{"id":5004,"date":"2019-11-07T22:22:25","date_gmt":"2019-11-07T21:22:25","guid":{"rendered":"https:\/\/ethikblogs.de\/?p=5004"},"modified":"2019-11-08T21:38:55","modified_gmt":"2019-11-08T20:38:55","slug":"zusammenfassung-der-der-ethikstunden-vom-25-10-2019","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ethikblogs.de\/?p=5004","title":{"rendered":"Zusammenfassung der Ethikstunden vom 25.10.2019"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gymnasium Gerabronn, Ethikunterricht K1<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">25.10.2019, 09:40-11:15 Uhr, alle anwesend<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Doppelstunde vom 25. Oktober 2019 handelte von den Grundz\u00fcgen der Psychoanalyse von Freud, der psychologischen Theorie von Alfred Adler sowie von den Grundlangen der Lernpsychologie. Aus diesen Theorien heraus, sollten wir in Gruppen die Einschr\u00e4nkungen der Freiheit sowie M\u00f6glichkeiten zur \u00dcberwindung dieser Einschr\u00e4nkungen herausarbeiten und uns die Frage stellen, welche Relevanz diese Theorien f\u00fcr uns in unserer heutigen Zeit haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die erste Gruppe befasste sich mit der Theorie von Sigmund Freud. Er kategorisiert unser Wissen in <strong>bewusstes Wissen, vorbewusstes Wissen <\/strong>und<strong> unbewusstes Wissen<\/strong>. Das Wissen, das wir jede Zeit abrufen k\u00f6nnen, ist bewusst. Dieses bewusste Wissen kann nach einer Zeit zum vorbewussten Wissen werden. Es werden Erinnerungen als Hilfe ben\u00f6tigt, um wieder an dieses Wissen zu gelangen. Schlussendlich sind wir uns einer Sache unbewusst, wenn wir es uns nicht ohne Weiteres bewusst werden k\u00f6nnen. <br>Freud unterteilt die Entwicklung des Kindes anhand von Lusterfahrungen in f\u00fcnf Phasen ein. Kinder empfinden in den ersten sechs Lebensjahren Lust am eigenen K\u00f6rper. Die ersten Jahre werden von der <strong>oralen Phase<\/strong> gepr\u00e4gt, wobei das  Baby Lust durch Nahrungsaufnahme empfindet. In der <strong>analen Phase<\/strong>, die ab dem dritten Lebensjahr beginnt, entwickelt das Kind ein Reinlichkeitsbed\u00fcrfnis durch das Ausscheiden von Kot. In der darauffolgenden <strong>\u00d6dipalphase<\/strong> bilden sich geschlechtsspezifische Verhaltensweisen. Mit ungef\u00e4hr sechs Jahren trifft die <strong>Latenzphase<\/strong> ein, in der sexuelle W\u00fcnsche verdr\u00e4ngt werden und sich geistige F\u00e4higkeiten entwickeln. Mit dem Beginn der Pubert\u00e4t entwickelt das Kind Lust durch das andere Geschlecht. In der sogenannten <strong>Genitalphase<\/strong> vereinen sich alle bisherigen Teilbereiche zum Geschlechtstrieb und das Verlangen nach sexueller Vereinigung wird gepr\u00e4gt. Mit der Zeit pr\u00e4gen sich ebenso die <strong>psychischen Instanzen<\/strong> aus. Freud unterscheidet zwischen dem <strong>Wesen des Es<\/strong>, dem <strong>Wesen des Ich<\/strong> und dem <strong>Wesen des \u00dcber-Ich<\/strong>. Das Wesen des Es herrscht im Unterbewusstsein und verf\u00fcgt \u00fcber unbewusste Neigungen. W\u00e4hrend es weder Gesetze der Logik oder Moral kennt, noch die tierischen Triebe kontrollieren kann, will das Wesen des Ich der Innen-  und Au\u00dfenwelt gerecht werden. Es passt sich an die Reize der Au\u00dfenwelt an und bildet die Selbstbehauptung. Das Wesen des Ich versucht, den Anspr\u00fcchen des Es gerecht zu werden und entscheidet, ob und wann es den Trieben nachgehen will. Wenn das Ich dabei scheitert, kann Angst entstehen. Das Wesen des \u00dcber-Ich bildet die \u00e4u\u00dferen Einfl\u00fcsse von der Gesellschaft, wie z.B. Wertvorstellung und Moral.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es l\u00e4sst sich im Zusammenhang mit der Psychoanalyse von Freud erschlie\u00dfen, dass man tendenziell die M\u00f6glichkeit hat, frei zu sein, wenn man ein stark gepr\u00e4gtes Ich besitzt, sich den anderen Einfl\u00fcssen bewusst ist und eine eigene Moralvorstellung vorhanden ist. Die Sch\u00fcler sind der Meinung, dass die Theorie immer noch relevant ist, da jeder diese verschiedenen Phasen durchlebt und psychische Instanzen besitzt. Man muss jedoch hinzuf\u00fcgen, dass es in unserer heutigen Gesellschaft Einschr\u00e4nkungen gibt, wenn es um das Ausleben der eigenen starken Ich geht. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Alfred Adler befasste sich damit, dass das <strong>Gef\u00fchl von Minderwertigkeit<\/strong> durch beispielsweise fr\u00fchkindlichen Behinderungen und die dadurch entstehenden Benachteiligungen anscheinend ein<strong> gesundes Selbstbewusstsein<\/strong> entwickeln und dem Drang verleihen, immer weiter nach oben zu streben. Das versp\u00fcrte Minderwertigkeitsgef\u00fchl wird durch eine Leitlinie und durch Ziele \u00fcberspielt. Dabei stehen sich die beiden Aspekte <strong>Gemeinschaftsgef\u00fchl<\/strong> und <strong>Streben nach Macht<\/strong> gegen\u00fcber. Wenn man durch den eigenen Erfolg zu mehr zur Macht tendiert, verringert sich dementsprechend oft das Gemeinschaftsgef\u00fchl.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Da jeder Mensch laut Alfred Adler \u00fcber neurotische Z\u00fcge verf\u00fcgt und das Minderwertigkeitsgef\u00fchl gr\u00f6\u00dftenteils von der Erziehung abh\u00e4ngt, ist diese Theorie f\u00fcr unsere heutige Zeit relevant. Wenn dem Kind nichts zugetraut wird, f\u00fchlt es sich hilflos. Auch die Unterdr\u00fcckung der Person hat Auswirkungen auf das Minderwertigkeitsgef\u00fchl. Somit ist es wichtig, dass man Menschen mit Minderwertigkeitsgef\u00fchlen in die Gesellschaft mit einbezieht und unterst\u00fctzt, anstatt dass die Person sozial isoliert wird und unter Zw\u00e4ngen leidet. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die letzte Gruppe befasste sich mit den verschiedenen <strong>Lernstrategien von Psychologen<\/strong>. Durch deren Versuche lie\u00df sich feststellen, dass man durch das Ausl\u00f6sen eines Reizes das Eintreten einer bestimmten Reaktion bewirken kann. Durch Strafen oder Belohnungen wurden Tiere dazu gebracht, gewisse Dinge zu tun\/zu erlernen oder zu lassen. Wenn sie die M\u00f6glichkeit hatten, nahmen sie den leichtesten Weg.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch wir Menschen tendieren dazu, den leichteren Weg zu nehmen. Jedoch sind wir in der Lage,  unser Lernverhalten selbstst\u00e4ndig zu beeinflussen und besitzen in diesem Sinne \u00fcber einen gr\u00f6\u00dferen Freiraum.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gymnasium Gerabronn, Ethikunterricht K1 25.10.2019, 09:40-11:15 Uhr, alle anwesend Die Doppelstunde vom 25. Oktober 2019 handelte von den Grundz\u00fcgen der Psychoanalyse von Freud, der psychologischen Theorie von Alfred Adler sowie von den Grundlangen der Lernpsychologie. 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