September 27

Protokoll 19.09.16

Ethik Protokoll 19.09.16

Es waren alle inkl. Lehrer anwesend.

Gliederung:

  • Wie wäre es gebildet zu sein?

Wie wäre es gebildet zu sein? (Festrede von Peter Bieri)

Gruppenarbeit zu jeweils einem der 7 Teile des Textes die zuerst in den jeweilgen Gruppen bearbeitet wurden und anschließend im Plenum vorgestellt wurden.

Die Ergebnisse hängen als Plakat aus.

 

Quellen:

http://www.hwr-berlin.de/fileadmin/downloads_internet/publikationen/Birie_Gebildet_sein.pdf

September 23

Ethik Protokoll 19.09.2016

Ethik Protokoll 19.09.2016

Protokoll vom 19.09.2016, 9:40-11:15

13 von 14 Personen waren anwesend

Lehrer: Frau Schütze

Verfasser des Protokolls: Gelassenheit

Thema:Die Freiheit des Menschen aus Sicht der Existentialisten


1.Erinnerung

Nicht vergessen: Eine E-Mail an Frau Schütze schreiben für euren Benutzernamen.


2.Lesen der Seiten 11-21 des Stückes „Geschlossene Gesellschaft“


3.Fragestellung:Was ist der Unterschied zwischen Angst und Furcht?

Angst:eigene Reaktion auf eine bestimmte Situation z.B Mobbing, Spinnen

Furcht:Konkrete Situation, die das Leben verändern könnte z.B Dunkelheit, Schlechte Noten


4.Lesen der Seiten 26-29 des Stückes „Geschlossene Gesellschaft


5.Fragestellung:Wie hängt Freiheit und Verantwortung zusammen?

Wenn man frei ist und selbst entscheidet ist man auch selbst verantwortlich für die Konsequenzen, welche daraus entstehen.


6.Fragestellung: Die Existenz geht der Essenz voraus-Was bedeutet das?

Zuerst existiert der Mensch und sieht sich alles genau an. Dann definiert er sich, das heißt er entscheidet selbst wie er ist.(Charakterzüge).

Jeder kann also auch selbst bestimmen, wie er in der Zukunft ist.

In den Prozess, selbst seinen Charakter bestimmen zu können wächst man rein, denn als Baby kann man das noch nicht.


7.Lesen der Seiten 54-59 des Stückes „Geschlossene Gesellschaft“

Frau Schütze fragte was denn mit dem letzten Satz von Garcin auf Seite 59 gemeint sei:„Also machen wir weiter.“

Die Antwort auf die Frage war, das alles nun so weiter geht wie davor. Estelle, Garcin und Ines machen sich weiterhin ihr Leben schwer. Denn sie sind in der Hölle gefangen und kommen nicht mehr raus.

September 18

Anregung zum Philosophieren: Der Tod muss abgeschafft werden!

Gerade las ich:

Medizin „Der Tod muss abgeschafft werden, diese verdammte Schweinerei muss aufhören.“, forderte Bazon Brock. Könnte die Kryonik dazu beitragen? (Quelle und weiterführender Artikel)

Was meint ihr dazu? Sollten Menschen ewig leben (dürfen)? Was würdet ihr mit eurem Leben anfangen, wenn klar wäre, dass es ewig wäre?

September 17

Neues im Schuljahr 2016/17!

Liebe Ethikblogger,

ich melde zur Zeit die Schüler des Ethikkurses aus der Kursstufe 1 an. Erstmals schreiben dieses Jahr zwei meiner Kurse parallel ins Ethikblog. Die 12.Klässler können bei den Protokollen und Zusammenfassungen in Erinnerungen schwelgen und die 11.Klässler profitieren von den tollen Diskussionsbeiträgen der älteren –> win-win 🙂 Alle gemeinsam könnt ihr das Blog zum Diskutieren und Argumentieren nutzen, auch über die Kursgrenze hinaus.

viel Spaß!

M. Schütze

 

PS: den 11.Klässlern weise ich gerade als Benutzernamen große Ideale oder philosophische Begriffe zu, sodass sie gut erkennbar sind: Glück, Freiheit, Gerechtigkeit, etc.

Juli 16

Weltfriede … – Ein unmögliches Wunschdenken?

Man hört es immer und überall: Krieg, Terroristen, Hungersnot, Verbrechen und so weiter und so fort. Da könnte man sich doch fast die Frage stellen: “ Ist die Menschheit überhaupt fähig in Frieden zu Leben?“

Wenn man sich nun gewisse Faktoren ansieht, die ein möglicher Grund für all diese schrecklichen Dinge sein könnten und sich vorstellt, dass all diese Faktoren einfach verschwinden würden, was für eine Welt würde man sich dann vorstellen? Kann man sich überhaupt eine Welt ohne Krieg und Hass und Ärger vorstellen?                                                                                                                                 Wären wir nicht alle nur noch gleiche, willenlose und maschienenartige Lebewesen? Und vor allem: Wären wir damit glücklicher?

All diese Fragen lassen sich leider nur in unserer eigenen, individuellen Vorstellung beantworten, somit würde jede Antwort etwas anders ausfallen.

Und genau DAS ist der springende Punkt!

Wir Menschen sind alle individuell, mit unterschiedlichem Aussehen, Gedanken und Voraussetzungen für das Leben in der Gemeinschaft. Wir haben einen mehr oder weniger freien Willen und entwickeln unser eigenes moralisches Denken, welches uns zu guten oder schlechten Entscheidungen führt.

„Den Weltfrieden können wir nur durch die innere Wandlung der einzelnen Menschen herbeiführen. Friede muß zuerst in jedem einzelnen Leben entwickelt werden.“      – Dalai Lama

 

Wenn man also eine Welt hat, ohne Hungersnöte und Armut, weil alle gleich viel Geld und Essen besitzen, eine Welt ohne Rassismus und Gotteskriege, weil alle gleich aussehen und es keine Religion gibt, eine Welt ohne Hass und Verbrechen, weil alle ein gleiches, gutes moralisches Denken besitzen … (man könnte die Liste wohl noch ewig so weiter führen) wäre dann wirklich Frieden auf dieser Welt?

Ich persönlich bin der Meinung, dass ein Weltfrieden ein Ding der Unmöglichkeit ist, da es eben nicht möglich ist all diese Faktoren aus dem Weg zu räumen. Man wird in eine Gesellschaft geboren, mit einer gewissen moralischen Vorstellung, einer festgelegten Religion und einem genetisch bedingtem Aussehen. Wenn man nun in dieser Gesellschaft aufwächst wird man geprägt und wird sich dementsprechend sein weiteres Leben verhalten.                    Man kann natürlich auch dagegen ankämpfen, aber ich denke es ist schwer, wenn man bereits geprägt wurde. Außerdem gibt es tausend Gründe, die einem zu schlechtem Handeln verleiten können, doch es ist an uns es zu unterdrücken.

Dies bedeutet wir können zwar versuchen die Welt besser zu machen, aber eine utopische Welt wird immer Wunschdenken bleiben. Wenn wir nun aber die Wahl haben zwischen der Welt, wie sie jetzt ist und einer Welt die etwas besser ist, dann sollten wir uns für die bessere Version entscheiden. Wenn sich mehr Menschen dafür entscheiden, unsere Welt wenigstens ein bisschen besser zu machen, dann haben wir eine gute Welt. Das ist zwar keine utopische aber das beste was wir erreichen können und dafür sollte man sich einsetzen…

„Der Weltfriede kann nicht gesichert werden durch utopische Pläne.“
―Rosa Luxemburg

Könnt ihr euch eine friedliche, utopische Welt vorstellen? Oder seid ihr auch der Meinung dass wir Menschen es nicht schaffen würden den Weltfrieden zu bewahren bzw. erschaffen, eben weil wir so sind wie wir sind?

Juli 15

Ethik Protokoll Donnerstag, 14.07.16

Protokoll vom 14.07.16, 7:45-9:20
14 von 18 Personen anwesend
Referent: Frau Schütze
Verfasser des Protokolls: egalistotto99


Gliederung der Stunde

    • GFS Hannah Arendt

1. Hannah Arendt
2. Die Banalität des Bösen
3. Vita Activa
4. Handlungs- und Willensfreiheit
5. Fazit
6. Quellen

    • Arbeitsblatt zu Hannah Arendt
    • Film zu Hirnforschung

 


GFS Hannah Arendt

1.Hannah Arendt

– Johannah Arendt
– geboren: 14.Oktober 1906 (Hannover), gestorben: 4. Dezember 1975 (New York)
– emigrierte 1933 aus Deutschland (wegen Entrechtung und Verfolgung von Juden in der Zeit des Nationalsozialismus, eigene kurzzeitige Verhaftung durch Gestapo)
– staatenlos bis 1951 –> erhielt dann US-amerikanische Staatsbürgerschaft
– tätig als Journalistin, Hochschullehrerin und Historikerin
– veröffentlichte wichtige Beiträge zur politischen Philosophie

2.Die Banalität des Bösen

„Das Böse ist immer nur extrem, aber niemals radikal, es hat keine Tiefe, auch keine Dämonie. Es kann die ganze Welt verwüsten, gerade weil es wie ein Pilz an der Oberfläche weiterwuchert. Tief aber und radikal ist immer nur das Gute.“  – Hannah Arendt

Warum handelt man böse?

– Gedankenlosigkeit (Person ist ohne routinemäßige Vorschriften hilflos)
– keine ideologischen Überzeugungen
– keine bösen Beweggründe
– fehlende Beweggründe (ohne Interesse, kein eigener Willen)
–> Böses Handeln verhindern durch Gewissen, Sitten/ Tugend, Gewohnheit, alles zu untersuchen

Bezug auf Eichmann:

– „Die Banalität des Bösen“ geht über Eichmann
– später stellte sich heraus, dass seine Rolle als „typischen gedankenlosen Beamten“ nur gespielt war
– wählte Rolle bewusst, bereitete sich jahrelang auf sie vor
– Schreckensgeschichten haben Eichmann größer gemacht als er war (Enttäuschung)
– Prozess war für Eichmann weiteres Gefecht (Krieg hat nie aufgehört)

Bezug auf heute:

– AfD und Pegida
– nicht alle Anhänger sind gedankenlos (es gibt nicht nur Unaufgeklärte, Menschen entscheiden sich auch bewusst dafür)
– man muss Unterschied zwischen zu wenig und zu viel Denken erkennen
–> Arendt bindet Böses zu stark ans Nichtdenken

3.Vita Activa

„Weil jeder Mensch auf Grund des Geborenseins ein „Initium“, ein Anfang und Neuankömmling in der Welt ist, können Menschen die Initiative ergreifen, Anfänger werden und Neues in Bewegung setzen.“
– Hanah Arendt

Grundbedingungen der aktiven menschlichen Existenz:

1.Arbeiten
– Lebensnotwendigkeit
– Grundbedingung ist Leben
– Arbeit sichert Am-Leben-Bleiben des Individuums und Weiterleben der Gattung
2.Herstellen
– Produktion einer künstlichen Welt von Dingen (widerstehen der Natur)
– Grundbedingung für Herstellen ist Weltlichkeit
– Herstellen errichtet künstliche Welt, die von Sterblichkeit unabhängig ist
3.Handeln
– spielt sich ohne Vermittlung von Materie, Material und Dingen zwischen Menschen ab
– Grundbedingung für Handeln ist Faktum der Pluralität (Tatsache, dass viele Menschen auf der Erde leben und die Welt bevölkern)
– Handeln schafft neuen Anfang (Initiative ergreifen) –> steckt in allen Tätigkeiten

–> alle 3 Grundtätigkeiten und Bedingungen sind in der allgemeinen Bedingtheit des menschlichen Lebens verankert (kommen durch Geburt und verschwindet durch Tod)

Die menschliche Tätigkeit für Hannah Arendt

– Vita activa (=Handeln) ist genauso wichtig wie Vita contemplativa (=Denken)
– tätiges Leben ist das, woraus sich kein Mensch vollständig entziehen kann
– jede menschliche Tätigkeit spielt sich in der Umgebung von Dingen und Menschen ab
– Welt (in die jeder hineingeboren wird) verdankt Menschen ihre Existenz
–> es gibt kein menschliches Leben, das in einer Welt lebt, die nicht von Menschen geprägt wurde

Geburt als philosophische Idee

– Philosophie der Freiheit (Freiheit = Fähigkeit, einen Neuanfang zu machen)
– Geburt als Hoffnung auf stets mögliche Rettung der Welt
– Neugeborenes als Heilverprechen (Neugeborenes übernimmt die Vernatwortung für die Menschheit)

4. Handlungs- und Willensfreiheit

Banalität des Bösen
Handlungs- und willenfrei, weil:
– auch wenn man böse ist (oder in einer bösen Welt lebt) hat man die Möglichkeit, sich frei zu entscheiden
– Fähigkeit zum Denken bedeutet Freiheit

Nicht handlungs- und willensfrei, weil:
– Gewissen schränkt Menschen ein, frei zu handeln
– um nicht böse zu sein, muss man gut handeln
– Tugend, Sitten, Normen

–> Wille zum Bösen ist keine notwendige Bedingung zum bösen Handeln

Vita Activa
Handlungs- und willensfrei, weil:
– Philosophie der Freiheit (Fähigkeit, frei zu handeln –> Neuanfang)
– freies Handeln (Initiative ergreifen), weil jeder am Anfang ein „initium“ in der Welt ist (Neuankömmling)

Nicht handlungs- und willensfrei, weil:
– Mensch wird geprägt durch seine Umwelt
– man wird in bestehendes System hineingeboren
– Erwartungen erfüllen müssen (Druck)

5. Fazit

Es gibt natürlich Menschen, die böse handeln, weil sie es nicht besser wissen, bzw. nicht über die Folgen nachdenken und gerade die sollte man aufklären. Allerdings gibt es ganz sicher auch Menschen, die aus ganz bestimmten Gründen böse sind oder böse handeln. Nicht aus Dummheit oder Unwissenheit, sondern aufgrund ihrer Vergangenheit, Neid und solchen Dingen.
Trotzdem glaube ich nicht daran, dass es Menschen gibt, die komplett böse sind. In jedem steckt etwas Gutes, vielleicht bekommt man es nie zu Gesicht, aber kein Mensch ist einfach nur kalt, sondern versteckt seine gute Seite vielleicht auch einfach hinter einer Maske, um nicht verletzt zu werden.
Ziemlich viel kommt auch meiner Meinung nach durch die Erziehung, es kommt also drauf an, wie man aufwächst, in welchem Umfeld. Trotzdem ist man bis zu einem gewissen Grad frei, zu entscheiden, wie man damit umgeht und wie man handelt. In dieser Hinsicht, ob man gut oder böse handelt.
Bei der Sicht auf das Böse bin ich also nicht ganz Hannah Arendts Meinung.

Dass jeder Mensch die Möglichkeit hat, die Welt zu einem besseren Ort zu machen, finde ich einen wirklich guten Gedanken, da man ja am Anfang, wenn man auf die Welt kommt, noch völlig ungeprägt und ungeformt ist. Hierbei kommt es wieder auf die bestimmten Erlebnisse und auf den Willen an, ob man diese Erwartungen, die einem gestellt werden, wirklich erfüllen kann.

Meiner Meinung nach ist es ziemlich schwierig zu sagen, in wie weit der Mensch Handlungs- und Willensfreiheit besitzt, wenn man die Gedanken von Hannah Arendt betrachtet. Einerseits sagt sie, dass der Mensch frei ist, zu handeln, da er ein „initium“ ist. Dies geht dann ja aber auch nur in dem Moment, in dem man völlig ungeprägt von der Welt ist. Da man meiner Meinung nach sofort geprägt wird, scheint das eigentlich unmöglich.
Auch wenn man denkt, dass man frei entscheiden kann, wird man immer unbewusst beeinflusst und ist so nie komplett handlungs- und willensfrei.

6. Quellen

– Philosophiemagazin Hannah Arendt – Die Freiheit des Denkens (Sonderausgabe)


Arbeitsblatt zu Hannah Arendt

Wir bearbeiteten das Arbeitsblatt zusammen, um zu überprüfen, ob alle die GFS zu Hannah Arendt verstanden haben.

Dabei wurden Fragen gestellt zu Arendts Themen „Die Banalität des Bösen“ und „Vita activa“. Außerdem gab es danach noch eine kleine Diskussion über ihre Gedanken, also was die Klasse von den beiden vorgestellten Themen hält. Insgesamt waren wir alle mit ihrer Theorie über das Böse nicht ganz einverstanden, da nicht nur Gedankenlosigkeit zu bösem Handeln führt. Zu Vita activa haben wir allerdings alle zugestimmt.


Film zu Hirnforschung

In der letzten halben Stunde beendeten wir noch den Film, den wir die Stunde davor angefangen haben.

Letzte Stunde haben wir gesagt, dass es keinen freien Willen gibt, da unser Gehirn die Entscheidung schon fällt, bevor es uns überhaupt klar ist. Diese Stunde sind wir dann aber zu dem Schluss gekommen, dass es in der Hinsicht eigentlich schon unsere Entscheidung ist, da das Gehirn ja zu uns gehört.

Dennoch entscheidet das Gehirn schon ohne unser Bewusstsein, also entscheiden wir quasi unbewusst.

 

Juli 14

Abtreibung – ethisch vertretbar oder nicht?

Die Abtreibung, auch Schwangerschaftsabbruch genannt, ist die Unterbrechung einer Schwangerschaft, die den Tod des Embryos beziehungsweise des Fötus zur Folge hat. Diese ist erst ab der Einnistung des befruchteten Eis in der Gebärmutter möglich.

 
Um eine Abtreibung durchführen zu können, gibt es bestimmte gesetzliche Voraussetzungen.
Rechtmäßig und somit straffrei ist eine Abtreibung, wenn die Schwangere einen Schwangerschaftsabbruch wünscht, sich beraten und eine Bescheinigung ausstellen lässt und mindestens drei Tage zwischen dem Beratungsgespräch und dem Eingriff vergangen sind. Zudem muss der Eingriff von einem Arzt vorgenommen sein und die Schwangerschaftsperiode nicht länger als zwölf Wochen betragen.

 
Doch wie kommt es zu dem Wunsch einer Abtreibung? Wieso möchte man ein noch ungeborenes Kind nicht mehr haben?
Kriminologischen Indikationen, sowie Vergewaltigung und sexueller Missbrauch, gehören zu einem dieser Gründe. Da die Schwangerschaft ungewollt erfolgt, wird der Schwangerschaftsabbruch nicht als rechtswidrig angesehen, muss jedoch bei Wunsch einer Abtreibung bis zur 12. Woche der Schwangerschaft vollendet werden.
Eine medizinische Indikation für eine Abtreibung liegt dann vor, wenn das Leben, die Gesundheit oder die Psyche der Schwangere durch die Schwangerschaft gefährdet ist. Somit ist dieser Faktor auch nicht rechtswidrig und ist zeitlich nicht begrenzt (Spätabbruch möglich).
Soziale Indikationen sind auch oft Gründe für eine Abtreibung. Diese sind beispielsweise die soziale Lage der Betroffenen, das heißt es ist aufgrund des Geldes nicht möglich ein Kind auf die Welt zu bringen und sich um es kümmern.

 

Bei einer Abtreibung sind nicht nur Indikationen ein Thema, sondern die moralische, ideologische und religiöse Einstellungen spielen die Hauptrolle. Bezüglich des Lebensrechts des Embryos sind  zum Beispiel „Wann beginnt das individuelle Leben?“ oder „Wann beginnen Persönlichkeitsrechte?“entscheidende Punkte. Spielt es eine Rolle, ab wann ein Embryo Schmerzempfinden, Bewusstsein, Hirnaktivität zeigt? Wie schaut es mit den Religionen aus? Spielt es eine Rolle, ab wann ein Embryo eine Seele besitzt?

 
Ich selbst kann die Gründe der Frauen, die sich eine Abtreibung wünschen, sehr gut nachvollziehen, doch aus meiner Sicht bin ich gegen die Abtreibung mit der Ausnahme, wenn es um medizinische Indikationen, also um die Gesundheit der Schwangere geht. Ich bin der Meinung, dass das Embryo bzw. der Fötus das sich entwickelt, keine Schuld an irgendetwas hat. Das menschliche Wesen hat ein Recht auf das Leben, das nicht angetastet werden sollte.

 
Was meint ihr zu diesem Thema? Ist die Abtreibung ethisch vertretbar oder nicht? Hat der Fötus ein Recht auf Leben?

Juli 14

Wahrheit oder Lüge?

Die Wahrheit kann viel verändern, für eine einzelne Person, für eine Gruppe und ebenso für die gesamte Menschheit. Die Wahrheit zu sagen ist manchmal ganz einfach, aber in anderen Fällen unendlich schwierig.

Manchmal muss man nur eine klitzekleine Frage beantworten und mit einer ebenso kleinen Antwort kann man einen Menschen glücklich machen, aber genauso gut kann man mit der Wahrheit einen Menschen unendlich verletzen.

Die Frage ist nun, soll man, wenn man eine Frage gestellt bekommt und genau weiß, dass die Antwort sehr verletzend ist, trotzdem die Wahrheit sagen? Oder lieber lügen?

Meiner Meinung nach ist es in den meisten Fällen am besten, die Wahrheit zu sagen, da eine Lüge oft ans Licht kommt und die Person dann noch viel mehr verletzt ist. Trotzdem sollte man aufpassen und nicht aus reiner Bosheit gemeine Dinge sagen, die eventuell der Wahrheit entsprechen, dennoch aber wirklich verletzen. Dies kann dann leider auch schnell in Mobbing ausarten. Falls die Wahrheit vielleicht nicht besonders schön ist und man die Person nicht verletzen will, sollte man wahrscheinlich versuchen, die Wahrheit schonend zu verpacken, um einen Menschen nicht noch unnötig mehr zu verletzen.

Nichtsdestotrotz gibt es auch Ausnahmen, bei denen es wohl verzeihbar ist, die Wahrheit zu verschweigen. Ein Beispiel dafür sind Notlügen. Aber auch diese sollten minimiert werden.

Wenn der Mensch insgesamt öfter die Wahrheit sagen würde, gäbe es viel weniger Missverständnisse, weniger Streit und weniger Chaos. Manchmal traut man sich aber auch einfach nicht, zu sagen, was man denkt, weil sonst andere schlecht von einem denken würden oder es für einen selbst vielleicht peinlich werden würde. Wenn jeder Mensch die Wahrheit sagen würde, würde sich niemand Gedanken darüber machen, wie man bei anderen ankommt oder zum Beispiel was eine bestimmte Person von einem denkt.

Ein weiterer guter Grund, die Wahrheit zu sagen, ist der, dass es vielleicht irgendwann zu spät ist, einer Person zu sagen, dass man sie liebt und dann muss man damit leben und kann nichts mehr dagegen tun.

Das Leben tut manchmal unvorhersehbare Dinge und deswegen muss man im Hier und Jetzt die Wahrheit sagen und dabei auch mal ein Risiko eingehen.

Was denkt ihr? Ist es immer am besten, die Wahrheit zu sagen? Wie wäre eine Welt, wenn jeder immer die Wahrheit sagen würde?

Und wie lange kann man die Wahrheit verschweigen bis sie zu einer Lüge wird?

 

Juli 13

Schein und Realität – Ein Leben mit Maske

Erst vor kurzem starb einer der ohne Zweifel größten Schauspieler des letzten Jahrhunderts – die Rede ist natürlich von Haudrauflegende Bud Spencer. Bekannt war er vor allem durch seine derben Sprüche und seine kolossalen Prügeleien, die in jedem seiner Filme eine große Rolle spielten. Doch wie viel der Lässigkeit behielt er auch noch im echten Leben bei?

Die Wahrheit ist wie bei fast allen Schauspielern, dass das, was wir in Filmen von den Schauspielern sehen, fast immer eigentlich nichts oder nur sehr wenig mit der Realität zu tun haben. Doch ist das nur bei Schauspielern so? Oder spielt nicht eigentlich jeder dem Rest der Welt eine Rolle vor, ohne sein „wahres Gesicht“ zu zeigen, trägt nicht jeder von uns eine Maske, unter die wir nur ganz wenige oder gar niemanden schauen lassen?

Auf die eine oder andere Weise hat bestimmt jeder schon einmal die Erfahrung gemacht, sich selbst zu verstellen, um von anderen besser, anders oder überhaupt wahrgenommen zu werden. Sei es nun, um vor Eltern oder Lehrern besser dazustehen, bei den Freunden anzugeben oder den oder die Angebetete(n) zu beeindrucken, etwas an uns selbst scheint uns aus unserer Sicht in einem unvorteilhaften Licht darzustellen.

Aber sind es wirklich wir selbst, die uns verstellen müssen, oder müssen alle anderen ihre Masken abnehemen um uns so zu sehen, wie wir sind?

Wie wir sind. Was wir sind. Haben wir eigentlich eine Ahnung, wer, was oder wie wir sind? Oder tragen wir selbst dann eine Maske, wenn wir uns selbst im Spiegel betrachten?

Ich finde, das sind ein paar interessante Fragen. Was ist eure Meinung dazu? 🙂

Juli 10

Der technische Fortschritt – geht alles zu schnell?

Alle großen Katastrophen der letzen Jahrzehnte zeigten doch, entgegen dem Glauben vieler Menschen und Wissenschaftler, dass der Mensch nicht unbesiegbar gegenüber der Natur ist. Der technische Fortschritt, den wir zur Zeit erleben, ist derart rasant, dass viele die Auswirkungen davon noch gar nicht begriffen haben. Denken wir doch einfach mal nur 15 Jahre zurück: Damals gab es noch keine Smartphones, mehr oder weniger schnelles Internet, oder ein paar Schuhe, dass innerhalb von 24h nach der Bestellung an der Tür klingelt. Wie viel, besser, wie wenig Zeit ist das doch, zumindest in Anbetracht der Lebenszeit eines Menschen, oder gar der Welt, wie wir sie kennen. Da drängt sich dem einen oder anderen doch die Frage auf, ob ein so schneller Fortschritt nicht doch auch seine Schattenseiten hat.

Das Internet bietet uns die Möglichkeit, mit unseren Freunden zu kommunizieren und zeigt uns, am liebsten noch bevor es soweit ist, was in der Welt so alles los ist. Es bietet aber auch für kriminelle Banden, Drogenhändler und Terroristen eine Plattform, sich zu organiseren und zu kommunizieren. Während der schnellen Evolution des Internets und aller Teilnehmer wurde zu wenig an mögliche Sicherheitsvorkehrungen gedacht.

Wo wir schon beim Thema Internet sind: Industrie 4.0 beherrscht alle Vorstandssitzung von Klein- über mittelständische bis Großunternehmen. Die Vernetzung der Industrie ist das neue Ding, das scheinbar nun auch jeder Bäckerbetrieb braucht. Schließlich muss der Bäcker ja per Smartphone auf der Toilette überprüfen können, bei welcher Temperatur und Luftfeuchtigkeit seine Brötchen im Ofen gerade verbrennen. Doch nun mal ehrlich: Spätestens seit Stuxnet wissen wir, wie einfach es sein kann, Schadsoftware in sicherheitskritische Analgen wie Atomkraftwerke einzuschleusen.

Auch beim Thema Atomkraft zeigen Katastrophen wie Tschernobyl oder Fukushima, dass der Mensch keine endgültige Überlegenheit gegenüber der Natur hat. Scheinbar steht in der Industrie die Funktion per se über der Sicherheit, vielleicht auch, weil dafür keine Zeit ist.

Alle aufgeführten Beispiele können analog auf nahezu alle Bereiche moderner Technologien angewendet werden.

Wie steht ihr zum Thema des schnellen technischen Fortschritts? Geht alles zu schnell oder ist die Entwicklung gar zu langsam?