Dezember 15

Protokoll Freitag, den 15.12.2017

Protokoll: Freitag den 15.12.2017 von 11:25-13:00 Uhr

Gymnasium Gerabronn Kursstufe 1

Referentin: Sü

Anwesenheit: 5 von 7 Schüler

Verfasser: Phaenomen218

 

Gliederung der Unterrichtsstunde:

  1. Organisatorisches
  2. Epikur (a) und Stoa(b)

1. Zu Beginn der Stunde bekamen wir die erste Klassenarbeit vom 1.12.2017 zurück und besprachen sie anschließend. Danach wurden die Schüler noch genauer über den Blog informiert: Bis zum 7.1.2018 muss jeder Schüler 5 Kommentare und einen Beitrag online stellen.

2. Das Thema Epikur und Stoa haben wir bereits in der vergangenen Woche begonnen. Wir haben 2 Gruppen gebildet und diese mussten eine sognannte „Pecha Kucha“ Präsentation mithilfe von Arbeitsblättern und Materialeine wie einem Radiobeitrag des Radio Bayern2 vorbereiten. Es geht darum, eine Präsentation mit 20 Folien bildhaft zu gestalten. Dabei darf zu jeder Folie maximal 20 Sekunden gesprochen werden und somit geht eine Präsentation ca. 7 Minuten. Die Vorträge wurden dann noch fertiggestellt und anschließend dem Kurs präsentiert.

a) Epikur ist als der Philosoph der maximalen Lust bekannt und seine Hauptaussage beinhaltet, dass ein Mensch befriedigte Bedürfnisse benötigt, um ein glückliches Leben zu führen. Die Thesen von Epikur handeln also von notwendigen Bedürfnissen und welche Mittel zur Befriedigung dieser benötigt werden.

Diese notwendigen Bedingungen beinhalten Dinge wie Essen, Trinken, Kleidung oder ein Dach über dem Kopf. Dabei geht es laut Epikur nicht darum, von all diesen Dingen unendlich viel zu haben, sondern eine ausreichende Menge. Es wurde ein Beispiel anhand einer Villa im Vergleich zu einer Wellblechhütte. Hier ist letzteres notwendig und eine Villa die luxuriöse Erfüllung des Bedürfnisses. Zudem zählt der Genuss von Kunst, Musik und Sexualität auch zu den notwendigen Bedürfnissen, sowie die Freunde und die Philosophie. Vor allem geht es darum, den Lustempfindungen nachzugehen, nicht aber den beispielsweisen Materiellen.

Mittel zur Erfüllung der Aufgabe, die Bedürfnisse zu befriedigen, sind laut des Philosophen der Ausgleich zwischen den Dingen, die Tugenden, Erfüllung, Maßhalten und auch Freundschaftsdienste, um eben das Ziel der Glückseligkeit zu erreichen. Das war eines der wichtigsten Ziele der Befriedigung. Andere waren noch die Lust, Freude, oder Fröhlichkeit.

b) Die Stoa benötigt dennoch eine innere Ruhe, beziehungsweise Gelassenheit, um ein glückliches Leben zu führen. Die Aufgabe der Philosophie ist es, eine praktische Lebenskunst zu erreichen und das Endziel der Stoa ist es, alle selbst gesetzten Ziele zu erfüllen und sich so selbst Ziele zu setzten um, wie Epikur, zur Glückseligkeit zu gelangen. Dabei ist es wichtig, nur erreichbare Ziele zu haben, die nicht über die eigene Kraft herauswachsen. So soll man nur wollen,was man erreichen kann.

Dinge die man beeinflussen kann und welche nicht, spielen auch eine wichtige Rolle für die Stoa. Hier ist so etwas wie materieller Besitz, Tatsachen, oder Fakten, sowie natürliche Gegebenheiten nicht zu beeinflussen. Wenn man sich gegen diese Dinge also währen würde ist es also sinnlos. Ein Beispiel dazu war, dass man sich möglicherweise über eine Tatsache aufregen kann, es aber nutzlos ist, weil es unbeeinflussbar ist. Wir müssen uns den Dingen so hingeben, wie sie sind.

Im Gegensatz dazu ist der menschliche Geist und Seele beeinflussbar. Dabei hängt es von den Entscheidungen ab, die man trifft, um zum Ziel zu gelangen. Dabei ist man im Bezug auf die Gleichgültigkeit von sich selbst zu beeinflussen und wenn man mit sich selbst im Reinen ist, also ein Leben in innerer Ruhe besitzt, nicht zu beeinflussen.

→ Zum Ende der Stunde haben wir uns die Frage gestellt, ob wir Stoa oder Epikur bevorzugen, uns sollten unsere eigene Meinung zur Frage, wie man ein glückliches Leben führen kann, geben.

Dezember 10

Protokoll Montag 04.12.2017

Protokoll: Montag 04.12.2017, 11.15-13.00 Uhr

 

Referentin: Sü

 

14 Schüler anwesend

 

Verfasser: Gerechtigkeit

 

Gliederung:

1.Organisatorisches

 

2.GFS

 

3.Wdh./ Zsfsg. Strafen

 

4.Todesstrafe weltweit

 

2.GFS

Das Thema der GFS war „Todesstrafe vs. Menschenrechte“. Dieses wurde wiederum unter der Frage, ob die Todesstrafe mit den Menschenrechten vereinbar sei, genauer beleuchtet. In der GFS wurden verschiedene Punkt genannt und erklärt. Einer dieser Punkte, waren Argumente für und gegen die Todesstrafe:

Dafür spricht: Dagegen spricht:

 

-„Auge um Auge, Zahn um Zahn“–>Mose

-Abschreckung

-Rache und Vergeltung

-Lebenslängliche Haft ist unmenschlicher, als ein schneller Tod

-Schutz der Gesellschaft

-Alttestamentliches Gebot wird in Matthäus 5,38ff aufgehoben

-Abschreckungskraft noch nie wissenschaftlich bewiesen

-Hinrichtung der Täter hilft den Opfern nicht

-Justizirrtümer

-hohe Kosten

-Extreme Belastung für Angehörige

-keine Chancen auf Rehabilitationen

-Senken den Respekt vor menschlichem Leben

-Bekämpft nicht die Ursachen

-Mord, um Mord zu bestrafen

 

Anschließend wurden uns die Menschenrechte gezeigt, sowohl die „Allgemeine Erklärung“, in der besonders auf Artikel 3 und 5 hingewiesen wurde, als auch das „Zivilpaket“. Am Ende der GFS kam sie (die Person, die die GFS gehalten hat) zu dem Fazit, dass die Todesstrafe nicht mit den Menschenrechten vereinbar sei, also weder mit der „Allgemeinen Erklärung“, noch mit dem „Zivilpaket“. Außerdem ist sie der Meinung, dass eine fortschrittliche Welt nicht an der Hinrichtung festhalten sollte. Sie sagte ebenfalls, dass der Druck der Weltgesellschaft steigen muss, um etwas zu ändern.

3.Wdh./ Zsfsg. Strafen

Wir sahen uns ein Video an, indem verschiedene Bespiele für die absolute und relative Strafzwecktheorie genannt wurden, die wir dann aufschreiben sollten.

Absolute Strafzwecktheorie Relative Strafzwecktheorie
Spiegelstrafen*, z.B. Abschneiden der Hände Spiegelstrafen*
Guillotine Guillotine
Kreuzigung* Generalprävention:

-Pranger

– Kreuzigung*

Hexenverfolgung Hexenverfolgung
Kahlscheren von Frauen Freiheitsstrafe
Todesstrafe Zwölftafelgesetz
Codex Hammurabi* Nürnbergerprozesse

 

*Spiegelstrafen: Strafen, bei denen der Verurteilte einen gleichen oder ähnlichen Schaden erleidet, wie das Opfer

* Kreuzigung: Diente zur Demütigung und Abschreckung

* Codex Hammurapi: Sammlung von Rechtssprüchen („Auge um Auge, Zahn um Zahn“)

Wie zu erkennen ist, können einige Beispiele beiden Strafzwecken zugeordnet werden, weshalb wir auch im Unterricht darüber diskutiert haben.

Zu finden ist dieses Video unter folgendem Link:

https://segu-geschichte.de/video-urteilen-und-strafen/

4.Todesstrafe weltweit

Zu diesem Thema haben wir uns einen Bericht von einem Radiosender angehört, der über die Todesstrafe in verschiedenen Ländern erzählt hat.

Das erste Land, das präsentiert wurde, war die USA:

  • 60% der Befragten war für die Hinrichtung
  • Aber Öffentlichkeit will es unauffällig
  • 32 von 50 Staaten haben noch die Todesstrafe, aber sie wird nur in 9 davon auch durchgeführt
  • Kritik:
  • Nicht wirkungsvollà keine Abschreckung
  • Zu teuer
  • Trifft Unschuldige
  • Funktioniert nicht immer richtig
  • 145 Fehlurteile

Das zweite Land, das die Todesstrafe noch durchführt, ist China:

  • Hinrichtungszahl ist ein Staatsgeheimnis; aber Schätzungen zu Folge sind es 3000 pro Jahr
  • Hauptgrund für Todesstrafe: Zorn der Bevölkerung über Korruption
  • Todesstrafe nicht nur für gewalttätige Delikte, sondern auch z.B. für Korruption
  • Kritik:
  • Fehlurteil oder falsches Justizurteil kann nicht mehr rückgängig gemacht werden
  • Todesstrafe schreckt nicht so sehr ab, wie gewollt
  • Recht auf Leben sollte respektiert werden
  • Geständnisse unter Folter erpresst und nicht immer gut/richtig
  • Aber: China ist ein Einparteienstaat und die Abschreckung durch Todesstrafen sei immer noch wichtig

–>trotz Rückgang der Verurteilungen, ist China noch weit entfernt von der Abschaffung der Todesstrafe

 

Das dritte Land, um das es ging, ist der Iran:

  • Vereine setzen sich für die Abschaffung der Todesstrafe ein
  • Hinrichtungen sind öffentlich–> Widerstand, durch Rückgang der Zuschauerzahlen
  • Todesstrafe wegen z.B. Mord, Ehebruch oder Homosexualität
  • Aber: Verwandte der Opfer können bei Verurteilung wegen Mord, den Täter begnadigen und ihm so die Todesstrafe ersparen
  • Todesstrafe außerdem wegen Drogendelikten, aber „der Kampf gegen Drogen, werde nicht am Galgen entschieden“
  • Zahl der Hinrichtungen sogar gestiegen

 

Nachdem wir den Bericht besprochen hatten, konnten wir selber noch sagen, warum die Todesstrafe gut oder schlecht ist bzw. warum wir dafür oder dagegen waren. Dabei wurde gesagt, dass die Todesstrafe als Abschreckung nicht wirksam sei, dass aber jemand, der z.B. einen Mord begeht, dadurch sein Recht auf Leben verloren habe, und dadurch schon irgendwie die Todesstrafe „verdient“ hätte.

 

Zu finden ist der Bericht unter folgendem Link:

http://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/radiowissen/todesstrafe-exekution-strafrecht100.html

 

 

November 30

Protokoll zum Ethik Unterricht am 24.11.2017

Außer zwei Leuten sind alle da.

Übersicht

  1. Die menschliche Seele
  2. Eigenschaften eines Dings
  3. Kreuzworträtsel über Aristoteles

1. Die menschliche Seele.

Wenn es nach Aristoteles geht, besteht die menschliche Seele aus zwei Teilen, dem irrationalen, vegetativen  Teil, und dem rationalen Teil.  Aristoteles meint, dass nur der rationale Teil Tugenden ausbildet, welche die Verstandestugenden ( dianoethischen Tugenden ) sind.

Es gibt aber auch Charaktertugenden ( ethischen Tugenden ), die unser Individuum ausmachen. Sie streben die Beherrschung unserer  Triebe und Gefühle durch die Vernunft an, deshalb werden diese als Strebevermögen dargestellt.

Wie erlangen wir die Tugenden ?

Wir sollen üben. Die Übung besteht in Tat und Lehre. Die dianoethischen Tugenden sollen gelehrt werden, die ethischen Tugenden sollen durch die Tat in die beiden Seelenteile übergehen. Wir haben uns zum Beispiel die Frage gestellt, ob gerechtes Handeln dazu führt, dass man gerecht wird? Wir kamen zu keinem Schluss. Es kam aber auch das Beisiel vom Geige spielen, wobei die Verstandestugend ist spielen zu können und die Charaktertugend  das Streben nach dem besser werden ist. Das Beispiel zeigt auch das manche Tugenden angeboren sind, aber entwickelt werden müssen.

 

 2. Beschreibung eines Gegenstandes

Aristoteles stellt 10 Fragen an ein Gegenstand, um ihn beschreiben zu können.

3.  Kreuzworträtsel über Aristoteles

(aufgrund Zeitmangels konnte das Kreuzworträtsel nicht vollständig besprochen werden)

Zur eigenen Lösungsfindung bitte auf den Link zum Podcast klicken

www.br.de/radio/bayern2/sendungen/radiowissen/aristoteles-philosophie-denker-100.html

 

 

 

November 25

Protokoll Montag 20.11.2017

Protokoll Montag: 20.11.2017

 

Referentin: Sü

 

13 Schüler anwesend

 

Verfasser: Freiheit

 

Gliederung der Doppelstunde:

  1. Organisatorisches
  2. Philochat
  3. Welche Strafe?
  4. Straftheorien

Philochat:

In der letzten Stunde sind wir in die Rollen berühmter Philosophen geschlüpft und haben uns auf Twitter über deren Gerechtigkeitstheorien ausgetauscht. Zu Beginn der Stunde, haben wir uns darüber unterhalten, wie gut uns der Philochat gefallen hat und ob wir so etwas gerne öfter machen würden. Obwohl wir uns bei unseren Antworten kurzfassen mussten, haben wir es geschafft, den Inhalt der Theorien, wenn auch stark verkürzt, wiederzugeben. Alle fanden die Idee toll und würden so etwas gerne noch einmal zu machen.

Welche Strafe?

Wir bekamen ein Arbeitsblatt, auf dem wir ankreuzen sollten, was für eine Strafe wir für einen 16-Jährigen Brandstifter für angemessen halten. Bei dem Brand starben 5 Frauen und Mädchen türkischer Herkunft. Vier Familienmitglieder überlebten. Uns wurden folgende mögliche Strafen vorgelegt:

  1. Der sollte genauso abgefackelt werden, am besten auf dem Scheiterhaufen.
  2. Er soll zu einer Haftstrafe verurteilt werden. Zusätzlich soll sein Bild mit Namen in den Medien veröffentlicht werden.
  3. Die überlebenden Familienmitglieder sollen die Art und Höhe der Strafe selbst bestimmen, was immer sie auch mit ihm machen wollen.
  4. Der Täter sollte für mehrere Jahre einer gemeinnützigen Aufgabe nachgehen. Er könnte z.B. dazu verpflichtet werden, in einem Krankenhaus zu arbeiten, in dem Brandopfer behandelt werden.
  5. Der Täter soll zu einer Geldstrafe verpflichtet werden. Das Geld erhalten die überlebenden Angehörigen.
  6. Der Täter sollte zu einer lebenslangen Haft verurteilt werden.
  7. (Möglichkeit für anderes, nicht aufgelistetes Urteil)

 

Danach haben wir noch weitere Informationen über den Täter bekommen. Er war eine Zeit lang im Heim und zeigte schon früh aggressives Verhalten. Daraufhin sollten wir überlegen, ob uns diese Informationen in unserer Entscheidung beeinflussen.

Anschließend haben wir über die verschiedenen Strafen und ihre Vor- und Nachteile geredet und haben uns dann gefragt, ob man überhaupt strafen muss?

Wir sind zu dem Entschluss gekommen, dass ohne eine Strafe, das Gesetz gar keinen Sinn machen würde und jeder tun und lassen könnte, was er will. Außerdem gibt die Strafe dem Täter die Chance auf Resozialisierung, nachdem man im Gefängnis war.

Als wir dann von der tatsächlichen Strafe erfahren haben, waren wir überrascht, wie hoch sie war. Der Junge und seine Mittäter unter 21 erhielten eine 10-jährige Haftstrafe. Diese wurde als Abschreckung verhängt, da zu dieser Zeit sehr viele ähnliche Anschläge passiert sind. Dies erschien einigen unfair.

Exkurs:

Es gab eine Diskussion zur aktuellen politischen Lage und wir haben darüber geredet, ob es nun zu Neuwahlen kommt oder nicht und ob diese sinnvoll wären.

Straftheorien:

Man unterscheidet zwischen zwei Straftheorien:

  • Absolute Straftheorie (Ursachen- und Vergangenheitsorientiert):
  1. Vergeltung
  2. Sühne
  3. Ausgleichende Gerechtigkeit

 

  • Relative Straftheorie (Ziel- und Zukunftsorientiert):
  1. Spezialprävention:

Positiv: Resozialisierung

Negativ: Denkzettel, Unschädlichmachung

–> Wirkung auf Täter

  1. Generalprävention

Positiv: Normbeschäftigung

Negativ: Abschreckung

–>Wirkung auf Gesellschaft

Die absolute und relative Straftheorie nennt man allgemein Vereinigungstheorie. Die absolute jedoch, wird heutzutage nicht mehr angewandt.

Anschließend sollten wir die Theorien den obgenannten Strafen zuordnen.

  1. Absolute Straftheorie
  2. Generalprävention
  3. Absolute Straftheorie –> Rache
  4. Spezialprävention
  5. Täter-Opfer-Ausgleich
  6. Generalprävention

 

November 17

Zusammenfassung der Doppelstunde am 17.11, Thema: Aristoteles‘ nikomachische Ethik und Tugendlehre, verfasst von bingobongo

In der Doppelstunde  von 11:25 bis 13:00 Uhr  am Freitag, den 17.11.2017 im Gymnasium Gerabronn war der Kurs der K1 bis auf eine Person vollständig anwesend. Zusätzlich war auch noch der Sohn von Frau Schütze anwesend, der uns tatkräftig unterstützte. Das Thema dieser Sitzung war Aristoteles‘ Tugendlehre und nikomachische Ethik.

Zu beginn der Stunde reflektierten wir noch einmal die Erkenntnisse der vorherigen Sitzung.  Dabei ging es um Aristoteles‘ grundlegende Unterscheidungen der Lebensformen: Das Leben des Genusses, das Leben des Politikers und das Leben des Philosophen. Zusätzlich sprachen wir auch noch einmal Aristoteles‘ Vorstellungen von Glück haben und glücklich sein an.

Um das Thema der Letzten Stunde wieder aufzugreifen, lasen wir einen Text über Aristoteles‘ Tugendlehre. Aus diesem Text ging hervor, dass jeder Mensch nur handelt, um bestimmte Ziele zu erreichen. Diese Ziele, die die Menschen in ihren Handlungen verfolgen, verweisen wiederum auf höhere Ziele, welche dann auch wieder auf höhere Ziele verweisen. Diese Kette kann man immer weiter fortführen, ohne dass am Ende ein bestimmtes Ziel stehen würde, womit unser Handeln komplett sinnlos wäre. Der Mensch strebt aber in all seinem Handeln nach etwas Besserem. Jemand, der zum Beispiel Sport betreibt, tut dies lediglich um ein Ziel zu erreichen, wie zum Beispiel fit zu sein oder zumindest so auszusehen. Jeder Mensch möchte also mit seinem Handeln ein bestimmtes Ziel erreichen, das dann für diesen Menschen Glück bedeutet. Somit ist das Handeln der Menschen nicht wie zuvor erwähnt sinnlos, denn jeder Mensch hat ein Endziel, das Glück.

Dann befassten wir uns mit der Mesotes-Lehre des Aristoteles (gr. méson = das Mittlere). Nach Aristoteles ist die Tugend eine feste Haltung einer Person, eine Charaktereigenschaft. Der Mensch definiert sich durch sein Handeln. Aber wie soll man handeln? Nach Aristoteles Mesotes-Lehre ist das richtige Handeln eines Menschen das Mittlere, nicht zu verwechseln mit dem Mittelmäßigen. Um ein Leben der Tugend leben zu können muss man eine Balance zwischen zwei Gegensätzen finden, also das Mittlere, zum Beispiel die Tapferkeit: die Tapferkeit bildet die Mitte oder eine Balance zwischen den Gegensätzen „Tollkühnheit“ und „Feigheit“, wobei das eine ein „zu viel“ und das andere ein „zu wenig“ darstellt. Feigheit ist ebenso nicht tugendhaft wie Tollkühnheit, denn ein tollkühner Mensch bringt sich eher unnötig in Gefahr, denn ihm fehlt die Angst vor manchen Gefahren. Während ein feiger Mensch sich zwar niemals freiwillig in Gefahr bringen würde, aber auch nie etwas wagen würde. Das ist auch schlecht, denn „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt!“. Tapferkeit stellt hier eine Mitte, ein Gleichgewicht dieser beiden Gegensätze dar.                            Weitere Beispiele dieser Mittelwege zwischen zwei Gegensätzen wurden an der Tafel aufgelistet (siehe unten).

Um uns selbst diese Zusammenhänge noch weiter zu verdeutlichen, teilte Frau Schütze ein Buch. Daraus lasen wir einen Textabschnitt aus Aristoteles‘ nikomachischer Ethik. Mithilfe des Textes wurde uns dann klar, dass ein tugendhafter Mensch sich selbst entscheidet, moralisch zu handeln, um sein Ziel zu erreichen. Er entscheidet sich außerdem zum tugendhaften Handeln, nämlich der Mitte zwischen zwei Gegensätzen.

Wir sollten uns zum Abschluss mit dem angeeigneten Wissen überlegen, welche tugendhaften Charaktereigenschaften heute wichtig sind oder wichtig sein könnten. Weitere Beispiele wurden an der Tafel aufgelistet (siehe unten) und unter den Schülern diskutiert. Es stellte sich heraus, dass es relativ schwierig ist, eine genaue Mitte zwischen zwei Gegensätzen zu treffen, da das anscheinend tugendhafte Verhalten meist selbst zu einem Extrem tendiert und es somit sehr schwierig, eher unmöglich ist, die genaue Mitte zwischen zwei Gegensätzen zu treffen.

 

MfG

bingobongo

Tafelaufschrieb: Beispiele für tugendhaftes Verhalten; Mesotes-Lehre

 

 

November 10

Zusammenfassung der Stunde vom 10.11 der K1, verfasst von Karthasis

Zusammenfassung der Stunde vom 10.11 der K1, verfasst von Karthasis

1. Abstimmung über die Nutzung des Hefts während der ersten Klausur.
Ergebiniss: Einstimmig für die Nutzung des Hefts.

2. Glücklich sein vs Glück haben
Im Podium haben wir die Unterschiede zwischen dem Ereignis des Glück-habens, wie zum Beispiel beim Lottogewinn, und der lang zeitigen Erfüllung von Zielen und Wünschen als subjektive Wahrnehmung von Glück.

3. Aristoteles: Was ist Glück?
In Einzelarbeit haben wir nach dem Lesen eines Textes im Buch (s. 94 M1/a1,2,6) erarbeitet, wie Aristoteles Glück verstand. Er definiert dieses als Endziele aller Tätigkeiten, die ein Mensch macht. Dabei kann die Tätigkeit selbst (Praxis), aber auch das Ergebnis der Tätigkeit glückbringend sein (Poesis), allerdings auch die Summe vieler Tätigkeitsreihen mit einem vorher festgelegtem Ziel (Telos).

4. Lebensformen
Aristoteles hat desweiteren verschiedene Formen der Art wie Menschen Leben um ihr individuelles Glück zu finden, beschrieben. Er differenziert hierbei zwischen dem Leben des Genusses, dem des Politikers, und jenem des Philosophen. Gemeinsam haben wir Aristoteles Wertung der Einzelnen Lebensformen erarbeitet, und dabei herausgefunden, dass das Leben des Genusses, also desjenigen, der nur für die marteriellen Vorzüge Tätigkeit ergreift, nach Aristoteles am niedersten ist, da er sich komplett seinen animalischen Trieben nach immer mehr hingibt. Das wird von dem leben des Politikers gefolgt, der sein Glück in der Bestätigung seiner Ehre durch andere Findet. Diese Tätigkeit ist egozentrisch, hat aber sehr positive Nebenwirkungen, weil eine funktionierende Gesellschaft entsteht, Am höchsten wird das Leben des Philosophen gewertet, weil dieser Glück in sich selbst beziehungweise im Wissen und im Wesen des Glücks finden möchte. Ein Schüler wollte das Leben des Gläubigen als eine Lebensform ergänzen, da dieser das Glück von seinem Glauben zieht. Nach einer hitzigen Diskussion über den Stichgehalt dieser Lebensform wurde die Stunde durch den Gong beendet.

Das war die Stunde des 10.11, gehalten Von Frau Schütze
MFG Karthasis

Oktober 27

Glück und Gelassenheit

Glück ist verbunden mit Symbolen. Warum? Als ob Glück an irgendeinen Gegenstand gebunden wäre, welcher den Besitzer dazu verhelfen soll erfolgreich durchs Leben zu kommen. Ich denke dass der Glaube an Glück allein dazu verhilft, die positiven momente verstärkt wahr zu nehmen. So kommt es dass man davon überzeugt ist, dass man glück für deinen schönen Moment braucht, da man Momente nur noch mit Hilfe der Assoziation Glück oder dem Gegenteil wahrnimmt. Der Eindruck Glück bei sich zu haben, erschließt nun die Vorstellung, dass jeder Moment ein positiver werden muss. Das bringt Gelassenheit, da kaum noch  etwas schief gehen kann.

Das ist für mich der Grund zu sagen, „Glücksbringer sind etwas Tolles“; weil Glück etwas tolles ist. Ich meine jetzt aber nicht Glück im Sinne von „vorteilhafter Zufall“, sondern die Freude übers Leben.

Oktober 27

Bist du glücklich ?

Jeder verbindet etwas ganz bestimmtes mit Glück, für die Einen ist es Erfolg im Beruf, für die Anderen vielleicht Zeit mit der Familie. Auf jedenfall ist Glück ein wichtiger Bestandteil im Leben und ohne diesen fehlt etwas und zwar jedem. Die Beiden, die in dem Bild zu sehen sind, definieren Glück wohl mit der Gemeinsamkeit des Anderen, dadurch entsteht automatisch eine gewisse Gelassenheit, welche auch optisch schnell zu sehen ist. In den häufigsten Fällen sieht man Menschen an, ob sie nur ein aufgesetztes Lächeln haben oder ob es wirklich von Herzen kommt. Nicht für jeden beudeutet Glück oder Gelassenheit zwingend Gemeinschaft, sondern manch einer ist mit materiellen Dingen glücklich oder nur wenn er alleine ist, wirklich gelassen.  ~MA.MA

Oktober 27

Glück, Gelassenheit

https://pxhere.com/de/photo/1276302

Die meisten Meschen würden, wenn sie Glück und Gelassenheit beschreiben sollten, ungefähr das gleiche Bild beschreiben. Das ausgesuchte Bild visualisiert diese Eindrücke aus meiner Sicht sehr gut. In diesem Bild findet sich eine angenehme Atmosphere, da diese natürliche Landschaft einen Kontrast zum eintönigen Alltag bietet, der von den meisten Menschen, mir eingeschlossen, negativ konnotiert ist. In diesem Bild sieht man außerdem einen Mann, der sich vermutlich im Urlaub befindet und dem man seine Gelassenheit und Entspannung förmlich ansehen kann.

Oktober 27

Glück

https://www.flickr.com/photos/bagogames/14481031194, Lizenz: CC-by (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/)

 

Was ist Glück?

Glück ist, zumindest für mich, Trainingserfolge zu erleben. Das Gefühl, eine neue Technik zu erlernen und irgendwann zu berrschen ist sehr motivierend und erfüllend. Das Bestreben, sich immer weiter zu verbessern und Fortschritte zu machen kann einen gänzlich erfüllen. Deswegen macht mich der Kampfsport glücklich.