Ist es ethisch vertretbar, Inhaltsstoffangaben bei Lebensmitteln zu manipulieren?

In einer Inhaltsstoffangabe müssen sämtliche Stoffe aufgelistet werden, welche in diesem Produkt zu finden sind, unabhängig von der Menge. Die Menge spielt erst bei der Reihenfolge der Auflistung eine Rolle, denn diese muss von viel zu wenig aufgelistet sein. Doch hierbei kann viel Manipuliert werden, um die Verbraucher zu täuschen. Als erster wichtiger Punkt hierbei muss man betrachten, dass Lebensmittelhersteller bei der Inhaltsstoffangabe tricks anwenden können, wie zum Beispiel verschiedene Arten von einem zusatzstoff im Produkt. Wenn man hierbei den Zucker als Beispiel nimmt, hat man als Unternehmen die Chance über 55 verschiedene Bezeichnungen für diesen Stoff zu nennen. Konzerne setzen dies gezielt ein, um den Verbraucher zu manipulieren, wozu auch die Unwissenheit der Bürger beiträgt. Mit diesen Möglichkeiten muss nicht einmal der Gesamtbetrag von zucker auf den Produkten stimmen, denn mit diesem wird nur der herkömmlichen Haushaltszucker angegeben. Man hat also die Möglichkeit das ein Zusatzstoff nicht einmal unter den Top 3 der Inhaltsstoffe stehen muss, denn man kann es in verschiedene Untergruppen aufteilen. Ebenfalls ist es nicht nötig jeden Inhaltsstoff anzugwben, so auch die technischen Hilfsstoffe, die beim Endprodukt entweder so weit neutralisiert oder unschädlich sind. Somit ist es erlaubt, dass diese stoffe in Lebensmitteln bleiben dürfen. Diese Stoffe sind zum Beispiel Enzyme, Konservierungsstoffe und auch Geschmacksverstärker. Somit ist der Verbraucher nicht informiert welche stoffe er in der summe konsumiert. Was dazu auch noch beiträgt, ist der Fakt, das viele Lebensmittel gar keine sogenannte kennzeichnungspflicht haben, also somit keine Inhaltsstoffe und auch keine Nährwerttabelle angegeben werden muss.

Meiner Meinung nach sind diese Dinge nicht ethisch vertretbar, denn der Verbraucher wird damit Maßgeblich getäuscht und absichtlich mit schädlichen Stoffen vollgestopft ohne das er davon weiß. Wenn man jetzt als Beispiel nimmt das sich ein Verbraucher gerne bewusst gesund ernähren möchte, wird ihm dies nicht gewährleistet denn er kann selbst aus der Inhaltsstoffangabe nicht herausfinden welche stoffe er ungewollt zu sich nimmt. Dies schädigt das Vertrauen der Kunden genauso wie auch die Transparenz gegenüber der Verbraucher.

Ist Strom sparen gleich Energie sparen?

Viele Menschen fordern, Strom zu sparen, um den Klimawandel zu stoppen. Obwohl staatlich immer mehr dagegen getan wird, werden Forderungen an Politiker immer lauter. Doch durch das falsche Sparen von Strom und Sprit kann die Umwelt noch mehr belastet werden.

Die Diskussion des Beitrags beruht auf der Tatsache, dass der Mensch einen Wirkungsgrad von 0 – 30% hat. Das heißt, dass höchstens 30% der aufgenommenen Energie auch verwendet werden. Zum Vergleich: ein Elektromotor hat einen Wirkungsgrad von 90%, benötigt also nur 1/3 – 1/4 der Energie für die gleiche Arbeit.
Daraus geht hervor, dass das Fahren eines E-Bikes für die Umwelt besser ist als Fahrrad fahren. Wer den Wäschetrockner auslässt und selbst viel körperliche Arbeit verrichtet, benötigt unter Umständen auch mehr Energie als das Gerät selbst. Statt 10% weniger Auto zu fahren sollte man zum E-Auto wechseln, da diese nur etwa die Hälfte der Energie verbraucht und keine direkten Abgase ausstößt.

Strom zu sparen hilft also nicht unbedingt der Umwelt. Bevor man größeren Aufwand betreibt, sollte man also über die Auswirkungen nachdenken.

Onlyfans – ethisch vertretbar?

Onlyfans, eine Plattform auf der die Menschen ihren Körper verkaufen. Viele Influencer und andere werben oftmals mit ihrem Onlyfans account, auf dem sie jegliche Bilder von ihrem Körper verkaufen. Mit dieser Plattform ist es relativ einfach sich einen leichten Zugang zu Geld zu verschaffen, weshalb sich viele damit beschäftigen.

Es ist somit ein Webdienst zur kostenpflichtigen Bereitstellung von Webinhalten wie Fotos und Videos (Paid Content), vorwiegend erotischen bzw. pornografischen Inhalts, aber auch Live-Streamings Prominenter jenseits dieser Sparte.

Ist sowas überhaupt ethisch vertretbar?

Man kann sich darüber streiten ob das ganze ethisch vertretbar ist oder nicht, denn zu diesem Thema gibt es viel unterschiedliche Ansichten. Außerdem ist es schwierig zu beurteilen, da man zum Beispiel kein Hintergrundwissen hat, wieso diese Person Onlyfans macht. Ich denke zum einen, dass es freiwillig sein muss. Natürlich ist es nicht optimal seine Nacktbilder auf einer Plattform zu verkaufen, da wir ja alle wissen “das Internet vergisst nie“. Meiner Meinung nach muss man bei solchen Sachen sehr vorsichtig sein und am besten paar mal darüber nachdenken ob man es wirklich machen will.

Viele Influencer werben damit, was meiner Meinung nach sehr sehr schade ist, denn so vermitteln sie ihren minderjährigen Fans, dass man einfaches Geld machen kann ohne einen großen Aufwand zu betreiben und sich mit dem Folgen zu befassen. Als naive Jugendliche kommt man dann eventuell auf den Gedanken sich mit Onlyfans zu beschäftigen ohne irgendwelche folgen zu kennen.

Zu dem weiß man nicht ob die Bilder freiwillig entstehen und veröffentlicht werden. Sowas ist immer sehr schwer festzulegen und heutzutage kann man sich Nötigung gut vorstellen, vor allem weil es um Geld geht.

Im Großen und Ganzen würd ich diese Plattform als kritisch ansehen, da man vor allem nie weiß was mit den Bildern passiert. Ich finde aber trotzdem, dass jeder mit seinem Körper machen darf was er für richtig hält und wenn man sich bewusst ist was man tut und was für Folgen das ganze mit sich ziehen kann. Wichtig ist nur, dass die Bilder freiwillig veröffentlicht werden und es zudem auch keine Kinderpornographie gibt. Meiner Meinung nach sollte man diese Plattform den minderjährigen gar nicht erst präsentieren oder sogar zeigen. Es ist besser wenn sie Onlyfans nicht kennen.

Ist es sinnvoll und fair den Schulsport zu benotet?

Ein in der Schule sehr oft diskutiertes Thema ist der benotete Sportunterricht, der für viele äußerst unfair erscheint. Vor allem bei der Tabelle der Jungen im Leichtathletik ist es im Gegensatz zu den der Mädchen um einiges schwieriger in den guten Bereich zu rutschen. Auch die Schülern, die in ihrer Freizeit Sport betreiben, fällt es viel leichter und die die es nicht tun tun sich mit unter schwieriger. Hinzu kommt auch die Begabung, die eine Rolle spielt.

Die Tabellen im Leichtathletik fangen sich schon in der Grundschule an zu unterscheiden. Während die Mädchen der dritten Klasse nur 800m rennen müssen, müssen die Jungen 1000m laufen. So zieht sich das durch alle Disziplinen der Leichtathletik. Trotzdem sind auch bei den Mädchen die guten Noten ohne Training nahezu unerreichbar. Wer jedoch trainiert kann hier gut abschneiden, muss aber an seine Grenzen gehen. Dadurch dass die Noten jedoch so schwer zu schaffen sind, sind die Schüler schnell frustriert und verlieren die Lust am Sport, was sie dazu bringen könnte nicht mehr weiter zu trainieren. In anderer Sicht kann es aber auch zur Motivation führen noch mehr Sport zu treiben um eine bessere Note zu erlangen.

Die Motivation und der Ehrgeiz spielt in diesem Schulfach eine große Rolle. Wenn die Schüler demotiviert sind, weil sie Sportarten machen müssen, auf die sie keine Lust haben oder sich dafür nicht interessieren, werden sie hierauf auch nicht üben, da es ihnen keine Freude bereitet. Sollten ein paar Schüler in der Klasse dabei sein, die eine Begabung für eine Sportart haben oder diese in ihrer Freizeit trainieren, kann diese ungleiche Verteilung an den Fähigkeiten schnell zu Frustration führen, wodurch die restlichen Schüler keine Lust mehr auf Sport haben. Die Hauptsache beim Sport sollte jedoch die Freude daran sein, das man sich freiwillig fit und gesund hält und nicht gezwungener Maßen einer Sportart betreibt, bei der man kein Spaß dran empfindet. Viele haben ihre stärkeren Fähigkeiten in anderen Bereichen und sollten sich so lieber auf diese Stärken konzentrieren und nicht auf die Schwäche. Es sollte also weder Druck noch Frustration auf die Schüler ausgeübt werden, sondern allein der Spaß am Sport soll beigebracht werden.

Ein möglicher Lösungsweg wäre das gesamte Schulsportsystem zu ändern. Es sollte keine Frustration beim Sport entstehen die durch schlechte Noten hervorgerufen wird und die Schüler möglicherweise dazu bringt kein Sport mehr zu betreiben. In der Schule soll den Schülern beigebraucht werden Spaß am Sport zu haben und seine eigene Sportart zu finden, die einem liegt und gerne auch in seiner Freizeit ausüben würde. Auch der Druck zum Beispiel auf anhieb einen perfekten Volleyballaufschlag zu machen für eine 1 sollte nicht sein.

Es gibt im Schulsport keine große Gerechtigkeit bei der Noten Vergebung. Man kann also sagen, dass es im Schulsport nicht wirklich sinnvoll ist zu benoten, wenn man erreichen will, dass die jeweilige Generation viel Sport treibt, Spaß daran hat und sich freiwillig fit halten will.

Vegane Ernährung als Beitrag zur ethisch vertretbaren Lebensweise

Die immer mehr in den Trend kommende vegane Lebensweise hat in ethischer Hinsicht viele positive Seiten. Die meisten Menschen leben auch aus ethischen Gründen vegan. Zum einen um die Ausbeutung und Brutalität an Tieren nicht zu unterstützen und zum anderen auch um das Klima zu schützen. Die Tierrechte spielen hierbei jedoch eine meist größere Rolle.

Um die enorme Nachfrage an Fleisch zu decken, muss in Massen produziert werden. Dadurch werden die Tiere eingesperrt, gemästet um anschließend geschlachtet zu werden, was sie auf Konsumgütermaschinen reduziert. Diese Massentierhaltung beschleunigt außerdem die Klimaerwärmung durch den hohen Land- und Wasserverbrauch. Genauso auch die Futtermittel, die produziert werden müssen um die Tiere zu mästen. Sie erzeugen Hunger und Landlosigkeit, da den sowieso schon hilfsbedürftigsten Menschen nicht geholfen sondern ihr Feld weggenommen wird, um unsere Tiere zu füttern. Außerdem Waldrodung und dadurch auch Artensterben sind eine Folge von der Tierindustrie.

Kühe geben uns nicht freiwillig ihr Milch oder gar ihre Kinder. Um so viel wie möglich Milch zu gewinnen werden die Kälber ihren Müttern weggenommen, sodass diesen nur ein Gemisch aus Milchpulver und lauwarmem Wasser verfüttert wird und die komplette, von der Kuh produzierte Milch, verkauft werden kann. Die männlichen Kälber werden oft geschlachtet und das Kalbfleisch verkauft, weil sie keinen Nutzen für die Milchindustrie haben. So ist es auch bei Küken, bei denen die männlichen aussortiert werden und bis vor kurzem noch ohne Bedenken geschreddert wurden. Die Massentierhaltung bei Hühnern hat einen noch erschreckenderen Blick bezüglich deren Haltung. In kleinsten Käfigen sitzen mehrere Hühner aufeinander, bekommen zu viele Medikamente mit ins Futter, damit sich Krankheiten nicht so schnell ausbreiten und ihrem Bedürfnis zu scharren, können sie auch nicht nachkommen und werden dadurch aggressiv und picken sich gegenseitig. Wegen den viel Zuviel verfütterten Medikamenten entwickeln sich Resistenzen gegenüber zum Beispiel Antibiotika, die auch mit über das Fleisch von uns aufgenommen werden.

Der nächste Punkt sind die nicht tierfreundlichen Transporte der Tiere zum Schlachthof oder zu anderen Bauernhöfen. Auch hier werden sie auf viel zu kleiner Fläche eingesperrt, stehen mitunter zu lang in der Prallen Sonne bei weiten Entfernungen und erleiden so großen Stress, das manche daran während des Transports sterben. Auch dass sie genau so Empfinden können und Gefühle haben wie wir Menschen, lässt gegen eine omnivore Lebensweise sprechen.

Durch den Verzicht auf tierische Produkte unterstützt man all diese negativen Aspekte nicht. Die Brutalität gegenüber Tieren wird so nicht gefördert und auch das Klima schützt man in gewisser Weise ein wenig.

Protokoll 23.06.22

1.) Besprechung AB Peter Singer
-> effektiver Altruismus, Person/Präferenz, Mensch/Tier, Euthanasie

2.) Der berühmte Geiger
-> man wird betäubt und wacht in einem Bett auf neben einem Geiger
-> Geiger hat lebensgefährliche Nierenerkrankung, nur man selbst hat die richtige Blutgruppe
-> Blutkreislauf wurde mit dem von Geiger verbunden ohne dass man gefragt wurde
-> Erhohlung dauert 9 Monate

Würde man sich gewaltsam abkoppeln und den Geiger sterben lassen?
wie wäre Kant handeln?

Ist Werbung gerechtfertigt und fair?

Jeder kennt Werbung. Sie ist ein Altäglicher Begleiter,ob im Radio, in der Zeitung im Fernsehen oder auch auf Social Media, überall werden Produkte beworben und es wird versucht, unsere Gehirne so zu konditionieren, dass wir diese kaufen. 

Aber ist diese Manipulation fair den Verbraucher?

Vorallem die jüngeren Generationen Werbung wegschalten und gar nicht so genau auf diese achten. Allerdings gibt es auch Werbung, die unbewusst wahrgenommen wird. Wenn wir durch die Stadt laufen, sehen wir Plakatwände mit Werbung oder auch wenn wir Auto fahren auf LKWs. 

Aber was ist Werbung und wie funktioniert sie überhaupt? 

Werbung ist der Weg eines Unternehmens, uns auf sein Produkt oder seine Produkte aufmerksam zu machen. Dadurch soll eine größere Menge verkauft werden und das Unternehmen wird somit mehr Profit machen. 

Es gibt verschiedene Modelle, die verschiedene Werbearten und ihre Aufnahme behandeln. 

Zum einen das „Persuasion-Modell“ von Walter Dill Scott, welches durch eine aussagekräftige Nachricht den Käufer vom Kauf des Produkts überzeugen will. Aber dazu müsste der Verbraucher viel Aufmerksamkeit auf Werbung legen. Dies wird aber nur unter bestimmten bedingungen passieren, wenn sich der Verbraucher z.B. schon für den Kauf einer bestimmten Produktart entschieden hat, dann wird er aber nur der Werbung Aufmerksamkeit geben, die für diese bestimmte Produktart wirbt. 

Das „Low-Involvement-Modell“ hingegen funktioniert durch das passive Lernen des Käufers. Herbert Krugman hat nämlich in einem Experiment herausgefunden, dass Personen, die Werbung in einem entspannten Zustand schauen können, sich die Werbung passiv und somit ohne Filterung merken können. 

Diese bestimmte Art des passiven Lernens wird auch implizites Lernen genannt. Robert Heath hat herausgefunden, dass besonders emotionale und kreative Webung die Aufmerksamkeit des Zuschauers verringern. Dies führt dazu, dass wir nicht genau über das Gesehene nachdenken und es somit ungefiltert im impliziten Gedächtnis landet. Musik oder Situationen, mit denen sich der Verbraucher identifizieren kann, steigern die Emotionen beim schauen. Dazu kommt auch noch, dass die Bilder und Videos häufig gestellt und im nachhinein noch mit Photoshop „hübsch“ gemacht werden.

Nach einem kurzen Überblick, wie Werbung funktioniert komme ich wieder auf meine eigentliche Frage zurück. Ist Werbung gerechtfertig und täuscht sie zu stark?

Meiner Meinung nach ist Werbung gerechtfertigt. Natürlich wollen die Unternehmen so viel Profit wie möglich machen, dies funktioniert allerdings nur, wenn der Verbraucher von dem Produkt weiß. Natürlich kann man sich bei Bedarf auch über eine Produktart informieren, aber die Werbung und das Wissen, dass es dieses Produkt, z.B. ein Handy, von einer mir vertrauten Marke bereits angeboten wird, erleichtert vielleicht die Suche beziehungsweise man ist schon so überzeugt von der Marke, dass man nach nichts anderem mehr sucht. Mit überzeugt meine ich hier, dass man schon einige Produkte der Marke besitzt und ausreichend genutzt hat um sich selbst von der Qualität zu überzeugen. Aber auch um überhaupt neue Dinge zu entdecken, ist Werbung gut. Es gibt ja nicht nur Werbung für Produkte, wobei man da auch neue entdecken kann, aber auch für Veranstaltungen etc.. Und dass Werbung, die wir häufig passiv aufnehmen, uns somit im Gedächtnis bleiben und dass wir die Produkte dann am Ende kaufen, dafür können ja rein logisch gesehen die Unternehmen auch nichts. Klar wollen sie so viel Profit wie möglich machen, aber dazu müssen wir auch Produkte kaufen. Außerdem würde ohne Werbung die Wirtschaft vielleicht nicht mehr so gut laufen.

Wo ich aber denke, dass Werbung nicht fair ist, ist in ihrer Gestaltung. Die meisten Produkte werden definitiv nicht so dargestellt, wie sie eigentlich sind. Zum Beispiel wird Essen so angerichtet, dass es besonders ästhetisch aussieht, aber beim selber essen, sieht es absolut nicht mehr so aus. Manchmal passiert auch noch so viel um das eigentliche Produkt herum, dass man gar nicht mehr weiß, um was für ein Produkt es sich handelt. Hier wird einem dann eine Situation gezeigt, mit der man sich identifizieren kann und schon landet sie im Gedächtnis und man kauft das Produkt, wenn man es sieht. 

Meiner Meinung nach ist Werbung dafür da, um über Produkte zu informieren und durch wahre Aussagen und Bilder den Konsumenten zum Kauf anzuregen oder ihn zumindest über die Existenz des Produktes zu informieren. Werbung sollte allerdings nicht durch ein falsches Bild den Verbraucher zum Kauf anregen.

Seducing the Subconscious: The Psychology of Emotional Influence in Advertising, Erstedition. Robert Heath

Sterbehilfe ethisch vertretbar?

Angenommen eine ältere Frau (70-80 Jahre), die bisher ein schönes und erfülltes Leben hatte, in dem sie persönlich nie mit irgendwelchen schweren Krankheiten kämpfen musste, wird plötzlich unheilbar krank. So sehr, dass sie mit allen Kräften immer wieder kämpft weiterleben zu dürfen, aber nichts mehr hilft und sie jeden Tag Schmerzen erleiden muss und das womöglich noch für eine sehr lange Zeit. Ist es nun ethisch vertretbar dieser Frau auf ihren Wunsch hin Tabletten zu verabreichen, sodass sie in Frieden einschlafen und somit sterben darf?

Man unterscheidet zwischen vier Arten der Sterbehilfe. Zum einen aktive, passive und indirekte Sterbehilfe, zum anderen wird auch Beihilfe zum Selbstmord als Sterbehilfe bezeichnet.

  • Unter aktiver oder direkter Sterbehilfe wird das direkte Eingreifen einer Person in den Sterbeprozess des Patienten verstanden, was zum unmittelbaren Tod führt. Der Sinn hierbei ist dem Patienten einen schmerzfreien Tod zu ermöglichen. In Deutschland ist diese Art von Sterbehilfe gesetzlich verboten und wird unter dem Tatbestand des Totschlages angeklagt. Im Gegensatz dazu ist die aktive Sterbehilfe in den Niederlanden, in Luxemburg, in Belgien und in Spanien legal und wird daher strafrechtlich nicht verfolgt.
  • Die zweite Form ist die passive Sterbehilfe. Sie wird von Ärzten in Krankenhäusern praktiziert und ist unter bestimmten Voraussetzungen nicht strafbar.  Die passive Sterbehilfe wird durchgeführt indem lebensverlängernde Maßnahmen vom Arzt unterlassen werden und somit der Tod des Patienten eintrifft. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn Beatmungsgeräte abgeschalten werden oder lebensnotwendige Medikamente nicht mehr verabreicht werden. Um passive Sterbehilfe legal durchzuführen muss entweder eine Patientenverfügung vorhanden sein um sicherzustellen, dass der Patient dieser zustimmt. Wenn das nicht der Fall ist muss der mutmaßliche Wille des Patienten durch eine sogenannte Motivforschung ermittelt werden.
  • Die dritte Form ist die indirekte Sterbehilfe, bei der es darum geht das Leid des sterbenden Patienten mit starken Schmerzmitteln zu lindern. Dadurch verbessert sich sein Zustand kurzfristig, jedoch wird der Sterbefall nicht verhindert. Diese Art der Sterbehilfe ist dem behandelnden Arzt dann erlaubt, wenn der Patient dieser zustimmt.
  • Als eine weitere Form wird die Beihilfe zum Selbstmord durch beispielsweise die Beschaffung einer tödlichen Medikamentendosis bezeichnet. Diese muss der Patient eigenständig und aus freiem Willen zu sich nehmen. Nach Eintreten der Bewusstlosigkeit muss der Sterbehilfeleistende dem Patienten jedoch Hilfe leisten. Unterlässt er dies begeht er eine Straftat.

Außer der aktiven Sterbehilfe sind alle Formen legal. Nun stellt sich die Frage warum und ob das vertretbar ist.

Das eigentliche Problem besteht darin herauszufinden aus welchen Beweggründen der Sterbehilfeleistende gehandelt hat und ob überhaupt ein Fall von Sterbehilfe vorliegt. Dies ist ohne Zweifel ein Konflikt, da das Motiv niemals mit hundertprozentiger Sicherheit nachgewiesen kann. Die Gefahr einen Todschlag oder gar Mord durch den Willen des Opfers rechtfertigen zu können ist zu hoch. Aus diesem Grund ist die aktive Sterbehilfe in Deutschland untersagt.

Desweiteren sind die moralischen Aspekte zu beachten. Für Ärzte würde aktive Sterbehilfe leisten oftmals heißen sich in einen Gewissenskonflikt zu begeben. Sie haben einen Eid geschworen alles in ihrer Macht Stehende zu tun um Menschenleben zu retten. Auf der anderen Seite wollen sie aber auch dafür sorgen, dass ein Patient nicht unnötiges Leid durchlebt. Damit kommen wir auf das Beispiel am Anfang von der alten Frau zurück. In ihrem Fall ist eine Heilung ausgeschlossen und sie würde weiterhin tagtäglich Schmerzen ausgesetzt sein.

Meiner Meinung nach ist es schwierig die Grenzen zu ziehen, vor allem weil es natürlich unverantwortlich wäre zu riskieren, dass Todschlag mit Sterbehilfe entschuldigt wird. Allerdings halte ich es für unmenschlich einem leidenden Menschen, welcher aussichtslos auf Heilung einer schlimmen Krankheit ausgesetzt ist, Sterbehilfe zu untersagen. Zwar kann man ein Tier niemals mit einem Mensch gleichsetzen, aber wäre so etwas bei einem Springpferd oder selbst bei der Hauskatze der Fall, würde jeder dazu raten das „arme Tier“, welches nun schon einige Jahre gelebt hat von den Schmerzen zu befreien. Natürlich müssen bei so einer aktiven Sterbehilfe die Rahmenbedingungen absolut passen und gesetzlich geregelt sein. Entweder eben wie bei der passiven Sterbehilfe in Form einer Patientenverfügung und je nach Möglichkeit einer zusätzlichen Zustimmung. Oder in Form der Motivforschung, welche sehr genau durchgeführt werden muss durch direkte Gespräche mit dem Patienten und womöglich Angehörigen. Wenn diese genauen Nachforschungen und Gegebenheiten erfüllt sind, sollte die aktive Sterbehilfe meiner Meinung nach legal unter ärztlicher Aufsicht ablaufen dürfen. Außerdem finde ich es schwierig einen gesellschaftlichen Aspekt miteinzubringen, da ich es für eine persönliche Entscheidung halte. Jeder Mensch sollte die Freiheit und das Recht dazu haben über die Art seines Todes bzw. seinen Todeszeitpunkt im Fall einer Krankheit/ Einschränkung entscheiden zu dürfen. Oftmals fällt das Argument mit verschiedenen Religionen, welches in meinen Augen aber auch fraglich ist. Zum einen würde ich persönlich in Frage stellen ob „Gott“ wirklich wollen würde, dass ein Patient zusammen mit seiner Familie mehrere Jahre leidet und am Ende sogar qualvoll stirbt. Zum anderen ist es der freie Wille eines jeden einzelnen sich für oder gegen eine aktive Sterbehilfe zu entscheiden, bei dem jeder seine Religionen frei ausleben kann.

Was ist eure Meinung zu dem Thema?

Quellen:

https://www.bestatter.de/wissen/todesfall/sterbehilfe/

https://www.cdl-rlp.de/Unsere_Arbeit/Sterbehilfe/Sterbehilfe-in-Europa.html

https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/sterbehilfe-faq-105.html

https://www.google.com/search?client=firefox-b-d&q=planetwissen

Ist ethisches einkaufen besser?

Wie weit bekannt funktioniert die Wirtschaft nur mit der Nachfrage und dem Angebot. Da wir als Konsumenten bereits wissen, welche Auswirkungen die Nachfrage von unserer Seite hat, kann man dieses Prinzip anwenden um die Nachfrage nach besser produzierten Lebensmitteln oder auch Klamotten zu steigern, dies ist der Gedanke des Ethischen Einkaufes. Es wird ein wirtschaftlicher Druck aufgebaut, welcher den Konzernen zeigt, das die Konsumenten fair produzierte Dinge oder auch ökologisch produzierte Lebensmittel lieber kaufen als andere und somit soll dieses ethische einkaufen für eine bessere Alternative sorgen.

Dieses „Märchen des ethischen Einkaufes“ suggeriert, dass der Konsument, also wir persönlich, einen ganz konkreten Einfluss darauf hat, wie sich die Wirtschaft weiter entwickelt und das es in der Zukunft eventuell nur noch fair und ökologisch produzierte Ware zu kaufen gibt. Im Umkehrschluss bedeutet dies aber auch, dass Näherinnen oder Kaffeebauern in Entwicklungsländern immer von unserer Kaufentscheidung abhängig sind und man sich somit verpflichtet, sich immer für die besser produzierte Variante zu entscheiden, um den wirtschaftlichen Druck aufrecht zu erhalten.

Diesen Prinzipien wollen aber nicht alle Menschen folgen, denn es spielen bei der Kaufentscheidung oftmals andere Kriterien eine größere Rolle, als die Art der Produktion.

Warum sollten wir überhaupt diese Auswahl treffen müssen? Ich persönlich kenne niemanden, der sich eine Hose aus solchen Produktionen wünscht. Oder der es okay findet, Menschen für einen Hungerlohn arbeiten zu lassen, 14 Stunden an 6 Tagen die Woche. Die meisten Menschen kaufen keine schlecht produzierten Klamotten mit dem Grund, Menschen unter solchen Bedingungen arbeiten lassen zu wollen, sondern da ihnen wie bereits genannt, andere Kriterien wie zum Beispiel das Aussehen des Kleidungsstücks oder der Geschmack des Kaffees wichtiger sind. Deshalb sollte die Verantwortung darüber auch nicht dem Markt selbst und den Konsumenten überlassen werden, denn diese sind leicht zu manipulieren und dies wird natürlich von Großen Modeherstellern oder Lebensmittelkonzernen ausgenutzt. Welche Arbeitsbedingungen okay sind, ob und wie man Tiere hält, das sind politische Fragen, die nicht alleine den Konsumenten betreffen sollten.

Er ist außerdem keine Option für alle, sondern nur für diejenigen, die ihn sich leisten können. Man kann es falsch finden, unter welchen Bedingungen Fünf-Euro-T-Shirts hergestellt werden, sowie auch die meisten 50-Euro-T-Shirts, aber einfach nicht genug Budget für die faire Alternative haben.

Meiner Meinung nach ist das ethische Einkaufen nur eine Art sich als Käufer der Produkte besser zu fühlen, weil man genau diese Betriebe nicht unterstützt hat, aber es hat nicht viel Auswirkung auf die Betriebe selbst, denn man müsste solche Dinge nicht auf der Ebene der Konsumenten regulieren, sondern schon in der Politik mit zum Beispiel Mindeststandards für Importprodukte eingrenzen.

Ist eine Leihmutterschaft ethisch vertretbar?

Eine Leihmutter ist eine Frau, die zustimmt eine Schwangerschaft zu durchleben und ein Kind zu gebären, um es dann einer anderen Person oder Familie zu überlassen, die entweder kein eigenes Kind bekommen können, keine Schwangerschaft durchleben möchten, oder aus anderen Gründen nicht die Möglichkeit haben, ein eigenes Kind zu gebären.

Meist sind die Eltern, die dieses Kind „bestellt“ haben, die genetischen Eltern, denn durch die In-vitro-Fertilisation, wird es ihnen möglich gemacht durch eine künstliche Befruchtung (aus dem Glas), die genetischen Eltern des Kindes zu sein, auch wenn es von einer anderen Frau ausgetragen wird. Diese künstliche Befruchtung ist in Deutschland zulässig, wenn es einem Paar nicht gelingt, innerhalb eines Jahres trotz ungeschütztem und regelmäßigen Geschlechtsverkehr schwanger zu werden.

Nun stellt sich jedoch die Frage, ob eine Leihmutterschaft ethisch vertretbar ist oder verboten werden sollte.

Ein wichtiges Argument ist, dass Leihmütter bezahlt werden. Ob dies wirklich angemessen ist, ist umstritten, denn zum Einen erscheint es einem wichtig die Frau für ihre harte Arbeit und Zeit, die sie in ihre Schwangerschaft investiert, zu bezahlen. Jedoch besteht so die Gefahr, dass das Kind kommerzialisiert wird, bzw. mit dem menschlichem Leben (Kinderhandel) gehandelt wird. Was dieses Argument jedoch ausschließt, ist dass (Frauen-)Ärzte, Krankenschwestern, Hebammen,… ebenfalls durch den Prozess der Schwangerschaft ihren Anteil verdienen und so auch Leihmütter bezahlt werden müssen, da sie ebenfalls für viele Menschen einen Weg zur Schwangerschaft ermöglichen.

Ein weiteres Argument, dass man betrachten sollte, ist dass die Leihmütter ausgebeutet werden könnten, da die meisten Leihmütter aus Schwellen- oder Entwicklungsländern stammen, meist Analphabetinnen sind und die Verträge für eine Leihmutterschaft nicht lesen, sondern aufgrund ihrer finanziellen Not einer Leihmutterschaft zustimmen. Sie werden sozusagen käuflich behandelt, was ihre Menschenwürde verletzt, denn sie werden nur als Mittel zum Zweck und nicht als Zweck an sich, also als Person betrachtet, wie es nach Kant moralisch richtig wäre.

Ebenfalls kritisch und umstritten wird es, wenn die bestellenden Eltern die Leihmutter zu einer Abtreibung nötigen, z.B. wenn die Leihmutter zwei, statt ein Kind oder ein Mädchen, statt einen Jungen gebären würde. Zum Einen hat die Leihmutter einen Vertrag unterschrieben, in dem die bestellenden Eltern ein Bestimmungsrecht erhielten, zum Anderen hat jedoch die Leihmutter ein Recht auf ihren eigenen Körper und das Kind ein Recht zu leben.

Zu den oben genannten Argumenten kann es ebenfalls noch zu negativen, psychischen Folgen für die Leihmutter kommen, denn sie trägt monatelang ein Kind in ihrem Bauch, geht mit ihm durch schwere Zeiten, gebärt es und muss es schließlich an andere Menschen abgeben. In der Regel hat sie nicht einmal ein Recht darauf dieses Kind zu besuchen, denn sie ist kein gesetzlicher Elternteil. Aus diesen Konsequenzen könnte eine Depression resultieren, denn die Leihmutter kann mit großer Wahrscheinlichkeit Muttergefühle für dieses Kind entwickelt haben.

Meiner Meinung nach ist es schwierig zu entscheiden, ob eine Leihmutterschaft ethisch vertretbar ist. Ich finde es gut, dass eine Leihmutter es Eltern ermöglicht, ein Kind mit ihren Genen zu gebären, die es selbst nicht schaffen Schwanger zu werden. Jedoch kann eine Leihmutterschaft viele negative Aspekte mit sich ziehen, die man nicht unbeachtet lassen sollte und es gibt zahlreiche Kinder, die kein Zuhause haben, weshalb man sich vielleicht erstmal Gedanken über eine Adoption machen könnte, bevor man zu einer Leihmutter greift. Zu den negativen Aspekten zählen die Ausbeutung der Leihmutter, eine mögliche Kommerzialisierung des Kindes, eine Verletzung der Menschenwürde, sowie mögliche schlechte psychische Folgen der Leihmutter.

Was ist eure Meinung zu einer Leihmutterschaft? Findet ihr sie trotz den negativen Aspekten ethisch vertretbar oder würdet ihr sie verbieten wollen?