Anregung zum Philosophieren: Weihnachten

Was bedeutet Weihnachten für dich?

CC-by-SA 4.0, M. Schütze, Dezember 2018

Ein paar Gedanken:

Innerhalb von zwei Wochen sind drei christliche und ein weltlicher Feiertag, im Jahresverlauf ist das Verhältnis ähnlich. Ist das sinnvoll? Trotz der Trennung von Kirche und Staat gibt es in unserem Land nur christliche Feiertage, z.b. keine muslimischen oder buddhistischen. Wäre es denkbar, dass alle Religionsgemeinschaften eine bestimmte Anzahl freier Tage selbst im Jahr verteilen dürfte? Wie könnte man mit den Atheisten verfahren? Was müsste sich dafür in der Gesellschaft ändern? Ist das wünschenswert?

„Es müsste der Begriff der GABE weiter bedacht werden. Es müsste gefragt werden, ob der Menschen für den anderen wesentlich Gabe ist. Ob die Gaben, die Geschenke, geradezu Weihnachten, Ausdruck dieser wesentlichen Gabe des Daseins sind oder heute noch sein können. Verdeckt der Konsumismus den Charakter der Gabe?“ (zum Weiterlesen gern hier entlang)

Kann man ethisch schenken? Angefangen bei den Motiven zu schenken, weiter zu den Bedingungen der Herstellung der Dinge, die man verschenkt und zu den Unmengen an Verpackungsmaterial.

3 Antworten auf „Anregung zum Philosophieren: Weihnachten“

  1. Hallo Frau Schütze,

    ich denke der Grund für die vielen und ausschließlich christlichen Feiertage ist einfach historisch bedingt, denn das Christentum hat das Gebiet, wo heute Deutschland ist, schon seit vielen hundert Jahren heimgesucht und geprägt und so haben sich eben überwiegend christliche Feiertage etabliert. Heute ist immer noch ein Großteil der Deutschen entweder evangelisch oder katholisch und ich denke auch, dass sich Atheisten und Andersgläubigen über die Weihnachtsfeiertage freuen. Diese Feste haben sich auch mittlerweile tief in unsere Gesellschaft eingefressen und werden zunehmend von großen Konzernen genutzt, um ordentlich Gewinn zu machen. Diese Tatsache hat aber auch dazu geführt, dass das Schenken und die Überraschung zu Weihnachten drastisch an Wert verloren haben. Für die Kleinen ist das natürlich toll, denn wie großartig ist es denn, wenn man einfach mit einem Edding® durch den MediaMarkt Katalog gehen kann und dann auch noch alles bekommt, was man einkreist? Ich finde diese Tatsache eher traurig, denn Geschenkpapier ist komplett sinnlos geworden, weil die Kinder sowieso schon wissen, was sie bekommen. Dann gibt es aber auch noch die Geschenke, die tatsächlich eine Überraschung sind und man freut sich, wenn man sieht, dass sich der Beschenkte auch tierisch freut. Für mich ist in einem richtigen Geschenk oder einer „Gabe“ ein Stück weit auch Kreativität und guter Wille von dem Schenker erkennbar und der Kaufpreis des Geschenks spielt dabei dann keine Rolle. Man muss sich nur selbst entscheiden ob man lieber Marionette des Konsumismus sein will oder ob man beim Schenken auch selbst Freude empfinden will.

  2. Hallo,
    Also erstmal möchte ich loswerden, dass Weihnachten leider Gottes die schrecklichste Farbkombination hervorgebracht hat, nämlich grün-rot, was zu allem Überfluss auch noch in Übermaß verwendet wird. Abgesehen von diesem wichtigsten Punkt ist Weihnachten natürlich schon so lange zu einem Konsumfest geworden, dass ich mich inzwischen frage ob es wirklich jemals anders war und es ein Fest der Liebe und des Gebens, so wie wir die Legende der Weihnacht verstehen, gab. Naja, unabhängig davon freue ich mich sehr über die kleine materiellen Freuden die ich alljährlich erhalte, und bin noch viel mehr darüber frustriert, selber keine tollen Geschenke machen zu können. Ob wir diese Weihnachtstagsregelungen tatsächlich für die muslimische Bevölkerung zu ändern haben wird sich tatsächlich automatisch zeigen. Wenn der Wille groß genug ist, wird das nämlich automatisch geschehen. Ich möchte mich jetzt nicht in große moralische und ethische Ausschweifungen vertiefen, sondern vor allem sagen, dass, egal ob Weihnachten in seiner jetzigen Form beibesteht oder nicht, ein Fest mit ein paar freien Tagen, Essen und Geschenken, so wie der Familie, ein mal im Jahr stattfinden sollte, mit all seinem Guten und all seinem Schlechtem.

  3. Hallo!
    Dies ist wirklich ein sehr interessantes Thema, ich habe mich diese Weihnachten tatsächlich mit diesem Thema beschäftigt. Mir persönlich ist es dieses Jahr eher schwer gefallen ein nur fröhliches Weihnachten zu verbringen, wenn man sich den Grund der eigentlichen Feier mal überlegt. Die Hirten in den Krippenspielen, die Maria und Jose nicht reinlassen werden von uns als „schlechte“ Menschen bezeichnet, aber was machen wir mit Menschen in Not die unsere Hilfe brauchen? Daran schonmal gedacht, einfach die Thematik von damals auf heute beziehen, dann fällt es einem ein Stückchen schwerer Weihnachten besinnlich mit seinen Liebsten zu feiern, wenn man sich bewusst macht, dass jede Menge Menschen am selben Abend leiden, weil wir nicht fähig sind wirklich zu handeln.
    Zu den Geschenken möchte ich auch noch kommen, denn dasitzt wenn man Weihnachten feiert natürlich ein großer Teil. Eigentlich bin ich für das schenken, denn ich freue mich immer wenn ich jemandem eine Freude machen kann. Allerdings gibt ein Land wie die USA ca. 7 Milliarden US Dollar jährlich für Weihnachten aus, 4 Milliarden US Dollar würden reichen umzieh Trinkwasserversorgung auf der gesamten Welt möglich zu machen. Nur so am Rande, ich finde Geschenke sollten von Herzen kommen und nicht aus dem grüßten Portmonee.

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