{"id":4267,"date":"2018-01-07T20:17:08","date_gmt":"2018-01-07T19:17:08","guid":{"rendered":"http:\/\/ethikblogs.de\/?p=4267"},"modified":"2018-01-07T20:17:58","modified_gmt":"2018-01-07T19:17:58","slug":"kann-der-konsument-die-welt-veraendern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ethikblogs.de\/?p=4267","title":{"rendered":"Kann der Konsument die Welt ver\u00e4ndern?"},"content":{"rendered":"<p>Viele von uns Sch\u00fclern (und Lehrern) haben schon Werbung und\/oder Vortr\u00e4ge \u00fcber Fairtrade gesehen, und dabei geh\u00f6rt, wie wichtig es sei, darauf zu achten, was man kauft. Es scheint durchaus vern\u00fcnftig zu sein, aber bringt es denn wirklich etwas?<\/p>\n<p>Der urspr\u00fcngliche Sinn hinter Fairtrade ist der faire Handel mit den Bauern. Da aber durch mehr oder wenig schwammig formulierte Regeln viel &#8222;geschummelt&#8220; werden kann, sodass entsprechende Produkte nur zum Teil fair sind, ist es fraglich, ob es efizient ist derartige Produkte zu kaufen.\u00a0 \u00c4hnlich ist es auch bei den biologisch unbedenklich angebauten\/erzeugten Landwirtschaftlichen Produkten, den BIO-Produkten. Nur weil es ein solches Produkt ist, hei\u00dft es nicht, dass es den Zweck erf\u00fcllt, dass es ein &#8222;gutes&#8220; Produkt ist.<\/p>\n<p>Es stimmt zwar, dass nicht alle in ihrer Kategorie so einzuordnen sind, wie sie den Anschein geben, aber es gibt durchaus Produkte, die durchaus ehrlich fair, BIO, oder auch mit Verzicht auf Kinderarbeit u\u00e4., produziert werden. Daraus folgert, dass es doch etwas bringen m\u00fcsste, wenn man diese Produkte kaufen w\u00fcrde, was aber Recherche voraussetzt, da man sonst die richtigen Produkte nicht finden w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Aber die Frage steht nach wie vor im Raum: Kann man so die Welt (zumindest etwas) ver\u00e4ndern?<\/p>\n<p>Die Antwort darauf ist klassischerweise oft diejenige, dass eine einzelne Person wohl wenig \u00e4ndern kann, insofern nicht viele, wenn nicht sogar alle Konsumenten, denen es m\u00f6glich ist mit einsteigen. Der Plural ist hierbei also wichtig. Die Konsumenten k\u00f6nnten einen gro\u00dfen Druck auf den Markt aus\u00fcben, der, da er von ihnen abh\u00e4ngig ist, sich anpassen m\u00fcsste, und so auf fairtrade, BIO, etc. umsteigen m\u00fcsste.<\/p>\n<p>Allerdings sind dabei zwei gro\u00dfe Probleme zu beachten:<\/p>\n<p>Zum einen ist es schwer, und wie die Statistik zeigt unwahrscheinlich, dass gen\u00fcgend Konsumenten auf dementsprechende Produkte umsteigen umsteigen. Schuld daran k\u00f6nnte neben dem Unwillen der K\u00e4ufer auch der Einfluss des Marktes auf den Konsumenten sein, sei es durch Werbung, Angebote usw.<\/p>\n<p>Zum anderen, was an sich ein viel gr\u00f6\u00dferes Problem darstellt, steigt der Bedarf an Lebensmitteln und andere Konsumg\u00fctern, der oft\u00a0nur durch bedenkliche Verfahren ges\u00e4ttigt werden kann. Daher ist es auch schwierig die resourcenaufw\u00e4ndigen &#8222;guten&#8220; Verfahren auszubauen.<\/p>\n<p>Der Markt hat seine Eigendynamik, und obwohl der Konsument, als ein kleines Rad im Gef\u00fcge, einen gewissen Einfluss haben kann, so sind solche Faktoren von au\u00dfen ausschlaggebender. Daher muss ich sagen, der Konsument, kann schon etwas \u00e4ndern, man muss aber hart daran arbeiten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Viele von uns Sch\u00fclern (und Lehrern) haben schon Werbung und\/oder Vortr\u00e4ge \u00fcber Fairtrade gesehen, und dabei geh\u00f6rt, wie wichtig es sei, darauf zu achten, was man kauft. Es scheint durchaus vern\u00fcnftig zu sein, aber bringt es denn wirklich etwas? Der urspr\u00fcngliche Sinn hinter Fairtrade ist der faire Handel mit den Bauern. 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