{"id":7320,"date":"2023-07-09T23:59:45","date_gmt":"2023-07-09T21:59:45","guid":{"rendered":"https:\/\/ethikblogs.de\/?p=7320"},"modified":"2023-07-09T23:59:45","modified_gmt":"2023-07-09T21:59:45","slug":"ueberkonsum-warum-ist-es-so-ein-grosses-problem","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ethikblogs.de\/?p=7320","title":{"rendered":"\u00dcberkonsum- warum ist es so ein gro\u00dfes Problem?"},"content":{"rendered":"\n<p>Ein grundlegendes Merkmal unserer modernen Gesellschaft ist der stetige Drang nach Konsum und Materiellem. In einer Welt, in der Werbung und Marketing uns t\u00e4glich mit Verlockungen k\u00f6dern, ist es schwierig, dem Sog des \u00dcberkonsums zu widerstehen. Doch w\u00e4hrend der Konsum oft als Zeichen des Fortschritts und Wohlstands betrachtet wird, sollten wir uns bewusst machen, dass dieser ungebremste Konsum auch ernsthafte Probleme mit sich bringt.<\/p>\n\n\n\n<p>Ergebnisse des Statistischen Bundesamts zeigen: An Konsumg\u00fctern herrscht in Deutschland kein Mangel. Im Schnitt besitzt jeder Haushalt drei Telefone, anderthalb Flachbildschirm-Fernseher und etwas mehr als ein Auto, haben die Statistiker f\u00fcr 2017 ermittelt. Jeder zweite Haushalt besitzt zudem eine Spielkonsole und ein Navigationsger\u00e4t, jeder dritte einen Heimtrainer. Insgesamt stehen in jedem Haushalt im Durchschnitt 37 Unterhaltungs-Elektroger\u00e4te.<\/p>\n\n\n\n<p>So sieht man, dass in Deutschland kein Mangel an Konsumg\u00fctern herrscht, da die Menschen es sich gerne leicht machen. Denn dies ist oftmals kurzfristig die Wirkung. Doch langfristig machen wir uns damit unsere eigene Lebensgrundlage kaputt. Wir verbrauchen in viel zu kurzer Zeit zu viel unserer nat\u00fcrlichen Rohstoffe, wie das Grundwasser, den Boden oder auch die W\u00e4lder, was letztendlich dazu f\u00fchrt, dass ein noch kleinerer Teil der Bev\u00f6lkerung Zugriff zu lebenswichtigen Ressourcen haben wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Uns muss bewusst sein, dass vor allem die westlichen Industriestaaten massiv zu dieser Knappheit beitragen, da wir seit Jahren \u00fcber dem Durchschnitt leben. Eine Konsumgewohnheit, die sich zum Beispiel sehr negativ auswirkt, ist der \u00fcberm\u00e4\u00dfige Fleischverzehr und die damit verbundene Massentierhaltung. Mit einer riesigen Menge von verbrauchtem Wasser und gerodetem Regenwald hat dies eine sehr schlechte \u00d6kobilanz.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein gro\u00dfes Problem ist au\u00dferdem, dass viele Hersteller ihre Produkte heutzutage auf eine k\u00fcrzere Nutzungszeit auslegen. So ist es beispielsweise auch nicht m\u00f6gliche diese zu reparieren. Apple hat beispielsweise schon einige Firmen, die deren Smartphones aufbereiten, auf viel Geld verklagt. So wird der K\u00e4ufer angetrieben alles neu zu kaufen und die Konsumgesellschaft weiter gest\u00e4rkt.<\/p>\n\n\n\n<p>Des Weiteren wird die Ausbeutung der Arbeiter weiter voran getrieben. F\u00fcr unsere billigen Konsumg\u00fcter m\u00fcssen viele Menschen in Entwicklungsl\u00e4ndern unter schlechten Arbeitsbedingungen Schwerstarbeit leisten und werden daf\u00fcr nicht einmal entlohnt und obwohl man relativ oft \u00fcber dieses Thema der Ausbeutung h\u00f6rt, denken viele Menschen in ihrem t\u00e4glichen Leben nicht daran, woher ihre Produkte sein k\u00f6nnten.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich finde es wichtig sich damit zu befassen und sich bei Eink\u00e4ufen zu fragen, was man unbedingt braucht und ob dies auch nachhaltig ist. Wir machen alle noch viele Fehler, doch das Wichtigste ist, dass wir es versuchen und wir ein Bewusstsein daf\u00fcr entwickeln. Insgesamt ist es an der Zeit, den sch\u00e4dlichen Auswirkungen des \u00dcberkonsums entgegenzutreten und alternative Wege des Lebens und Wirtschaftens zu erkunden. Nur so kann man gegen die Ressourcenknappheit ankommen, doch leider m\u00fcsste dass auch mehr in den K\u00f6pfen der Politiker und auch vor allem der gro\u00dfen Wirtschaftsakteure ankommen, sodass sich grundlegend etwas \u00e4ndern k\u00f6nnte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein grundlegendes Merkmal unserer modernen Gesellschaft ist der stetige Drang nach Konsum und Materiellem. In einer Welt, in der Werbung und Marketing uns t\u00e4glich mit Verlockungen k\u00f6dern, ist es schwierig, dem Sog des \u00dcberkonsums zu widerstehen. 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