{"id":9130,"date":"2026-11-01T12:35:51","date_gmt":"2026-11-01T11:35:51","guid":{"rendered":"https:\/\/ethikblogs.de\/?p=9130"},"modified":"2026-11-01T12:37:04","modified_gmt":"2026-11-01T11:37:04","slug":"sei-was-du-sein-willst-wie-koennen-wir-das-erreichen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ethikblogs.de\/?p=9130","title":{"rendered":"Sei was du sein willst &#8211; Wie k\u00f6nnen wir das erreichen?"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jeder Mensch hat das Bed\u00fcrfnis, sich selbst zu finden und der Mensch zu sein, der er sein m\u00f6chte. &#8222;Sei was du seien willst&#8220; klingt zun\u00e4chst sehr einfach. Doch k\u00f6nnen wir wirklich der Mensch sein, der wir seien wollen, und wie k\u00f6nnen wir das erreichen?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jeder Mensch hat das nat\u00fcrliche Bed\u00fcrfnis nach Selbstverwirklichung. Das bedeutet, dass Menschen so leben m\u00f6chten, wie es ihren eigenen Vorstellungen entspricht. Im Laufe seines Lebens entwickelt jeder Mensch Vorstellungen davon, wer er sein m\u00f6chte. Es ist jedoch nicht immer einfach, herauszufinden, wer man sein m\u00f6chte. Meistens wissen die Menschen nicht, wer sie \u00fcberhaupt seien wollen. Wenn man auf die Welt kommt und in eine beispielsweise religi\u00f6se Familie geboren wird, ist man zun\u00e4chst religi\u00f6s und \u00fcbernimmt das, was das Umfeld vorgibt. Sp\u00e4ter kann man sich aber, wenn man das m\u00f6chte, davon l\u00f6sen. Das bedeutet, dass der Mensch am Anfang so ist wie sein Umfeld. Im Laufe des Lebens werden wir von Dingen gepr\u00e4gt, die wir nicht beeinflussen k\u00f6nnen, wie zum Beispiel unserem Schicksal und den Begegnungen die wir haben. Allerdings spielen dabei bestimmte Aspekte eine Rolle. Auch das Umfeld kann einen Menschen daran hindern, die eigene Identit\u00e4t zu entfalten und zu dem Menschen zu werden, der wir sein wollen. Beispielsweise kann das Umfeld einer Person sie daran hindern sich selbst zu finden. Dies kann passieren, wenn das Gef\u00fchl entsteht, nicht akzeptiert zu werden. Aus Angst vor Ausgrenzung neigen Menschen oft dazu, sich anzupassen. Stammt jemand beispielsweise aus einer strengen Familie, kann einen das daran hindern, herauszufinden welche Person man sein m\u00f6chte. Dar\u00fcber hinaus kann das soziale Umfeld einen ebenfalls daran hindern. Stammt eine Person beispielsweise aus einem Land, in dem Homophobie verbreitet ist, kann einen das daran hindern nach den eigenen Vorstellungen zu leben. Dennoch l\u00e4sst sich argumentieren, dass es auch davon abh\u00e4ngt, wie unabh\u00e4ngig man ist. Ist man an kein konkretes Umfeld gebunden oder ist umgeben von einem Umfeld was jegliche Art der Selbstverwirklichung akzeptiert ist es deutlich einfacher sein Leben nach seinen Vorstellungen zu gestalten. Der Konflikt ist hierbei: Entdecken oder erschaffen wir uns selbst? Ren\u00e9 Descartes sagte: \u201eIch denke, also bin ich\u201c. Seine Kernaussage ist also, dass das Sein des Menschen durch das Denken bestimmt ist. Das bedeutet, dass der Mensch durch das Denken und das kritische Hinterfragen sich selbst verwirklichen und definieren kann, wer er ist. Beispielsweise kann der Mensch durch das Denken und kritische Hinterfragen seine Politische Meinung bilden. Das bestimmt auch einen Teil unseres selbst. Es bestimmt, wie wir zu gewissen gesellschaftliche, politischen und anderen Themen stehen. Satre sagte: \u201eDer Mensch ist nichts anderes als das, wozu er sich macht\u201c. Das bedeutet, dass wir uns durch unsere Entscheidungen und Handlungen definieren. Satre will damit sagen, das wir nicht mit einem vollst\u00e4ndig festgelegten Wesen geboren sind, sondern dass man durch das, was man tut, zu dem wird, der man ist. Aristoteles sagte \u00c4hnliches, und zwar, dass man nach einem guten Leben streben sollte, man aber daf\u00fcr handeln muss, denn von nichts kommt nichts. Der Stoizismus zum Beispiel beschreibt, wie wir \u00e4u\u00dfere Umst\u00e4nde nicht beeinflussen k\u00f6nnen, unseren Charakter aber schon. Ich kann beispielsweise beschlie\u00dfen, Pionier zu werden, doch das bin ich nicht sofort. Ich m\u00fcsste erst hart arbeiten, um das zu erreichen. Und deshalb bin ich davon \u00fcberzeugt, dass man seine eigenen Komfortzonen oftmals verlassen muss, wenn man etwas erreichen will, und gegebenenfalls auch Risiken eingehen muss. Es ist au\u00dferdem eine gewisse Herausforderung, herauszufinden, wer man wirklich ist. Ich denke, wir lernen unser Leben lang dazu, wer wir sind und was wir m\u00f6gen, und wir werden nie den vollst\u00e4ndigen Wissenstand \u00fcber uns selbst haben, weil es immer was Neues gibt, das wir entdecken k\u00f6nnen und das dazu beitr\u00e4gt, wer wir sind.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jeder Mensch hat das Bed\u00fcrfnis, sich selbst zu finden und der Mensch zu sein, der er sein m\u00f6chte. &#8222;Sei was du seien willst&#8220; klingt zun\u00e4chst sehr einfach. Doch k\u00f6nnen wir wirklich der Mensch sein, der wir seien wollen, und wie k\u00f6nnen wir das erreichen? Jeder Mensch hat das nat\u00fcrliche Bed\u00fcrfnis nach Selbstverwirklichung. 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