Verlernte Zukunft

Kulturkapitalismus.

Es kommt immer das gleiche in der Glotze

Ich hab mich schon immer gefragt woher Redewendungen wie „Es kommt immer das gleiche in der Glotze!“ oder „Das Radio spielt immer die fünf gleichen Lieder!“ kommen. Immerhin sind das Radio und der Fernseher unser alltäglicher Kontakt mit unserer Kultur und es wäre ausgesprochen beschreibend für unseren gesellschaftlichen Zustand, wenn die von uns erzeugten Kulturgüter monoton, uninteressant und repetitiv wären. Wenn man also die heutigen Kulturstätten und -Veranstaltungen betrachtet, kann man die heutige kulturelle Erfahrung in fünf Kategorien teilen: Musik, Fernsehen, Film und Theater bzw. Oper und Musicals. Dabei sind Musik, Fernsehen und Film die mit Abstand beliebtesten Kunstformen, denn sie sind mit heutiger Technologie fast nicht Ortsgebunden und sehr Alltags- und massentauglich. Hinter der Fassade der Interpreten, Moderatoren und Schauspielern bei diesen drei Medien verbergen sich zumeist ziemlich große Industriekomplexe. Disney, Time Warner, Paramount Pictures, Spotify, Sony, 21st Century Fox, HBO, RTL, Netflix, um nur die Größten zu nennen. All jene Komplexe, die das heimische Fernsehen, das kleinstädtische Kino und das Radio mit ihrer Musik, ihren Filmen und ihren Sendungen dominieren, sind Börsennotierte Unternehmen mit Milliardenumsätzen, die nicht selten noch größeren Unternehmungen angehören. Sie arbeiten stets nach den Prinzipien des freien Marktes und der Gewinnmaximierung. Dementsprechend liegt es in ihrem Interesse, mit ihren Produkten, welche unsere Kulturgüter sind, eine möglichst große Masse anzusprechen. Das bedeutet, dass ihre Produktpalette für Massen optimiert werden und optimiert sind. Offensichtlich führt das dazu, dass sich die Radiomusik ausgesprochen ausgelutscht fühlt. Und das obwohl, wenn man sich die musikalische Entwicklung der Charts in den letzten Zehn Jahren anguckt, man feststellen wird, dass sich die Musik, die als massentauglich gilt, sehr stark gewandelt hat. Besonders gut stellt das der Vergleich der Charts 2014 und 2018 dar. Das Top 1 Lied 2014 hieß wortwörtlich „Happy“ während das Top 17 Lied 2018 wortwörtlich „SAD!“ hieß. Trotzdem hat sich am Gefühl nichts geändert, dass sich Musik immerzu gleich anhört. Und das liegt primär daran, dass es keine originelle Musik, ferner auch Kunstprodukte, mehr gibt, sondern nur noch Kopien von Kopien. Das lässt sich in unserer Musikindustrie noch nicht so stark erahnen, da sie von Unterbrechungen wie Lorde’s „Royals“ 2013 gestört wird und einige Künstler durchaus mit One-Hit-Wondern oder mit dem Independent-Dasein überleben können, zum Beispiel Macklemore. Aber wenn man ins fernöstliche Südkorea blickt, findet man eine eine Musikindustrie, die sich im Hyperkapitalismus befindet. Es ist, um das zu verstehen, empfehlenswert, selber einige Musikvideos anzuschauen. Aber schon an der Aufmachung der Videos erkennt man, dass kein Stück dieses Kunstproduktes dem Zufall oder dem Künstlerischem Genie überlassen wird. Die Interpreten, sogenannte. Acts, werden von Kindesalter an wie Fußballspieler (übrigens eine interessante Analogie, so ist Sport auch ein Kulturgut) trainiert und durch eine Industrie groß gemacht, die sich danach richtet, was für ein Trend gerade in der breiten Mittelschicht beliebt ist. Dieser Trend allerdings, ein Zusammenspiel von modischer Kleidung, der richtigen Musik, und den angesagtesten Acts, ist selber von der Industrie gesteuert und geliefert. Das Ergebnis davon ist eine Gesellschaft und eine Industrie, die Musik produziert, die nur Musik kopiert, die selber nur andere Musik kopiert hat. Ergo entwickelt sich eine Kultur der Kopien von Kopien, die Seele der Musik, die Originalität geht dabei flöten.
Jetzt mag man sich fragen, inwiefern das einen betrifft, wenn irgendwo in Korea eine Gesellschaft sich kulturell in den Ruin treibt und sich nebenbei durch die kulturindustriell gesetzten Kaufanreize in die Kreditkartenschuldenfalle reinreitet. Immerhin scheinen unsere Kulturgüter doch mehr oder weniger zu funktionieren. Das ist aber nur eine Halbwahrheit. Während es wahr ist, dass die westliche Kulturlandschaft durch eine reiche Musikgeschichte noch lange nicht sich im gleichen Zustand wie die koreanische befindet, so ist es gleichzeitig nicht verneinbar, dass sich eine Produktion von Kopien von Kopien seit Jahrzehnten anbahnt und verstärkt. Kaufreize für Mode, wie es in Korea schon lange üblich ist, kommen auch im Westen immer mehr in die Musik, Stichwort Guccihype. Man darf auch nicht die Filmindustrie vergessen, denn diese wird sowohl in Deutschland als auch in fast der ganzen restlichen Welt von Hollywood beherrscht. In dieser Industrie herrschen die gleichen Regeln, nur mit noch viel höheren Einsätzen. Darum ist die gedankliche Monotonie der Blockbuster umso redundanter. Besonders klar wird das in den Endlosen Serien der wahnsinnig erfolgreichen Komikbuchverfilmungen des Hauses Marvel oder den Revivals von Filmen aus den 80ern wie „IT“, „Robocop“, „Star Wars“, „Star Trek“, „Blade Runner“ und so weiter. Diese, schon in den 80ern erfolgreiche Universen sind eigentlich schon zu Ende erzählt und bedürfen aus künstlerischer Sicht keine Revivals oder Verfilmungen, genauso wie bei den Komikbüchern. Allerdings garantieren sie durch Nostalgiefans Einnahmen und sind mit Fachkenntnissen so realisierbar, dass die Produkte Fans genügend befriedigen um sie bei der Fortsetzung wieder ins Kino zu locken. Filme mit unbekannten Regisseuren und unbekannten Namen hätten im Gegensatz dazu keine Chance, und das finanzielle Risiko wäre zu gewaltig, da die Produktionskosten und die Vermarktungskosten für einzelne Filme gerne mal eine Milliarde Euro kosten darf. Dementsprechend ist es lohnenswert, Kopien von Originalen und von denen wiederum Kopien anzufertigen. Eine gewissen künstlerische Freiheit hingegen können Streaminganbieter bereitstellen, da sie ein sehr flexibles Abonnementsystem haben. Allerdings lebt auch Netflix im Konkurrenzkampf und muss sich der Marktwirtschaft beugen. Auch „Stranger Things“, war eigentlich nur ein Revival von verschiedensten Einflüssen aus den 80ern und 90ern. Und auch wenn sich die Oscars und die Grammys, als auch die Berlinale oder Cannes sich als akademisch/künstlerische Oase ausgeben, so sind die gepriesenen Filme keine Massenmedien. Zumindest nicht vergleichend mit dem 10ten „Fast and Furious“. Vom produzierendem Prinzip her funktionieren Musicals des weiteren genau gleich, nur dass sie eine Mischung aus Musik- und Film sind, wobei sie mehr der Filmindustrie mit kleinem Publikum ähneln. Theater und Oper hingegen leben in einer Trance der ständigen Wiederaufführung von Stücken aus besseren Zeiten weiter, oder sind derart unbedeutend, dass sie nicht als bedeutsam für die Kultur gesehen werden können, vor allem, weil sie eine sehr beschränkte (und damit meine ich alt und bürgerlich) Adressatengruppe haben. Eine weitere Ebene, die nicht mehr direkt Kulturgut ist, auf die diese Form des Kapitalismus vorgedrungen ist, ist die Nachrichtenmedienlandschaft, vornehmlich in den staatsmedienlosen, freimärktlichen Vereinigten Staaten. Die Kräfte des freien Marktes haben nämlich dazu geführt, dass die Ware „qualitativer Journalismus“ nicht nur stark verteuert wird, sondern auch rar wird. Daraus entsteht ein Nachrichtenzyklus, das nicht wie ernst zunehmende Nachrichten anbietet, sondern wie Entertainment mit Realityfaktor. Ab dieser Schwelle fangen die oben genannten Prinzipien der Kopie-der-Kopie-Industrie an zu wirken, und das wichtigste Prinzip der Mediendemokratie, freie und ehrliche Berichterstattung, wird dem Kapital unterworfen. Zu was das führt, lässt sich sehr schön an der amerikanischen Demokratie beobachten.

Ideologische Entkernung.

Kunst, die eigentlich ein Selbstzweck ist, dient dem Kapital.

Die Frage die sich aus dem Ganzen stellt, ist inwiefern dieses ganze Komplex uns wirklich tangiert. Immerhin kann das gebildete, selbst-reflektierte und aufgeklärte Individuum hoffentlich zwischen Kunst und Abfall unterscheiden. Aber das ist falsch. Zwangsläufig wird immer mehr der Kulturgutproduktion den Zyklen der Kulturkapitalismus unterworfen und inhaltlich entkernt. Kunst, die eigentlich ein Selbstzweck ist, dient dem Kapital. Aber mehr als das, denn Kunst ist nicht nur eine Äußerung von phantastischen Einfällen. Es heißt nicht umsonst, dass man in jeder Porträtzeichnung von Rembrandt, Rembrandt auch selbst irgendwo sehen kann. In jedem Kunstwerk ist zwangläufig ein Teil der Welt und des Künstlers verarbeitet, der das Kunstwerk erschafft. Darum ist Interpretation von Kunstwerken gültig. Weil das Kunstwerk im Verhältnis zu den Umständen des Schaffens und zu den Umständen des Betrachters eine Aussage kreiert. Doch was passiert, wenn Kunst aus Kopien von Kopien besteht, wie das zum Beispiel in Korea geschieht? Zum Einen wird Kunst nicht mehr erinnert. „Bohemian Rhapsody“ ist ein Kunstwerk durch und durch, es ist über Jahrzehnte ein Klassiker und wird nie ganz vergessen sein, solange es Aufzeichnungen davon gibt. Goethes Faust oder Stanley Kubriks „The Shining“ auch nicht. Aber Gangam Styles einzige Eigenschaft, die es in Korea selbst (nicht im Rest der Welt) hervorgehoben hat, ist, dass es eine Parodie auf den Lifestyle der reichen Koreaner ist. In Korea war es auch kein besonderer Erfolg übrigens. Inhaltslose Kunst wird also vergessen werden. Das ist das Erste. Das Zweite ist, dass die Kopien der Kopien nur noch eine Ideologische Deutung übrig lassen: die Kopie selbst. Um das zu verstehen möchte ich kurz das Prinzip der Referenz erklären. An sich ist das ein Mittel, um auf ein anderes Kunstwerk von anderen Künstlern zu rekurrieren bzw. anzuspielen. Schon die alten Griechen haben das gerne gemacht. Doch heutzutage führt das dazu, dass Filme wie zum Beispiel „Ready Player One“ oder „Ralph Reichts!“ nur noch aus Anspielungen an andere popkulturellen Produkte bestehen. Das Internetphänomen des Memes, was zunehmends den Komikern das Handwerk legen und die bevorzugte Expressionsmethode einer ganzen Generation ist, beruht nur auf dieses Prinzip. Folglich wird die leitende ideologische Strömung aller „Kunst“ nur noch die Kopie beziehungsweise die Anspielung. Das ganze hat aber eine noch tiefere Ebene. Denn wenn die breite Allgemeinheit, als auch die Kunstschaffenden und Eliten verlernen, mehr als nur Kopien anzufertigen, dann geschieht etwas nie dagewesenes: Der Mensch verlernt sich die Zukunft vorzustellen, es fehlen schlichtweg die denkerischen Räume, sich andere Welten vorzustellen, als die bereits Vorhandene. Doch die Fähigkeit, sich die Zukunft vorzustellen ist für das menschliche Dasein essentiell. Denn dank seines ausgereiften Gehirns ist der Mensch in der Lage seine empirische Sinnlosigkeit festzustellen, womit ihm nur die Flucht in das Metaphysische bleibt, um sich selbst einen Sinn zu geben, eine Zukunft zu geben. Im Grunde genommen ist genau das die Essenz des Glaubens, unabhängig ob es der Glaube an das Karma, dem Kommunismus oder an Gott ist. Der Glaube verspricht durch eine gewisse Art und Weise zu leben, eine Zukunft bereitzustellen, für die es sich gelohnt hat, zu leben und in der Sinnlosigkeit zu „leiden“. Das kann die sozialistische Utopie oder das Paradies mit 72 Jungfrauen sein, es geht darum, dass es eine Zukunft ist. In der Gesellschaft des Hyperkapitalismus hat der Mensch also verlernt, sich eine Zukunft vorzustellen, da der Kulturelle Zustand ihm einfach jeglichen Raum für solche Vorstellungen genommen hat. Da bleibt nur noch eine Frage: Ist dieses ganze bedruckte Papier es wirklich Wert?

Mit freundlichen Grüßen, Kartharsis

PS.: Alles gute nachträglich zum Geburtstag, Frau Schütze!

Ethik Protokoll – Doppelstunde K1 vom 14.02.2019

Thema : Anwendung der utilitaristischen Grundsätze und deren Klassiker
Datum: 14.02.2001 Zeit : 7:45 bis 9:20 Uhr Anwesende: Theano, Ghandi, Hobbes, Albinos, Kant, Sokrates Referentin: Frau Schütze

Ablauf: 1. Organisatorisches 2. Kurzfilm: SommerSONNTAG 3. Arbeitsblatt: „Und nun, Herr Benthmam? “ – Anwendung der utilitaristischen Grundsätze auf einen Kurzfilm 4. Audio und Arbeitsblatt: Klassiker des Utilitarismus: John Stuart Mill: -Leben & Wirken -qualitativer Utilitarismus

Nachdem sich (fast) jeder eine Tasse Tee gemacht hatte und auch Organisatorisches schnell geklärt wurde, startete der Unterricht mit einem Kurzfilm Namens „SommerSONNTAG“. In diesem geht es um einen Brückenmeister, der dafür sorgt, dass die Brücke unten ist, wenn ein Zug durchfährt und dass sie oben ist, wenn ein Schiff durchfährt. Eines Tages nimmt er seinen gehörlosen Sohn mit auf die Arbeit, der sich sogleich mit Stift, Papier und der Mütze seines Vaters bewaffnet draußen neben die Gleisen setzt. Währenddessen kämpft sein Vater mit einem Stromausfall. Plötzlich jedoch kommt ein Windstoß und weht dem Jungen die Mütze vom Kopf direkt auf einen kleinen Vorsprung. Daraufhin klettert der Junge sofort hinterher. Die Brücke ist zwar oben, doch es nähert sich ein Zug und die Regel besagt das die Brücke drei Minuten vor Zugeinfahrt komplett geschlossen sein muss. Doch dann sieht der Vater seinen Sohn unter der Brücke, dem Tode geweiht, da er die Warnrufe seines Vaters nicht hören kann. Nun muss der Vater sich entscheiden: Opfert er 293 Zuggäste und lässt die Brücke oben oder er opfert das Leben seines Kindes und schließt die Brücke. An dieser Stelle hielt Frau Schütze den Kurzfilm an und fragte uns nach unserer Entscheidung. Dabei sollten wir uns in den Protagonisten hineinversetzen und seine möglichen Gedanken und Gefühle wiedergeben.

Nach einer kurzen Diskussion waren wir uns alle einig, dass es richtig wäre die Brücke herunterzulassen und somit den eigenen Sohn zu opfern. Trotzdem mussten wir uns eingestehen, dass so eine Entscheidung, in so einer Situation zu fällen, viel schwieriger ist, als nur darüber zu reden und zu behaupten man hätte so gehandelt. Die Beziehung des Vaters zu seinem Kind ist nämlich viel größer als die Beziehung des Vaters zu den Zuggästen die er eventuell nicht einmal kennt oder noch nie gesehen hat. Aber auch der Utilitarismus unterstützt diese Entscheidung, da die Entscheidung die Brücke zu senken besser für die Allgemeinheit ist, da mehr Menschenleben gerettet werden und weniger Schaden und Leid verursacht wird. Passend dazu hörten wir uns noch eine Audio über John Stuart Mill, einer der Begründer des Utilitarismus, an und sollten dabei noch ein Arbeitsblatt ausfüllen, dass wir dann auch gleich danach besprachen.

Nach der Besprechung und einer engagierten Diskussion beendete Frau Schütze PÜNKTLICH zum klingeln um 9:20 Uhr den Unterricht 😉

Von Goblins und Priestern

Im tiefen Südwesten Chiles gibt es eine Insel namens Chiloé, welche die Heimat eines unglaublich hässlichen Goblins namens „El Trauco“ und seiner genauso hässlichen Frau ist. Aber obwohl er so hässlich ist, schafft er es dank seiner morphologischen Eigenschaften immer wieder, ein junges Mädchen zu schwängern. Das heißt, von seiner Art her ist er ähnlich wie der christliche Gott, nur lange nicht so berühmt. Soweit so Monogam. Ausserehelicher Sex und die darauffolgenden Nebenwirkungen sind ein verbreitetes Problem aller monogamen Zivilisationen und um nicht alle jungen und schwangeren Frauen an das soziale Stigma zu verlieren und sie verbannen zu müssen, ist es nur logisch eine gesellschaftlich akzeptierte Möglichkeit zu schaffen, die aber das Stigma an sich nicht verliert (darum ist El Trauco auch so betont hässlich). El Trauco ist sozusagen ein Sündenablassschein, um die Bevölkerung langfristig zu erhalten, ein klassischer Succubus. Doch was die Geschichte wirklich besonders macht, ist das, was die Kolonialisierung Chilés durch die Spanier aus dem Goblin machte. Ab da begann der Succubus häufiger die Form reicher Männer und frommer Priester anzunehmen, denn die Konquistadores waren selten für ihre freundliche Behandlung von einheimischen Frauen bekannt. Mit dem Einzug der Vergewaltiger in Chiloé bekam El Trauco die Rolle einer unausgesprochen Vereinbarung, um dem Problem aus dem Weg zu gehen. Aber man muss sich in die Haut der
indigenen Huilliches versetzen: Man konnte nicht die Übermacht der reichen und militärisch überlegenen Spanier überwinden. Und noch weniger konnte man tausende von jungen Frauen mit dem wichtigen Nachwuchs wegschicken. Doch vor allem konnte man nicht nachfragen, was wirklich passiert sei. Was sollen die Frauen denn sagen? Dass sie vom Inselgourverneur vergewaltigt wurden, und sie sein Kind austragen? Da war es für die Menschen das einfachste sich auf das Codewort „El Trauco“ zu reduzieren. Ein Südenablass für die Frau und ein Freifahrtsschein für Männer. Es ist einfacher an einem Goblin zu glauben, als die Wahrheit zu erforschen.

El Trauco (CC2, Wikimedia)

Genau das liegt in der Essenz von allem Glauben. Es ist einfacher nach den Worten des Korans seinen Lebensweg auszulegen, anstatt die intrinsische Sinnlosigkeit der menschlichen Existenz auf den Schultern zu tragen. Zudem ist es wahrscheinlich auch besser, einen Glauben zu leben, anstatt „einen Wissen“ zu leben. Ich halte es für außer Frage, dass jeder Mensch, mit genug kognitiver Fähigkeit zu predigen, auch erkennt, dass es keinen tatsächlichen Sinn in seinem Glauben und Handeln gibt. Jedoch halte ich es für genauso außer Frage, dass jeder an etwas glaubt, auch der hartnäckige Empiriker und Skeptiker muss das machen. Was ist schon die Alternative? Wissen kann man nicht leben, noch weniger mit derart nihilistischem Wissen. Doch mit dem Wissen einen Glauben zu leben, das geht. Das konnten die tausende Inselbewohnerinnen, ihre Kinder und eine ganze Gesellschaft auch. Vielleicht ist es ein deprimierendes Gefühl, mit dem Wissen um diese Fehlerhaftigkeit in jedem Glauben weiterzuleben, aber die Jungfrauen, die im Himmel auf mich warten, gleichen dieses Gefühl wieder aus.

Die technologische Allmacht des Menschen

Tatsachen haben heutzutage in hochtechnologischen Gesellschaften einen sehr relativen Wert. Vor der Möglichkeit der Geschlechteoperation, war es eindeutig und unbestreitbar, ob man Mann oder Frau war. Heute ist mit genügendem Willen das eine, das andere oder alles dazwischen, für den Menschen zu entscheiden. Früher war es unbestreitbar, dass der Mensch stirbt, heute denken die ersten über Pläne nach, wie man den Mensch Mithilfe von Medizin und Robotern auf Nanometergröße faktisch unsterblich macht. Wir haben nur eine Erde, ist seit langem eine eingängige Doktrin, doch bereits in 15 Jahren sollen die ersten Menschen auf dem Mars leben, ganz zu schweigen von den Möglichkeiten, über die manche Wissenschaftler und  Visionare  auf längeren Zeiträumen theorisieren. Auf längere Sicht schafft es die technologische Entwicklung eine durchgehende gesellschaftliche Revolution zu erzeugen, die allen Bereichen des menschlichem Lebens neue, übernatürliche Dimensionen und Möglichkeiten verschafft. Visionäre sprechen nicht mehr über die Kontrolle der Erde sondern über die Kontrolle ganzer Sonnensysteme und Galaxien als langfristige Ziele unserer Zivilisation, wie schon 1964 in der Kardashow-Skala. Heutzutage scheinen diese Ziele immer noch wie science Fiction, aber die technologische Entwicklung der letzen 30 Jahre hat uns gelehrt, dass uns eigentlich keine Grenzen gesetzt wurden, und wir die natürliche Ordnung selbst, wie zum Beispiel die verheerende Macht von Tsunamis oder die unvorstellbar große Energie der Sonne bezwingen und verarbeiten könnten. Wir ordnen unsere Umwelt und die Natur nach unserem Willen, und nutzen sie nach unserem Vorteil aus.

Als noch Religionen die treibenden ethischen Grundsätze diktierten, war es klar geregelt, wie die Beziehung des Menschen zu der Natur zu sein hatte, nämlich unterwürfig und respektvoll gegenüber „Gottes Werk“. Denn im Grunde hatte die Natur eine Rolle als Sprachrohr des Willen Gottes, zudem waren Naturkatastrophen und Krankheiten derart übermächtig, dass sie eine wahnsinnige Furcht in Menschen auslösten. Diese Dynamik ist nicht mehr gegeben und überlässt uns mit mehr Verantwortung als je zuvor: denn nun entschieden wir, was geschieht, wie die Zukunft einer Erde, eines Sonnensystems oder gar einer Galaxie aussieht, und wir müssen damit sorgfältig umgehen und endlich eine wie ein Loch klaffende Frage in der Menschheitsgeschichte lösen: was ist unser Ziel als Zivilisation? Wie soll unsere Zukunft langfristig aussehen? Wie stark sollten, wollen oder dürfen wir die bereits vorhandene Welt verändern?

Erst mit dieser Antwort kann entscheiden werden, nach welchen Maximen die Allmacht der technologischen Entwicklung eingesetzt werden soll. Soll, zum Beispiel, das Wohlergehen aller Menschen an erster Stelle stehen? Oder ist eine bestimmte Maschine das ziel, eine Simulation unserer Selbst zum Beispiel? Diese Antwort zu finden hat keine höchste Dringlichkeit, weil wir zwar in unserem technologischem Stand zwar in der Lage sind, ausserordentliches zu vollbringen, aber längst keine Allmacht mitsamt Unsterblichkeit und Kontrolle über Sonnensysteme genießen. Es ist lediglich schon vorauszuahnen, dass es in einiger Zukunft der Fall sein könnte.

 

Was denkt ihr, was für Prioritäten sollte sich die Menschheit setzten, in Anbetracht der technologischen Allmacht, die uns im Laufe der Zeit zu Verfügung stehen wird?

 

Ziele als Grund unseres schulischen Misserfolges

,Es gibt wenig, das schon seit langen so kritisiert wird, wie die deutsche Schulpolitik (außer in Bayern natürlich (;  ). Ich behaupte, dass unter anderem die viel zu frühe Frage nach Ziele im Leben, der Grund für die Mißlage viel zu vieler Schüler in Deutschland ist.

Schon von Beginn an werden wir gefragt „ja was willst du denn später mal werden“. Das ist zunächst mal nicht verwerflich, jedoch begleitet uns die Frage bis zum Ende der Schulzeit. Am Ende stehen die meisten Schüler da und treffen auf den letzen Drücker eine Entscheidung, die noch nicht einmal für sie selbst zufriedenstellend ist.

Die schulischen Ziele die wir uns setzen sind selten unsere eigenen. Schule ist zu einer Ausbildungsmaschinerie geworden. Vorne rein und hinten wieder raus. Doch was ist das Ergebnis? Unmotivierte Gymnasiasten, die ernsthaft sagen sie wollen Abitur. Das Ziel Abitur ist eine uns eingeprägte Notwendigkeit der Politik, damit Deutschland mit hundert tausenden Abiturienten und den daraus hervorgehenden Studenten im internationalen Vergleich als Gewinner hervorgeht. Tatsache jedoch ist, dass wir nur äußerlichen Schein wahren. Längst nicht alle Schüler sind für das Niveau eines Gymnasiums geeignet, welches trotz mancher teilweise vorherrschenden Meinungen, immer noch höher als das von Haupt- oder Realschule ist. Das führt zu schlechten Noten. Viel schlimmer noch, der Druck, den wir sowieso schon durch die Gesellschaft erfahren, wird nur noch größer. Wir können uns kaum noch mit uns selbst beschäftigen, kaum noch entfalten, geschweige denn mit den relevanten Dingen des Lebens beschäftigen. Nicht, weil wir keine Zeit dazu hätten, Nein – Freizeit haben wir in meinen Augen immer noch reichlich – die Schule sollte die Aufgabe haben uns die relevanten Dinge des Lebens ans Herz zu legen, uns zu motivieren dass wir uns wirklich Gedanken machen über das Wichtige in unserem Leben und nicht dass wir nur etwas nachplappern das sowieso jeder Unqualifizierte behauptet. Wo ist die Fantasie, wo die Kreativität, und vor allem, wo die Leidenschaft? Kunst, Musik- und Sportunterricht sind nur noch Schatten ihrer selbst. Da weiß doch niemand mehr, wozu gibt es das überhaupt noch?! Vor kurzem stand unter meiner Englisch Arbeit, ich solle doch mehr von dem in den Aufsatz einbauen, was wir im Unterricht behandelt haben. Ich pass doch nicht im Unterricht auf, wenn mir nur das erzählt wird, worauf ein Grundschüler mit ein wenig nachdenken kommt.

Wenn wir schon bei Grundschülern sind. Auch hier zeigt sich, dass wir viel zu früh mit Zielen konfrontiert werden. Wie bitte soll ein 10-Jähriger wissen ob er gut genug ist für eine höher qualifizierte Schule oder nicht. Und woher soll ein 10-Jähriger wissen ob er für sein späteres Berufsleben Abitur braucht. Die Grundschulempfehlung wurde doch bestimmt nur deshalb abgeschafft, damit noch mehr ihr Abitur haben

Sobald du in der Oberstufe angelangt bist, willst du den Unfug doch sowieso vollends durchziehen. Dann kannst du dich die zwei Jahre ja auch noch durchquälen- ist dann ja auch egal (Vorsicht, leichter Anflug von Sarkasmus!!). Bis zum Zeitpunkt des Abiturs haben die Wenigsten sich wirklich angestrengt, kaum was gelernt, haben sich mit schlechten Noten zufriedengegeben, weil sie wussten dass Abitur doch eigentlich nur ein Abschluss ist mit dem man danach etwas mehr Geld verdienen kann als andere. Letztlich nehmen wir doch kaum was mit. Vor allem aber deshalb, da wir nur im geringen Anteil das angeboten bekommen, was wir wirklich brauchen. Dementsprechend ist den meisten doch egal was vor der Tafel erzählt wird. Es ist selbstverständlich trotz dessen möglich gute Noten zu schreiben. Doch sind es nur erfolglose Erfolge. Deswegen sehe ich Erfolg als Nachhaltigkeitsbegriff. Erfolg in der Schule heißt demnach nicht gute Noten zu schreiben, sondern sich zu entwickeln. Nur wie soll das gehen, wenn wir nicht von dem bestehendem Schulsystem dabei unterstützt werden. Genau deswegen haben sowenige Abiturienten keine Ahnung was sie machen sollen. Sie sind sich in ihrer Entscheidung nicht sicher.

Wir sollten uns nichts vormachen. Ziele sind viel zu oft trügerisch und führen uns nur in die Irre. Letztlich haben wir nichts davon, sind unglücklich und deprimiert. Vor allem müssen wir aufpassen das wir uns nicht selbst belügen wenn wir uns Ziele setzen, und uns immer die Frage stellen: „Will ich das überhaupt?  Bringt mich das weiter?“ Ich bin der Meinung, dass es einen größeren Nutzen nach sich zieht jeden Moment für sich zu betrachten, jeden Moment als Ziel zu sehen. Umso überraschter ist man am Ende wie weit man doch gekommen ist. Es gibt keine Enttäuschung, nur  Überraschungen. Wenn du dir Ziele setzt, verdirbst du dir die Leidenschaft und dich selbst, weil du dich selbst vergisst. Pass allerdings auf, dass du die Frist nicht überziehst. Nimm alles hin wie es kommt, und entscheide dann. Erfolg misst sich an Qualität, und nicht an Quantität.

Was denkt ihr über das Thema?                                                                                                                Findet ihr ich habe recht, oder liege ich eurer Meinung nach nicht richtig?                                                  Könnt ihr etwas mit dem Beitrag für euch persönlich etwas anfangen?                                                      Wie müsste man das Schulsystem ändern?

Schreibt doch  in die Kommentare. Es interessiert mich brennend was ihr antwortet.

Euer

Achtungdenken

Luzides Träumen – Bin ich wach?

„Eins, ich träume, zwei, ich träume, drei, ich träume, vier, ich Träume (…) 100, ich träume“

Ich fand mich in einer Wüste wieder, an einer Oase, und spürte den heißen Sand unter den Füßen und den warmen Wind der mir durchs Gesicht wehte. Ich nahm das beruhigende Rascheln der Palmenblätter bewusst war und verspürte eine Gelassenheit, die ich selten kannte. Als ich in die Luft sprang und mich drehte veränderte sich die Szenerie und ich befand mich auf einem schneebedeckten Berg, in Shorts und T-Shirt, ohne dabei unangenehme Kälte zu verspüren. Es wurde alles unscharf bis alles verschwamm und ich aufwachte.

So in etwa kann man sich meinen ersten Traum vorstellen, den ich vor 2 Jahren bewusst wahrgenommen habe. Ich habe luzid geträumt. Doch um was handelt es sich beim luziden Träumen und was kann man durch das Abtauchen in selbstkreirte Welten erreichen?

Ein luzider Traum / Klartraum ist ein Traum, in welchem der Träumer sich darüber im Klaren ist zu träumen.  „Klarträume sind solche Träume, in denen man völlige Klarheit darüber besitzt, daß man träumt und nach eigenem Entschluß handeln kann.“, so die Definition von  Paul Tholey, dem bedeutendsten deutschen Klartraumforscher.

Die Fähigkeit, Klarträume zu erleben, haben vermutlich alle von uns , und man kann lernen, diese Träume gezielt herbeizuführen.

 

Vielen ist vermutlich der Film „Matrix“ bekannt und die Szenen, in denen Neo die unglaublichsten Sachen zustande bringen konnte. So verhält es sich auch bei Klarträumern, erfahrene Träumer sind in der Lage ihre Traumwelt nach Belieben zu gestalten und auch physikalische Gesetze spielen dabei keine Rolle.

Denjenigen, denen Klarträumen zum ersten Mal ein Begriff ist, mag das alles bisher genannte als esoterischer Humbug erscheinen, jedoch wurde luzides Träumen seid den siebziger Jahren wissenschaftlich untermauert. Mithilfe von Versuchen ließ sich die Existenz von luziden Träumen anhand von willkürlichen Augenbewegungen der Träumer nachweisen.

Luzides Träumen wird von manchen Sportlern dazu verwendet, um ihre Techniken zu verbessern und bestimmte Bewegungsabläufe noch bessr einzuprägen. Ich habe das luzide Träumen oft dazu verwendet meine Ängste zu überwinden und meine Selbstwahrnehmung und damit mein Selbstbewusstein zu stärken, in dem ich mich extra in für mich unangenehme Situationen währen des Träumen begeben habe, um diese Konfrontationen vertrauter zu machen und damit zu trainieren. Man kann luzides für die Erweiterung seiner Kreativität nutzen, so ist bekannt, dass die Werke vieler Künstler durch deren Klarträume inspiriert wurden. So zum Beispiel Salvador Dali, viele seiner Werke sind Traumbilder. Selbst Albert Einstein soll durch luzides Träumen auf die Relativitätstheorie gestoßen sein.

Umso erstaunlicher stellt sich mir die Frage: wieso luzides Träumen trotzdem heutzutage noch so unbekannt ist. Aristoteles war der erste, der das Phänomen des Klartraums beschrieben hat und für alle Naturvölker ist das Klarträumen tief in deren Kulturen verankert und oft messen sie diesen Träumen mehr Bedeutung bei als der realen Welt. Luzides Träumen ist somit keine neue Erfindung und wird bereits seit tausenden Jahren bewusst praktiziert. Liegt es daran, dass die meisten Menschen der westlichen Welt heutzutage Träumen keinerlei besondere Bedeutung beimessen? Dass wir uns selbst immer fremder werden? Denn luzides Träumen und Träume im allgemeinen sind unter anderem der beste Weg sich wirklich Kennenzulernen und Kontakt mit dem Unterbewusstsein herzustellen.

Wie seht ihr das?

Quellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Klartraum

http://www.perfect-lifestyle.net/mental-training/luzides-traeumen-klartraum

 

 

 

 

 

Kann der Konsument die Welt verändern?

Viele von uns Schülern (und Lehrern) haben schon Werbung und/oder Vorträge über Fairtrade gesehen, und dabei gehört, wie wichtig es sei, darauf zu achten, was man kauft. Es scheint durchaus vernünftig zu sein, aber bringt es denn wirklich etwas?

Der ursprüngliche Sinn hinter Fairtrade ist der faire Handel mit den Bauern. Da aber durch mehr oder wenig schwammig formulierte Regeln viel „geschummelt“ werden kann, sodass entsprechende Produkte nur zum Teil fair sind, ist es fraglich, ob es efizient ist derartige Produkte zu kaufen.  Ähnlich ist es auch bei den biologisch unbedenklich angebauten/erzeugten Landwirtschaftlichen Produkten, den BIO-Produkten. Nur weil es ein solches Produkt ist, heißt es nicht, dass es den Zweck erfüllt, dass es ein „gutes“ Produkt ist.

Es stimmt zwar, dass nicht alle in ihrer Kategorie so einzuordnen sind, wie sie den Anschein geben, aber es gibt durchaus Produkte, die durchaus ehrlich fair, BIO, oder auch mit Verzicht auf Kinderarbeit uä., produziert werden. Daraus folgert, dass es doch etwas bringen müsste, wenn man diese Produkte kaufen würde, was aber Recherche voraussetzt, da man sonst die richtigen Produkte nicht finden würde.

Aber die Frage steht nach wie vor im Raum: Kann man so die Welt (zumindest etwas) verändern?

Die Antwort darauf ist klassischerweise oft diejenige, dass eine einzelne Person wohl wenig ändern kann, insofern nicht viele, wenn nicht sogar alle Konsumenten, denen es möglich ist mit einsteigen. Der Plural ist hierbei also wichtig. Die Konsumenten könnten einen großen Druck auf den Markt ausüben, der, da er von ihnen abhängig ist, sich anpassen müsste, und so auf fairtrade, BIO, etc. umsteigen müsste.

Allerdings sind dabei zwei große Probleme zu beachten:

Zum einen ist es schwer, und wie die Statistik zeigt unwahrscheinlich, dass genügend Konsumenten auf dementsprechende Produkte umsteigen umsteigen. Schuld daran könnte neben dem Unwillen der Käufer auch der Einfluss des Marktes auf den Konsumenten sein, sei es durch Werbung, Angebote usw.

Zum anderen, was an sich ein viel größeres Problem darstellt, steigt der Bedarf an Lebensmitteln und andere Konsumgütern, der oft nur durch bedenkliche Verfahren gesättigt werden kann. Daher ist es auch schwierig die resourcenaufwändigen „guten“ Verfahren auszubauen.

Der Markt hat seine Eigendynamik, und obwohl der Konsument, als ein kleines Rad im Gefüge, einen gewissen Einfluss haben kann, so sind solche Faktoren von außen ausschlaggebender. Daher muss ich sagen, der Konsument, kann schon etwas ändern, man muss aber hart daran arbeiten.

Political Correctness, das Ende der Meinungsfreiheit?

Wer ein bischen im Intenet unterwegs ist, der hat bestimmt schon gesehen, wie viele sich aufregen, weil sie zB. ein Post oder Kommentar als Beleidigung gegenüber von Frauen oder Ethnischen Gruppen empfinden. Hierbei sieht man einen gewissen „Trend“ zur Political Correctness. Dementsprechend wird auch gefordert, sich politisch korrekt auszudrücken. (Was in den Fällen „korrekt“ ist scheint vom Auge des Betrachters abzuhängen)

Was heißt Political Correctness eigentlich?  Es bedeuted, dass  „Ausdrücke und Handlungen vermieden werden sollten, die Gruppen von Menschen kränken oder beleidigen können (etwa bezogen auf Geschlecht oder Hautfarbe).“    Definition aus Wikipedia

Bei diesem aufkommendem Trend, scheint auch eine gewisse Hypersensibilität mitzuwachsen, die dazu führt, dass manche Kommtentare, missverstanden werden, oder überinterpretiert werden. Auch scheinen viele beleidigt zu sein, auch wenn sie nicht selbst zu der angesprochenen Gruppe gehören. Politisch inkorrekt zu sein droht zu einem Tabu, zu einer „schweren Sünde“ zu werden.

Wer dann nicht unter einem sogenannten „Shittstorm“ enden will, der muss sein Kommentar, seine Erörterung, Essey etc., so ethnisch religions- und geschlechtsneutral usw.  durchdeklinieren, dass keine Gruppe als solche angesprochen und sich so nicht angegriffen fühlt.

Allerdings ist es notwendig, für Politik und Gesellschaft, dass man bestimmte Gruppen ansprechen darf, ohne auf politisch inkorrekt verurteilt zu werden. Die meisten Gruppen sind unterschiedlich, und müssen unterschiedlich behandelt werden. Dazu müssen diese zuerst in einer Rede Stellungnahme beziehen, die diese Gruppe auch als schwächer (in welcher Weise auch immer gemeint) bezeichnen darf, um diese Schwäche zu beheben.

Mit Political Correctness ist auch meistens der Bezug zu einer Ethnischen Gruppe gemeint. Zum Beispiel ist es selbstverständlich, dass man heute nicht mehr „Neger“ sagt, da es nicht korrekt ist. Aber heutzutage scheint es, dass man Angst hat, als rassist, als politisch unkorrekt zu gelten, dass man eine Bezeichnung einer Ethnischen Gruppe völlig umschweifen muss.

Viel, was heutzutage mutmaßlich gegen die  „Political Correctness“ verstoßen soll, könnte demnach also auch nur Hypersensibilität und Angst vor Anfechtung sein, richtig?

Nicht unbedingt! Wohngegen, man normal und sachlichformulierte notwendige Themen ansprechen muss, und dabei oft gegen Hypersensibilität stößt, so ist auch zu bedenken, dass es auch gewaltige Verstöße gegen die tatsächliche Political Correctness gibt, welche an Volksverhetzung (etc.) grenzen können. Sei es zum beispiel Neo-Nazis oder Pro-Patriarchen usw., die tatsächlich anstößige Kommentare liefern.

Es ist zwar wichtig, auf politikal Correctness zu achten, aber für den Leser, Den Hörer ist es mindestens ebenso wichtig, nicht hypersensibel und sachlich jenes Statemanet zu reflektieren.

Aber wie seht ihr dass? Hab ich übertrieben oder evntl. sogar untertrieben?

Handys im Unterricht

Jeder kennt es, man sitzt im Unterricht und da klingelt etwas hier schreibt jemand am Handy und sich auf den Unterricht zu konzentrieren ist schwer.

Doch können Handys auch eine gute Möglichkeit sein, um neue Unterrichtsmethoden einzuführen ?

In diesem Thema unterscheiden sich wahrscheinlich die Meinungen der meisten Lehrer zwischen denen der Schüler. Manche Schulen setzten voll und ganz auf moderne Medien. Sie verwenden beispielsweise Tabletts anstatt Bücher und nutzen interne Schulnetzwerke um mit den Schülern in Kontakt zu bleiben.

So fortschrittlich ist unsere Schule zwar nicht, aber auch bei uns benutzen manche der Lehrer Handys im Unterricht, um mal kurz eine Antwort auf eine Frage zu suchen, oder um für einen Vortrag im Internet zu recherchieren. Auch im Ethikunterricht haben wir eine kleine Fragerunde auf Twitter gestartet, welche allen Schülern gefallen hat und gleichzeitig den Unterricht nicht behindert, sondern weitergebracht hat.

Meiner Meinung nach können solche kleinen Einflüsse der modernen Medien in den normalen Unterricht bereichernd wirken und das ganze interessanter gestalten. Voll und ganz auf die modernen Medien zu setzen finde ich allerdings auch nicht gut. Vor allem in den unteren Klassen wäre meiner Meinung nach aber eine Unterrichtseinheit die den Umgang mit den modernen Medien und vor allem auch mit dem Handy veranschaulicht und gleichzeitig auch die Gefahren die damit verbunden sind aufzeigt, denn oftmals sind die jüngeren Schüler oft noch sehr unerfahren und sich den Gefahren nicht bewusst.

Was meint ihr, sollten mehr Handys im Unterricht verwendet werden ?

Was sagt ihr zu meinem Vorschlag für eine kleine Schulung für den Umgang mit Handys ?

Sollten Handys ganz im Unterricht verboten werden ?

 

Musik als Motivation im Alltag

Musik begleitet die Menschen schon über Jahrhunderte hinweg und ist schon immer dazu da gewesen um Menschen zu unterhalten und positiv zu stimmen. Für viele Menschen ist die Musik von großer Bedeutung, ob sie nun von Personen selbst gespielt oder produziert wird oder ob von Menschen produzierte Musik von anderen gehört wird. Bei vielen musikbegeisterten Menschen nimmt diese auch einen großen Teil ihrer Freizeit und oder ihres Arbeitslebens ein. In diesem Beitrag möchte ich aber um die Fähigkeit der Musik, Menschen positiv zu stimmen und ein so positive Gefühl zu vermitteln, ansprechen.

Jeder sollte es kennen, man hat mal wieder so einen Tag an dem nicht alles total problemlos abgelaufen ist oder man selbst vor einer Aufgabe steht, für die einem in diesem Moment einfach die nötige Motivation fehlt um diese zu lösen. Sei es im Sport, auf der Arbeit oder in der Schule. Die richtige Musik, die den Geschmack der unmotivierten Person trifft, kann hier Wunder bewirken. Wenn ich unter der Woche, total müde, um 6 Uhr aufstehe, um mich für die Schule fertig zu machen, fehlt mir oft die Motivation für den Tag. Meine Rettung ist hier die Busfahrt bis zur Schule. Hierbei höre ich immer meine momentane Lieblingsmusik. Bei Sport gibt es für mich auch nichts was mich mehr motiviert als Musik. Ich könnte noch einige Situationen mehr aufzählen, in denen mich Musik weiter gebracht hat.

Würde mich mal interessieren was für ne Rolle Musik in eurem Leben spielt!