{"id":6290,"date":"2022-01-03T15:22:10","date_gmt":"2022-01-03T14:22:10","guid":{"rendered":"https:\/\/ethikblogs.de\/?p=6290"},"modified":"2022-01-03T15:22:10","modified_gmt":"2022-01-03T14:22:10","slug":"kueken-toetung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ethikblogs.de\/?p=6290","title":{"rendered":"K\u00fcken T\u00f6tung"},"content":{"rendered":"\n<p>Allein in Deutschland werden circa 45 Millionen K\u00fcken direkt nach dem Schl\u00fcpfen get\u00f6tet. Die m\u00e4nnlichen K\u00fcken legen keine Eier und k\u00f6nnen meist aus dieser Zuchtlinie eher schlecht als Masth\u00e4hnchen gez\u00fcchtet werden, da sie wenig Fleisch anlegen und es lange dauert sie zu m\u00e4sten. So werden die m\u00e4nnlichen Geschwister der Legehennen nach dem Schl\u00fcpfen direkt aussortiert. Wegen unserem hohem Konsum an Eiern werden auch dementsprechend viele K\u00fcken get\u00f6tet. <\/p>\n\n\n\n<p>Fr\u00fcher wurden die Hennen als Legehenne und die H\u00e4hne zur Fleischgewinnung verwendet, doch seit einiger Zeit werden extra Hochleistungsh\u00fchner gez\u00fcchtet. Die eine Zuchtlinie wird f\u00fcr das Eierlegen gez\u00fcchtet und die andere zur Mast. Das urspr\u00fcngliche Huhn hat etwa 20 Eier im Jahr gelegt, w\u00e4hrend die Hennen aus der Hochleistungszuchtlinie 325 Eier im Jahr legen. Jedoch entsteht dadurch des Problem, dass die H\u00e4hne dieser Zuchtline quasi &#8222;wertlos&#8220; sind. Sie sind schlecht geeignet zum M\u00e4sten und Eier legen sie auch nicht. Sie br\u00e4uchten l\u00e4nger Zeit um auf das Gewicht zu kommen, als die extra daf\u00fcr gez\u00fcchteten Masth\u00fchnchen. Au\u00dferdem haben sie keine &#8222;besonderen Teilst\u00fccke&#8220; wie extra gro\u00dfe Schenkel oder Brust, weswegen sie schwerer zu vermarkten sind. Auch die Eier werden deswegen teurer, um die H\u00e4hnchen quer zu finanzieren. Die Hennen der anderen Hochleistungszuchtlinie legen viel weniger Eier als die, die extra daf\u00fcr gez\u00fcchteten wurden. Als Folge wurden die &#8222;unbrauchbaren&#8220; H\u00e4hne einfach nach dem Schl\u00fcpfen get\u00f6tet. <\/p>\n\n\n\n<p>Da das K\u00fcken t\u00f6ten ethisch nicht vertretbar ist, hat die Bundesregierung mit einem neuen Gesetz gegen dieses sinnlose K\u00fcken t\u00f6ten reagiert: Ab dem 1.1.2022 wurde das T\u00f6ten von geschl\u00fcpften Eintagsk\u00fcken verboten und ab dem 1.1.2024 wird auch das T\u00f6ten von noch unterschl\u00fcpften ab dem 6. Bebr\u00fctungstag H\u00fchnerembryos  verboten, da wissenschaftlich nachgewiesen ist, dass die Embryos ab dem 7 Bebr\u00fctungstag Schmerz empfinden k\u00f6nnen. Um das durchf\u00fchren zu k\u00f6nne, wurden durch Forschungsvorhaben Methoden entwickelt, mit denen man vor dem Schlupf feststellen kann, ob es sich um ein m\u00e4nnliches oder weibliches Huhn handelt. So werden die m\u00e4nnlichen schon hier aussortiert und lediglich die weiblichen ausgebr\u00fctet.  <\/p>\n\n\n\n<p>Es wurden auch Alternativen zu dem K\u00fcken t\u00f6ten entwickelt: Die sogenannten Bruderh\u00e4hne oder Zweinutzungsh\u00fchner. Dies sind zwei Initiativen, die ich oben schon einmal erw\u00e4hnt habe. Bei der Bruderhahn-Initiative werden die H\u00e4hne gem\u00e4stet und zur Fleischgewinnung verwendet, was jedoch l\u00e4nger Zeit braucht als bei den Masth\u00e4hnchen und sie weniger Fleisch ansetzen, woraus folgt, dass die Eier einen Aufpreis haben. Die Zweinutzungsh\u00fchner sind eine Rasse, die sowohl zur Eier- als auch zur Fleischgewinnung genutzt werden kann. Die Hennen legen weniger Eier und die H\u00e4hne wachsen langsamer als die konventionellen Lege- oder Masth\u00fchner. <\/p>\n\n\n\n<p>Auch wenn das T\u00f6ten der K\u00fcken nun verboten ist hei\u00dft das noch nicht, dass die m\u00e4nnlichen H\u00fchner jetzt ein besseres Leben f\u00fchren oder tiergerecht aufgezogen werden. Au\u00dferdem f\u00fchren die Hochleistungszuchtlinien auch ihre Probleme mit sich, wie zum Beispiel Lahmheit oder Herz-Kreislauferkrankungen bei den Masth\u00fchnern oder Knochenschw\u00e4che bei den Legehennen. <\/p>\n\n\n\n<p>Ich finde als gut L\u00f6sung die Zweinutzungsh\u00fchner, da die H\u00fchner nicht speziell f\u00fcr etwa gez\u00fcchtet werden und so auch kein &#8222;unn\u00f6tigen&#8220; Z\u00fcchtungen von einem Geschlecht die Folge ist. Die Hennen legen etwas weniger Eier und auch das Gewicht dieser H\u00fchner nimmt schneller zu als bei den Legehennen aus Hochleistungszuchtlinie. So werden die K\u00f6rper der Tiere durch die geringer Leistung auch nicht so stark belastet und sind weniger anf\u00e4llig auf Krankheiten, woraus auch wieder weniger Leid f\u00fcr diese folgt. <\/p>\n\n\n\n<p>Jeder Verbraucher, der sicher sein m\u00f6chte, dass die H\u00e4hne unter guten Bedingungen aufgezogen werden, sollte auf ein Bio Siegel achten, bei der die Aufzucht unter \u00f6kologischen Standards garantiert ist, sodass wenigstens auch die H\u00e4hne aufgezogen werden. <\/p>\n\n\n\n<p>Quellen:                                                                                                                                                https:\/\/www.bundesregierung.de\/                                                                                                                                                    https:\/\/www.tierschutzbund.de\/                                             <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Allein in Deutschland werden circa 45 Millionen K\u00fcken direkt nach dem Schl\u00fcpfen get\u00f6tet. 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