Zusammenfassung der Ethikstunden vom 25.10.2019


Gymnasium Gerabronn, Ethikunterricht K1

25.10.2019, 09:40-11:15 Uhr, alle anwesend

Die Doppelstunde vom 25. Oktober 2019 handelte von den Grundzügen der Psychoanalyse von Freud, der psychologischen Theorie von Alfred Adler sowie von den Grundlangen der Lernpsychologie. Aus diesen Theorien heraus, sollten wir in Gruppen die Einschränkungen der Freiheit sowie Möglichkeiten zur Überwindung dieser Einschränkungen herausarbeiten und uns die Frage stellen, welche Relevanz diese Theorien für uns in unserer heutigen Zeit haben.

Die erste Gruppe befasste sich mit der Theorie von Sigmund Freud. Er kategorisiert unser Wissen in bewusstes Wissen, vorbewusstes Wissen und unbewusstes Wissen. Das Wissen, das wir jede Zeit abrufen können, ist bewusst. Dieses bewusste Wissen kann nach einer Zeit zum vorbewussten Wissen werden. Es werden Erinnerungen als Hilfe benötigt, um wieder an dieses Wissen zu gelangen. Schlussendlich sind wir uns einer Sache unbewusst, wenn wir es uns nicht ohne Weiteres bewusst werden können.
Freud unterteilt die Entwicklung des Kindes anhand von Lusterfahrungen in fünf Phasen ein. Kinder empfinden in den ersten sechs Lebensjahren Lust am eigenen Körper. Die ersten Jahre werden von der oralen Phase geprägt, wobei das Baby Lust durch Nahrungsaufnahme empfindet. In der analen Phase, die ab dem dritten Lebensjahr beginnt, entwickelt das Kind ein Reinlichkeitsbedürfnis durch das Ausscheiden von Kot. In der darauffolgenden Ödipalphase bilden sich geschlechtsspezifische Verhaltensweisen. Mit ungefähr sechs Jahren trifft die Latenzphase ein, in der sexuelle Wünsche verdrängt werden und sich geistige Fähigkeiten entwickeln. Mit dem Beginn der Pubertät entwickelt das Kind Lust durch das andere Geschlecht. In der sogenannten Genitalphase vereinen sich alle bisherigen Teilbereiche zum Geschlechtstrieb und das Verlangen nach sexueller Vereinigung wird geprägt. Mit der Zeit prägen sich ebenso die psychischen Instanzen aus. Freud unterscheidet zwischen dem Wesen des Es, dem Wesen des Ich und dem Wesen des Über-Ich. Das Wesen des Es herrscht im Unterbewusstsein und verfügt über unbewusste Neigungen. Während es weder Gesetze der Logik oder Moral kennt, noch die tierischen Triebe kontrollieren kann, will das Wesen des Ich der Innen- und Außenwelt gerecht werden. Es passt sich an die Reize der Außenwelt an und bildet die Selbstbehauptung. Das Wesen des Ich versucht, den Ansprüchen des Es gerecht zu werden und entscheidet, ob und wann es den Trieben nachgehen will. Wenn das Ich dabei scheitert, kann Angst entstehen. Das Wesen des Über-Ich bildet die äußeren Einflüsse von der Gesellschaft, wie z.B. Wertvorstellung und Moral.

Es lässt sich im Zusammenhang mit der Psychoanalyse von Freud erschließen, dass man tendenziell die Möglichkeit hat, frei zu sein, wenn man ein stark geprägtes Ich besitzt, sich den anderen Einflüssen bewusst ist und eine eigene Moralvorstellung vorhanden ist. Die Schüler sind der Meinung, dass die Theorie immer noch relevant ist, da jeder diese verschiedenen Phasen durchlebt und psychische Instanzen besitzt. Man muss jedoch hinzufügen, dass es in unserer heutigen Gesellschaft Einschränkungen gibt, wenn es um das Ausleben der eigenen starken Ich geht.

Alfred Adler befasste sich damit, dass das Gefühl von Minderwertigkeit durch beispielsweise frühkindlichen Behinderungen und die dadurch entstehenden Benachteiligungen anscheinend ein gesundes Selbstbewusstsein entwickeln und dem Drang verleihen, immer weiter nach oben zu streben. Das verspürte Minderwertigkeitsgefühl wird durch eine Leitlinie und durch Ziele überspielt. Dabei stehen sich die beiden Aspekte Gemeinschaftsgefühl und Streben nach Macht gegenüber. Wenn man durch den eigenen Erfolg zu mehr zur Macht tendiert, verringert sich dementsprechend oft das Gemeinschaftsgefühl.

Da jeder Mensch laut Alfred Adler über neurotische Züge verfügt und das Minderwertigkeitsgefühl größtenteils von der Erziehung abhängt, ist diese Theorie für unsere heutige Zeit relevant. Wenn dem Kind nichts zugetraut wird, fühlt es sich hilflos. Auch die Unterdrückung der Person hat Auswirkungen auf das Minderwertigkeitsgefühl. Somit ist es wichtig, dass man Menschen mit Minderwertigkeitsgefühlen in die Gesellschaft mit einbezieht und unterstützt, anstatt dass die Person sozial isoliert wird und unter Zwängen leidet.

Die letzte Gruppe befasste sich mit den verschiedenen Lernstrategien von Psychologen. Durch deren Versuche ließ sich feststellen, dass man durch das Auslösen eines Reizes das Eintreten einer bestimmten Reaktion bewirken kann. Durch Strafen oder Belohnungen wurden Tiere dazu gebracht, gewisse Dinge zu tun/zu erlernen oder zu lassen. Wenn sie die Möglichkeit hatten, nahmen sie den leichtesten Weg.

Auch wir Menschen tendieren dazu, den leichteren Weg zu nehmen. Jedoch sind wir in der Lage, unser Lernverhalten selbstständig zu beeinflussen und besitzen in diesem Sinne über einen größeren Freiraum.

Zusammenfassung der Doppelstunde vom 27.9.2019

Thema: Sartre ein Mensch ist zur Freiheit verurteilt, Film: “Philosophie – Jean Paul Sartre, die Last der Freiheit?“, Fragen zu Sartres Hypothesen, was heißt Wahlfreiheit, Willensfreiheit und Handlungsfreiheit

Datum: 27.9.2019

Zeit: 9:40-11:15 Uhr

Referentin: Frau Schütze

Anwesend: 13 Schüler von 16

Der Unterricht fing an mit einer Positionslinie, wo wir uns zwischen zwei Aussagen entscheiden mussten, jeweils “der Mensch ist nicht zur Freiheit verurteilt“ und “der Mensch ist zur Freiheit verurteilt“.Es gab ein interessantes Ergebnis, denn 5 Leute waren der Meinung dass der Mensch nicht zur Freiheit verurteilt wäre und sie begründeten es damit, dass dem Menschen von seiner Umwelt, seiner Gesellschaft, seinem Charakter oder seinem natürlichen Wesen die Freiheit entnommen werden kann. Andererseits waren 8 Leute der anderer Meinung mit der Begründung, dass der Mensch, egal ob er gefangen ist oder nicht, frei denken kann wie es ihm gefällt und selber Entscheidungen treffen kann.

In der zweiter Hälfte der erster Stunde schauten wir dazu einen kurzen Film und beantworteten Fragen nebenbei. Aus dem Film haben wir den Unterschied zwischen Existenz und Essenz erfahren und zwar “Existenz heißt ich bin da und Essenz heißt wie will ich sein“, wie auch dass Existenz der Essenz vorausgeht. Als nächstes ging es um die Bedeutung von “ich bin nicht mehr als meine Handlungen“. Wir kamen zu dem Ergebnis, dass man ist wofür man sich entscheidet und dass es die Essenz prägt. Die Frage warum Sartre den Nobelpreis ablehnte kam auch vor und sie wurde von Sartre mit der Meinung, dass seine Freiheit zu einem Ding geworden wäre und aus politischen Gründen, beantwortet. Weiterhin wurde über den Blick der anderen gesprochen und was sich für einen durch diesen Blick ändert. In dem Film wurde erwähnt, dass man “verdinglicht“ wird und es passiert aus dem Grund, dass man nur eine Seite von einer Person sieht. Zuletzt kam die Frage zur Unaufrichtigkeit, was es heißt sich selbst etwas vorzumachen. Diese frage wurde mit einem Beispiel von einem Kellner erklärt, dass ein Mensch in eine Rolle schlüpft und dass es eine andere Form von Theater wäre, denn man könnte von der Rolle zurücktreten.

In der zweiten Stunde bekamen wir einen Text, aus dem wir die Bedeutungen und Unterschiede von Wahlfreiheit, Willensfreiheit und Handlungsfreiheit herausschreiben sollten. Wir waren der Meinung, dass bei der Wahlfreiheit der Mensch in der Lage sein sollte, das, was er will, aus eigener Kraft, aus eigenem Antrieb und ohne Einflüsse von außen zu wollen. Es wurde mit der Frage “was wollen wir?“ verdeutlicht. Die Willensfreiheit wird mit der Frage “wie wollen wir etwas?“ verdeutlicht. Sie stellt die ethische Grundprobleme vor. Als letztes ist die Handlungsfreiheit, sie wird mit der Frage “können wir, was wir wollen?“ verdeutlicht und es wird erklärt, dass der Mensch auch das was er will tatsächlich ausführen kann. Die Handlungsfreiheit ist eine Freiheit von Zwang, heißt es wird von der Außenwelt her ausgeübt.

Links: 1. https://youtu.be/e0PSqTaFook 2. https://youtu.be/EgpIsB77YdM

Freiheit

Wenn ich an Freiheit denke, denke ich an die berühmte Titanic Position. Rose und Jack auf dem Deck des Schiffes, mit ausgestreckten Armen, fühlen den frischen Wind, der durch ihre Haare weht. Sie genießen den Moment der Freiheit, in dem sie an nichts denken, außer an den Moment selbst.

Freiheit kommt von innen, egal ob man gerade gefangen ist oder nicht. Wenn man die Freiheit in einem selbst fühlt, ist man frei.

Zusammenfassung der Doppelstunde vom 5.7.2019

Thema: Film „TOMORROW – Die Welt ist voller Lösungen“, Garten der Familie Munzinger

Datum: 5.07.2019

Zeit: 7:45-9:20 Uhr

Referentin: Frau Schütze

Anwesend: Alle

In der ersten Stunde der Doppelstunde schauten wir den Film „TOMORROW- Die Welt ist voller Lösungen“, weiter. Er handelt grob darum, wie man in fünf unterschiedlichen Bereichen das Leben auf eine nachhaltige Art und Weise gestalten kann. Die Themengebiete waren Landwirtschaft, Energie, Wirtschaft, Demokratie und Bildung. Wir lernten in dem Filmabschnitt den wir an dem Tag sahen nachhaltige Lösungsansätze in Wirtschaft, Demokratie und Bildung. Es wurde unter dem Stichwort Wirtschaft angesprochen, dass es mehrere und individuelle Währungen geben solle, damit so die einzelnen Kommunen mit ihrer eigenen Währung somit den Geschäften in ihrem Umfeld besser unterstützen könnten. Diese Währung könnte ebenso nicht versteuerbar sein, da sie in anderen Regionen nichts wert wäre. Nur das Vertrauen der eigenen Leute wäre nötig, damit so ein Währungssystem Bestand hätte. Wirtschaftlich schwache Länder wie Griechenland könntn mit ihrer eigenen Wähung könnten somit ihre Wirtschaft schneller ankurbeln, doch oft ist es so, dass die vorherrschenden Gesetze solche Währungsreformen verhindern. Ein positives Beispiel wie so ein System funktioniert kann man in Bristol sehen, wo Experten behaupten, dass ihre eigene Währung einen zwei bis vier mal so hohen Effekt hat wie der Euro.

Als wir zur Demokratie kamen wurde gleich zu Beginn erwähnt, dass der Mensch egal wo auf der Welt zu wenig Einfluss in der Gestaltung der Wirtschaft und Gesellschaft hat, was heutzutage große Konzerne übernehmen. Dadurch werden die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer. Man müsste schon in der Politik ein Zeichen setzen, wie das Vorgehen gegen Korruption und falsche Politiker und dass mehr Kontrolle durch das Volk erreicht wird. In Indien läuft beispielsweise in einem kleinen Dorf ein sehr schlaues Prinzip. Der Bürgermeister bespricht alle Veränderungspunkte im Dorf offen mit allen Mitbürgern und lässt sie alle Entscheidungen mitgestalten. Dadurch wird Vertrauen geschaffen und die tatzächlich große Probleme können so bearbeitet werden wie das Sanieren der Slums, Bauen von Schulen, Gemeinsames Sauberhalten der Stadt und das Zusammenwohnen von ärmeren und reicheren Familien in einem Doppelhaus. So können sie sich gegenseitig unterstützen und das Vertrauen wächst noch mehr.

Der letzte Punkt des Filmes, wo man Dinge nachhaltig verändern sollte war die Bildung. Dort wurde besonders ein Schwerpunkt auf das Schulsystem in Finnland. Die Schüler dort sind nicht gerade die reichsten Kinder, doch sie bringen die besten Schulabschlüsse in der ganzen Welt zustande. Es sind einige Punkte, welche das Schulsystem in Finnland so besonders macht. Zum einen gibt es wenig Bürokratie, es werden keine Vergleichstests mit anderen Schulen durchgeführt und alles ist auf Vertrauen aufgebaut. Zum anderen werden die Schüler von anfang an in Fächern wie Sonderpädagogik und Psychologie vertraut gemacht und es werden viele Praktika unternommen. um das Kind gut auf die berufliche Zukunft vorzubereiten. Es wird zum Lehrer ein soziales Verhältniss und Respekt zueinander aufgebaut, da auf jeden Schüler ebenso einzeln eingegangen wird, dass jeder Schüler mitkommt. Ihnen werden auch Lebenskompetenzen wie nähen, musizieren, kochen, Arbeit mit Holz und Metall beigebracht was für das spätere Leben immer zum Vorteil sein wird. Gute Werte wie Antirassismus, Liebe, Vertrauen und Toleranz werden den Kindern durch verschieden Methoden vermittelt und daran sollte sich jede Schule ein Beispiel nehmen

In der zweiten Stunde gaben wir kurz unsere Meinung dazu ab wie wir die Lösungsansätze in den fünf Bereichen nachhaltig und sinnvoll hielten. Schließlich gingen wir, da es schon um das Thema Nachhaltigkeit ging, in den Garten von Familie Munzinger um mal ein Bild davon zu bekommen, wie man schon allein als ein Mensch durch so etwas nachhaltig in der Welt verändern zu können.

Hobbes

Links: https://querbeet-gerabronn.de/

https://www.tomorrow-derfilm.de/

Kinderarbeit

Wenn man in unserer heutigen Gesellschaft fragen würde, wer Kinderarbeit in Ordnung findet, würde kaum jemand diese Frage bejahen. Dennoch unterstützen sehr viele Menschen im Unbewussten Kinderarbeit durch Kauf von Produkten, welche durch Kinderarbeit günstig produziert werden. Vor allem beim Kauf von Kleidung geschieht dies sehr oft, da ja jeder am Preis sparen möchte und nicht bereit ist, mehr Geld für fair produzierte Kleidung Ein Grund dafür könnte sein, dass unserer Gesellschaft der eigene Wohlstand wichtiger ist, als Kinder, die unter menschenunwürdigen Bedingungen zur Arbeit gezwungen werden. Vor allem in einem reichen Land wie Deutschland sollte man, meiner Meinung nach, sein Geld nicht egoistisch und blind für den eigenen Gewinn einsetzen und ein aktives Zeichen gegen Kinderarbeit setzen. Das kann man am Besten damit tun, indem man ausschließlich Fair-Trade-Produkte kauft oder Waren, die das Gütesiegel haben, welches Kinderarbeit ausschließt. Viele Menschen mögen jetzt sagen, dass sei doch kaum möglich, da man ja als einzelne Person nichts bewirken kann und es im Endeffekt sowieso  keinen Unterschied macht. Doch wenn jeder so denken würde, wird sich auch in Zukunft nichts verändern. Außerdem sind Produkte, die fair produziert und gehandelt werden, nicht automatisch unbezahlbar teurer als Billigware. Es ist wichtig heute ein Zeichen gegen Kinderarbeit zu setzen und andere dazu motivieren. Wenn das jeder von uns tun würde könnte, kann man das Morgen vieler Kinder und Familien in den 3-Welt-Ländern lebenswerter machen.

Ich würde mich über eure Meinung zu diesem Thema freuen

LG Kant

Das Geheimnis eines glücklichen Herzens

Was macht einen Menschen glücklich? Diese Frage beschäftigen heutzutage viele Menschen. Laut einer Statistik (Quelle 1) sind Gesundheit, Partnerschaft und Familie der Weg zu einem glücklichen Leben. Doch ist das in der Realität wirklich so? Und was ist, wenn wir keine Gesundheit oder Familie haben. Heißt das dann für uns, dass wir dann nicht glücklich sein können?

Eine sehr wichtige Voraussetzung für das „glücklich sein“ ist die Dankbarkeit. Dankbare Menschen sind glücklicher als Undankbare (Quelle 2). Doch gerade was die Undankbarkeit angeht, sind wir Deutschen, meiner Meinung nach, ziemlich gut. Obwohl wir es, im Vergleich zu anderen Ländern, ziemlich gut haben, beschweren wir uns über Kleinigkeiten. Vieles sehe ich in meinem Alltag und in meiner Umgebung. Wir sind nicht zufrieden mit dem Essen, beschweren uns, dass die Sachen in den Läden immer teurer werden und klagen über niedriges Gehalt.  Von meinem Onkel höre ich häufig, dass seine Kollegen in der Firma oft undankbar über ihr Gehalt sind, obwohl sie wesentlich besser verdienen als sie es bei anderen Firmen tun würden. Grund dafür ist der Neid, dass der andere noch mehr verdient als man selbst. Anstatt zufrieden zu sein mit dem was man hat, möchte man immer noch mehr. Dieses kann uns nicht glücklich machen. Ich behaupte, dass selbst die reichsten Menschen auf unserem Planeten, die gefühlt alles haben können, nicht glücklich sind. Dadurch erkennen wir, dass uns das Materielle nicht glücklich machen kann.

Doch wie können wir dankbar sein in Not, wie zum Beispiel in Krankheit? Hier wurde mir Charles Wesley Naylor ein Vorbild. Vor einiger Zeit habe ich mich etwas mit seinem Buch „ das Geheimnis eines fröhlichen Herzens“ beschäftigt. Hier ist ein Auszug aus dem Vorwort des Buches (Quelle 3):

„Über vierzig Jahre lang krank im Bett liegen und doch ein fröhliches Herz haben? Wie ist das möglich? Der Verfasser dieses Buches erzählt es uns. Dreizehn Jahre lang verkündigte er das Evangelium als gesunder Mensch. Da traf ihn plötzlich ein Unfall, der ihn für den Rest seines Lebens ans Bett fesselte. Gelähmt, hilflos, selten ohne Schmerzen, suchte er nach einer neuen Erfüllung seines Lebens. Er konnte nicht mehr hinter der Kanzel stehen, aber er konnte Artikel schreiben für die Evangeliums-Posaune oder das Jugendblatt. Er konnte Lieder dichten, die heute noch von einer dankbaren Gemeinde gesungen werden. Er konnte Ratsuchenden Antwort schreiben. Er wurde seinen Besuchern ein Seelsorger, er betete mit Kranken, dass sie gesund wurden und er selbst lag hilflos im Bett. In dieser Zeit lernte er das Geheimnis eines fröhlichen Herzens. Bruder Naylor wurde 1874 im Staate Ohio in USA geboren. Mit achtzehn Jahren bekehrte er sich zum Herrn, sieben Jahre später wurde er als Prediger ordiniert. Zehn Jahre danach, am 28. Juni 1909 traf ihn der Unfall, der ihn bis zu seinem Tode, am 21. Februar 1950 ans Bett fesselte. Er schrieb während seiner Krankheit 8 Bücher und dichtete insgesamt 150 Lieder. In den ersten Jahren diktierte er seiner Frau die Briefe, Artikel und Bücher. Später hatte er eine Diktiermaschine am Bett stehen, sodass er unabhängig von einer zweiten Person arbeiten konnte. Unser Liederbuch „Neue ZionsLoblieder“ enthält 26 Lieder von ihm. Auch wir können mit einem fröhlichen Herzen durch ein leidgeprüftes Leben gehen. Willst du den Weg dazu kennen lernen?“

 Charles Naylor hatte eigentlich gute Gründe, für den Rest seines Lebens undankbar zu sein. Doch das erstaunliche ist, dass er trotz seiner schweren Krankheit einen Sinn in seinem Leben gesehen hat, nämlich den Glauben in Jesus Christus. Obwohl er fast 40 Jahre lang „ans Bett gefesselt war“, wusste er sich von Gott gebraucht und war für viele Menschen ein Segen.

Auch meiner Meinung nach liegt das Glück des Lebens in dem Glauben und dem Leben mit Jesus Christus. Jesus selbst spricht: „Frieden hinterlasse ich euch; meinen Frieden gebe ich euch. Nicht wie die Welt gibt, gebe ich euch; euer Herz erschrecke nicht und verzage nicht!“ (Joh. 14,27). Jesus gibt uns den wahren Frieden und das echte Glück. Durch ihn habe ich einen Sinn im Leben und kann der Aufforderung nachgehen: „Freut euch im Herrn allezeit; abermal sage ich: Freut euch!“ (Philipper 4, 4) . 

Ich möchte dir, lieber Leser, die Frage stellen: Bist du glücklich? Hast du schon das Glück des Lebens gefunden? Hast du ein glückliches Herz? Schreibt mir eure Gedanken gern in die Kommentare.

Lg Sokratis

Quellen:

1.)Statistik zu Dingen, die uns Glücklich machen.

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/818/umfrage/was-gluecklich-macht/

2.)Warum dankbare Menschen glücklicher sind

3.) Buch „Das Geheimnis eines fröhlichen Herzens“ von Charles Wesley Naylor. Auszug aus Seite 2. http://diegemeindegottes.com/pdf/buecher/Das-Geheimnis-eines-froehlichen-Herzens.pdf

choices

Wie und mit welcher Art man in einer Situation richtig handelt oder reagiert, ist von Person zu Personen unterschiedlich. Menschen haben verschiedene Ansichten und Blickwinkel auf Konflikte oder jegliche Art von Situationen. Sie handeln nach ihrem Gewissen oder ihren Werten. Aber wodurch definieren sich eigentlich unsere Werte und gehen diese nicht nach und nach verloren? Suchen wir uns nicht einfach immer den leichtesten Weg, Hindernissen aus zu weichen?

Werte sind tief-verwurzelte, bedeutsame und durchdringliche Überzeugungen, Haltungen (Einstellungen), Ideale und Bedürfnisse, welche gewöhnlich von den Mitgliedern einer Gesellschaft auf unbestimmte Zeit individuell geteilt werden und zumeist das Gute oder Schlechte betreffen. (https://ethik-unterrichten.de/lexikon/werte/)

Menschen müssen im Leben viele wichtige Entscheidungen treffen, die großen Einfluss auf ihr Leben haben können. Das Leben ist eine einzige Entscheidung. Man entscheidet sich jeden Tag unterbewusst dafür, zu leben. Diese Entscheidungen treffen wir nicht einfach so. Viele Faktoren haben Einfluss darauf, wie ich auf Dinge wie Probleme reagiere oder mit Drucksituationen umgehe. Oft entscheidet unser Unterbewusstsein also unser Bauchgefühl darüber was für uns moralisch falsch oder richtig ist. Wenn wir etwas tun und es unseren eigentlichen Werten wiederspricht bekommen wir meistens ein schlechtes Gewissen oder bereuen unsere Tat. Dieses Gewissen kommt nicht von alleine. Wir werden unser Leben lang durch Erfahrungen geprägt. Am Anfang spielen unsere Eltern eine entscheidende Rolle. Sie haben uns erzogen und von klein auf einen großen Einfluss auf unsere moralische Entwicklung genommen. Viele Kinder übernehmen die Wertevorstellung ihrer Eltern zu großen Teilen, auch deswegen, weil die Meinung der Eltern von einem selbst auch in fortgeschrittenem Alter noch von Bedeutung ist. Allerdings heißt das nicht zwangsläufig, dass sich unsere Werte nicht ändern. Meistens entscheidet man sich im Jugendalter dazu, wer man sein will und welche Werte für einen persönlich von Bedeutung sind. Man schließt sich Gruppen an, deren Werte und Prinzipien dich beeinflussen können. Wo wir wieder bei Entscheidungen wären…  Auch Dinge wie der Glaube beeinflussen unsere Werte und damit verbundenen Entscheidungen. Ich lebe nach den Vorstellungen meiner Religion und versuche mich nach ihren Werten und Normen zu orientieren. Hinzu kommen Erfahrungen im Leben im Guten sowie im schlechten Sinne. Schlechte Erfahrungen lassen uns kälter werden, da man nicht das Risiko eingehen möchte, nochmals enttäuscht oder verletzt zu werden. Gute Erfahrungen hingegen können uns in unseren Prinzipien stärken und an ihnen festhalten lassen. Natürlich sind hier auch Gefühle im Spiel, sie können der Grund sein, warum wir gegen unsere Prinzipien handeln, dabei spielt es keine Rolle, ob es positive oder negative Gefühle sind. Liebe oder Hass lässt uns die schlimmsten und verrücktesten Dinge machen. Aber nicht nur Gefühle sind Gründe dafür, warum wir unsere Werte in den Sand setzten und sie verleugnen. Gruppenzwang, die Angst nicht dazu zu gehören oder akzeptiert zu werden, lässt uns Dinge tun oder eben nicht tun einfach nur, um nicht aus dem Schema auf zu fallen. Es ist leichter mit der Welle zu schwimmen als gegen sie. Wir folgen dem Mainstream und dabei geht das verloren, was uns eigentlich ausmachen sollte. Leute werden Vegan, weil das alle tun und nicht aus eigener Überzeugung heraus. Man will den Menschen gefallen und ein Teil der Gesellschaft sein. Es ist einfach nicht“ in“, wenn man nicht trinkt, raucht und feiern geht. Doch genau an diesem Punkt entscheidet man sich entweder sich selber treu zu bleiben oder dafür den leichten bequemen Weg zu gehen und einer von vielen zu sein. Am Ende entscheidet niemand anderes als wir selbst, wer wir sind und welche Werte uns definieren. Für einen selber sollte nicht wichtig sein, ob man gemocht wird, sondern viel mehr, ob man sich selber mögen kann, so wie man ist.

be who you are not who the world wants you to be…it is up to you