Zusammenfassung des Ethikunterrichts am 15.11.2019

15.11.2019, 9:40h – 11:15h, alle anwesend

Das Thema der heutigen zwei Ethikstunden war Freiheit und Determination, bezogen auf psychologische und soziologische Freiheit. Als Einführung schauten wir den Film „Hannah Arendt“ und bearbeiteten Aufgaben dazu.

Der 2012 veröffentlichte Film „Hannah Arendt“, ist ein autobiographischer Philosophenfilm, der spielfilmähnlich aufgebaut ist und in Deutschland, Frankreich und Israel gedreht wurde. Er handelt von der jüdischen Philosophin Hannah Arendt, die einen Bericht über die Anklage des SS-Führers Eichmann verfassen möchte. Sie selbst war zur damaligen Zeit Insassin des Internierungslagers „Gurs“ in Frankreich und somit selbst von dem schrecklichen Elend der Ankläger betroffen.

Der Film beginnt mit einer Szene, in der die Entführung Eichmanns zu sehen ist. Er wird vom israelischen Geheimdienst nach Israel entführt. Dort soll eine Gerichtsverhandlung gegen ihn stattfinden.

Die Professorin Hannah Arendt bewirbt sich daraufhin bei der Zeitung „The New Yorker“, um einen Artikel über den Prozess zu schreiben. Der Chef der Zeitung ist sofort begeistert, da Arendt bereits ein bekanntes Buch geschrieben hat, während die anderen Redakteure skeptisch waren. Arendt’s Mann befürwortet ihr Vorhaben ebenfalls nicht. Er hat Angst, dass sie mit ihren Erinnerungen an früher konfrontiert wird und das nicht verkraften kann. Doch Arendt bleibt zuversichtlich. Sie ist der Meinung, dass sie stark genug ist, um diese Aufgabe zu bewältigen. Schließlich fliegt sie nach Jerusalem, dort wohnt sie wärend der Verhandlung bei einem alten Freund.

Schon bald ist sie mit einer Vielzahl von Anklägern vor Gericht. Eichenmann sitzt zu seinem eigenen Schutz in einem Glaskasten. Es gibt eine nach Arendt’s Meinung zu dramatische Eröffnungsrede. Die Zeugen fangen an zu berichten. Eichmann verteidigt sich, er habe nur die Befehle ausgeführt. Er zeigt keine Reue und hat einen relativ neutralen Gesichtsausdruck, während Opfer und Angehörige der Opfer ihre Leidensgechichten erzählen.

Arendt berichtet danach, er wäre anders als sie sich ihn vorgestellt hat. Sie realisierte, dass er persönlich eigentlich kein besonderer Mensch ist. Sie meint, er sei wie alle Menschen. Niemand Besonderes. Seine Menschlichkeit bezeugt sie mit der Aussage, er habe Schnupfen gehabt. Dies lässt ihn nicht besonders mächtig oder unheimlich wirken, sondern beweist, seine Meschlichkeit.

In der nächsten Szene wird eine weitere Verhandlung gezeigt. Man sieht wieder Angehörige und Opfer, welche sprechen und teils weinen. Ein Mann bricht zusammen, während er spricht, doch Eichmann verzieht keine Miene.

Als Arendt am Abend mit ihrem Mann telefoniert, meint sie, die Ankläger seien viel zu unsachlich und erzählen hauptsächlich ihre Leidensgeschichte, die wenig mit dem Fall Eichmann zu tun hat.

Am nächsten Verhandlungstag beantwortet Eichmann einige Fragen, um sein Verhalten rechtzufertigen. Er erzählt, er habe einen Treueid geschworen. Die Frage, ob er auch seinen Vater erschossen hätte, wenn er ein Verräter gewesen wäre, bejahte er.

Arendt ist daraufhin der Meinung, dass Eichmann eigentlich keine Schuld an allem hat, er hat lediglich dem Gesetz gehorcht und ist auch kein Lügner. Mit einem ehemaligen Freund diskutiert sie darüber. Wenig später fliegt sie zurück nach Amerika.

Dort verbringt sie die Nächte hauptsächlich mit recherchieren und die Tage mit unterrichten. Eines Tages erfährt sie das Urteil: Eichmann soll gehängt werden. Arendt denkt zuerst, es sei richtig so, doch ihr Mann hinterfragt das.

Daraufhin erinnert sich Arendt zurück an ihre Studienzeit. Dort wurde ihr beigebracht, dass Denken schlecht für die Menschheit ist und keinen Nutzen mit sich bringt. Sie war sehr aufgebracht, da Denken für sie wichtig und ihre Leidenschaft ist.

Arendt unterrichtet ihre Studenten zwischenzeitlich von ihren Erkenntnissen über Eichenmann. Sie meinte, er wäre gar nicht von Natur aus böse gewesen, sondern nur unfähig zu denken.

Dies schreibt sie auch in ihren Artikel und löst in der Redaktion der „The New Yorker“ eine große Diskussion aus. Die Redakteure sind sich nicht schlüssig, ob sie diesen Artikel drucken können. Arendt kritisiert darin nämlich auch einige Anführer der Juden, die wohl mit Nazis kooperiert haben, und damit unabsichtlich bei der Judenvernichtung geholfen haben. Doch dieser Fakt ist nicht bewiesen und kann schnell missinterpretiert werden.

Als der Artikel schließlich veröffentlicht wird, gibt es viel Kritik. Die Leser sagen, Arendt verteidigt Eichmann zu Unrecht und beschweren sich bei der Redaktion der Zeitung. Auch Arendt’s Mann erzählt ihr von den aufgebrachten Leuten, doch sie kann es sich kaum vorstellen, dass die Menschen sie derart missverstanden haben.

Quellen: http://www.hannaharendt-derfilm.de/ zuletzt aufgerufen am 15.11.19

https://www.dhm.de/lemo/biografie/adolf-eichmann zuletzt aufgerufen am 15.11.19

Folgende Aufgaben sollten wir zu dem Film bearbeiten:

1. Was ist unser Eindruck von Hannah Arendt zu ihrer Philosophie?

Arendt macht in dem Film den Eindruck, als würde sie sehr rational denken und sich nicht von ihren Gefühlen beeinflussen lassen. Sie selbst lässt sich schließlich nicht von ihren Erinnerungen an Gurs beeinflussen und ist somit von Anfang an neutral zu dem Fall Eichmann eingestellt. Außerdem versteht sie die Opfer nicht, die nur ihre Leidensgeschichten erzählen, ohne direkt auf Eichmann Bezug zu nehmen. Sie versucht das Problem logisch zu analysieren und kommt schließlich zu dem Urteil, dass Eichmann sich nur an die Lehren der damaligen Zeit gehalten hat, ohne sie zu hinterfragen, da diese das Denken kritisierten. Somit hält sie Eichmann nicht für schuldig, sondern lediglich „unfähig zu denken“.

2. a) Der Fall Eichmann (Wer war Eichmann? Warum und wo war er angeklagt? Welche Diskussionen gibt es um seine Anklage?)

Eichmann war ein SS-Führer und organisierte einige Deportationen der Juden. Er wurde aufgrund von Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Israel angeklagt. Bei seiner Anklage gab es eine Diskussion darum, ob er als Person schuldig oder unschuldig ist. Die meisten Kläger hielten ihn für schuldig, da er die Deportation und Tötung vieler Juden veranlasste und selbst als der Befehl zur Tötung aufhoben wurde, weitermachte. Er selbst meinte jedoch, er wollte eine angefangene Sache nicht unbeendet lassen und habe nur dem Gesetz gehorcht, wie er es bereits in einem Treueid schwören musste. Diesen Treueid wollte er auf keinen Fall brechen. Arendt ist unter anderem der Meinung, Menschen wie Eichmann wäre es untersagt gewesen zu denken und sie persönlich hätten somit keine Schuld, da sie es nie anderes gelernt haben.

Quelle: https://www.zukunft-braucht-erinnerung.de/der-eichmann-prozess-in-jerusalem-1961/ zuletzt aufgerufen am 19.11.19

b) Argumente, die für bzw. gegen psychologische und soziologische Determination Eichmanns sprechen

Für psychologische Determination nach Freud spricht, dass Eichmann vermutlich nicht nach den Bedürfnissen des Wesens des Es gehandelt hat, da es ihm nicht das Bedürfnis zum Töten gibt. Vermutlich sorgt es sogar eher dafür, dass wir mit unseren Mitmenschen in Frieden leben möchten. Das Wesen des Über-Ich möchte jedoch der gesellschaftlichen Norm und Moral gehorchen. In Eichmann’s Fall war dies die Treue zum Staat. Das Wesen des Über-Ich war somit dem Es überlegen. Eichmann war nicht stark genug, um den Bedürfnissen des Über-Ichs zu widerstehen und lies es somit gewinnen.

Außerdem besitzt jeder Mensch nach Alfred Adler neurotische Züge. Ihn könnte das Minderwertigkeitsgefühl, das durch die strikten Regeln der damaligen Zeit aufkam so sehr geprägt haben, dass er sich selbst nicht zutraute Befehle zu hinterfragen, sondern sie widerstandslos ausführte.

Gegen psychologische Determination Eichmanns spricht, dass jeder Mensch durch Lernstrategien unterbewusst lernt, ob er sich in einer bestimmten Situation gut oder schlecht verhalten hat und somit entweder gleichbleibend handelt oder etwas an seinem Handeln ändert. Da Eichmann nie etwas an seinem Handeln änderte, ist davon auszugehen, dass er seine Taten nicht als schlecht ansah. Wir Menschen besitzen des Weiteren den Freiraum auch unabhängig von diesem Gefühl zu handeln. Eichmann hätte sich somit, auch wenn er sein Handeln nicht als schlecht ansah, anders verhalten können. Somit hatte er die Freiheit selbst zu entscheiden, ob er die Befehle letztendlich ausführt oder nicht.

Für die soziologische Determination Eichmanns spricht, dass er sich der Rolle eines unfreien Bürgers, der einen Treueid geschworen hat und jegliche Befehle des Staats ausführt, untergeordnet hat und sich bis zum Tod nie anders verhält.

Gegen die soziologische Determination Eichmanns spricht, dass er sich überhaupt nicht in die Rolle eines „normalen“ mitgefühlempfindenten Bürgers einordnen lassen kann. Er hat die Befehle des Staats ohne Rücksicht und Mitgefühl mit den Menschen ausgeführt. Was ihn ebenfalls besonders macht ist, dass er nie darüber nachgedacht hat, die Befehle zu hinterfragen. Dies spricht allerdings wiederum dafür, wie sehr er in der Rolle des Menschen gefangen war, der einen Treueid schwören musste.

Stundenzusammenfassung des Ethikunterrichts 08.11.2019 Soziologie

Gymnasium Gerabronn, Ethikunterricht K1 am 08.11.2019 von 09.40-11.15 Uhr, Thema Soziologie, verfasst von Iduna (14.11.2019)

Referentin: Frau Schütze

1 konnte nicht am Ethikunterricht teilnehmen.

Der Unterricht am 08.11.2019 handelte von den Themen „Was bedeutet Soziologie?“, „Gründe für die Notwendigkeit der Sozialisation“, „Grundbegriffe und Probleme“ und „Wie kann man einer solchen Rollenzuschreibung entfliehen?“. Am Ende wurde uns noch der Film „meine Eltern“ gezeigt.

Soziologie bedeutet das Hineinwachsen in eine Gesellschaft, das Übernehmnen von Normen und Werten dieser Gesellschaft sowie die Anpassung und Integration in eine Gruppe. Differenziert wird in eine primäre Sozialisierung und in eine sekundäre Sozialisierung. Die primäre Sozialisierung beschreibt die Entwicklung zu einer sozialen Person (also einer Person die sich einer Gruppe anpassen und in dieser leben kann) während die sekundäre Sozialisierung die Entwicklung einer eigenen Persönlichkeit beschreibt. Die Erziehung ist ein Unterbegriff der Sozialisierung bei der versucht wird die Persönlichkeitsentwicklung positiv zu beeinflussen.

Sozialisation ist notwendig für den Menschen denn sie kompensiert die fehlende Überlebensfähigkeit. Laut A. Portmann findet ein wichtiger Teil der Wesensbildung eines Menschens erst nach der Geburt statt ( man braucht Sozialisation also um normal und lebensfähig zu werden.) Der Mensch wird mit mangelnden Instinkten geboren, ist also auf seine Familie oder andere angewiesen. Um langfristig zu überleben muss er sich in diese (oder eine andere) Gruppe einfügen.

Ein grundsätzliches Problem ist der Konflikt zwischen Selbstständigkeit /Autonomie und den Normen der Gesellschaft. Der Mensch muss lernen die Normen zu übernehmen und sie im richtigen Moment anzuwenden.

Es gibt zwei Grundbegriffe von denen die Sozialisation maßgeblich abhängt

Die Sozialisationsinstanzen sind beeinflussende Elemente wie zum Beispiel die Familie, die Schule, die LehrerInnen/ ErzieherInnen, die Peergruppe (Gleichaltrigen), die Medien, der Beruf, der Ort, die Religion und die Kultur. Die soziale Rolle hingegen ist das von Bezugsgruppen erwartete Verhalten des Inhabers einer sozialen Position. (Hier kann es auch zu Rollenkonflikten, bzw. verschiedenen Erwartungen kommen.)

Angewendet auf Frau Schütze wären die sozialen Rollen die sie einnimmt beispielsweise Mutter, Bekannte/ Freundin, Unterstützerin, Bloggerin, Frau, Kollegin, Bürgerin, Partnerin und Lehrerin für Ethik und Erdkunde. Erwartungen ihrer Kinder an sie als Mutter sind Zuneigung, Unterstützung, Erziehung und Essen, während Erwartungen der Schüler/ Eltern/ des Staats/ Herr Uhrhans an sie Fachkompetenz, Verantwortung, Unterstützung, Fairness, Vorbild, Erziehung und Bewertung sind.

Es gibt Möglichkeiten dieser Rollen zuschreibung zu entfliehen. Möchte ein Erwachsener nicht dem Bild des „typischen Elternteils“ entsprechen kann er seine Rolle Neu erfinden/ definieren (Ein Beispiel dafür wäre ein Hausmann, da er nicht dem typischen Vaterbild entspricht.) Unerwartetes Verhalten (autonom), ein Rollenwechsel, oder eine Rollenverschiebung bzw. die Distanz zur Rolle können den gleichen Effekt haben.

Besonders gut wird das Thema Sozialisation im Kurzfilm „Meine Eltern“ aufgegriffen, in dem zwei Erwachsene dazu gezwungen werden eine andere Rolle anzunehmen und sich dabei ganz neu entdecken.

Infos zum Film: http://www.goethe.de/ins/us/bos/prj/kgs/kur/mel/deindex.htm

Infos zu Soziologie siehe Arbeitsblatt „Freiheit aus Sicht der Soziologie“

Zusammenfassung der Ethikstunden vom 25.10.2019


Gymnasium Gerabronn, Ethikunterricht K1

25.10.2019, 09:40-11:15 Uhr, alle anwesend

Die Doppelstunde vom 25. Oktober 2019 handelte von den Grundzügen der Psychoanalyse von Freud, der psychologischen Theorie von Alfred Adler sowie von den Grundlangen der Lernpsychologie. Aus diesen Theorien heraus, sollten wir in Gruppen die Einschränkungen der Freiheit sowie Möglichkeiten zur Überwindung dieser Einschränkungen herausarbeiten und uns die Frage stellen, welche Relevanz diese Theorien für uns in unserer heutigen Zeit haben.

Die erste Gruppe befasste sich mit der Theorie von Sigmund Freud. Er kategorisiert unser Wissen in bewusstes Wissen, vorbewusstes Wissen und unbewusstes Wissen. Das Wissen, das wir jede Zeit abrufen können, ist bewusst. Dieses bewusste Wissen kann nach einer Zeit zum vorbewussten Wissen werden. Es werden Erinnerungen als Hilfe benötigt, um wieder an dieses Wissen zu gelangen. Schlussendlich sind wir uns einer Sache unbewusst, wenn wir es uns nicht ohne Weiteres bewusst werden können.
Freud unterteilt die Entwicklung des Kindes anhand von Lusterfahrungen in fünf Phasen ein. Kinder empfinden in den ersten sechs Lebensjahren Lust am eigenen Körper. Die ersten Jahre werden von der oralen Phase geprägt, wobei das Baby Lust durch Nahrungsaufnahme empfindet. In der analen Phase, die ab dem dritten Lebensjahr beginnt, entwickelt das Kind ein Reinlichkeitsbedürfnis durch das Ausscheiden von Kot. In der darauffolgenden Ödipalphase bilden sich geschlechtsspezifische Verhaltensweisen. Mit ungefähr sechs Jahren trifft die Latenzphase ein, in der sexuelle Wünsche verdrängt werden und sich geistige Fähigkeiten entwickeln. Mit dem Beginn der Pubertät entwickelt das Kind Lust durch das andere Geschlecht. In der sogenannten Genitalphase vereinen sich alle bisherigen Teilbereiche zum Geschlechtstrieb und das Verlangen nach sexueller Vereinigung wird geprägt. Mit der Zeit prägen sich ebenso die psychischen Instanzen aus. Freud unterscheidet zwischen dem Wesen des Es, dem Wesen des Ich und dem Wesen des Über-Ich. Das Wesen des Es herrscht im Unterbewusstsein und verfügt über unbewusste Neigungen. Während es weder Gesetze der Logik oder Moral kennt, noch die tierischen Triebe kontrollieren kann, will das Wesen des Ich der Innen- und Außenwelt gerecht werden. Es passt sich an die Reize der Außenwelt an und bildet die Selbstbehauptung. Das Wesen des Ich versucht, den Ansprüchen des Es gerecht zu werden und entscheidet, ob und wann es den Trieben nachgehen will. Wenn das Ich dabei scheitert, kann Angst entstehen. Das Wesen des Über-Ich bildet die äußeren Einflüsse von der Gesellschaft, wie z.B. Wertvorstellung und Moral.

Es lässt sich im Zusammenhang mit der Psychoanalyse von Freud erschließen, dass man tendenziell die Möglichkeit hat, frei zu sein, wenn man ein stark geprägtes Ich besitzt, sich den anderen Einflüssen bewusst ist und eine eigene Moralvorstellung vorhanden ist. Die Schüler sind der Meinung, dass die Theorie immer noch relevant ist, da jeder diese verschiedenen Phasen durchlebt und psychische Instanzen besitzt. Man muss jedoch hinzufügen, dass es in unserer heutigen Gesellschaft Einschränkungen gibt, wenn es um das Ausleben der eigenen starken Ich geht.

Alfred Adler befasste sich damit, dass das Gefühl von Minderwertigkeit durch beispielsweise frühkindlichen Behinderungen und die dadurch entstehenden Benachteiligungen anscheinend ein gesundes Selbstbewusstsein entwickeln und dem Drang verleihen, immer weiter nach oben zu streben. Das verspürte Minderwertigkeitsgefühl wird durch eine Leitlinie und durch Ziele überspielt. Dabei stehen sich die beiden Aspekte Gemeinschaftsgefühl und Streben nach Macht gegenüber. Wenn man durch den eigenen Erfolg zu mehr zur Macht tendiert, verringert sich dementsprechend oft das Gemeinschaftsgefühl.

Da jeder Mensch laut Alfred Adler über neurotische Züge verfügt und das Minderwertigkeitsgefühl größtenteils von der Erziehung abhängt, ist diese Theorie für unsere heutige Zeit relevant. Wenn dem Kind nichts zugetraut wird, fühlt es sich hilflos. Auch die Unterdrückung der Person hat Auswirkungen auf das Minderwertigkeitsgefühl. Somit ist es wichtig, dass man Menschen mit Minderwertigkeitsgefühlen in die Gesellschaft mit einbezieht und unterstützt, anstatt dass die Person sozial isoliert wird und unter Zwängen leidet.

Die letzte Gruppe befasste sich mit den verschiedenen Lernstrategien von Psychologen. Durch deren Versuche ließ sich feststellen, dass man durch das Auslösen eines Reizes das Eintreten einer bestimmten Reaktion bewirken kann. Durch Strafen oder Belohnungen wurden Tiere dazu gebracht, gewisse Dinge zu tun/zu erlernen oder zu lassen. Wenn sie die Möglichkeit hatten, nahmen sie den leichtesten Weg.

Auch wir Menschen tendieren dazu, den leichteren Weg zu nehmen. Jedoch sind wir in der Lage, unser Lernverhalten selbstständig zu beeinflussen und besitzen in diesem Sinne über einen größeren Freiraum.

Zusammenfassung der Doppelstunde vom 27.9.2019

Thema: Sartre ein Mensch ist zur Freiheit verurteilt, Film: “Philosophie – Jean Paul Sartre, die Last der Freiheit?“, Fragen zu Sartres Hypothesen, was heißt Wahlfreiheit, Willensfreiheit und Handlungsfreiheit

Datum: 27.9.2019

Zeit: 9:40-11:15 Uhr

Referentin: Frau Schütze

Anwesend: 13 Schüler von 16

Der Unterricht fing an mit einer Positionslinie, wo wir uns zwischen zwei Aussagen entscheiden mussten, jeweils “der Mensch ist nicht zur Freiheit verurteilt“ und “der Mensch ist zur Freiheit verurteilt“.Es gab ein interessantes Ergebnis, denn 5 Leute waren der Meinung dass der Mensch nicht zur Freiheit verurteilt wäre und sie begründeten es damit, dass dem Menschen von seiner Umwelt, seiner Gesellschaft, seinem Charakter oder seinem natürlichen Wesen die Freiheit entnommen werden kann. Andererseits waren 8 Leute der anderer Meinung mit der Begründung, dass der Mensch, egal ob er gefangen ist oder nicht, frei denken kann wie es ihm gefällt und selber Entscheidungen treffen kann.

In der zweiter Hälfte der erster Stunde schauten wir dazu einen kurzen Film und beantworteten Fragen nebenbei. Aus dem Film haben wir den Unterschied zwischen Existenz und Essenz erfahren und zwar “Existenz heißt ich bin da und Essenz heißt wie will ich sein“, wie auch dass Existenz der Essenz vorausgeht. Als nächstes ging es um die Bedeutung von “ich bin nicht mehr als meine Handlungen“. Wir kamen zu dem Ergebnis, dass man ist wofür man sich entscheidet und dass es die Essenz prägt. Die Frage warum Sartre den Nobelpreis ablehnte kam auch vor und sie wurde von Sartre mit der Meinung, dass seine Freiheit zu einem Ding geworden wäre und aus politischen Gründen, beantwortet. Weiterhin wurde über den Blick der anderen gesprochen und was sich für einen durch diesen Blick ändert. In dem Film wurde erwähnt, dass man “verdinglicht“ wird und es passiert aus dem Grund, dass man nur eine Seite von einer Person sieht. Zuletzt kam die Frage zur Unaufrichtigkeit, was es heißt sich selbst etwas vorzumachen. Diese frage wurde mit einem Beispiel von einem Kellner erklärt, dass ein Mensch in eine Rolle schlüpft und dass es eine andere Form von Theater wäre, denn man könnte von der Rolle zurücktreten.

In der zweiten Stunde bekamen wir einen Text, aus dem wir die Bedeutungen und Unterschiede von Wahlfreiheit, Willensfreiheit und Handlungsfreiheit herausschreiben sollten. Wir waren der Meinung, dass bei der Wahlfreiheit der Mensch in der Lage sein sollte, das, was er will, aus eigener Kraft, aus eigenem Antrieb und ohne Einflüsse von außen zu wollen. Es wurde mit der Frage “was wollen wir?“ verdeutlicht. Die Willensfreiheit wird mit der Frage “wie wollen wir etwas?“ verdeutlicht. Sie stellt die ethische Grundprobleme vor. Als letztes ist die Handlungsfreiheit, sie wird mit der Frage “können wir, was wir wollen?“ verdeutlicht und es wird erklärt, dass der Mensch auch das was er will tatsächlich ausführen kann. Die Handlungsfreiheit ist eine Freiheit von Zwang, heißt es wird von der Außenwelt her ausgeübt.

Links: 1. https://youtu.be/e0PSqTaFook 2. https://youtu.be/EgpIsB77YdM

Freiheit

Wenn ich an Freiheit denke, denke ich an die berühmte Titanic Position. Rose und Jack auf dem Deck des Schiffes, mit ausgestreckten Armen, fühlen den frischen Wind, der durch ihre Haare weht. Sie genießen den Moment der Freiheit, in dem sie an nichts denken, außer an den Moment selbst.

Freiheit kommt von innen, egal ob man gerade gefangen ist oder nicht. Wenn man die Freiheit in einem selbst fühlt, ist man frei.

Zusammenfassung der Doppelstunde vom 5.7.2019

Thema: Film „TOMORROW – Die Welt ist voller Lösungen“, Garten der Familie Munzinger

Datum: 5.07.2019

Zeit: 7:45-9:20 Uhr

Referentin: Frau Schütze

Anwesend: Alle

In der ersten Stunde der Doppelstunde schauten wir den Film „TOMORROW- Die Welt ist voller Lösungen“, weiter. Er handelt grob darum, wie man in fünf unterschiedlichen Bereichen das Leben auf eine nachhaltige Art und Weise gestalten kann. Die Themengebiete waren Landwirtschaft, Energie, Wirtschaft, Demokratie und Bildung. Wir lernten in dem Filmabschnitt den wir an dem Tag sahen nachhaltige Lösungsansätze in Wirtschaft, Demokratie und Bildung. Es wurde unter dem Stichwort Wirtschaft angesprochen, dass es mehrere und individuelle Währungen geben solle, damit so die einzelnen Kommunen mit ihrer eigenen Währung somit den Geschäften in ihrem Umfeld besser unterstützen könnten. Diese Währung könnte ebenso nicht versteuerbar sein, da sie in anderen Regionen nichts wert wäre. Nur das Vertrauen der eigenen Leute wäre nötig, damit so ein Währungssystem Bestand hätte. Wirtschaftlich schwache Länder wie Griechenland könntn mit ihrer eigenen Wähung könnten somit ihre Wirtschaft schneller ankurbeln, doch oft ist es so, dass die vorherrschenden Gesetze solche Währungsreformen verhindern. Ein positives Beispiel wie so ein System funktioniert kann man in Bristol sehen, wo Experten behaupten, dass ihre eigene Währung einen zwei bis vier mal so hohen Effekt hat wie der Euro.

Als wir zur Demokratie kamen wurde gleich zu Beginn erwähnt, dass der Mensch egal wo auf der Welt zu wenig Einfluss in der Gestaltung der Wirtschaft und Gesellschaft hat, was heutzutage große Konzerne übernehmen. Dadurch werden die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer. Man müsste schon in der Politik ein Zeichen setzen, wie das Vorgehen gegen Korruption und falsche Politiker und dass mehr Kontrolle durch das Volk erreicht wird. In Indien läuft beispielsweise in einem kleinen Dorf ein sehr schlaues Prinzip. Der Bürgermeister bespricht alle Veränderungspunkte im Dorf offen mit allen Mitbürgern und lässt sie alle Entscheidungen mitgestalten. Dadurch wird Vertrauen geschaffen und die tatzächlich große Probleme können so bearbeitet werden wie das Sanieren der Slums, Bauen von Schulen, Gemeinsames Sauberhalten der Stadt und das Zusammenwohnen von ärmeren und reicheren Familien in einem Doppelhaus. So können sie sich gegenseitig unterstützen und das Vertrauen wächst noch mehr.

Der letzte Punkt des Filmes, wo man Dinge nachhaltig verändern sollte war die Bildung. Dort wurde besonders ein Schwerpunkt auf das Schulsystem in Finnland. Die Schüler dort sind nicht gerade die reichsten Kinder, doch sie bringen die besten Schulabschlüsse in der ganzen Welt zustande. Es sind einige Punkte, welche das Schulsystem in Finnland so besonders macht. Zum einen gibt es wenig Bürokratie, es werden keine Vergleichstests mit anderen Schulen durchgeführt und alles ist auf Vertrauen aufgebaut. Zum anderen werden die Schüler von anfang an in Fächern wie Sonderpädagogik und Psychologie vertraut gemacht und es werden viele Praktika unternommen. um das Kind gut auf die berufliche Zukunft vorzubereiten. Es wird zum Lehrer ein soziales Verhältniss und Respekt zueinander aufgebaut, da auf jeden Schüler ebenso einzeln eingegangen wird, dass jeder Schüler mitkommt. Ihnen werden auch Lebenskompetenzen wie nähen, musizieren, kochen, Arbeit mit Holz und Metall beigebracht was für das spätere Leben immer zum Vorteil sein wird. Gute Werte wie Antirassismus, Liebe, Vertrauen und Toleranz werden den Kindern durch verschieden Methoden vermittelt und daran sollte sich jede Schule ein Beispiel nehmen

In der zweiten Stunde gaben wir kurz unsere Meinung dazu ab wie wir die Lösungsansätze in den fünf Bereichen nachhaltig und sinnvoll hielten. Schließlich gingen wir, da es schon um das Thema Nachhaltigkeit ging, in den Garten von Familie Munzinger um mal ein Bild davon zu bekommen, wie man schon allein als ein Mensch durch so etwas nachhaltig in der Welt verändern zu können.

Hobbes

Links: https://querbeet-gerabronn.de/

https://www.tomorrow-derfilm.de/

Kinderarbeit

Wenn man in unserer heutigen Gesellschaft fragen würde, wer Kinderarbeit in Ordnung findet, würde kaum jemand diese Frage bejahen. Dennoch unterstützen sehr viele Menschen im Unbewussten Kinderarbeit durch Kauf von Produkten, welche durch Kinderarbeit günstig produziert werden. Vor allem beim Kauf von Kleidung geschieht dies sehr oft, da ja jeder am Preis sparen möchte und nicht bereit ist, mehr Geld für fair produzierte Kleidung Ein Grund dafür könnte sein, dass unserer Gesellschaft der eigene Wohlstand wichtiger ist, als Kinder, die unter menschenunwürdigen Bedingungen zur Arbeit gezwungen werden. Vor allem in einem reichen Land wie Deutschland sollte man, meiner Meinung nach, sein Geld nicht egoistisch und blind für den eigenen Gewinn einsetzen und ein aktives Zeichen gegen Kinderarbeit setzen. Das kann man am Besten damit tun, indem man ausschließlich Fair-Trade-Produkte kauft oder Waren, die das Gütesiegel haben, welches Kinderarbeit ausschließt. Viele Menschen mögen jetzt sagen, dass sei doch kaum möglich, da man ja als einzelne Person nichts bewirken kann und es im Endeffekt sowieso  keinen Unterschied macht. Doch wenn jeder so denken würde, wird sich auch in Zukunft nichts verändern. Außerdem sind Produkte, die fair produziert und gehandelt werden, nicht automatisch unbezahlbar teurer als Billigware. Es ist wichtig heute ein Zeichen gegen Kinderarbeit zu setzen und andere dazu motivieren. Wenn das jeder von uns tun würde könnte, kann man das Morgen vieler Kinder und Familien in den 3-Welt-Ländern lebenswerter machen.

Ich würde mich über eure Meinung zu diesem Thema freuen

LG Kant