{"id":4342,"date":"2018-02-13T10:33:47","date_gmt":"2018-02-13T09:33:47","guid":{"rendered":"http:\/\/ethikblogs.de\/?p=4342"},"modified":"2018-02-13T10:33:47","modified_gmt":"2018-02-13T09:33:47","slug":"protokoll-freitag-09-02-2018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ethikblogs.de\/?p=4342","title":{"rendered":"Protokoll Freitag 09.02.2018"},"content":{"rendered":"<p>Gymnasium Gerabronn GK Kursstufe 1<\/p>\n<p>Referent\/in: Frau Sch\u00fctze<\/p>\n<p>Anwesenheit: 5 von 6 Personen<\/p>\n<p>Verfasser\/in des Protokolls: weise1820<\/p>\n<p>Gliederung der Unterrichtsstunde:<\/p>\n<ul>\n<li>&#8222;Hannah Arendt&#8220; Film<\/li>\n<li>Pflicht<\/li>\n<li>Interview mit Kant \/ Imperative<\/li>\n<\/ul>\n<p>Zu Beginn der Stunde, haben wir den Film<a href=\"http:\/\/www.hannaharendt-derfilm.de\/\">\u00a0&#8222;Hannah Arendt&#8220;\u00a0<\/a>zu Ende geschaut, den wir bereits in der letzten Woche, begonnen hatten. Dieser handelt von einer j\u00fcdischen Frau, der es gelang im zweiten Weltkrieg nach Amerika zu fliehen. Diese hebt sich in einem besonderen Punkt von anderen ab. Seit der Gerichtsverhandlung von Adolf Eichmann, bei der sie dachte auf ein Monster zu treffen, jedoch auf einen Niemand st\u00f6\u00dft, versucht sie nachzuvollziehen, warum diese Menschen damals so gehandelt haben. Mit der Ver\u00f6ffentlichung ihrer Artikelserie &#8222;Die Banalit\u00e4t des B\u00f6sen&#8220;, gibt sie den Juden eine &#8222;Teilschuld&#8220;, an dem was damals passiert ist und stellt M\u00e4nner, wie Eichmann, als Menschen da, die nur nicht wirklich \u00fcber ihre Taten nachgedacht haben, jedoch keinen so b\u00f6sen Willen hatten. Ihr wird vorgeworfen, dass sie kalt, gef\u00fchllos und arrogant sei, in den Medien starten zahlreiche Hetzkampagnen und sie verliert lebenslange Freunde. Sie beharrt jedoch auf ihrer Meinung und sucht nach Antworten, auch wenn es bedeutet &#8222;dahin zu denken, wo es weh tut&#8220;.<\/p>\n<p>Nach dem doch sehr bewegenden Film, sprachen wir kurz im Plenum \u00fcber das Verhalten von Hannah Arendt und ihren Freunden. Dabei konnten wir uns darauf einigen, dass das Verhalten Arendts, zumindest im Nachhinein und ohne engeren pers\u00f6nlichen Bezug zur Nazi-Zeit, doch sehr plausibel schien. Denn letzten Endes wollte sie lediglich das Handeln der Menschen damals verstehen, ihnen allerdings nicht im selben Zuge vergeben.<\/p>\n<p>Im Anschluss dazu, haben wir das Beispiel Adolf Eichmann auf unser Thema, Kant, bezogen. Der Gedanke, war folgender: Welche Bedeutung das Wort &#8222;Pflicht&#8220; f\u00fcr Kant hatte und welche wiederum f\u00fcr Eichmann? Diese beiden Bedeutungen, beziehungsweise Definitionen m\u00fcssen sich stark unterscheiden, denn Eichmann hat seine Pflicht allein darin gesehen, die Befehle auszuf\u00fchren, die ihm erteilt wurden, ohne gro\u00df dar\u00fcber nachzudenken. Kant hingegen, sieht Pflicht, als den alleinigen Ausl\u00f6ser f\u00fcr moralisch gute Handlungen. Ein guter Wille, ist nur dann ein wirklich guter Wille, wenn er nicht pflichtgem\u00e4\u00df, also aus beliebigen Beweggr\u00fcnden ist, sondern nur durch Pflicht bestimmt wird.<\/p>\n<p>Damit kommen wir zu dem dritten Punkt, der Unterrichtsstunde, n\u00e4mlich dem<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kategorischer_Imperativ\">\u00a0Kategorischen Imperativ\u00a0<\/a>von Kant, welcher das vollst\u00e4ndig bedingungslose Handeln beschreibt und laut ihm, sind ausschlie\u00dflich diese Handlungen moralisch gut. Nachdem wir ein Interview mit Kant gelesen hatten, indem er genaue Informationen zu seiner Ethik gibt und wir ausf\u00fchrlich gekl\u00e4rt hatten, was ein kategorischer Imperativ ist und in wiefern er sich von einem<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hypothetischer_Imperativ\">\u00a0Hypothetischen Imperativ<\/a> unterscheidet, also dem bedingten Handeln, versuchten wir eigene Beispiele zu finden. Doch bei dem Verallgemeinerungstest scheiterten alle Beispiele, die uns einfielen, nach Kant ist es garnicht so einfach moralisch gut zu handeln.<\/p>\n<p>Arbeitsblatt: Verallgemeinerungstest mit Beispiel<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-4344 aligncenter\" src=\"http:\/\/ethikblogs.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/fullsizeoutput_bbf-197x300.jpeg\" alt=\"\" width=\"224\" height=\"342\" srcset=\"https:\/\/ethikblogs.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/fullsizeoutput_bbf-197x300.jpeg 197w, https:\/\/ethikblogs.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/fullsizeoutput_bbf-768x1168.jpeg 768w, https:\/\/ethikblogs.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/fullsizeoutput_bbf-151x230.jpeg 151w\" sizes=\"auto, (max-width: 224px) 100vw, 224px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gymnasium Gerabronn GK Kursstufe 1 Referent\/in: Frau Sch\u00fctze Anwesenheit: 5 von 6 Personen Verfasser\/in des Protokolls: weise1820 Gliederung der Unterrichtsstunde: &#8222;Hannah Arendt&#8220; Film Pflicht Interview mit Kant \/ Imperative Zu Beginn der Stunde, haben wir den Film\u00a0&#8222;Hannah Arendt&#8220;\u00a0zu Ende geschaut, den wir bereits in der letzten Woche, begonnen hatten. 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