{"id":6834,"date":"2022-12-30T15:24:34","date_gmt":"2022-12-30T14:24:34","guid":{"rendered":"https:\/\/ethikblogs.de\/?p=6834"},"modified":"2022-12-30T22:16:42","modified_gmt":"2022-12-30T21:16:42","slug":"sterbehilfe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ethikblogs.de\/?p=6834","title":{"rendered":"Sterbehilfe"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Durch die immer besser werdende Entwicklung der Medizin steigt die Lebenszeit einer Person erheblich. Da inzwischen so viele Medikamente f\u00fcr fast alle Krankheiten erforscht und angewendet worden sind, kann man Menschen die starke Schmerzen oder eine unheilbare Krankheit haben l\u00e4nger am Leben halten. Dadurch stellt sich die Frage, sollte man einen Menschen mit starken Schmerzen und einem aussichtslosem Weg zur Heilung mit Medikamenten vollpumpen, nur damit er l\u00e4nger leben kann? Durch dieses Frage ist unsere ganze Welt mit einem neuen ethischen Konflikt konfrontiert, dieser Konflikt ist die Sterbehilfe.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Deutschland ist eine T\u00f6tung auf Verlangen verboten und es somit auch keine aktive Sterbehilfe gibt. In anderen L\u00e4ndern wie Belgien oder den Niederlanden ist die Sterbehilfe legal und somit erlaubt. Generell unterscheidet man zwischen einer aktiven, passiven und indirekten Sterbehilfe. Unter der aktiven Sterbehilfe, die auch Euthanasie genannt wird, versteht man gezielte Handlungen, die den Tod eines Menschen herbeif\u00fchren sollen. Dazu ben\u00f6tigt man eine ausdr\u00fcckliche oder mutma\u00dfliche Einwilligung der kranken Person. Bei einer passiven Sterbehilfe stirbt man nicht durch die Verabreichung eines Mittels sondern man verzichtet auf lebensverl\u00e4ngernde Ma\u00dfnahmen, wie k\u00fcnstliche Beatmung oder k\u00fcnstliche Ern\u00e4hrung. Unter indirekter Sterbehilfe versteht man die Beschleunigung des Todes, dies passiert durch Medikamente. Au\u00dferdem gibt es noch die Beihilfe zum Suizid, dabei ist die Hilfe zur Selbstt\u00f6tung gemeint. Dies geschieht zum Beispiel durch t\u00f6dlich wirkende Substanzen. Der gro\u00dfe Unterschied zur aktiven, passiven und indirekten Sterbehilfe ist, dass sich der Patient die Substanz selber verabreicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nun stellt sich die Frage ist die Sterbehilfe aus ethischer Sicht vertretbar ?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Problem aus ethischer Sicht ist, dass die T\u00f6tung eines Menschen, auch wenn er es verlangt, niemals mit dem Berufsethos eines Arztes zu vereinbaren ist. Die Aufgabe und moralische Plicht eines Arztes ist        es, das Leben seiner Patienten zu sch\u00fctzen und das Leben zu erhalten. Ein weiteres Problem ist, dass selbst ein Arzt nicht mit hundertprozentiger Gewissheit sagen kann, dass der Gesundheitszustand auf Dauer hoffnungslos ist. Es ist immer m\u00f6glich, dass innerhalb kurzer Dauer ein passendes Medikament f\u00fcr den Patient erforscht wird, die seine Schmerzen lindern oder sogar seine Krankheit heilen. Der Philosoph und Jurist Norbert Hoerster sieht die aktive und die passive Sterbehilfe als ehtisch gleichwertig an. Er sagt, dass es f\u00fcr den Betroffenen keinen moralischen Unterschied macht, ob direkt oder indirekt get\u00f6tet wird. Es sei nur das Ergebnis der Handlung wichtig f\u00fcr den Patienten, nicht die Intention desjenigen, der die Tat vollbringt. Ein weiteres Argument ist, dass durch Sterbehilfe der Patient nicht vor seinem Tod eine lange Zeit leiden muss sondern schneller in den Himmel kommt. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Meiner Meinung nach ist Sterbehilfe ein schwieriges Thema, ich pers\u00f6nlich finde den Gedanken Sterbehilfe nicht so schlecht, da der todkranke Patient unter starken Schmerzen leidet und er auch eigentlich keine Lebensqualit\u00e4t mehr hat. Der Patient sp\u00fcrt ja selber, dass er den Kampf f\u00fcr die Gesundheit nicht gewinnen kann und muss so sehr lange leiden bevor er stirbt. Ihm es zu erleichtern mit einer aktiven Sterbehilfe finde ich gut. Nat\u00fcrlich muss man immer aufpassen, dass die Diagnose eines Patienten richtig ist und dass er zu 100 Prozent sterben wird. Deshalb finde ich es richtig, dass in Deutschland die aktive Sterberate nicht erlaubt ist. Alles in allem finde ich jedoch, dass aus ethischer Sicht die Sterbehilfe nicht vertretbar ist, da das Leben ein Geschenk Gottes ist und die 10 Gebote sagen, du sollst nicht morden. Au\u00dferdem ist die W\u00fcrde des Menschen unantastbar und man sollte niemanden T\u00f6ten, auch wenn er im Sterben liegt. Ich pers\u00f6nlich glaube auch immer wieder an kleine Wunder und man sollte die Hoffnung nie aufgeben, auch wenn der Weg zur Heilung aussichtslos ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Durch die immer besser werdende Entwicklung der Medizin steigt die Lebenszeit einer Person erheblich. Da inzwischen so viele Medikamente f\u00fcr fast alle Krankheiten erforscht und angewendet worden sind, kann man Menschen die starke Schmerzen oder eine unheilbare Krankheit haben l\u00e4nger am Leben halten. 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