Anregung zum Philosophieren: Achtsamkeit

CC-by-SA 4.0, M. Schütze, August 2018

Achtsamkeit bedeutet bewusste Wahrnehmung der alltäglichen Dinge, Konzentration auf genau das, was man gerade tut. Oft machen wir viele Dinge gleichzeitig, geben den Gedanken keine Ruhe. Wie fühlt sich Nichtstun an? Kann man den Strom der Gedanken bewusst verlangsamen / anhalten, auf die Gegenwart lenken und dort behalten? Gibt es noch Langeweile?

Durch das Smartphone ist man jederzeit scheinbar mit der Gedankenwelt von anderen verbunden. Während man ein Buch liest, hat man gleichzeitig Teil an einem Film, den Freunde schauen, kann über Katastrophen aus allen Teilen der Welt erfahren – Inwiefern prägt uns diese Gleichzeitigkeit der mittelbaren und unmittelbaren Erfahrungen – unsere Wahrnehmung, unsere Lebenswelt?

2 Antworten auf „Anregung zum Philosophieren: Achtsamkeit“

  1. Hallo Frau Schütze,

    ich denke, dass der Verlust der Achtsamkeit etwas ist, was man bewusst beeinflussen kann. Wenn ich es darauf anlege, dass ich ständig erreichbar bin und meinem Hirn keine Ruhe gönne, dann ist das meine eigene Entscheidung und nicht etwas, dass einfach so mit mir passiert. Wenn ich Ruhe möchte, dann kann ich ja auch einfach das Handy weglegen, Alexa ausschalten und meinen Gedanken freien Lauf lassen. Zum Glück sind wir heute auch in der Lage, eben einfach zu entspannen, denn wir leben in sicheren Häusern und müssen nicht ständig wachsam sein, weil jederzeit ein Bär kommen und unsere Höhle verwüsten könnte. Ich denke außerdem, dass Langeweile eher mehr als weniger geworden ist, da wir einfach nichts mehr zu tun haben (früher Sklaven, heute Automatisierung aber für alle) und dann deshalb nach dem Smartphone greifen und hoffen, dass uns jemand geschrieben hat.

  2. Hallo Frau Schütze,

    an dem Punkt der Achtsamkeit bin ich auch schon oft gekommen.
    In meinem Urlaub in Spanien habe ich das erste Mal nach einer langen Zeit meinem Körper und Geist eine Pause gegeben und musst merken, wie schwer es eigentlich ist mal zu ruhen und nichts zu machen.
    Meiner Meinung nach leben wir in einer produktiven Gesellschaft in der es immer darum geht zu funktionieren.
    In Deutschland habe ich mich vorher immer schlecht gefühlt, wenn ich mal nichts machen wollte.
    Sofort kamen Gedanken wie „du bist unproduktiv“ , „du verschwendest deine Zeit“ (usw…) auf.
    Als ich aber nun in Spanien war musste ich daran arbeiten einfach mal zu leben und nicht dauerhaft zu funktionieren und es viel mir schwer. Obwohl ich nämlich keine Pflichten hatte, merkte ich wie mich die Gedanken wieder einnehmen.
    Dies ist definitiv ungesund und hat viel mit der Gesellschaft und deiner Umgebung zu tun !
    Tatsache bin ich auch der Ansicht, dass man daran arbeiten kann und MUSS , denn auf dauer macht einen diese Produktivität sehr unachtsam und kaputt!
    Es ist ein bewusste Entscheidung die man treffen muss um zu sagen, dass man sich von dem Alltag mal lösen kann und seine Gedanken auch mal baumeln lassen kann.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.