November 26

Protokoll vom 21.11.2016

Stundenprotokoll Ethik K1/1  21.11.16  9:40-11:15

Referentin: Sü

Kurs vollständig anwesend (14 Schüler)

Verfasserin: Freiheit

Gliederung der Doppelstunde:

  1. Lebensziele
  2. Glückseligkeit
  3. Mesotes
  4. Organisatorisches
  1. Lebensziele:

Wir bekamen ein Arbeitsblatt, auf dem wir die Lebensziele markieren sollten, die uns wichtig sind. Danach haben wir Gummibärchen bekommen, um damit für diese Ziele zu bieten. Man hatte insgesamt nur 12 Gummibärchen und wenn man auf ein Ziel geboten hat und es „ersteigert“ hat, durfte man die Gummibärchen essen und sie nicht weiter einsetzen.

AB:

  1. erfolgreiches Bestehen des Abiturs
  2. sinnvolle Berufswahl
  3. Gesundheit
  4. Reichtum
  5. sportliche Fitness
  6. soziales Ansehen
  7. aufregende Erlebnisse und Abenteuer
  8. intellektuelle Leistungsfähigkeit
  9. praktisches Geschick
  10. beständige Freundschaften
  11. körperliche Schönheit
  12. harmonische Partnerschaft
  13. soziales Engagement
  14. anregende Berufstätigkeit

Wir haben darüber geredet, warum manche kein Ziel „ersteigert“ haben und manche dafür zwei und kamen zu dem Entschluss, dass es darauf ankommt, wie viel Einsatz man zeigt und für was. Man soll einen Ausgleich finden, eine innere Mitte.

2.Glückseligkeit

Wir lesen ein Arbeitsblatt zu Aristoteles und seiner Definition von Glück.

Aufschrieb zu Aristoteles:

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Laut Aristoteles ist das höchste Ziel die Glückseligkeit. Wir können sie jedoch nicht direkt erreichen, sondern schaffen es nur, uns ihr anzunähern.

  1. Mesotes

Laut Aristoteles ist Mesotes die Mitte zwischen zu viel und zu wenig „Einsatz“. Der „mittlere Weg“, ist laut ihm, der richtige Weg zum Glück. Wir überlegten, welche Tugenden noch heute gelten und uns fallen Folgende ein:

 

Übermaß Mitte Mangel
Tollkühnheit                                               Tapferkeit Feigheit
Zügellosigkeit Besonnenheit Stumpfheit
Verschwendung Freigebigkeit Geiz
Gleichgültigkeit Toleranz Intoleranz

 

Aufdringlichkeit Höflichkeit Unhöflichkeit
Überpünktlichkeit Pünktlichkeit Unpünktlichkeit
Wahrheitsaffinität Ehrlichkeit Lüge
„Workaholic“ Tüchtigkeit Faulheit
 ? Fairness Unfairness
 ? Gerechtigkeit Ungerechtigkeit

 

 

3 Mitschüler vervollständigen diesen Aufschrieb und ergänzen unsere weiteren Vorschläge.

Wir lesen S.101 im Kolleg Ethik Buch und bearbeiten die Aufgabe 10. Wir erfahren etwas über den Exzess (als Übermaß) nach Montainge.

Der Exzess widerspricht Aristoteles Mesotes-Theorie insoweit, da er das Übermaß darstellt und gesagt wird, dass man ihn erfahren und nicht scheuen soll, da er Genuss und Intensität bringt, und nicht, wie bei Aristoteles, der sagt, man solle ihm aus dem Weg gehen und eher eine Mitte finden. Er dient auch dazu, Gewohnheiten wieder loszuwerden. Wir kommen zu dem Entschluss, dass der Exzess nicht unbedingt schlecht ist und dass man ihn erst kennen muss, um auch die Mitte (Mesotes) zu kennen.

4.Organisatorisches

Wir stimmen darüber ab, ob wir die anstehende Klassenarbeit mit oder ohne Hefter schreiben. 12 Leute stimmen für „mit Hefter“, zwei Personen ist es egal.

November 20

Protokoll 14.11.2016

Stundenzusammenfassung vom 14.11 K2/1

  • Referentin: Sü
  • 11 Schüler anwesend
  • Verfasser: zzwergie

Gliederung der Stunde:

  1. Organisatorisches
  2. Solingen und Straftheorien (Besprechung)
  3. Zweck von Strafen
  4. Strafen in der Vergangenheit
  5. Todesstrafe weltweit

Organisatorisches

Die Arbeit geht über das Thema: Recht und Gerechtigkeit

Besprechung Solingen und Straftheorien (AB)

-> Klärung, welche Straftheorie welche Aussage/ welches Urteil vertritt.

a) Absolute Straftheorie, Rache/ Vergeltung

b) Relative Straftheorie mit Generalprävention

c) Absolute Straftheorie, Vergeltung

d) Relative Straftheorie, positive Spezialprävention -> Resozialisierung

e) Täter- Opfer Ausgleich

f) Relative Straftheorie, negative Spezialprävention -> Denkzettel

Dann haben wir das tatsächliche Urteil durchgelesen, welches lautet: Zehn Jahre Jugendstrafe gegen drei der Angeklagten (16, 17, 19), die zum Tatzeitpunkt noch nicht 21 Jahre alt waren und 15 Jahre Haft für den zum Tatzeitpunkt bereits Erwachsenen (General- und Spezialprävention). Meinungen die aus unserem Kurs stammen: „Nur weil es als Abschreckung wirken soll ist diese hohe Strafe ungerecht“, „Nur Gefängnis bringt nichts, eine kürzere Haftzeit und Sozialstunden/ eine Therapie wären sinnvoller“.

Zweck von Strafen

  • Nachdenken über die Tat
  • Resozialisierung des Täters
  • Abschreckung des Täters und möglicher Nachahmer
  • Ausgleich für Opfer/ Vergeltung der Tat (Gerechtigkeit)
  • Prävention
  • Schutz der Gesellschaft

Welche Strafen wurden in der Geschichte verhängt?

-> Hierzu schauten wir uns einen Film an und mussten mitschreiben

  • Pranger: Jemanden öffentlich bloß stellen -> Verlust von Ansehen/ Würde
  • Spiegelstrafe: Gleiches/ ähnliches erleiden der begangenen Tat z.B. Dieb -> Hand abhacken
  • Enthauptung/ Guillotine: Schneller Tod
  • Kreuzigung: Langer und Qualvoller Tod, diente zur Demütigung, wurde nur bei Sklaven/ nicht römischen Menschen angewendet
  • Hexenverfolgung (40.000- 60.000 Tode): Verbrennung auf Scheiterhaufen, Folter
  • Öffentliches Kahlscheren von Frauen: Diente zur Demütigung, hauptsächlich während des 2. Weltkriegs
  • Todesstrafe

-> Man kann sehen, dass hauptsächlich absolute Straftheorie/ negative Spezialprävention angewendet wurde

Todesstrafe weltweit

-> Hierzu hörten wir folgenden Beitrag an : http://www.br.de/radio/bayern2/wissen/radiowissen/todesstrafe-exekution-strafrecht100.html

USA:

  • 60% für Hinrichtungen
  • Am liebsten unauffällig und schnell -> ärgern sich über fehlgeschlagene Hinrichtungen
  • ungleicher Umgang mit Todesstrafe in ganz USA

Befürworter:

  • Manche haben es nicht verdient zu leben

Neue Umfragen zeigen aber, dass immer mehr gegen die Todesstrafe sind

Kritik:

  • wirkt nicht
  • keine gleiche Verurteilung
  • trifft auch unschuldige

 

China:

  • Zahl der Exekutionen sind Staatsgeheimnis
  • Zorn über Verbrechen wie z.B. Korruption so gewaltig, dass sie für Todesstrafe sind
  • In China gibt es 55 Verbrechen die zur Todesstrafe führen

Kritik:

  • Im Fall von einem Urteil kann man einen Unschuldigen nicht mehr retten
  • Zeigt wenig Wirkung (nicht Abschreckend für Verbrecher)

Exekutionszahlen sinken

-> Chinesen wollen nicht auf Todesstrafe verzichten

 

Iran

  • Hinrichtungen erfolgen öffentlich-> Verurteilte bekommen Schlinge um den Hals und werden dann mit einem Baukran langsam nach oben gezogen (Tod nach 10-15 Minuten)
  • Verurteilte können von Opfer/ Familie des Opfers begnadigt werden
  • Drogenkonsum, Homosexualität, Ehebruch -> Verbrechen wie zum Tod führen

Kritik

  • Trotz Strafe bleibt Drogenkosum gleich -> Keine Abschreckung

 

 

Danach wurden wir in Gruppen eingeteilt um Gründe für und Gründe gegen die Todesstrafe zu finden

Gründe dafür:

  • Abschreckung
  • Schutz der Gesellschaft
  • Manche verdienen es nicht zu leben
  • Gerechtigkeit
  • Erlösung des Täters
  • Besser als grausame Strafen
  • Show (früher)
  • Ausgleich für Familie des Opfers

 

Gründe dagegen:

  • höhere Kosten
  • Unschuld
  • Komplikationen/Qual
  • Recht auf Leben -> Menschenwürde
  • keine Abschreckung
  • Rassismus

 

November 18

Protokoll vom 14.11.2016

Stundenprotokoll Ethik K1/1  14.11.16  9:40-11.15

Referentin Sü

Kurs vollständig anwesend (14 Schüler)

Verfasserin: Glueck

Gliederung der Doppelstunde:

  1. Organisatorisches
  2. Empathiespiel „Glück“
  3. Glück haben – glücklich sein
  4. Das Wesen des Glücks

 

Empathiespiel „Glück“:

Das Empathiespiel funktioniert so, dass jeder Schüler nacheinander eine Karte mit einer Frage oder Aussage zieht. Diese wird laut vorgelesen. Man muss sich nun überlegen, ob man „ja“, „nein“ oder seinen Joker legt. Den Joker darf man nur einmal im Spiel benutzen. Gleichzeitig muss man einen Tipp abgeben wie sich die anderen entscheiden werden. Ist der Tipp richtig „gewinnt“ man die Runde.

Unser Spiel lief so ab:

(Bei Vermutung sind hier natürlich nur meine eigenen Vermutungen)

 

Frage/ Aussage Vermutung:

 ja

 

 nein

Tatsächlich:

 ja

 

 nein

Es ist die erste Pflicht sich selbst glücklich zu machen. Ist man selbst glücklich, macht man auch andere glücklich. 10 5 9 6
Glück gleicht durch Höhe aus was ihm an Länge fehlt. 7 8 4 8
Jeder Mensch kann sich selbst glücklich machen, indem er seine Einstellung ändert. 9 4 1 14
Freundschaft ist das Wichtigste im Leben. 9 5 6 7
Der gesunde Mensch erlebt Glück wenn er anderen gibt. 9 6 11 4
Glück ist immer da, man muss es nur ergreifen. 5 10 6 8
Um Menschen glücklich zu machen soll man ihrem Reichtum nichts hinzufügen, sondern ihnen einige Wünsche wegnehmen. 9 5 8 4
Glück kann nur im Rückblick erkannt werden. 4 11 4 11
Können böse Menschen glücklich sein? 8 7 14 1
Ist es besser schön als intelligent zu sein? 2 12 2 13
Was immer geschieht, es liegt an uns Glück oder Unglück darin zu sehen. 10 5 11 3
Ist der Mensch fähig ein glückliches Leben zu führen? 15 0 12 1
Nicht Unglück sondern Langeweile ist das Gegenteil von Glück. 4 10 2 13
Das Wichtigste im Leben ist Glück in der Liebe. 10 5 2 12
Glück ist gut für den Körper, aber Kummer stärkt den Geist. 6 9 8 6

 

Glück haben-glücklich sein:

Nach dem Spiel beschäftigten wir uns mit dem Unterschied zwischen Glück haben und glücklich sein.

Robin hat dazu unsere Beiträge an der Tafel gesammelt:

Glück haben

-zufällig

-zeitlich begrenzt

-nicht beeinflussbar

(-Gesundheit, Unfall gut überstehen)

-relativ

-situationsabhängig

 

glücklich sein

-Einstellung

-längerer Zeitraum

-beeinflussbar

-eigene Einstellung und Umfeld

Glück als Lebensziel

Über den Punkt ob Gesundheit wirklich zum unbeeinflussbaren „Glück haben“ gehört  gab es eine kleine Diskussion. Wir kamen überein, dass man durch eine gesunde Lebensweise und Vermeidung bestimmter Risiken durchaus ein gesünderes Leben führen kann, aber bestimmte Krankheiten wie Krebs nicht zu beeinflussen sind.

Das Wesen des Glücks:

Wir beschäftigten uns danach mit Aristoteles Theorie über das Wesen des Glücks. Dazu bekamen wir die Kolleg Ethik Bücher und lasen auf den Seiten 94-95 die Quellen M1, 2, 3 und 4 und beantworteten die ersten drei Aufgaben.

Insgesamt sind wir zu diesem Ergebnis gekommen:

Aristoteles unterscheidet zwischen der Sinn stiftenden Funktion der reinen Tätig-seins und dem Ergebnis des Tätig-seins.

Zudem hat das Tätig-sein oft nicht nur ein Ergebnis/Ziel sondern noch notwendige Zwischenziele.

Beispiele:

Sattlerhandwerk- Reitkunst- Kriegsführung

gute Noten- erfolgreicher Abschluss- Ausbildung/ Studium- guter Beruf

Metallgewinnung- Weiterverarbeitung- Herstellung eines Autos

 

Das Tätig-sein lässt sich in zwei verschiedene Bereiche unterteilen:

Herstellen (poesis) Handeln (praxis)
-um eines anderen Willen -um seiner selbst Willen
-Ziel: Produkt -Ziel: Prozess
-wie werden Dinge gemacht? -wie wird gehandelt?
= Technik (Künste) = Politik, Ethik

 

 

November 13

Protokoll vom 07.11.2016

Protokoll vom 07.11.16, 9:40-11:15 Uhr

Lehrerin: Frau Schütze

Verfasser: Mitgefuehl

Gliederung:

  1. Film „Hannah Arendt“ zu Ende schauen
  2. Meinungen zu dem Film vergleichen
  3. Aufgaben zum Film bearbeiten
  4. Zwillings- und Hirnforschung
  5. Freiheit aus Sicht der Biologie, Psychologie und Soziologie

1. Zuerst haben wir das Ende des Films „Hannah Arendt angeschaut, welchen wir die Doppelstunde zuvor angefangen hatten.

2. Anschließend sollte sich jeder seine erste Meinung zu dem Film überlegen und diese verglichen wir dann. Wir kamen am Ende zu dem Ergebnis dass an dem Film positiv war, dass er echte Ausschnitte aus dem Prozess zeigte. Zudem ist der Film nicht so langweilig wie es erwartet wurde, da er sehr praxisbezogen ist und man alles leichter nachvollziehen konnte.

3. Aufgabe 1 a) Arendts Philosophie besagt, dass Böses entsteht wenn man aufhört zu Denken.

Aufgabe 2 a) Adolf Eichmann hat während der NS-Diktatur die Züge koordiniert und die Juden in die Konzentrationslager gebracht. Er wurde später in Brasilien festgenommen und in Israel angeklagt. Während diesem Gerichtsprozess war problematisch, inwiefern die Taten des einzelnen Mannes vor Gericht standen oder ob das ganze ehemalige System verurteilt werden sollte. Arendt meinte über Eichmann, er sei überraschend normal und wirke nicht so wie sie sich einen Nazi vorgestellt hatte.

Aufgabe 2 b)

Psychologische Determination:

-> Negierung der Verantwortlichkeit durch diese Argumentation:

  • ihm war egal was bzw. wen er in seinen Zügen transportierte
  • hätte er es nicht getan, hätte es eben ein anderer gemacht
  • er sei nicht verantwortlich gewesen für das, was nach der Zugfahrt passierte

Soziologische Determination:

  • er war militärisch erzogen
  • strenger Vater -> er war es gewohnt Befehle entgegen zu nehmen und diese einfach auszuführen

4.    Hirnforschung:

Das Gehirn weiß schon einige Sekunden vorher wie es sich entscheiden wird, als es einem selbst überhaupt bewusst wird. Mit Hilfe der Messung der Gehirnströme lassen sich die Entscheidungen bereits 10 Sekunden vorher feststellen. Das bedeutet, dass das sogenannte Bereitschaftspotential schon früher da ist. Es besteht allerdings die Möglichkeit einer kurzfristigen Umentscheidung des Gehirns.

Zwillingsforschung:

Eineiige Zwillinge gleichen sich in ihren Persönlichkeitsmerkmalen und in ihrem Verhalten sehr stark während zweieiige Zwillinge sich stärker unterscheiden. Daraus kann man den Schluss ziehen, dass die genetischen Eigenschaften für die persönliche Entwicklung sehr wichtig sind.

Je älter man wird, desto mehr Bedeutung bekommen die genetischen Eigenschaften und die früheren Umwelterfahrungen verlieren immer mehr ihrer Bedeutung.

5. Wir betrachteten wie die Biologie, die Psychologie und die Soziologie die Freiheit erklären und hielten es in diesem Schaubild fest:

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November 12

Protokoll vom 7.11.2016

Wirtschaft und Ethik, Straftheorien                                                       7.11.2016, 7:45-9:20

Partybaum (L.) am 9.11.2016

 

18 Anwesende (vollzählig), Referentin Sü

Organisatorisch geklärtes: 

·         Klausur am 28.11.2016 wird mit Hefter geschrieben

·         Blogbeiträge müssen bis 8.01.2017 online sein

·         Kommentare müssen bis 15.01.2017 online sein

Wirtschaft und Ethik

Wir führten in Gruppen ein Schreibgespräch über die Frage, ob Wirtschaft und Ethik miteinander vereinbar sind und mussten unseren Standpunkt begründen. Alle Gruppen waren weitestgehend der Meinung, dass Wirtschaft und Ethik nicht wirklich miteinander vereinbar sind, da es in der Wirtschaft um Profit und Konkurrenz geht. Es ist zwar möglich Wirtschaft mit ethischer Moral zu vereinbaren, aber relativ schwer, da man sehr viel auf einmal beachten muss (Umwelt, Löhne, Arbeitsbedingungen).

Film: Bedingungsloses Grundeinkommen (https://www.youtube.com/watch?v=EP7KfJLh30g )

Zu dem Thema Wirtschaft und Ethik wurde ein Film der ARD gezeigt, in dem erklärt wird, was ein bedingungsloses Grundeinkommen ist, nämlich dass jede/r Bürger/in monatlich eine festgelegte Summe an Geld vom Staat bekommt, egal ob er/sie arbeitet oder nicht.

In der anschließenden Diskussion kamen vor allem drei Punkte auf. Zum einen, dass durch das bedingungslose Grundeinkommen keiner mehr arbeiten gehen würde, was aber im Film durch Studien widerlegt wurde, da der Hauptantrieb für Leistung nicht im Geld liegt.                                       Zum anderen, dass ein bedingungsloses Grundeinkommen gut wäre, da die Menschen weniger finanzielle Sorgen hätten und sich das Einkommen durch Arbeit an das bedingungslose Grundeinkommen anrechnen würde und man somit mehr Geld hätte.                                                                                   Der dritte Punkt, war die Frage, wie das bedingungslose Grundeinkommen geregelt würde, wenn man zusätzlich arbeitet und sehr gut verdient, ob man dies prozentual regelt, oder ab einem gewissen Einkommen das bedingungslose Grundeinkommen wegfällt.

Straftheorien

Um in das Thema einzuführen wurde uns ein Fall von Brandstiftung an einer Unterkunft für Asylsuchende, bei dem fünf Personen starben und vier schwer verletzt wurden, vorgestellt, bei dem vier Täter beteiligt waren (16, 17, 19 und 23 Jahre alt) und wir eine Strafe für den 16-Jährigen aussuchen sollten. Zur Auswahl standen:

Verbrennen (a), Haftstrafe und Veröffentlichen seines Bildes (b), Überlebende Familienmitglieder über Strafe entscheiden lassen (c), gemeinnützige Arbeit über mehrere Jahre mit Brandopfern (d), Geldstrafe an Überlebende zahlen (e),  lebenslange Haft (f)

Die meisten der Kursteilnehmer fanden (d) am sinnvollsten (manche in Kombination mit Haftstrafe), da sie der Meinung waren, dass die Arbeit und der Kontakt mit Brandopfern den Täter zum Nachdenken über seine Tat anregen würde. Wir sprachen auch über den Sinn hinter Strafe und kamen zu dem Schluss, dass Strafe Rehabilitation und Abschreckung bewirken soll.

Mit Hilfe unseres Ethikbuches erarbeiteten wir dann die drei Straftheorien:

·         Vergeltungstheorie: Rache

·         Generalprävention: Abschreckung

·         Spezialprävention: Ausgleich sozialer Fehlentwicklungen und Erziehung (Resozialisierung)

 

Unter diesem Link findet man ein Schema zu den oben aufgezeigten Theorien:

http://userpage.fu-berlin.de/theissen/proseminar/pdf/Straftheorien.PDF

 

In der nächsten Stunde (14.11.2016) werden wir die Theorien und das tatsächliche Strafmaß diskutieren.

 

 

 

November 3

Massentourismus oder Ökotourismus?

ecolodge

Endlich ist es soweit, die Ferien haben angefangen. Für viele ist dies ein Anlass, noch ein letztes Mal in diesem Jahr dem kalten herbstlichen Wetter in Deutschland zu entfliehen und irgendwo, möglichst weit weg bei angenehmen 25°C am Strand die Seele baumeln zu lassen.

Viele wollen sich in ihrem Urlaub möglichst gut entspannen und vom Alltagsstress abschalten. Dies gelingt den meisten Touristen an einem warmen Küstenort. Spanien und Italien sind deshalb heiß begehrte Urlaubsziele. Leider finden sich an solchen Orten häufig nur große Hotels, kaum Einheimische und am Ende der Saison wirkt alles wie eine Geisterstadt. Alles wurde den Massen an Touristen angepasst, die Jahr für Jahr dort ihre Ferien verbringen.

Der Tourismus zerstört das, was er sucht, indem er findet. (Hans- Magnus Enzensberger 1979)

Meistens ist dieser Massentourismus zwar billiger und komfortabler, trotzdem lässt sich seit einiger Zeit ein Bewusstseinswandel der Bevölkerung feststellen. Der sogenannte Ökotourismus, das Gegenteil vom Massentourismus stößt bei deutschen Urlaubern immer mehr auf Begeisterung.

Doch was versteht man überhaupt unter Ökotourismus?

Ökotourismus, oder auch naturnaher Tourismus, ist eine auf die Belange von Umwelt und ansässiger Bevölkerung besondere rücksichtnehmende Form des Tourismus. (Wikipedia)

Dieser Tourismus soll möglichst umweltverträglich, wirtschaftlich ergiebig und sozial gerecht sein, typisches Beispiele sind Südamerika, Peru, Ecuador und Chile.

Ziel dieser Form des Tourismus ist es, die Region wirtschaftlich zu stärken, die Lebensqualität der einheimischen Bevölkerung zu verbessern, das kulturelle Erbe und die naturnahe Kulturlandschaft zu schützen und zu erhalten.

Den Touristen soll ermöglicht werden in relativ unberührte Gebiete zu reisen, ohne dass die Umwelt und die lokale Bevölkerung negative Folge davontragen. Natürlich muss auch der Reisende bei dieser Form des Tourismus  seinen Beitrag leisten, sich anpassen und gewisse Regeln einhalten. An erster Stelle steht das umweltfreundliche Verhalten vor Ort, was sich beispielsweise auf den Umgang mit Müll bezieht oder auch auf Aktivitäten die man meistens mit einem speziell ausgebildeten Reiseleiter macht. Typische Aktivitäten eines Ökotouristen sind die Tierbeobachtung, die Naturfotographie, das Fischen oder auch Sportarten, wie Wandern oder Kanufahren.  Außerdem wird von den Touristen erwartet, dass sie sich der Kultur des Landes möglichst anpassen und die dort meistens lebenden indigenen Stämme respektieren und offen für deren Lebensweise sind. Oft sind es diese indigenen Stämme, die kleine, traditionelle Unterkünfte, sogenannte Ecolodges bauen und die sich in der Zeit ihres Aufenthaltes um die Touristen kümmern und ihnen ihre Kultur und ihre Traditionen näher bringen. Im Gegenzug wird meistens ein Teil des Reisepreises an ein gemeinnütziges Projekt vor Ort gespendet.

 

Der meist höhere Preis solcher Reisen rechtfertigt sich dadurch, dass man einzigartige Erfahrungen sammelt, die Natur naher, intensiver und ursprünglicher erlebt und andere Traditionen und Lebensweisen kennenlernt.

Natürlich beinhaltet diese Form des Reisen auch, dass man möglichst umweltfreundlich an- und abreist. Leider wird dies noch von zu wenigen beherzigt. Fast alle Touristen reisen mit dem Flugzeug an.

Was haltet ihr von dem Thema Ökotourismus? Könntet ihr euch vorstellen eure Ferien im Regenwald, in einer Ecolodge in der Nähe eines indigenen Stammes zu verbringen und die Natur mal ganz auf euch wirken zu lassen? Oder wäre das gar nichts für euch? Wollt ihr lieber in einem von vielen Hotels wohnen mit anderen Touristen? Wo seht ihr vielleicht Probleme oder negative Seiten des Ökotourismus?

November 2

Protokoll vom 24. Oktober 2016

Gymnasium Gerabronn, Ethikkurs 2015-2017

Stundenzusammenfassung vom 24.10.2016 7:45 bis 9:20

18 Anwesende

Referentin: Sü

Verfasser des Protokolls: Bananapancake0

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Gliederung: 

  1. Wiederholung Hayek/ Rawls
  2. Sind Ethik und Wirtschaft vereinbar?
  3. CSR und Greenwashing
  4. Manifest gegen Nachhaltigkeit

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1.Wiederholung Hayek/Raw

Friedich August von Hayek

John Rawls

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Bilder anklicken, dann werden sie größer

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2.Sind Ethik und Wirtschaft vereinbar? 

Unsere ersten Gedanken zu dieser Frage waren z.B.

JA:

  • es gibt (oftmals) einen bestimmten Mindestlohn
  • die Arbeit unter menschenwürdigen Bedingungen wird ermöglicht
  • Umwelt- und Tierschutz wird (oftmals) berücksichtigt

NEIN:

  • Machtmissbrauch großer Firmen
  • Wirtschaftssystem an sich schließt ethisches Agieren aus

Was Wirtschaftsethik genauer bedeutet, erfuhren wir dann anhand der Präsentation.               Anhand des eingefügten Bildes aus der Präsentation kann man dies nochmals nachvollziehen.     Die komplette Präsentation ist am Ende des Protokolls zu finden.

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Bild anklicken, dann wird es größer

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3.CSR und Greenwashing

Im Folgenden betrachteten wir den Aspekt der Unternehmensethik genauer,                            dazu sahen wir uns ein Video zum Konzept CSR an.

Hierzu der Link: https://www.youtube.com/watch?v=3ejgFi5hYLQ

 

CSR steht für Corporate Social Responsibility, was sich unter dem Begriff Unternehmensverantwortung zusammenfassen lässt. Es geht dabei um die Gerechtigkeitsfrage für jetztige und zukünftige Generationen, also wie ein Unternehmen seine Gewinne erwirtschaftet. Aufgaben von CSR sind z.B. die Vermeidung moralisch verwerflicher Methoden wie Korruption oder Betrug. Angesprochene Bereiche sind Individual- und Institutionenethik, aber auch der Staat und die Politik (auch wenn deren Handlungsmöglichkeiten begrenzt sind).          Die Globalisierung der Wirtschaft und die häufige Bindung der Politik und des Rechts an Landesgrenzen stellen Probleme dar, da dies zu einem Regulierungsdefizit führt.                 Außerdem wird CSR häufig nicht eingehalten und dient oft nur dem Greenwashing.

 

Was Greenwashing genau ist, erfuhren wir in folgendem Video:                                               https://www.youtube.com/watch?v=4WX7z1wDxh4

Am Beispiel von Getränkekartons wird Greenwashing erklärt. Tetrapack wirbt mit Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit, täuscht den Verbraucher jedoch mit der Werbung,         die das Aluminium und auch Plastik im Tetrapack verschweigt. Also verbessert eine Firma ihr Image durch Greenwashing. Weitere Beispiele sind ExxonMobil im Bereich Erdgasbohrungen und die Automarke Opel mit dem Modell Ampera.

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4.Manifest gegen Nachhaltigkeit

Zum Abschluss lasen wir den Text ,,Manifest gegen die Nachhaltigkeit“ von Sina Trinkwalder (http://taz.de/Greenwashing/!5108411/).

Unsere Aufgabe war es, ihren Standpunkt zusammenzufassen. Dazu hier einige Stichpunkte:

Frau Trinkwalder kritisiert die Rolle des Verbrauchers und das Greenwashing der Unternehmen:

  • die Menschen tragen die Sehnsucht nach einer besseren Welt in sich
  • deshalb werden ,,grüne Produkte“ gekauft, ohne deren Produktion genauer zu hinterfragen
  • der Konsument hat die Macht, zu entscheiden, was er kauft, zeigt sich jedoch zu leichtgläubig und vertraut Scheinlösungen
  • der Schein, ,,grün“ zu sein, ist für Unternehmen günstiger, als wirklich umweltfreundlich zu handeln
  • der Verbraucher muss bereit sein, mehr für die Produkte zu bezahlen
  • die Unternehmen müssen bereit sein, Verantwortung für ihr Handeln zu unternehmen

Die gesamte Präsentation aus dem Unterricht:

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Oktober 30

Anregung zum Philosophieren: Freiheit und Konsum

In einem Interview sagte die BWL-Professorin Evi Hartmann folgendes:

Wir alle können selber entscheiden, ob wir ein Kleidungsstück kaufen wollen, bei dessen Herstellung Menschen gelitten haben. Oder ob wir lieber die fairere Variante wählen. Gerade in dieser Möglichkeit zum moralischen Handeln zeigt sich unsere Freiheit. Sonst wären wir einfach willenlose Konsumenten.

Dieser Zusammenhang interessiert mich – was denkt ihr: kann ich durch Konsum frei sein? Ist es dabei wichtig, dass ich die gesamte Lieferkette, alle Produktionsbedingungen kenne? Worin zeigt sich Freiheit noch?

 

(Im Interview geht es auch um die Frage, ob jeder einzelne etwas bewirken soll und was man tun kann – z.B. sagt sie: jeden Tag 15 Minuten recherchieren und ein ethisch unbedenkliches Produkt finden, wäre ein guter Anfang. Meist verbringt man mehr Zeit mit sozialen Medien.)

 

Oktober 23

Egoismus und Altruismus

Ego·ịs·mus
die Haltung, das eigene Ich, die eigenen Wünsche in den Mittelpunkt zu stellen.

Al·t·ru·ịsmus
die Einstellung, dass man die Belange und das Wohlergehen anderer Menschen für wichtig erachtet.

Wenn man jemandem die Frage stellt, was eher auf ihn selbst zutrifft, Egoismus oder Altruismus, würden die meisten Menschen rein aus Reflex Altruismus sagen, da niemand als egoistisch angesehen werden möchte.

Aber ist Egoismus wirklich so schlimm und sollte er vollständig vermieden werden?

Mittlerweile hat das Gleichgewicht von Geben und Nehmen wieder einen hohen Stellenwert erreicht, da die meisten Menschen verstehen, dass Egoismus und Erfolg nur kurzfristig glücklich macht, während Altruismus, also Selbstlosigkeit, Wohlgefühle auslösen und anscheinend sogar zu einem verlängertem Leben führen soll.

Trotzdem ist jeder Mensch bis zu einem gewissen Grad egoistisch, da es überhaupt nicht anders geht. Wäre man nur selbstlos, würde einen das vor allem auch nicht glücklich machen, da man auf Dauer nicht immer nur an andere denken kann.

Ein Beispiel, bei dem ein ausgewogenes Verhältnis wichtig ist, sind Freundschaften. Hier kann zu viel Altruismus Konflikte auslösen, wenn dieser nur einseitig oder ungleich verteilt ist. In richtigen Freundschaften ist man normalerweise automatisch selbstlos und gibt lieber als zu nehmen, trotzdem erwartet man im Gegenzug natürlich auch etwas. Wichtig in Freundschaften ist zum Beispiel Hilfsbereitschaft, Fürsorge und Wertschätzung.

Sobald diese Dinge nicht von selbst kommen, fängt man an, darüber nachzudenken, dass man selbst viel mehr leistet für diese Freundschaft und fängt an, egoistischer zu handeln.

Die meisten Menschen versuchen wohl, altruistisch zu handeln, großzügig zu sein und nicht nur an sich selbst zu denken und das ist auch gut so. Wenn man selbstlos handelt, macht das einen selbst auch viel glücklicher, woraus die Frage entsteht, ob nicht sogar selbstloses Handeln bis zu einem gewissen Grad egoistisch ist.

„Geben ist seliger denn Nehmen“. – Neues Testament

Wenn man gibt, ist man glücklicher. Manche Menschen brauchen das eigene selbstlose Handeln, brauchen es, andere Menschen glücklich zu machen, was in dem Sinne ja nicht schlecht ist, sondern zu allgemeinem Glück führt.

Wenn man weiter darüber nachdenkt, entsteht ein Kreislauf, bei dem man immer wieder darauf zurückkommt, dass eigentlich alles aus dem Grund heraus geschieht, weil man selbst glücklich und mit sich zufrieden sein möchte.

Eigentlich kann man nur für andere dasein, wenn man sich selbst auch liebt und wertschätzt, was mich zu dem Fazit bringt, dass ein gesundes Zusammenspiel aus Egoismus und Altruismus nötig ist, um glücklich leben zu können. In dem Sinne bin ich der Meinung, dass Egoismus an sich nichts schlechtes ist -solange es in geregeltem Maße gehalten wird-, und dass er notwendig ist, um ein gesundes und glückliches Leben zu führen.

Man muss nur die richtige Balance zwischen Egoismus und Altruismus finden.

 

 

Oktober 23

Protokoll 17.10.16

Gymnasium Gerabronn, Ethikkurs 2015-2017

Stundenzusammenfassung vom 17.10.16, 7:45 – 9:20 Uhr

17 Anwesende

Referentin: Sü

Thema: Ungleichheiten


Gliederung

  1. Das gute Spiel der Ungleichheiten
  2. Friedrich August von Hayek
  3. Spiel wünschenswert?

Das gute Spiel der Ungleichheiten

http://donat-schmidt.de/files/downloads/fobigerecht/planspiel_ungleichheiten.pdf

Auswertung:

Die Ergebnisse dieses Spiels fielen sehr unterschiedlich aus. Manche Schüler erreichten eine sehr hohe Qualifikation und erhielten viel Gold, andere wiederum stiegen fast gar nicht auf. Einzelne mussten auch wieder ganz von vorne anfangen, da sie kein Gold und somit auch keine Chance mehr hatten, aufzusteigen. Diese bekamen dann eine neue „Identität“, d.h. eine neue Startqualifikation und neues Startkapital.

Bei der Erklärung, warum es zu so unterschiedlichen Ergebnissen kam, waren sich die Schüler alle einig. Es hing alles von dem Startkapital, der Startqualifikation und dem Glück beim Würfeln ab. Um das Spiel gerecht zu gestalten, müsste jeder am Anfang die gleiche Qualifikation und das gleiche Startkapital haben.

Trotz dessen, dass man selbst eigentlich nicht viel beeinflussen konnte, waren die Schüler der Meinung, dass es ein gutes Spiel ist, da es -genau wie im echten Leben- um Glück, aber auch um Geschick geht, außerdem darum, wo man bei Beginn des Spieles steht.

Bezieht man dieses Spiel auf das wahre Leben, so erkennt man, dass es sehr realistisch gestaltet ist. Vor allem durch die Tatsache, dass man im echten Leben auch in unterschiedliche Startsituationen ist, die einen haben genug Geld, um eine hohe Qualifikation (Bildung) zu erreichen, die anderen haben fast nichts und sind quasi auf Glück im Leben angewiesen.

Allerdings gibt es auch unrealistische Dinge in diesem Spiel, da es eher mehr negative Zufälle im Leben gibt und zweite Chancen im Leben eher selten sind.

Wie auch in dem Spiel wird im echten Leben viel durch Zufälle und Glück ausgelöst. Menschen können noch so talentiert sein, um jedoch aufzusteigen und seinem Talent gerecht zu werden, braucht man auch Glück. Hierbei ist auch wichtig, dass man beachtet, dass es auch darauf ankommt, wie viel Konkurrenz man hat. Wenn zum Beispiel eine Arbeitsstelle sehr begehrt ist, braucht man auf jeden Fall eine höhere Bildungsstufe und/oder gute Beziehungen. Bewirbt sich jedoch keiner auf diese Stelle, ist es viel leichter, sie zu bekommen. Konkurrenz wirkt sich außerdem auch auf das eigene Verhalten aus. Viele Menschen fühlen sich durch Konkurrenz unter Druck gesetzt und verlieren dadurch den Mut, während andere dadurch erst angespornt werden.


Friedrich August von Hayek

Hayek vergleicht den Marktprozess mit der Definition des Wortes „Spiel“, welche es als einen Wettkampf nach Regeln, der durch überlegene Geschicklichkeit, Kraft oder auch durch Glück entschieden wird, beschreibt. Es ist gleichermaßen ein Geschicklichkeits-, als auch ein Glücksspiel.

Durch die Ungleichheiten (Kapital und Qualifikation) entsteht die gegenseitige Anpassung, wodurch eine fortschreitende Arbeitsteilung erst möglich gemacht wird. Das Gesamtprodukt (Pool) ist nur vorhanden, weil nicht jeder gleich viel Einkommen hat und wenig Rücksicht auf Wünsche genommen wird. Dies führt dazu, dass Menschen dazu angereizt werden, dort zu arbeiten, wo sie den größten Beitrag zum Gesamtprodukt leisten können, d.h. wo sie (entsprechend ihrer Fähigkeiten) am meisten verdienen. Durch diese Verteilung wird das größtmögliche Gesamtprodukt erzielt.

Vor allem ist es ein Spiel, das dazu dient, aus jedem Spieler den höchsten für ihn lohnenden Einsatz für den gemeinsamen Pool herauszulocken, aus dem jeder einen ungewissen Anteil gewinnen wird. – F.A. Hayek


Spiel wünschenswert?

Auch hier waren sich die Schüler einig, dass das Spiel nicht wünschenswert ist, da es nicht gerecht ist. Wohlhabende Menschen müssen trotz höherem Verdienst nicht viel mehr zahlen, Leute werden aufgrund Geld und Bildung bevorzugt und müssen sich fast nicht anstrengen, während andere sich extrem anstrengen und trotzdem nicht viel verdienen.

Die Klasse war demnach der Meinung, dass das Spiel eher darauf abzielt, dass die Wirtschaft gut läuft und nicht, dass es den Menschen gut geht.

Das wirkliche Fazit wurde jedoch auf die nächste Stunde verschoben.