Wunschkinder designen – ein sozialer Fortschritt oder eine Degradierung der Menschen zu Ware?

Ich möchte ein weibliches Kind mit grünen Smaragdaugen, langen Beinen, schwarzen Locken, dunkler Haut und am besten noch mit der Veranlagung, schnell Muskeln bilden zu können. Ist das nicht super? Ich muss bloß schwanger werden und dann kann ich mir mein Kind selbst designen und wenn es erwachsen ist, dann wird es wunderschön sein und genau meinen Vorstellungen entsprechen… Moment mal, meinen Vorstelllungen? Was ist, wenn das Kind das selbst gar nicht will? Außerdem werden hier Menschen zu Produkten, zu ‚Dingen‘ gemacht. Und sie tun es selbst. Ja, wir Menschen machen uns selbst kaputt. Aber kann man das so sagen? Was meint ihr dazu? In den USA bietet eine Klinik an, dass man sein Kind selbst designen kann. Paare füllen einen Fragenbogen aus und kreuzen gewisse Merkmale an, die ihr Kind später haben soll. Die Klinik wirbt damit, ‚das größte und erfolgreichste vorgeburtliche Geschlechts-Auswahlprogramm der Welt‘ bieten zu können und sie haben auch fast immer zu 100 % Erfolg. Durch die Präimplantationsdiagnostik (Untersuchungen, durch die man dann entscheidet, ob ein durch In-vitro-Fertilisation (Methode der künstlichen ‚Befruchtung im Glas‘) erzeugter Embryo in die Gebärmutter eingepflanzt werden soll oder nicht) ist das zwar medizinisch gesehen nichts besonderes, weil es schon länger existiert, nicht besonders kompliziert ist und man dieses Verfahren in Großbritannien und auch in den USA als Möglichkeit nutzt, genetische Krankheiten auszuschließen. Sollte man das auch in Deutschland dürfen? Und ist es eurer Meinung nach ethisch gesehen ‚in Ordnung‘, in den USA seine Kinder selbst designen zu können?