{"id":4247,"date":"2018-01-07T14:47:01","date_gmt":"2018-01-07T13:47:01","guid":{"rendered":"http:\/\/ethikblogs.de\/?p=4247"},"modified":"2018-01-07T14:47:01","modified_gmt":"2018-01-07T13:47:01","slug":"mythen-geschichten-die-uns-fesseln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ethikblogs.de\/?p=4247","title":{"rendered":"Mythen-Geschichten, die uns fesseln"},"content":{"rendered":"<p>Mythen begegnen uns eigentlich \u00fcberall, ob am Silvesterabend, an dem man sich neue Vors\u00e4tze setzt oder in der Schule, wie z.B. im Lateinunterricht. Nur was bedeutet das Wort \u201eMythos\u201c eigentlich?<\/p>\n<p><em>Zun\u00e4chst einmal bedeutet die altgriechische Vokabel Mythos nicht mehr als Erz\u00e4hlung, auch wenn der Mythos schon f\u00fcr antike Denker wie Platon, Hesiod und Aristoteles, mehr war als eine beliebige Erz\u00e4hlung. Wichtig aber ist, festzuhalten, dass Mythos von erz\u00e4hlerischem Charakter ist. Ein Mythos ist und war immer schon eine Erz\u00e4hlung, die mittels symbolischer Begrifflichkeit die Welt in ihrer materiellen vor allem aber auch spirituellen Verfasstheit, \u201eals ganze und in ihrer Ganzheit\u201c (Frenschkowski 2006, 241) zu erkl\u00e4ren versuchte. In Pr\u00e4historie und Antike war der Mythos ein Mittel zur symbolisch vermittelten Welterkl\u00e4rung, der von fabelhaften und magischen Dingen in vergangenen Zeiten oder au\u00dferhalb der realen Welt berichtete.\u00a0Er hatte den Anspruch, den metaphysischen \u00dcberbau der Realit\u00e4t zu erkl\u00e4ren und die Menschen einerseits durch die Erz\u00e4hlung in das gr\u00f6\u00dfere Ganze des materiellen wie des spirituellen Kosmos einzubetten und sie andererseits durch den metaphysischen Verweis mit ihrer beschr\u00e4nkten Lebenssituation (der Erfahrung von Leid, Begrenztheit, Wandel, Tod) zu vers\u00f6hnen.<\/em><\/p>\n<p><em>http:\/\/polyoinos.net\/Phantastik\/mythos.html<\/em><\/p>\n<p>Ein Mythos ist also eine Erz\u00e4hlung, die sich mit Dingen besch\u00e4ftigt, die viel komplexer sind als wir. Aber indem diese Dinge uns so bildlich veranschaulicht werden, k\u00f6nnen wir versuchen, sie zu verstehen und somit einen Teil von dem erfassen, der eventuell viel gr\u00f6\u00dfer ist, als wir. So wie es z.B. in den griechischen Sagen gemacht wird.\u00a0 Es gibt unheimlich viele Geschichten \u00fcber die griechischen G\u00f6tter, \u00fcber deren Kinder, oder \u00fcber die Helden der Griechen. In diesen Geschichten wird die Beziehung der Menschen zu den G\u00f6ttern und die Rolle der G\u00f6tter bildlich dargestellt. Die Menschen begreifen und begriffen so leichter, dass es noch mehr zu geben schien, au\u00dfer ihnen und dass dieses \u201eMehr\u201c vielleicht schwerer zu verstehen ist. Au\u00dferdem gaben und geben diese Mythen den Menschen eventuell auch eine Art Richtung vor, von dem was z.B. gut und b\u00f6se oder richtig und falsch ist. Oder sie zeigten eine Art Vorbild, an dem man sich orientieren konnte. So konnten die Menschen sich besser in der Welt zurechtfinden und begannen, sie zu verstehen. Durch diese Erz\u00e4hlungen wurden die Menschen mit den G\u00f6ttern verbunden, mit dem Kosmos, eben mit allem, was es au\u00dfer ihnen noch gab. In vielen Mythen und Sagen spiegeln sich au\u00dferdem die Werte der Menschen wieder.\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 Weiterhin lie\u00dfen sich so, vielleicht gerade bei den Griechen, unerkl\u00e4rlich Ereignisse erkl\u00e4ren und man bekam Gewissheit, \u00fcber die Dinge, die man zuvor nicht verstanden hatte. Die Menschen konnte durch diese Erz\u00e4hlungen begreifen, wie die Welt, wie der Himmel und die Erde entstanden. Eben Dinge, f\u00fcr die sie keine Erkl\u00e4rung gehabt haben, die aber nun begreiflich wurden. Die Welt gab es, weil die G\u00f6tter sie erschaffen hatten.<\/p>\n<p>Nun gibt es nat\u00fcrlich nicht nur die griechische Mythologie, sondern auch die r\u00f6mische oder die keltische. Wie n\u00e4mlich zur R\u00f6merzeit jeder die Geschichten von Aeneas und der Gr\u00fcndung Roms kannte, so kannte zur Zeit der Kelten wohl jeder die Geschichten, die sich um Merlin und K\u00f6nig Artus rankten. Sie wurden von Generation zu Generation weitergegeben und irgendwann aufgeschrieben, sodass wir auch heute noch von diesen Sagen profitieren k\u00f6nnen. Doch wieso interessieren sich immer noch so viele Menschen f\u00fcr Mythen aus der Vergangenheit und wie kommt es, dass immer wieder neue, mythische Dinge auftreten oder geschehen, die weder zu belegen, noch zu erkl\u00e4ren sind?\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0Nun ja Mythen waren dazu da, um uns die Komplexit\u00e4t der Welt ein bisschen besser begreifen zu lassen. Heute lassen wir uns vielleicht einfach davon mitrei\u00dfen, weil die Vergangenheit gerade spannender scheint, als die Gegenwart. Wir interessieren uns also f\u00fcr das \u201eGeheimnisvolle\u201c, weil es etwas ist, das nicht ganz so ernst, nicht ganz so trist scheint, wie die Situation, in der wir uns gerade befinden. Es ist nicht ganz so rational und logisch, wie alles andere in unserer so modernen Welt. Es l\u00e4sst uns sehen, wie die Menschen die Welt damals wahrnahmen, wie sie sie damals verstanden und wie unsere Kultur gepr\u00e4gt wurde. Man kann sich au\u00dferdem in andere Welten fl\u00fcchten, zum Beispiel in die bereits vergangenen, die von gro\u00dfe Helden und guten Taten, von riesigen Drachen und weiten Landen erz\u00e4hlen.<\/p>\n<p>Nun gibt es aber heutzutage immer noch Legenden, die nicht zu beweisen sind. Wie zum Beispiel die von \u201eBig Foot\u201c oder \u201eLoch Ness\u201c. Nur, warum begeistern sich Menschen f\u00fcr diese \u201emodernen\u201c Mythen? Vielleicht weil es in der heutigen, so ernsten Welt, einfach \u201eerfrischend\u201c ist, an etwas zu glauben, von dem nicht sicher ist, ob es \u00fcberhaupt existiert. Und weil diese Ungewissheit schon irgendwas hat, das einen in ihren Bann zieht. Es klingt ja schon irgendwie spannend, einfach aufzubrechen und etwas zu suchen, von dem man nur Legenden geh\u00f6rt hat. Solange man dabei nicht verr\u00fcckt wird und sich nur dieser einen Sache aufopfert. Das hei\u00dft nat\u00fcrlich nicht, dass man nicht mit Leidenschaft dabei sein kann oder sollte, aber man sollte auch nicht vergessen, dass es noch andere wichtige Dinge im Leben gibt.<\/p>\n<p>Mythen sind also etwas, das sich nicht, so wie fast alles andere heutzutage, logisch erkl\u00e4ren l\u00e4sst. Und das ist es wohl, was sie so spannend macht. Sie sind ein kleines St\u00fcck Magie, etwas das uns faszinierend und irgendwie anzieht. Wir k\u00f6nnen also entweder daran glauben, oder eben nicht, denn wie viel Wahrheit in den Mythen steckt, werden wir wohl nie herausfinden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Was denkt ihr von Mythen? Glaubt ihr an \u201eBig Foot\u201c oder an \u201eNessi\u201c?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Quellen:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.mythentor.de\/griechen\/anfang.htm\">http:\/\/www.mythentor.de\/griechen\/anfang.htm<\/a><\/p>\n<p><em><a href=\"http:\/\/polyoinos.net\/Phantastik\/mythos.html\">http:\/\/polyoinos.net\/Phantastik\/mythos.html<\/a><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mythen begegnen uns eigentlich \u00fcberall, ob am Silvesterabend, an dem man sich neue Vors\u00e4tze setzt oder in der Schule, wie z.B. im Lateinunterricht. Nur was bedeutet das Wort \u201eMythos\u201c eigentlich? 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