{"id":4488,"date":"2018-07-01T17:06:31","date_gmt":"2018-07-01T16:06:31","guid":{"rendered":"http:\/\/ethikblogs.de\/?p=4488"},"modified":"2018-07-01T17:07:06","modified_gmt":"2018-07-01T16:07:06","slug":"die-technologische-allmacht-des-menschen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ethikblogs.de\/?p=4488","title":{"rendered":"Die technologische Allmacht des Menschen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left\">Tatsachen haben heutzutage in hochtechnologischen Gesellschaften einen sehr relativen Wert. Vor der M\u00f6glichkeit der Geschlechteoperation, war es eindeutig und unbestreitbar, ob man Mann oder Frau war. Heute ist mit gen\u00fcgendem Willen das eine, das andere oder alles dazwischen, f\u00fcr den Menschen zu entscheiden. Fr\u00fcher war es unbestreitbar, dass der Mensch stirbt, heute denken die ersten \u00fcber Pl\u00e4ne nach, wie man den Mensch Mithilfe von Medizin und Robotern auf Nanometergr\u00f6\u00dfe faktisch unsterblich macht. Wir haben nur eine Erde, ist seit langem eine eing\u00e4ngige Doktrin, doch bereits in 15 Jahren sollen die ersten Menschen auf dem Mars leben, ganz zu schweigen von den M\u00f6glichkeiten, \u00fcber die manche Wissenschaftler und\u00a0 Visionare\u00a0 auf l\u00e4ngeren Zeitr\u00e4umen theorisieren. Auf l\u00e4ngere Sicht schafft es die technologische Entwicklung eine durchgehende gesellschaftliche Revolution zu erzeugen, die allen Bereichen des menschlichem Lebens neue, \u00fcbernat\u00fcrliche Dimensionen und M\u00f6glichkeiten verschafft. Vision\u00e4re sprechen nicht mehr \u00fcber die Kontrolle der Erde sondern \u00fcber die Kontrolle ganzer Sonnensysteme und Galaxien als langfristige Ziele unserer Zivilisation, wie schon 1964 in der Kardashow-Skala. Heutzutage scheinen diese Ziele immer noch wie science Fiction, aber die technologische Entwicklung der letzen 30 Jahre hat uns gelehrt, dass uns eigentlich keine Grenzen gesetzt wurden, und wir die nat\u00fcrliche Ordnung selbst, wie zum Beispiel die verheerende Macht von Tsunamis oder die unvorstellbar gro\u00dfe Energie der Sonne bezwingen und verarbeiten k\u00f6nnten. Wir ordnen unsere Umwelt und die Natur nach unserem Willen, und nutzen sie nach unserem Vorteil aus.<\/p>\n<p>Als noch Religionen die treibenden ethischen Grunds\u00e4tze diktierten, war es klar geregelt, wie die Beziehung des Menschen zu der Natur zu sein hatte, n\u00e4mlich unterw\u00fcrfig und respektvoll gegen\u00fcber &#8222;Gottes Werk&#8220;. Denn im Grunde hatte die Natur eine Rolle als Sprachrohr des Willen Gottes, zudem waren Naturkatastrophen und Krankheiten derart \u00fcberm\u00e4chtig, dass sie eine wahnsinnige Furcht in Menschen ausl\u00f6sten. Diese Dynamik ist nicht mehr gegeben und \u00fcberl\u00e4sst uns mit mehr Verantwortung als je zuvor: denn nun entschieden wir, was geschieht, wie die Zukunft einer Erde, eines Sonnensystems oder gar einer Galaxie aussieht, und wir m\u00fcssen damit sorgf\u00e4ltig umgehen und endlich eine wie ein Loch klaffende Frage in der Menschheitsgeschichte l\u00f6sen: was ist unser Ziel als Zivilisation? Wie soll unsere Zukunft langfristig aussehen? Wie stark sollten, wollen oder d\u00fcrfen wir die bereits vorhandene Welt ver\u00e4ndern?<\/p>\n<p>Erst mit dieser Antwort kann entscheiden werden, nach welchen Maximen die Allmacht der technologischen Entwicklung eingesetzt werden soll. Soll, zum Beispiel, das Wohlergehen aller Menschen an erster Stelle stehen? Oder ist eine bestimmte Maschine das ziel, eine Simulation unserer Selbst zum Beispiel? Diese Antwort zu finden hat keine h\u00f6chste Dringlichkeit, weil wir zwar in unserem technologischem Stand zwar in der Lage sind, ausserordentliches zu vollbringen, aber l\u00e4ngst keine Allmacht mitsamt Unsterblichkeit und Kontrolle \u00fcber Sonnensysteme genie\u00dfen. Es ist lediglich schon vorauszuahnen, dass es in einiger Zukunft der Fall sein k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: left\"><strong>Was denkt ihr, was f\u00fcr Priorit\u00e4ten sollte sich die Menschheit setzten, in Anbetracht der technologischen Allmacht, die uns im Laufe der Zeit zu Verf\u00fcgung stehen wird?<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tatsachen haben heutzutage in hochtechnologischen Gesellschaften einen sehr relativen Wert. Vor der M\u00f6glichkeit der Geschlechteoperation, war es eindeutig und unbestreitbar, ob man Mann oder Frau war. 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