{"id":5248,"date":"2020-06-03T19:38:48","date_gmt":"2020-06-03T18:38:48","guid":{"rendered":"https:\/\/ethikblogs.de\/?p=5248"},"modified":"2020-06-03T19:38:56","modified_gmt":"2020-06-03T18:38:56","slug":"zusammenfassung-des-ethikunterrichtes-der-k1-am-29-05-2020","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ethikblogs.de\/?p=5248","title":{"rendered":"Zusammenfassung des Ethikunterrichtes der K1 am 29.05.2020"},"content":{"rendered":"\n<p>Themen: Zeit w\u00e4hrend der Corona Pandemie und Utilitarismus<\/p>\n\n\n\n<p>Standort: Gymnasium Gerabronn, Raum 26 &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Datum: Freitag, den 29.05.2020<\/p>\n\n\n\n<p>Uhrzeit: 11.25 Uhr \u2013 13.00 Uhr<\/p>\n\n\n\n<p>Referentin: Frau Sch\u00fctze<\/p>\n\n\n\n<p>Anwesend: 15 von 15 Sch\u00fclern + ein Gast<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ethikdoppelstunde am 29.05.2020 war der erste Pr\u00e4senzunterricht in Ethik, seitdem die Schulen am Dienstag, den 17.03.2020 schlossen. Somit begann unser Unterricht damit, \u00fcber die vergangene Zeit zu Hause nachzudenken. Hierf\u00fcr hat sich unsere Lehrerin etwas Nettes einfallen lassen, jeder von uns, auch unser Gast, hat einen \u201eBrief\u201c und einen Briefumschlag bekommen. Diesen \u201eBrief\u201c sollten wir ausf\u00fcllen und anschlie\u00dfend die Adresse unserer Eltern auf den Briefumschlag schreiben, damit unsere Lehrerin uns diesen in zehn Jahren zukommen lassen kann. Der \u201eBrief\u201c bestand aus drei Seiten, auf den ersten beiden Seiten hatte unsere Lehrerin unsere aktuelle Situation und die Geschehnisse seit dem Auftauchen des Coronavirus in einem kurzen Text zusammengefasst und anschlie\u00dfend Fragen zu unserer Person und zu der \u201eCorona-Lockdown-Zeit\u201c formuliert. Auf der letzten Seite stand nur ein Satz \u201eDas m\u00f6chte ich dir, liebes zuk\u00fcnftiges Ich, noch sagen\u201c, hier hatten wir die M\u00f6glichkeit einen wirklichen Brief an unser Ich in zehn Jahren zu schreiben (den Brief findet ihr im Anhang).<\/p>\n\n\n\n<p>Mit dieser Aufgabe waren wir den Gro\u00dfteil der Doppelstunde besch\u00e4ftigt, sodass wir uns erst ab 12.30 Uhr dem n\u00e4chsten Thema unserer Doppelstunde zuwenden konnten, dem Utilitarismus. Hierf\u00fcr sollten wir erstmal einen <a href=\"http:\/\/joachimschmid.ch\/docs\/PAzBenthJerEinPriM.pdf\">Text zum Utilitarismus<\/a> lesen (Punkt 1-6 + 10 und 11 des ersten Kapitels), darauf folgend besprochen wir worum es sich bei Utilitarismus handelt. Der Utilitarismus ist eine Form der zweckorientierten Ethik, welche aussagt, dass eine Handlung genau dann moralisch korrekt und n\u00fctzlich ist, wenn sie die Summe des Wohlergehens aller Betroffenen steigert, somit steht das Wohlergehen vieler \u00fcber dem Wohlergehen weniger. Um dieses Prinzip genauer zu verstehen schauten wir uns einen <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=3pUgwD5NO5w\">Kurzfilm \u201eSommersonntag\u201c <\/a>an.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu Beginn des Filmes sieht man einen Vater der mit seinem Kind an der Hand zu seiner Arbeitsstelle l\u00e4uft. Die beiden unterhalten sich in Zeichensprache, woraus klar wird, dass das Kind taub sein muss. Als die beiden an der Arbeitsstelle des Vaters ankommen, l\u00f6st dieser seinen Kollegen ab und erkl\u00e4rt, dass die Mutter mal wieder das gemeinsame Kind nicht abgeholt hat und er deshalb den Jungen wieder mit auf die Arbeit nehmen musste. Der Vater arbeitet an der Rethe Br\u00fccke, seine Aufgabe ist es die Br\u00fccke hochzufahren, wenn ein Schiff unter ihr durchmuss und wieder runterzulassen, wenn ein Zug \u00fcber sie f\u00e4hrt. Als ein Schiff auf dem Weg zu der Br\u00fccke ist, bittet der Junge darum die Br\u00fccke hochfahren zu d\u00fcrfen und der Vater l\u00e4sst dies auch zu, nachdem er seinem Kind erkl\u00e4rt hat, wie das geht und ihm seine Arbeitsm\u00fctze gibt. Als Dankesch\u00f6n m\u00f6chte Micha, der Sohn, seinem Vater ein Bild malen und dieser schl\u00e4gt vor, dass Micha ein Bild von der Br\u00fccke und einem Schiff malen soll. Hierf\u00fcr will der Junge nach Drau\u00dfen gehen aber davor erinnert ihn sein Vater daran gut acht auf seine Arbeitsm\u00fctze zu geben. Als das Kind drau\u00dfen ist wird dem Vater durchgegeben, dass ein Zug bald planm\u00e4\u00dfig die Br\u00fccke passieren wird. Hierf\u00fcr beginnt er die Br\u00fccke wieder zu senken, diese senkt sich jedoch nur ein kleines St\u00fcck, da es einen Stromausfall gibt, welchen der Vater sofort zu beheben versucht. Zeitgleich wird Micha die M\u00fctze vom Kopf geweht und landet auf den Betontr\u00e4gern, auf welchen die Br\u00fccke im geschlossenen Zustand steht. Micha schaut der M\u00fctze erstmal nur nach und folgt ihr anschlie\u00dfend auf die Betontr\u00e4ger. Sein Vater hat derweilen mitbekommen, dass der Zug nicht mehr aufzuhalten ist und versucht alles um die Br\u00fccke zu senken indem er die Notsenkung bet\u00e4tigt, bis er bemerkt, dass Micha unter der Br\u00fccke steht und die dreckig gewordene M\u00fctze putzt. Er versucht Micha von dem Betontr\u00e4gern weg zu rufen, damit er die Br\u00fccke senken kann, dieser h\u00f6rt ihn jedoch nicht als Folge seiner Taubheit.<\/p>\n\n\n\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"611\" height=\"431\" src=\"\"><br>An dieser Stelle pausierte unsere Lehrerin und fragte uns was wir tun w\u00fcrden. Die meisten entschieden sich dem Utilitarismus entsprechend und stellten das Wohl vieler \u00fcber das Wohl weniger, sie w\u00fcrden sich also in der Situation dazu entscheiden das Kind zu t\u00f6ten um das Leben der Insassen im Zug zu retten. Auf der anderen Seite kam jedoch die Meinung auf, dass das Wohl seines Kindes f\u00fcr seine Eltern immer an erster Stelle steht, hier w\u00fcrden sie das Leben des Kindes retten und die Insassen des Zuges sterben lassen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"722\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" src=\"https:\/\/ethikblogs.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/ethik-1024x722.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-5249\" srcset=\"https:\/\/ethikblogs.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/ethik-1024x722.png 1024w, https:\/\/ethikblogs.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/ethik-300x212.png 300w, https:\/\/ethikblogs.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/ethik-768x542.png 768w, https:\/\/ethikblogs.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/ethik.png 1080w\" \/><figcaption>&nbsp;(<a href=\"https:\/\/mariakasparek.files.wordpress.com\/2017\/03\/ab-und-nun-herr-bentham-sprechblasen.pdf\">Arbeitsblatt<\/a> aus dem Unterricht, mit kompletter Gegenseite des Utilitarismus als eigene Position)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Der Vater entschied sich ebenfalls dem Utilitarismus entsprechend, so wie es die meisten von uns auch getan h\u00e4tten. Er brachte sein eigenes Kind um, um die Insassen des Zuges zu retten. Am Ende des Kurzfilms sieht man ihn am Grab seines Sohnes. Mit dem Ende des Films endete auch unser Unterricht.<\/p>\n\n\n\n<p>Was h\u00e4ttet ihr an der Stelle des Vaters gemacht? Schreibt es gerne in die Kommentare.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Anhang<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-file\"><a href=\"https:\/\/ethikblogs.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Ethikbrief_Corona-1.pdf\">Ethikbrief_Corona-1<\/a><a href=\"https:\/\/ethikblogs.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Ethikbrief_Corona-1.pdf\" class=\"wp-block-file__button\" download>Herunterladen<\/a><\/div>\n\n\n\n<p>Text zum Utilitarismus: joachimschmid.ch\/docs\/PAzBenthJerEinPriM.pdf <\/p>\n\n\n\n<p>Kurzfilm &#8222;Sommersonntag&#8220;: https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=3pUgwD5NO5w <\/p>\n\n\n\n<p>Arbeitsblatt zum Kurzfilm: https:\/\/mariakasparek.files.wordpress.com\/2017\/03\/ab-und-nun-herr-bentham-sprechblasen.pdf <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Themen: Zeit w\u00e4hrend der Corona Pandemie und Utilitarismus Standort: Gymnasium Gerabronn, Raum 26 &nbsp; Datum: Freitag, den 29.05.2020 Uhrzeit: 11.25 Uhr \u2013 13.00 Uhr Referentin: Frau Sch\u00fctze Anwesend: 15 von 15 Sch\u00fclern + ein Gast Die Ethikdoppelstunde am 29.05.2020 war der erste Pr\u00e4senzunterricht in Ethik, seitdem die Schulen am Dienstag, den 17.03.2020 schlossen. 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