{"id":7892,"date":"2024-05-31T09:47:23","date_gmt":"2024-05-31T07:47:23","guid":{"rendered":"https:\/\/ethikblogs.de\/?p=7892"},"modified":"2024-07-15T12:41:33","modified_gmt":"2024-07-15T10:41:33","slug":"war-die-legalisierung-von-cannabis-ein-fehler","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ethikblogs.de\/?p=7892","title":{"rendered":"War die Legalisierung von Cannabis ein Fehler?"},"content":{"rendered":"\n<p>Seit dem 1. April diesen Jahres ist es erlaubt Cannabis zu besitzen, anzubauen und zu konsumieren. Die Legalisierung verfolgt das Ziel verunreinigtes Cannabis und die damit zusammenh\u00e4ngenden Schwarzm\u00e4rkte einzud\u00e4mmen und die Jugendlichen vor dieser Droge besser zu sch\u00fctzen. Viele unwohle Gem\u00fcter kritisieren die Legalisierung und teilen nicht die Meinung, dass das Ziel damit erreicht wird. Ob die Legalisierung ethisch gerechtfertigt werden kann, oder ob die Legalisierung ein Fehler war, soll im Folgenden beantwortet werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Bernulf Kanitscheider steht der Legalisierung sehr positiv gegen\u00fcber. Er beruft sich dabei zum einen auf das Grundgesetz, in dem, in Artikel 2, Absatz 1, geschrieben steht: &#8222;<em>Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Pers\u00f6nlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsm\u00e4\u00dfige Ordnung oder das Sittengesetz verst\u00f6\u00dft.<\/em>&#8220; Somit habe jeder das Recht zu bestimmen, wie er seinen Lebensstil auslebt, wenn dabei andere nicht zu Schaden kommen. Zum Anderen bezieht er hier die Aufgabe des Staates mit ein, die nicht darin liegt \u00fcber den Lebensstil des Individuums zu bestimmen, sondern eher darin die Jugendlichen vor m\u00f6glichen Gefahren aufzukl\u00e4ren. Dies kommt seiner Meinung nach zu kurz, denn durch das Verbot der Drogen werden die Folgen dieser nicht ausf\u00fchrlich genug dargelegt.Es k\u00f6nnte durchaus zu besseren Aufkl\u00e4rungen und mehr Beratungsstellen f\u00fchren. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass das verunreinigte Canabis besser aus dem Weg ger\u00e4umt wird und dadurch noch st\u00e4rkere Auswirkungen der Droge verhindert werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Anderer Ansicht bez\u00fcglich der Legalisierung ist der Philosoph Wilhelm Vossenkuhl. Er verweist auf den Fakt, dass man mit der Freiheit der Legalisierung die Freiheit der Eigenkontrolle schnell verlieren kann, wenn der berauschende Zustand einsetzt oder die Abh\u00e4ngigkeit einer Droge zur Realit\u00e4t wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Cannabis kann sehr gef\u00e4hrdend werden, wenn dies vor der Arbeit oder dem Autofahren konsumiert wird. Bez\u00fcglich des Autofahrens gibt es bisher ein eindeutiges Verbot, das jedoch gelockert werden soll und vermutlich auf einen Grenzwert von 3,5ng\/ml hinausl\u00e4uft. Bei dem Arbeiten k\u00f6nnte das Risiko durch regelm\u00e4\u00dfige Kontrollen minimiert werden, die sich vermutlich als schwierig umsetzbar erweisen werden.Ein guter Aspekt kann, wie bereits erw\u00e4hnt, die h\u00f6here Aufkl\u00e4rung f\u00fcr Jugendliche sein, bspw. in der Schule. Allerdings haben Jugendliche nun noch leichter Zugang zu Canabis. Zwar ist die Weitergabe von Cannabis an Jugendliche mit hohen Strafen verbunden, ob dies in Realit\u00e4t eingehalten und kontrolliert werden kann, ist stark zu hinterfragen. Hier ist ein gutes Beispiel der Konsum von Alkohol, bei denen auch viele 13 J\u00e4hrige schon an diese Droge gelangen. Ein Unterschied zwischen Cannabis und Alkohol ist minimal vorhanden, denn Cannabis kann Psychosen ausl\u00f6sen und die Entwicklung des Gehirns stark beeintr\u00e4chtigen. Beim Alkoholkonsum k\u00f6nnen Sch\u00e4digungen der inneren Organe, wie Leber und der Bauchspeicheldr\u00fcse die Folge sein, die auch bei Jugendlichen auftreten. Dennoch ist Alkohol schon ab dem 17. Lebensjahr legal konsumierbar. Beide Drogen k\u00f6nnen das ZNS sch\u00e4digen, sowie das Gehirn. Insgesamt wird Alkohol sogar als gef\u00e4hrlichere Droge eingestuft als Cannabis.<\/p>\n\n\n\n<p>In den Niederlanden ist es erlaubt in Coffeeshops die Droge zu konsumieren, auch als Deutscher. Allerdings k\u00e4mpft die Niederlande mit einem Drogenproblem, bspw. mit Kokain und Crystal Meth. Dies k\u00f6nnte auf die deutschen Schwarzm\u00e4rkte \u00fcberspringen und somit in Deutschland auch zu einer gro\u00dfen Problematik im Allgemeinen f\u00fchren. Wenn die Preise f\u00fcr Cannabis auf den Schwarzm\u00e4rkten g\u00fcnstiger ist als das legale, k\u00f6nnte das Ziel diese Verunreinigungen aus der Welt zu schaffen, verfehlt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus diesen Gr\u00fcnden ist die Cannabislegalisierung ein Fehler gewesen. Zwar kann nun verunreinigtes Cannabis besser aus dem Weg geschaffen werden und Kartelle zerschlagen werden, dennoch \u00fcberwiegen die Gefahren, die dabei entstehen. Vor allem bei der Weitergabe an Jugendliche sehe ich eine sehr gro\u00dfe Gefahr, denn ihre Entwicklung wird gest\u00f6rt. Da dies h\u00e4ufig von gerade Erwachsen gewordenen geschieht, w\u00e4re eine Legalisierung f\u00fcr reifere Personen \u00fcber 25 sinnvoller. In diesem Zuge sollte auch \u00fcber eine andere Gesetzgebung der Droge Alkohol nachgedacht werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie steht ihr zu diesem Thema?<\/p>\n\n\n\n<p>Quellen:<\/p>\n\n\n\n<p>https:\/\/portal.uni-koeln.de\/universitaet\/aktuell\/koelner-universitaetsmagazin\/unimag-einzelansicht\/alkohol-oder-cannabis<\/p>\n\n\n\n<p>https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/gg\/art_2.html<\/p>\n\n\n\n<p>https:\/\/www.adac.de\/news\/cannabis-am-steuer\/<\/p>\n\n\n\n<p>https:\/\/de.m.wikipedia.org\/wiki\/Niederl%C3%A4ndische_Drogenpolitik<\/p>\n\n\n\n<p>https:\/\/www.bundesregierung.de\/breg-de\/aktuelles\/cannabis-legalisierung<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit dem 1. April diesen Jahres ist es erlaubt Cannabis zu besitzen, anzubauen und zu konsumieren. 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