{"id":8219,"date":"2025-06-22T22:36:43","date_gmt":"2025-06-22T20:36:43","guid":{"rendered":"https:\/\/ethikblogs.de\/?p=8219"},"modified":"2025-07-12T16:39:16","modified_gmt":"2025-07-12T14:39:16","slug":"macht-geld-gluecklich-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ethikblogs.de\/?p=8219","title":{"rendered":"Macht Geld auf lange Sicht gl\u00fccklich?"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Jeder hat schon mal geh\u00f6rt, dass Geld allein nicht gl\u00fccklich macht. Aber stimmt das \u00fcberhaupt?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"has-normal-font-size\">Um diese Fragestellung beantworten zu k\u00f6nnen, m\u00fcssen sich die vorhandenen Pro- und Kontra-Argumente angeschaut werden. Zudem muss der Begriff &#8222;Gl\u00fcck&#8220; definiert werden, da &#8222;Gl\u00fcck&#8220; unterschiedlich interpretiert werden kann. Unter dem hier genannten Gl\u00fcck versteht man das langfristige, subjektive Wohlbefinden eines Menschen \u2013 also das Gef\u00fchl von Zufriedenheit, Sicherheit und Sinn im Leben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-normal-font-size\"> Ein sehr wichtiger Aspekt im Hinblick auf das Thema ist, dass Geld in unserer Welt genutzt werden kann, um Sorgen zu reduzieren und die allgemeine Lebensqualit\u00e4t zu verbessern. Mithilfe von Geld k\u00f6nnen einige grundlegende Dinge gew\u00e4hrleistet werden. Darunter f\u00e4llt zum Beispiel genug Nahrung, ein Schutz vor extremen Wetterbedingungen, Tieren und potenziellen Bedrohungen durch andere Menschen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-normal-font-size\">Zudem k\u00f6nnen auch Gesundheit, Bildung und Freiheit erkauft werden. Geld bietet au\u00dferdem eine gro\u00dfe Auswahl an M\u00f6glichkeiten zur Weiterbildung. Menschen mit einem geringen Einkommen leiden, aufgrund der durch Armut entstandenen Sorgen, h\u00e4ufig unter Depressionen. Dazu geh\u00f6rt zum Beispiel auch die starke soziale Ausgrenzung gegen\u00fcber Armen. Dies wirkt sich sehr negativ auf das langfristige Gl\u00fcck aus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-normal-font-size\">2010 wurde in einer Studie untersucht, wie sich das subjektive Gl\u00fcck im Verh\u00e4ltnis zum Einkommen verh\u00e4lt. Dabei wurde festgestellt, dass das Gl\u00fcck bis zu einem Einkommen von 75.000 US-Dollar im Jahr steigt. Danach stagniert es. Dieses Beispiel zeigt die Auswirkungen von Geld auf das langfristige Gl\u00fcck. Diese Studie zeigt jedoch nur Durchschnittswerte, weswegen man daraus nicht schlussfolgern kann, dass alle Amerikaner unter einem Einkommen von 75.000 US-Dollar ungl\u00fccklich und alle dar\u00fcber gl\u00fccklich sind. Zudem muss diese Einkommensgrenze an jede Herkunft angepasst werden, da der Schwellwert in \u00e4rmeren L\u00e4ndern vermutlich deutlich tiefer ist. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-normal-font-size\">Sobald die oben genannten Bed\u00fcrfnisse gedeckt sind, k\u00f6nnen sich lediglich G\u00fcter gekauft werden, die nur kurzfristig Gl\u00fcck bringen, da sie den Dopaminspiegel f\u00fcr kurze Zeit in die H\u00f6he treiben. Nach kurzer Zeit legt sich der Spiegel wieder und die Ausgangssituation wird erneut erreicht. Dies wird auch hedonistische Tretm\u00fchle genannt. Nach dem Konsum findet eine Gew\u00f6hnung an die materielle Verbesserung statt. Dadurch sinkt die Wertsch\u00e4tzung solcher G\u00fcter stark ab, und auch das Gl\u00fcck wird nicht langfristig verbessert. Da der \u00fcberm\u00e4\u00dfige Konsum h\u00e4ufig nur das kurzfristige Gl\u00fcck stark ansteigen l\u00e4sst, muss immer zwischen kurzfristigem und langfristigem Gl\u00fcck differenziert werden, um missverst\u00e4ndnisse zu vermeiden. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-normal-font-size\">Jedoch gibt es auch Investitionen wie beispielsweise besondere Reisen, oder Hobbys welche das langsfristige gl\u00fcck steigern k\u00f6nnen. Daran erkennt man, dass es sehr stark davon abh\u00e4ngt, wie das Geld genutzt wird und es nicht auf die Menge des Geldes sondern auf die Art der Investition ankommt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-normal-font-size\">Durch diese hedonistische Tretm\u00fchle kann eine starke Gier hervorgerufen werden, die die Menschen auf lange Sicht ungl\u00fccklicher macht, da sie immer mehr wollen und nie damit zufrieden sind, was sie haben. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist auch der Verlust des sozialen Umfelds. Aufgrund des hohen Konsums k\u00f6nnen soziale Beziehungen verdr\u00e4ngt werden. Au\u00dferdem gibt es vermeintliche Freunde, welche lediglich auf den Reichtum des Gegen\u00fcbers aus sind. Dies ist jedoch auch nur teilweise der Fall, da solche Freundschaften meist durch sorgf\u00e4ltiges reflektieren vermieden werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-normal-font-size\">Abschlie\u00dfend l\u00e4sst sich sagen, dass reiche Menschen nicht langfristig gl\u00fccklicher sind, nur weil sie mehr Geld haben und sich mehr leisten k\u00f6nnen. Trotzdem ist Armut h\u00e4ufig ein Grund f\u00fcr Ungl\u00fccklichkeit, da Menschliche Grundbed\u00fcrfnisse nicht vollst\u00e4ndig erf\u00fcllt werden k\u00f6nnen. Wirkliches Gl\u00fcck jedoch, so zeigen Studien und Philosophen, kann fast nur durch immaterielle Dinge wie zum Beispiel Beziehungen, Gesundheit und Freiheit erreicht werden. Der ber\u00fchmte Philosoph, Arzt und Friedensnobelpreistr\u00e4ger, Albert Schweitzer verdeutlicht mithilfe des Zitates: \u201eGl\u00fcck ist das einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt.\u201c die wichtigkeit von Beziehungen im Bezug auf langfristiges Gl\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-normal-font-size\">Ich gehe davon aus, dass Geld in gewissen teilen gl\u00fccklich macht. Jedoch kann ein starker Reichtum auch zu einem geringeren Gl\u00fcck f\u00fchren, da aufgrund von dauerkonsum eine deutlich geringere Wertsch\u00e4tzung gegen\u00fcber kleinen und m\u00f6glicherweise auch immateriellen dingen vorliegt. Diese Schlussfolgerungen passen jedoch sicher nicht zu jedem Beispiel sondern stellen lediglich den durchschnitt dar. Ein Mensch, der nur wenig verdient, aber in einer stabilen Gemeinschaft lebt, eine erf\u00fcllende Arbeit hat und gesund ist, kann somit subjektiv gl\u00fccklicher sein als jemand mit hohem Einkommen, aber ohne soziale Bindungen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-normal-font-size\">Quellen: <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-normal-font-size\"><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hedonistische_Tretm%C3%BChle\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hedonistische_Tretm%C3%BChle<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.princeton.edu\/~deaton\/downloads\/deaton_kahneman_high_income_improves_evaluation_August2010.pdf\">https:\/\/www.princeton.edu\/~deaton\/downloads\/deaton_kahneman_high_income_improves_evaluation_August2010.pdf<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Easterlin-Paradox\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Easterlin-Paradox<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/gutezitate.com\/zitat\/235594\">https:\/\/gutezitate.com\/zitat\/235594<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.aok.de\/pk\/magazin\/koerper-psyche\/psychologie\/armut-risikofaktor-fuer-die-psychische-gesundheit\">https:\/\/www.aok.de\/pk\/magazin\/koerper-psyche\/psychologie\/armut-risikofaktor-fuer-die-psychische-gesundheit<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jeder hat schon mal geh\u00f6rt, dass Geld allein nicht gl\u00fccklich macht. Aber stimmt das \u00fcberhaupt? Um diese Fragestellung beantworten zu k\u00f6nnen, m\u00fcssen sich die vorhandenen Pro- und Kontra-Argumente angeschaut werden. Zudem muss der Begriff &#8222;Gl\u00fcck&#8220; definiert werden, da &#8222;Gl\u00fcck&#8220; unterschiedlich interpretiert werden kann. Unter dem hier genannten Gl\u00fcck versteht man das langfristige, subjektive Wohlbefinden eines [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":195,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"0","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-8219","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized","missing-thumbnail"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ethikblogs.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8219","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ethikblogs.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ethikblogs.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ethikblogs.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/195"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ethikblogs.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=8219"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/ethikblogs.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8219\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8231,"href":"https:\/\/ethikblogs.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8219\/revisions\/8231"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ethikblogs.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=8219"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ethikblogs.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=8219"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ethikblogs.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=8219"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}