. Sie sind sehr ungesund, besonders Opiate und Designerdrogen. Dennoch werden sie genommen und dennoch gibt es Abh\u00e4ngige, aber auch nur experimentierfreudige und Partyg\u00e4nger. Nun, Abh\u00e4ngigkeit wiederum ist ein weitl\u00e4ufiges Thema und sprengt hier auch den Rahmen. Es sei nur gesagt, dass der Staat hier auch eine gro\u00dfe Hilfestellung einnehmen kann. Aber gesellschaftlich ist es auf Dauer nicht von Nutzen Kriminellen ihre Arbeit zu lassen. Eine Komplette Legalisierung und die Regulierung des Verkauf und der Herstellung durch den Staat bringt nicht nur Steuereinnahmen sondern Reduziert die Gefahren f\u00fcr die Verbraucher sehr stark. Dazu hat man den ganzen Schlamassel mit der organisierten Kriminalit\u00e4t und den Drogenkartellen ausgemerzt.<\/p>\n<p>Inwiefern es f\u00fcr einen Staat vertretbar ist, dass es Gift verkauft und davon Schulen baute, sei dahingestellt. Aber das macht der Staat bereits mit Alkohol und Nikotin damit haben ausser die Tausenden Alkoholleichen und Millionen Abh\u00e4ngige kein Problem. Aber was jeder mit seinem K\u00f6rper anstellt ist ja schlie\u00dflich sein Entscheidung.<\/p>\n<p><strong>Was denkt ihr zu der momentanen Drogenpolitik in Deutschland und in der westliche Welt?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Sollten alle Drogen und auch andere Illegalen Waren legalisiert werden um Schwarzm\u00e4rkte auszumerzen?<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In unserer Gesellschaft ist der Genuss\u00a0 fast aller Drogen im Au\u00dfer medizinischem Rahmen verboten. Alkohol und Tabak sind gesellschaftlich akzeptiert, auch wenn sie gesundheitlich um ein vielfaches gef\u00e4hrlicher sind als zum Beispiel Cannabis oder LSD. 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