Ethik-Doppelstunde K1 vom 12.4.2019

Die Unterrichtsstunde begann damit, dass wir uns das Video: „Organspende was da los?“ angeschaut haben. In diesem Video wurden wir grob über die Organspende aufgeklärt und wir erfuhren, dass wir zu wenige Spender haben und es auch an Fachpersonal von Ärtzten mangelt.

Anschließend schauten wir uns noch ein Video über die Organspende an, wobei es sich bei diesem Video um eine Theatergruppe handelt, die eine Situation nachspielt, in der die Angehörigen sich für oder gegen eine Organspende entscheiden müssen. Bei diesem Video wurde mehr auf die ethischen Fragen eingegangen und es diente im Unterschied zu dem ersten Video weniger als Informationsviedeo, sondern dazu, dass man besser die unterschiedlichen Einsellungen zum Thema Organspende nachvollziehen kann.

In der zweiten Unterrichtsstunde schauten wir uns ein Fallbeispiel an, wo eine Organspende gegen den Willen der Angehörigen durchgeführt wurde und gingen bei der ethischen Analyse auf möglichst alle Beteiligten ein.

Schließlich gingen wir noch auf die moraltheoretische Analyse von Kant und den Utilitaristen erneut zum Thema Organspende ein. Zum Abschluss diskutierten wir noch, wie jeder von uns zum Thema Organspende gegen den Willen der Angehörigen steht. Auch hier trafen die unterschiedlichsten Meinungen aufeinander. Danach war die Doppelstunde auch schon zu Ende. Unseren Aufschrieb hab ich noch einmal für euch zum Nachlesen:


Stundenprotokoll der K1

Thema: Utilitarismus nach Peter Singer

Datum: 15.03.19 7:45 Uhr – 9:20 Uhr

Anwesend: Theano, Ghandi, Hobbes, Aspasia, Albinos, Kant, Sokrates

Abwesend: Hobbes (Krankheitsbedingt)

Referent: Frau Schütze

Wie immer hat unsere Doppelstunde mit einer Tasse Tee begonnen. Nach einem kurzen Plausch konzentrierten wir uns aber auf die für die Doppelstunde anstehenden Themen:

– Schwimmbad Beispiel

– Peter Singer

Wir starteten den Unterrricht mit dem Schwimmbad Beispiel. Bei diesem handelt es sich um folgende Situation:

Wegen akuter Wasserknappheit in einem besonders trockenen Sommer hat die Stadtverwaltung alle Betreiber von Schwimmbädern gebeten, diese für zwei Wochen zu schließen. Herr F., Betreiber eines Vergnügungsbades und Utilitarist, denkt sich, dass das Öffnen seines Schwimmbades die Wasserknappheit insgesamt kaum beinflussen würde, wenn alle anderen ihre Bäder geschlossen hielten. Auch würde es vielen Menschen eine Freude bereiten, im heißen Sommer bei ihm ein Bad zu nehmen.

Darunter war folgende Frage formoliert: Sollte F. sein Schwimmbad öffnen?

Diese Frage sollten wir nun gemeinsam in der Klasse disskutieren und beantworten. Allerdings unter der Berücksichtigung der Begriffe des Handlungs- und Regelutiliarismus, mit welchen wir uns zuvor, auf einem Aufgabenblatt, als Hausaufgabe auseinandergesetzt haben.

Nach einigem hin und her kamen wir zu dem Ergebnis,dass wenn F. nach dem Handlungsutilitarismus handeln würde, würde er das Schwimmbad öffnen. Der Allgemeinnutzen steht hier nämlich im Vordergrund und da sich die Besucher freuen würden, wenn weiterhin ein Schwimmbad offen wäre und er selber mehr Geld verdienen würde, wäre jedem geholfen und jeder hat seinen Nutzen aus der Situation gezogen.

…wenn F. allerdings nach dem Regelutilitarismus handeln würde, würde er das Schwimmbad geschlossen halten. Er hätte eine Regel nicht eingehalten, was dazu führen könnte, dass andere Schwimmbadbesitzer das Gleiche tun werden. Nach dem Motto: „Er hält sich nicht an die Vorschrift, also mus ich es auch nicht tun“. somit könnte diese Handlung zu noch größerem Wassermangel führen.

In der zweiten Stunde haben wir uns zu Beginn ein Video von dem noch lebenden Philosophen Peter Singer angeschaut. In diesem setzt er sich mit dem Utilitarismus auseinander.

https://youtu.be/Diuv3XZQXyc

Hauptsächlich spricht er darüber, was wir zum Allgemeinnutzen beitragen können ohne groß etwas dafür zu tun. Wichtig ist es nur ein effektiver Alturist zu sein. Wir sollten uns im Bilde sein, dass alle Menschen den gleichen Wert haben. Doch viele suchen Ausreden und Begründungen warum sie z.B. nichts für die hohe Kindersterberate tun. Peter Singer listet diese auf und zeigt, dass es eben keine unwiederlgebaren Ausreden sind.

  1. Was für ein Unterschied kann Ich schon machen?
  2. Soll Ich meine Karriere und Zeit aufgeben?
  3. Wohltätigkeit ist doch nicht wirklich effktiv?
  4. Ist es nicht eine Bürde so viel aufzugeben?

Sein Hauptargument für alturitisches handeln war, dass es einem Erfüllung im Leben gibt, Erfüllung, welche viele Menschen verzweifelt suchen.

Nach dem Filmclip wurden wir in Zweiergruppen eingeteilt und haben Quellen zu dem aufgezeigten Arbeitsblatt, mit verschiedenen Thesen des Utilitarismus, bekommen. Diese sollten wir bearbeiten. Die einzelnen Gruppen stellten ihre jeweiligen Ergebnisse vor, bis es schließlich zum Stundenende geklingelt hat.

Stundenprotokoll der K1 vom 1.3.19

Thema: Überblick des Utilitarismus von John Stuart Mill

Datum: 1. 3. 19

Anwesend: alle Kursteilnehmer

Referent: Frau Schütze

 

Begonnen hat diese Doppelstunde ganz traditionell mit dem Aufsetzten des Wasserkochers für die Minderheit der Teetrinker unter uns 🙂
Anschließend ging es jedoch etwas theoretischer weiter…
Jeder Schüler bekam einen Text des Utilitarismus von John Stuart Mill ausgeteilt, den er anschließend, dem Inhalt entsprechend, einem Bild zuordnen sollte. Anschließend tauschten wir uns über diese Zuordnungen aus; kritisierten und machten Verbesserungsvorschläge. Danach wechselten wir die Texte untereinander und sollten unseren Text zusammenfassend auf einem Arbeitsblatt eintragen. Im folgenden werde ich versuchen, die Hauptpunkte herauszuarbeiten 😉 

Einer der Texte warf die These auf, dass es besser sei „ein unzufriedener Mensch zu sein als ein zufriedenes Schwein; besser ein unzufriedener Sokrates als ein zufriedener Narr“. Im Text selbst wird die These damit begründet, dass der unzufriedene Mensch beide Seiten kenne, also zur Reflexion fähig ist, das Schwein jedoch nicht, da dieses nur die eine Seite erkennt. Folgend wurde dann erklärt, dass sich Menschen aus Charakterschwäche trotzdem für niedere Genüsse entscheiden, obwohl sie wissen, dass diese einen geringeren Wert hat und anschließend die Fähigkeit, edle Gefühle zu empfinden, verkümmere.

Der nächste Textabschnitt handelte dann davon, „dem Schicksal zu begegnen“, also bereit zu sein, ohne Glück auszukommen, da dies den Menschen über Schicksalsschläge erhebt, es sei so also leichter, schlimmen Situationen zu begegnen. Zum Beispiel kann man dann, wenn man von Grund auf nicht auf das Glück oder das Glücklichsein fokussiert ist, Dinge wie eine Krankheit oder eine Trennung besser überstehen: Das Schicksal hat keine Macht, den Menschen klein zu kriegen, ihn zu unterwerfen.

Nun folgte die „Abgrenzung zum Opportunen“: Dieser entspricht der Verfolgung des Eigeninteresses, was ja dem zum Utilitarismus, der das Gemeininteresse an oberste Priorität stellt, geradezu gegensätzlich ist. 

Anschließend wurde das „Verbot zu lügen“ auf die Waagschale gestellt: An sich begründet man dies nach dem Schema oder der Idee des Utilitarismus als unmittelbaren Vorteil (also das Verbot), das dies das Vertrauen innerhalb der Gesellschaft unmittelbar steigere. Dies sehen wir ja auch in unserem Alltag: Menschen, von denen man weiß dass sie einem die Wahrheit sagen, vertraut man bei manchen Dingen eher; da man weiß, eine ungefilterte, von Höflichkeitsfloskeln freie Meinung zurückzubekommen. Dieses „Verbot zu lügen“ sei also rein prinzipiell nützlich, da es das Vertrauen fördert. Jedoch gibt es hierbei Ausnahmen; nämlich wenn es in der speziellen Situation nützlich ist zu lügen, zum Beispiel wenn die Gefahr der Verletzung von Mitmenschen besteht. Diese Entscheidung, zu lügen, obliegt aber demjenigen und seinem kurzfristigen Urteilswillen selber, es besteht trotzdem eine unbedingte Notwendigkeit zur Beschränkung des Lügens, so Mill. An diesem „Verbot zu lügen“ spalten sich also die verschiedenen Richtungen des Utilitarismus, der Handels- & der Regelutilitarismus (näher gehe ich nun nicht darauf ein, da dieses nicht unmittelbarer Bestandteil der Stunde war).

Ein weiteres Thema der Texte von John Stuart Mill waren die Moralischen Gefühle, die seiner Auffassung nach erworben und nicht angeboren sind, aber trotzdem sei es natürlich, diese im Laufe seiner Entwicklung zu erwerben. Mill nach entstehen diese moralischen Gefühle spontan, können gepflegt sowie negativ oder positiv entwickelt werden und haben zum Ziel, Glück und Gemeinschaftsgeist zu fördern sowie die Handlungen des Individuums auf Gemeinschaftsziele auszurichten.

Ein weiterer Punkt beinhaltete, dass diese Gesellschaft von Gleichen nur geschaffen werden kann bzw nur existieren kann, wenn die Interessen aller gleichermaßen geachtet werden. Politisch betrachtet heißt dies, dass der Ausgleich von Ungleichheiten zwischen den verschiedenen Klassen zur Zunahme des Gefühls der Einheit führt. John Mill gründet hierbei auf das natürliche  Interesse eines jeden Individuums, indem er behauptet, es liege im eigenen Interesse eines jeden, die eigenen Ziele mit denen der Gesellschaft in Einklang zu bringen, was eine mächtige Innere Verpflichtung zur Folge hat, welche sich nach der Feinfühligkeit und der Gewissenhaftigkeit des Charakters bemisst. 

Folgend wurde der Vergleich des Utilitarismus mit der Goldenen Regel angesprochen, der hervorbringt, dass das Christliche Gebot der Nächstenliebe – also sich anderen gegenüber so zu verhalten, wie man selbst gern behandelt werden möchte – den Kern des Utilitarismus vollkommen ausdrückt. Zur Erfüllung bzw. Annäherung an dieses Prinzip sei es notwendig, zwei förderliche Bedingungen zu erfüllen:

  1. dass Gesetze sowie gesellschaftliche Verhältnisse soweit wie möglich mit dem Gemeininteresse in Übereinstimmung gebracht werden, und
  2. dass die Erziehung und die öffentliche Meinung Eigeninteresse und Allgemeininteresse in Einklang bringen

Werden diese Bedingungen erfüllt, so steht dem Utilitarismus, der die schönste und höchste Entfaltung der menschlichen Natur – zumindest für John Stuart Mill – darstellt, nichts mehr im Wege. 😉

Der Utilitarismus war in unserem Kurs stark umstritten, eben deshalb weil er die Vielfältigkeit der menschlichen Gefühle versucht auf eine rational Ebene „herunterzubrechen“. Jedoch könnte eben dieses vor allem in gewissen Dilemma-Situationen (siehe der Kurzfilm „SommerSonntag“) doch durchaus „Nützlich“ sein ;)…

Gerne könnt ihr hier noch weiter diskutieren!

Der Unterricht wurde ungewöhnlich spät mit dem Klingeln zum Stundenende um 9.20 beendet.

PS: Hier noch das Arbeitsblatt:

Warum lässt Gott das Schlechte und das Böse zu?

Viele Menschen wollen nicht an Gott glauben, besonders Atheisten, weil sie vielleicht davor an Gott geglaubt haben aber schwere Schicksalsschläge erlitten haben, welche sie zornig auf Gott gemacht haben und ihn dafür verantwortlich gemacht haben. Somit wenden sie ihm den Rücken zu und haben ihr Leben lang einen Hass auf Gott. Sie dachten, dass Gott ihnen überall und immer sie von allem Schlechten und Bösen bewahrt, dennoch trifft sie ein solch schlimmes Schicksal. Warum ist Gott so ungerecht? Warum lässt er Tsunamis, Verfolgung, Hungersnöte, Aids, Kriege und Armut zu? Warum lässt er nicht nur die Ungläubigen leiden sondern auch die Christen? All diese Fragen sind berechtigt und haben ihren Grund der direkt auf Gott zurückzuführen ist.

Angenommen wir stellen Gott in Frage und fragen uns, wenn er doch so gerecht und güig ist, warum soll er dann das Böse zulassen? Die Antwort darauf ist der Freie Wille des Menschen der uns von Gott geschenkt wurde. Gott wäre doch nicht gütig wenn er jeden Menschen zwingen würde seinen Gesetzten und seinen Vorstellungen zu gehorchen. Er gibt uns die Wahl zwischen dem Guten und dem Bösen. Allein dieser freie Wille des Menschen ist verantwortlich dafür, dass Böses und Schlechtes in dieser Welt passiert, da wir den freien Willen nicht nach biblischer Vorstellung nutzen. Laut der Bibel lässt Gott Böses und Schlechtes nur vorübergehend zu damit die, die an ihn glauben in den Himmel auffahren, frei von dem Bösen aber dennoch frei in ihren Entscheidungen. Er zwingt uns nicht, er appelliert nur an ihn zu glauben um eines Tages gerettet zu werden, weil unsere Menschheit allein Schuld ist an all dem Bösen was in der Welt passiert. Mit seinem unglaublichen Erlösungsplan, dass wir durch die Wiedergeburt von Jesus ewiges Leben bekommen KÖNNEN, lässt er uns die Freiheit selbst über unsere Lebensweise zu walten. Mit diesem Erlösungsplan hat Gott vor das Böse irgentwann zu vernichten, aber bis dahin er das Böse wegen dem freien Willen zulässt. Desshalb ist Gott auch gerecht und gütig da er uns die Freiheit über unsere Entscheidungen gibt. Das heißt im Gegenzug aber nicht, dass wenn wir an Christus glauben von Krankheit, Verfolgung und anderen schlimmen Sachen verschont bleiben. Doch diese Dinge kann ein Christ mit Gott durchstehen und Gott hilft ihm dabei und segnet ihn wenn er in dieser schwierigen Zeit Gott treu bleibt. Diese schwierige Lebenssituationen bringt dem Christen sozusagen im Wachstum des christlichen Glaubens weiter, sodass der Christ auch in z.B. den Versuchungen des Teufels wiederstehen kann. Die Christen sehen es als Wachstum die anderen sehen es als Gottes Wille der das Böse zulässt. Doch jeder hat dazu die Freiheit zu entscheiden wie man das Böse sieht.

Oft gibt Gott den Christen einen Auftrag, der im ersten Moment als unnütz und absurt, wenn nicht sogar als böse von dem Menschen empfunden wird. Doch aus diesem treuen Handeln macht Gott IMMER das Beste aus dieser Sache, wie man sich Das als Mensch nicht vorsellen kann. Manchmal entsteht aus dem Bösen etwas Gutes, sodass es zum Segen für den Christen wirkt. Als Beispiel dazu die Geschichte von Abraham und Isaak in der Bibel, wo Abraham die Anweisung von Gott erhält seinen einzigen, geliebten Sohn Isaak zu opfern, obwohl Gott Abraham viele Nachkommen durch Isaak versprochen hat. Doch Abraham war, obwohl es eine im menschlichen Sinne furchtbare Tat gewesen wäre, bereit diesen Auftrag zu erfüllen. Doch kurz bevor er Isaak umbringen wollte, hielt ihn Gott davor ab und segente ihn durch diese Entschlossenheit und die Treue zu ihm und gab ihm durch diese Treue so viele Nachkommen von Isaak, dass daraus das Volk Israels entstand ( 1.Mose. 22, 1-19). Durch dieses Beispiel kann man die wunderbare Führung Gottes sehen, obwohl es im ersten Moment als böser Auftrag Gottes schien. Gott ist gut.

Was meint ihr zu diesem Thema. Ich freue mich auf eure Kommentare

LG Hobbes



Dürfen wir Tiere essen bzw. töten?

In unserer Bevölkerung gibt es eine ständig steigende Anzahl von Veganer und Vegetarier. Oft sieht man Werbung von Veganen Produkten in den Medien oder mittlerweile auch auf Getränke Flaschen. Es soll einem vermittelt werden dass man Gesund leben kann, ohne Fleisch bzw. Tierprodukte zu essen. Doch Ich denke dass viele auf Fleisch verzichten, da ihnen die Tiere, die geschlachtet werden leid tun, da sie oft unter schlechten Bedingungen leben und sterben. Da in Deutschland viele Tiere geschlachtet werden, stellt sich die Frage ob man Tiere überhaupt essen oder töten darf und wie man dieses ethisch vertreten kann.

In der sogenannten Tierethik gibt es unterschiedliche Positionen die zu dieser Frage Stellung nehmen, nämlich der Anthropozentrismus, der Pathozentrismus, der Biozentrismus.

Der Anthropozentrismus sagt, dass nur der Mensch einen moralischen Wert hat und dass wir Moralische Pflichten nur gegenüber Menschen haben, da der Mensch als höheres Wesen angesehen wird als die Natur, die dennoch zu schützen ist da sie eine wichtige Lebensgrundlage für den Mensch ist.

  • Tiere essen bzw. töten ist ok.  

Der Pathozentrismus sagt, dass nur die Tiere die leidensfähig oder schmerzempfindlich sind einen Schutz genießen, da unnötiges Leiden vermieden werden soll.

  • Tiere essen bzw. toten ist nur ok wenn das Tier Leidensunfähig ist.

Der Biozentrismus sagt, dass die Moralischen Pflichten gegenüber allen Lebewesen gelten und alle Lebewesen einen Eigenwert haben, den es zu schützen gilt.

  •  Tiere essen bzw. töten ist nicht ok.  

Meine Meinung zu diesem Thema ist, dass wir Tiere essen bzw. töten dürfen, dabei richtet sich meine Begründung nach der Bibel. Es gibt kein konkretes Verbot (mit Ausnahme des Götzenopferfleisch für die Juden im AT)  dass man Tiere nicht essen darf. Außerdem wird der Mensch als Herrscher über die Tiere angesehen (1. Mose 1,28) und in 1. Korinther 10, 25-26 wird aufgefordert ohne auf das Gewissen zu achten Fleisch zu essen (im Kontext geht es um Götzenopferfleisch).

Dennoch sollten wir Tiere nicht unnötig quälen, da sie auch Schmerzen empfinden.

Was meint ihr zu diesem Thema? Ich freu mich auf eure Kommentare.

LG Sokratis  

Todesstrafe

Ein heikles und immer wieder aktuelles Thema ist die Todesstrafe in einigen Ländern der Erde. Für europäische Verhältnisse ist es schwierig, eine objektive Meinung dazu zu bilden, da wir die Rechte und den Schutz demokratischer Gesetzte genießen.

Dennoch sind politische, ethische und auch religiöse Prägungen entscheidend bei der Meinungsbildung, ob man für oder gegen die härteste aller Strafen ist. Immerhin betrifft es das kostbarste, das man, hat: das Leben.

In Deutschland gibt es natürlich keine Todesstrafe – allerdings in anderen 61 Ländern – 90% Prozent davon in Iran, Pakistan und Saudi-Arabien.

https://ze.tt/wo-in-der-welt-gibt-es-noch-die-todesstrafe/

Grundsätzlich sollte die Frage betrachtet werden, ob man als Mensch einem anderen Menschen – egal ob aus Strafe oder Abschreckung – das Leben nehmen darf. Wer gibt einem Menschen das Recht über Tod und Leben zu entscheiden?

Dass Verbrechen bestraft werden müssen, das klar. Aber die radikale Todesstrafe, die absolut keine Chancen für den Verurteilten zulässt, ist eine Bestrafung die viele als menschenverachtend anprangern. Dazu haben Studien gezeigt, dass in Ländern, in denen die Todesstrafe als Abschreckung eingeführt wurde, keine bewiesenen, positiven Auswirkungen auf die Verringerung der Kriminalitätsrate zeigt.

https://www.zeit.de/wissen/2015-03/todesstrafe-mythen

Religöse Menschen lehnen die Todesstrafe ab, weil das Leben das höchste Gut des Schöpfers an seine Geschöpfe ist. Und das Recht, über Leben und Tod zu entscheiden, obliegt allein dem Schöpfer – Gott.

Es gab in der Geschichte einige Fehlurteile, in denen Menschen zu Unrecht zu Tode verurteilt wurden. Oder Fälle, in denen die Hinrichtung grausam und entwürdigend für den Verurteilten abgelaufen ist. Auch für die Henker ist es ein enormer moralisch schwerer Akt der Bestrafung, der am Gewissen zehrt.

Moralisch stellt mancher sich die Frage, ob es lediglich eine Art der legalisierten Rache für ein Verbrechen ist? Und: rechtfertigt ein Verbrechen, dass der Verbrecher getötet wird? Wie viel Wert hat grundsätzlich ein Menschenleben?
Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass oft Verbrechen, die das materielle Eigentum von Staat und Gesellschaft betreffen, härter geahndet werden, als Delikte, die Körper und Menschenleben betreffen.

Persönlich für mich ist die Todesstrafe keine Art der Bestrafung. Es ist eine Rache, die unwiederbringlich ein Menschenleben auslöscht, mit großen seelischen Belastungen für die Strafvollzugsbeamten. Kein Mensch darf einem anderen Menschen das Leben nehmen. Auch nicht, wenn der Verbrecher das vielleicht viele Male getan hat – sonst begibt man sich ebenfalls auf die Seite des Verbrechers.

KANT

Leihmutterschaft – ethisch vertretbar oder nicht?

Es gibt immer mehr Paare die keine Kinder bekommen können, sich aber dennoch ein Baby wünschen. Nach oftmals vielen künstlichen Befruchtungen der Frau sehen sie deshalb in der Leihmutterschaft die letzte Möglichkeit. Doch auffällig hierbei ist, dass die Leihmütter aus dem Ausland und aus ärmlichen Verhältnissen stammen. Gründe hierfür sind, dass in Deutschland die Leihmutterschaft verboten ist und die Leihmütter aus dem Ausland oft aus finanzieller Not heraus handeln. Aber ist dies überhaupt ethisch vertretbar?

Davor sollten wir uns aber der Folgen einer Leihmutterschaft bewusst werden. Erstens wird das Kind zu einem Objekt, dass man sich ,,einfach so“ kaufen kann. Außerdem hat das Kind keinen Bezug mehr zu seiner leiblichen Mutter, da es sie nicht kennt. Im schlimmsten Fall könnte das Kind ein mögliches Trauma dadurch davontragen. Trotzdem hätte es trotz allem ein schöneres Leben, da ein von einer Leihmutter ausgetragenes Kind kostspielig ist und es sich somit nicht alle leisten können. Somit würde es in einer wohlhabenden Familie leben. Doch trotzdem könnte die Gefahr bestehen, dass das finanzielle ,,Aus“ des Paares durch hohe Kosten eintreten könnte. Zusätzlich machen sie sich strafbar da, wie schon erwähnt, in Deutschland Leihmutterschaft verboten ist. Doch trotz allem hätten sie sich dadurch ihren lang ersehnten Kinderwunsch erfüllt. Wenn man jedoch denkt, die Leihmutter hätte den meisten Vorteil, irrt man sich. Klar hat sie vielleicht keine Finanzielle Nöte mehr, da sie eine Menge Geld für ihre Verhältnisse bekommt. Die ,,Zeit“ veröffentlichte in einem Online Arikel, dass eine Leihmutterschaft bis zu 100.000 Dollar kosten kann und eine Leihmutter davon 10 bis 30 Prozent bekommt. Natürlich sind die Zahlen Länder abhängig. Der Nachteil jedoch ist, dass die Frauen erst dieses Geld bekommen wenn sie ein gesundes Baby zur Welt bringen. Und da künstlichen Befruchtungen meist bis zu 80 Prozent schief gehen, ist das Leihmutterschaft Geschäft eigendlich ,,Ausbeutung pur“. Auch haben die vielen Schwangerschaften Auswirkungen auf die Gesundheit und es sind sogar Todesfälle bekannt. Siehe: https://www.zeit.de/wirtschaft/2014-08/leihmutter-kinder-schangerschaft/seite-2

Auch die Organe der Mutter werden hier ebenfalls zum Objekt und man könnte dies wie mit einem Mietvertrag vergleichen. Außerdem könnte sie ebenfalls ein psychologisches Trauma davontragen, da sie ihr Kind nach der Geburt abgeben muss. Somit kann man auch sagen, dass eine ,,Mutter-Kind Beziehung“ verkauft wird.

Prüft man dies alles mit den Normen und Werten wird schnell klar warum die Leihmutterschaft in Deutschland verboten ist. Im Grundgesezt steht nämlich das die Würde des Menschen unantastbar ist und somit stellt sich die Frage, ob der Wunsch nach einem Kind mehr Gewicht hat als die Würde eines Menschen.

Gehen wir auch nach der Bibel können wir sehen das die Heiligkeit der Familie und der Ehe zerstört werden kann. Ein Beispiel finden wir in 1. Mose 16 mit der Begebenheit mit Hagar und Ismael.

Meiner Meinung nach ist die Leihmutterschaft ethisch nicht vertretbar, da das Baby und die Mutter als ,,Objekt“ gesehen werden, die nur durch Geld zu erwerben sind. Deshalb finde ich es gut, dass die Leihmutterschaft in Deutschland verboten ist. Natürlich sollte man die bedürftigen Familien, die dieses Geld durch eine Leihmutterschaft gebrauchen könnten nicht vergessen, doch ich finde das es da noch viele andere Möglichkeiten gibt diese Familien zu unterstützen. Außerdem könnten die Paare, die keine Kinder bekommen können, versuchen ein Pflegekind aufzunehmen oder ein Kind zu adoptieren. Eventuell könnten sie sich sogar ein Haustier anschaffen.

Natürlich würde mich brennend interessieren, wie ihr zu diesem Thema steht. Also gebt gerne eure Kommentare dazu ab 😉 .

Quellen: https://prezi.com/efsz2y-tnrp9/ist-eine-leihmutterschaft-ethisch-vertretbar/ https://www.imabe.org/fileadmin/downloads/presse/2016-02-02_kathpress.pdf

Lg Aspasia 🙂

Rassismus im Alltag

Vor einigen Wochen hatte ich ein Fußballspiel. Mein Team besteht aus vielen verschiedenen Spielern, die sich nicht nur in ihrem Aussehen unterscheiden,  sondern auch viele von ihnen eine unterschiedliche Nationalität haben u. a. Albaner, Russen, Afrikaner.  Allerdings spielt dies keine Rolle, wir funktionieren als Team trotz dieser Unterschiede und haben das Spiel gewonnen.  Nach dem Spiel kam es dann aber  zu einer unschönen Auseinandersetzung. Einer unserer dunkelhäutigen Spieler wurde von einem  des gegnerischen Teams auf Grund des Ärgers über die Niederlage als „Scheiß Nigger“ bezeichnet. Dies führte schließlich zu einer Rudelbildung und unsere Trainer mussten die zwei Mannschaften voneinander wegziehen.

Mich persönlich hat dieses Erlebnis sehr schockiert. Ich hab mich gefragt, wie sehr und warum Rassismus immer noch in den Menschen in Deutschland im 21. Jahrhundert verankert ist. Denn eigentlich steht Deutschland für eine pluralistische und offene Gesellschaft. Aber vielleicht liegt genau hier das Problem. Die Regierung versucht rassistische Dinge oder Wörter wie „Nigger“ zu verbieten und somit dem Rassismus entgegen zu wirken. Doch was bedeutet eigentlich Rassismus?                                                                                                              

Lehre, Theorie, nach der Menschen bzw. Bevölkerungsgruppen mit bestimmten biologischen Merkmalen hinsichtlich ihrer kulturellen Leistungsfähigkeit anderen von Natur aus über- bzw. unterlegen sein sollen dem Rassismus entsprechende Einstellung, Denk- und Handlungsweise gegenüber Menschen bzw. Bevölkerungsgruppen mit bestimmten biologischen Merkmalen.    

Diese Definition zeigt meiner Meinung nach, dass unsere Regierung mit ihren Versuchen gegen den Rassismus genau das Gegenteil bewirkt. Den Menschen wird so vermittelt, dass sich die Regierung um solche Dinge kümmert und das Problem liegt nicht bei einem selbst . Die meisten Menschen würden behaupten, dass sie nicht rassistisch sind oder diese Auseinandersetzungen wie rechtsradikale Übergriffe auf Farbige nichts mit einem zu tun haben. Aber das ist das Grundproblem. Menschen in Deutschland haben diese Probleme mit Rassismus nicht, da sie i. d. R. von Geburt aus und auf Grund der Geschichte, privilegiert sind – privilegiert, durch die weiße Hautfarbe und außerdem will man ja auf gar keinen Fall den Nationalsozialisten gleichgestellt werden .

Niemand würde nach einem Attentat in Deutschland vermuten, dass ein Deutscher dahinter steckt. Nein es würde vielmehr heißen „bestimmt ein Flüchtling oder Ausländer“. Erkennt ihr euch wieder? Aber nein wir sind nicht rassistisch.   Die heutige Definition zu Rassismus nach „Deutschland schwarz-weiß“ von Noah Sow beschreibt :den  Glaube, dass Menschen aufgrund ihrer genetisch bedingten Merkmale bestimmte Präpositionen (Veranlagungen) jeglicher Art haben, d. h. Rassismus ist nicht nur die negative Reaktion auf angebliche Unterschiede, sondern bereits die Behauptung des Unterschieds.   Den Menschen muss klar werden, dass wir alle gleich sind. Wir verbinden „anders“ mit schlecht. Und selbst wenn nicht, trennen wir Ausländer von uns. Wir  machen keine Witze über Ausländer, weil sie anders sind. Aber macht ihr nicht auch über jeden anderen Witze?  

Deutschland will eine Einheit und Zusammenhalt. Diese Themen werden einfach viel zu wenig kommuniziert, stattdessen versucht die Regierung mit Verboten des „N“-Wortes u. ä. Sprachgebrauch dem Rassismus entgegenzuwirken. Das ist natürlich ein wichtiger Schritt, den Sprach bedeutet auch Macht und Abgrenzung, aber dabei darf es nicht aufhören. Das Grunddenken der Menschen und das Bewusstsein muss verändert werden. Es muss bei jedem einzelnen ankommen, wie ich unbewusst durch meine Geschichte und Sozialisierung im rassistischen Denken verwurzelt bin. Jeder muss bei sich anfangen, sich ehrlich zu hinterfragen, wie weit der eigenen Rassismus geht …durch Sprache, Ignoranz etc.. Ansonsten werden sich diese Dinge nie ändern und das Ziel einer nationalen Einheit unerreichbar sein. Kindern und Jugendlichen werden wie mein Teamkamerad früh mit Rassismus und Ausgrenzung konfrontiert werden.

Quelle: „exit racism“/T. Ogette


Protokoll Ethik-Doppelstunde K1 vom 14.12.2018

Die Unterrichtsstunde begann damit, dass wir unsere Arbeit zurück bekamen. Nachdem wir diese 15 Minuten lang besprochen hatten, begann der eigentliche Unterricht.

Zu Beginn schauten wir uns einen Kurzfilm an. In diesem war ein ärmerer, kleiner Junge zu sehen, der sich auf einem Markt umschaut. Er hat offenbar sehr starken Hunger, weshalb er sich ein Stück Fleisch kaufen möchte. Der Junge stellt schnell fest, dass sein Geld dafür nicht ausreicht. Sein weniges Geld gibt er einer Witwe. Da sein Hunger aber nicht gestillt ist, beginnt er zu stehlen. Er klaut bei mehreren Marktständen Lebensmittel, Geschirr und auch eine Kerze. Am Straßenrand beginnt er mit den erbeuteten Dingen für sich und seinem Hund ein Abendessen zu bereiten; mit der angezündeten Kerze wollte er sich ein wenig Wärme und Idylle schaffen. Die Besitzer der Stände, von denen er geklaut hat, haben ihn unauffällig verfolgt, um ihn zu stellen. Doch als sie sehen, wie arm er ist, lassen sie von ihm ab und schenken ihm das Diebesgut, das er aus seiner Not heraus gestohlen hatte.

Anschließende schauten wir uns die Motive des Jungen und die, der Kaufleute für das jeweilige Handeln an. Die Motive des Jungen waren der Hunger und somit der Drang zum Überleben. Gleichzeitig teilt der Junge sein Essen mit seinem Hund, wodurch man sieht, dass er mitleidig ist. Das Motiv der Kaufleute war zunächst der Profit, da sie den Jungen verfolgen, um ihre Waren zurückzuholen. Jedoch ist später bei ihnen auch das Motiv der Gerechtigkeit zu erkennen, da sie Mitgefühl und Empathie zeigen, als sie sehen, dass er arm ist und nur stiehlt, um zu überleben. Jedoch kann man auch sagen, dass sie ihm ihre Waren nur aus Pflichtgefühl überließen. Anschließend dieskutierten wir noch über Kants Meinung; wie er diese Handlung bewerten würde.

Zum Abschluss der Stunde, schauten wir die 5. Folge von Kant und Sophie. Danach beendeten wir den Unterricht frühzeitig um 9:02

KANT

Kreativität, Freiheit und des Rätsels Lösung

Versuche mal, die Punkte alle mit einer Linie zu verbinden, aber nur mit vier zusammenhängenden Geraden.

Ich wette mit Dir, dass Du das nicht schaffst, wenn doch, sag mir Bescheid. Was dieses Rätsel jetzt mit Ethik zu tun hat? Erkläre ich Dir gleich. Erst müssen wir mal noch das Rätsel lösen. Die Lösung findet ihr in den Kommentaren.

Tja, da wärst Du nicht draufgekommen, oder? Ich auch nicht. Und wieso? Weil man dazu nicht nur „ums Eck“ denken muss, sondern über das System heraus. Der Mensch ist so darauf fokussiert, die Punkte zu verbinden, dass er gar nicht auf die Idee kommt, mal die Linien länger zu ziehen. Man sieht also „den Wald vor lauter Bäumen nicht“. So oder zumindest so ähnlich ist das ja auch oft im echten Leben. Da stellt sich aber die Frage: Wieso? Wieso sind wir oft von Problemen oder Situationen überfordert, obwohl mit ein bisschen, ich nenne es mal Kreativität, die Lösung ganz einfach erscheint? Wieso fehlt den Menschen manchmal das kleine bisschen Freiheit um das System herum zu denken?

An dieser Stelle möchte ich gerne ein kleines Beispiel anführen: Jeder kennt die Momente, in denen man von Familie oder Freunden mal wieder aufgezogen oder geneckt wird, man aber einfach gerade total auf dem Schlauch steht und einem keine gewitzte, schlagfertige Antwort einzufallen vermag – die vielen möglichen Antworten fallen einem natürlich erst hinterher ein.

In so einer Situation ist der Mensch unfähig, sich von seiner gewohnten, rationalen Denkstruktur, die von uns im täglichen Leben, in der Schule oder auf der Arbeit gefordert werden, loszulösen und ein wenig „kreativ“ ums System herum zu denken. So ist das auch in unserem Rätsel: Man ist zusehr darauf fokussiert, die Punkte möglichst innerhalb des „Rahmens“ zu verbinden, dass man gar nicht auf die Idee kommt, weiter zu gehen als der letzte Punkt, über den Rand hinaus zu gehen. Jetzt kommt vielleicht die Frage auf „Ja, schön und gut, Theano, aber was ist denn jetzt eigentlich die Kreativität und die Freiheit, von der Du da sprichst?“

Beginnen wir einmal mit der Kreativität. Meiner Meinung nach kann man jemanden als kreativ bezeichnen, wenn er fähig ist, das gewohnte, rationale Denke bewusst zu umgehen, bewusst nach anderen Wegen zu suchen, um ans Ziel zu kommen. Udo Jürgens hat es einmal (etwas drastischer) so formuliert:

Vernunft ist der Tod der Kreativität.

Udo Jürgens; Quelle: http://familien-info.blogspot.com/2015/01/udo-juergens-zitate.html

Mich selbst würde ich noch nicht als sonderlich kreativ bezeichnen, und auch Menschen, die vielleicht furchtbar toll zeichnen können (was natürliche sehr lobenswert ist!) würde ich nach dieser Auffassung nicht als kreativ bezeichnen. Aber ich denke, diese Kreativität, die ich beschrieben habe, kann man gewissermaßen „lernen“, man sich diese Art von Problemlösungen nur bewusst machen.

Oben habe ich aber neben der Kreativität auch noch die Freiheit, die mit eng verknüpft mit jener erscheint, erwähnt. Erich Fromm drückte es einmal so aus:

Kreativität erfordert den Mut, Sicherheiten loszulassen.

Erich Fromm; Quelle: https://gutezitate.com/zitat/202705

Die „Sicherheiten loszulassen“, das setzt doch voraus, mehr Freiheit zu bekommen: In der Diskussion um den Patriot Act in den USA nach 9/11 und in der Diskussion in Deutschland um die Vorratsdatenspeicherung wurde oft diese einfache Gleichung erwähnt: mehr Sicherheit = eingeschränkte Freiheit. Umgedreht ergibt das also mehr Freiheit = wenig Sicherheit. Um zu größerer Kreativität zu gelangen, müssen wir also die Freiheit haben, unsere gewöhnlichen Denkmuster zurückzulassen und uns auf etwas neues, ungewohntes einlassen.

Zusammenfassend kann man also sagen, dass Wir bei Problemen zu sehr auf die Lösung fixiert sind, zu uns zu sehr unter den Druck setzten, das Problem zu lösen; und dass uns deshalb die Kreativität verwehrt bleibt, die wir mit der Freiheit erlangen können, die gewohnten Denkmuster hinter uns zu lassen. Ansonsten rennen wir, ähnlich wie das Eichhörnchen bei Ice Age, ewig der linearen Lösung des Problems hinterher, ohne über einen Umweg, ohne das „System zu durchbrechen und zu einer einfachen Lösung zu gelangen.

Ich hoffe, mein Beitrag konnte euch ein neue Erkenntnis liefern 😉

Was denkt ihr zu dem Thema? Ist Kreativität manchmal des Rätsels Lösung? Und was bedeutet Kreativität für euch?