{"id":462,"date":"2012-06-06T11:45:36","date_gmt":"2012-06-06T09:45:36","guid":{"rendered":"http:\/\/ethik13.wordpress.com\/?p=462"},"modified":"2012-06-06T11:45:36","modified_gmt":"2012-06-06T09:45:36","slug":"altern-und-spielen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ethikblogs.de\/?p=462","title":{"rendered":"Altern und Spielen"},"content":{"rendered":"<blockquote><p><em>&#8222;Leute h\u00f6ren nicht\u00a0auf zu spielen, weil sie alt werden, sie werden alt, weil sie aufh\u00f6ren zu spielen.&#8220;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Ist es wirklich so, gibt es einen Zusammenhang zwischen Altern und Spielen? Und \u00fcberhaupt: welcher Zusammenhang besteht zwischen dem gef\u00fchlten Alter und dem tats\u00e4chlichen Alter?<\/p>\n<p>Meiner Meinung nach trifft das Zitat zu. Um es zu verstehen ist es allerdings notwendig den Begriff &#8222;spielen&#8220; etwas weiter zu fassen als sonst allgemein \u00fcblich. Normalerweise denkt man, wenn man den Begriff\u00a0&#8222;spielen&#8220; h\u00f6rt, immer sofort an kleine Kinder, die Baukl\u00f6tze aufeinander stapeln oder Puppen in Puppenwagen umherschieben. Hier finde ich, sollte man die Begriffe &#8222;Neugierde&#8220; und &#8222;Unbeschwertheit&#8220; noch st\u00e4rker in den Begriff mit einbeziehen als sonst \u00fcblich.<br \/>\nDenn beobachtet man Kinder beim Spielen ist es doch immer wieder interessant, wie unbeschwert sie dabei sind, denn sie halten sich an keine Regeln. Viele erwachsene Menschen w\u00fcrden niemals auf die Idee kommen Lego und Playmobil miteinander zu vermischen, denn es sind zwei komplett verschiedene Spielzeuge, die eigentlich garnicht zusammenpassen. Doch Kindern ist das egal, sie spielen mit beidem gleichzeitig. Kinder sind auch sehr neugierig und wollen gerne neue Dinge kennenlernen. Sie fassen alles an und erkunden neue Sachen.<br \/>\nUnd genau dort ist der Unterschied zwischen Kindern und Erwachsenen (Jung und Alt). Denn wenn Menschen aufh\u00f6ren ihren Instinkten zu Folgen und anfangen alles logisch und sachlich zu bertachten, gehen sie ganz anders durchs Leben als Kinder, die neugierig sind und die nicht erst logisch nachdenken, ob die Gr\u00f6\u00dfenverh\u00e4ltnisse ihrer Spielzeuge auch stimmen. Ich denke, wenn Menschen ihre Unbeschwertheit und ihre Neugierde an unbekannten Dingen weitgehend verlohren haben, altern sie bzw. sind bereits gealtert. Gerade diese beiden Dinge, Unbeschwertheit und Neugierde, machen meiner Meinung nach ein abwechslungsreiches und interessantes Leben aus.<br \/>\nEs ist aber auch ganz nat\u00fcrlich, dass man im Laufe seines Lebens ein St\u00fcck seiner Unbeschwertheit verliehrt, dass ist unumg\u00e4nglich, denn schon alleine weil man mit der Zeit auch immer mehr Zusammenh\u00e4nge verstehen lernt und bestimmte Dinge einfach mitbekommt, die eine uneingeschr\u00e4nkte Unbeschwertheit garnicht mehr zulassen (z.B. Krieg). Ich denke aber, wenn Menschen sich nicht so viele Gedanken machen w\u00fcrden und sich ein St\u00fcck dieser Unbeschwertheit bewahren, bleiben sie ein St\u00fcckweit auch jung. Genauso ist es auch\u00a0mit der Neugierde, denn wenn einen die vielen unbekannten Dinge die es auf der Welt gibt nicht interessieren, probiert man auch nichts Neues aus. Man bleibt in seinen alten Verhaltensmustern und erf\u00e4hrt keine neuen Dinge. Hierzu ein Beispiel (nach dem Motto: &#8222;Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht.&#8220;): Eine Frau ist in einem Supermarkt einkaufen. An der Obstteke kauft sie \u00c4pfel, Birnen und Bananen. Gleich neben den Bananen liegt eine rosane Frucht, die sehr exotisch aussieht. Auf dem Schild steht &#8222;Drachenfrucht&#8220;. Die Frau nimmt sie kurz in die Hand und betrachtet die Frucht, dann legt sie sie wieder zur\u00fcck und geht weiter.<br \/>\nDie Frau hat nur die bekannten Obstsorten gekauft, die sie schon lange kennt und von denen sie wei\u00df, dass sie ihr schmecken. Doch warum war sie nicht so neugierig und hat die rosane, exotische Drachenfrucht gekauft? Sie kennt sie nicht und wei\u00df nicht, ob sie ihr schmecken wird. Doch was h\u00e4tte sie schon zu verliehren gehabt? Ein paar Euro. Doch so wird sie immer wieder an der Frucht vorbeilaufen und nicht wissen, wie sie schmeckt und ob sie sie nicht vielleicht doch m\u00f6gen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Was f\u00fcr ein Zusammenhang besteht zwischen dem gef\u00fchlten und dem tats\u00e4chlichen Alter?<br \/>\nIch denke es besteht kein zwingender Zusammenhang zwischen dem gef\u00fchlten und dem tats\u00e4chlichen Alter.<br \/>\nDenn mit\u00a070 Jahren kann ich immer noch neugierig, unternehmungslustig und rund um fitt sein und mich jung f\u00fchlen.<br \/>\nUnd au\u00dferdem, wer sagt denn, wie ich mich mit 70 zu f\u00fchlen habe?<br \/>\nMan f\u00fchlt sich mit\u00a0siebzig vielleicht nicht unbedingt alt und gebrechlich, aber man ist um viele wertfolle Erfahrungen reicher als mit f\u00fcnfzig, das ist f\u00fcr mich der einzige Zusammenhang, den ich zwischen dem gef\u00fchlten und dem geistigen Alter sehe.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Leute h\u00f6ren nicht\u00a0auf zu spielen, weil sie alt werden, sie werden alt, weil sie aufh\u00f6ren zu spielen.&#8220; Ist es wirklich so, gibt es einen Zusammenhang zwischen Altern und Spielen? 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