Ethik-Doppelstunde K1 vom 12.4.2019

Die Unterrichtsstunde begann damit, dass wir uns das Video: „Organspende was da los?“ angeschaut haben. In diesem Video wurden wir grob über die Organspende aufgeklärt und wir erfuhren, dass wir zu wenige Spender haben und es auch an Fachpersonal von Ärtzten mangelt.

Anschließend schauten wir uns noch ein Video über die Organspende an, wobei es sich bei diesem Video um eine Theatergruppe handelt, die eine Situation nachspielt, in der die Angehörigen sich für oder gegen eine Organspende entscheiden müssen. Bei diesem Video wurde mehr auf die ethischen Fragen eingegangen und es diente im Unterschied zu dem ersten Video weniger als Informationsviedeo, sondern dazu, dass man besser die unterschiedlichen Einsellungen zum Thema Organspende nachvollziehen kann.

In der zweiten Unterrichtsstunde schauten wir uns ein Fallbeispiel an, wo eine Organspende gegen den Willen der Angehörigen durchgeführt wurde und gingen bei der ethischen Analyse auf möglichst alle Beteiligten ein.

Schließlich gingen wir noch auf die moraltheoretische Analyse von Kant und den Utilitaristen erneut zum Thema Organspende ein. Zum Abschluss diskutierten wir noch, wie jeder von uns zum Thema Organspende gegen den Willen der Angehörigen steht. Auch hier trafen die unterschiedlichsten Meinungen aufeinander. Danach war die Doppelstunde auch schon zu Ende. Unseren Aufschrieb hab ich noch einmal für euch zum Nachlesen:


Verlernte Zukunft

Kulturkapitalismus.

Es kommt immer das gleiche in der Glotze

Ich hab mich schon immer gefragt woher Redewendungen wie „Es kommt immer das gleiche in der Glotze!“ oder „Das Radio spielt immer die fünf gleichen Lieder!“ kommen. Immerhin sind das Radio und der Fernseher unser alltäglicher Kontakt mit unserer Kultur und es wäre ausgesprochen beschreibend für unseren gesellschaftlichen Zustand, wenn die von uns erzeugten Kulturgüter monoton, uninteressant und repetitiv wären. Wenn man also die heutigen Kulturstätten und -Veranstaltungen betrachtet, kann man die heutige kulturelle Erfahrung in fünf Kategorien teilen: Musik, Fernsehen, Film und Theater bzw. Oper und Musicals. Dabei sind Musik, Fernsehen und Film die mit Abstand beliebtesten Kunstformen, denn sie sind mit heutiger Technologie fast nicht Ortsgebunden und sehr Alltags- und massentauglich. Hinter der Fassade der Interpreten, Moderatoren und Schauspielern bei diesen drei Medien verbergen sich zumeist ziemlich große Industriekomplexe. Disney, Time Warner, Paramount Pictures, Spotify, Sony, 21st Century Fox, HBO, RTL, Netflix, um nur die Größten zu nennen. All jene Komplexe, die das heimische Fernsehen, das kleinstädtische Kino und das Radio mit ihrer Musik, ihren Filmen und ihren Sendungen dominieren, sind Börsennotierte Unternehmen mit Milliardenumsätzen, die nicht selten noch größeren Unternehmungen angehören. Sie arbeiten stets nach den Prinzipien des freien Marktes und der Gewinnmaximierung. Dementsprechend liegt es in ihrem Interesse, mit ihren Produkten, welche unsere Kulturgüter sind, eine möglichst große Masse anzusprechen. Das bedeutet, dass ihre Produktpalette für Massen optimiert werden und optimiert sind. Offensichtlich führt das dazu, dass sich die Radiomusik ausgesprochen ausgelutscht fühlt. Und das obwohl, wenn man sich die musikalische Entwicklung der Charts in den letzten Zehn Jahren anguckt, man feststellen wird, dass sich die Musik, die als massentauglich gilt, sehr stark gewandelt hat. Besonders gut stellt das der Vergleich der Charts 2014 und 2018 dar. Das Top 1 Lied 2014 hieß wortwörtlich „Happy“ während das Top 17 Lied 2018 wortwörtlich „SAD!“ hieß. Trotzdem hat sich am Gefühl nichts geändert, dass sich Musik immerzu gleich anhört. Und das liegt primär daran, dass es keine originelle Musik, ferner auch Kunstprodukte, mehr gibt, sondern nur noch Kopien von Kopien. Das lässt sich in unserer Musikindustrie noch nicht so stark erahnen, da sie von Unterbrechungen wie Lorde’s „Royals“ 2013 gestört wird und einige Künstler durchaus mit One-Hit-Wondern oder mit dem Independent-Dasein überleben können, zum Beispiel Macklemore. Aber wenn man ins fernöstliche Südkorea blickt, findet man eine eine Musikindustrie, die sich im Hyperkapitalismus befindet. Es ist, um das zu verstehen, empfehlenswert, selber einige Musikvideos anzuschauen. Aber schon an der Aufmachung der Videos erkennt man, dass kein Stück dieses Kunstproduktes dem Zufall oder dem Künstlerischem Genie überlassen wird. Die Interpreten, sogenannte. Acts, werden von Kindesalter an wie Fußballspieler (übrigens eine interessante Analogie, so ist Sport auch ein Kulturgut) trainiert und durch eine Industrie groß gemacht, die sich danach richtet, was für ein Trend gerade in der breiten Mittelschicht beliebt ist. Dieser Trend allerdings, ein Zusammenspiel von modischer Kleidung, der richtigen Musik, und den angesagtesten Acts, ist selber von der Industrie gesteuert und geliefert. Das Ergebnis davon ist eine Gesellschaft und eine Industrie, die Musik produziert, die nur Musik kopiert, die selber nur andere Musik kopiert hat. Ergo entwickelt sich eine Kultur der Kopien von Kopien, die Seele der Musik, die Originalität geht dabei flöten.
Jetzt mag man sich fragen, inwiefern das einen betrifft, wenn irgendwo in Korea eine Gesellschaft sich kulturell in den Ruin treibt und sich nebenbei durch die kulturindustriell gesetzten Kaufanreize in die Kreditkartenschuldenfalle reinreitet. Immerhin scheinen unsere Kulturgüter doch mehr oder weniger zu funktionieren. Das ist aber nur eine Halbwahrheit. Während es wahr ist, dass die westliche Kulturlandschaft durch eine reiche Musikgeschichte noch lange nicht sich im gleichen Zustand wie die koreanische befindet, so ist es gleichzeitig nicht verneinbar, dass sich eine Produktion von Kopien von Kopien seit Jahrzehnten anbahnt und verstärkt. Kaufreize für Mode, wie es in Korea schon lange üblich ist, kommen auch im Westen immer mehr in die Musik, Stichwort Guccihype. Man darf auch nicht die Filmindustrie vergessen, denn diese wird sowohl in Deutschland als auch in fast der ganzen restlichen Welt von Hollywood beherrscht. In dieser Industrie herrschen die gleichen Regeln, nur mit noch viel höheren Einsätzen. Darum ist die gedankliche Monotonie der Blockbuster umso redundanter. Besonders klar wird das in den Endlosen Serien der wahnsinnig erfolgreichen Komikbuchverfilmungen des Hauses Marvel oder den Revivals von Filmen aus den 80ern wie „IT“, „Robocop“, „Star Wars“, „Star Trek“, „Blade Runner“ und so weiter. Diese, schon in den 80ern erfolgreiche Universen sind eigentlich schon zu Ende erzählt und bedürfen aus künstlerischer Sicht keine Revivals oder Verfilmungen, genauso wie bei den Komikbüchern. Allerdings garantieren sie durch Nostalgiefans Einnahmen und sind mit Fachkenntnissen so realisierbar, dass die Produkte Fans genügend befriedigen um sie bei der Fortsetzung wieder ins Kino zu locken. Filme mit unbekannten Regisseuren und unbekannten Namen hätten im Gegensatz dazu keine Chance, und das finanzielle Risiko wäre zu gewaltig, da die Produktionskosten und die Vermarktungskosten für einzelne Filme gerne mal eine Milliarde Euro kosten darf. Dementsprechend ist es lohnenswert, Kopien von Originalen und von denen wiederum Kopien anzufertigen. Eine gewissen künstlerische Freiheit hingegen können Streaminganbieter bereitstellen, da sie ein sehr flexibles Abonnementsystem haben. Allerdings lebt auch Netflix im Konkurrenzkampf und muss sich der Marktwirtschaft beugen. Auch „Stranger Things“, war eigentlich nur ein Revival von verschiedensten Einflüssen aus den 80ern und 90ern. Und auch wenn sich die Oscars und die Grammys, als auch die Berlinale oder Cannes sich als akademisch/künstlerische Oase ausgeben, so sind die gepriesenen Filme keine Massenmedien. Zumindest nicht vergleichend mit dem 10ten „Fast and Furious“. Vom produzierendem Prinzip her funktionieren Musicals des weiteren genau gleich, nur dass sie eine Mischung aus Musik- und Film sind, wobei sie mehr der Filmindustrie mit kleinem Publikum ähneln. Theater und Oper hingegen leben in einer Trance der ständigen Wiederaufführung von Stücken aus besseren Zeiten weiter, oder sind derart unbedeutend, dass sie nicht als bedeutsam für die Kultur gesehen werden können, vor allem, weil sie eine sehr beschränkte (und damit meine ich alt und bürgerlich) Adressatengruppe haben. Eine weitere Ebene, die nicht mehr direkt Kulturgut ist, auf die diese Form des Kapitalismus vorgedrungen ist, ist die Nachrichtenmedienlandschaft, vornehmlich in den staatsmedienlosen, freimärktlichen Vereinigten Staaten. Die Kräfte des freien Marktes haben nämlich dazu geführt, dass die Ware „qualitativer Journalismus“ nicht nur stark verteuert wird, sondern auch rar wird. Daraus entsteht ein Nachrichtenzyklus, das nicht wie ernst zunehmende Nachrichten anbietet, sondern wie Entertainment mit Realityfaktor. Ab dieser Schwelle fangen die oben genannten Prinzipien der Kopie-der-Kopie-Industrie an zu wirken, und das wichtigste Prinzip der Mediendemokratie, freie und ehrliche Berichterstattung, wird dem Kapital unterworfen. Zu was das führt, lässt sich sehr schön an der amerikanischen Demokratie beobachten.

Ideologische Entkernung.

Kunst, die eigentlich ein Selbstzweck ist, dient dem Kapital.

Die Frage die sich aus dem Ganzen stellt, ist inwiefern dieses ganze Komplex uns wirklich tangiert. Immerhin kann das gebildete, selbst-reflektierte und aufgeklärte Individuum hoffentlich zwischen Kunst und Abfall unterscheiden. Aber das ist falsch. Zwangsläufig wird immer mehr der Kulturgutproduktion den Zyklen der Kulturkapitalismus unterworfen und inhaltlich entkernt. Kunst, die eigentlich ein Selbstzweck ist, dient dem Kapital. Aber mehr als das, denn Kunst ist nicht nur eine Äußerung von phantastischen Einfällen. Es heißt nicht umsonst, dass man in jeder Porträtzeichnung von Rembrandt, Rembrandt auch selbst irgendwo sehen kann. In jedem Kunstwerk ist zwangläufig ein Teil der Welt und des Künstlers verarbeitet, der das Kunstwerk erschafft. Darum ist Interpretation von Kunstwerken gültig. Weil das Kunstwerk im Verhältnis zu den Umständen des Schaffens und zu den Umständen des Betrachters eine Aussage kreiert. Doch was passiert, wenn Kunst aus Kopien von Kopien besteht, wie das zum Beispiel in Korea geschieht? Zum Einen wird Kunst nicht mehr erinnert. „Bohemian Rhapsody“ ist ein Kunstwerk durch und durch, es ist über Jahrzehnte ein Klassiker und wird nie ganz vergessen sein, solange es Aufzeichnungen davon gibt. Goethes Faust oder Stanley Kubriks „The Shining“ auch nicht. Aber Gangam Styles einzige Eigenschaft, die es in Korea selbst (nicht im Rest der Welt) hervorgehoben hat, ist, dass es eine Parodie auf den Lifestyle der reichen Koreaner ist. In Korea war es auch kein besonderer Erfolg übrigens. Inhaltslose Kunst wird also vergessen werden. Das ist das Erste. Das Zweite ist, dass die Kopien der Kopien nur noch eine Ideologische Deutung übrig lassen: die Kopie selbst. Um das zu verstehen möchte ich kurz das Prinzip der Referenz erklären. An sich ist das ein Mittel, um auf ein anderes Kunstwerk von anderen Künstlern zu rekurrieren bzw. anzuspielen. Schon die alten Griechen haben das gerne gemacht. Doch heutzutage führt das dazu, dass Filme wie zum Beispiel „Ready Player One“ oder „Ralph Reichts!“ nur noch aus Anspielungen an andere popkulturellen Produkte bestehen. Das Internetphänomen des Memes, was zunehmends den Komikern das Handwerk legen und die bevorzugte Expressionsmethode einer ganzen Generation ist, beruht nur auf dieses Prinzip. Folglich wird die leitende ideologische Strömung aller „Kunst“ nur noch die Kopie beziehungsweise die Anspielung. Das ganze hat aber eine noch tiefere Ebene. Denn wenn die breite Allgemeinheit, als auch die Kunstschaffenden und Eliten verlernen, mehr als nur Kopien anzufertigen, dann geschieht etwas nie dagewesenes: Der Mensch verlernt sich die Zukunft vorzustellen, es fehlen schlichtweg die denkerischen Räume, sich andere Welten vorzustellen, als die bereits Vorhandene. Doch die Fähigkeit, sich die Zukunft vorzustellen ist für das menschliche Dasein essentiell. Denn dank seines ausgereiften Gehirns ist der Mensch in der Lage seine empirische Sinnlosigkeit festzustellen, womit ihm nur die Flucht in das Metaphysische bleibt, um sich selbst einen Sinn zu geben, eine Zukunft zu geben. Im Grunde genommen ist genau das die Essenz des Glaubens, unabhängig ob es der Glaube an das Karma, dem Kommunismus oder an Gott ist. Der Glaube verspricht durch eine gewisse Art und Weise zu leben, eine Zukunft bereitzustellen, für die es sich gelohnt hat, zu leben und in der Sinnlosigkeit zu „leiden“. Das kann die sozialistische Utopie oder das Paradies mit 72 Jungfrauen sein, es geht darum, dass es eine Zukunft ist. In der Gesellschaft des Hyperkapitalismus hat der Mensch also verlernt, sich eine Zukunft vorzustellen, da der Kulturelle Zustand ihm einfach jeglichen Raum für solche Vorstellungen genommen hat. Da bleibt nur noch eine Frage: Ist dieses ganze bedruckte Papier es wirklich Wert?

Mit freundlichen Grüßen, Kartharsis

PS.: Alles gute nachträglich zum Geburtstag, Frau Schütze!

Stundenprotokoll der K1

Thema: Utilitarismus nach Peter Singer

Datum: 15.03.19 7:45 Uhr – 9:20 Uhr

Anwesend: Theano, Ghandi, Hobbes, Aspasia, Albinos, Kant, Sokrates

Abwesend: Hobbes (Krankheitsbedingt)

Referent: Frau Schütze

Wie immer hat unsere Doppelstunde mit einer Tasse Tee begonnen. Nach einem kurzen Plausch konzentrierten wir uns aber auf die für die Doppelstunde anstehenden Themen:

– Schwimmbad Beispiel

– Peter Singer

Wir starteten den Unterrricht mit dem Schwimmbad Beispiel. Bei diesem handelt es sich um folgende Situation:

Wegen akuter Wasserknappheit in einem besonders trockenen Sommer hat die Stadtverwaltung alle Betreiber von Schwimmbädern gebeten, diese für zwei Wochen zu schließen. Herr F., Betreiber eines Vergnügungsbades und Utilitarist, denkt sich, dass das Öffnen seines Schwimmbades die Wasserknappheit insgesamt kaum beinflussen würde, wenn alle anderen ihre Bäder geschlossen hielten. Auch würde es vielen Menschen eine Freude bereiten, im heißen Sommer bei ihm ein Bad zu nehmen.

Darunter war folgende Frage formoliert: Sollte F. sein Schwimmbad öffnen?

Diese Frage sollten wir nun gemeinsam in der Klasse disskutieren und beantworten. Allerdings unter der Berücksichtigung der Begriffe des Handlungs- und Regelutiliarismus, mit welchen wir uns zuvor, auf einem Aufgabenblatt, als Hausaufgabe auseinandergesetzt haben.

Nach einigem hin und her kamen wir zu dem Ergebnis,dass wenn F. nach dem Handlungsutilitarismus handeln würde, würde er das Schwimmbad öffnen. Der Allgemeinnutzen steht hier nämlich im Vordergrund und da sich die Besucher freuen würden, wenn weiterhin ein Schwimmbad offen wäre und er selber mehr Geld verdienen würde, wäre jedem geholfen und jeder hat seinen Nutzen aus der Situation gezogen.

…wenn F. allerdings nach dem Regelutilitarismus handeln würde, würde er das Schwimmbad geschlossen halten. Er hätte eine Regel nicht eingehalten, was dazu führen könnte, dass andere Schwimmbadbesitzer das Gleiche tun werden. Nach dem Motto: „Er hält sich nicht an die Vorschrift, also mus ich es auch nicht tun“. somit könnte diese Handlung zu noch größerem Wassermangel führen.

In der zweiten Stunde haben wir uns zu Beginn ein Video von dem noch lebenden Philosophen Peter Singer angeschaut. In diesem setzt er sich mit dem Utilitarismus auseinander.

https://youtu.be/Diuv3XZQXyc

Hauptsächlich spricht er darüber, was wir zum Allgemeinnutzen beitragen können ohne groß etwas dafür zu tun. Wichtig ist es nur ein effektiver Alturist zu sein. Wir sollten uns im Bilde sein, dass alle Menschen den gleichen Wert haben. Doch viele suchen Ausreden und Begründungen warum sie z.B. nichts für die hohe Kindersterberate tun. Peter Singer listet diese auf und zeigt, dass es eben keine unwiederlgebaren Ausreden sind.

  1. Was für ein Unterschied kann Ich schon machen?
  2. Soll Ich meine Karriere und Zeit aufgeben?
  3. Wohltätigkeit ist doch nicht wirklich effktiv?
  4. Ist es nicht eine Bürde so viel aufzugeben?

Sein Hauptargument für alturitisches handeln war, dass es einem Erfüllung im Leben gibt, Erfüllung, welche viele Menschen verzweifelt suchen.

Nach dem Filmclip wurden wir in Zweiergruppen eingeteilt und haben Quellen zu dem aufgezeigten Arbeitsblatt, mit verschiedenen Thesen des Utilitarismus, bekommen. Diese sollten wir bearbeiten. Die einzelnen Gruppen stellten ihre jeweiligen Ergebnisse vor, bis es schließlich zum Stundenende geklingelt hat.

Stundenprotokoll der K1 vom 1.3.19

Thema: Überblick des Utilitarismus von John Stuart Mill

Datum: 1. 3. 19

Anwesend: alle Kursteilnehmer

Referent: Frau Schütze

 

Begonnen hat diese Doppelstunde ganz traditionell mit dem Aufsetzten des Wasserkochers für die Minderheit der Teetrinker unter uns 🙂
Anschließend ging es jedoch etwas theoretischer weiter…
Jeder Schüler bekam einen Text des Utilitarismus von John Stuart Mill ausgeteilt, den er anschließend, dem Inhalt entsprechend, einem Bild zuordnen sollte. Anschließend tauschten wir uns über diese Zuordnungen aus; kritisierten und machten Verbesserungsvorschläge. Danach wechselten wir die Texte untereinander und sollten unseren Text zusammenfassend auf einem Arbeitsblatt eintragen. Im folgenden werde ich versuchen, die Hauptpunkte herauszuarbeiten 😉 

Einer der Texte warf die These auf, dass es besser sei „ein unzufriedener Mensch zu sein als ein zufriedenes Schwein; besser ein unzufriedener Sokrates als ein zufriedener Narr“. Im Text selbst wird die These damit begründet, dass der unzufriedene Mensch beide Seiten kenne, also zur Reflexion fähig ist, das Schwein jedoch nicht, da dieses nur die eine Seite erkennt. Folgend wurde dann erklärt, dass sich Menschen aus Charakterschwäche trotzdem für niedere Genüsse entscheiden, obwohl sie wissen, dass diese einen geringeren Wert hat und anschließend die Fähigkeit, edle Gefühle zu empfinden, verkümmere.

Der nächste Textabschnitt handelte dann davon, „dem Schicksal zu begegnen“, also bereit zu sein, ohne Glück auszukommen, da dies den Menschen über Schicksalsschläge erhebt, es sei so also leichter, schlimmen Situationen zu begegnen. Zum Beispiel kann man dann, wenn man von Grund auf nicht auf das Glück oder das Glücklichsein fokussiert ist, Dinge wie eine Krankheit oder eine Trennung besser überstehen: Das Schicksal hat keine Macht, den Menschen klein zu kriegen, ihn zu unterwerfen.

Nun folgte die „Abgrenzung zum Opportunen“: Dieser entspricht der Verfolgung des Eigeninteresses, was ja dem zum Utilitarismus, der das Gemeininteresse an oberste Priorität stellt, geradezu gegensätzlich ist. 

Anschließend wurde das „Verbot zu lügen“ auf die Waagschale gestellt: An sich begründet man dies nach dem Schema oder der Idee des Utilitarismus als unmittelbaren Vorteil (also das Verbot), das dies das Vertrauen innerhalb der Gesellschaft unmittelbar steigere. Dies sehen wir ja auch in unserem Alltag: Menschen, von denen man weiß dass sie einem die Wahrheit sagen, vertraut man bei manchen Dingen eher; da man weiß, eine ungefilterte, von Höflichkeitsfloskeln freie Meinung zurückzubekommen. Dieses „Verbot zu lügen“ sei also rein prinzipiell nützlich, da es das Vertrauen fördert. Jedoch gibt es hierbei Ausnahmen; nämlich wenn es in der speziellen Situation nützlich ist zu lügen, zum Beispiel wenn die Gefahr der Verletzung von Mitmenschen besteht. Diese Entscheidung, zu lügen, obliegt aber demjenigen und seinem kurzfristigen Urteilswillen selber, es besteht trotzdem eine unbedingte Notwendigkeit zur Beschränkung des Lügens, so Mill. An diesem „Verbot zu lügen“ spalten sich also die verschiedenen Richtungen des Utilitarismus, der Handels- & der Regelutilitarismus (näher gehe ich nun nicht darauf ein, da dieses nicht unmittelbarer Bestandteil der Stunde war).

Ein weiteres Thema der Texte von John Stuart Mill waren die Moralischen Gefühle, die seiner Auffassung nach erworben und nicht angeboren sind, aber trotzdem sei es natürlich, diese im Laufe seiner Entwicklung zu erwerben. Mill nach entstehen diese moralischen Gefühle spontan, können gepflegt sowie negativ oder positiv entwickelt werden und haben zum Ziel, Glück und Gemeinschaftsgeist zu fördern sowie die Handlungen des Individuums auf Gemeinschaftsziele auszurichten.

Ein weiterer Punkt beinhaltete, dass diese Gesellschaft von Gleichen nur geschaffen werden kann bzw nur existieren kann, wenn die Interessen aller gleichermaßen geachtet werden. Politisch betrachtet heißt dies, dass der Ausgleich von Ungleichheiten zwischen den verschiedenen Klassen zur Zunahme des Gefühls der Einheit führt. John Mill gründet hierbei auf das natürliche  Interesse eines jeden Individuums, indem er behauptet, es liege im eigenen Interesse eines jeden, die eigenen Ziele mit denen der Gesellschaft in Einklang zu bringen, was eine mächtige Innere Verpflichtung zur Folge hat, welche sich nach der Feinfühligkeit und der Gewissenhaftigkeit des Charakters bemisst. 

Folgend wurde der Vergleich des Utilitarismus mit der Goldenen Regel angesprochen, der hervorbringt, dass das Christliche Gebot der Nächstenliebe – also sich anderen gegenüber so zu verhalten, wie man selbst gern behandelt werden möchte – den Kern des Utilitarismus vollkommen ausdrückt. Zur Erfüllung bzw. Annäherung an dieses Prinzip sei es notwendig, zwei förderliche Bedingungen zu erfüllen:

  1. dass Gesetze sowie gesellschaftliche Verhältnisse soweit wie möglich mit dem Gemeininteresse in Übereinstimmung gebracht werden, und
  2. dass die Erziehung und die öffentliche Meinung Eigeninteresse und Allgemeininteresse in Einklang bringen

Werden diese Bedingungen erfüllt, so steht dem Utilitarismus, der die schönste und höchste Entfaltung der menschlichen Natur – zumindest für John Stuart Mill – darstellt, nichts mehr im Wege. 😉

Der Utilitarismus war in unserem Kurs stark umstritten, eben deshalb weil er die Vielfältigkeit der menschlichen Gefühle versucht auf eine rational Ebene „herunterzubrechen“. Jedoch könnte eben dieses vor allem in gewissen Dilemma-Situationen (siehe der Kurzfilm „SommerSonntag“) doch durchaus „Nützlich“ sein ;)…

Gerne könnt ihr hier noch weiter diskutieren!

Der Unterricht wurde ungewöhnlich spät mit dem Klingeln zum Stundenende um 9.20 beendet.

PS: Hier noch das Arbeitsblatt:

Ethik Protokoll – Doppelstunde K1 vom 14.02.2019

Thema : Anwendung der utilitaristischen Grundsätze und deren Klassiker
Datum: 14.02.2001 Zeit : 7:45 bis 9:20 Uhr Anwesende: Theano, Ghandi, Hobbes, Albinos, Kant, Sokrates Referentin: Frau Schütze

Ablauf: 1. Organisatorisches 2. Kurzfilm: SommerSONNTAG 3. Arbeitsblatt: „Und nun, Herr Benthmam? “ – Anwendung der utilitaristischen Grundsätze auf einen Kurzfilm 4. Audio und Arbeitsblatt: Klassiker des Utilitarismus: John Stuart Mill: -Leben & Wirken -qualitativer Utilitarismus

Nachdem sich (fast) jeder eine Tasse Tee gemacht hatte und auch Organisatorisches schnell geklärt wurde, startete der Unterricht mit einem Kurzfilm Namens „SommerSONNTAG“. In diesem geht es um einen Brückenmeister, der dafür sorgt, dass die Brücke unten ist, wenn ein Zug durchfährt und dass sie oben ist, wenn ein Schiff durchfährt. Eines Tages nimmt er seinen gehörlosen Sohn mit auf die Arbeit, der sich sogleich mit Stift, Papier und der Mütze seines Vaters bewaffnet draußen neben die Gleisen setzt. Währenddessen kämpft sein Vater mit einem Stromausfall. Plötzlich jedoch kommt ein Windstoß und weht dem Jungen die Mütze vom Kopf direkt auf einen kleinen Vorsprung. Daraufhin klettert der Junge sofort hinterher. Die Brücke ist zwar oben, doch es nähert sich ein Zug und die Regel besagt das die Brücke drei Minuten vor Zugeinfahrt komplett geschlossen sein muss. Doch dann sieht der Vater seinen Sohn unter der Brücke, dem Tode geweiht, da er die Warnrufe seines Vaters nicht hören kann. Nun muss der Vater sich entscheiden: Opfert er 293 Zuggäste und lässt die Brücke oben oder er opfert das Leben seines Kindes und schließt die Brücke. An dieser Stelle hielt Frau Schütze den Kurzfilm an und fragte uns nach unserer Entscheidung. Dabei sollten wir uns in den Protagonisten hineinversetzen und seine möglichen Gedanken und Gefühle wiedergeben.

Nach einer kurzen Diskussion waren wir uns alle einig, dass es richtig wäre die Brücke herunterzulassen und somit den eigenen Sohn zu opfern. Trotzdem mussten wir uns eingestehen, dass so eine Entscheidung, in so einer Situation zu fällen, viel schwieriger ist, als nur darüber zu reden und zu behaupten man hätte so gehandelt. Die Beziehung des Vaters zu seinem Kind ist nämlich viel größer als die Beziehung des Vaters zu den Zuggästen die er eventuell nicht einmal kennt oder noch nie gesehen hat. Aber auch der Utilitarismus unterstützt diese Entscheidung, da die Entscheidung die Brücke zu senken besser für die Allgemeinheit ist, da mehr Menschenleben gerettet werden und weniger Schaden und Leid verursacht wird. Passend dazu hörten wir uns noch eine Audio über John Stuart Mill, einer der Begründer des Utilitarismus, an und sollten dabei noch ein Arbeitsblatt ausfüllen, dass wir dann auch gleich danach besprachen.

Nach der Besprechung und einer engagierten Diskussion beendete Frau Schütze PÜNKTLICH zum klingeln um 9:20 Uhr den Unterricht 😉

Von Goblins und Priestern

Im tiefen Südwesten Chiles gibt es eine Insel namens Chiloé, welche die Heimat eines unglaublich hässlichen Goblins namens „El Trauco“ und seiner genauso hässlichen Frau ist. Aber obwohl er so hässlich ist, schafft er es dank seiner morphologischen Eigenschaften immer wieder, ein junges Mädchen zu schwängern. Das heißt, von seiner Art her ist er ähnlich wie der christliche Gott, nur lange nicht so berühmt. Soweit so Monogam. Ausserehelicher Sex und die darauffolgenden Nebenwirkungen sind ein verbreitetes Problem aller monogamen Zivilisationen und um nicht alle jungen und schwangeren Frauen an das soziale Stigma zu verlieren und sie verbannen zu müssen, ist es nur logisch eine gesellschaftlich akzeptierte Möglichkeit zu schaffen, die aber das Stigma an sich nicht verliert (darum ist El Trauco auch so betont hässlich). El Trauco ist sozusagen ein Sündenablassschein, um die Bevölkerung langfristig zu erhalten, ein klassischer Succubus. Doch was die Geschichte wirklich besonders macht, ist das, was die Kolonialisierung Chilés durch die Spanier aus dem Goblin machte. Ab da begann der Succubus häufiger die Form reicher Männer und frommer Priester anzunehmen, denn die Konquistadores waren selten für ihre freundliche Behandlung von einheimischen Frauen bekannt. Mit dem Einzug der Vergewaltiger in Chiloé bekam El Trauco die Rolle einer unausgesprochen Vereinbarung, um dem Problem aus dem Weg zu gehen. Aber man muss sich in die Haut der
indigenen Huilliches versetzen: Man konnte nicht die Übermacht der reichen und militärisch überlegenen Spanier überwinden. Und noch weniger konnte man tausende von jungen Frauen mit dem wichtigen Nachwuchs wegschicken. Doch vor allem konnte man nicht nachfragen, was wirklich passiert sei. Was sollen die Frauen denn sagen? Dass sie vom Inselgourverneur vergewaltigt wurden, und sie sein Kind austragen? Da war es für die Menschen das einfachste sich auf das Codewort „El Trauco“ zu reduzieren. Ein Südenablass für die Frau und ein Freifahrtsschein für Männer. Es ist einfacher an einem Goblin zu glauben, als die Wahrheit zu erforschen.

El Trauco (CC2, Wikimedia)

Genau das liegt in der Essenz von allem Glauben. Es ist einfacher nach den Worten des Korans seinen Lebensweg auszulegen, anstatt die intrinsische Sinnlosigkeit der menschlichen Existenz auf den Schultern zu tragen. Zudem ist es wahrscheinlich auch besser, einen Glauben zu leben, anstatt „einen Wissen“ zu leben. Ich halte es für außer Frage, dass jeder Mensch, mit genug kognitiver Fähigkeit zu predigen, auch erkennt, dass es keinen tatsächlichen Sinn in seinem Glauben und Handeln gibt. Jedoch halte ich es für genauso außer Frage, dass jeder an etwas glaubt, auch der hartnäckige Empiriker und Skeptiker muss das machen. Was ist schon die Alternative? Wissen kann man nicht leben, noch weniger mit derart nihilistischem Wissen. Doch mit dem Wissen einen Glauben zu leben, das geht. Das konnten die tausende Inselbewohnerinnen, ihre Kinder und eine ganze Gesellschaft auch. Vielleicht ist es ein deprimierendes Gefühl, mit dem Wissen um diese Fehlerhaftigkeit in jedem Glauben weiterzuleben, aber die Jungfrauen, die im Himmel auf mich warten, gleichen dieses Gefühl wieder aus.

Protokoll Ethik 8.2.19

Referentin der Doppelstunde : Frau Schütze

Thema der Doppelstunde : Utilitarismus –
Das Nützlichkeitsprinzip nach Jeremy Bentham

Es waren alle anwesend.

Die Stunde wurde durch ein Fallbeispiel einer Schwangerschaft zum Thema Abtreibung angefangen in dem es darum ging zu urteilen, wie man in der Situation (siehe AB) handeln würde.

Alle waren gegen die Abtreibung und befürworteten die Spende der Organe damit man noch mindestens 1-3 Leben retten könnte.

Dieses Ergebnis überraschte Frau Schütze. „Ihr seid der erste Kurs, welcher komplett gegen die Abtreibung ist.“

Jedoch ist klar, dass diese Entscheidung in der Theorie sehr einfach ist aber wenn man nie in so einer Situation gesteckt hat, dann versteht man nicht wie schwer die Praxis ist.

Dazu kann ich aus eigener Erfahrung erzählen:

Vor ca. 3 Jahren wurde meine Mutter schwanger mit einem Kind bei welchem man im 5. Monat einen Chromosomen Fehler entdeckte und sagte, dass sie noch bei der Geburt sterben würde.

Bei uns stand die Option der Abtreibung gar nicht erst zur Frage. Unser Wunsch war es das Kind so natürlich es geht sterben zu lassen.

Auf wundersame Weise überlebte sie die Geburt und es gab sogar eine OP mit einer Wahrscheinlichkeit von 30% auf ein Leben, doch auch hier entschieden wir uns dafür, dass sie natürlich sterben soll und nicht bei einer OP. ( Insgesamt lebte sie nur 2 Monate)

Bei diesem Dilemma stellten einige aus dem Kurs ein paar schwierige Grundfragen wie z.B. : Wen nehme ich mit auf die Entscheidung? Die ganze Familie? Nur den Ehemann? (…)

Das Grundproblem ist ja das man etwas tun bzw. sich entscheiden MUSS, denn egal ob man etwas macht oder nicht , es wird etwas passieren.

Frau Schütze berichtete, dass sie sich nie vor der Geburt auf solche Merkmale untersuchen lies , damit sie gar nicht erst in so ein Dilemma kommen würde , sondern alles kommen lassen würde wie es käme.

Nach der Pause wurde nun das Fallbeispiel mit dem neuem Thema verbunden :

Dem Prinzip der Nützlichkeit – Der Utilitarismus

Hier geht es um den Philosoph Jeremy Bentham der sich immer nach der Nützlichkeit einer Entscheidung richtet, welche er an der negativen oder positiven Auswirkungen auf das Umfeld und die Gemeinschaft schließt. „Gut ist was nützlich ist“ ( Interesse der Gemeinschaft)

Daraufhin sollte man das Prinzip an unserem Fallbeispiel anwenden um so schauen was die für ihn richtige Lösung wäre.

Kann man so entscheiden ?

Ja, aber nur wenn es für alle das beste ist ?

Irgendwo ist dieses Prinzip trotz allem sehr egoistisch, denn im Nachhinein beschäftigt man sich sehr mit einer subjektiven Sicht und man bindet zwar die anderen mit ein, jedoch nur aus dem eigenem Sichthorizont.

Was heißt überhaupt „es muss für alle das beste sein“ und ist es überhaupt möglich?

Ist dieses Prinzip hilfreich für die Entscheidung(en) ?

Nein, weil man solche wichtigen Entscheidungen nicht berechnen kann oder sollte. Zudem spielen viele Emotionen und andere Faktoren mit rein und die ganz praktische Frage ist ob man überhaupt genug Zeit hat, die ganzen Punkte erst mal durchzugehen.

Eine gute Hilfslinie kann es schon sein, jedoch sind wir der Meinung dass es kein Allheilmittel ist.

Zumal man sich oft damit auch aus der Verantwortung ziehen kann und nicht wirklich selbstständig die Entscheidung trifft.

Zu allem Unglück wurde die Stunde pünktlich auf das klingeln beendet.

Liebe Grüße , Albinos !

P.S.: Dies kann gerne eine Diskussionsrunde über Abtreibung werden 😉

Under Pressure

Die Belastungen des alltäglichen Lebens sind in ihrer Essenz, das was uns unsere Zufriedenheit klaut. Der ständige Gedanke an irgendeinem störendem Faktor führt uns zu einem mentalen Stress, von dem wir nie eine Pause haben. Wann können wir denn behaupten, dass wir nicht gerade an etwas anderes denken, als das was wir im Moment erleben?

Pressure pushing down on me
Pressing down on you, no man ask for
Under pressure that burns a building down
Splits a family in two
Puts people on streets

Inzwischen empfinden wir „Druck“ oder „Stress“ als ein Symptom unserer Gegenwart. Doch bewusst und unterbewusst ein Problem zu verarbeiten ist doch so alt wie das Wort. Auch schon als Kind hat man Stress, ist dem Druck ausgesetzt, den andere auf einen Ausüben.

It’s the terror of knowing what the world is about
Watching some good friends screaming
„Let me out!“
Pray tomorrow gets me higher
Pressure on people, people on streets

Die Erwartungshaltung, die uns gegenüber gelegt wird und die wir natürlich auch anderen auferlegen, erzeugt allen Druck. Der Chef will jenes, die Freundin mehr Aufmerksamkeit, die Mutter ruft ständig an, der Hund kläfft, das Geld reicht nie aus und das Handy klingelt schon wieder! Eigentlich will man nur noch raus! Doch jeder andere scheint das ja auch hinzukriegen!

It’s the terror of knowing what the world is about
Watching some good friends screaming
‚Let me out‘
Pray tomorrow gets me higher, high
Pressure on people, people on streets

Jeder guckt einen mit der Fresse an, die sagt, dass man zu funktionieren hat, und so guckt man auch zurück! Und wenn jeder so eine Fratze zieht, dann vergisst man schnell die Liebe, die eigentlich so wichtig ist. Wir nehmen unsere Zeit als so wertvoll an, dass wir vergessen sie zu genießen und ihr Sklave werden. Doch wo bleibt die Liebe, wenn wir uns aus Stress miteinander streiten? Wenn wir die Mutter nur noch wegdrücken? Wenn wir den Chef nicht mehr als Mentor sehen, sondern als Arschloch?

Turned away from it all like a blind man
Sat on a fence but it don’t work
Keep coming up with love but it’s so slashed and torn
Why, why, why?
Love, love, love, love, love
Insanity laughs under pressure we’re breaking

Rauben wir uns gegenseitig mit Erwartungen und den erzeugten Stress die Liebe? Es ist wohl die Natur unseres Leben, funktionieren zu müssen, um zu überleben. Aber wir brauchen noch etwas mehr, um zu überleben! Unsere gegenseitige Liebe! Wir sind schon so weit gekommen, als Gesellschaft, als Menschheit und auch jeder Einzelne! Jetzt ist es Zeit, unsere Zeit, die Zeit zu lieben!

Can’t we give ourselves one more chance?
Why can’t we give love that one more chance?
Why can’t we give love, give love, give love, give love
Give love, give love, give love, give love, give love?
‚Cause love’s such an old fashioned word
And love dares you to care for
The people on the edge of the night
And love (people on streets) dares you to change our way of
Caring about ourselves
This is our last dance
This is our last dance
This is ourselves under pressure
Under pressure
Pressure

Songwriter: David Bowie / John Richard Deacon / Brian Harold May / Freddie Mercury / Roger Meddows Songtext von Under Pressure © Sony/ATV Music Publishing LLC

Eine Generation für den Klimaschutz

Vor einigen Tagen habe ich an einem Schulstreik für den Klima- und Umweltschutz teilgenommen. Initiiert und Organisiert wurde dieser Streik natürlich von Schülern, nach dem Vorbild des schwedischen Mädchens Greta Thunberg, die seit Monaten jeden Freitag in Stockholm anstatt vor der Tafel, vor dem Parlament sitzt. Die Demo in Hall war ein voller Erfolg. Rund 400 Schüler streikten, stimmten Sprechchöre an, tauschten sich aus, marschierten durch die Straßen und machten deutlich: Wir wissen, dass es um unseren Planeten geht, wir wissen wer daran Schuld ist, und wir wollen gehört und beachtet werden. Uns steht ein gesunder Planet zu.

Lautstark, etwas jugendlich-naiv, aber mit sehr viel Wut wurden konkrete Forderungen an Politik und Wirtschaft gestellt. Kohleausstieg bis 2030. Einhalten des 1,5 Grad Ziels. Abschalten aller AKW’S, dazu mehr Tierschutz. Ich glaube, wer sich intensiv mit der globalen Erderwärmung, sowie mit der industriellen Vernichtung der Natur beschäftigt und noch 70 Jahre auf der Erde verbringen wird, denkt nicht mehr in den bisherigen altruistischen Kategorien wie unsere Eltern. Klimaschutz ist für uns nicht mehr etwas, was man aus Güte der nächsten Generation betreibt, sondern weil man seinen eigenen Hintern retten möchte. Vielleicht ist es den Teilnehmern des Streikes auf Papier klar, dass unsere Zukunft auf dem Spiel steht, aber wenn in einigen Jahren, die Dürren häufiger werden, die Fluten heftiger, die Bienen staatlich gefördert und Venedig unter Wasser ist, dann werden sie wirklich realisieren, warum Klimaschutz wichtig ist, warum die globale Erderwärmung keine Bedrohung für die Natur, sondern für den Menschen ist. Und dann sind es diese Schüler, Wir, die das Rückgrat der Wirtschaft, der Politik und der Welt sind. Eine Generation, die mit Klimaschutz groß geworden ist. Ich kann mich an keine Zeit erinnern, an dem Klimaschutz noch kein großes politisches und mediales Thema war. Wir sind mit ihm groß geworden. Was das bedeutet ist Zukunftsprägend. Es bedeutet Menschen, die ihr Leben dieser Aufgabe widmen werden. Das bedeutet kleine Änderungen im Alltag wie effektive Recyclingsysteme und Klima neutrale Fortbewegung, das bedeutet aber auch multinationale Unternehmen, die es irgendwie geschafft haben, mit Klimaschutz Geld zu verdienen. Das bedeutet eine ganze Generation, die die Fehler der Vergangenen ausbügelt, und zwar nicht weil sie Tiere so unglaublich niedlich findet, sondern weil sie sonst von im russischen Permafrost auftauenden Krankheiten dezimiert wird. Dabei ist meine Generation nicht besser als die meiner Eltern, auch wenn diese uns eindeutig in diese Situation geritten hat. Aber Menschen sind Menschen, und Menschen handeln meistens dann, wenn Not wirklich spürbar ist, und wir werden sie spüren. Neun der Zehn heißesten Jahre seit Beginn der Wetteraufzeichnung -ein Zeitraum von 140 Jahren- waren in den letzten 19 Jahren. Doch entscheidender als das, was wir spüren werden, ist wie wir handeln werden, und da müssen wir unseren Eltern danken, denn das grüne Gedankengut ist in uns stark verankert und ist Schicht-unabhängig, was zum Beispiel die Grünen zur Volkspartei befördert. Klimaschutz wird von einem Thema auf der Straße zu einem Thema der Tagesordnung übergehen, Klimaschutz wird ein fester Bestandteil unseres Lebens sein. In zwanzig Jahren werde Ich nicht auf die Straße gegen Kohlestrom gehen, sondern in der Institutionalisierung und Industrialisierung des Klimaschutzes mein tägliches Brot verdienen. John F. Kenndy sagte: „Nur eines ist auf Dauer teurer als Bildung: Keine Bildung“. Heute ist Bildung in fast allen Staaten eine Institution und für Jeden, für Bildung wird auf internationaler Ebene gekämpft. Heute können wir sagen „Nur eines ist auf Dauer teurer als Klimaschutz: kein Klimaschutz“, und morgen können wir eine Welt haben, in der wir leben können. Dieses Ziel ist die Aufgabe unserer Generation, und unweigerlich werden wir dieses Ziel erreichen müssen. Aber wenn ich an die hunderten jungen Leute denke, die mit ihren beschränkten Mitteln und gegen den Willen vieler Schulen am Freitag da waren, sehe ich weniger Grund zum Pessimismus.

Mit freundlichen Grüßen, Karthasis

Warum lässt Gott das Schlechte und das Böse zu?

Viele Menschen wollen nicht an Gott glauben, besonders Atheisten, weil sie vielleicht davor an Gott geglaubt haben aber schwere Schicksalsschläge erlitten haben, welche sie zornig auf Gott gemacht haben und ihn dafür verantwortlich gemacht haben. Somit wenden sie ihm den Rücken zu und haben ihr Leben lang einen Hass auf Gott. Sie dachten, dass Gott ihnen überall und immer sie von allem Schlechten und Bösen bewahrt, dennoch trifft sie ein solch schlimmes Schicksal. Warum ist Gott so ungerecht? Warum lässt er Tsunamis, Verfolgung, Hungersnöte, Aids, Kriege und Armut zu? Warum lässt er nicht nur die Ungläubigen leiden sondern auch die Christen? All diese Fragen sind berechtigt und haben ihren Grund der direkt auf Gott zurückzuführen ist.

Angenommen wir stellen Gott in Frage und fragen uns, wenn er doch so gerecht und güig ist, warum soll er dann das Böse zulassen? Die Antwort darauf ist der Freie Wille des Menschen der uns von Gott geschenkt wurde. Gott wäre doch nicht gütig wenn er jeden Menschen zwingen würde seinen Gesetzten und seinen Vorstellungen zu gehorchen. Er gibt uns die Wahl zwischen dem Guten und dem Bösen. Allein dieser freie Wille des Menschen ist verantwortlich dafür, dass Böses und Schlechtes in dieser Welt passiert, da wir den freien Willen nicht nach biblischer Vorstellung nutzen. Laut der Bibel lässt Gott Böses und Schlechtes nur vorübergehend zu damit die, die an ihn glauben in den Himmel auffahren, frei von dem Bösen aber dennoch frei in ihren Entscheidungen. Er zwingt uns nicht, er appelliert nur an ihn zu glauben um eines Tages gerettet zu werden, weil unsere Menschheit allein Schuld ist an all dem Bösen was in der Welt passiert. Mit seinem unglaublichen Erlösungsplan, dass wir durch die Wiedergeburt von Jesus ewiges Leben bekommen KÖNNEN, lässt er uns die Freiheit selbst über unsere Lebensweise zu walten. Mit diesem Erlösungsplan hat Gott vor das Böse irgentwann zu vernichten, aber bis dahin er das Böse wegen dem freien Willen zulässt. Desshalb ist Gott auch gerecht und gütig da er uns die Freiheit über unsere Entscheidungen gibt. Das heißt im Gegenzug aber nicht, dass wenn wir an Christus glauben von Krankheit, Verfolgung und anderen schlimmen Sachen verschont bleiben. Doch diese Dinge kann ein Christ mit Gott durchstehen und Gott hilft ihm dabei und segnet ihn wenn er in dieser schwierigen Zeit Gott treu bleibt. Diese schwierige Lebenssituationen bringt dem Christen sozusagen im Wachstum des christlichen Glaubens weiter, sodass der Christ auch in z.B. den Versuchungen des Teufels wiederstehen kann. Die Christen sehen es als Wachstum die anderen sehen es als Gottes Wille der das Böse zulässt. Doch jeder hat dazu die Freiheit zu entscheiden wie man das Böse sieht.

Oft gibt Gott den Christen einen Auftrag, der im ersten Moment als unnütz und absurt, wenn nicht sogar als böse von dem Menschen empfunden wird. Doch aus diesem treuen Handeln macht Gott IMMER das Beste aus dieser Sache, wie man sich Das als Mensch nicht vorsellen kann. Manchmal entsteht aus dem Bösen etwas Gutes, sodass es zum Segen für den Christen wirkt. Als Beispiel dazu die Geschichte von Abraham und Isaak in der Bibel, wo Abraham die Anweisung von Gott erhält seinen einzigen, geliebten Sohn Isaak zu opfern, obwohl Gott Abraham viele Nachkommen durch Isaak versprochen hat. Doch Abraham war, obwohl es eine im menschlichen Sinne furchtbare Tat gewesen wäre, bereit diesen Auftrag zu erfüllen. Doch kurz bevor er Isaak umbringen wollte, hielt ihn Gott davor ab und segente ihn durch diese Entschlossenheit und die Treue zu ihm und gab ihm durch diese Treue so viele Nachkommen von Isaak, dass daraus das Volk Israels entstand ( 1.Mose. 22, 1-19). Durch dieses Beispiel kann man die wunderbare Führung Gottes sehen, obwohl es im ersten Moment als böser Auftrag Gottes schien. Gott ist gut.

Was meint ihr zu diesem Thema. Ich freue mich auf eure Kommentare

LG Hobbes