{"id":6493,"date":"2022-07-04T18:14:45","date_gmt":"2022-07-04T16:14:45","guid":{"rendered":"https:\/\/ethikblogs.de\/?p=6493"},"modified":"2022-07-06T15:21:29","modified_gmt":"2022-07-06T13:21:29","slug":"ist-ethnisches-einkaufen-besser","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ethikblogs.de\/?p=6493","title":{"rendered":"Ist ethisches einkaufen besser?"},"content":{"rendered":"\n<p>Wie weit bekannt funktioniert die Wirtschaft nur mit der Nachfrage und dem Angebot. Da wir als Konsumenten bereits wissen, welche Auswirkungen die Nachfrage von unserer Seite hat, kann man dieses Prinzip anwenden um die Nachfrage nach besser produzierten Lebensmitteln oder auch Klamotten zu steigern, dies ist der Gedanke des Ethischen Einkaufes. Es wird ein wirtschaftlicher Druck aufgebaut, welcher den Konzernen zeigt, das die Konsumenten fair produzierte Dinge oder auch \u00f6kologisch produzierte Lebensmittel lieber kaufen als andere und somit soll dieses ethische einkaufen f\u00fcr eine bessere Alternative sorgen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieses \u201eM\u00e4rchen des ethischen Einkaufes\u201c suggeriert, dass der Konsument, also wir pers\u00f6nlich, einen ganz konkreten Einfluss darauf hat, wie sich die Wirtschaft weiter entwickelt und das es in der Zukunft eventuell nur noch fair und \u00f6kologisch produzierte Ware zu kaufen gibt. Im Umkehrschluss bedeutet dies aber auch,  dass N\u00e4herinnen oder Kaffeebauern in Entwicklungsl\u00e4ndern immer von unserer Kaufentscheidung abh\u00e4ngig sind und man sich somit verpflichtet, sich immer f\u00fcr die besser produzierte Variante zu entscheiden, um den wirtschaftlichen Druck aufrecht zu erhalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Diesen Prinzipien wollen aber nicht alle Menschen folgen, denn es spielen bei der Kaufentscheidung oftmals andere Kriterien eine gr\u00f6\u00dfere Rolle, als die Art der Produktion.<\/p>\n\n\n\n<p>Warum sollten wir \u00fcberhaupt diese Auswahl treffen m\u00fcssen? Ich pers\u00f6nlich kenne niemanden, der sich eine Hose aus solchen Produktionen w\u00fcnscht. Oder der es okay findet, Menschen f\u00fcr einen Hungerlohn arbeiten zu lassen, 14 Stunden an 6 Tagen die Woche. Die meisten Menschen kaufen keine schlecht produzierten Klamotten mit dem Grund, Menschen unter solchen Bedingungen arbeiten lassen zu wollen, sondern da ihnen wie bereits genannt, andere Kriterien wie zum Beispiel das Aussehen des Kleidungsst\u00fccks oder der Geschmack des Kaffees wichtiger sind. Deshalb sollte die Verantwortung dar\u00fcber auch nicht dem Markt selbst und den Konsumenten \u00fcberlassen  werden, denn diese sind leicht zu manipulieren und dies wird nat\u00fcrlich von Gro\u00dfen Modeherstellern oder Lebensmittelkonzernen ausgenutzt. Welche Arbeitsbedingungen okay sind, ob und wie man Tiere h\u00e4lt, das sind politische Fragen, die nicht alleine den Konsumenten betreffen sollten.<\/p>\n\n\n\n<p>Er ist au\u00dferdem keine Option f\u00fcr alle, sondern nur f\u00fcr diejenigen, die ihn sich leisten k\u00f6nnen. Man kann es falsch finden, unter welchen Bedingungen F\u00fcnf-Euro-T-Shirts hergestellt werden, sowie auch die meisten 50-Euro-T-Shirts, aber einfach nicht genug Budget f\u00fcr die faire Alternative haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Meiner Meinung nach ist das ethische Einkaufen nur eine Art sich als K\u00e4ufer der Produkte besser zu f\u00fchlen, weil man genau diese Betriebe nicht unterst\u00fctzt hat, aber es hat nicht viel Auswirkung auf die Betriebe selbst, denn man m\u00fcsste solche Dinge nicht auf der Ebene der Konsumenten regulieren, sondern schon in der Politik mit zum Beispiel Mindeststandards f\u00fcr Importprodukte eingrenzen. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie weit bekannt funktioniert die Wirtschaft nur mit der Nachfrage und dem Angebot. Da wir als Konsumenten bereits wissen, welche Auswirkungen die Nachfrage von unserer Seite hat, kann man dieses Prinzip anwenden um die Nachfrage nach besser produzierten Lebensmitteln oder auch Klamotten zu steigern, dies ist der Gedanke des Ethischen Einkaufes. Es wird ein wirtschaftlicher [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":76,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[193,130,43],"class_list":["post-6493","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized","tag-kleidung","tag-konsum","tag-moral","missing-thumbnail"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ethikblogs.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6493","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ethikblogs.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ethikblogs.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ethikblogs.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/76"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ethikblogs.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6493"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/ethikblogs.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6493\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6502,"href":"https:\/\/ethikblogs.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6493\/revisions\/6502"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ethikblogs.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6493"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ethikblogs.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=6493"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ethikblogs.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=6493"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}