Inwiefern verstößt die Ein-Kind-Politik Chinas mit ihren Folgen gegen die Menschenrechte?

Die Ein-Kind-Politik Chinas wurde 1979 von der chinesischen Volksrepublik eingeführt und 2015, also 36 Jahre später, wieder aufgehoben. Seitdem waren bis zu zwei Kinder erlaubt, seit kurzem darf jedes Paar wieder bis zu drei Kinder bekommen.

Eingeführt wurde die Politik auf Grund eines extrem hohen Bevölkerungswachstums, welches zu massiven Wirtschafts- und Versorgungsproblemen führte. Zwischen 1959 und 1961 kam es beispielsweise zu der größten Hungersnot der Menschheit, infolge welcher mindestens 35 Millionen Menschen in China starben.

Statistik Quelle (1): https://crp-infotec.de/wp-content/uploads/china-einwohner-einkind.jpg    (Sü: Bild entfernt, Urheberrechtsverstoß!!!)

Dieses hohe Bevölkerungswachstum wird in der Statistik „Bevölkerung China“ deutlich veranschaulicht, denn sie zeigt, dass sich die chinesische Bevölkerung von 1950 bis Mitte der 70-er Jahre fast verdoppelte (blaue Kurve). Auch wird die Hungersnot durch einen kleinen Einsturz der Bevölkerungskurve zwischen den Jahren 1959 und 1961 veranschaulicht. Die Wachstumskurve (rote Kurve) bricht während dieser Zeit stark in den negativen Bereich ein, aber steigt nach der Krise von fast -1,0 Wachstum innerhalb von zwei bis drei Jahren auf eine Wachstumsrate von ungefähr 3,25 an.

Während der Laufzeit der Politik durfte also jedes Paar nur noch ein Kind bekommen. Um die Einhaltung der Bevölkerung zu garantieren, wurden sowohl Belohnungen als auch Sanktionen eingeführt. Beispielsweise wurden monatliche Prämien für Ein-Kind-Familien bis zum vierzehnten Lebensjahr eingesetzt. Auf der anderen Seite gab es hohe Geldstrafen für Familien mit mehr als einem Kind und tiefe Einschränkungen für die sogenannten „Schattenkinder“, zum Beispiel im Bildungs- und Gesundheitsbereich.

Dies nahm die Volksrepublik China in Kauf um das Bevölkerungswachstum zu reduzieren. Das Programm war in diesem Sinne erfolgreich, was die Statistik „Bevölkerung China“ zeigt. Denn die Wachstumsrate der Bevölkerung stieg zwar nach der Einführung der Ein-Kind-Politik erst an, allerdings sank diese zwischen 1987 und 2010 kontinuierlich, wodurch die Wachstumsrate zuletzt bei 0,5 lag.                             

Trotz der Erfolge mit der Reduzierung des Bevölkerungswachstums entstanden durch die Ein-Kind-Politik viele neue Probleme, mit denen ich mich im Folgenden beschäftigen werde. Außerdem will ich die Frage beantworten, inwiefern die Ein-Kind-Politik Chinas gegen die Menschenrechte verstößt.

Die Menschenrechte bestehend aus 30 Artikeln sind von den Vereinigten Nationen 1948 bestimmt worden, zu denen China seit 1945 gehört. Im weiteren Verlauf werde ich einzelne Menschenrechte auswählen und die Verstöße Chinas im Hinblick auf diese erläutern. Es geht dabei nicht nur um die Ein-Kind-Politik selbst, sondern auch um die Folgen, die diese mit sich zog.

Der dritte Artikel in der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte heißt folgendermaßen: „Jeder hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person.“ In China wurde vor allem die Freiheit in Bezug auf schwangere Frauen stark missachtet, denn es kam häufig zu Zwangsabtreibungen gegen den Willen der Frau bei Schwangerschaften mit einem zweiten oder drittem Kind. Und es war nicht selten der Fall, dass diese Abtreibungen in späten Monaten der Schwangerschaft stattfanden, beispielsweise im achten Monat. Außerdem wurde die Freiheit und Sicherheit von vielen neugeborenen Mädchen missachtet, denn in China zählen Jungen traditionell mehr als Mädchen und werden als bessere Arbeiter und Versorger angesehen, weswegen sowohl Neugeborene getötet als auch Föten abgetrieben wurden aufgrund des Geschlechts.                                                                          

Der vierte Artikel, der wie folgt lautet: „Niemand darf in Sklaverei oder Leibeigenschaft gehalten werden; Sklaverei und Sklavenhandel in allen ihren Formen sind verboten.“, beziehe ich auf den Mangel an Frauen in China: 2015 gab es in China 106,3 Männer zu 100 Frauen. Es handelte um das größte Geschlechterungleichgewicht weltweit. Dieser Mangel an Frauen führt in China bis heute zu einem Mädchen- und Frauenhandel. Vor allem chinesische Mädchen und Frauen, aber auch Mädchen und Frauen aus Chinas Nachbarländern sind von den Auswirkungen der Ein-Kind-Politik betroffen. Die Frauen werden zum Beispiel mit falschen Versprechungen wie Jobangebote angelockt, dann aber entführt und an chinesische Familien verkauft. Oft werden die Opfer in Folge dessen eingesperrt und vergewaltigt, bis sie schwanger werden. In anderen Fällen kaufen sich mehrere Männer oder eine ganze Dorfgemeinschaft zusammen eine Frau, wenn sie sich nicht eine Frau für sich allein leisten können. Dabei geht es weniger um die Sicherstellung eines Nachfolgers, sondern um sexuelle Befriedigung. Geschätzt wurden 2013 täglich um die 500 Mädchen und Frauen verkauft.

Statistik Quelle (2): https://crp-infotec.de/wp-content/uploads/china-einwohner-alter.gif (Sü: Bild entfernt, Urheberrechtsverstoß!!!)

Dieser „Vergleich der Altersstrukturen“ von 2019 zwischen China und Deutschland zeigt das Geschlechterungleichgewicht in China eindeutig auf. Als Beispiel wurde in der Grafik die Altersgruppe zwischen fünfzehn und zwanzigjährigen ausgewählt: während der Anteil der männlichen Bevölkerung in diesem Alter bei ungefähr 50 Millionen liegt, handelt es sich bei den Frauen um ungefähr 43 Millionen. Es zeigt sich also, dass es allein in diesem Bereich von fünf Jahren ungefähr sieben Millionen mehr Männer gibt.

Der Artikel 15: „1. Jeder hat das Recht auf eine Staatsangehörigkeit. 2. Niemandem darf seine Staatsangehörigkeit willkürlich entzogen noch das Recht versagt werden, seine Staatsangehörigkeit zu wechseln.“ ist ein weiterer Kritikpunkt an der Ein-Kind-Politik, denn viele „Schattenkinder“ erhalten keinen chinesischen Ausweis und sind damit auch keine offiziellen Staatsbürger. Die Staatsangehörigkeit erhalten sie somit nicht, wodurch die Kinder versteckt leben müssen. „Gemäß Art. 1 des UNO-Übereinkommens über die Rechtsstellung der Staatenlosen wird eine Person als staatenlos bezeichnet, «die kein Staat auf Grund seiner Gesetzgebung als seinen Angehörigen betrachtet.“. Die Gesetzgebung ist in diesem Fall die Ein-Kind-Politik.

Der sechsundzwanzigste Artikel bezieht sich auf die Bildung: „1. Jeder hat das Recht auf Bildung. Die Bildung ist unentgeltlich, zum mindesten der Grundschulunterricht und die grundlegende Bildung. Der Grundschulunterricht ist obligatorisch. Fach- und Berufsschulunterricht müssen allgemein verfügbar gemacht werden, und der Hochschulunterricht muss allen gleichermaßen entsprechend ihren Fähigkeiten offenstehen.“. In China haben die „Schattenkinder“ kein Recht auf Bildung, weshalb viele jeden Tag die Grenze nach Hongkong überquerten, um zur Schule gehen zu können. Dies war möglich wenn die Mütter der Kinder diese in Hongkong auf die Welt gebracht hatten und sie sich deshalb der Ein-Kind-Politik entziehen konnten. Allerdings gibt es viele andere zweit- oder drittgeborene Kinder, die in China geboren sind und dadurch gar keine Bildung erhalten.  

Auch Jeremy Bentham, der als Begründer des Utilitarismus zählt, hätte sich wie die chinesische Regierung meiner Meinung nach für die Ein-Kind-Politik entschieden. Der Utilitarismus bezieht sich auf die Folgen einer Handlung und sein Ziel ist das größte Glück für die größte Anzahl an Menschen. Im Umkehrschluss gilt es das größte Leid zu verhindern. Jeremy Bentham hätte sich für die Ein-Kind-Politik entschieden, denn durch das Nicht-Eingreifen der chinesischen Regierung wäre die Bevölkerung weiter extrem stark angewachsen und hätte zu einer noch größeren Notsituation in Versorgung und Wirtschaft geführt. Er hätte das größte Leid in den vielen sterbenden Menschen und deren Familien gesehen und von den schrecklichen Folgen wie beispielsweise dem Frauenhandel abgesehen, da dieses Leid nicht über das von mehreren Millionen Toten hinausreicht.

Meiner Meinung nach war die Ein-Kind-Politik Chinas nicht die richtige Entscheidung um das Bevölkerungswachstum zu reduzieren, da durch die Politik viele neue Probleme entstanden sind, die eindeutig gegen die Menschenrechte verstoßen. Die Theorie der Politik ist, denke ich, nicht schlecht, denn die Bevölkerung in China ist zu schnell zu rasant angewachsen um Versorgung für alle zu garantieren. Allerdings sind die Folgen der Politik für viele Menschen so gravierend, dass ich die Politik als eine Fehlentscheidung ansehe. Eventuell hätte eine kürzere Laufzeit der Politik schon gereicht, denn dadurch wären beispielsweise die Langzeitfolgen wie der Frauenmangel nicht in diesen großen Maßen entstanden. Aktuell sind sogar wieder drei Kinder erlaubt, da das Wirtschaftswachstum durch den Geburtenrückgang gefährdet ist. Auch leidet das Land unter der Überalterung und dem Männerüberschuss. All diese Faktoren beweisen nach meinem Empfinden, dass die Ein-Kind-Politik zu lange angedauert hat und die Politik dadurch gegen zu viele Menschenrechte verstoßen hat, was verhindert hätte werden können.

QUELLEN:

           

Vereinigte Nationen: https://unric.org/de/mitgliedstaaten/

Menschenrechte:

https://www.amnesty.de/alle-30-artikel-der-allgemeinen-erklaerung-der-menschenrechte  

https://www.un.org/depts/german/menschenrechte/aemr.pdf

Abtreibung und Tötungen:

https://www.deutschlandfunk.de/erzwungene-abtreibung.799.de.html?dram:article_id=120406    

http://www.strassenkinderreport.de/index.php?goto=503&user_name

Mädchen- und Frauenhandel:

https://programm.ard.de/TV/arte/bloss-keine-tochter-/eid_28724735581658

https://www.hrw.org/de/news/2019/03/21/myanmar-frauen-und-maedchen-als-braeute-nach-china-verschleppt

https://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/weltspiegel/sendung/swr/2014/China-Maedchenhandel-100.html

Staatsangehörigkeit: https://www.humanrights.ch/de/ipf/menschenrechte/kinder/staatenlose-kinder-kinderrechtswidriger-status

Allgemein:

https://www.igfm.de/china-ein-kind-politik/       

https://de.wikipedia.org/wiki/Menschenrechte_in_der_Volksrepublik_China#Ein-Kind-Politik                                

https://www.klett.de/alias/1083022                                                         

https://www.bpb.de/politik/hintergrund-aktuell/317830/ein-kind-politik                                                                    

 https://www.grin.com/document/59387        

Aktuell: https://www.zdf.de/nachrichten/politik/china-geburtenpolitik-drei-kinder-100.html

Dokumentationen:

https://www.youtube.com/watch?v=ycT7E_ZfW4o

https://www.youtube.com/watch?v=nrOgPy1RVBg

https://www.youtube.com/watch?v=rxv_SS2yups     

https://www.youtube.com/watch?v=YnQwBTHP4io  

https://www.youtube.com/watch?v=75Jq9Jlq3iM

Ist eine Abtreibung ethisch vertretbar?

„Moja macica nie kaplica“ lautet der Slogan der 22020 in Polen sehr berühmt und wichtig wurde. Übersetzt heißt der Slogan: „Meine Gebärmutter ist keine Kapelle“, welcher die Vermischung von Politik und Kirche verdeutlichen soll. Generell kann man den Satz als einen Slogan gegen die Verschärfung des Abtreibungsgesetztes verstehen. Die Idee der Verschärfung kam erstmals im Herbst 2020 durch die PiS Partei ( berühmte Partei in Polen) in die Medien. Durch die Ankündigung dieses neuen Gesetzes gingen immer mehr Menschen, vor allem Frauen auf die Straßen und demonstrierten gegen die Idee des Gesetzes. Jedoch erlangten die Demonstranten keine Erfolge, denn circa drei Monate später ist das verschärfte Abtreibungsgesetz in Kraft getreten.

Nun stellt sich die Frage, ob es ethisch vertretbar wäre eine Abtreibung durchzuführen? Unter Abtreibung versteht man den gezielten Abbruch einer Schwangerschaft bei Frauen. Dabei werden in verschiedenen Ländern die Gründe für eine Abtreibung stark differenziert. In Polen wären mögliche Gründe für eine Abtreibung Vergewaltigung, Inzest oder die gesundheitliche Gefährdung der schwangeren Frau. das verschärfte Abtreibungsverbot besagt also, dass Frauen auch dann nicht abtreiben dürfen, wenn ihr Kind schwere Fehlbildungen hat. Das kranke Kind müsse also vermutlich für immer mit Behinderungen leben oder es würde vorher schon sterben. Dies wieder rum könnte die Psyche der Eltern belasten.

Bezüglich dieses Themas gingen die Meinungen der Volkes und der Regierung Polens strak auseinander. Für die Polinnen galt und gilt das Urteil als unmenschlich. Es sei unmenschlich Frauen das Recht zu nehmen über ihren eigenen Körper zu bestimmen. Außerdem sahen und sehen sie es als eine Erzwingung der Geburt totkranker Kinder. Und wie bereits erwähnt kann durch einen Tod eines Kindes die Psyche der Eltern sehr stark belastet werden. Jedoch verteidigt sich die PiS Partei mit dem berühmten Satz „die Würde des Menschen sei ihm angeboren und unveräußerlich“, und dies am dem ersten Tage der Schwangerschaft. Doch nun stellt sich die Frage, inwiefern kann man ein nicht vollständig entwickeltes Embryo als Mensch sehen und ihm solche Rechte zuordnen. Die gleichen Rechte wie einer lebenden, schwangeren Frau?! Auch Kan äußert sich zu dem Thema Abtreibung generell. Laut Kant ist eine Abtreibung nicht akzeptabel und es sei egal, wie es dem Mädchen oder der Frau damit erginge oder welchen seelischen Wunden man ihr zufügen müsse.

Ich selbst als Frau stehe persönlich hinter der Meinung der Demonstranten. Dass die Regierung über den Körper einer Frau bestimmen darf ist meiner Meinung nach ein viel größerer Eingriff in die Menschenrechte, als wie wenn eine Frau über ein Leben eines vielleicht gesunden aber vielleicht auch totkranken Embryos entscheiden darf. Welches hinzufügend in ihrem eigenen Körper sich entwickelt. ein Kind zu gebären hat starke Auswirkungen auf den Körper sowie auf das Leben einer Frau. Deshalb sollte eine Frau selbst entscheiden dürfen, ob sie mit den Konsequenzen leben könnte oder nicht. Der zweite Punkt wäre der „Zwang“ ein totkrankes Kind zu gebären. Könnte das Kind überhaupt ein normales Leben führen und Eudaimonie erreichen? Ich finde dies ist eine wichtige Frage und die Antwort darauf kann keiner so wirklich wissen, da das Kind zu Beginn nun mal „nur“ ein Embryo ist. Zusammenfassend ist für mich Abtreibung durch aus ethisch vertretbar, jedoch sollte man eine gewisse Zeitspanne festlegen, ab welchem Zeitpunkt es nicht mehr ethisch vertretbar wäre.

Dies ist meine Meinung zu dem Thema Abtreibung. Nun würden mich auch eure Meinungen zu dem umstrittenen Thema sehr interessieren. Schreibt mir eure Meinung doch gern in die Kommentare.

Quellen:

https://www.tagesschau.de/ausland/polen-abtreibungsverbot-117.html https://www.tagesschau.de/ausland/europa/polen-abtreibungsgesetz-proteste-101.html

Greenwashing – Ist das noch faire Werbung?

Um diese Fragestellung beantworten zu können, muss zu allererst geklärt werden, was man unter Greenwashing genau versteht.

Greenwashing bezeichnet eine Strategie, mit der sich Akteure durch die gezielte Verbreitung von Desinformationen ein Image ökologischer Verantwortung zu verschaffen suchen. Hierbei muss aber angefügt werden, dass Desinformationen nicht immer Unwahrheiten sind, sondern auch „nur“ das Verdrängen der schlechten Seiten des Produkts durch besonderes Hervorheben der guten Seiten sein kann.

Greenpeace hat hierfür 4 Kriterien definiert:

  1. Wenn das Kerngeschäft an sich schon umweltschädlich ist (zum Beispiel Kreuzfahrten und die Kohle oder Mineralöl-Industrie)
  2. Wenn mehr Geld für Werbung als für den Umweltschutz ausgegeben wird
  3. Wenn Lobbyarbeit betrieben wird, um den Umweltschutz zu umgehen. Also mit der rechten Hand Umweltschutz vorgaukeln und gleichzeitig die Politik für das Gegenteil zu beeinflussen
  4. Wenn mit Selbstverständlichkeit geworben wird. Bsp.: Ein Unternehmen wirbt damit, dass es ab 2021 keine Plastikstohhalme mehr verwendet, obwohl dies sowieso gesetzlich verboten ist.

Aber warum betreiben Unternehmen den Aufwand des Greenwashings?

Dadurch, dass Konsumenten zunehmend immer mehr auf umweltfreundliche und soziale Produkte achten, stehen die Unternehmen unter dem Druck, nachhaltig zu handeln, denn wenn sie dies nicht tun, sind sie bei weitem nicht mehr so wettbewerbsfähig. Hierbei kommt das Greenwashing ins Spiel, da es einfacher und günstiger ist ihr Image dadurch zu verbessern, als das eigene Geschäftsmodell zu verändern. Das heißt Unternehmen schmücken sich mit vermeintlich grünen Auszeichnungen, um somit von den wahren Problemen abzulenken. Beispiele für Unternehmen, die Greenwashing betreiben sind H&M, Nestle, McDonald´s, Primark oder Amazon.

Doch wie kann es sein, dass Greenwashing in Deutschland überhaupt möglich ist?

Das Problem am Greenwashing ist, dass die Strategien sehr schwer zu durchschauen sind. Deswegen ist es oft nicht eindeutig erkennbar, wenn Greenwashing betrieben wird. Während Greenwashing zwar eine Form der Verbrauchertäuschung ist, aber grundsätzlich nicht illegal ist, zählt eine Lüge als unlauterer Wettbewerb und ist verboten. Als Folge muss die irreführende Werbung unterlassen werden und die Unternehmen werden zu einer Schadensersatzzahlung verpflichtet.

(Bild entfernt, Quelle fehlte)

Zudem hat das Wort „natürlich“ rechtlich gesehen keine Definition; somit ist es sehr einfach für Firmen, das Wort zu benutzen, ohne irgendetwas nachweisen zu müssen. Neben einer Vielzahl von offiziellen Siegeln mit entsprechenden Vorgaben und Überprüfungen, gibt es inzwischen auch Unternehmen, die sich eigene Siegelausdenken. Das ist nicht verboten, hinterlässt aber keinen guten Eindruck bei den Konsumenten, vorausgesetzt sie merken es. Verboten ist auf jeden Fall die Nutzung von Gewährleistungsmarken bzw. Gütesiegeln ohne die entsprechende Genehmigung.

Durch die Umsetzung der EU-Richtlinie 2019/2161 (geplant bis November 2021) sind dann bei grenzüberschreitender irreführender Werbung mit den sogenannten „green claims“ auch hohe Bußgelder möglich. Zudem bekommen Verbraucherinnen und Verbraucher nun eigene Rechtsbehelfe und können selbst Rechte wie zum Beispiel Schadensersatz gegen Unternehmen durchsetzen.

Ein Unternehmen darf nicht für Produkte mit „besonders umweltfreundlich oder sozialverträglich“ werben, wenn es diese Begriffe nicht auch erläutert, urteilte das Landgericht Köln.

Für uns Verbraucher bedeutet das nun, dass wir uns nicht mehr sicher sein können, ob das Produkt wirklich so umweltfreundlich ist, wie es angepriesen wird, denn selbst informierte Kunden überfordern teilweise die Flut an Öko-Siegeln. Bei der Fülle an Produkten und Dienstleistungen ist es für den Konsumenten also sehr schwierig, zu beurteilen, wie nachhaltig diese tatsächlich sind.

Wie kann man persönlich nun Greenwashing-Produkte vermeiden?

Ab und zu kann man schon durch die Anpreisung erkennen, ob es sich um Greenwashing handelt oder nicht. Werden viele Behauptungen, ohne Begründung aber vielen Fremdbegriffen aufgestellt, weißt es auf Greenwashing hin. Grundsätzlich ist also ein kritischer Umgang mit Werbung wichtig. Bspw. kann auf manchen Produkten Slogans wie „baumwollweiches Gefühl“ stehen, ohne dass auch Baumwolle enthalten sein muss. Also nicht von schwammigen Begriffen überzeugen lassen! Natürlich ist die kritische Hinterfragung das A und O hierbei. Als Hilfestellung gibt es einige Apps und Websiten wie z.B. die EWG’s Skin Deep App (EWG Skin Deep® Cosmetics Database), der Ethik.Guide (https://ethikguide.org/einkaufsfuehrer/ ) oder die nabu-App (https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/essen-und-trinken/bio-fair-regional/labels/16627.html). Oftmals können schon „rustikale“ Verpackungen oder Markennamen zur Täuschung führen. Eine hilfreiche Seite zur Enttarnung von fake Siegeln ist: https://www.siegel-klarheit.de/

Wenn einem nun Greenwashing auffällt, gibt es die Möglichkeit den Verdacht bei der Verbraucherzentrale zu melden. Es gibt auch eine jährliche Fashion Revolution Week, bei denen viele Menschen die Fast Fashion Konzerne dazu aufrufen, mehr Transparenz zu zeigen.

Meiner Meinung nach sollten die Unternehmen eben zu mehr Transparenz gezwungen werden, denn wenn man als Konsument schon vorhat, nahhaltige Produkte zu kaufen, sollte man sich nicht noch ewig vorher informieren müssen. Deshalb würde ich es mir auch wünschen, dass eigens erstellte Öko-Siegel verboten werden, da ich es als Verbrauchertäuschung ansehe. Denn wenn ich bereit bin mehr Geld für nachhaltige Produkte auszugeben, sollten es auch wirklich nachhaltige Produkte sein. Um auf die Fragestellung zurückzukommen, würde ich auf jeden Fall sagen, dass die Werbung nicht fair ist, da sie die Unternehmen im Wettbewerb weiter nach vorne bringt und das teilweise auch noch mit Unwahrheiten. Das bedeutet, dass Unternehmen, die wirklich nachhaltig wirtschaften im Grunde kaum eine Chance gegen die Greenwashing-Firmen haben, da diese hierfür mehr Richtlinien einhalten müssen, um sich nachhaltig zu nennen, was mehr Aufwand und somit mehr benötigtes Geld bedeutet.

Wie seht ihr das Ganze? Findet ihr auch, dass die Regelungen verschärft werden sollten oder sind sie ausreichend? Habt ihr noch weitere nützliche und hilfreiche Webseiten oder Apps?

Zum Schluss noch ein kleines Video zu false advertising: https://youtu.be/AftZshnP8fs

Quellen:

https://www.quarks.de/umwelt/klimawandel/darum-ist-greenwashing-ein-problem/

https://nachhaltige-deals.de/nachhaltiger-leben/greenwashing-beispiele/#:~:text=Feiner%20Unterschied%3A%20W%C3%A4hrend%20Greenwashing%20zwar%20eine%20Form%20der,Beispiel%3A%20Bio%20drauf%20schreiben%20obwohl%20aus%20konventioneller%20Landwirtschaft.

Kopftuchverbot im Lehramt – ein Eingriff in die Religionsfreiheit ?

Fereshta Ludin, eine afghanische Frau, wurde trotz deutscher Staatsbürgerschaft, erfolgreichem Abitur, gemeistertem Lehramtstudium in Englisch, Deutsch und Gemeinschaftskunde, sowie einem Referendariatsabschluss mit der Note 1,3, das Unterrichten in Baden-Württemberg untersagt. Gerichte und Behörden waren der Meinung, dass aufgrund Ihres Kopftuchs und dem Verzicht es abzulegen, Sie nicht in der Lage sein sollte zu Unterrichten. Eine Klage im Jahre 2003, vor dem Bundesverfassungsgericht, verlor Sie, was das Land Baden-Württemberg im Anschluss dazu brachte das Kopftuch ganz im Lehramt zu verbieten. Das Bundesverwaltungsgericht hat am 24. Juni 2004, das neue Schulgesetz als verfassungsgemäß bestätigt. Dabei soll eine Neutralität im Klassenzimmer, gegenüber Religion, Politik und Weltanschauung entstehen. Das Tragen von christlichen oder jüdischen Symbolen, wurde jedoch nicht verboten. Niedersachsen und Bayern folgten Baden-Württemberg und verbieteten ebenfalls das Tragen eines Kopftuchs, da dies gegen die Gleichheit von Männern und Frauen ein Symbol setzen würde.

Am 27.01.2015, über 10 Jahre später, gab es ein neues Urteil vom Bundesverfassungsgericht, welches besagte: ,,dass ein pauschales Verbot religiöser Bekundungen in öffentlichen Schulen durch das äußere Erscheinungsbild von Pädagoginnen und Pädagogen mit deren Glaubens- und Bekenntnisfreiheit nicht vereinbar ist“. Dieses Gesetz sorgte dafür, dass Muslimische Lehrerinnen wieder Ihr Kopftuch im Unterricht tragen dürfen. Es gibt jedoch ausnahme Fälle, bei denen die Lehrerinnen das Kopftuch ablegen müssen, sobald eine Gefahr für den Schulfrieden oder die Neutralität besteht, welche jedoch hinreichend bewiesen werden muss. Zurzeit darf es kein pauschales Verbot geben, jedoch weichen die Bundesländer jeweils etwas voneinander ab.

Meiner Meinung nach ist das Verbieten des Kopftuchs für Lehrerinnen, ein klarer Eingriff in die Religionsfreiheit, welche die Toleranz für fremde Kulturen/Religionen negativ beeinflusst. Es kann sein, dass es für einige SchülerInnen und Eltern vorerst schwer ist zu akzeptieren, dass das Kopftuch keineswegs ein Symbol der Unterdrückung ist. Jedoch das Kopftuch aus dem Lehramt zu verbannen, würde diese Unsicherheit nicht beseitigen sondern unterstützen, da man nur das Fürchtet, was man nicht kennt. Anstatt die Kinder aufzuklären, verbreitet man Angst und Distanz gegenüber dem Islam, was schlussendlich die deutsche Gesellschaft spaltet. Es enttäuscht und beschämt mich zu erfahren, dass Deutschland über 10 Jahre gebraucht hat, ein Gesetz, welches ganz klar gegen die Gleichberechtigung und Religionsfreiheit verstößt, ungeltend zu machen. Ich bin mir sicher, dass derjenige der sich schonmal unvoreingenommen mit dem Islam beschäftig oder Kontakt zu einem Muslimen hatte, nichts gegen eine Kopftuchtragende Lehrerin hat. Sobald man anfängt das Kopftuch bei einer Lehrerin zu verbieten, steht nichts im Weg das Kopftuch auch für Schülerinnen oder in weiteren Berufen, wenn nicht sogar ganz in Deutschland, zu verbieten. Aber vorallem stört es mich, das dieses Gesetz ausschließlich gegen den Islam war, da z.B. christliche LeherInnen weiterhin ein Kreuz tragen durften. Es muss endlich zwischen dem Islam und den Islamisten differenziert werden, denn die Religion an sich zielt ausschließlich auf Frieden ab, wobei Islamisten, genau so wie z.B. radikale Christen, den Glauben so interpretieren, sodass dieser die eigenen Ziele verherrlicht und legitimiert. Nur weil es schlechte Menschen gibt, die an eine Religion glauben und dies für gewaltätige oder unmenschliche Taten benutzen, wird nicht die Religion an sich schlecht und es sollte auch nicht so aufgefasst werden.

Im allgemeinen finde Ich, dass das Verbieten des Kopftuches im Lehramt definitiv ein Eingriff in die Religionsfreiheit war und schlussendlich bin Ich froh, dass dies, wenn auch sehr spät, zumindest größtenteils verbessert wurde. Ich bin der Meinung, dass das Effektivste gegen voreingenommen Hass/Abscheu bei Religionen, die Weiterbildung und Aufklärung der SchülerInnen ist, sodass mit den aufkommenden wahlberechtigten Generationen ein tolaranteres Deutschland geschaffen werden kann.

Ein interresanter Erfahrungsbericht: https://www.uni-bremen.de/fileadmin/user_upload/fachbereiche/fb12/fb12/pdf/A-IB/Studium/Erfahrungsbericht_Studentin_mit_Kopftuch.pdf

Quellen:

https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2015/bvg15-014.html

https://kommunal.de/lehrerin-mit-kopftuch-das-urteil-ist-da

https://www.lpb-bw.de/kopftuchstreit

https://www.landeskirche-hannovers.de/evlka-de/presse-und-medien/nachrichten/2004/01/13-1565

https://de.wikipedia.org/wiki/Fereshta_Ludin

Beeinflusst „greenwashing“ uns wirklich bei der Kaufentscheidung?

Bevor ich konkret auf die Fragestellung eingehe, möchte ich erst einmal klären, was man unter dem Begriff „greenwashing“ überhaupt versteht.

Greenwashing ist eine Bezeichnung für das Schaffen eines umweltfreundlichen Images der Firma durch das positive Präsentieren ihrer Produkte. Dabei ist wichtig zu erwähnen, dass die Behauptungen in den meisten Fällen sogar wahr sind, aber das Kerngeschäft oft nicht den Ansprüchen entspricht. Die Unternehmen lenken sozusagen von den eigentlichen Problemen ihrer Produkte ab. Ihr Ziel ist es ihre Produkte, durch das Vorspielen von ökologischer Verantwortung, mit möglichst viel Gewinn zu verkaufen.

Besonders im Supermarkt oder auf Onlineplattformen fallen mir persönlich immer häufiger Produkte auf, welche auf Grund ihrer „natürlichen“ oder „naturnahen“ Inhaltsstoffe besonders beworben werden. Das Problem hierbei ist allerdings, dass beide Begriffe nicht geschützt sind und so von jedem genutzt werden können. Dies macht es den Unternehmen leicht, die Aufmerksamkeit der Konsumenten zu wecken und beispielsweise mit selbst erfundenen Siegeln auf den Produkten, zu überzeugen. Auch die Verpackung spielt eine große Rolle, weshalb oft beschönigte Tier- oder Pflanzenbilder verwendet werden. Beispielsweise beim Fleisch erweckt eine Verpackung mit einem glücklichen Schwein auf der grünen Wiese, beim Konsumenten eher das Gefühl, eine gute Qualität an Fleisch zu kaufen. Doch in vielen Fällen handelt es sich dann trotzdem um Fleisch aus der konventionellen Tierhaltung. Leider werden Inhaltsstoffe auf den Produktverpackungen häufig sehr klein geschrieben, um so das Nachlesen zu erschweren. Natürlich kommt auch das persönliche Interesse der Konsumenten bei der Auswahl ihrer Produkte hinzu. Vielen fehlt einfach die Zeit, um sich intensiv mit dem vorliegenden Produkt auseinander zu setzten. Dabei gibt es online bereits unzählige Apps, die die Siegel von Produkten einscannen und anschließend erklären, ob es zum Beispiel vertrauenswürdig ist und wofür es steht.

Eine weitere Strategie, die von den Firmen verfolgt wird, ist das hervorheben eines einzelnen Produktes. Dabei werden oft Aspekte wie mit „klinisch geprüft“ oder „Bio- Kosmetik“ beworben, wo vielen aber nicht bewusst ist, dass beide Begriffe ebenfalls ungeschützt sind. Die anderen Artikel der Marke entsprechen in vielen Fällen dann nicht mehr den angegebenen und hochgepriesenen Versprechen.

Der Konsument wird durch das „greenwashing“ im schlimmsten Fall von den Marken überzeugt und greift gerne weiter zu den Artikeln, mit dem Hintergrundgedanken beispielsweise etwas Positives gegenüber der Natur beizutragen.

Auch das Verwenden von schon längst vorgeschriebenen Vorlagen ist eine Masche, die von Unternehmen genutzt wird. Hier ist ein Beispiel das Label „FCKW-frei“ bei Haarsprays oder Matratzen, das eh schon seit 1991 per Gesetz verboten ist, aber immer wieder noch groß auf Produkten angepriesen wird.

Somit lässt sich sagen, dass das Kaufverhalten der Menschen mitunter durch die „grün gewaschenen“ Produkte beeinflusst wird. Allerdings kann man einwenden, dass es dem Kunden immer noch frei steht sich beispielsweise über ein Siegel, das auf der Verpackung steht zu informieren, und somit ob er den Artikel am Ende kauft oder nicht. Zusätzlich gerät „greenwashing“ immer mehr in den Blickpunkt vieler Menschen, die daraufhin mit offeneren Augen auf ihren Einkauf achten und ob die Angaben auf der Verpackung auch stimmen.

Auf dem Bild lässt sich das „Greenwashing“ des linken Artikels erkennen, das sich durch das Hervorheben von dem Inhaltsstoff Jogurt zeigt. Wenn man nun aber die Inhaltsstoffe betrachtet, erkennt man, dass einfach nur ein Teil des Milchanteils, im Vergleich zum rechten Produkt , durch Jogurt ersetzt wurde.

(Sü: Bild entfernt, die Urheberrechtsbedingungen von Utopia verbieten explizit die eigene Veröffentlichung ihrer Inhalte. Bitte gründlicher nachlesen.)

Videolink zum Reinschauen:

https://www.daserste.de/information/wissen-kultur/w-wie-wissen/videos/greenwashing-video-100.html

https://www.quarks.de/umwelt/klimawandel/darum-ist-greenwashing-ein-problem/ abgerufen am 12.7.2021

https://www.wmn.de/insights/die-dreistesten-greenwashing-beispiele-id14243 abgerufen am 12.7.2021

https://www.quarks.de/umwelt/klimawandel/darum-ist-greenwashing-ein-problem/ abgerufen am 12.7.2021

https://label-online.de/label/klinisch-getestet-klinisch-geprueft-dermatologisch-getestet-etc/ abgerufen am 12.7.2021

Geld verdienen ohne Rücksicht auf die Gesundheit? – die EM2020

Die EM begann am 11. Juni 2021, ein Jahr später als ursprünglich geplant, sie wurde auf Grund der Corona-Pandemie um ein Jahr nach hinten verschoben. Insgesamt nahmen 24 Nationen an ihr teil, 51 Spiele wurden ausgetragen. Alle zusammen wurden von rund 1,099,278 Millionen Zuschauern in den Stadien besucht. Da die EM dieses Jahr zum 60. mal statt fand, wurden die Austragungsorte auf mehrere Länder der EU verteilt.
Viele sehen diese hohe Zahl an Besuchern kritisch und mit Sorge in Hinblick auf die aktuelle Lage. Ist die Kritik an der Austragung der EM berechtigt?

Einerseits ist die EM ist für die Veranstalter und alle anderen Beteiligten eine große und wichtige Einnahmequelle, insgesamt wird mit mehr als 2 Milliarden Euro Einnahmen gerechnet. Das Geld wird unter anderem durch Übertragungsrechte und kommerzielle Vermarktungsrechte zum Beispiel durch Sponsoring eingenommen. Aber auch die Zuschauer in den Stadien tragen einen Teil dazu bei. Andererseits sehen Experten genau hier die große Gefahr, denn die Corona- Regeln und die Auslastung der Stadien sind von Land zu Land unterschiedlich. In Budapest zum Beispiel lag die Auslastung bei den K.0.- Spielen bei vollen 100% (61.000 Menschen), in München dagegen lag sie aus Sicherheitsgründen nur bei 20% (14.500 Menschen). Zwar hat die UEFA ein Hygiene Konzept erstellt, in welchem unter anderem An-und Abreise, Abstände und Maskenpflicht festgelegt sind, jedoch galt zum Beispiel die Maskenpflicht nicht in jedem Stadion. Das hatte zur Folge, dass viele Menschen nach einem Stadion Besuch positiv auf das Corona- Virus getestet wurden. In Schottland zum Beispiel wurden 2000 Corona- Fälle im Zusammenhang mit den Spielen der EM registriert. Außerdem seien zahlreiche Menschen aufgrund mangelnder Testkapazitäten ohne Test in ihr Land zurück gereist. Man kann also sagen, dass das Konzept nicht gut ausgearbeitet war und Infektionen nicht verhindert werden konnten. Die UEFA verteidigt die Ausführung der EM unter anderem mit dem im Sommer 2020 geglückten Champions- League- Endrundentunier welches ebenfalls unter Corona Bedingungen statt fand, hier gab es keine Ansteckungen. Außerdem nennen sie die Fortschritte beim Impfen unter anderem als Möglichkeit zum Stattfinden der EM 2020. Kritisch sehen die Forscher allerdings, dass sich viele Menschen in Parks oder Privat trafen um die Spiele anzuschauen, dabei wurden die Corona- Regeln nur selten eingehalten. Desweiteren konnte das Risiko der Verbreitung der wesentlich aggressiveren und weniger erforschten Delta-Variante des Virus nicht ausgeschlossen werden, und konnte durch die EM weiter begünstigt werden. So wurde sie nach dem Spiel von Dänemark gegen Belgien bereits bei neun Zuschauern nachgewiesen. Die Menschen sehnen sich nach Abwechslung vom strengen Alltag in der Pandemie und nutzten daher die Gelegenheit der EM um zu vereisen. Leider verhielten sich viele Menschen dabei leichtsinnig, und so wurden beispielsweise die Abstandsregeln in den Stadien nicht richtig eingehalten. Fraglich ist auch weshalb nur Fußball in so großem Rahmen gespielt werden durfte. So wurden zum Beispiel die Olympischen Sommerspiele 2020 um ein Jahr verschoben und sollen jetzt 2021 ohne ausländische Zuschauer und in reduzierter Form in Tokio stattfinden. Die EM war das Größte Sport- Event in der Corona Zeit, das statt gefunden hat.

Zusammenfassend kann man sagen, dass die EM den Menschen auf der einen Seite viel Freude bereitet hat, da sie eine Abwechslung zum Alltag bot. Auf der anderen Seite haben sich bereits viele Menschen mit Corona im Zusammenhang mit der EM angesteckt und es ist fraglich ob die in den Medien bekannten Fälle die einzigen waren. Die Regeln in den Stadien hätten konsequenter und einheitlich in allen Stadien durchgeführt werden müssen, auch die Auslastung der Stadien hätte von Anfang an festgelegt werden sollen und nicht doch noch immer weiter erhöht werden dürfen, wie es beispielsweise in England der Fall war. Es gab zwar Hygiene Konzepte, diese galten jedoch nur auf dem Papier, in der Realität hielten sich nur die wenigsten in den Stadien an die dort geltenden Regeln. Ein nicht Einhalten der Regeln von Fans in den Stadien hätte vielleicht auch bestraft werden sollen. Somit wäre der Ernst der Lage manchen Menschen eventuell mehr bewusst gewesen. Des weiteren finde ich es persönlich nicht in Ordnung, dass Kindern das Training in Vereinen gleichzeitig verboten wird. Sie bräuchten die Bewegung und die sozialen Kontakte unbedingt, doch im Training sei die Ansteckungsgefahr zu groß. Es ist also völlig widersprüchlich, dass auf der einen Seite überfüllte Stadien erlaubt sind, auf der anderen Seite allerdings ein paar Kindern verboten wird sich zu treffen, um zusammen ihren Sport zu machen. Man kann also sehr deutlich sehen, welche Rolle das Geld dabei spielt, denn die Vereine in welchen Kinder oder Erwachsene als Hobby eine Sportart ausüben werden einfach komplett verboten, obwohl es sehr gute Möglichkeiten gäbe die Menschen trozt der aktuellen Situation trainieren zu lassen.

Schreibt gerne eure Meinung zu dem Thema in die Kommentare!

Sollte Unterhaltung und das Einnehmen von Geld über der Gesundheit vieler Menschen stehen?

(Sü: Bild entfernt, Urheberrechtsverstoß!!! Bitte gründlicher nachlesen!)

https://de.sports.yahoo.com/video/em-2020-finnland-fans-positiv-125731194.html?guce_referrer=ahr0chm6ly93d3cuz29vz2xllmnvbs8&guce_referrer_sig=aqaaaag6gcsnxfchphdxcxtdepg5wd0oswac6iw53t8d2jpjgp5jdyivz8nhtvw85gjxcztsqsji6r-sy5ebnj1dqn0bu677gqnxvwlwb-vqqd2yyqlkixz4oms2ezxizlphhu6brawln0xmv1fyfkxh9not-l9n2vqiqvox0bl7xbth&guccounter=1 Film zu Infizierten Finnland Fans

https://www.sportschau.de/fussball/uefaeuro2020/fussball-uefa-euro-em-corona-infektionen-fans-stadien-risiko-wembley-100.html aufgerufen am 12.07.2021

https://static.dw.com/image/57908931_401.jpg Bildquelle

Ist es moralisch vertretbar, dass in Zeiten der Corona-Pandemie Zuschauer bei der Fußball-Europameisterschaft zugelassen werden?

„Knapp 2000 Corona-Fälle in Schottland lassen sich nach offiziellen Angaben in Verbindung mit Spielen der Fußball-Europameisterschaft bringen. Zwei Drittel von 1991 positiv Getesteten seien Fans, die entgegen der Ratschläge aus dem Norden zu Spielen nach London gereist seien, wie die Gesundheitsbehörde Public Health Scotland am Mittwoch mitteilte. Am 18. Juni hatten die Schotten in London gegen England gespielt. Wie die britische Zeitung The Guardian berichtet, wurden für das Spiel 2600 von insgesamt 22.500 Tickets an schottische Fans verkauft. 15 Prozent, also knapp 400 schottische Fans seien infiziert im Stadion gewesen, während Tausende weitere Fans in der Innenstadt Straßen und Plätze bevölkerten.“

https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/coronavirus/corona-faelle-in-schottland-nach-em-spielen-17416812.html

Diese und ähnliche Schlagzeilen gingen die letzten Tage um die Welt. Nicht nur Schottland veröffentlicht erneut steigende Zahlen, auch Finnland und weitere Länder meldeten neue Corona-Fälle, die in Verbindung mit der Europameisterschaft stehen. Dies ist ein weiterer Rückschlag im Kampf gegen das Corona-Virus. Daher muss man sich die Frage stellen, ob die Zulassung von Zuschauern bei dem europaweiten Turnier im Kontext der aktuellen Lage moralisch vertretbar ist.

Im ersten Moment könnte man zu dem Urteil gelangen, dass die Genehmigung von tausenden Zuschauern, die aus ganz Europa zusammenkommen, während der Pandemie verantwortungslos und unmoralisch sei. Es sei nicht zu rechtfertigen, dass Zuschauer von Land zu Land fliegen und dabei das potentiell mitgebrachte Corona-Virus übertragen, während man doch gleichzeitig überall versucht die Ausbreitung des Virus mit allen möglichen Einschränkungen in der Zivilgesellschaft einzudämmen. Hier könnte mein Blogbeitrag bereits sein Ende finden, doch meiner Meinung nach kann man die Antwort auf diese Frage nicht so vereinfachen. Es müssen weitere Aspekte und Hintergründe miteinbezogen werden, auf welche ich im Folgenden eingehe.

EM als Lichtblick

 EM 2020 – ausgefallen bzw. verschoben aufgrund des Corona-Virus! Diese Nachricht war nicht nur für große Fußballfans schwer zu verkraften. Sowohl die EM als auch die WM sind Turniere, die viele Menschen aus ganz verschiedenen Ländern verbindet. Es kommt eine Stimmung auf, die sogar Menschen, die nicht an Fußball interessiert sind, die Spiele verfolgen lässt. Den ein oder anderen veranlasst es sogar, ein Stadion zu besuchen, um seine Heimatmannschaft anzufeuern. Umso mehr ist die nachgeholte Europameisterschaft in diesem Sommer eine Art „Lichtblick zur Normalität“. Ich selbst kann als ehemalige Fußballspielerin und Fußballfan aus eigener Erfahrung sprechen. Gemeinsam mit Freunden und Familie die deutsche Nationalmannschaft anzufeuern, mitzufiebern, zusammen zu feiern, das gab mir ein Stück Freiheit- und Sommergefühle zurück. Vor allem, wenn man sich von den tosenden Zuschauermengen im Hintergrund wieder anstecken lassen kann und nicht die Anweisungen der Trainer an die Spieler die einzige Geräuschkulisse ist. Eine halbwegs normal ablaufende Europameisterschaft mit Zuschauern, kleineren Public Viewings etc. gibt einem ein bisschen Normalität und Stabilität zurück in dieser abnormalen Pandemiezeit.

Aber nicht nur der persönliche und soziale Bereich ist zu beachten, sondern auch der wirtschaftliche Aspekt spielt eine Rolle. Eine so große internationale Veranstaltung ist ein enormer ökonomischer Faktor, auf den viele Branchen setzen. Beginnend bei den Ticketverkäufen, allerlei Textilwaren, verschiedensten Lebensmitteln mit EM-Marketing, Fanartikeln, über die Gastronomie bis hin zum Turnierausrichter „UEFA“ verdienen sehr viele Unternehmen an so einem Event. Wenn die EM nur eingeschränkt zugelassen werden würde, ginge dies mit großen Einkommensverlusten einher. Da die Europameisterschaft nun aber weitestgehend wie gewohnt abläuft, machen auch alle mitwirkenden Branchen einen entsprechenden Umsatz.

Chance als Experiment

Die Organisatoren hätten bei so einem wichtigen und einflussreichen Vertreter der Großveranstaltungsbranche ein Vorbild sein und vernünftige, klar definierte, einheitliche Vorgaben ausarbeiten können. Dies hätte als Großversuch für andere Events dienen können. Es gab bereits Testveranstaltungen, die mit sinnvollen Hygienekonzepten gut funktioniert haben. Zum Beispiel wurden große Musikfestivals in den Niederlanden ausgetragen, die einem klar strukturierten Konzept folgten wodurch es kaum zur Verbreitung von Covid-19 kam. Genau so eine Art Experiment hätte die Europameisterschaft auch sein können. Doch leider wurde diese Chance von der UEFA verpasst. Stattdessen wurde den Ländern die Erarbeitung eigener Hygienestandards überlassen, nach der Devise „Legt ein Konzept fest dessen Konsequenzen ihr verantworten könnt“. Das Problem ist, dass es dabei um den Schutz der Bevölkerung geht und diese Herangehensweise daher verantwortungslos ist. Die Europameisterschaft hat, sowohl bei gutem, als auch bei schlechtem Ausgang, Auswirkungen auf alle anderen Großveranstaltungen. Im Gegensatz zur UEFA können es sich jedoch die meisten Veranstalter nicht leisten einen weiteren Sommer ohne das Austragen ihrer Events durchzustehen. Die durchaus wahrscheinliche Konsequenz der EM ist, dass sich die hochansteckende Delta-Variante immer weiter ausbreitet, was sich wiederum fatal auf die ganze Welt auswirken würde. Die gerade sinkenden Fallzahlen würden wieder sprunghaft ansteigen und die allmählig gelockerten Maßnahmen würden sofort wieder verschärft werden. Ab dem Punkt muss man sich fragen, welchen Stellenwert Fußball wirklich einnimmt. Ist dieser Sport so viel wichtiger als andere Bereiche der Kultur, Bildung, Existenzen und Gesundheit? Oder um es überspitzt aber dennoch prägnant auszudrücken: „Wie viele Zuschauer im Stadion sind der UEFA ein Menschenleben wert?“. Darauf gehe ich später noch einmal ein.                                                

Keine einheitlichen Regelungen

Wie schon im vorherigen Abschnitt angeschnitten, gibt es ein Problem mit der gesamten Thematik „einheitliche Regelungen“. Es ist kein länderübergreifendes einheitliches Hygienekonzept vorhanden, welches verbindlich für alle Austragungsorte gilt. Während in Glasgow und Baku beispielsweise keine Testpflicht besteht, muss in Amsterdam ein negativer Test vorgelegt werden. In Bukarest dagegen wird nur von ungeimpften ein Test verlangt. Die Problematik hierbei ist, dass nicht alle Impfstoffe überall gleich zugelassen sind. Zum Beispiel der Impfstoff Sputnik-V ist in der EU aufgrund von mangelhafter wissenschaftlicher Fundierung nicht zugelassen, in Ungarn jedoch schon. So muss man sich doch fragen, inwiefern man sich auf die Regelungen verlassen kann, wenn sie so unterschiedlich sind. Auch die Inzidenz-Werte werden bei diesen Maßnahmen völlig außer Acht gelassen. Jedes Land beschließt sein Konzept einfach nach eigenem Ermessen. Jedoch wurde die Option Spiele, aufgrund der Ansteckungsgefahr, unter Ausschluss der Zuschauer durchzuführen von der UEFA kategorisch ausgeschlossen. Dadurch wurden Städte wie Dublin und Bilbao, die keine Spiele vor Zuschauern garantieren konnten, als Austragungsstätte gestrichen. Diese Maßnahme übt auf andere europäische Städte einen großen Druck aus. Wenn diese in ihren Stadien keine Zuschauer garantieren, werden diese einfach nicht als Austragungsorte zugelassen. Aus diesem Grund entstanden Spiele, wie in Budapest mit maximaler Auslastung von 61.000 Zuschauer, zwar mit verpflichtendem Covid-Test oder Impfnachweis, aber ganz ohne Maske.

Frage der Solidarität

Nun zum letzten, aber wichtigsten Aspekt, der zuvor schon angeklungen ist. Die Frage nach der Solidarität. Hierzu ein Beispiel aus England: Der Flugzeugmechaniker Richard Morris musste, nachdem er sechs Monate in den Philippinen gearbeitet hatte, da er wegen Corona keine Arbeitsstelle in seiner Heimat gefunden hat, nach seiner Ankunft in England 10 Tage in Quarantäne. Er wurde in einem sehr heruntergekommenen Hotel untergebracht, was für ihn für 10 Tage 2000 Euro gekostet hat. Dagegen dürfen zeitgleich Fußball-VIPs ohne Quarantäne durchs Land reisen. Das klingt in meinen Ohren äußerst unsolidarisch und unfair. Morris muss aus Jobgründen reisen und muss sich in Quarantäne begeben, während König Fußball die Ausnahme sein darf. Viel gravierender sind jedoch die potentiellen Negativfolgen der reisenden Zuschauer. Folgende Hypothese habe ich bereits oben schon einmal kurz skizziert, aber nun gehe ich tiefer darauf ein. Durch mangelnde Maßnahmen verbreitet sich die Deltavariante schneller durch die Zuschauer in allen europäischen Ländern, was zu erneut verschärften Corona-Regeln, bzw. ein weiterer Lockdown. Wegen einigen wenigen, die für kurze Zeit Freiheit und Freude empfunden hatten, müssten dann viele zurück in Homeoffice, Homeschooling, Treffen würden verboten werden und Läden und Gastronomien müssten erneut schließen. Neben diesem ökonomischen und dem sozialen Aspekt kommt ein weit wichtigerer dazu, unsere Gesundheit bzw. unser Leben. Es ist nicht unbekannt, dass Covid- Erkrankungen sehr schwer und mit Langzeitfolgen verlaufen können oder sogar bis zum Tod führen. Mit den Fachbegriffen des Utilitarismus beschrieben; diese Handlung ist als unmoralisch zu bewerten, da sie das kurze Glück weniger, aber zugleich das langfristige Leid vieler beinhaltet.

Fazit

Nachdem ich mich nun intensiv mit dieser Frage beschäftigt habe, komme ich zu meinem persönlichen Fazit. Meiner Meinung nach ist es nicht generell unmoralisch, Zuschauer bei der Fußball-Europameisterschaft zuzulassen, wenn die Umsetzung den Umständen entsprechend stattfindet, was jedoch bei der EM dieses Jahr von der UEFA nicht verantwortungsvoll gehandhabt wird. Ich glaube die Frage sollte eher lauten, unter welchen Voraussetzungen es moralisch vertretbar ist, Zuschauer bei der Europameisterschaft zuzulassen und nicht im Generellen. Die Europameisterschaft hätte, wie oben schon erörtert, eine große Chance für zukünftige Großveranstaltungen sowie ein wirklicher Lichtblick in Richtung Normalität und mehr Freiheiten sein können. Nun jedoch stehen wir an einem Punkt, an dem Großveranstalter, Clubbesitzer und junge Menschen in England demonstrieren gehen, weil sie sich ungerecht behandelt fühlen. Fußball hat definitiv einen wichtigen Stellenwert in Europa, doch es zwingt sich die Frage auf, ob es nicht zu sehr bevorzugt wird. Ist Fußball und die Freiheit der Fans wirklich wichtiger als die Gesundheit vieler?! Es ist eine schöne Sache Fußballspiele im Stadion anzuschauen, aber den Meisten ist das Risiko und der damit verbundene Preis im Kontext von Corona bewusst? Es kann sein, dass diese Europameisterschaft eine neue Corona-Welle erzeugt. Es kann auch sein, dass es nicht so ist, alles Spekulation. Wäre es aber nicht moralisch verwerflich, wenn hunderte Millionen Personen, die nach über einem Jahr Einschränkungen langsam in die Normalität zurückkehren, wieder Beschränkungen oder einen Lockdown ertragen müssen, nur weil ein paar tausend Zuschauer ausgelassen ein paar Fußballspiele zelebriert haben und temporär etwas Freiheit zurückbekommen haben. Meiner Meinung nach, widerspricht das völlig der Definition von Solidarität. Mir ist bewusst, dass sich das ziemlich pauschalisiert und heruntergebrochen anhört, aber wenn man es ganz rational betrachtet ist das der Fakt. Ich bin kein Experte auf diesem Gebiet, kein Virologe, der die Folgen abschätzen kann, kein Fußballspieler, der die Unterstützung seiner Fans vielleicht benötigt. Ich kann nur aus meiner Perspektive als Schülerin sprechen. Es wäre sehr bedauerlich, wenn ein solches Event, was eigentlich eine positive Ausstrahlung und Hoffnung auf Normalität sein soll, der Grund für eine weitere Corona-Welle ist.

Was ist deine Meinung zu diesem Thema? 

Quellen

Allgemein: https://www.swr.de/wissen/fussball-em-mit-publikum-in-corona-zeiten-100.html

https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/coronavirus/corona-faelle-in-schottland-nach-em-spielen-17416812.html

Geltende Corona Regeln in den verschiedenen Stadien und Länder:

https://www.ispo.com/know-how/uefa-euro-2020-und-corona-diese-regeln-gelten-fuer-fans

https://ezeitung.swp.de/suedwestpresse/crailsheim/2021-07-03/2/-57852005.html

Ganz aktuell:

https://www.derstandard.at/story/2000127912729/die-uefa-wankt-von-einem-desaster-ins-naechste

Werden gewisse Schüler in Deutschland benachteiligt?

Jeder muss in seinem Leben durch die Schule durch um im späteren Leben einmal was zu werden. Aber erhält jeder Schüler die gleichen Chancen?

Man hört es immer wieder in Studien: Schüler aus den unteren sozialen Schichten schneiden schneiden in Deutschland schlechter ab als Schüler, deren Familie ein stabiles Einkommen hat. Auch Schüler die mit Behinderungen zu kämpfen haben wie etwa ADHS, Autismus oder chronischen Depressionen haben es deutlich schwerer, ohne dass ihnen sonderlich viel geholfen wird. Zwar gibt es für solche Kinder Sonderschulen, diese bieten ihnen aber keine lebenswerte Zukunft und sind im Grunde einfach nur ein Sammelbecken für „Defekte Schüler“ die nicht in unser System passen. Vor allem während der Pandemie und dem Homeschooling hat sich deutlich gezeigt, dass gewisse Schüler durch den Online-Unterricht große Defizite aufweisen. Gerade Schüler aus ärmeren Schichten hatten dort zu kämpfen: wenn Computer, Drucker und Internet fehlt ist „Online“-Unterricht nun mal nicht möglich und darunter leiden die Noten nicht nur während des Homeschoolings sondern auch noch danach da viel Wissen fehlt das kaum nachholbar ist. Auch aus eigenen Erfahrungen als jemand der unter ADHS und chronischen Depressionen leidet kann ich sagen, dass Online Unterricht für mich persönlich kaum zugänglich war. Ich konnte mich nicht konzentrieren oder fokussieren und hab für die meiste Zeit nur mit einem leeren Blick auf den Bildschirm gestarrt.

Auch außerhalb der Pandemie haben es Schüler mit Defiziten nicht leicht. Im Vergleich zu anderen Ländern wie Amerika zum Beispiel bieten sich für solche Schüler allerdings doch bessere Chancen für Schüler in Deutschland. Allerdings werden gewisse Schüler in Deutschland trotzdem benachteiligt und haben es schwerer als andere Schüler.

In diesem Video wird von Harald Lesch nochmal ein ganz anderes Thema angesprochen. Nämlich der enorme Druck der auf Schülern lastet und wie sie trotz all diesem Druck und dem kleinen Zeitraum in dem die Schüler so viel lernen und leisten müssen, trotzdem nicht alles lernen was sie dringend für ihre Zukunft brauchen. Auch das ist wieder ein großes Problem für Schüler die hinterherhängen. Es gibt kaum Möglichkeiten diesen Rückstand wieder aufzuholen und im Normalfall wird er Rückstand nur noch größer.

Ich denke, dass sich an unserem Schulsystem viel ändern muss. Jeder Schüler sollte zum Beispiel die gleichen Chancen haben und niemand sollte benachteiligt werden. Eine mögliche Lösung wäre zum Beispiel Schülern aus der ärmeren Schicht Schulmaterial zu spendieren und ihnen kostenlose Nachhilfe anzubieten. Kindergeld alleine reicht da leider nicht und es wird auch nicht wirklich kontrolliert, ob dieses Kindergeld wirklich für die Kinder ausgegeben wird oder vielleicht doch für Zigaretten. Außerdem könnte man Schüler, die ein Lerndefizit auf Grund von Behinderungen haben, etwas weniger streng benoten. Ähnlich wie bei Mädchen die im Sportunterricht weniger Leistung erbringen müssen als Jungs. Zum Schluss wäre es auch wirklich wichtig das Schulsystem, den Lehrstoff und die Zeit anpassen. Schüler sollten mehr Zeit haben und weniger unter Stress arbeiten müssen und vor allem sollten Schüler auch das lernen was sie wirklich brauchen.

Quellen: https://www.iwd.de/artikel/arme-eltern-schlechte-schueler-298680/

Wahrnehmung und Wahrheit?

Was ist wahr? Wir alle leben in einer Welt wie sie uns gefällt, oder leben wir in einer Welt, wie wir sie sehen wollen?
Schon Galileo Galilei sagte: „Zwei Wahrheiten können sich nie widersprechen.“
http://zitate.net/wahrheit-zitate?p=10
Manche Menschen ähneln sich mehr und manche Menschen ähneln sich weniger. Der Mensch ist einzigartig, jeder denkt, fühlt und handelt anders. Unser Leben ist so, wie wir es sehen wollen und auch genauso wie wir es sehen können. Unser Leben hängt also von der Perspektive ab, wie wir auf unser Leben schauen.
Wahrnehmung und Wahrheit, bedeutet für „wahrnehmen“. Dies bedeutet, dass jeder von uns die Welt auf eine ganz bestimmte Art und Weise wahrnimmt, interpretiert und sich seine eigene gültige Wahrheit schafft.
Sigmund Freud, vertrat die Meinung: „Es gibt ebenso wenig hundertprozentige Wahrheit wie hundertprozentigen Alkohol.“ http://zitate.net/wahrheit-zitate?p=10
Diese beide Zitate möchte ich an einem Beispiel verdeutlich. Ein Mensch hat eine Rot-Grün- Schwäche, er leidet an einer Farbstörung und kann die Farben Rot oder Grün nur schwer unterscheiden. Es gibt die Person A mit Farbblindheit und Person B ohne Farbblindheit. Person A sagt, der Ball ist Grün und Person B sagt, der Ball ist Rot. Wer sagt die Wahrheit und welche Aussage ist wahr?
Wie an diesem Beispiel zu erkennen ist, unterliegt der Mensch der Täuschung, dass es nur eine Realität gibt und somit nur einer Wahrheit. Bei Streit hat nur eine Person recht der andere unrecht. Die Realität ist aber stattdessen so, dass jeder Mensch um ihn herum, das wahrnimmt und auf seine ganz individuelle Weise interpretiert, was er als Realität ansieht. Selbst Aristoteles hat die Wahrheit auf eine reflektierende Weise bestimmt. „Die Wahrheit aber wissen wir nicht ohne Erkenntnis der Ursache.“ https://www.aphorismen.de/suchef_autor=222_Aristoteles&f_thema=Wahrheit
In seiner Korrespondenztheorie brachte er zum Ausdruck: „Zu sagen nämlich, das Seiende sei nicht oder das Nicht-Seiende sei, ist falsch, dagegen zu sagen, das Seiende sei und das Nichtseiende sei nicht, ist wahr. Wer also ein Sein oder Nicht-Sein prädiziert, muss Wahres oder Falsches aussprechen. Nicht darum nämlich, weil unsere Meinung, du seiest weiß, wahr ist, bist du weiß, sondern darum, weil du weiß bist, sagen wir die Wahrheit, indem wir dies behaupten.“ https://de.wikipedia.org/wiki/Wahrheit
Verschiedene Philosophen beschäftigten sich mit dem Wahrheitsbegriff und seinen reflektierenden Folgen für die Menschen. Auch sie kamen auf keine eindeutige Definition auf die Frage nach der Wahrheit. Es hat sich jedoch die Kenntnis durchgesetzt, dass die Wahrheitsfindung ein Prozess ist, bei dem der Mensch der Wahrheitsfindung oder auch der Wirklichkeit immer näherkommt. Ein gänzliches begreifen oder erreichen, „Was ist Wahrheit“ ist jedoch nicht möglich. Die Wahrheit ist ein Hirngespinst, da es eine objektive Realität nicht gibt. Sie wird von unserem Gehirn subjektiv konstruiert. Aus Bruchstücken an Information kann das Gehirn ein komplettes Bild modellieren. Wahrnehmungs- und Erinnerungslücken füllt es mit passend scheinendem Material. Selbst in der Wissenschaft versucht man der Wahrheit näher zu kommen. Hierbei werden Untersuchungen durchgeführt und technische Messgeräte verwendet.
In der Quantenphysik zum Beispiel, befasst sich ein Teil der Physik mit dem Verhalten und der Wechselwirkung kleinster Teilchen. Selbst hier ist ein Elektron sowohl Teilchen als auch Welle. Dies ist abhängig von der Beobachtungsweise, das Messergebnis kann entweder Welle oder Teilchen ergeben. Es werden also selbst die objektiven Daten technischer Geräte von Menschen interpretiert und in ein relatives Bezugssystem eingeordnet. Licht ist aber sowohl als Welle als auch Teilchen, dies bezeichnet man als Welle- Teilchen- Dualismus. Auch bei der Wahrheit gibt es ein „Sowohl als auch“, einen „Wahrheit Unwahrheit Dualismus“.
Jeder Mensch hat mit seiner individuellen Sicht, für sich persönlich tendenziell Recht. Die Wahrheit ist sogleich ein Paradoxon, also „ein Befund, eine Aussage oder Erscheinung, die dem allgemein Erwarteten, der herrschenden Meinung oder Ähnlichem auf unerwartete Weise zuwiderläuft oder beim üblichen Verständnis der betroffenen Gegenstände bzw. Begriffe zu einem Widerspruch führt.“ https://de.wikipedia.org/wiki/Paradoxon
„Der Weg des Paradoxes ist der Weg zur Wahrheit. Um die Wirklichkeit zu prüfen, muss man sie auf dem Seil tanzen lassen.“ Oscar Wilde https://www.zitat-des-tages.de/zitate/der-weg-des-paradoxes-ist-der-weg-zur-wahrheit-um-die-wirklichkeit-zu-pruefen-muss-man-sie-auf-dem-seil-tanzen-lassen-oscar-wilde
In der Mathematik werden zum Beispiel in der Axiomatik Aussagen definiert aber nicht bewiesen. Jede Aussage hat einen von zwei Wahrheitswerten, nämlich falsch oder wahr. Es ist der Wahrheitswert jeder zusammengesetzten Aussage eindeutig durch die Wahrheitsaussagen ihrer Teilaussagen bestimmt und Grundaussagen werden logisch hergeleitet bzw. aufgebaut.
„Ein Axiom ist ein Grundaussage einer Theorie, einer Wissenschaft oder eines axiomatischen Systems, die innerhalb dieses Systems nicht begründet werden kann (altgriechisch άξιώματα, axiómata: würdiger, anerkannter Satz). Die Axiome eines Systems müssen widerspruchsfrei sein, die aus ihnen abgeleiteten Aussagen sollten nicht im Widerspruch zur Erfahrung stehen (u. a. Experiment!).“ https://www.rschr.de/Htm/Axiomatik_und_Logik.htm
Axiome sind Grundannahmen, die meist aus bereits vorhandenen Vorstellungen über den zu definierenden Begriff resultieren, von deren Gültigkeit man ausgeht und die deshalb auch nicht bewiesen werden müssen. „Ein Axiom ist unverstanden nur insofern, als seine Wahrheit formal nicht bewiesen, sondern vorausgesetzt ist.“ https://de.wikipedia.org/wiki/Axiom
Bei der Axiomatisierung der Mengenlehre werden beliebige mathematische Objekte zu einer Menge zusammengefasst. Dies führt jedoch rasch zu einem Widerspruch, dem so genannten Russel-Paradoxon:
Zu jeder Eigenschaft gibt es die Menge aller Objekte, welche die Eigenschaft erfüllen. Angenommen es gebe Eine Menge A die alle Mengen beinhaltet, dann sollte man folgende andere Menge bilden können: B := {x ∈ A : x ∉ x }.
Menge B ist definiert als die Menge aller Elemente der Menge A mit der Eigenschaft, dass diese kein Element von sich selbst ist. Wenn man nun alle Mengen die nicht Element von sich selbst sind hat, dann stellt sich einen die Frage ob B Element von sich selbst ist. Wenn nun B ∈ B ist dann würde aber daraus folgen, dass eigentlich B ∉ B sein dürfte. Wenn aber nun B ∉ B ist, dann musste B ∈ B sein. Die Menge kann also nicht Element von sich selbst sein, sie kann es aber auch nicht nicht sein. Folglich existiert keine Menge, die alle Mengen umfasst, die sich selbst enthalten.
Um dies besser verstehen zu können gibt es folgendes Beispiel. Ein Barbier rasiert alle Dorfbewohner in seinem Dorfe, die sich nicht selbst rasieren. Soll er sich aber nun selbst rasieren oder nicht? Wie immer er aber auch handelt, er widerspricht der Anforderung. Wenn er sich selbst rasieren würde hätte er eine Person im vom Dorf rasiert die sich selbst rasiert, würde er sich nicht rasieren gäbe es noch eine Person im Dorf die sich nicht selbst rasiert hat, die er aber auch nicht rasiert hat. Fakt ist, dass es so einen Barbier nicht geben kann, dies kann als nicht der Wahrheit entsprechen. An diesem Beispiel zeigt sich, dass es auch in der Mathematik nicht nur eine Wahrheit gibt. Es kann keine Menge geben, die alle Mengen umfasst, die sich nicht selbst enthalten. Das Axiom, wie die Wahrheit ist widersprüchlich.
Gibt es also die eine Wahrheit?
Nur Kinder kommen nicht als Lügner zur Welt, für einen Zwei -oder Dreijährigen gibt es nur eine Realität und nur eine Wahrheit. Ein Kind geht davon aus, dass alles was es denkt und macht auch von anderen so gesehen wird. Erst mit ungefähr vier Jahren lernt es sich in andere hineinzuversetzen und es beginnt den Unterschied zwischen Realität und Fiktion wahrzunehmen, das bedeutet zwischen Wahrheit und Lüge zu unterscheiden. Nicht die Wahrheit zu sagen, ist für Kinder ein wichtiger und normaler Lernprozess.  

(Bild entfernt, wegen Urheberrechtsverletzung, Sü: https://de.toonpool.com/user/724/files/wahrheit_1650045.jpg)
Wenn es also weder in der Geisteswissenschaft noch in der Naturwissenschaft nicht die eine wahre Wahrheit gibt, warum sollten wir dann immer die Wahrheit sagen und sich nicht darauf berufen, dass es von der persönlichen Einstellung abhängt, wie man die Wahrheit wahrnimmt und was man als wahr empfindet?
Was denkt ihr darüber? Ich bin gespannt auf eure Wahrheit!  
Quellen:

http://zitate.net/wahrheit-zitate?p=10

https://www.netdoktor.de/krankheiten/rot-gruen-schwaeche/

https://www.bpb.de/apuz/245225/wahrheit-ein-philosophischer-streifzug

https://www.aphorismen.de/suche?f_autor=222_Aristoteles&f_thema=Wahrheit

https://de.wikipedia.org/wiki/Wahrheit

https://www.chemie.de/lexikon/Quantenphysik.html

https://www.rschr.de/Htm/Axiomatik_und_Logik.htm

https://de.wikipedia.org/wiki/Axiom

Zeitschrift: Spektrum der Wissenschaft 3.21, die Kriege der Zukunft, Seite 79

Sind Elektroautos die Lösung gegen den Klimawandel?

Der Klimawandel scheint momentan das größte Problem der Gesellschaft zu sein. In den Medien wird immer häufiger gewarnt, welche Probleme der Klimawandel mit sich bringt und welche Auswirkungen er hat. Aktuell kann man das gerade an den extrem heißen Temperaturen in Kanada aber auch in Skandinavien und in Sibirien sehen, wo es in dieser Jahreszeit eigentlich eher mild sein sollte. Das Thema Klimawandel ist relativ unumstritten eine der größten Herausforderungen. Doch man merkt auch, dass Autohersteller eigentlich fast ausschließlich für Elektroautos werben, da sie die Fortbewegungsmittel der Zukunft sein sollen. Doch sind E-Autos wirklich die Zukunft, oder wird der Klimawandel einfach nur von der Automobilindustrie missbraucht, um noch mehr Geld zu machen?

In einer Statistik kann man sehen, dass die Anzahl der Elektroautos in Deutschland von 2014 bis 2019 von ca. 12.000 bis 83.000 gestiegen ist, Tendenz weiter stark steigend. Also rund siebenmal so viele E-Autos in nur fünf Jahren. Irgendwie scheint die Elektromobilitätsbranche also zu funktionieren. Was diese Entwicklung außerdem beschleunigen könnte, ist die Spritpreiserhöhung in den letzten Monaten. Für viele Menschen stellt sich nun die Frage, ob sich ein Auto mit Verbrennungsmotor überhaupt noch lohnt, wenn man außerdem noch bedenkt, dass es Prämien von bis zu 11000 Euro auf den Käufer ein E-Autos warten. Was sicherlich auch zur Kaufentscheidung führt, ist der psychologische Aspekt, da man immer im Hinterkopf das Gefühl hat, etwas für den Klimaschutz getan zu haben. Gerade das nutzen Autohersteller aus, da das Thema Klimaschutz immer präsenter in unserer Gesellschaft wird, was viele Menschen wiederum dazu bewegt einen Beitrag für die Umwelt zu leisten. Das ist aber keineswegs schlecht oder problematisch, doch man sollte sich die Frage stellen, ob wirklich Elektroautos die Lösung sind.

Das größte Manko vom Elektroantrieb ist die Herstellung des Akkus. Klassische Akkus werden aus unterschiedlichen Rohstoffen hergestellt, hauptsächlich Lithium. Dieses wird häufig in ärmeren Ländern wie beispielsweise Chile abgebaut, wo andere Arbeitsbedingungen herrschen als in Deutschland. Die Rohstoffe des Akkus müssen mit hohem Druck aus dem Gestein herausgewaschen werden, wofür Wasser gebraucht wird, das gerade in ärmeren Länder sehr wertvoll ist. Außerdem ist Lithium eine begrenzte Ressource, die noch für viele weitere Generationen ausreichen muss, gerade weil der Elektroantrieb immer populärer wird. Das nächste Problem ist die Haltbarkeit von Akkus, da die meisten durchschnittlich etwa 8-10 Jahre halten. Nach dieser Zeit muss ein neuer Akku her, der ebenfalls einen großen ökologischen Fußabdruck in der Herstellung mit sich bringt. Bei guter Pflege halten Verbrennungsmotoren gut das Doppelte aus. Auch im Falle eines Unfalls sind Akkus eher problematisch, da beispielsweise bei einem Brand giftige Chemikalien auf die Erde gelangen könnten und einen großen Schaden anrichten könnten.

Es scheint also, dass in Sachen Mobilität keine wirkliche Lösung klar ist und man kaum etwas beim Autokauf richtig machen kann. Vielleicht ist die richtige Antriebsart aber gar nicht das Problem. Die viel umweltfreundlichere und Ressourcenschonendere Alternative ist meiner Meinung nach der Öffentliche Personenverkehr. Sicherlich hat die Bahn kein besonders gutes Image, aber wenn der Staat anstatt in den Bau von teuren Autobahnen oder Investitionen in die Automobilbranche eher Geld in den Ausbau von Bahnstrecken investieren würde, hätte das unheimlich viele positive Folgen. Zum einen könnte durch einen Ausbau der Bahnstrecke eine bessere Vernetzung der Städte aber auch der Dörfer bewirken, sodass gerade ältere Menschen, die eher abgelegen wohnen, nicht mit dem Auto einkaufen gehen müssten, sondern bequem mit der Bahn in die nächstgelegene Stadt fahren. Zudem fahren Züge ohne Akku und ohne Emissionen, sie beinhalten also beide Vorteile von Verbrennungsmotoren und Elektroautos. Sicherlich wird der Strom für die Züge in Teilen von Kohlekraftwerken bereitgestellt, aber dafür kann eine Bahn das Vielfache von Personen transportieren, als ein Auto. Der Kohleausstieg 2038 und der Ausbau der erneuerbaren Energie bietet eine Lösung für dieses Problem.

Meiner Meinung nach sind Elektroautos im Prinzip der richtige Ansatz für die Klimarettung, aber es wäre viel sinnvoller, wenn nicht jeder ein Elektroauto besitzt, was zwar keine Emissionen erzeugt, aber dennoch in der Herstellung überhaupt nicht umweltschonend ist, sondern wenn die Bahn mehr genutzt und ebenso besser ausgebaut und unterstützt wird. Das größte Problem hierbei ist wahrscheinlich leider die Automobilbranche, die mit Lobbyarbeit sich total gegen den Schienenverkehr stellt und die Automobilität mit aller Gewalt durchsetzen will. Da sieht man wieder, wie viel Macht Geld hat und wie schädlich dieses für die Gesellschaft und eben auch für den Umweltschutz ist. Nun stellt sich die Frage, ob man weiterhin am Ansatz Elektroautomobilität festhält oder ob sich die nicht gewinnbringende umweltfreundlichere Fortbewegungsart, die Bahn, durchsetzen kann. Diese Frage ist leider sehr leicht zu beantworten.

(Sü: Bild entfernt, Urheberrechtsverstoß!!! Bitte gründlicher nachlesen!)

Bild:

Anzahl Elektroautos in Deutschland | Statista